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Der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis heute, über Europa und die Welt, über die Geschichte der Menschheit: 15 Minuten zu historischen Persönlichkeiten und Erfindungen. Von George Washington bis Rosa Luxemburg, vom Büstenhalter bis Breaking Bad.

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  • February 5 · 13 min

    Zeitzeugnis und hohe Tratschkunst: Marie de Sévignés Briefe

    Ihre zahlreichen Briefe sind persönlich, klug, witzig und machen sie zur Chronistin Frankreichs im 17. Jahrhundert. Marie de Sévigné wird am 5.2.1626 geboren. In diesem Zeitzeichen erzählt Monika Buschey: von einer Frau, die kein größeres Vergnügen kennt als das Schreiben, über welche Trennung Madame de Sévigné sich mit dem Schreiben tröstet, was Madame de Sévigné über die Willkür des Sonnenkönigs, Ludwig XIV., schreibt, was der Schriftsteller Marcel Proust an Madame de Sévigné bewundert. Marie de Rabutin-Chantal wird am 5. Februar 1626 in Paris geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern bildet die reiche Verwandtschaft die Waise zu einer mehrsprachigen, kulturell bewanderten jungen Frau aus. An ihrem 25. Geburtstag wird Marie de Sévigné schon Witwe und nutzt die neue Freiheit, um abwechselnd in Paris und in ihrem Schloss Les Rochers in der Bretagne Hof zu halten. In Adelskreisen ist sie eine beliebte Gesprächspartnerin. Als ihre Tochter das Haus verlässt, lässt sie diese über Briefe an ihrem Leben teilhaben. Sie berichtet vom Hof des Sonnenkönigs. Marie de Sévigné beschreibt in ihren Briefen an Verwandte und vor allem an ihre Tochter, was der Tag bringt, was sie beobachtet und welche Schlüsse sie aus Erlebnissen zieht. Auf sehr persönliche Weise wird sie zur Chronistin ihrer Zeit. Noch heute werden ihre Briefe als Zeitzeugnisse gerne gelesen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Jacob Burckhardt, Historiker Madame de Sévigné: Briefe, übersetzt von Theodora der Mühll, 2019 Gerlinde Krau: Bedeutende Französinnen, 2006 Weiterführende Links: Planet Wissen: Persönlichkeiten Ludwig XIV. - der "Sonnenkönig" Zeitzeichen: 18. November 1922 - Der Schriftsteller Marcel Proust stirbt in Paris Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Monika Buschey Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Christina Gabriel

  • February 4 · 14 min

    Die moderne Redefreiheit: Soll man alles sagen dürfen?

    Das wird man ja noch sagen dürfen - finden zumindest Thomas Gordon und John Trenchard in ihrem 15. Cato-Brief, den sie am 4.2.1721 veröffentlichen. Der Beginn eines Missverständnisses. In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen: vom Platzen der Südseeblase und der darauf folgenden Finanzkrise, wie Zeitungen als neue Massenmedien eine erste Kommunikationsrevolution auslösen, vom Abwägen zwischen der Redefreiheit und ihrem Missbrauch, welchen Einfluss die Cato-Briefe auf den ersten Zusatzartikel zur US-amerikanischen Verfassung haben, wie man im Kalten Krieg in den USA beginnt, das First Amendment enger zu interpretieren. Nach der Revolution von 1688 ist England eine parlamentarische Monarchie, die Macht des Königs ist entscheidend eingeschränkt. Ideale Voraussetzungen für das Entstehen einer völlig neuen Idee: das Recht auf freie Rede. Es ist das erste Zeitalter der Zeitungen in London. Eine dieser neuen Zeitungen heißt "The London Journal". Im November 1720 erscheint hier der erste von insgesamt 144 "Cato- Briefen". Die anonymen Autoren der Kolumne nutzen den Namen eines römischen Senators, der als Kämpfer gegen die Tyrannei Julius Caesars in die Geschichte eingeht. Am 4. Februar 1721 erscheint der fünfzehnte Brief mit der zentralen Feststellung: "Die Meinungsfreiheit ist die Grundlage aller anderen Freiheiten." Die Cato-Briefe von John Trenchard und Thomas Gordon machen das London Journal zur meistgelesenen Zeitung in England. Doch ihre größte Wirkkraft erreichen die Cato-Briefe in den englischen Kolonien auf der anderen Seite des Atlantiks. Als 1776 die amerikanische Revolution ausbricht, greifen die Kolonisten auf die Cato-Briefe zurück. Aus ihnen geht 1789 das First Amendment hervor, der erste Zusatzartikel zur US-amerikanischen Verfassung. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Fara Dabhoiwala, Historiker, Princeton University CATO, oder Briefe von der Freyheit und dem Glücke eines Volkes unter einer guten Regierung. Nach der fünften Englischen Ausgabe, aus dem Englischen von Johann Gottfried Gellius, Göttingen, 1756–1757 Jonathan Swift: Über die Kunst der politischen Lüge, in: Das Blättchen, 17. Jahrgang, Nummer 22, 27. Oktober 2014 Weiterführende Links: Planet Wissen: Das antike Rom - Julius Cäsar Planet Wissen: Skandale und Presse Planet Wissen: Die deutsche Presse nach 1945 Zeitzeichen: 19.10.1745 - Todestag von Jonathan Swift Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uli Hufen Redaktion: Frank Zirpins Technik: Jürgen Beiner

  • February 3 · 14 min

    Der Chef testet selbst: Der Autobauer August Horch

    August Horch heuert zunächst bei Carl Benz an. Doch der lässt ihn keine Autos bauen. Trotzdem hat er Erfolg: Bis zu seinem Tod am 3.2.1951 gründet er zwei Automarken. In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe: warum August Horch mehr Konstrukteur als Unternehmer ist, was der Name Horch und die Automarke Audi miteinander zu tun haben, welche seiner Ideen Horch "den dümmsten Einfall" seines Lebens nennt, welcher Diktator dem Autokonstrukteur zu dessen 75. Geburtstag gratuliert, welches Holz-Fahrzeug der August Horst als Letztes baut. August Horch kommt am 12. Oktober 1868 als Sohn des Dorfschmieds von Winningen an der Mosel auf die Welt. Er studiert in Mittweida Maschinen- und Motorenbau. Bei einem Besuch der Leipziger Pferderennbahn erlebt er zum ersten Mal die Vorführung eines Motorrades. Das löst in ihm den Wunsch aus, Kraftfahrzeuge zu konstruieren. Nach einer Stippvisite bei Carl Benz setzt Horch seine eigenen Ideen um. Nicht immer hat er dabei unternehmerischen Erfolg. Doch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten macht er noch einmal Karriere. Auf Druck der NS-Führung wird er 1933 in den Aufsichtsrat der Auto-Union gewählt. August Horch ist zwar kein NSDAP-Mitglied, aber mindestens ein patriotischer Mitläufer. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird der 81-jährige Horch noch einmal in den Aufsichtsrat der neu gegründeten Auto-Union in Ingolstadt berufen. Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Peter Kirchberg (Automobil-Historiker und Autor) Weiterführende Links: SWR: August Horch - Gründer von Audi MDR: August Horch erklärt - Promis der Geschichte tagesschau.de: Die Automobilgeschichte im August-Horch-Museum Zwickau Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Burkhard Hupe Redaktion: Ronald Feisel und Frank Zirpins

  • February 2 · 14 min

    Symbol imperialer Größe: die Verbotene Stadt in Peking

    Am 2. Februar 1421 weiht Kaiser Yongle sein neues Machtzentrum in Peking ein. Der prachtvolle Palastkomplex wird für fast 500 Jahre Sitz der chinesischen Kaiser sein. In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen: warum die Verbotene Stadt zu Kaiserzeiten für geschlechtsfähige Männer verschlossen bleibt, mit welchen Tricks es der Palast schafft, dass Menschen sich klein darin fühlen, dass das Herrschaftszentrum eines der vollkommensten Feng-Shui-Bauwerke der Welt ist, vom Wandel zum Weltkulturerbe und täglichen Touristenscharen. Die Verbotene Stadt in Peking ist eine der größten Palastanlagen der Welt. Äußerlich ein Prachtbau, kann sie für die, die in ihr leben müssen, auch zu einem Gefängnis werden. Errichtet wird sie innerhalb von 14 Jahren von mehr als einer Million Arbeitern und 100.000 Handwerkern. Am 2. Februar 1421 weiht Kaiser Yongle die Verbotene Stadt als Herrschaftszentrum ein. Damals heißt sie noch schlicht "Kaiserpalast". Doch lange kann er sein beeindruckendes Machtzentrum nicht nutzen. Nur dreieinhalb Jahre nach der Einweihung stirbt Kaiser Yongle während eines Kampfes gegen die Mongolen. Nach ihm werden noch dreiundzwanzig weitere Kaiser die Palastanlage bewohnen, bis die Revolution 1911 die Monarchie in China beendet. Dann ist es auch "Normalsterblichen" möglich, in die Verbotene Stadt vorzudringen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Eduard Kögel, Bauhistoriker aus Berlin Geo Epoche Nr. 93: "Das kaiserliche China" Geo Epoche Nr. 31: "China - Kaiserzeit und Kommunismus: Die Geschichte einer Großmacht von 221 v. Chr. bis heute" Pearl S. Buck: Das Mädchen Orchidee, Zürich 2025 Weiterführende Links: Zeitzeichen: 25.02.1850 - Chinas Kaiser Daoguang stirbt in Beijing Zeitzeichen: 24. Juni 1398 - Der erste Ming-Kaiser Hongwu stirbt Zeitzeichen: 13.11.1908 - Pu Yi wird zum Kaiser von China bestimmt Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Klasen Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak Technik: Christina Gabriel

  • February 1 · 14 min

    Rotes Kreuz: Leben retten zwischen Waffen

    Als am 1.2.1871 französische Soldaten in der Schweiz Zuflucht suchen, beginnt die erste Bewährungsprobe des Roten Kreuzes: Ist im Krieg Hilfe für alle möglich? In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer: wie der Schweizer Kaufmann Henri Dunant zum "Vater des Roten Kreuzes" wird, warum das Logo ein rotes Kreuz auf weißem Grund ist, was in den Kriegen des 19. Jahrhunderts wertvoller ist als ein Soldat, vom Stellenwert der Frauen in der Hilfsgesellschaft. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich von 1870/71 ist historisch der erste bewaffnete Konflikt, in dem die Genfer Konvention befolgt wird. Die besagt unter anderem, dass alle Verwundeten mit Menschlichkeit behandelt werden sollen. So finden am 1. Februar 1871 knapp 90.000 französische Soldaten der Bourbaki-Armee Zuflucht in der Schweiz. Für das Land ist es die bis dahin größte Flüchtlingsaufnahme seiner Geschichte. In vielen Gemeinden wird alles, was ein Dach hat, als Notunterkunft genutzt. An die 5.000 Soldaten müssen medizinisch behandelt werden. Das gerade einmal acht Jahre alte Rote Kreuz bildet das Rückgrat dieser Großaktion - die erste große Bewährungsprobe, die ein voller Erfolg wird. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Andrea Brinckmann, Universität Hamburg, Historikergenossenschaft Christina Wildenauer, Gabriele Rössler: Menschlichkeit im Sozialmarkt. Die Grundsätze des Roten Kreuzes. Wiesbaden 2007 Kurt W. Böhme: Gesucht wird … - Die dramatische Geschichte des Suchdienstes. München 1970 Andrea Brinckmann: Beständig im Wandel. Die Geschichte des Roten Kreuzes in Hamburg 1864-1990. Hamburg 2014 Weiterführende Links: WDR Retro: Jubiläum - 100 Jahre Deutsches Rotes Kreuz Stichtag: 8. Mai 1828 - Geburtstag von Rot-Kreuz-Gründer Henri Dunant Stichtag: 26. Oktober 1863 - Konferenz zur Gründung des Roten Kreuzes beginnt Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang Meyer Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak

  • January 31 · 14 min

    Grönland - Objekt der Begierde: Von Hans Egede bis Donald Trump

    Hans Egede (geb. 31.1.1686) will dort Wikinger missionieren - es kommt anders: Grönland erlebt Jahrhunderte der Fremdbestimmung - bis heute mit dem US-Anspruch unter Trump. In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger: wie Egede statt vom "täglichen Brot" vom "täglichen Seehund" predigt, warum das Christentum auch Seuchen ins Land bringt, warum sich Donald Trump im Kampf um Grönland auf dünnes Eis begibt, wie ausgerechnet Trumps Pläne dafür sorgen, dass Dänemark Grönland endlich ernst nimmt. Hans Egede wird auch der Apostel der Grönländer genannt. Denn der am 31. Januar 1686 in Norwegen geborene Pastor leitet die protestantische Missionierung und europäische Kolonisierung Grönlands ein. Im 18. Jahrhundert reist Egede in diese kalte Gegend, um Grönlands "verschollene Wikinger" zu suchen. Doch statt christlichen Siedlern findet er "nur heidnische" Inuit, die an eine beseelte Natur, an Geister und an das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur glauben. Die Missionierung verfolgt Egede mit Eifer und Härte - und wenn nötig auch mit Zwangstaufen. Er baut eine Kirche und gründet eine Siedlung, aus der später die grönländische Hauptstadt Nuuk hervorgeht. Seit 1922 steht dort auf einer Anhöhe ein Denkmal des Missionars. Doch seine Rolle in der grönländischen Geschichte wird mittlerweile kritisch gesehen. So wird im Sommer 2020 Egedes Statue mit roter Farbe beschmiert. Samt der Parole: "Decolonize!" Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ebbe Volquardsen, Politik- und Kulturwissenschaftler Joachim Grage, Skandinavist an der Uni Freiburg Joachim Grage: Die zweite Landnahme - Hans Egede und die dänische Kolonialisierung Grönlands im 18.Jahrhundert. Im Sammelband: "Land in Sicht". Berlin 2021 Ebbe Volquardsen: Der Kampf um Grönland - Versöhnung als Geopolitik. In: Blätter für deutsche und internationale Politik (1/2026) Weiterführende Links: Deutschlandfunk - Der Rest ist Geschichte: Wem gehört Grönland? Zeitzeichen 03.07.1721 - Hans Egede landet auf Grönland Dänischer Politiker im Interview: "Trump kennt die Grönländer nicht" Stichtag: 10. Oktober 1861 - Geburtstag des Polarforschers Fridtjof Nansen Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Ralph Erdenberger Redaktion: Matti Hesse

  • January 30 · 13 min

    Wie eine Bombe Martin Luther King zur Gewaltfreiheit motiviert

    Am 30.1.1956 explodiert eine Bombe vor Kings Familienhaus. Statt einzuschüchtern, wird der Anschlag zum Wendepunkt für den gewaltfreien Widerstand der Bürgerrechtsbewegung. In diesem Zeitzeichen erzählt Jonas Colsman: wie nicht nur der Ku-Klux-Klan mit Terror und Einschüchterung die Rassentrennung sichern will, von Rosa Parks und dem Busboykott von Montgomery, wie gewaltfreier Massenprotest das Machtgefüge in den USA erschüttert, wie Kings Frau ihren Mann trotz aller Drohungen unterstützt. Im Montgomery der 1960er Jahre sind explodierende Bomben keine Seltenheit. Der Süden der USA ist ein Hotspot politisch motivierter Gewalt gegen die Schwarze Bevölkerung. In der Nacht des 30. Januar 1956 trifft es das Haus von Martin Luther King. Er selbst ist zu dem Zeitpunkt auf einer Kirchenversammlung. Seine Frau und das wenige Wochen alte Baby sind zu Hause - beide bleiben aber unverletzt. Die Attentäter werden nie gefasst. Der Anschlag auf Kings Haus soll Angst verbreiten. Stattdessen entsteht aus ihm ein öffentliches Versprechen zur Gewaltfreiheit. Tausende Schwarze folgen Kings Forderung: "Greift nicht zu den Waffen. Wir müssen Hass mit Liebe begegnen." Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Britta Waldschmidt-Nelson, Autorin und Historikerin Tahir Della, Sprecher der "Initiative Schwarze Menschen in Deutschland" Jonathan Eig: Martin Luther King. Ein Leben. München 2024 Weiterführende Links: Zeitzeichen 4.4.1968: Todestag von Martin Luther King Zeitzeichen 28.8.1963: "I have a dream" - Martin Luther Kings berühmte Vision Zeitzeichen 2.3.1955: Vor Rosa Parks gegen Rassentrennung im Bus - Claudette Colvin Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Jonas Colsman Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse Technik: Sascha Schiemann

  • January 29 · 14 min

    Zeppeline gegen Paris: die Erfindung des Bombenterrors

    Am 29.1.1916 wird Paris Ziel eines deutschen Zeppelin-Angriffs. Militärisch ist der Schaden begrenzt. Psycholgisch wirkt der Angriff aus der Luft umso stärker. In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog: wie Zeppeline im Ersten Weltkrieg Angst, aber auch Neugier wecken, von der Idee des Zeppelins bis zum ersten Modell im Jahr 1900, warum die Bombardements aus der Luft wenig militärischen Wert haben, weshalb gut zwei Drittel der Luftschiffe im Laufe des Ersten Weltkriegs verloren gehen. Bis heute ist der Ruf der Zeppelin-Luftschiffe bestimmt vom Bild des freundlichen Giganten der Lüfte. Doch das ist bestenfalls die halbe Geschichte. Die Nacht des 29. Januar 1916 zeigt, dass Zeppeline auch eine militär- und machtpolitische Rolle spielen: Ein deutsches Luftschiff wirft über Paris Brandbomben ab, die mit brennbaren Materialien und weißem Phosphor gefüllt sind. Das Bombardement dauert nur wenige Minuten, fordert aber 26 Menschenleben. Es ist nur einer von vielen Zeppelinangriffen während des Ersten Weltkriegs - danach haben Luftschiffe als Waffe ausgedient. Flugzeuge sind inzwischen billiger und schneller. Was dagegen überlebt, ist die Idee von der Zermürbung der Zivilbevölkerung durch den Terror von oben. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Jürgen Bleibler, Zeppelin-Museum Friedrichshafen Guillaume de Syon: Zeppelin! Germany and the Airship 1900-1939. Baltimore 2002 Felix Banzhaf: Die militärische Nutzung von Zeppelinen Weiterführende Links: Zeitzeichen: 8. März 1917 - Luftschiffpionier Graf Ferdinand von Zeppelin stirbt WDR: Drei Dinge zum Weitersagen - Über Zeppeline Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Martin Herzog Redaktion: Christoph Tiegel und David Rother

  • January 28 · 14 min

    Traum in Trümmern: Warum die "Challenger" explodierte

    Sieben Menschen sind tot, weil eine dünne Dichtung nicht gehalten hat. Dabei hätte die Katastrophe beim Start der "Challenger" am 28.1.1986 verhindert werden können. In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz: warum die Explosion der Raumfähre Challenger kein Zufall ist, wie Warnungen von Ingenieuren unter Entscheidungsdruck überhört werden, weshalb dieses Unglück die Raumfahrt für immer verändert hat. Der 28. Januar 1986 ist ein kalter Morgen in Florida. Eis liegt auf der Startrampe, als die Challenger abhebt. Wenige Sekunden später zerbricht sie am Himmel. Sieben Menschen sterben. Was wie technisches Versagen aussieht, entpuppt sich später als vorhersehbare Katastrophe. Seit Monaten wissen Ingenieure von beschädigten Dichtungsringen in den Feststoffraketen. Doch Zeitdruck, Routine und politischer Ehrgeiz wiegen schwerer als Zweifel. Und führen in ein Unglück, das weit über die Raumfahrt hinaus bis heute nachwirkt. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Dirk Wagner, Journalist und Weltraumexperte der ARD Roger Boisjoly, Maschinenbau-Ingenieur beim NASA-Zulieferer Morton Thiokol Weiterführende Links: Zeitzeichen 30.8.1984: Der Jungfernflug der US-Raumfähre "Discovery" Zeitzeichen 17.7.1975: Treffen sich zwei Raumschiffe - Annäherung von USA und UdSSR Planet Wissen: Weltraumforschung Das Erste, Panorama: Raumfahrtunglück - Explosion Challenger ARD Archivradio: Die Raumfähre Challenger explodiert Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Uwe Schulz Redaktion: Frank Zirpins

  • January 27 · 14 min

    "Regenmacher" Charles Hatfield setzt San Diego unter Wasser

    Charles Hatfield verspricht, Regen in die Dürre Kaliforniens zu bringen. Oft hat er Erfolg, manchmal vielleicht aus Zufall. Im Januar 1916 endet seine Arbeit in einer Katastrophe. In diesem Zeitzeichen erzählt Francis Nenik: wie ein unscheinbarer Mann aus Kansas zum Hoffnungsträger durstender Farmer wird, wie er zwischen Wissenschaft und Beschwörung einen Regen-Mythos erschafft, weshalb sein größter Erfolg zur Katastrophe wird. Anfang des 20. Jahrhunderts träumen viele Amerikaner davon, das Wetter zu beherrschen. Einer, der diesen Traum scheinbar Wirklichkeit werden lässt, heißt Charles Hatfield. Geboren 1875 in Kansas, wächst er in einem von Dürre geprägten Land auf. Während andere beten, baut Hatfield Türme, erhitzt Chemikalien und schickt Dunst in den Himmel. Oft folgt Regen. Hatfield reist durchs Land, wird verehrt und angefeindet. Doch solange es regnet, glaubt man ihm. 1915 erhält er seinen größten Auftrag: San Diego braucht Wasser. Hatfield verspricht "biblischen Regen". Und der kommt. Im Januar 1916 ziehen Stürme durch die Region, Dämme brechen, Menschen sterben. Bezahlt wird Hatfield nicht, sein Geheimnis bleibt ungelüftet. Als er stirbt, nimmt er es mit ins Grab. Am Tag seiner Beerdigung bleibt der Himmel blau. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Manuel Kaiser, Institut für Medizingeschichte der Uni Bern Mark Arax, US-amerikanischer Schriftsteller Manuel Kaiser: Den Himmel zähmen. Wetter- und Klimabeeinflussung im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2024 Mark Arax: Risse in der Erde. Auf den Spuren von Wasser und Staub durch Kalifornien, Berlin 2023 Larry Dane Brimner: The Rain Wizard. The Amazing, Mysterious, True Life of Charles Mallory Hatfield, Honesdale 2015 Milford Wayne Donaldson: Charles Mallory Hatfield. Pluviculturist Extraordinaire, San Diego 2000 Steve Schoenherr: The Great Flood of 1916, Chula Vista 2016 Weiterführende Links: San Diego History Center: Hatfield the Rainmaker STRG_F: Die Regenmacher - Können sie das Wetter beeinflussen? Planet Wissen: Geschichte der Wettervorhersage Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Francis Nenik Redaktion: David Rother Technik: Nicolas Dohle

  • January 26 · 13 min

    Der erste Eremit: Wie Antonius das Mönchtum erfand

    Nach dem Tod seiner Eltern sucht Antonius Hilfe bei Gott. Bis zu seinem Tod im Jahr 356 lebt er einsam und in strenger Askese in der Wüste - und wird damit zum Pionier des Mönchtums. In diesem Zeitzeichen erzählt Tobias Sauer: wie ein junger Erbe aus dem ägyptischen Niltal alles aufgibt, was Sicherheit verspricht, warum er für seinen Glauben in die Wüste zieht, was Antonius zum Begründer des Mönchtums macht, wie aus einem Einsiedler eine der prägendsten Gestalten des frühen Christentums wird. Antonius wächst behütet auf, bis der frühe Tod der Eltern sein Leben erschüttert. Kaum zwanzig Jahre alt, hört er in der Kirche einen Satz aus dem Matthäus-Evangelium, der ihn nicht mehr loslässt: Verkaufe alles und folge mir nach. Antonius nimmt diese Worte wörtlich. Er versorgt seine Schwester, verschenkt seinen Besitz und zieht sich zurück. Was folgt, ist ein radikales Leben in Askese: wenig Schlaf, kaum Nahrung, Gebet statt Komfort. Antonius stirbt hochbetagt im Jahr 356, längst als gläubiger Einsiedler berühmt. Er prägt ein Ideal, das bis heute nachwirkt: Konzentration auf das Wesentliche. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Peter Gemeinhardt, Kirchenhistoriker, Universität Göttingen Athanasius von Alexandrien: Leben des Antonius. Eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Peter Gemeinhardt, Freiburg im Breisgau 2017 Benedicta Ward (Hg.): The Desert Fathers. Sayings of the Early Christian Monks, London 2003 Peter Gemeinhardt: Antonius. Der erste Mönch. Leben, Lehre, Legende, München 2023 Weiterführende Links: Kloster Habsthal: Der Hl. Antonius und seine Briefe. Übersetzt von Pius Agreiter Zeitzeichen 14.9.1715: Dom Pérignon - der Mönch und der Champagner-Mythos Planet Wissen: Ordensleute - Mönche und Nonnen Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Tobias Sauer Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Suvak Technik: Holger Maerten

  • January 25 · 14 min

    China nach Mao: Abrechnung mit der "Viererbande"

    25.1.1981: In China fällt das Urteil gegen die "Viererbande" um Maos Witwe. Gerechtigkeit für die Opfer der Kulturrevolution - oder ein Schauprozess mit Sündenböcken? In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath: wie der 1958 von Mao propagierte "Große Sprung nach vorne" in einer Katastrophe für China endet, was die "Kulturrevolution" von 1966 damit zu tun hat, wie brutal die "Roten Garden zur Verteidigung der Mao-Zedong-Ideen" gegen die Bevölkerung vorgehen, welcher Machtkampf nach Maos Tod in der Kommunistischen Partei Chinas ausbricht, zu welchen Strafen die Mitglieder der "Viererbande" verurteilt werden. Jiang Qing gilt als die Anführerin der "Viererbande", die nach dem Tod Maos im September 1976 die Macht in China an sich reißen will. Doch die Clique scheitert und wird nur einen Monat später festgenommen. Nun wird vor allem Jiang Qing, Maos Witwe, in der Öffentlichkeit dargestellt als das personifizierte Böse. Sie sei verantwortlich für die grausamen Exzesse während der chinesischen Kulturrevolution. Das sind offiziell die Jahre 1966 bis 1976 - eine der finstersten Zeiten der chinesischen Geschichte. Doch eigentlich handelt es sich um eine "Fünferbande", zu der auch der frühere Große Vorsitzende Mao gehört. Er bestimmte seit Ende der 1940er-Jahre maßgeblich die Politik Chinas. Doch die neue Führung Chinas will Mao von allen Vorwürfen freihalten. Der Prozess gegen die "Viererbande" soll dazu dienen, Mao als Lichtgestalt der Kommunistischen Partei des Landes zu erhalten. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Daniel Leese (Sinologe an der Universität Freiburg und Experte für chinesische Geschichte und Politik) Zhang Man (Sinologin an der Universität München und Expertin für chinesische Geschichte und Politik) Daniel Leese: Die Chinesische Kulturrevolution 1966-1976. München 2016 Daniel Leese: Maos langer Schatten. Chinas Umgang mit der Vergangenheit. München 2020 Zhang Man: Die politischen Strafprozesse gegen die Viererbande im China nach Mao. In: Lexikon der politischen Strafprozesse. Hamburg 2025 Weiterführende Links: Planet Wissen: China unter Mao (1966 bis 1976) Bayern2: Madame Mao - Jiang Qing und die Kulturrevolution Alles Geschichte: Kommunistisches China - Die Kulturrevolution Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Andrea Kath Redaktion: Matti Hesse Technik: Sascha Schiemann

  • January 24 · 13 min

    Antikes Rom: Warum Kaiser Caligula besser war als sein Ruf

    Am 24.1.41 wird der römische Kaiser Gaius, genannt Caligula, ermordet. In Geschichtsbüchern gilt er lange als wahnsinnig. Doch inzwischen gibt es Zweifel an diesem Bild. In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk: dass "Caligula" eigentlich "Gaius" heißt, warum der Name ihn diffamiert, dass der Kaiser bei der Bevölkerung beliebt ist, ob Caligula sein Pferd wirklich zum Konsul machen will, was Caligula und Donald Trump verbindet. Caligula ist nach Augustus und Tiberius erst der dritte Kaiser Roms. So wollen die Senatoren der einst mächtigen Republik – wie seit Jahrhunderten zuvor – weiterhin Einfluss auf die Regierung nehmen. Doch Caligula macht schnell klar: Er allein herrscht – ohne sie. Das bringt die Senatoren gegen ihn auf, sie nennen ihn einen Tyrannen und Despoten. Der junge Kaiser zögert nicht und ordnet Hinrichtungen an. Am 24. Januar 41 endet seine Herrschaft abrupt: Caligula wird mit nur 28 Jahren erstochen. Erst lange nach seinem Tod schmücken Geschichtsschreiber seine Regierungszeit als Horrormärchen aus. Caligula gilt nun als wahnsinnig. Zu Unrecht, wie die moderne Forschung zeigt. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Aloys Winterling, (Historiker, Humboldt-Universität zu Berlin) Aloys Winterling: Caligula. München 2025 Sueton: Cäsarenleben. Stuttgart 1986 Weiterführende Links: Zeitzeichen: 18.10.0033 – Agrippina die Ältere: vom Volk geliebt, vom Kaiser verbannt Zeitzeichen: 16.03.0037: Todestag des römischen Kaisers Tiberius Zeitzeichen: 19.08.0014: Todestag Augustus, Begründer des römischen Kaiserreichs Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Maren Gottschalk Redaktion: Jakob Schiffer und Matti Hesse

  • January 23 · 14 min

    Wilbur Atwater: Der Vater aller Diäten

    Körperfülle galt lange als Wohlstandssymbol. 1896 misst Wilbur Atwater Nahrung erstmals genau. Die Kalorie wird Maß für Disziplin – und prägt ein neues Schönheitsideal. In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer: woher das Zitat "lasst dicke Männer um mich gehen" stammt, wie sich der Körperkult vom Dicksein zum Schlanksein im Laufe der Jahrhunderte wandelt, warum der US-Bestatter William Banting die Ernährung von Millionen Amerikanern verändert, dass Atwaters Experimente von Münchner Ernährungswissenschaftlern inspiriert sind. Um den Kalorienverbrauch des Körpers zu messen, entwickelt der US-Agrarwissenschaftler Wilbur Atwater ein Kalorimeter: Ein spezieller Respirationsapparat erfasst bei freiwilligen Probanden die Einnahmen und Ausscheidungen des Körpers. Aus seinen Erkenntnissen leitet Atwater Ernährungsempfehlungen für arme Familien ab – und befeuert damit zugleich einen Schlankheitskult im Bürgertum. Die Forschungen werden nicht nur zum Wohl der Menschen eingesetzt: Großindustrielle nutzen sie, um Mindestrationen für ihre Arbeiter festzulegen. Später tragen sie zu Vorgaben für Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangene bei. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Uwe Spiekermann (Ernährungshistoriker, Göttingen) Uwe Spiekermann: Die erste moderne Diät – William Bantings Kur gegen Korpulenz in Mitteleuropa. 2022 Sam Prescott: Quantifying the Calorie: The Mixed-Up Files of Mr. Wilbur O. Atwater. 2017 Podcast: Was bisher geschah - Die Geschichte der Diät. Weiterführende Links: Zeitzeichen: Im Juli 1920 – Der Fastenarzt Otto Buchinger behandelt erste Patienten Zeitzeichen: 17. April 2003 – Diätentwickler Robert Atkins stirbt in New York Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Erik Hlacer Redaktion: Sefa-Inci Suvak Technik: Nico Söllner

  • January 22 · 13 min

    Einzug der Schweizergarde: Vom Söldnertrupp zur Vatikan-Legende

    Am 22.1.1506 gründet der Papst die Schweizergarde. Anfangs ist sie nur eine Söldnertruppe unter vielen. Doch eine Bewährungsprobe macht sie unsterblich. In diesem Zeitzeichen erzählt Murat Kayi: wie ausgerechnet ein Papst zum Beinamen "der Schreckliche" kommt, welche Meisterwerke Renaissance-Papst Julius II. ermöglicht, warum die Schweiz in der frühen Neuzeit ein beliebter Ort für das Söldnertum ist, warum die Vereidigung der neuen Schweizergardisten bis heute am 6. Mai begangen wird. Als Giuliano della Rovere 1503 zum Papst Julius II. gewählt wird, geht das nicht ohne Bestechungen ab. Angesichts zu vieler Feinde will er seine Wahl nicht dem Zufall überlassen. Aber die Angst vor Rache begleitet ihn durch die Korridore des Vatikans. Den Römern traut er nicht mehr über den Weg. Für Julius II. ist klar: Für seinen Schutz müssen Fremde her. In der Schweiz wird er fündig. Am 22. Januar 1506 nehmen die ersten bis an die Zähne bewaffneten Schweizer ihren Dienst im Vatikan auf. Gut 20 Jahre später beweisen die Gardisten ihre versprochene Treue: Sie schützen Papst Clemens VII. vor dem Söldnerheer Kaiser Karls V. und verteidigen Rom während der Plünderung durch die Kaisertruppen. In der Verteidigungsschlacht sterben 147 Schweizer. Die Garde wird fast ausgelöscht. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Dr. Arne Karsten, Privatdozent, Uni Wuppertal Prof. em. Volker Reinhardt, Uni Freiburg, Schweiz Weiterführende Links: Die Päpstliche Schweizergarde Stichtag: 21. Februar 1513 - Julius II. stirbt in Rom Planet Wissen: Der Vatikan - Staat der Priester Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Murat Kayi Redaktion: Matti Hesse

  • January 21 · 14 min

    Röstverbot und Kaffee-Spitzel: Preußens Prohibitionszeit

    Im 18. Jahrhundert trinkt ganz Preußen Kaffee - der Staatskasse Friedrichs des Großen nutzt es wenig. Darum verbietet er am 21.1.1781 das private Rösten. Mit fatalen Folgen. In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich: wie der Kaffee um 1660 nach Europa kommt und zum edlen Kultgetränk wird, aus welchen feinen Porzellantassen Friedrich der Große seinen Kaffee trinkt, welchen Job die sogenannten Kaffeeriecher im Auftrag des Königs verrichten, warum Friedrich II. zwei Jahre nach dem privaten Röstverbot nachgibt und den Kaffeepreis senkt, wie die ungehorsamen Untertanen schließlich für mehr Steuereinnahmen sorgen. Kaffee ist zur Zeit von Friedrich dem Großen ein Luxus-Trank. Genossen wird er vom Adel. Aus Sicht des Königs soll das auch so bleiben. Als sich das wohlriechende Elixier in Preußen immer mehr verbreitet, belegt der Herrscher die Bohnen mit hohen Einfuhrzöllen und Luxussteuern. Ab 1766 ist die freie Kaffee-Einfuhr ganz verboten. Das lässt sich die Bevölkerung nicht gefallen. Der Schmuggel blüht - und der Staat reagiert: Auf das Einfuhrverbot folgt 1781 das Röstverbot. Handel und Rösten liegen nun ganz in staatlicher Hand. Wer dagegen verstößt, muss empfindliche Geldstrafen bezahlen. Trotzdem steigt der Kaffeekonsum: Die Bestechungszahlungen für die Kontrolleure des Röstverbots sind höher als deren Provisionen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Jürgen Luh (Direktor des Research Center Sanssouci) Katja Mutschelknaus (Kulturwissenschaftlerin) Tim Blanning: Friedrich der Große. König von Preußen. Eine Biographie. München 2022 Johannes Kunisch: Friedrich der Große. München 2012 Jürgen Luh: Der Große. Friedrich II. von Preußen. München 2011 Katja Mutschelknaus: Kaffeeklatsch. Die Stunde der Frauen. Berlin 2014 Weiterführende Links: Planet Wissen: Alles über Kaffee tagesschau.de: Welche Kaffee-Mythen stimmen? TerraX: Kaffee - Geheimnisse eines Wundertranks Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Claudia Friedrich Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins

  • January 20 · 14 min

    444 Tage in der Gewalt der Mullahs: Geiselnahme in Teheran

    444 Tage ist Barry Rosen Geisel des Iran und ein Spielball der Mächte. Er erlebt Monate der Ungewissheit, bis er und die 51 anderen Geiseln am 20.1.1981 freikommen. In diesem Zeitzeichen erzählt Viviane Jelenc: wie im November 1979 eine Geiselnahme beginnt, die über ein Jahr dauern wird, welche Rolle Ayatollah Ruhollah Chomeini bei der Geiselnahme und der weiteren Entwicklung im Iran spielt, wie die US-Regierung auf die Forderungen der Geiselnehmer reagiert, warum die Geiselnehmer Frauen und Schwarze freilassen, wie der Golfkrieg ab September 1980 zur Beendigung der Geiselnahme beiträgt. Anfang November 1979 stürmen Studenten die US-Botschaft in Teheran und nehmen über 60 Geiseln. Monatelang wird vergeblich verhandelt. Ein Befreiungsversuch des US-Militärs scheitert dramatisch. Erst im September 1980 wird mit Hilfe algerischer Vermittler eine Einigung erzielt: Eingefrorene iranische Gelder werden von den USA freigegeben und die USA erklären, sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten des Irans einzumischen. Am 20. Januar 1981 werden die Geiseln freigelassen. Das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran bleibt allerdings von tiefem Misstrauen geprägt. Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner: Barry Rosen, ehemalige Geisel Dr. Katajun Amirpur, Professorin für Islamwissenschaft an der Universität zu Köln Weiterführende Links: Zeitzeichen: 16.09.1941 - Reza Schah Pahlavi von Persien dankt ab Zeitzeichen: 14.02.1989 - Mordaufruf Chomeinis gegen Schriftsteller Salman Rushdie Planet Wissen: Naher und Mittlerer Osten - Geschichte des Irans seit 1900 Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Viviane Jelenc Redaktion: Frank Zirpins

  • January 19 · 14 min

    Unangepasster Weltstar: Die Countrymusikerin Dolly Parton

    19.01.1946 wurde sie in der Unterschicht geboren, auch abfällig "white trash", "weißer Dreck", genannt. Bibelfest und eigensinnig wird Dolly Parton Vorbild für Frauen. In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld: wovon Dolly Parton schon als Kind träumt, wie die kleine Dolly und ihre Mutter es aus den ärmlichen Verhältnissen heraus schaffen, warum Parton mit Elvis Presley aneinandergerät, wie große Teile der Country-Szene auf einen Song über eine Transfrau reagieren. Dolly Parton beginnt ihre Karriere mit sieben Jahren auf einer selbstgebauten Gitarre. Als Teenager lernt sie in der berühmten Country-Radio-Show "Grand Ole Opry" Johnny Cash kennen, der sie in ihrem Traum bestärkt. Die zwei Songs, die sie weltberühmt machen, entstehen 1973 - am selben Tag. In "Jolene" erinnert sich Parton an eine Bankangestellte, die mit ihrem Mann flirtet. "I will always love you" schreibt sie für Porter Wagoner, als sie dessen TV-Show nach sieben Jahren verlässt. Nach 60 Jahren im Musikbusiness ist Dolly Parton heute als Patentante von Superstar Miley Cyrus populär, inspiriert Musikerinnen wie Taylor Swift, Sabrina Carpenter oder Beyoncé. Ihre jüngste Single veröffentlicht sie im März 2025, nach dem Tod ihres Mannes Carl: "I wouldn't be here, if you hadn't been there". Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Ayla Schofield, Country-Musikerin und Songwriterin Dolly Parton: From Rags to Rhinestones, Film-Biographie mit historischem Filmmaterial und Interviews. 2020 Dolly Parton: Songteller. My Life in Lyrics. Autobiographie, auch als Hörbuch mit Dolly Parton Weiterführende Links: Stichtag: 26. Februar 1932 - Johnny Cash wird geboren Stichtag: 8. Januar 1935 - Geburtstag von Elvis Presley Zeitzeichen: 21. Dezember 1937 – Jane Fonda wird geboren Zeitzeichen: 9. August 1963 - Der Geburtstag von Whitney Houston Rockpalast: Übersichtsseite Linda Ronstadt 1Live: Country Special Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Kosfeld Redaktion: Sefa-Inci Suvak

  • January 18 · 14 min

    Tournier: Ein "Deutschlandversteher" spaltet die Literaturwelt

    Michel Tournier (gest. am 18.1.2016) erlebt den Nationalsozialismus hautnah. Später wird der Schriftsteller von Millionen gelesen - und von Holocaust-Überlebenden kritisiert. In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg: warum Michel Tournier in Frankreich als "Deutschlandversteher" gilt, dass Tournier als Kind Nazi-Paraden scheußlich und großartig zugleich findet, warum ihm eine Universitätskarriere verwehrt bleibt, dass er mit dem "Erlkönig" den Durchbruch schafft, warum das Buch aber in Deutschland kontrovers diskutiert wird, dass Michel Tournier sein Leben lang schwer durchschaubar bleibt. Michel Tournier, 1924 in Paris geboren, erlebt die Hitler-Zeit als Junge aus der Nähe, denn seine Eltern schicken ihn in der Ferien regelmäßig nach Deutschland. Dort spürt er, wie faszinierend die Nazi-Propaganda auf junge Menschen wie ihn wirkt. Die Nationalsozialisten mit ihrem Jugendkult sind in Tourniers Augen gewiefte Kindesverführer. In seinen Romanen verwendet Tournier Mythen und Märchen, die er mit Ironie in Geschichten unserer Zeit verwandelt. Für seinen Roman "Der Erlkönig" recherchiert er jahrelang, nimmt auch zu ehemaligen hohen Repräsentanten des zerschlagenen Nazi-Regimes Kontakt auf. Die Geschichte des französischen Kriegsgefangenen, den die Nazi-Welt fasziniert, wird 1970 mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet, dem Prix Goncourt. Vielen Kritikern erscheint die Darstellung der Nazi-Zeit allerdings zu unrealistisch. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Prof. Cornelia Klettke (Romanistin, Universität Potsdam) Cornelia Klettke, Michel Tournier: Die Kunst des Erzählens. Berlin 2025 Michel Tournier: Der Erlkönig. Aus dem Französischen von Hellmut Waller. Frankfurt 1991 Cornelia Klettke: Der postmoderne Mythenroman Michel Tourniers am Beispiel des "Roi des Aulnes". Bonn 2012 Michel Tournier: Die Schlüssel und das Schloss. Aus dem Französischen von Hellmut Waller. München 1980 Weiterführende Links: "Der Erlkönig" - Hörspiel nach Michel Tourniers Bestseller Michel Tournier - 4 Episoden bei radiofrance Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christoph Vormweg Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak Technik: Jürgen Beiner

  • January 17 · 14 min

    "Desert Storm": Der Zweite Golfkrieg wird zum Fernsehspektakel

    Am 17.1.1991 beginnen die USA und Alliierte mit Luftangriffen auf den Irak, um das von Saddam Hussein annektierte Kuwait zu befreien. Die Weltöffentlichkeit ist erstmals live dabei. In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer: dass der eigentliche Beginn des Krieges viele Jahre zurückliegt, dass Deutschland sich mit 17 Milliarden Mark beteiligt, wie der Westen Saddam Hussein erst unterstützt - und dann bombardiert, warum Saddam Hussein in diesem Krieg nicht gestürzt wird, welche Fehler die USA in den Jahren danach begehen. Der Golfkrieg von 1991 ist der erste große Fernsehkrieg - in Echtzeit inszeniert, gefiltert durch die Kameras und Mikrofone von CNN. Die Journalisten vor Ort haben kein Internet, kein Smartphone, nur Festnetzleitungen in die CNN-Zentrale in Atlanta. Das, was sie betreiben, wird man später einen Livestream nennen. Ihre Berichte gehen in die Geschichte ein, als Teil der Operation "Desert Storm". Neben den USA sind 34 Nationen beteiligt. Deutschland liefert Rüstungsmaterial und beteiligt sich finanziell mit 17 Milliarden Mark. Spätere Kriege werden mehr Bilder und Livestreams hervorbringen - und dann auch soziale Medien beherrschen. Die Vorlage dafür stammt aus jener Nacht, in der der Himmel über Bagdad für jeden sichtbar taghell gebombt wird. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Guido Steinberg, Stiftung Wissenschaft und Politik Lawrence G. Potter, Gary G. Sick (Hrsg.): Iran, Iraq, and the Legacies of War. Basingstoke 2004 Jeffrey Engel (Hrsg.): Into the Desert: Reflections on the Gulf War. New York 2012 Lars Klein: Vom Enthauptungsschlag zum Fall der Saddam-Statue. Potsdam 2005 Weiterführende Links: Zeitzeichen 05.02.2003: US-Außenminister Powell begründet den Angriff auf den Irak Zeitzeichen 20.03.2003: Der Beginn des Irakkriegs Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang Meyer Redaktion: Carolin Rückl, Frank Zirpins