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Der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis heute, über Europa und die Welt, über die Geschichte der Menschheit: 15 Minuten zu historischen Persönlichkeiten und Erfindungen. Von George Washington bis Rosa Luxemburg, vom Büstenhalter bis Breaking Bad.

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  • May 16 · 14 min

    Sykes-Picot: Verrat an der arabischen Welt

    Am 16.5.1916 unterzeichnen Großbritannien und Frankreich das Sykes-Picot-Abkommen. Sie haben heimlich den Nahen Osten unter sich aufgeteilt. Mit spürbaren Auswirkungen bis heute. In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach: wie Mark Sykes und François Georges Picot mit Lineal und Farbstift eine ganze Region neu ordnen, warum ethnische, religiöse und historische Gegebenheiten bei der Grenzziehung keine Rolle spielen, wie gleich mehrere geheime Absprachen einander widersprechen und Erwartungen enttäuscht werden, weshalb Palästina eine internationale Sonderrolle erhält, warum der Name Sykes-Picot bis heute als Symbol für Verrat wirkt. Europa steckt im Ersten Weltkrieg, das Osmanische Reich steht vor dem Zusammenbruch. Während an den Fronten gekämpft wird, verhandeln ein britischer und ein französischer Diplomat im Geheimen über die Zukunft der arabischen Provinzen. Auf einer Karte entstehen Zonen, Einflussgebiete und Sonderverwaltungen. Es geht um Macht, Seewege, Eisenbahnen und künftige Kontrolle. Doch das Abkommen bleibt nicht geheim. Nach der russischen Revolution wird es veröffentlicht und löst in der arabischen Welt Empörung aus. Gleichzeitig treten weitere Versprechen zutage, die kaum miteinander vereinbar sind. Aus den damaligen Entscheidungen entsteht ein Staatensystem, das Konflikte nicht befriedet, sondern neue hervorbringt und den Nahen Osten dauerhaft prägt. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Prof. Dr. Jörn Leonhard (Historiker, Universität Freiburg) Dr. Guido Steinberg (Terrorismusexperte und Islamwissenschaftler, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin) Weiterführende Links: Zeitzeichen 22.03.1945: Gründungsvertrag der Arabischen Liga Zeitzeichen 20.03.1956: Tunesien wird unabhängig von Frankreich Planet Wissen: Wie der Erste Weltkrieg die Weltkarte veränderte Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Marfa Heimbach Redaktion: Christoph Tiegel, Frank Zirpins Technik: Sascha Schiemann

  • May 15 · 14 min

    Guanchen gegen Spanier: Teneriffas blutige Eroberung

    Auf den Kanaren erproben die Spanier ihre kolonialen Bestrebungen. Auf Teneriffa leisten die indigenen Guanchen aber unerwartet heftigen Widerstand - bis zum Jahr 1496. In diesem Zeitzeichen erzählt Tobias Sauer: wer die Guanchen sind und woher sie kommen, dass die Spanier mit einer katastrophalen Niederlage in den Krieg starten, welcher strategische Fehler die Guanchen schließlich zur Aufgabe zwingt, vom traurigen Schicksal der Guanchen unter spanischer Kontrolle. Lange kommen die Kanarischen Inseln aufgrund ihrer abgelegenen Lage vor der afrikanischen Küste im Gedächtnis der Europäer kaum vor. Das ändert sich 1402, als die Spanier mit ihrem Eroberungsfeldzug beginnen. 1494 ist mit Teneriffa nur noch die größte und bevölkerungsreichste der sieben Kanareninseln unabhängig. Der Widerstand der kriegerischen Inselbewohner, die sich Guanchen nennen, ist groß. Doch im Mai 1496 müssen sich auch die letzten Guanchen-Häuptlinge endgültig geschlagen geben. Seither gehören alle Kanarischen Inseln zu Spanien. Viele Guanchen verlieren bei den Schlachten ihr Leben. Die spanische Politik, die Guanchen sozusagen zu hispanisieren, sorgt dafür, dass das Volk nach und nach ganz verschwindet. Ihre Spuren finden sich aber bis heute in den Genen der Kanarenbewohner. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Conrado Rodríguez (MUNA Santa Cruz de Tenerife) Julia Bühner (Universität Frankfurt/Main) Weiterführende Links: Zeitzeichen: 12. Oktober 1492 - Christoph Kolumbus betritt den amerikanischen Kontinent Planet Wissen: Kolonialismus Planet Wissen: Kanaren Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Tobias Sauer Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse Technik: Holger Maerten

  • May 14 · 14 min

    Warum Karl IV. nicht der Friedenskaiser des Mittelalters war

    Karl IV. (geb. 14.05.1316) gilt als Verhandler, der lieber Geld als Waffen nutzte. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild über den Kaiser aus dem Mittelalter. In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk: warum das Bild vom Friedenskaiser auf Karl IV. nicht zutrifft, von zahlreichen Attentaten und Unfällen, die ihn zwar nicht umbringen, aber für immer zeichnen, warum es Karl IV. nicht gelingt, seine Dynastie langfristig zu sichern. Mit dem Nachruhm mittelalterlicher Kaiser ist es so eine Sache: Karl den Großen kennt man und wohl auch Kaiser Barbarossa. Aber Kaiser Karl IV. bleibt weitgehend unbekannt, dabei hat er eine Menge Spuren hinterlassen. So geht etwa die Goldene Bulle, das langlebigste Grundgesetz deutscher Geschichte, auf ihn zurück. Mit der Universität Prag hat er die erste Hochschule im Heiligen Römischen Reich gegründet. Viele von ihm beauftragte Prachtbauten wie den Veitsdom oder die Nürnberger Frauenkirche kann man bis heute bewundern. Geboren wird Karl im Jahr 1316 als Sohn des böhmischen Königs. Anders als sein Vater ist er ein Meister des Taktierens und führt nur selten Krieg. Als Sympathieträger geht Karl IV. dennoch nicht in die Geschichte ein. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Olaf Rader, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Olaf Rader: Kaiser Karl der Vierte - Das Beben der Welt. Eine Biographie. München 2023 Ferndinand Seibt: Karl IV. - Ein Kaiser in Europa. Frankfurt am Main 2003 Karl IV. Selbstbiographie. Hanau 1979 Weiterführende Links: Zeitzeichen: 26.02.1361 - Geburtstag des deutschen Königs Wenzel Zeitzeichen: 7. Mai 1398 - Der Kölner Brau-Monopolist und Geschäftsmann Hermann von Goch wird hingerichtet Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Maren Gottschalk Redaktion: Jakob Schiffer und Sefa Inci Suvak Technik: Sarah Fitzek

  • May 13 · 14 min

    Die Welt zu Gast bei Nazis - die große IOC-Fehlentscheidung

    Am 13.5.1931 vergibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Spiele 1936 nach Berlin. Das Sportfest wird eine Propaganda-Show für das NS-Regime. In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger: warum deutsche Turner von den Olympischen Spielen der Neuzeit nichts halten, wann kurz zuvor schon einmal Olympische Spiele nach Berlin vergeben werden, wie despektierlich sowohl Adolf Hitler als auch der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt den Athleten Jesse Owens behandeln, welches neue Element der Olympischen Spiele 1936 heute Tradition ist. Als Deutschland 1931 den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 1936 bekommt, ahnen wenige, wer zwei Jahre später die Macht übernimmt. Star der Spiele in Berlin ist sehr zum Missfallen der Nazis der afroamerikanische Leichtathlet Jesse Owens, der die Rassenideologie der Nationalsozialisten von der vermeintlichen Überlegenheit der "arischen" Athleten in Grund und Boden läuft. Nazi-Deutschland inszeniert perfekte Spiele - auch als Reaktion auf internationale Versuche, die Spiele nach der Machtübernahme Hitlers nicht stattfinden zu lassen. In den USA und auch anderswo gibt es Boykottbestrebungen. Anlass dieser Boykottbestrebungen sind Rassenideologie und Politik der Nazis. Juden sind schon damals weitgehend vom Sport und anderer gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Andreas Höfer, Deutsches Sport und Olympiamuseum Köln "Olympia", Film von Leni Riefenstahl Zeitzeichen: 01.08.1936 - Olympische Sommerspiele in Berlin Weiterführende Links: Planet Wissen: Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin Planet Wissen: Geschichte der Olympischen Spiele Zeitzeichen: 3. August 1936 - Jesse Owens sprintet zu Olympia-Gold Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Emily Jeuckens/David Rother

  • May 12 · 14 min

    Zu radikal für Hitler: Nazi-Ideologin Mathilde Ludendorff

    Sie kämpft für Frauenbildung und predigt rassistische Thesen: Ludendorff (gest. am 12.05.1966) ist eine Vordenkerin völkischer Ideologie - die bis heute in rechten Kreisen wirkt. In diesem Zeitzeichen erzählt Melahat Simsek: warum Ludendorffs Ideen selbst Hitler zu radikal sind, dass ihr Weltbild sowohl für ihre Patienten als auch für die Deutsche Frauenbewegung inakzeptabel sind, wie Ludendorffs völkische Thesen im "Bund für Gotterkenntnis" bis heute weiterleben. Mathilde Ludendorff wird als Mathilde Friederike Karoline Spieß 1877 in Wiesbaden geboren. Selbstbewusst fordert sie bereits in jungen Jahren die Gleichstellung der Geschlechter und die Anerkennung von Frauen in akademischen Berufen. Sie macht ihr Abitur, studiert Medizin und eröffnet eine eigene Praxis. Gleichzeitig zieht sie auch noch drei Kinder groß und verfasst erste Schriften. Viele ihrer Ansichten sind da bereits antidemokratisch und völkisch-feministisch. In der Weimarer Republik wettert sie schon vor der Heirat mit dem General Ludendorff immer offener gegen Juden und den Vatikan und erfindet eine neue Religionsphilosophie, fernab jüdisch-christlicher Religionstraditionen. Ihre neue Lehre nennt sie fortan "Deutsche Gotterkenntnis". Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Mathilde Ludendorff als NS-Aktivistin eingestuft. Sie stirbt am 12. Mai 1966 in München. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Dr. Sabine Hering (Sozialwissenschaftlerin i.R., mit Schwerpunkt Geschichte, Universität Siegen) Dr. Annika Spilker (Historikerin) Prof. Dr. Uwe Puschner (Historiker, i.R., Freie Universität Berlin, Neuere Geschichte) Sabine Hering: Mathilde Ludendorff - Von der Steigbügelhalterin des Nationalsozialismus zur Gallionsfigur der Ludendorff-Bewegung. Berlin 2023 Annika Spilker: Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966). Frankfurt am Main 2013 Uwe Puschner: Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus. Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte. Göttingen 2012 Mathilde Ludendorff: Der göttliche Sinn der völkischen Bewegung. München 1934 Weiterführende Links: Stichtag: 25. Mai 1961 - Die Ludendorff-Bewegung wird verboten BR Retro: Proteste gegen die Ludendorff-Straße in Tutzing (1961) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Melahat Simsek Redaktion: Carolin Rückl / Frank Zirpins Technik: Thomas Bleul

  • May 11 · 14 min

    Erstaunliches Paar: Die Zwillinge aus Siam

    Am Oberkörper verbunden - so kommen Chang und Eng am 11.5.1811 zur Welt. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein, doch sie bleiben bis zum Tod verbunden. In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer: wie Chang und Eng in Thailand, dem damaligen Siam, aufwachsen, warum sie zu Stars auf Jahrmärkten in den USA werden, mit welchen Mitteln sie sich gegen Entmenschlichung und Bevormundung wehren, wie sie es schaffen, als zwei unterschiedliche Persönlichkeiten wahrgenommen zu werden, welche körperlichen Beschwerden am Ende ihres Lebens auftreten. Auf Chang und Eng geht der inzwischen veraltete Begriff der "Siamesischen Zwillinge" zurück. Heute spricht man von "verbundenen Zwillingen". Dass Chang und Eng miteinander verbunden sind und überleben, ist eine medizinische Ausnahme. Früh lernen sie, ihren Alltag zu koordinieren – und zugleich ihre Individualität zu behaupten. Als Jugendliche werden sie in die USA gebracht und ausgestellt. Bewunderung, Sensationslust und Rassismus liegen dabei dicht beieinander. Nach Jahren auf Tour lösen sie sich aus fremder Kontrolle und gestalten ihr Leben selbst. Chang und Eng lassen sich einbürgern, heiraten zwei Schwestern, gründen Familien und werden wohlhabend. Ihre körperliche Verbindung bleibt bis zum Tod bestehen: Als Chang 1874 stirbt, folgt Eng nur zwei Stunden später. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Joseph Orser (Historiker an der Universität Wisconsin) Dr. Konrad Reinshagen (Chirurg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) Joseph Andrew Orser: The Lives of Chang & Eng. Siam's Twins in Nineteenth-Century America. Chapel Hill 2014 National Library of Medicine: From "Monsters" to Modern Medical Miracles Weiterführende Links: ARD Sounds: Siamesische Zwillinge – Die misslungene Trennung von Ladan und Laleh KiKa: Hassan und Hussein – Zusammengewachsen Planet Wissen: Schausteller – die Kirmes als Arbeitsplatz Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Frank Zirpins

  • May 10 · 14 min

    Friedensmission oder Irrsinn? Rudolf Heß fliegt nach England

    Der Stellvertreter Hitlers fliegt am 10.5.1941 heimlich nach Schottland. Sein Plan: Frieden mit England. Das Unternehmen endet in Gefangenschaft und sorgt für Spott. In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember: warum Rudolf Heß ausgerechnet Schottland als Ziel auswählt, mit welchem Spezialgerät seine Maschine für diesen Flug ausgestattet ist, warum Heß im Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess nicht zum Tode, sondern zu lebenslanger Haft verurteilt wird, wo der Hitler-Stellvertreter nach dem Zweiten Weltkrieg sein Leben verbringt, warum das Grab von Heß heute nicht mehr existiert. Im Frühjahr 1941 ist Adolf Hitler auf dem Höhepunkt seiner Macht. Fast ganz Europa ist besetzt, aber Großbritannien hält stand. Während deutsche Bomber London angreifen, startet Rudolf Heß von Augsburg aus zu einer Mission, von der niemand in der NS-Führung weiß. Allein fliegt Hitlers Stellvertreter in einer Messerschmitt-Maschine Richtung Schottland. Heß will Hitler einen Dienst erweisen: Frieden mit Großbritannien, um freie Hand für den Krieg im Osten zu gewinnen. Doch London fällt darauf nicht herein. Heß landet in Kriegsgefangenschaft, das NS-Regime erklärt ihn für "geisteskrank". Sein Flug wird zum politischen Fiasko – und zum Schlüsselmoment für das Verständnis eines Mannes, der bis zuletzt an Hitler glaubt. Das ist unsere wichtigste Quelle und unser Interviewpartner: Manfred Görtemaker (emeritierter Geschichtsprofessor der Uni Potsdam) Manfred Görtemaker: Rudolf Hess. Der Stellvertreter. München 2023 Weiterführende Links: ARD Panorama: Kriegsverbrechergefängnis Spandau (1966) ARD Panorama: Rudolf Hess - 40 Jahre in Haft (1981) ZDF: Der Nazi-Clan - Rudolf Hess Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Heiner Wember Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Moritz Raestrup

  • May 9 · 14 min

    Verpasste das Kriegsende um 27 Jahre: Soldat Yokoi Shoichi

    Am 9.5.1991 trifft Yokoi Shoichi endlich den Kaiser. 27 Jahre hatte er allein im Dschungel von Guam ausgeharrt - weil er Japans Kapitulation 1945 für eine Falle hielt. In diesem Zeitzeichen erzählt Kolja Sand: warum ein japanischer Popsong Yokoi Shoichi an eine Falle glauben lässt, was es mit dem Verhaltenskodex der japanischen Armee auf sich hat, von einem 27 Jahre anhaltenden Überlebenskampf im Dschungel, von Yokois langsamem Weg zurück in die Zivilisation - voller Angst und ohne Schlaf. Es ist 1972, als Yokoi Shoichi in seine Heimat zurückkehrt. Japan ist kein militaristisches Kaiserreich mehr, sondern eine Demokratie. Die verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs sind weitestgehend überwunden, die Wirtschaft wächst. Japan ist ein Land der günstigen Autos und modernen Fernseher. Yokoi Shoichi ist all das fremd. Denn der Soldat hat für Jahrzehnte einen Krieg gekämpft, den es schon lange nicht mehr gab: allein im Dschungel, auf der Pazifikinsel Guam. Hier hatte ihn das japanische Militär 28 Jahre zuvor stationiert. Japan feiert ihn bei seiner Rückkehr als Helden. Doch er selbst schämt sich, weil er überlebt hat. Yokoi besucht die Gräber seiner Eltern und sein eigenes. Auf dem verwitterten Grabstein steht: Gestorben 1944, Guam. Am 9. Mai 1991 erhält Yokoi eine Audienz bei Kaiser Akihito - für ihn die größte Ehrung seines Lebens. Yokoi stirbt im Alter von 82 Jahren an einem Herzinfarkt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Professor Omi Hatashin (Neffe von Yokoi, forscht unter anderem zur Militärgeschichte Japans) Omi und Yokoi Hatashin: Private Yokoi’s War and Life on Guam, 1944–1972. Kent 2009 Beatrice Trefalt: Japanese Army Stragglers and Memories of the War in Japan, 1950–75. London/New York 2013 Weiterführende Links: Stichtag: 9. März 1974 - Leutnant Hiroo Onoda ergibt sich 29 Jahre zu spät Zeitzeichen: 01.01.1946 - Der japanische Kaiser Hirohito erklärt, kein Gott zu sein Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Kolja Sand Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak Technik: Jürgen Mönkediek und Moritz Raestrup

  • May 8 · 13 min

    100 Jahre auf dem Planeten Erde: Naturfilmer David Attenborough

    Vater der Naturdokus: Zum 100. Geburtstag von David Attenborough (geb. am 8.5.1926) blickt das Zeitzeichen auf ein Jahrhundert Staunen und Mahnen im Zeichen der Natur. In diesem Zeitzeichen erzählt Anne Preger: von exotischen Gästen im Hause Attenborough und dem Attenborosaurus, wie sich wilde Orte im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert haben, was Attenborough mit dem Comedy-Programm Monty Python's Flying Circus zu tun hat. Kaum ein Mensch hat so viele wilde Orte auf der Erde gesehen wie David Attenborough. Der am 8. Mai 1926 geborene jüngere Bruder von "Gandhi"-Regisseur Richard Attenborough interessiert sich von klein auf für Lebewesen aus allen Erdzeitaltern. Mit 26 Jahren beginnt er seine Laufbahn beim noch jungen BBC-Fernsehen. Seitdem ist Attenborough als Präsentator, Produzent und Erzähler von Dokumentarfilmen aus dem britischen TV nicht wegzudenken. Auch in seinem 100. Lebensjahr steht er noch vor der Kamera. Seine Begeisterung ist ansteckend, egal ob er halb flüsternd die Balztänze von Paradiesvögeln in Papua-Neuguinea beschreibt oder die Jagdstrategie von Schimpansen in Westafrika. David Attenborough hat Naturfilme groß gemacht. Und sie ihn. Für viele Briten ist er ein lebendes nationales Kulturgut. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Sir David Attenborough (Interview von 2016) David Attenborough: Ein Leben auf unserem Planeten. Die Zukunftsvision des berühmtesten Naturfilmers der Welt. München 2020 David Attenborough: Der lebendige Planet. Wie alles mit allem vernetzt ist. Stuttgart 2022 Weiterführende Links: BR: Meeres-Doku von David Attenborough: "Es ist noch nicht zu spät!" (2025) Stichtag: 6. Oktober 2006 - Heinz Sielmann stirbt in München Stichtag: 18. April 1965 - "Expeditionen ins Tierreich" startet Zeitzeichen: 04.04.1960 - Oscar für den Film "Serengeti darf nicht sterben" Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Anne Preger Redaktion: Matti Hesse Technik: Joseph Baader

  • May 7 · 13 min

    Warum ein Student Bismarck umbringen wollte

    Am 7.5.1866 schießt der Student Ferdinand Cohen-Blind auf Otto von Bismarck. Er sieht das Attentat als einzige Möglichkeit, um Frieden zu sichern. In diesem Zeitzeichen erzählt Murat Kayı: warum der Attentäter Ferdinand Cohen-Blind Bismarck für einen "Verräter an Deutschland" hält, wie spontan und dilettantisch vorbereitet das Attentat tatsächlich ist, weshalb mehrere Schüsse aus nächster Nähe Bismarck kaum verletzen, mit welchen Worten Bismarck den Ablauf des Attentats schildert, wie der Revolver des Attentäters später beinahe noch einmal zur Gefahr wird. Ferdinand Cohen-Blind wandert im Frühsommer 1866 durch Böhmen, doch seine Gedanken kreisen nicht um Landschaft oder Wetter. Der 22‑Jährige ist überzeugt, dass ein Krieg zwischen Preußen und Österreich unmittelbar bevorsteht. Für ihn steht fest: Schuld daran trägt Otto von Bismarck. In Berlin setzt Cohen-Blind seinen Entschluss in die Tat um. Ohne ausgefeilten Plan kauft er einen Revolver und wartet Unter den Linden auf sein Opfer. Er schießt fünfmal. Doch wird nur leicht Bismarck verwundet. Der Attentäter wird festgenommen und nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben. Das Attentat hinterlässt Spuren bei Bismarck. Als er die Tatwaffe geschenkt bekommt, legt er sie in seinem Büro bereit, um sich bei einem nächsten Angriff verteidigen zu können. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Daniel Stienen (Historiker, Bismarck-Stiftung) Julius H. Schoeps: Bismarck und sein Attentäter. Berlin 1984 Weiterführende Links: ZDF: Bismarck und das Deutsche Reich Lebendiges Museum Online: Der Deutsche Krieg 1866 BR: 1866 - das vergessene Schicksalsjahr Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Murat Kayı Redaktion: Jakob Schiffer und David Rother Technik: Sascha Schiemann

  • May 6 · 14 min

    Erster Tourist im All: Wie Dennis Tito die NASA ärgert

    Dennis Tito träumt vom All. An der Börse wird er reich - und kauft für Millionen ein Ticket ins Weltall. Am 6.5.2001 kehrt der erste Weltraumtourist auf die Erde zurück. In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Halter: warum die NASA Titos Flug ins All bis zum Schluss verhindern will, welches Schlüsselerlebnis bei ihm mit 17 Jahren die Faszination für die Raumfahrt weckt, wie Tito es schafft, in den 70er-Jahren zum Multimillionär zu werden, warum ihm angeblich ausgerechnet die Telefonnummern seiner Ex-Freundinnen beim Kosmonauten-Training helfen. Seit seiner Jugend träumt Dennis Tito von einem Flug in den Weltraum. Und tatsächlich kann sich der US-Amerikaner diesen Traum erfüllen - wenn auch erst Jahrzehnte später. Und auch nicht, weil er Astronaut ist, sondern mit viel Geld. Rund 20 Millionen Dollar blättert Tito hin und erkauft sich damit als erste Privatperson einen Flug ins All. Mehrere Monate lang unterzieht sich der Investmentberater einem Kosmonauten-Grundkurs, dann ist es endlich so weit. Im April 2001 tritt der inzwischen 60-Jährige an Bord eines Sojus-Raumschiffs seine lang ersehnte Reise an. Er besucht die Raumstation ISS und filmt und knipst mehr als 120 Erdumrundungen lang alles, was ihm vor die Linse kommt. Nach genau sieben Tagen, 22 Stunden und vier Minuten landet Tito am 6. Mai 2001 heil wieder in der kasachischen Steppe. Seine ersten Worte: "Ich komme gerade aus dem Paradies." Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Reinhold Ewald, Astronaut/Kosmonaut und Physiker Vortrag von Dennis Tito, Pepperdine University (2007) Julia Tcharfas: Through the lens of a space tourist, Science Museum Group Journal, 04/2015 Joanne Randolph: Dennis Tito - First Space Tourist. New York 2003 Weiterführende Links: Planet Wissen: Geschichte der bemannten Raumfahrt Zeitzeichen: 12.04.1961 - Juri Gagarin fliegt als erster Mensch ins All Zeitzeichen: 17.07.1975 - Handschlag im Weltall Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Halter Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse

  • May 5 · 14 min

    Weimarer Flaggenstreit: Drei Farben, die die Republik entzweien

    In der Weimarer Republik steht Schwarz-rot-gold für Deutschland. Aber die Kaiserfarben Schwarz-weiß-rot bleiben populär. Über den Flaggenstreit (5.5.1926) zerbricht die Regierung. In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug: warum Flaggen sehr viel mehr sind als ein buntes Stück Stoff, weshalb die Kaiserfarben für die Gegner der Weimarer Republik attraktiv sind, wie der Kompromissvorschlag von Reichskanzler Hans Luther den politischen Streit noch verschärft, welche Rolle Paul von Hindenburg beim Sturz der Regierung Luther spielt, wie Luther im Nationalsozialismus trotzdem noch Karriere macht. Schwarz‑Rot‑Gold steht in der Weimarer Verfassung als Symbol der neuen Republik. Doch die alten Eliten hängen an Schwarz‑Weiß‑Rot. Der parteilose Reichskanzler Hans Luther glaubt, die Gegensätze mit einer Flaggenordnung befrieden zu können – ein folgenreicher Irrtum. Der Kompromiss wird zum Brandbeschleuniger. Im Reichstag wächst der Widerstand, auf der Straße mobilisieren republikfeindliche Kräfte. Der Flaggenstreit zeigt, wie Symbole politische Fronten verhärten und wie brüchig die junge Demokratie ist. Am 12. Mai 1926 wird im Reichstag ein Misstrauensantrag gegen Luther angenommen. Sein Kabinett tritt zurück. Die Flaggenordnung bleibt hingegen in Kraft. Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Professor Eckart Conze (Historiker, Universität Marburg) Weiterführende Links: Bundestag: 03.07.1919 - Nationalversammlung stimmt Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold zu Lebendiges Museum Online: Der Flaggenstreit WDR Retro: Interview mit dem ehemaligen Reichskanzler Hans Luther am 07.03.1959 Bayern2: Kalenderblatt - Hans Luther stirbt am 11.05.1962 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Thomas Klug Redaktion: Frank Zirpins Technik: Holger Maerten

  • May 4 · 14 min

    Vom Literaturstar zur Gejagten: Schriftstellerin Irmgard Keun

    Am 4.5.1936 flieht Irmgard Keun vor den Nazis nach Ostende. Sie ist jung, modern und ein Literatur-Star. In Belgien beginnt ein Leben zwischen Freiheit, Angst und Verlust. In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka: warum Irmgard Keun mit ihrem leichten, frechen Schreibstil sogar die New York Times begeistert, von ihren wilden Liebesgeschichten und dem quälenden Heimweh im Exil, dass Alkohol und Medikamente sie über Jahre in die Klinik bringen, wie in 1970er ihr Werk neu entdeckt und gefeiert wird. "Humor wie ein dicker Mann, Grazie wie eine Frau, Herz, Verstand und Gefühl, was wollen Sie mehr?" So schwärmt Kurt Tucholsky von Irmgard Keun, dem Shootingstar der deutschen Literaturszene zu Beginn der 1930er Jahre. Doch die Nazis mögen keine modernen Frauen. "Die Luft ist vergiftet, man wagt nicht mehr zu atmen, geschweige denn zu denken", klagt sie - und flieht nach Belgien. Aus dem Exil beobachtet sie Nazi-Deutschland und schildert in ihrem Roman "Nach Mitternacht" eindringlich den kleinbürgerlichen, faschistisch geprägten Alltag. Nach dem Krieg kann sie an ihre früheren Erfolge nicht anknüpfen. Die entschiedene Nazi-Gegnerin gilt nun als unbequem – und gerät lange Zeit in Vergessenheit. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Beate Kennedy (Kiel, Keun-Expertin und Mitherausgeberin der Werke) Irmgard Keun: Bilder aus der Emigration, In: Wenn wir alle gut wären. Köln 1983 Irmgard Keun: Nach Mitternacht. Essen 2006 Hiltrud Häntzschel: Irmgard Keun. Hamburg 2001 Weiterführende Quellen und Links: Planet Schule: Irmgard Keun - Dichter dran LVR: Heidi Krementz: Irmgard Keun. Portal Rheinische Geschichte (LVR) Heinrich Detering/Beate Kennedy: Irmgard Keun. Das Werk. Göttingen 2017 Beate Kennedy: Irmgard Keun: Zeit und Zitat. Narrative Verfahren und literarische Autorschaft im Gesamtwerk. Berlin 2014 Liane Schüller: Vom Ernst der Zerstreuung. Schreibende Frauen am Ende der Weimarer Republik: Marieluise Fleißer, Irmgard Keun und Gabriele Tergit. Bielefeld 2005 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christiane Kopka Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Theo Kramer

  • May 3 · 14 min

    SED-Chef Walter Ulbricht: Gestürzt vom politischen Ziehsohn

    Mehr als 20 Jahre bestimmt Ulbricht an der SED-Spitze über die DDR. Dann verliert er Moskaus Unterstützung. Erich Honecker steht am 3.5.1971 für die Übernahme bereit. In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug: dass Walter Ulbricht ein großer Verehrer von Stalin ist, wie er an die Spitze der DDR aufsteigt, was die "Zehn Gebote der sozialistischen Moral" besagen, warum Ulbrichts Reform-Ideen für den Tod von Erich Apel verantwortlich gemacht werden. Offiziell dankt Walter Ulbricht am 3. Mai 1971 aus Altersgründen ab, um "diese Funktion in jüngere Hände abzugeben". Die jüngeren Hände gehören Erich Honecker. Seit dem Mauerbau gilt er als Kronprinz der DDR, bestens vernetzt mit Moskau und dort politisch fest verankert. Ulbricht hingegen ist beim sowjetischen Bruder mit seiner geplanten Wirtschaftsreform in Ungnade gefallen. Als der Kreml grünes Licht für den Machtwechsel gibt, ist Honeckers Aufstieg nicht mehr zu stoppen. Ob er persönlich bei Ulbricht erschienen ist, um Telefonleitungen kappen zu lassen, lässt sich heute nicht mehr eindeutig klären. Aber Honecker bemüht sich, Ulbrichts Rolle in der offiziellen Geschichtsschreiber möglichst klein zu halten - zugunsten seiner eigenen Legendenbildung. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Professor Martin Sabrow (ehemaliger Direktor des Leibnitz-Instituts für Zeithistorische Forschung Potsdam) Dr. Christoph Wunnicke (Autor der Studie: Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945–1990) Weiterführende Links: MDR: Walter Ulbricht: Einsamer Tod während der Weltfestspiele bpb: Das Ende der Ära Ulbricht (Bundeszentrale für politische Bildung) Das Parlament: Der rote Machiavellist ohne Skrupel Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Thomas Klug Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak Technik: Holger Maerten

  • May 2 · 14 min

    Schüsse auf den Terrorfürsten: Das Ende von bin Laden

    Zehn Jahre dauert die Suche nach Osama bin Laden, Führer der Terrorgruppe al-Qaida. und Drahtzieher von 9/11. Am 2.5.2011 tötet ihn ein US-Kommando beim Sturm auf sein Versteck in Pakistan. In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog: wie die Fahndung nach Osama bin Laden zur teuersten Verbrecherjagd der Geschichte wird, dass die Suche nach ihm erschwert wird, weil er kein Telefon und kein Internet nutzt, welche Risiken US-Präsident Barack Obama mit dem Zugriff eingeht, ob die Erschießung eine "extralegale" Tötung gewesen ist. Nach den Anschlägen vom 11. September ruft George W. Bush den "Krieg gegen Terror" aus. Im Zentrum steht Osama bin Laden, Sohn eines saudischen Milliardärs und Anführer der Terrororganisation al-Qaida. Seine Spur verliert sich bereits nach wenigen Monaten in den afghanisch-pakistanischen Bergen. Zehn Jahre brauchen die US-Spezialeinheiten, um ihn schließlich in einer schlichten Wohnanlage in Pakistan aufzuspüren. Dort töten sie ihn. In der westlichen Welt wird die Nachricht vielfach mit Genugtuung aufgenommen, das Kapitel 11. September scheint beendet. Menschenrechtler sehen den Zugriff hingegen als Hinrichtung, weil Osama bin Laden ohne Rechtsverfahren getötet wurde. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Peter Bergen, US-Journalist und Buchautor (CNN) Wolfgang Kaleck, Rechtsanwalt, European Center for Constitutional and Human Rights, Berlin Peter L. Bergen: Die Jagd auf Osama bin Laden. Eine Enthüllungsgeschichte. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012 Weiterführende Links: Zeitzeichen: 11.09.2001 - Die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon Zeitzeichen: 11.08.1988 - Gründung des Terrornetzwerks al-Qaida Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin Herzog Redaktion: Frank Zirpins

  • May 1 · 14 min

    Höher, schneller, Empire State: Wettlauf der Wolkenkratzer

    Mitten in der Weltwirtschaftskrise blickt New York nach oben: Am 1.5.1931 öffnet das Empire State Building - und bleibt fast vier Jahrzehnte das höchste Gebäude der Welt. In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer: warum das Empire State Building an sieben Stellen schmaler werden muss, mit welchem Trick die Eigentümer den hohen Leerstand vertuschen wollen, wie das Gebäude dank des Films King Kong zur Ikone wird. Ende der 1920er Jahre entbrennt in New York ein Wettrennen um den Titel des höchsten Gebäudes der Welt. Auch die finanzkräftigen Automobilbauer investieren in die neue Wolkenkratzer. Zunächst sichert sich Walter Chrysler im Mai 1930 den Rekord. Dank einer spektakulären, aufgesetzten Stahlkrone ragt sein Chrysler Building 318 Meter in den Himmel. Doch an der Fifth Avenue wächst bereits mit dem Empire State Building ein neuer Gigant in Rekordtempo heran. Hinter dem Projekt stehen der Finanzvorstand von General Motors, John J. Raskob, und der frühere Gouverneur von New York, Al Smith. Tag für Tag kommen mehrere Stockwerke hinzu. Am 1. Mai 1931 wird das Empire State Building mit einer gewaltigen Nutzfläche von 900.000 Quadratmetern eingeweiht - und mit seinen 381 Metern offiziell zum weltweit höchsten Gebäude. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Carol Willis (Historikerin, Gründerin und Direktorin Skyscraper-Museum, New York) Wolfgang Sonne (Architekturhistoriker) John Tauranac: The Empire State Building. The Making of a Landmark. New York 1995 Britannica: Empire State Building | Height, Construction, History, & Facts Weiterführende Links: Zeitzeichen: 20.09.1932 - Lunch a top a skyscraper Zeitzeichen: 13.03.1893: Eröffnung des "Waldorf-Astoria"-Hotels in New York It's History: Was the Empire State Building a Blimp Port? (Youtube) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak

  • April 30 · 14 min

    Michael Gartenschlägers Kampf gegen die DDR‑Todesautomaten

    Michael Gartenschläger beweist die Existenz der DDR‑Selbstschussanlagen. Doch bei seiner letzten Aktion am 30.4.1976 wird er von einem Stasi-Kommando erwartet und erschossen. In diesem Zeitzeichen erzählt Ulli Schäfer: warum Michael Gartenschläger die Selbstschussanlagen an der deutsch-deutschen Grenze demontieren will, wie aus einem unangepassten Jugendlichen aus Strausberg ein entschiedener Gegner des SED-Regimes wird, weshalb sein Tod bis heute für viele als Symbol für das Unrecht an der innerdeutschen Grenze steht. Knapp 1400 Kilometer Metallgitterzaun, Stacheldraht, Minen, Wachtürme und tausende Selbstschussanlagen: Michael Gartenschläger kennt das System, mit dem die DDR ihre Grenze sichert. Der 1944 geborene Strausberger hört als Jugendlicher Westmusik, protestiert nach dem Mauerbau gegen das Regime und wird 1961 zu lebenslanger Haft verurteilt. Fast zehn Jahre sitzt er im Gefängnis, bis ihn die Bundesrepublik freikauft. Doch Gartenschläger schweigt nicht. 1976 demontiert er zwei Selbstschussanlagen vom Typ SM-70 und macht damit öffentlich, was die DDR leugnet. Als er am 30. April 1976 eine dritte Anlage abbauen will, gerät er in einen Hinterhalt und wird erschossen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Thomas Köckeritz, Neffe von Michael Gartenschläger Freya Klier: Michael Gartenschläger. Kampf gegen Mauer und Stacheldraht, Leipzig 2012 Lothar Lienicke und Franz Bludau: Todesautomatik. Die Staatssicherheit und der Tod des Michael Gartenschläger an der Grenzsäule 231, Frankfurt am Main 2003 Andreas Frost: Michael Gartenschläger. Der Prozess. Mutmaßliches DDR-Unrecht vor einem bundesdeutschen Gericht, Schwerin 2002 Weiterführende Links: Zeitzeichen: Strafe in der DDR - Todesurteil für ein Flugblatt Zeitzeichen: 03.05.1974 - Erich Honecker will auf Flüchtende schießen lassen Zeitzeichen: Bau der Mauer in der DDR (am 13.08.1961) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ulli Schäfer Redaktion: Matti Hesse

  • April 29 · 14 min

    Warum der Osteraufstand Irland geprägt hat

    Am Ostermontag 1916 starten irische Rebellen einen Aufstand gegen die britische Kolonialmacht. Er endet nach wenigen Tagen am 29. April 1916. Trotzdem stilisiert ihn Irland zur Geburtsstunde der Nation. In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck: wie ein Pilzbefall der irischen Kartoffeln den Hass auf die Briten schürt, dass während des Osteraufstands noch viele Iren Seite an Seite mit den Briten im Ersten Weltkrieg kämpfen, warum Patrick Pearse und James Connolly zu Märtyrern werden, wie die gescheiterte Rebellion zum nationalen Gründungsmythos avanciert. Als rund 150 irische Nationalisten am Ostermontag 1916 das Hauptpostamt in Dublin mit Waffengewalt einnehmen, feiern die meisten Iren gerade ein friedliches Osterfest mit ihren Familien. Die Zustimmung für den Kampf gegen die verhasste britische Kolonialmacht ist verhalten - zu groß ist die Angst vor den Briten. Die Befürchtungen bewahrheiten sich. Fünf Tage später, am 29. April 1916, sind rund 500 Menschen tot, darunter viele Zivilisten und Kinder, und die Anführer werden öffentlich hingerichtet. Das brutale Vorgehen der Briten erschüttert die Bevölkerung zutiefst und sie solidarisiert sich mit den Rebellen. Aus dem Schock von 1916 entsteht die irische Unabhängigkeitsbewegung. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Professorin Katharina Rennhak (Bergische Universität Wuppertal, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt irische Literatur und Erinnerungskultur) Charles Townshend: Easter 1916. The Irish Rebellion. London 2005, 2015 Richard S. Grayson und Fearghal McGarry: Remembering 1916. The Easter Rising, The Somme and the Politics of Memory in Ireland. Cambridge 2016 Weiterführende Links: Zeitzeichen: 06.12.1922 - Proklamation des Freistaates Irland Der Stichtag: 23.12.1920: "Government of Ireland Act" verabschiedet bpb: Unabhängigkeit Irlands Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Almut Finck Redaktion: Jakob Schiffer, Sefa Inci Suvak Technik: Annette Skrzydlo

  • April 28 · 14 min

    Die Piratin Mary Read: Seemannsgarn oder wahres Abenteuer?

    Mary Read stirbt am 28. April 1721 in Haft auf Jamaika. Brutale Piratin, mutiger als viele Männer, angeblich Geliebte von Anne Bonny. Doch was ist historisch belegbar? In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath: warum Mary Read ein Leben als Mann verkleidet führt, warum sie vor Gericht auf „nicht schuldig“ plädiert, wie kurz ihre Karriere als Piratin tatsächlich ist, weshalb ihr Ruf bis heute zwischen Mythos und Wirklichkeit schwankt. 28. November 1720, Jamaika: Vor Gericht bestreitet Mary Read die Vorwürfe der Piraterie. Viel mehr als diese Prozessakten ist über sie kaum bekannt. Sicher ist: Im "Goldenen Zeitalter" der Piraterie kämpft sie an der Seite von Anne Bonny auf dem Schiff des Piraten John Rackham. Mit Pistolen, Entermesser und großem Mut. Vermutlich lebt Mary Read schon früh als Mann, dient als Soldat und fährt zur See. Für Frauen ist ein selbstbestimmtes Leben damals kaum möglich. Doch ihre Geschichte ist lückenhaft. Vieles stammt aus späteren Erzählungen, manches ist wohl ausgeschmückt. Nach ihrer Verhaftung wird sie zum Tode verurteilt und stirbt 1721 auf Jamaika. Ihr Grab bleibt unbekannt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Peter Lehr (Senior Lecturer in Terrorismusstudien an der Universität von St. Andrews/Schottland, Spezialgebiet Piraterie) Roxanne Gregory (Sachbuchautorin) Captain Charles Johnson: A General History of the Pirates. From Their First Rise and Settlement in the Islands of Providence to the Present Time, London 1724 Peter Lehr: Pirates. A New History From Vikings to Somali Raiders, New Haven 2019 Roxanne Gregory: A History of Women in Piracy. Life Under the Black Flag, Barnsley 2025 Robert Baldwin (Hg.): The Tryals of Captain John Rackham and Other Pirates. A True Copy of the Act of Parliament made for the more effectual suppression of Piracy, Jamaika 1721 Weiterführende Links: The Post and Courier: The true and false stories of Anne Bonny, pirate woman of the Caribbean David Fictum: Anne Bonny and Mary Read - Female Pirates and Maritime Women Zeitzeichen 06.09.2023: Die Piratin Grace O'Malley trifft Königin Elisabeth I. Zeitzeichen 28.02.2025: Henry Every erklärt sich 1695 zum Piraten Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Kath Redaktion: Matti Hesse Technik: Christina Gabriel

  • April 27 · 14 min

    Hunger und Terror: Die deutsche Wehrmacht besetzt Athen

    Am 27.4.1941 marschieren deutsche Truppen in Athen ein. Hinrichtungen, Plünderungen und Hunger werden Alltag. Aber es entsteht auch Widerstand gegen die Besatzer. In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich: wie der Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1941 viele Griechen in Hunger, Gewalt und Plünderungen stürzt, warum sich Athen schon wenige Wochen nach der Besetzung im Chaos befindet, und wie erste Streiks und symbolische Aktionen den Widerstand gegen die Besatzung entfachen. Am 27. April 1941 marschieren deutsche Truppen in Athen ein. Anfangs schauen viele neugierig zu, doch schnell weicht die Neugier blankem Entsetzen. Die Besatzer plündern Geschäfte, errichten ein Terrorregime und treiben die Stadt in eine verheerende Hungersnot: Tausende sterben, allein in Athen bis zu 700 Menschen täglich. In Kellern der Besatzungsmacht werden Gefangene verhört, gefoltert und auf ihre Hinrichtung vorbereitet. Orte wie der Schießstand von Kaisariani werden zu Schauplätzen von Massenexekutionen. Gleichzeitig wächst der Widerstand. Aus Hunger, Verzweiflung und dem Willen zur Freiheit. Bis heute bleiben diese Orte Mahnmale: für das Leid, und für eine Erinnerung, die bleibt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Kostas Gavrilakis, Ehrenamtlicher Mitarbeiter Gedenkstätte Kaisariani Ioulia Oikonomopoulou, Archäologin, Kunsthistorikerin und Mitarbeiterin Gedenkstätte Kaisariani Menelaos Charalampidis, Historiker und Buchautor, Athens History Walks Menelaos Charalampidis: εμπειρία της Κατοχής και της Αντίστασης στην Αθήνα (dt.: Die Erfahrung der Besatzung und des Widerstands in Athen), Athen 2012. Ioannis Zelepos: Kleine Geschichte Griechenlands. Von der Staatsgründung bis heute, München 2014. Weiterführende Links: Gedenkorte Europa 1933-1945 Athens History Walks: @menelaos.haralabidis Rosa Luxemburg Stiftung MOG Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland (Μνήμες από την Κατοχή στην Ελλάδα) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Claudia Friedrich Redaktion: Sefa Inçi Suvak