Skip to content
Artwork for KALIFORNISCHE TERRASSEN 🌞🌮
Science

KALIFORNISCHE TERRASSEN 🌞🌮

Systemischer Club

Systemik trifft auf Praxis, Haltung und echte Begegnungen.

Im Podcast des Systemischen Zentrums der wispo sprechen wir mit Menschen, die systemisches Denken und Handeln leben: Lehrende, Praktiker*innen und spannende GĂ€ste aus Beratung, Coaching, Therapie, Organisationsentwicklung und FĂŒhrung.
Jede Woche erwarten dich neue GesprĂ€che ĂŒber systemische Haltung, Methoden, aktuelle Themen und persönliche Erfahrungen aus der Praxis.

Was bedeutet Systemik im Alltag? Wie entstehen neue Perspektiven? Und welche Fragen bewegen Menschen, die andere professionell begleiten?

Ein Podcast fĂŒr alle, die systemische AnsĂ€tze kennenlernen, vertiefen oder neu entdecken möchten.

Jeden Freitag eine neue Folge.

  • 21 episodes
  • Updated Yesterday

Episodes21

  • Yesterday · 1 hr 13 min

    #192 Kampfsport, Aggression und systemische Beratung

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: RenĂ© Denim – systemischer Coach, Sozialarbeiter und DBT-Therapeut. War viele Jahre als Personalleiter im Business- und FĂŒhrungskrĂ€fte-Coaching tĂ€tig und hat sich zunehmend körper- und beziehungsorientierten Arbeitsformen zugewandt. Arbeitet heute mit Jugendlichen und Erwachsenen zu Aggression, Selbstregulation und Beziehungsgestaltung. Kevin Baron Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen RenĂ© Denim und Kevin Baron darĂŒber, wie Kampfsport als Erfahrungs- und Reflexionsraum fĂŒr systemische Arbeit genutzt werden kann. RenĂ© Denim, systemischer Coach, Sozialarbeiter und DBT-Therapeut, erzĂ€hlt, wie er ĂŒber die Jahre vom klassischen FĂŒhrungskrĂ€fte-Coaching zu einer körper- und beziehungsorientierten Arbeitsweise gefunden hat. Im GesprĂ€ch wird deutlich, wie sich Muster – etwa im Umgang mit Frust, Aggression oder Ego – im direkten Körperkontakt oft schneller zeigen, als es reines Sprechen ermöglichen wĂŒrde. Anhand einer eigenen frĂŒhen Trainingserfahrung beschreibt er, wie ihm die eigene Reaktion auf eine ausweglose Situation unmittelbar vor Augen gefĂŒhrt wurde – und wie daraus ein Moment der Selbstreflexion entstand. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Jugendlichen, die innere Anspannung hĂ€ufig ĂŒber Gewalt ausdrĂŒcken. RenĂ© beschreibt, wie im Training soziales Bewusstsein entsteht, wenn Wechselwirkungen zwischen Menschen körperlich statt nur kognitiv erfahrbar werden – und wie sich daraus neue HandlungsspielrĂ€ume öffnen. Persönlich wird es, als RenĂ© von einer prĂ€genden Kindheitserfahrung erzĂ€hlt: Als Kind musste er fĂŒr seine Mutter behördliche Schreiben ĂŒbersetzen – eine Situation, die ihm frĂŒh zeigte, welche Auswirkungen strukturelle HĂŒrden auf Menschen haben können. Diese Erfahrung prĂ€gt bis heute seinen Blick auf die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenslagen, etwa im Kontext von Borderline oder ADHS. Dabei wird deutlich: Manchmal zeigt der Körper etwas, das der Kopf noch nicht erklĂ€ren kann – und genau darin liegt eine eigene Form der Erkenntnis. Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen, Kampfsport, systemisches Coaching, Körperarbeit, Selbstregulation, Aggression, Beziehungsgestaltung, DBT, Jugendarbeit Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • August 1 · 44 min

    #191 Informelle Strukturen als Motor des Wandels

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Johannes Paetzel – Lehrender beim Systemischen Zentrum, Schwerpunkt Coaching und Organisationsentwicklung Janina Mallow – Lehrende beim Systemischen Zentrum, Schwerpunkt Coaching und Organisationsentwicklung Claus Triebiger – Lehrender beim Systemischen Zentrum, zusĂ€tzlich in der systemischen Beratungsausbildung tĂ€tig Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Johannes Paetzel, Janina Mallow und Claus Triebiger erstmals gemeinsam ĂŒber ein Thema, das viele in Beratung und Organisationsentwicklung tĂ€tige Menschen kennen: die Rolle informeller Strukturen im Gelingen von VerĂ€nderungsprozessen. Ausgehend von der Dreiklang-Logik nach Stefan KĂŒhl – formale Seite, informelle Seite und Schauseite – nĂ€hern sie sich der Frage, wie sich diese unsichtbaren Wege im Organisationsalltag erkennen und fĂŒr VerĂ€nderung nutzbar machen lassen. Anhand konkreter Beispiele aus ihrer Beratungspraxis wird sichtbar, wie wirksam Informelles sein kann, auch wenn es in keinem Organigramm steht: Eine Vertriebsorganisation, die durch den Wechsel von Individual- zu Pool-VergĂŒtung ihre informelle Konkurrenzkultur verĂ€ndert, oder ein „Digitale Botschafter"-Netzwerk in einer Stadtbehörde, das nur deshalb wirken konnte, weil das Top-Management ihm formal Raum und Legitimation gab. Ein zentraler Bezugspunkt des GesprĂ€chs ist zudem die Definition von Widerstand nach Matthias Varga von KibĂ©d, wonach Widerstand die Maßeinheit fĂŒr die passende Geschwindigkeit von VerĂ€nderung ist. DarĂŒber hinaus reflektieren die drei offen eigene Momente, in denen sie selbst an informelle Dynamiken stießen, die sie zunĂ€chst ĂŒberforderten – etwa im Umgang mit einer informellen FĂŒhrungsfigur, deren Perspektive sich erst in einem beilĂ€ufigen GesprĂ€ch abseits des offiziellen Rahmens erschloss. Dabei wird deutlich: Informelle Strukturen lassen sich nicht steuern – wohl aber einladen, wenn FormalitĂ€t ihnen Raum, Zeit und Legitimation gibt. Informelle Strukturen, Organisationsentwicklung, VerĂ€nderungsprozesse, Widerstand, Vertrauen, FĂŒhrung, Schauseite, systemische Beratung, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.deï»ż

  • July 24 · 1 hr 14 min

    #190 Auf StÀrkensuche mit Kindern und Familien

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Dr. Katharina Reschke · info@talent-safari.com · https://talent-safari.com/ · Psychologin (M.Sc.), GrĂŒnderin von Talent Safari, Schwerpunkt pĂ€dagogische Psychologie und Schulbegleitung Dr. Tom Reschke · info@talent-safari.com · https://talent-safari.com/ · Psychologe (M.Sc.), GrĂŒnder von Talent Safari, Schwerpunkt klinische und Gesundheitspsychologie Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Dr. Katharina Reschke, Dr. Tom Reschke und Kevin Baron ĂŒber die Frage, was Kindern und Jugendlichen heute wirklich hilft – und was sie zunehmend herausfordert. Wie haben sich die Lebenswelten von Kindern in den letzten Jahrzehnten verĂ€ndert? Was zeigt die Forschung zur Lernzielorientierung – und was beobachten Katharina und Tom Reschke tĂ€glich in ihrer Praxis? Im GesprĂ€ch wird sichtbar: Die Digitalisierung schafft ZugĂ€nge und erhöht gleichzeitig den Druck auf Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Selbststeuerung. Kinder, die gefragt werden, was ihr Lieblingsfach ist, antworten manchmal: die Pause. Das GesprĂ€ch berĂŒhrt auch das familiĂ€re System – welche Rolle Eltern spielen, warum Überforderung kein Versagen ist und wie Balance aussehen kann: zwischen Struktur und Freiheit, zwischen FĂŒhrung und Loslassen. Die Reschkes plĂ€dieren fĂŒr ein klares Sowohl-als-auch, das digitale Medien weder verteufelt noch unkontrolliert lĂ€sst. Hinter alldem steht ein Grundgedanke, der auch den Namen ihrer Praxis prĂ€gt: Talent Safari. Mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien auf Entdeckungsreise zu gehen – auf der Suche nach StĂ€rken und Talenten, die sichtbar gemacht und nutzbar werden sollen. Nicht die Defizite stehen im Mittelpunkt, sondern das, was schon da ist. Dabei wird deutlich: Wer seine eigenen Talente kennt, kann die Zukunft – auch eine unsichere – mit mehr Zuversicht gestalten. Keywords Talent Safari, Kinderpsychologie, Lernmotivation, Digitalisierung, StĂ€rkenorientierung, systemische Beratung, Elternberatung, Schulpsychologie, Impulskontrolle, Ressourcenarbeit, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • July 17 · 42 min

    #189 Trauma, Macht und FĂŒhrung

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Volkmar Suhr · https://volkmarsuhr.de/ · Systemischer Berater und Therapeut (DGSF), TraumapĂ€dagoge und Gast-Dozent am Systemischen Zentrum Erika Sander · https://systemisches-zentrum.de/dozenten/details/?wb=dozent/270/Erika+Sander · Bereichsleiterin fĂŒr Ausbildungsprogramme am Systemischen Zentrum (wispo AG) Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Volkmar Suhr und Erika Sander ĂŒber die Systemrelevanz von Trauma – und darĂŒber, warum Trauma niemals nur ein individuelles Geschehen ist. Ausgehend von der Frage, was Trauma eigentlich systemrelevant macht, beleuchten die beiden, wie sich traumatische Erfahrungen nicht auf den einzelnen Menschen beschrĂ€nken, sondern immer auch Beziehungssysteme, Familien und Organisationen mitgestalten. Sie unterscheiden zwischen unterschiedlichen Formen von Traumatisierung – von der einmaligen Schock-Traumatisierung bis zu komplexen, ĂŒber Jahre gewachsenen Belastungen – und zeigen, wie unterschiedlich sich diese im Erleben von Betroffenen zeigen können. Ein zentraler Strang des GesprĂ€chs fĂŒhrt zur transgenerationalen Weitergabe von Trauma: wie Erfahrungen ĂŒber explizite ErzĂ€hlungen ebenso wie ĂŒber Schweigen und unausgesprochene Muster an nachfolgende Generationen weitergegeben werden – bis hin zu Hinweisen auf epigenetische VerĂ€nderungen, die diese Weitergabe auch biologisch nachvollziehbar machen. Volkmar Suhr und Erika Sander werfen außerdem einen Blick auf traumatisierte Organisationen und darauf, wie ungelöste Traumadynamiken sich in FĂŒhrung, MachtausĂŒbung und gesellschaftlichen Strukturen wiederfinden können. Zum Abschluss öffnen sie einen ermutigenden Raum: Trauma lĂ€sst sich erkennen, verstehen und bearbeiten – und macht Menschen dabei nicht schwĂ€cher, sondern zeigt oft, wie handlungsfĂ€hig sie sein können. Dabei wird deutlich: Trauma ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein Beziehungsgeschehen – und genau darin liegt vielleicht auch die Möglichkeit, gemeinsam wieder handlungsfĂ€hig zu werden. Trauma, Systemische Beratung, Transgenerationale Traumatisierung, Komplexe Traumafolgestörung, Epigenetik, Organisationsentwicklung, FĂŒhrung und Macht, Resilienz, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • July 10 · 49 min

    #188 KI nutzen, ohne sich selbst zu verlieren

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Claus Triebiger · triebiger-coaching.de · systemischer Berater mit Schwerpunkt auf philosophischen und psychologischen Fragestellungen Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Claus Triebiger und Kevin Baron darĂŒber, wie sich ein verantwortungsvoller Umgang mit KĂŒnstlicher Intelligenz gestalten lĂ€sst, ohne dabei die eigene UrteilsfĂ€higkeit und AusdrucksfĂ€higkeit zu verlieren. Ausgangspunkt ist die Aussage eines KI-Unternehmenschefs, der fĂŒr eine gesellschaftliche Atempause bei der KI-Entwicklung plĂ€diert hat. Von dort aus öffnet sich ein Möglichkeitsraum: Welche Interessen – wirtschaftlich, politisch, persönlich – wirken hier zusammen, und wie lĂ€sst sich das Modell von Spiral Dynamics nutzen, um unterschiedliche Haltungen im Umgang mit Technologie sichtbar zu machen? Im Zentrum steht ein Bild, das die beiden als „kognitive Pornografie" beschreiben: die Gefahr, sich beim Prompten selbst sprachlich und gedanklich zu verlieren, weil die KI den Weg des geringsten Widerstands anbietet. Persönliche Erfahrungen aus Beratung und Unternehmensalltag zeigen zugleich, wie aus dieser Beobachtung ein produktiver Umgang entstehen kann – etwa indem eigenes Wissen zunĂ€chst selbst durchdrungen wird, bevor die KI als Werkzeug zur Erweiterung eingesetzt wird. Das GesprĂ€ch bewegt sich damit zwischen gesellschaftlicher und persönlicher Ebene und fragt, wie Bewusstheit, kritisches PrĂŒfen und ein systemischer Blick auf Wechselwirkungen helfen können, Technologie als ErgĂ€nzung statt als Bedrohung zu erleben. Dabei wird deutlich: Bewusstheit ĂŒber die eigenen Denkprozesse eröffnet einen Weg, KI als ErgĂ€nzung zu nutzen, ohne sich selbst darin zu verlieren. Keywords KĂŒnstliche Intelligenz, Spiral Dynamics, systemisches Denken, Bewusstheit, Prompt Engineering, Verantwortung, Ethik, Perspektivwechsel, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • July 4 · 1 hr 1 min

    #187 Die Kunst, bei sich zu bleiben

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Zum Buch: Zeit mit mir – 30 Tage zur inneren Wahrheit | Stefan Rudel Personen: Stefan Rudel · GrĂŒnder Ressourcenkraftwerk, systemischer Berater & Autor · @ressourcenkraftwerk · https://www.ressourcenkraftwerk.de/ Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Kevin Baron und Stefan Rudel ĂŒber Stefans neues Buch „Zeit mit mir – 30 Tage zur inneren Wahrheit" und ĂŒber die Frage, wie viel Kontakt wir eigentlich noch zu uns selbst haben. Ausgangspunkt war ein Urlaub in Andalusien, in dem Stefan bemerkte: Ich funktioniere, aber ich bin nicht bei mir. Aus dieser Beobachtung entstand ĂŒber mehrere Tage ein Schreibprozess, der sich zu einem Buch mit 30 Reflexionsimpulsen entwickelte – aufgeteilt in vier Wochen, die jeweils bei der eigenen Wahrnehmung beginnen und sich ĂŒber Beziehungen bis hin zur Wirkung nach außen bewegen. Im GesprĂ€ch wird deutlich, dass es dabei nicht um vorgefertigte Antworten geht, sondern um Fragen, die einen eigenen Denkprozess in Gang setzen. Ein zentrales Thema ist die Unterscheidung zwischen Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit: nicht nur etwas Wahres sagen, sondern sich selbst gegenĂŒber stimmig sein – auch wenn das bedeutet, unangenehme GefĂŒhle erst einmal auszuhalten, statt sie wegzudrĂŒcken. Die systemische Frage „Was hĂ€tte ich denn gern stattdessen?" dient dabei als Werkzeug, um aus einer AbwĂ€rtsspirale herauszufinden, ohne das Unangenehme zu verleugnen. Beide sprechen außerdem ĂŒber das Konzept der Masken: verschiedene Facetten, die je nach Kontext hilfreich sein können – solange bewusst bleibt, wann eine Maske dient und wann sie eher trennt. Dabei wird deutlich: Wahrhaftigkeit beginnt nicht mit einer fertigen Antwort, sondern mit der Bereitschaft, mehrere – manchmal widersprĂŒchliche – GefĂŒhle gleichzeitig bei sich zuzulassen. Selbstreflexion, Wahrhaftigkeit, systemisches Denken, Achtsamkeit, Masken, Persönlichkeitsentwicklung, Ressourcenarbeit, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • June 26 · 50 min

    #186 Alkohol als AbkĂŒrzung der GefĂŒhle

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Catrin Hoppe Suchttherapeutin · DiplompĂ€dagogin · GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Therapiezentrum Ahornhof (seit 2021) · Familienbetrieb seit 1985 Instagram: @ahornhof.therapiezentrum → ⁠https://www.instagram.com/ahornhof.therapiezentrum/⁠ Kevin Baron Systemischer Coach · B.Sc. Psychologie Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Catrin Hoppe und Kevin Baron darĂŒber, was passiert, wenn das Glas Wein am Feierabend leise vom Genuss zur Gewohnheit wird – und wie eng Alkohol, Stress und GefĂŒhlsregulation miteinander verwoben sind. Der Ausgangspunkt ist verstĂ€ndlich, fast alltĂ€glich: ein anstrengender Tag, wenig Lust auf Aufwand, der schnelle Griff zu etwas, das sofort entspannt. Im GesprĂ€ch wird sichtbar, dass nicht das einzelne Glas das Thema ist, sondern die Frage, ob es zur einzigen verfĂŒgbaren Möglichkeit wird, sich zu beruhigen. Ein Bild aus der Suchtforschung trĂ€gt durch die Folge: die schnelle AbkĂŒrzung durch den Tunnel, die mit jeder Nutzung den lĂ€ngeren, eigentlich gesĂŒnderen Weg ein StĂŒck mehr verwildern lĂ€sst. Daraus öffnet sich ein grĂ¶ĂŸerer Zusammenhang. Wer GefĂŒhle regelmĂ€ĂŸig „weggießt", verliert mit der Zeit den Zugang zu der Frage, was gerade eigentlich los ist – Trauer, Wut, EnttĂ€uschung, Erschöpfung. ReflexionsfĂ€higkeit erscheint hier nicht als Selbstzweck, sondern als Ressource, die man pflegen oder verlieren kann. Das GesprĂ€ch streift dabei auch den gesellschaftlichen Rahmen: einen Leistungsdruck, der Erschöpfung lange als Auszeichnung gelesen hat, und eine jĂŒngere Generation, die psychische Belastung offener anspricht. Ein zweiter Strang gilt den Angehörigen. Sichtbar wird ein schmaler Grat zwischen Dasein und AufdrĂ€ngen, zwischen VerstĂ€ndnis und dem Punkt, an dem Verantwortung bei der betroffenen Person bleiben darf. Statt einfacher Antworten entsteht ein Möglichkeitsraum: Hilfe annehmen, Hilfe auch fĂŒr sich selbst suchen, und im RĂŒckfall weniger ein Versagen sehen als eine Stelle, an der sich etwas lernen lĂ€sst. Dabei wird deutlich: GefĂŒhlsregulation lĂ€sst sich nicht erzwingen – aber man kann sich die langsameren Wege offenhalten, damit die schnelle AbkĂŒrzung nicht zur einzigen Strecke wird. Keywords Alkohol, GefĂŒhlsregulation, Sucht, Suchtberatung, StressbewĂ€ltigung, Achtsamkeit, Angehörige, RĂŒckfall, psychische Gesundheit, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • June 19 · 27 min

    #185 Unsichtbar im Alter – ĂŒber Sucht, Einsamkeit und blinde Flecken

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events đŸ‘€ Catrin Hoppe Suchttherapeutin · DiplompĂ€dagogin · GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Therapiezentrum Ahornhof (seit 2021) · Familienbetrieb seit 1985 📾 Instagram: @ahornhof.therapiezentrum → https://www.instagram.com/ahornhof.therapiezentrum/ đŸ‘€ Kevin Baron Systemischer Coach · B.Sc. Psychologie Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. In dieser Folge setzt Kevin Baron das GesprĂ€ch mit Catrin Hoppe fort – DiplompĂ€dagogin und GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Therapiezentrums Ahornhof. Das Thema: Sucht im Alter. Ein Thema, das in offiziellen Statistiken kaum auftaucht, obwohl es im Alltag vieler Menschen eine reale Rolle spielt. Sobald jemand in Rente geht, verschwindet er aus den Erfassungssystemen – nicht weil das Problem sich löst, sondern weil gesellschaftliche Relevanz an ArbeitsfĂ€higkeit geknĂŒpft ist. Gemeinsam beleuchten sie, welche Faktoren im hohen Alter besonders wirksam werden: Soziale Kontakte lösen sich auf, Aufgaben fallen weg, SchicksalsschlĂ€ge wie der Verlust eines geliebten Menschen treffen ohne die gewohnten Auffangstrukturen. Und Alkohol bleibt eine gesellschaftlich akzeptierte Substanz – was das Erkennen und Benennen von Suchtmustern zusĂ€tzlich erschwert. Ein zentraler Gedanke, der das GesprĂ€ch durchzieht, ist die Frage der Wiedereingliederung: In welche Struktur kehrt jemand zurĂŒck, wenn die Behandlung abgeschlossen ist? Das Konzept am Ahornhof setzt auf Tagesstruktur, handwerkliche Werkstattarbeit und das Erleben von Sinn durch konkrete TĂ€tigkeiten. Was frĂŒhere Lebensphasen automatisch mitbrachten – Schule, Beruf, Familie –, muss im Alter bewusst neu gestaltet werden. Körperliche AktivitĂ€t, verlĂ€ssliche Routinen und soziale Einbindung – sei es ein Tier, ein Ehrenamt oder handwerkliches Schaffen – bilden das Fundament, das trĂ€gt, wenn Ă€ußere Systeme wegfallen. Dabei wird deutlich: Ein Leben, das hĂ€lt, kommt nicht von allein. Wer frĂŒh beginnt, eigene Strukturen zu gestalten, baut ein Netz – das auch dann noch trĂ€gt, wenn die vertrauten Rollen verschwunden sind. Alter und Sucht, Alkohol, Suchttherapie, Rentner, Einsamkeit, Tagesstruktur, Wiedereingliederung, PrĂ€vention, Ahornhof, Therapiezentrum, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • June 12 · 37 min

    #184 Neurobiologie fĂŒr die Beratungspraxis

    Kostenfreie Online-Events:https://kalifornische-terrassen.de/events Personen:Janina Mallow (Lehrende fĂŒr Coaching und Organisationsentwicklung, Lizenzpartnerin fĂŒr „Brain for Business")Claus Triebiger (Lehrender fĂŒr Coaching und Organisationsentwicklung) Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Janina Mallow und Claus Triebiger darĂŒber, was die Hirnforschung dem systemischen Denken und der Arbeit in Organisationen schenken kann. Janina erzĂ€hlt, wie sie ĂŒber eine Weiterbildung namens „Brain for Business" zur Neurowissenschaft fand – nicht aus KarrieregrĂŒnden, sondern aus echter Neugier. Sie wollte verstehen, was eigentlich passiert, wenn im Coaching von „motivationalen ZugkrĂ€ften" oder vom Übertritt aus der Problemtrance in den Lösungsraum gesprochen wird. Begriffe, die im systemischen Alltag oft selbstverstĂ€ndlich benutzt werden, ohne dass dahinter sichtbar wird, welche Prozesse sie eigentlich beschreiben. Im GesprĂ€ch entsteht dabei auch ein produktiver Widerspruch: Der Titel „Brain for Business" weckt zunĂ€chst Skepsis – nach dem Motto, ob hier das Gehirn nur fĂŒr noch mehr wirtschaftliche Effizienz instrumentalisiert werden soll. Doch im Austausch zeigt sich eine andere Lesart: Es geht weniger darum, das Gehirn fĂŒr das GeschĂ€ft zu nutzen, sondern darum, besser zu verstehen, was mit Menschen passiert, die in Organisationen arbeiten – und wie sich das fĂŒr Beratung und FĂŒhrung nutzbar machen lĂ€sst. Ein zentraler Gedanke ist die Vorstellung des Gehirns als hochvernetztes System, das sich nicht primĂ€r durch „mehr", sondern durch Vernetzung weiterentwickelt – eine Metapher, die sich erstaunlich gut auf Organisationen ĂŒbertragen lĂ€sst. Wenn FĂŒhrung gelingt, dann vielleicht dort, wo Kommunikation gut koordiniert wird und Verbindungen entstehen dĂŒrfen, statt dass eine einzelne Person alles steuert. Auch die Frage, wie Sprache und GefĂŒhlsvokabular unsere Wahrnehmung von Emotionen prĂ€gen, und wie schnell wir Muster erkennen – manchmal auch dort, wo gar keine sind – rundet das GesprĂ€ch ab. Dabei wird deutlich: Vielleicht liegt der grĂ¶ĂŸte Gewinn nicht darin, das Gehirn vollstĂ€ndig zu verstehen, sondern darin, mit mehr Neugier und weniger Gewissheit auf die eigenen Muster zu schauen – und jedem System, jedem GesprĂ€ch wieder neu zu begegnen. Keywords Hirnforschung, NeuroplastizitĂ€t, systemisches Denken, Konstruktivismus, Emotionale GranularitĂ€t, Musterabgleich, Organisationsentwicklung, Coaching, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • June 5 · 28 min

    #183 (2/2) Körpergrenzen bei Kindern

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Natalie Horn · @natalie.horn.therapie · Therapeutin, Kriminologiedozentin, Begleiterin von Betroffenen und TĂ€tern im Kontext körperlicher GrenzĂŒberschreitungen an Kindern Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Natalie Horn und Kevin Baron ĂŒber sexuellen Kindesmissbrauch – ĂŒber das, was in unserer Gesellschaft im Verborgenen geschieht, und darĂŒber, wie Eltern, Begleitpersonen und das soziale Umfeld handlungsfĂ€hig werden können. Es ist ein Thema, das Schwere erzeugt. Das war von Beginn an spĂŒrbar. Natalie Horn, die mit Betroffenen, mit Eltern und auch mit TĂ€tern gearbeitet hat und Kriminologie unterrichtet, bringt eine Perspektive mit, die selten in dieser Breite zu hören ist – sachlich, klar und ohne Wegschauen. Ein zentraler Begriff des GesprĂ€chs ist Grooming: das gezielte, systematische Anbahnen von Übergriffen – oft durch Personen, die dem Kind und der Familie bereits nahestehen. Gerade diese NĂ€he macht das Erkennen so schwer. Kognitive Dissonanz, der Wunsch, das Bild eines vertrauten Menschen nicht zu erschĂŒttern, fĂŒhrt dazu, dass Signale umgedeutet oder ĂŒbersehen werden. Das GesprĂ€ch richtet sich an Eltern und Menschen, die Kinder begleiten: Was sind Warnzeichen? Wie kann ein familiĂ€res System entstehen, das PrĂ€vention ermöglicht? Wie lernen Kinder, Grenzen wahrzunehmen und auszudrĂŒcken? Und wie können Erwachsene handeln, ohne dabei wichtige Beziehungen zu zerstören? Dabei wird deutlich:Schutz entsteht nicht durch ein einzelnes GesprĂ€ch – sondern durch Strukturen, die NĂ€he ermöglichen und gleichzeitig Raum fĂŒr Wahrheit lassen. Keywords Sexueller Kindesmissbrauch, PrĂ€vention, Grooming, Körpergrenzen, Kinderschutz, TĂ€terverhalten, Elternbegleitung, Kriminologie, Dunkelziffer, systemische Perspektive, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • May 29 · 37 min

    #182 Teil 1 Körpergrenzen bei Erwachsenen

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Natalie Horn · @natalie.horn.therapie · Therapeutin, spezialisiert auf Traumaarbeit, Opfer- und TĂ€terarbeit sowie Eltern-Kind-Begleitung Kevin Baron · @hausdesbarons · https://www.instagram.com/hausdesbarons/ Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Natalie Horn und Kevin Baron ĂŒber Körpergrenzen – was sie eigentlich sind, warum sie so individuell sind und was passiert, wenn sie ĂŒberschritten werden. Körpergrenzen sind keine festgelegte Linie, die fĂŒr alle gleich gilt. Sie entstehen aus persönlichen Erfahrungen, aus dem Kontext, in dem man sich bewegt, und aus dem, was man im eigenen Leben gelernt oder eben nicht gelernt hat. Natalie bringt dabei einen Blick mit, der zwischen Alltag und Extremsituation nicht sauber trennt – weil diese Trennung in der Praxis oft nicht existiert. Ein zentrales Thema ist die Frage, warum Menschen in Grenzverletzungssituationen nicht einfach Nein sagen. Akute Stressreaktionen wie Einfrieren oder sich FĂŒgen sind keine SchwĂ€che, sondern neurobiologische Schutzmechanismen. Wer das nicht weiß, urteilt schnell – und wer urteilt, trĂ€gt oft unbeabsichtigt zu einer sekundĂ€ren Traumatisierung bei. Besprochen wird auch, wie Grenzen in beruflichen Kontexten auf eine eigene Weise sichtbar werden, wie vertrĂ€gliche Persönlichkeiten besonders herausgefordert sind und wie eine gesunde Eigenwahrnehmung als Ausgangspunkt fĂŒr alles weitere gilt. Dabei wird deutlich: Grenzen setzen beginnt nicht mit dem Nein – es beginnt damit, das eigene Erleben ĂŒberhaupt erst wahrnehmen zu dĂŒrfen. ━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━━ Keywords Körpergrenzen, Grenzsetzung, Traumatisierung, sekundĂ€re Traumatisierung, Stressreaktion, Übergriff, Selbstwahrnehmung, NĂ€he und Distanz, Selbstschutz, therapeutische Arbeit, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • May 22 · 29 min

    #181 Intersektionale Perspektiven in der Systemik

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Liviana Bath · Berlin, freie Praxis · systemische Beraterin, begleitet diverse Konstellationen und internationale Familienkonstellationen mit rassismuskritischer, kolonialkritischer und intersektionaler Perspektive Daniela Rieß · systemische Supervisorin und Therapeutin · Gastgeberin dieser Folge Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Daniela Rieß und Liviana Bath ĂŒber intersektionale Perspektiven in der systemischen Arbeit – und darĂŒber, was eine „brave Systemik" riskiert zu verschenken, wenn sie MachtverhĂ€ltnisse nicht ausdrĂŒcklich mitdenkt. Im GesprĂ€ch wird sichtbar, was IntersektionalitĂ€t als Begriff und als Haltung bedeuten kann: dass Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus, Kolonialismus oder Ausgrenzung nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern sich ĂŒberschneiden, verstĂ€rken und gegenseitig bedingen. Wer als systemische Therapeutin, Supervisorin oder Beraterin mit FLINTA-Personen, BIPoC-Personen oder Menschen mit Gewalterfahrungen arbeitet, begegnet diesen VerschrĂ€nkungen – ob bewusst oder nicht. Beide GesprĂ€chspartnerinnen berichten aus ihrer eigenen Praxis und Lehre: wie schnell der blinde Fleck entsteht, wenn die intersektionale Brille fehlt – und welchen Unterschied es macht, wenn sie sitzt. Dabei geht es nicht um Schuld oder Selbstanklage, sondern um eine liebevolle Selbstreflexion, die ermöglicht, in Verbindung zu bleiben: mit sich selbst, mit der eigenen PrĂ€gung und mit den Menschen, die in die Praxis kommen. Die Frage, wie es gelingen kann, Macht und AmbiguitĂ€t anzusprechen, ohne die Beratungsbeziehung zu kappen, zieht sich durch die gesamte Folge. Diese erste Episode ist der Beginn einer Reihe – die Umsetzung in die konkrete systemische Praxis steht in der Folgefolge im Mittelpunkt. Dabei wird deutlich: Intersektionale Perspektiven sind keine ErgĂ€nzung zur systemischen Arbeit – sie sind ein Reload dessen, was systemisches Denken von Anfang an meinte: Wechselwirkungen sehen, Macht mitdenken und den Menschen in seinem ganzen Kontext wahrnehmen. IntersektionalitĂ€t, systemische Beratung, MachtverhĂ€ltnisse, Rassismuskritik, Kolonialismuskritik, FLINTA, BIPoC, DiversitĂ€t, Positionierung, Selbstreflexion, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  • May 15 · 43 min

    #180 Professionalisierung im systemischen Arbeiten

    Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events Personen: Yasmin Brinkmann + @yasmin.brinkmann + Systemische Therapeutin und Supervisorin Thomas Uhlendahl + @uhlendahlthomas + Systemberater und Moderator Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Yasmin Brinkmann und Thomas Uhlendahl ĂŒber Professionalisierung in der systemischen Arbeit. Die beiden sitzen am Lagerfeuer in Spanien und reflektieren, wie sich echte berufliche Reife entwickelt. Yasmin teilt eine konkrete Situation aus ihrer therapeutischen Praxis: Eine Klientin wollte eine Trance-Session online durchfĂŒhren, saß aber am Arbeitsplatz – ein Setting, das Yasmin als ungeeignet erkannte. Der Moment, in dem sie „Nein" sagte, wird zum Ausgangspunkt fĂŒr eine tiefere Betrachtung professioneller Haltung. Beide entdecken, dass Professionalisierung weniger mit dem Sammeln von Weiterbildungen zu tun hat, als vielmehr mit der Verankerung grundlegender Werte. Thomas erzĂ€hlt von einem BĂŒrgermeister, der ihn dazu bewegen wollte, eine BĂŒrgerbeteiligung in eine bestimmte Richtung zu moderieren – und wie das Festhalten an der Prozessverantwortung zum entscheidenden Moment wurde. Das GesprĂ€ch entwickelt sich zu einer Reflexion ĂŒber die Kunst, in kritischen Momenten authentisch zu bleiben. Wann ist eine Grenze erreicht? Wie entwickelt sich die innere Klarheit, die es ermöglicht, auch unter Druck zu den eigenen professionellen Standards zu stehen? Dabei wird deutlich: Echte Professionalisierung entsteht nicht durch das AnhĂ€ufen von Techniken, sondern durch die tiefe Verankerung einer Haltung, die auch in herausfordernden Momenten trĂ€gt. Keywords Professionalisierung, systemische Haltung, Prozessverantwortung, Grenzen setzen, therapeutische Rahmenbedingungen, Selbstreflexion, kollegiale Beratung, Supervision, Intervision, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Ist diese Beschreibung so in Ordnung fĂŒr Sie, oder möchten Sie Anpassungen vornehmen?

  • May 8 · 45 min

    #179 Trauer als Geschenk

    In dieser besonderen Episode begrĂŒĂŸt Kevin Baron die systemische Beraterin und Coach Jasmin Brinkmann – aufgenommen auf den Terrassen eines Ferienhauses in Spanien, irgendwo zwischen Sonnenschein und Tiefgang. Gemeinsam sprechen sie ĂŒber ein Thema, das uns alle frĂŒher oder spĂ€ter berĂŒhrt: Trauer. Was unterscheidet Trauer von Traurigkeit? Warum ist Trauer kein Zeichen von SchwĂ€che, sondern – wie Jasmin es formuliert – ein Geschenk? Und was passiert eigentlich in uns, wenn wir Trauer verdrĂ€ngen? Jasmin gibt einen ehrlichen Einblick in ihre Beratungspraxis: wie sie Menschen durch schwierige Trauerprozesse begleitet, welche Rolle das einfache Da-Sein spielt, wie Atmung und Körperwahrnehmung helfen können – und warum unsere Gesellschaft Trauer oft viel zu wenig Raum lĂ€sst. Die beiden reflektieren auch, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren und wie man lernt, nicht Abschied zu nehmen, sondern eine Beziehung zu verwandeln. Eine Folge, die bewegt – und vielleicht verĂ€ndert, wie du mit Trauer umgehst. Bei anderen. Und bei dir selbst.

  • May 1 · 28 min

    #178 AuftragsklÀrung in Gruppenkontexten

    Beschreibung Herzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Thomas Uhlendahl und Kevin Baron ĂŒber die 5 A der AuftragsklĂ€rung und deren Bedeutung in Mehrpersonen-Settings. Im Fokus steht die Frage, wie AuftragsklĂ€rung in Teams, Gruppen und Organisationen praktisch gelingt: Welche Erwartungen gibt es? Wer hat welches Mandat? Und welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Zusammenarbeit wirklich funktioniert? Dabei teilt Thomas konkrete Erfahrungen aus der Praxis und zeigt, warum eine saubere AuftragsklĂ€rung oft entscheidend fĂŒr den Erfolg eines Prozesses ist. Keywords AuftragsklĂ€rung, 5 A, systemische Beratung, Teamcoaching, Organisationsentwicklung, Moderation, Mehrpersonen-Settings, Erwartungsmanagement, Prozessdesign, Art of Hosting, Checkliste Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events

  • April 24 · 1 hr 12 min

    #177 Wege aus der Sucht – Vom Entzug zur Selbstwirksamkeit

    Herzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Michael Wolff, Catrin Hoppe und Kevin Baron darĂŒber, wie der Weg aus der Sucht gelingen kann. Nachdem Michael in der vorherigen Folge seinen persönlichen Weg in die AbhĂ€ngigkeit geschildert hat, geht es diesmal darum, was danach kommt: der erste Schritt in die Hilfe, der Entzug, der Aufbau neuer Strukturen und die Frage, wie ein Leben ohne Alkohol wieder möglich werden kann. Catrin bringt dabei die suchttherapeutische Perspektive ein und beschreibt, warum Tagesstruktur, sinnvolle TĂ€tigkeit, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit so wichtig sind. Michael erzĂ€hlt, was ihm persönlich geholfen hat: klare Grenzen, neue Routinen, Hilfe anzunehmen und Schritt fĂŒr Schritt wieder Vertrauen in sich selbst aufzubauen. Dabei wird deutlich: Der Weg aus der Sucht ist kein einfacher, aber ein möglicher. Es geht um RĂŒckfĂ€lle, Angehörige, Scham, SelbstfĂŒrsorge und darum, frĂŒh hinzuschauen und richtig zu handeln. Keywords Sucht, Alkohol, Wege aus der Sucht, Entzug, RĂŒckfall, Angehörige, SelbstfĂŒrsorge, Tagesstruktur, Selbstwirksamkeit, Suchthilfe, Ahornhof, Erfahrungsbericht Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events

  • April 18 · 39 min

    #176 Wege in die Sucht – Michaels Geschichte

    Herzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge spricht Michael Wolff mit Kevin Baron ĂŒber seinen persönlichen Weg in die Sucht. Was oft harmlos beginnt, entwickelt sich bei vielen Menschen schleichend zu einem Muster, das immer mehr Raum einnimmt. Michael erzĂ€hlt offen, wie sein Konsum entstanden ist, welche Dynamiken ihn begleitet haben und warum es so schwierig sein kann, diesen Weg frĂŒhzeitig zu erkennen oder zu stoppen. Dabei wird deutlich, wie stark Gewohnheiten, Umfeld und innere Stimmen den Umgang mit Alkohol beeinflussen können. Es geht um Mechanismen wie das sogenannte Spiegeltrinken, um Routinen im Alltag und um die Frage, wann aus Konsum AbhĂ€ngigkeit wird. Keywords Sucht, Alkohol, AbhĂ€ngigkeit, Wege in die Sucht, Spiegeltrinken, Suchtentwicklung, Erfahrungsbericht, Psychologie, Selbstreflexion Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events

  • April 11 · 54 min

    #175 Sucht verstehen – Zwischen Stigma und GefĂŒhlsregulation

    Herzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge spricht Catrin Hoppe mit Kevin Baron ĂŒber das Thema Sucht – und ĂŒber die Frage, warum gerade Alkohol in unserer Gesellschaft zugleich so normalisiert und so tabuisiert ist. Catrin gibt Einblicke in ihre Arbeit als Suchttherapeutin und erlĂ€utert, woran sich missbrĂ€uchlicher Konsum und AbhĂ€ngigkeit erkennen lassen. Dabei wird deutlich, dass Sucht nicht einfach ein Mangel an Disziplin ist, sondern eng mit GefĂŒhlsregulation, psychischer Belastung und sozialen Dynamiken zusammenhĂ€ngt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol: Warum gehört Trinken in so viele soziale Kontexte scheinbar selbstverstĂ€ndlich dazu? Warum muss sich oft rechtfertigen, wer nicht mittrinkt? Und was wĂŒrde sich verĂ€ndern, wenn wir achtsamer mit uns selbst und miteinander umgehen wĂŒrden? Keywords Sucht, Alkohol, AbhĂ€ngigkeit, Suchttherapie, GefĂŒhlsregulation, Stigmatisierung, SelbstfĂŒrsorge, Gesellschaft, Missbrauch, psychische Gesundheit Mehr zum Ahornhof https://ahornhof.info/ Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events

  • April 4 · 42 min

    #174 FĂŒhren mit KI – zwischen Technik und Menschlichkeit

    Herzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge spricht Jörg Faulstich mit Daniela Rieß ĂŒber die Frage, wie FĂŒhrung sich im Kontext von kĂŒnstlicher Intelligenz verĂ€ndert – und was das aus systemischer Perspektive fĂŒr SelbstfĂŒhrung, TeamfĂŒhrung und Organisationen bedeutet. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass KI lĂ€ngst im FĂŒhrungsalltag angekommen ist: als Werkzeug zur Reflexion, zur Strukturierung von Themen und sogar als eine Art Selbstcoaching-System. Jörg beschreibt, wie FĂŒhrungskrĂ€fte KI nutzen können, um eigene Fragen zu sortieren, Spannungen zu verstehen und nĂ€chste Schritte im Alltag klarer zu sehen. Gleichzeitig wird deutlich, dass damit grĂ¶ĂŸere Fragen verbunden sind: Wie verĂ€ndert KI Zusammenarbeit, Rollen und Wertschöpfung in Organisationen? Was bleibt menschlich? Und welche Bedeutung bekommen Beziehung, Kommunikation und Selbstreflexion, wenn technische Systeme immer mehr Aufgaben ĂŒbernehmen können? Keywords KI, FĂŒhrung, Selbstreflexion, systemische Perspektive, Organisationen, TeamfĂŒhrung, Selbstcoaching, Kommunikation, Transformation, Digitalisierung Buchhinweis Mehr zum Thema von Jörg Faulstich findest du in seinem Buch: Wirksame FĂŒhrung – Tension Literacy https://buchshop.bod.de/wirksame-fuehrung-tension-literacy-joerg-faulstich-9783769312713 Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events

  • March 27 · 1 hr

    #173 KI und Entscheidungen – zwischen Faszination und Aufruhr | mit Arne H. Theissen & Claus Triebiger

    ï»żï»żHerzlich willkommen beim Podcast „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Claus Triebiger und Arne Theißen ĂŒber kĂŒnstliche Intelligenz und Entscheidungen – und ĂŒber die Ambivalenz, die dieses Thema auslösen kann. Ausgangspunkt ist die Frage, was KI heute schon leisten kann, wo sie beeindruckt und unterstĂŒtzt, aber auch, wo Skepsis und kritische Fragen bleiben. Dabei geht es um die Vermenschlichung von Technik, um Sprache und Wirklichkeitskonstruktion, um Entscheidungshilfen und um die Grenzen maschineller Systeme – besonders dort, wo Intuition, Ethik und verkörpertes Erleben eine Rolle spielen. Claus und Arne nĂ€hern sich dem Thema aus systemischer und philosophischer Perspektive und machen deutlich, dass KI nicht nur ein technisches, sondern auch ein kulturelles und menschliches PhĂ€nomen ist. Keywords KI, kĂŒnstliche Intelligenz, Entscheidungen, Systemik, Ambivalenz, Intuition, Ethik, Sprache, Wirklichkeitskonstruktion, Technik Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de Kostenfreie Online-Events: https://kalifornische-terrassen.de/events