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Das Thema

Süddeutsche Zeitung

Welches Thema bewegt diese Woche besonders? Welchen Schwerpunkt behandelt die Süddeutsche Zeitung ausführlich? Lars Langenau und Timo Nicolas diskutieren mit den Autorinnen und Autoren der SZ das Thema der Woche und die Hintergründe der Recherchen. Das Beste aus den Geschichten der SZ – zum Hören.

  • 321 episodes
  • Updated Wednesday

Episodes321

  • Mar 20, 2024 · 41 min

    Im Schattenkloster - Chronik einer Gehirnwäsche

    Diese Woche wollen wir Sie mit einer Sonderfolge von Das Thema auf eine Audio-Serie aufmerksam machen, die vor kurzem bei SZ Plus gestartet ist: „Im Schattenkloster - Chronik einer Gehirnwäsche“. Auf der Suche nach einem alternativen Lebensmodell lernen Tom und Jana eine ungewöhnliche WG kennen. Mit ihrem Kind ziehen sie zu der Gemeinschaft in ein ehemaliges Kloster. Aber was nach einer Utopie für Selbstversorger klingt, führt zu Todesfällen und Missbrauch. Wer ist der mysteriöse Guru der Gruppe? Und schafft es die Familie wieder raus? Die Journalisten Eva Hoffmann und Patrick Bauer begeben sich auf die Spuren der Gruppe und gehen der Frage nach, was passieren muss, damit Menschen die Kontrolle über ihr Leben komplett in die Hand eines anderen geben? Hier im Feed hören Sie die erste Folge, alle weiteren können Sie mit SZ Plus hören unter sz.de/schattenkloster oder in der weißen SZ-Nachrichten-App. Die nächste reguläre Folge von "Das Thema" erscheint am 27. März 2024. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Mar 13, 2024 · 39 min

    Spionage für den Streit: Russlands Strategie hinter dem Taurus-Leak

    Der russische Staatssender Russia Today veröffentlicht am 1. März ein Leak aus der Bundeswehr. Es handelt sich um den Mitschnitt einer etwa 40 minütigen Konferenz vom 19. Februar, bei der deutsche Offiziere sich über die Anwendungsmöglichkeiten des Marschflugkörpers Taurus in der Ukraine und durch ukrainisches Militär beraten. Die sogenannte Abhöraffäre beschäftigt seither die deutsche Innenpolitik. Wie konnte Russland ein Gespräch der Bundeswehr abhören? Wie oft kommt so etwas vor? Und wie lassen sich solche Leaks in Zukunft vermeiden? Darüber spricht Vinzent-Vitus Leitgeb mit zwei Experten der SZ: Mit Georg Ismar, der aus Berlin über die Verteidigungspolitik berichtet und deshalb viele Kontakte zum Militär hat – und mit Christoph Koopmann, dem Geheimdienst-Experte der SZ. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Léonardo Kahn Redaktion: Léonardo Kahn Produktion: Carolin Lenk Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Feb 28, 2024 · 35 min

    AfD im Aufwind: Wie wehrhaft ist die Demokratie?

    Seit Wochen gehen Hunderttausende Menschen auf die Straßen. In Berlin, Hamburg, München und vielen anderen, auch deutlich kleineren Städten demonstrieren sie gegen Rechtsextremismus. Hintergrund war eine Recherche von Correctiv, über ein geheimes Treffen, an dem unter anderem Politiker der AfD teilgenommen hatten sowie Aktivisten der rechtsextremen Identitären Bewegung. Sie sprachen dort unter anderem über „Remigration“, darüber also, ob man Menschen mit Migrationsgeschichte aus Deutschland deportieren sollte. Das sind Ideen, über die in extrem rechten Kreisen schon lange diskutiert wird. Und trotzdem hat diese Correctiv-Recherche mächtig was bewirkt. Gerade auch weil das Szenario, dass Rechtsextremisten bald in die Regierung kommen könnten, immer greifbarer wird. Im September stehen drei Landtagswahlen an, und in allen Umfragen liegt die AfD vorne. Was könnte dann also passieren? Würden demokratische Regeln und Kontrollen abgebaut werden? Und wie schützt man die Demokratie, falls eine Partei mit vielen Stimmen oder sogar in Regierungsverantwortung sie angreifen möchte? Fragen an den SZ-Justizexperten Ronen Steinke. Er recherchiert lange zu dem Thema und hat unter anderem eine Reportage über das „Thüringen Projekt“ geschrieben. Im Projekt versucht Maximilian Steinbeis gemeinsam mit anderen Verfassungsrechtlern herauszufinden, wie der deutsche Rechtsstaat von einer populistischen Regierung ausgehebelt werden könnte. Zum Weiterlesen: Den Text über das "Thüringen Projekt" können Sie hier lesen. Die aktuelle Recherche dazu, wie der Verfassungsschutz eine neue Einstufung der AfD vorbereitet, finden Sie hier. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Feb 14, 2024 · 39 min

    Rüstungsindustrie im Aufschwung: Ist Deutschland kriegstüchtig?

    Vor fast zwei Jahren, am 24. Februar 2022, hat Russland die Ukraine angegriffen. Seit der "Zeitenwende" steigen weltweit die Rüstungsausgaben. Auch in Deutschland erfährt die Rüstungsindustrie seither rasant gestiegene Aufträge und erlebt grundsätzlich einen Imagewechsel. Ging es zunächst nur um Helme für ukrainische Soldaten, haben sich die Lieferungen schnell beschleunigt: Panzerhaubitzen, Flugabwehr, Panzer, Hubschrauber. Vergangenes Jahr wurde deutsche Rüstung in einem Wert von mehr als 11,7 Milliarden Euro exportiert - ein neuer Rekord. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) besucht seit seinem Amtsantritt regelmäßig Fabriken der Hersteller, teils zusammen mit seinem Parteikollegen Kanzler Olaf Scholz, und sagt: "Die Zeitenwende ist eben nicht planbar ohne die Rüstungsunternehmen." Nur zusammen mit der Rüstungsindustrie könne man die neue Sicherheitslage bewältigen. So hat etwa die Aktie von Rheinmetall massiv an Wert gewonnen, ist gar in den DAX aufgestiegen und Rheinmetall-Chef Armin Papperger erwartet "bis 2025 ein Plus von 80 Prozent" bei Umsatz und Gewinn. Rheinmetall stellt vor allem Panzer, Geschütze, Bewaffnungen aller Art und Munition her. Es geht hier also nicht um Cabrios, Kühlschränke oder Einbauküchen, deren Produktion auf Hochtouren läuft. Es ist und bleibt ein Geschäft mit dem Tod. Eins, an dem einige viel verdienen. Wie sieht es also bei Rheinmetall und Konsorten mit dem neuen Selbstbewusstsein aus? Ist Deutschland “kriegstüchtig”? Brauchen wir eine "Kriegswirtschaft"? Und: Gibt es überhaupt noch eine Rüstungskontrolle - oder gar eine Moral? Fragen an den SZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Fromm, der sich seit Kriegsbeginn um Themen der Rüstung kümmert. Seither hat er mit vielen Akteuren dieser jetzt so florierenden Branche gesprochen - und Produktionsstätten für Waffen und sonstiges Kriegsgerät besucht. Fromm konstatiert nüchtern: "Je mehr Krieg, desto besser für das Geschäft." Wir freuen uns immer über Feedback. Schreiben Sie uns gern eine Mail an podcast@sz.de. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Leonardo Kahn Produktion: Carolin Lenk, Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über Die Welt, Der Aktionär TV. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Jan 31, 2024 · 37 min

    Russlands Rekruten: Vom Gefängnis an die Front – und in die Freiheit

    Im Januar 2020 wird die 23-jährige Russin Wera Pechtelewa von ihrem Ex-Freund Wladislaw Kanjus umgebracht. Er wird zu 17 Jahren Strafkolonie verurteilt, aber statt seine Strafe abzusitzen, wird er wohl begnadigt – um für Russland im Krieg gegen die Ukraine zu kämpfen, darauf deuten Fotos in sozialen Medien hin. Kanjus Fall ist kein Ausnahmefall, denn seit Kriegsbeginn hat Russland Tausende Strafgefangene an die Front geschickt. Viele der überlebenden Frontkämpfer leben inzwischen wieder in Freiheit. Denn der Deal für viele der Straftäter lautete lange Zeit: Sie kämpfen sechs Monate an der Front und können dann als freie Männer in die Heimat zurückkehren – und zwar als Kriegshelden. Evgeny Prigoschin – bis zu seinem gewaltsamen Tod Ende August 2023 Chef der berüchtigten Söldnertruppe Wagner – sagte im Spätsommer 2022, die Gesellschaft müsse diesen Menschen den größten Respekt zollen, sie seien schließlich aufgebrochen, um Russland zu beschützen. Was das für die Familien der Opfer und die russische Gesellschaft bedeutet, dass auch Schwerverbrecher begnadigt werden, darüber spricht in dieser Folge von „Das Thema“ die SZ-Korrespondentin in Moskau, Silke Bigalke. Sie hat die Familie von Wera Pechtelewa persönlich getroffen. [Den Text von Silke Bigalke über Straftäter in der russischen Armee finden Sie HIER.] (https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/russland-putin-begnadigung-moerder-ukraine-krieg-helden-e016913/) Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über AFP und The Telegraph Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Jan 17, 2024 · 36 min

    Vermisst im Niemandsland: Flucht und Migration über Belarus nach Europa

    Zwischen 2014 und 2019 gibt es mehr als 20 000 Personen, die die Grenze zur Europäischen Union überschreiten wollten - die seither allerdings als vermisst gelten. Mohammed Sabah teilt dieses Schicksal seit dem Wintern 2021/22. Seine letzten Lebenszeichen stammen aus dem Niemandsland zwischen Polen und Belarus. Und letztendlich will nur Mohammeds Familie wissen, was mit ihm passiert ist. Über eine verzweifelte Suche berichten Ben Heubl und Kristiana Ludwig aus dem Investigativ-Ressort der SZ. In internationaler Zusammenarbeit von Journalisten wurden für ihre Geschichte 24 Friedhöfe in Griechenland, Spanien, Italien, Kroatien, Litauen und Polen besucht. Sie fanden dort mehr als 550 anonyme Gräber, in denen Friedhöfen und Behörden zufolge in den vergangenen zehn Jahren Menschen bestattet wurden, die an den Grenzen starben. Das Team überprüfte auch Sterberegister, befragte Staatsanwälte und Gerichtsmediziner, wertete Datensätze von Hilfsorganisationen, Wissenschaftlern und Aktivisten aus. Das Team hat 2162 unidentifizierte Tote an Europas Grenzen in den vergangenen zehn Jahren recherchiert. Heubl und Ludwig berichten über den Schmerz der Angehörigen, der bleibt, so lange Ungewissheit bleibt - und wenn Trauer nicht möglich ist. “Die Familien sind hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, Abschied zu nehmen, und Schuldgefühlen, dass sie die Person aufgegeben haben.” Schließlich könnte sie ja noch irgendwo am Leben sein. So gehe es vielen Familien, die einen “uneindeutigen Verlust” von Angehörigen zu beklagen haben. Dies sei “ein psychologisch sehr schwieriger Zustand, in dem sich durch das Verschwinden von sehr vielen Menschen an den europäischen Grenzen mittlerweile sehr viele Familien befinden.” Heubl und Ludwig sprechen im Podcast “Das Thema” über die humanitäre Notwendigkeit, dass eine “europaweit zugängliche Datenbank mit persönlichen Gegenständen und DNA-Proben der Toten” aufgebaut wird. Damit es für Angehörige überhaupt noch eine Möglichkeit gibt, herauszufinden, ob ihre Verwandten tot sind. Dass das bislang nicht passiert sei, “liege nicht daran, dass es zu schwierig wäre oder dass die Mittel fehlen, sondern es liege am politischen Willen”. Die Reportage "Wo bist Du?" über das Verschwinden von Mohammed Sabah finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Christina Lopinski, Lars Langenau Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über Europäische Kommission Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Jan 3, 2024 · 38 min

    Dämon - Der Exorzist aus dem Internet

    Weil wir derzeit eine kurze Weihnachtspause machen, wollen wir Sie auf eine Audio-Serie aufmerksam machen, die wir vor kurzem exklusiv bei SZ Plus veröffentlicht haben: "Dämon - Der Exorzist aus dem Internet" Der SZ-Magazin-Reporter Marvin Ku stößt auf ein schockierendes Video: Eine gefesselte Frau wird exorziert. Offiziell gibt es in Deutschland keine Teufelsaustreibungen mehr. Aber in Sozialen Netzwerken verspricht ein selbsternannter Exorzist namens »Nature23« vor allem jungen Frauen, sie von ihren »Dämonen« zu befreien. Wer lässt sich heute noch auf so eine Teufelsaustreibung ein? Wer ist »Nature23«? Und was hat er mit dem Verschwinden eines jungen Mädchens zu tun? Eine verzweifelte Suche beginnt. Hier im Feed hören Sie die erste Folge, alle weiteren können Sie mit SZ Plus hören unter sz.de/daemon. Die nächste reguläre Folge von "Das Thema" erscheint am 17. Januar 2024. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Dec 27, 2023 · 47 min

    Rechtsruck in Deutschland und Österreich: Was AfD und FPÖ verbindet

    In allen Umfragen zu Nationalratswahlen in Österreich liegt die FPÖ derzeit in Führung. In Deutschland konnte die AfD bei Landtagswahlen zuletzt stark gewinnen, in einzelnen Bundesländern liegt sie auf Platz 1 in Sonntagsfragen. Was zeichnet die beiden Parteien derzeit aus, deren Spitzen sich erst in diesem Herbst in Wien getroffen haben? Was steckt dahinter, wenn sie einen “gemeinsamen Kampf für Freiheit, Heimat und Demokratie“ ausrufen, gegen „die gesellschaftszersetzende Elitenpolitik”? Und was will die AfD von der FPÖ womöglich lernen, die ja schon seit Jahrzehnten immer wieder in Regierungsverantwortung steht? Das diskutieren in dieser Folge von "Das Thema" mit Moderator Vinzent-Vitus Leitgeb: Cathrin Kahlweit, Wien-Korrespondentin der Süddeutsche Zeitung. Julya Rabinowich, Schriftstellerin und Kolumnistin, die zuletzt auch in Romanen über das Thema Flucht, Migration und Integration geschrieben hat. Und Werner Reisinger, Journalist, unter anderem für SZ Österreich, mit Fokus auf Recherchen zu Rechten Parteien und Organisationen in Europa sowie zur österreichischen Innenpolitik. Das Gespräch wurde am 12.11.2023 im Rahmen der Buch Wien live aufgezeichnet. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Dec 20, 2023 · 38 min

    Analphabetismus in Deutschland: Scham und Schauspiel

    6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können weder richtig Lesen noch Schreiben. Statistisch gesehen kennt hierzulande also fast jeder oder jede mindestens eine Person, die Schwierigkeiten mit dem Alphabet hat. Oft aber merkt man es ihnen auch gar nicht an. Weil sie sich aus Scham verstellen, um bloß nicht entdeckt zu werden. Jutta Schmitt war eine von ihnen, bis sie nach einer schweren Lebenskrise mit Mitte Fünfzig Lesen und Schreiben lernte. Zuvor hatte sie immer wieder Stigmatisierung, Mobbing und tiefe Selbstzweifel erleben müssen. Mit ihr hat SZ-Reporterin Elisa Schwarz gesprochen. Und uns hat Elisa Schwarz von ihrer Recherche erzählt. Falls Sie selbst Betroffene kennen, Ihnen Tipps geben oder einfach mehr über das Thema wissen wollen: Die kostenlose Nummer des Alfa-Telefons erreichen Sie unter 0800 53 33 44 55, die Alfa-Website finden Sie unter www.alfa-telefon.de Das Bildungswerk des DGB hat auch ein Unterstützungsprojekt. Den Kontakt zu Mento Plus finden Sie HIER. Speziell in Berlin finden Sie Hilfe beim Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe AOB, der Lese- und Schreibkurse gibt. Den Kontakt finden Sie HIER. Die Reportage "Raus mit der Sprache" von Elisa Schwarz finden Sie HIER. Alle Infos zu unseren Audioangeboten finden Sie auf sz.de/podcast. Die Redaktion erreichen Sie unter podcast@sz.de. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Dec 6, 2023 · 45 min

    Zwei Monate Krieg in Nahost: Im Nebel der Gefechte

    Es ist jetzt genau zwei Monate her, dass Bilder um die Welt gegangen sind, die man eigentlich kaum ertragen kann. Videos vom Tribe of Nova Festival in der Wüste im Süden Israels – nur wenige Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt. Es ist einer der Tatorte, an dem die Terrororganisation Hamas am 7. Oktober ein unvorstellbares Massaker angerichtet hat. Allein dort haben Terroristen 260 Menschen ermordet. Acht Wochen später rekonstruieren wir gemeinsam mit Peter Münch und Tomas Avenarius, was am 7. Oktober und in den Wochen danach in Israel und Gaza geschehen ist. Münch ist der SZ-Israel-Korrespondent, Avenarius ist Krisen und Kriegsreporter der Süddeutschen Zeitung. Beide sind nach dem Angriff nach Israel gereist und berichten seitdem, was vor Ort passiert. Beide erzählen, wie sie Informationen verifizieren und einordnen. Wie schwierig es ist, an verlässliche Quellen aus Gaza, dem Hauptschauplatz dieses Krieges, zu kommen, aus dem sie derzeit noch nicht selbst berichten können. Denn grundsätzlich zeigt sich auch in diesem Krieg vor allem eins: Dass es oft vor allem darum geht, wer am schnellsten die Deutungshoheit für sich beansprucht. Auch darüber - und was sie in den kommenden Wochen erwarten – haben wir mit Münch und Avenarius in dieser Folge gesprochen. Zum Weiterlesen: _Israel vibriert, seit die ersten Geiseln der Hamas zurückkommen. Manche feiern. Aber wie geht es denen, die wissen, dass ihre Söhne, Töchter, Väter und Mütter noch in den Tunneln in Gaza bleiben müssen? Peter Münch war für diese Reportage beim Schabbat-Essen bei der Familie: Buchshtab. https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/israel-geiseln-hamas-rueckkehr-tel-aviv-gaza-e174733/_ _Im Austausch für die israelischen Geiseln hat Israel mittlerweile 180 palästinensische Gefangene freigelassen. Wie werden sie zu Hause empfangen? Tomas Avenarius hat das im Gebiet von Ramallah beobachtet: www.sz.de/1.6311472 Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Nov 22, 2023 · 33 min

    Besuch in einer Geisterstadt: Chinas Immobilienblase ist geplatzt

    In China steht die Arbeit an zehntausenden Hochhäusern still. In den vergangenen Jahren wurde so viel gebaut, dass es inzwischen ein völliges Überangebot an Wohnungen gibt und riesige Geisterstädte entstanden sind. Der chinesische Immobilienmarkt funktionierte lange wie ein riesiges Schneeballsystem. Die Chinesen kauften Wohnungen, als Geldanlage und Altersvorsorge, gerade weil die Preise immer weiter stiegen. Der Staat hatte garantiert, dass es keine Ausfälle gibt. "Doch diese Garantie gilt nicht mehr", sagt Lea Sahay, China-Korrespondentin der SZ. "Es wurde in unvorstellbaren Dimensionen viel mehr gebaut als benötigt." Nach einem Vierteljahrhundert unaufhörlichen Wachstums sei in China nun passiert, wovor lange gewarnt wurde: Die Blase im chinesischen Immobiliensektor ist geplatzt. Dabei sei die Bauindustrie unersetzlich für Chinas Wirtschaftskraft. Das Wegbrechen der Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt spüren längst auch ausländische Firmen. Und weil viele Privatleute und Kleininvestoren vor dem Nichts stehen, bedroht die Immobilienkrise auch den sozialen Frieden im Land. Wie ist die Immobilienblase in China entstanden? Und wie könnte die Volksrepublik da wieder rauskommen? Darum geht es in der neuen Folge unseres Recherche-Podcasts "Das Thema". Die Reportage "Auf Lügen gebaut" von Lea Sahay und Florian Müller finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Nov 8, 2023 · 29 min

    Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy: Dicke Geschäfte

    Novo Nordisk macht dicke Geschäfte mit den Abnehmspritzen: Der Börsenwert des dänischen Unternehmens hat sich seit 2020 verdreifacht und lag zwischenzeitlich bei 400 Milliarden Euro. Damit war die Firma mehr wert als der dänische Staatshaushalt oder die führenden deutschen Automarken zusammen. Der Markt für diese Spritzen ist riesig, das Unternehmen kann die Nachfrage kaum bedienen. Novo Nordisk spendet in Deutschland großzügig an Fachverbände im Diabetes- und Adipositasbereich, organisiert Tagungen und finanziert Studien. Auch Jens Aberle, Chef der Deutschen Adipositas Gesellschaft, bekam Geld von der Firma, machte das aber nicht immer transparent. Da gibt es einen “potenziellen Interessenskonflikt”, kritisiert Berit Uhlmann aus dem SZ-Wissensressort nach der gemeinsamen Recherche mit NDR und WDR. [Die Recherche über Novo Nordisk finden Sie HIER.] (https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/abnehmspritze-wegovy-novo-nordisk-interessenskonflikte-1.6272938) [Einen weiteren Beitrag von Berit Uhlmann über die Abnehmspritzen HIER.] (https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/abnehmen-medikamente-wegovy-alternativen-1.6181251) Den Podcast des Rechercheverbundes der SZ mit NDR und WDR finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Oct 25, 2023 · 40 min

    Sterbehilfe: Wie lebt man dem geplanten Tod entgegen?

    Bis vor drei Jahren war assistierter Suizid in Deutschland verboten. Dann hat das Bundesverfassungsgericht die gesetzlichen Vorgaben kassiert. Bislang konnte sich der Bundestag nicht auf eine Neuregelung für Sterbehilfe einigen. Seither besteht in Deutschland quasi ein rechtsfreier Raum, in dem drei Vereine Hilfe zum Freitod anbieten: der deutsche Ableger des Schweizer Vereins Dignitas, der Verein Sterbehilfe und die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben. Bei letzterem waren Hannelore und Hubert von Werden Mitglieder. Und mit seiner Hilfe ist das Ehepaar am 1. September 2023 freiwillig aus dem Leben geschieden, auf eigenen Wunsch. Insgesamt wird der Verein in diesem Jahr etwa 300 Menschen beim Freitod assistiert haben. Hubert von Werden hatte Krebs, Hannelore von Werden nicht. Sie waren nicht einsam, sondern hatten einen großen Freundeskreis. "Mitten im Leben" haben sie entschieden, dass sie gemeinsam in den Tod gehen wollen, sagt SZ-Reporter Thorsten Schmitz, der die beiden in ihren letzten Monaten begleitet hat. Eindrücklich schildert er im Podcast, wieso sie sich zu diesem Schritt entschieden haben, ob sie zum Schluss doch noch Zweifel beschlichen haben und was bei assistierter Sterbehilfe letztendlich passiert. Die Reportage "Ihr letzter Sommer" von Thorsten Schmitz finden Sie HIER. Die Süddeutsche Zeitung berichtet nur in Ausnahmefällen und nach sorgfältiger Prüfung über Selbsttötungen. Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie bitte mit Freunden und Familie darüber. Hilfe bietet auch die Telefonseelsorge, anonym und kostenlos unter 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222. Es gibt auch eine Online-Beratung unter www.telefonseelsorge.de. Eine Liste mit bundesweiten Hilfestellen bietet die Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention an: www.suizidprophylaxe.de Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau, Andre Anthony Foster Produktion: Carolin Lenk Klicken Sie hier, wenn Sie sich für noch mehr SZ-Podcasts mit unserem Digitalabo interessieren: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Oct 11, 2023 · 32 min

    "Interna": Moderne Sklaverei in Spanien

    70 Stunden, sechs Tage die Woche, ohne Rechte, ohne Widerspruch. Das ist die Lebensrealität von Martha. Marta ist eine von geschätzt 600 000 sogenannten “Interna”. Eine Frau, die sich in spanischen Familien um Haushalt und Kinder kümmert, und auch bei der jeweiligen Familie wohnt. Oft kommen die “Interna” aus Südamerika. Sie reisen oft illegal ins Land ein und haben auch deshalb sehr wenige Rechte. Marta etwa zieht die Kinder einer fremden Familie auf und hat für einen Monatsverdienst von 1000 Euro ihren eigenen Sohn in Honduras gelassen. Jetzt haust sie in Madrid in der Besenkammer einer Wohnung der Familie, der sie hilft. Das System beruht auf Ausbeutung, die Interna sind völlig abhängig vom Wohlwollen ihres Arbeitgeber, sagt Karin Janker, die bis vor kurzem SZ-Spanien-Korrespondentin war. In Spanien sei die Ausbeutung dieser "sin papeles" (Papierlose, da sie keine Aufenthaltsrechte haben) ein "offenes Geheimnis". Meist würden die Frauen aus Lateinamerika kommen und illegal in Spanien arbeiten. Dort seien sie "moderne Leibeigene", die oft nur "als Schmutz" behandelt würden. Warum arbeiten in Spanien so viele illegale Haushaltshilfen? Welche Probleme bringt das mit sich, und wie kann es sein, dass die Frauen so schlecht behandelt werden, obwohl sie unersetzlich sind für Spanien? Janker berichtet auch über Wege in die Legalität und was diese Frauen besonders brauchen: Aufmerksamkeit. Karin Jankers Reportage "Die in der Kammer sieht man nicht" finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Nadja Tausche, Lars Langenau Sprecherin: Franziska von Malsen Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Sep 27, 2023 · 31 min

    China ist überall: Überwachung von Exil-Chinesen

    Fast 150 000 chinesische Staatsbürger leben in Deutschland. Viele werden einsilbig, wenn das Gespräch auf Politik kommt, vor allem über Politik in China. Das hat einen Grund: Chinesen und Chinesinnen werden auch außerhalb der Volksrepublik in Europa massiv überwacht und terrorisiert. Eine von denen, die den langen Arm Pekings zu spüren bekommen, ist die chinesische Bloggerin und Journalistin Su Yutong. Die Dissidentin ist vor 13 Jahren nach Berlin gekommen und wurde inzwischen vielfach zum Ziel psychologischer Kriegsführung. Wie ihr geht es vielen Chinesinnen und Chinesen im Ausland, sagt der ehemalige, langjährige SZ-China-Korrespondent Kai Strittmatter. Besonders Exil-Tibeter und Exil-Uiguren stünden im Fokus der Überwachungsmaßnahmen. Als Druckmittel werden häufig Verwandte benutzt, die zu Hause in China leben. Die deutschen Behörden sind hilflos. Neuerdings beobachtet Strittmatter eine "neue Qualität" der Maßnahmen, da inzwischen auch Journalisten aus Europa Einschüchterung und Bedrohung erleben. Strittmatters Reportage "Mitten in Deutschland" über die chinesischen Repressionen im Ausland finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau, Andre Anthony Foster Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Sep 20, 2023 · 43 min

    "Schicksalswahl" - Folge 1 von "Söders Endspiel - Sein Kampf um die Macht"

    “Schicksalswahl” – so hat Markus Söder die kommende Landtagswahl selbst einmal bezeichnet. Und tatsächlich: Wenn Bayern im Oktober wählt, könnte das im schlimmsten Fall sein Karriereende einläuten – oder doch die Chance eröffnen, irgendwann noch Kanzler zu werden. Sein ganzes Leben lang hat Söder sich jedenfalls auf Wahlkämpfe wie diesen vorbereitet. Und für den neuen SZ-Podcast "Söders Endspiel" hat ihn ein SZ-Team ein Jahr lang begleitet: Wie er in Bierzelten die Menschen begeisterte, wie er immer wieder gegen die Grünen mobilisierte, wie er auf die Flugblatt-Affäre um seinen Vize Hubert Aiwanger reagieren musste. Mit welchen Mitteln kämpft Söder um die Macht? Ist er wirklich der skrupellose Machtpolitiker, wie ihm oft vorgeworfen wird? Und: Bleibt seine Karriere unvollendet – oder gewinnt er sein Endspiel? Hören Sie hier die erste Folge – alle weiteren sechs Folgen wöchentlich mit SZ Plus oder einem kostenlosen SZ-Plus-Probeabo unter sz.de/soeder-podcast oder in der SZ Nachrichtenapp. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Sep 13, 2023 · 31 min

    Wasserknappheit: Deutschland trocknet aus

    Wasser ist Allgemeingut. Es gehört uns allen. Bislang gilt Deutschland noch als wasserreiches Land. Doch der Klimawandel und die sorglose Entnahme von Grundwasser verändern auch hierzulande die Situation auf absehbare Zeit. "Schon jetzt gibt es immer mehr Regionen in Deutschland, die massiv mit Wassermangel kämpfen", sagt Uwe Ritzer aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Seit der Jahrtausendwende hat Deutschland Grundwasser im Volumen des Bodensees verloren. Und drei Viertel des verbrauchten Wassers geht "im weitesten Sinne auf das Konto der Wirtschaft". Ritzer kritisiert, dass die Bundesländer von den Firmen, die sich hemmungslos an der natürlichen Ressource bedienen, wenig oder gar nichts verlangen. So würden Getränkehersteller ein Allgemeingut in Flaschen abfüllen und sie verkaufen. "Und die Gewinne werden privatisiert." Leider sei auch die im März 2023 von der Bundesregierung beschlossene "nationale Wasserstrategie" nur ein "Wunschkatalog", sagt Ritzer. Tatsächlich müsse umgehend auf sehr vielen Ebenen gehandelt werden, um langfristig die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit sauberem und preisgünstigem Trinkwasser zu sichern. Die Artikel von Uwe Ritzer über die Trinkwasserversorgung finden Sie hier, übers Wassersparen hier über die Situation im Ahrtal zwei Jahre nach der Katastrophe hier. Ritzers Reportage über den Unternehmer Michael Schäff, der mit dem Umfüllen von Trinkwasser sehr reich geworden ist, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter-Account von Markus Söder und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Aug 30, 2023 · 28 min

    SS-Mitglieder auf Soldatenfriedhof: Gedenken an Krieg, Schweigen über Täter

    In Deutschland liegen die Überreste von mehr als 1,8 Millionen deutschen und ausländischen Toten beider Weltkriege. Auf einem Soldatenfriedhof in Hofkirchen nahe Passau sind neben Tausenden Wehrmachtssoldaten auch fast 400 SS-Männer begraben, denen, ohne Unterscheidung zwischen Opfern und Tätern, jedes Jahr am Volkstrauertag gedacht wird. Dabei wurde die SS im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess zur verbrecherischen Organisation erklärt. Sie war eine Terrorgruppe, die für die Untaten in den KZ, für zahlreiche Gewaltverbrechen in den Vernichtungskriegen und für die mörderische Umsetzung der "Endlösung der Judenfrage" zuständig war. Sie war "ein Staat im Staate", wie Eugen Kogon in seinem Standardwerk "Der SS-Staat" über das System der deutschen Konzentrationslager geschrieben hat. Ein System, in dem die “Furchtbarkeit des Bösen” zutage getreten ist. Unter den Toten des Friedhofs in Hofkirchen ist auch SS-Sturmscharführer Karl Jochum, Mitglied der Totenkopf-SS, der in den KZ Dachau und Flossenbürg Karriere gemacht hat. Zum Ende des Krieges begleitete er als Wachmann einen mörderischen Todesmarsch von KZ-Häftlingen. SZ-Redakteur Patrick Wehner aus der Bayern-Redaktion hat mit Erwin Farkas, einem Überlebenden dieses infernalischen Marsches, gesprochen. Farkas war erschüttert, als er davon erfuhr, dass beim Gedenken in Hofkirchen nicht zwischen Opfern und Tätern unterschieden wird. Wehner sagt: "Mir war es wichtig, dass niemand mehr sagen kann, man hätte nicht so genau gewusst, wer da bestattet ist." Nach der Veröffentlichung von Wehners Recherche hat das zuständige Landratsamt Passau zugesagt, dass in Hofkirchen künftig ein Lernort mit entsprechenden Schautafeln errichtet werden soll. Den Text zur Wehners Recherche über den "Friedhof der Täter" finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Nadja Tausche Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Aug 16, 2023 · 27 min

    Sportwetten: Der mutmaßliche Millionenbetrug bei Tipster

    Im April wurden Geschäftsräume des Sportwettenanbieters Tipster in Köln, auf Malta und in Kroatien durchsucht. Es ist die wohl größte Razzia in dieser Branche, die es in Deutschland je gegeben hat. Die Vorwürfe gegen Tipster sind unerlaubtes Glücksspiel, schwere Steuerhinterziehung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bei Tipster soll es jahrelang ein illegales System gegeben haben, mit dem mehr als 35 Millionen Euro Steuergelder hinterzogen wurden, sagen Nils Wischmeyer und Johannes Bauer aus der SZ-Wirtschaftsredaktion, die mit Jörg Schmitt aus dem SZ-Investigativteam über die Glücksspielbranche recherchieren. Den Kunden sei dabei völlig unklar gewesen, dass ihre Wetteinsätze den Ermittlern zufolge unterschiedliche Wege genommen haben. Je nachdem, an welchem Automaten Kunden ihre Wette platziert haben, sei ein Teil davon über einen ersten Server ganz normal verbucht worden. Lief die Wette aber über einen zweiten Server, lief der Einsatz, laut den Fahndern, am Fiskus vorbei und spülte den Hintermännern von Tipster zusätzliche Millionen in die Kassen. Die Recherchen von Johannes Bauer, Nils Wischmeyer und Jörg Schmitt zum Thema finden Sie hier. Die sechsteilige Podcast-Serie “Verzockt” zu Sportwetten finden Sie hier. Ein aktuelles Interview mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung über die Abhängigkeit von Glücksspielen, die massiv auch durch Sportwetten gestiegen ist, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Aug 2, 2023 · 44 min

    Russische Agenten in Deutschland: im Visier der Geheimdienste

    In kaum einem Land waren russische Geheimdienste so aktiv wie in Deutschland. Es gab Anschläge auf Überläufer und Dissidenten, einen Hackerangriff auf den Bundestag und immer wieder aus Moskau gestreute Fake News, Lügen und Manipulationen. Entscheidend ist dabei die Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen politische Karriere beim KGB startete - wie viele aus seinem Regierungskreis. Spionage gegen Deutschland sei in Russland Chefsache, sagt der intime Kenner der Geheimdienste, Georg Mascolo. Und dafür sucht sich Moskau Verbündete, neuerdings vor allem im rechten politischen Spektrum. Zudem gebe es nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes sogenannte "Wunderkinder", Agenten, für die über Jahre falsche Identitäten aufgebaut werden und die unerkannt unter uns leben. "Der KGB schreckt vor nichts zurück", sagt Mascolo. Er hält die Umbenennung des Geheimdienstes in FSB und SWR nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nur für einen Etikettenschwindel, schließlich seien "die Methoden gleich geblieben". Den Widerstand der Ukraine nach dem Angriff der russischen Streitkräfte hat allerdings auch der KGB unterschätzt. Aber er fürchte, dass Putin kein besonderes Interesse mehr daran haben könnte, "solche unangenehmen Wahrheiten zu hören und sie sich vorlegen zu lassen". Auch wenn Deutschland nun energischer gegen die Aktivitäten des russischen Geheimdienstes vorgeht und in den vergangenen eineinhalb Jahren 77 Agenten ausgewiesen wurden: Die Jahre davor waren eine Geschichte des Versagens der deutschen Nachrichtendienste und der politisch Verantwortlichen. Die Texte über die Aktivitäten des KGB in Deutschland finden sie hier, über Putins Informationskrieg hier und über die Recherchen zu einer russischen Trollfabrik hier. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER