Artwork for Das Thema
News

Das Thema

Süddeutsche Zeitung

Welches Thema bewegt diese Woche besonders? Welchen Schwerpunkt behandelt die Süddeutsche Zeitung ausführlich? Lars Langenau und Timo Nicolas diskutieren mit den Autorinnen und Autoren der SZ das Thema der Woche und die Hintergründe der Recherchen. Das Beste aus den Geschichten der SZ – zum Hören.

  • 321 episodes
  • Updated Wednesday

Episodes321

  • Nov 30, 2022 · 39 min

    Tödlicher Einsatz: Was sich bei der Polizei ändern müsste

    Im August wurde der 16-jährige Mouhamed Dramé bei einem Polizeieinsatz getötet. Eine Gefahr für andere war er allerdings zunächst nicht: Er saß nur da und hielt sich sich ein Messer gegen seinen Bauch. Der junge Geflüchtete befand sich offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Der Einsatzleiter der Polizei gab den Befehl, Pfefferspray gegen ihn einzusetzen, dadurch eskalierte die Situation. Der Tod von Mouhamed Dramé ist leider kein Einzelfall: Zu oft sterben psychisch kranke Menschen bei Polizeieinsätzen. Das ergibt eine SZ-Recherche, an der unter anderem Lena Kampf und Nadja Tausche aus dem Investigativteam beteiligt waren. Im Podcast erzählen sie von ihrer Recherche und erklären, was sich ändern müsste. Die ganze Investigativrecherche können Sie unter diesem Link lesen: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/polizei-psychose-tod-dortmund-amsterdam-e311083/ Redaktion, Produktion: Carolin Lenk Redaktion, Moderation: Laura Terberl Mitarbeit: Anna Fischhaber, Justin Patchett, Svenja Schlicht, Ralf Wiegand Wir schenken ihnen Lesezeit: Wenn Sie jetzt ein Jahresabo für 2023 abschließen, lesen Sie bis Ende des Jahres umsonst. Und mit einem SZ-Abo können Sie nicht nur alle Artikel auf SZ.de lesen, sondern auch unsere Podcast-Serien hören, wie zum Beispiel die Mafiaprinzessin oder die Kunst zu stehlen. Sie finden das Angebot unter: sz.de/lesezeit-podcast

  • Nov 16, 2022 · 29 min

    Warum viele Jugendpsychiatrien so überlastet sind

    Viele Kinder- und Jugendpsychiatrien in Deutschland sind am Limit. Seit der Corona-Pandemie sind die Wartelisten noch länger, die Notfälle häufen sich. Wie die Kliniken versuchen, gegenzusteuern - und welche Probleme es dabei gibt. Bei immer mehr Jugendlichen werden Depressionen, Angststörungen oder Essstörungen diagnostiziert. Experten vermuten, dass die Auswirkungen der Pandemie der Grund dafür sind. Viele Schülerinnen und Schüler haben durch die Schulschließungen auch sozial den Anschluss verpasst. Dazu kam der Kontrollverlust: Experten gehen davon aus, dass vor allem Mädchen versucht haben, durch Essen die Kontrolle wiederzubekommen und deshalb eine Essstörung entwickelt haben. Mit einer gewissen Zeitverzögerung zeigen sich diese Probleme jetzt auch in den Kinder- und Jugendpsychiatrien. Ärztinnen und Ärzte erzählen, dass neuerdings auffallend viele schwere Fälle dabei sind. Michaela Schwinn aus dem Politikressort hat vor Ort mit Patientinnen, Eltern und Ärzten gesprochen. Im Podcast erzählt sie vom Alltag in so einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und wie man dort versucht, den Kindern zu helfen. Redaktion, Produktion: Carolin Lenk Redaktion, Moderation: Laura Terberl Wenn Sie sich von Suizidgedanken betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (https://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten. Wir schenken ihnen Lesezeit: Wenn Sie jetzt ein Jahresabo für 2023 abschließen, lesen Sie bis Ende des Jahres umsonst. Und mit einem SZ-Abo können Sie nicht nur alle Artikel auf SZ.de lesen, sondern auch unsere Podcast-Serien hören, wie zum Beispiel die Mafiaprinzessin oder die Kunst zu stehlen. Sie finden das Angebot unter: sz.de/lesezeit-podcast

  • Nov 4, 2022 · 34 min

    Immobilienmarkt: Der Boom ist vorbei

    In den vergangenen Jahren sind die Preise für Häuser und Wohnungen vor allem in den Ballungsräumen immer weiter gestiegen. Jetzt scheint sich der Markt zu drehen - unter anderem wegen teurer Kredite und den höheren Baukosten. Auf dem erfolgsverwöhnten Immobilienmarkt herrscht also eine latente Krisenstimmung. Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass die Preise stark nachgeben werden, erklärt Stephan Radomsky aus dem SZ-Wirtschaftsressort in dieser Folge. Zwar gibt es am Markt gerade eine enorme Unsicherheit, für einen wirklichen Crash müssten aber in kurzer Zeit sehr viele Immobilienkredite platzen - und dafür ist die Immobilienfinanzierung in Deutschland zu solide aufgestellt. Die Unsicherheit hat aber andere Folgen: Es wird weniger gebaut, Investitionen stocken. Warum das langfristig auch für Mieterinnen und Mieter zum Problem werden könnte. Alle Texte von Stephan Radomsky können Sie hier lesen. Wir schenken ihnen Lesezeit: Wenn Sie jetzt ein Jahresabo für 2023 abschließen, lesen Sie bis Ende des Jahres umsonst. Und mit einem SZ-Abo können Sie nicht nur alle Artikel auf SZ.de lesen, sondern auch unsere Podcast-Serien hören, wie zum Beispiel die Mafiaprinzessin oder die Kunst zu stehlen. Sie finden das Angebot unter: sz.de/lesezeit-podcast

  • Oct 19, 2022 · 34 min

    US-Wahlen: Donald Trump, das Gespenst

    In weniger als drei Wochen stehen in den USA die Midterms an. In beiden Kammern, die zusammen den Kongress bilden, ist es sehr knapp. Jeder Sitz zählt und beide Parteien versuchen, ihre Anhänger zu mobilisieren. Bei den Republikanern ist eigentlich der Senator Mitch McConnell dafür verantwortlich, den Wahlkampf zu koordinieren. Allerdings hat ihm bei der Kandidatenauswahl diesmal jemand reingeredet, den man eigentlich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte: Ex-Präsident Donald Trump. Der hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Politiker zu unterstützen, die ihm wohlgesonnen sind - auch falls er 2024 wieder als Präsident kandidieren sollte. Können sich die Republikaner dagegen nicht wehren? Oder wollen sie es vielleicht gar nicht? Welche Alternativen gäbe es zu Trump? Das erklärt in dieser Folge Christian Zaschke. Er ist US-Korrespondent für die SZ in New York. Redaktion: Lea Gittermann, Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk

  • Oct 5, 2022 · 33 min

    Großbritannien: Der chaotische Start von Liz Truss

    Seit einem Monat ist Liz Truss die neue Premierministerin in Großbritannien. Und mit ihrem neuen Notfall-Haushaltsplan hat sie gleich mal eine kleine Wirtschaftskrise ausgelöst. Der Plan hat vorgesehen, den Spitzensteuersatz streichen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Folge: Die britische Währung stürzte ab, die britische Notenbank musste einschreiten. Nachdem Liz Truss und ihr Finanzminister Kwasi Kwarteng erst noch zu dem Plan gestanden und die Maßnahmen verteidigt haben, ruderte die Premierministerin dann doch zurück. Die Umfragewerte der Partei sind trotzdem im Keller. Über die bisher recht chaotische neue britische Regierung erzählt in dieser Folge von das Thema Michael Neudecker. Er war gerade in Birmingham auf dem Parteitag der Conservative Party und erklärt, wie gut die Chancen stehen, dass Liz Truss das Land halbwegs durch die anstehende Energie- und Wirtschaftskrise bring. Zum Weiterlesen: Der U-Turn der britischen Regierung Der Parteitag der Labour Party Wie die britische Regierung Chaos am Finanzmarkt auslöste Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial: BBC, Channel 4 News, The Sun, Sky News, ABC News, Don't Pay UK

  • Sep 26, 2022 · 31 min

    Nachts im Museum #1

    Start einer neuen Podcast-Serie auf SZ Plus Das Grüne Gewölbe in Dresden ist eines der am besten gesicherten Museen in Deutschland. Aber was heißt das schon? Am 25. November 2019 brechen mehrere Männer in die Schatzkammer von August dem Starken ein. Mit einer Axt brechen sie eine Vitrine auf und entwenden Schmuck im Wert von 113 Millionen Euro. Juwelen, die zu den wichtigsten der Sammlung gehörten - und Teil der "kulturellen Identität aller Sachsen" seien, wie es schnell heißt. Wer steckt dahinter? Wer klaut überhaupt Kunst in Deutschland? Und was wurde wohl aus den gestohlenen Diamanten? Darum geht es in "Die Kunst zu stehlen". Und auch um andere spektakuläre Kunstdiebstähle. Um die Faszination, die diese Verbrechen auf uns ausüben, um die Höhen des überhitzten Kunstmarkts und die Tiefen der organisierten Kriminalität. Hören Sie die erste Folge kostenlos - alle weiteren wöchentlich mit SZ Plus unter www.sz.de/kunstzustehlen Alle SZ-Plus-Podcasts finden Sie unter www.sz.de/plus-podcast

  • Sep 21, 2022 · 37 min

    Robert Habeck: Überflieger in Turbulenzen

    Anfang des Jahres konnte sich Robert Habeck vor Lob kaum retten. Er konnte sich als Krisenmanager profilieren. Indem er manche Grenzen der eigenen Partei ausreizte, Kompromisse schloss und seine Politik merklich anders kommunizierte als andere Politikerinnen und Politiker, bekam er großen Zuspruch – auch über Parteigrenzen hinweg. Doch jetzt steht er auch immer öfter in der Kritik. In Umfragen ist er seit kurzem nicht mehr der beliebteste Politiker Deutschlands. Wie ist das also passiert und welche Kritik ist gerechtfertigt? SZ-Redakteurin Constanze von Bullion berichtet schon mehrere Jahre über die Grünen und Robert Habeck. In der aktuellen Folge erklärt sie, wie Habeck kommuniziert warum das gut ankommt, aber auch riskant ist, und welche konkreten Erfolge er zuletzt vorweisen konnte. Außerdem geht es um die Rolle der Grünen Parteizentrale und die neue Parteispitze im Schatten von Außenministerin Baerbock und Bundeswirtschaftsminister Habeck. Zum Weiterlesen: Constanze von Bullion über die Stimmung an der Grünen Basis Wie die Grünen künftig über die Kanzlerkandidatur entscheiden und was das bedeutet Entwicklungen bei der Gasumlage und Uniper Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk

  • Sep 7, 2022 · 49 min

    Olympia-Attentat 1972: Versäumnisse, Fehler und Vergebung (Teil 2)

    Schon kurz nach dem Olympia-Attentat 1972 stehen neue Wettbewerbe im Olympiastadion an. "The Games must go on", lautet die Maxime von IOC-Chef Avery Brundage. Und so gehen die Spiele weiter, ohne, dass dabei groß den Opfern des Anschlags gedacht wird - weder von Seiten der Politik noch des IOC. Im Gegenteil: Jahrzehntelang werden die Angehörigen der Opfer vertröstet und ignoriert. In der Aufarbeitung des Attentats passieren zahlreiche Versäumnisse. Eigene Fehler sowie die Beteiligung Deutscher Neo-Nazis am Anschlag werden ignoriert. Die Angehörigen müssen jahrelang um Anerkennung kämpfen. Das ist Teil 2 einer Doppelfolge von "Das Thema". Teil 1 finden sie hier im Feed. Zum Weiterlesen: Akten offenbaren Chaos und Versagen Gespräch mit Shaul Ladany und Gad Tsabari, die vor den Terroristen fliehen konnten Historischer Liveblog zu den Olympischen Spielen 1972 Die Fernsehtauglichkeit der Sommerspiele 1972 Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Justin Patchett, Vinzent-Vitus Leitgeb, Carolin Lenk Produktion: Carolin Lenk

  • Aug 31, 2022 · 58 min

    Olympia-Attentat 1972: Als die heiteren Spiele zur Katastrophe wurden (Teil 1)

    Vor 50 Jahren finden in München Olympische Sommerspiele statt. Die heiteren Spiele sollen es werden, ganz anders als Hitlers Spiele 1936. Und am Anfang sind sie das auch. Aber dann verändert eine Geiselnahme durch palästinensische Terroristen alles - 11 Israelische Sportler und ein Deutscher Polizist sterben. Der Polizeieinsatz wirft bis heute Fragen auf. Und die Tat wird die Olympischen Spiele für immer verändern. Wie, darüber sprechen in diesem ersten Teil einer Doppelfolge von „Das Thema“ die SZ-Redakteure Roman Deininger und Joachim Mölter sowie Ankie Spitzer, die 1972 mit einem der Opfer verheiratet war. Das ist Teil 1 einer Doppelfolge von "Das Thema". Teil 2 erscheint hier im Feed am 07. September 2022. Zum Weiterlesen: Wie bisher unbekannte Dokumente Fragen aufwerfen Wie Willi Daume und Hans-Jochen Vogel die Spiele nach München gebracht haben Wie drei Männer die Version der heiteren Spiele umsetzten Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Justin Patchett, Vinzent-Vitus Leitgeb, Carolin Lenk Produktion: Carolin Lenk

  • Aug 17, 2022 · 46 min

    The Great Firewall: Wie China das Internet verändert

    Ein Podcast über die Zensur und Propaganda im chinesischen Internet - was längst auch uns betrifft. In der ersten Folge: Als sich Anfang 2020 das Coronavirus erst in der Stadt Wuhan, dann in ganz China ausbreitet, tut die chinesische Regierung das, was sie am besten kann: Sie verhaftet Whistleblower, verbreitet Propaganda und zensiert das Internet. Die Pandemie zeigt, wie perfekt dieses System inzwischen funktioniert. Auch als es dann 2022 in Shanghai wieder passiert. "Ich habe verstanden" ist die erste Folge der achtteiligen Podcastserie "The Great Firewall: Wie China das Internet verändert". In jeder Folge geht es um einen Begriff, der im chinesischen Internet zensiert ist. Eine Produktion der Süddeutschen Zeitung - überall, wo es Podcasts gibt und unter sz.de/greatfirewall.

  • Aug 3, 2022 · 35 min

    Libanon: Wie das Trauma der Explosion bleibt

    Vor zwei Jahren explodieren im Hafen von Beirut 2750 Tonnen Ammoniumnitrat. 200 Menschen sterben, Tausende werden verletzt und rund 300.000 verlieren innerhalb von Sekunden ihr Zuhause. Die Explosion zerstört große Teile der Stadt und trifft den Libanon in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise. Seitdem hat sich die Situation im Land verschärft. Die Regierung trat kurz nach der Explosion zurück. Die Aufklärung über die Hintergründe der Explosion läuft allerdings schleppend. Die Arbeit der Ermittlungsrichter wird erschwert. SZ-Journalistin Sina-Maria Schweikle war damals für mehrere Jahre im Libanon und hat während der Explosion in Beirut gewohnt. Nur hundert Meter entfernt vom Hafen in einem beliebten Ausgehviertel. In der aktuellen Folge erzählt sie, wie sie die Explosion und die Tage danach erlebt hat. Sie hat noch viele Kontakte in den Libanon und verfolgt die Lage im Land. Im Mai haben die Libanesen ihr Parlament gewählt und warten seitdem auf eine Regierung. Doch das kann dauern. Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Joschka Moravek Produktion: Carolin Lenk

  • Jul 20, 2022 · 40 min

    Nach der Flut: Wie es im Ahrtal weitergeht

    Im Juli 2021 erlebt das Ahrtal eine der schlimmsten Naturkatastrophen der deutschen Geschichte. Der Pegel der Ahr steigt auf Rekordhöhe, der Fluss tritt über die Ufer und zerstört Häuser, Brücken - die komplette Infrastruktur. Gianna Niewel ist als SZ-Korrespondentin unter anderem für Rheinland-Pfalz zuständig und war 2021 nur wenige Tage nach der Flutkatastrophe zum ersten Mal im Ahrtal. Seitdem hat sie die Region immer wieder besucht - um herauszufinden, wie so eine Katastrophe einen Ort verändert. Gelingt der unbürokratische Wiederaufbau, der ja von vielen Politikerinnen und Politikern versprochen wurde? Und können wir ausschließen, dass so eine Katastrophe wieder passiert? Und weiß man heute mehr, wer die politische Verantwortung für die Katastrophe trägt? Darüber spricht Gianna Niewel in dieser Folge. Zum Weiterlesen: Wie viel Fluthilfe mittlerweile angekommen ist Wie Traumatherapie den Menschen im Ahrtal hilft Nach der Flut Redaktion, Moderation: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über dpa und Phoenix

  • Jul 6, 2022 · 33 min

    Wie wollen wir wohnen?

    Diese Episode ist ursprünglich am 27. Oktober 2021 erschienen. Aufgrund eines Krankheitsfalls im Team gibt es diese Woche keine neue „Das Thema“-Folge. Die nächste neue Folge von „Das Thema“ wird am 20. Juli veröffentlicht. Während der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig ein Zuhause ist, das den eigenen Bedürfnissen entspricht. Arbeit, Schule, Familie - plötzlich fand alles in den eigenen vier Wänden statt. Während des ersten Lockdowns hat das in vielen Haushalten zu Streits geführt. Und diejenigen, die alleine lebten, fühlten sich damals oft einsam. Wie diese Probleme mit dem Wohnungsbau in Deutschland zusammenhängen, das weiß Laura Weißmüller. Sie schreibt für das Feuilleton der SZ über Architektur - und sie sagt: Die meisten Neubauten sind Betonklötze, die nicht mehr zeitgemäß sind, weil sie unseren Bedürfnissen kaum noch entsprechen. Weil sie zum Beispiel nicht darauf ausgelegt sind, dass man zuhause auch arbeitet. Dabei gibt es zahlreiche Ideen, wie sich das ändern ließe. Es gibt zum Beispiel Entwürfe für Wohnungen, in denen man mal eben eine Wand einziehen kann oder in denen es möglich ist, sich ein zusätzliches Zimmer dazuzubuchen. In dieser Folge von “Das Thema” spricht Laura Weißmüller darüber, warum es solche verrückten Ideen braucht, wieso sie noch viel zu selten umgesetzt werden und ob wir in Zukunft vielleicht alle in solchen Wohnungen wohnen. Lesen Sie hier das Interview von Laura Weißmüller mit dem Architekten Andreas Hofer. Lesen Sie hier alle Texte zum Schwerpunkt. Produktion: Carolin Lenk Redaktion: David Wünschel Moderation: Laura Terberl

  • Jun 22, 2022 · 31 min

    Große Kriminalfälle: Der Stromstoß-Prozess

    Die jungen Frauen wurden via Kleinanzeige auf die Studie aufmerksam, es ginge um Schmerzempfindlichkeit bei Stromschlägen. Sie müssten nur ein paar Versuche an sich selber vornehmen und bekämen dafür Geld. Ein Mediziner überwache das ganze per Videoanruf. Fast 80 Frauen aus ganz Deutschland haben mitgemacht und sich 230 Volt durch den Körper gejagt - lebensgefährlich. Nur: Der Mann am anderen Ende des Videoanrufs ist kein Mediziner. Er ist ein 30 Jahre alter IT-Mitarbeiter, der die Frauen dabei filmt, wie sie sich selber Schaden zufügen. Annette Ramelsberger ist seit zehn Jahren Gerichtsreporterin bei der Süddeutschen Zeitung. Sie hat schon über viele Fälle für die SZ berichtet. Doch dieser ist ihr besonders in Erinnerung geblieben. Warum, erzählt sie in dieser Folge von "Das Thema". Am 26. Juni startet die neue SZ-Serie "Unvergessen - Deutschlands große Kriminalfälle" - unter diesem Link finden Sie alle Texte. Annette Ramelsberger hat auch über den NSU-Prozess berichtet. Hier finden Sie die dazugehörige Podcast-Serie. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk

  • Jun 8, 2022 · 27 min

    Das Comeback der Rüstungsindustrie

    100 Milliarden Euro Sondervermögen hat Bundeskanzler Olaf Scholz im Februar nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine angekündigt. Wie das Geld genau eingesetzt werden wird, steht noch nicht fest, aber: An Angeboten mangelt es nicht. Nicht mal 24 Stunden nach der Ankündigung von Scholz hat zum Beispiel das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall eine Angebotsliste in Höhe von 42 Milliarden Euro für Munition, Hubschrauber und Panzer auf den Tisch gelegt. Für die deutsche Rüstungsindustrie hat mit dem Krieg eine Zeitenwende begonnen. Plötzlich stehen die Firmen, die so lange im Hintergrund gearbeitet haben, im Fokus. Wie hat der Krieg diese Branche verändert? Und wie wird er sie noch verändern? Das erklärt SZ-Wirtschaftsreporter Thomas Fromm in dieser Folge. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Benjamin Markthaler Produktion: Carolin Lenk

  • May 25, 2022 · 31 min

    Nordkorea: Coronakrise und Raketentests

    Nordkorea hatte sich lange massivst abgeschottet, um eine Ausbreitung des Coronavirus im Land zu verhindern. Doch jetzt im Mai hat die Regierung bekanntgeben müssen, dass es derzeit Millionen Infizierte gibt. Experten befürchten eine humanitäre Krise: Die Gesundheitsversorgung im Land ist schlecht, darüber hinaus sind viele Bewohner des Landes mangelernährt - auch weil durch die Abschottung lange keine Hilfsgüter mehr ins Land kamen. Gleichzeitig versucht Kim Jong-un militärische Stärke zu demonstrieren: Jahrelang hatte man auf Raketentests verzichtet, seit Beginn des Jahres werden diese wieder regelmäßig durchgeführt. Thomas Hahn ist SZ-Korrespondent für Japan und Südkorea. Im Podcast erklärt er, wieso der Konflikt gerade wieder zu eskalieren scheint und wie gefährlich Nordkorea momentan ist. Redaktion: Carolin Lenk, Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk

  • May 11, 2022 · 37 min

    Demenz: Das große Vergessen

    Franzi und Wilhelm Kraus sind seit 30 Jahren verheiratet. Früher haben sie zwei Mal pro Woche etwas unternommen, sind zum Beispiel ins Theater, Kabarett oder eine Ausstellung gegangen. Jetzt fallen Wilhelm Kraus schon alltägliche Handlungen schwer und er kennt offenbar nicht einmal mehr den Namen seiner Frau. Denn Wilhelm Kraus hat Demenz. Genau wie 1,5 Millionen andere Menschen in Deutschland gerade. Schon jetzt fehlt es an Pflegemöglichkeiten und an Wissen, wie man mit der Krankheit umgeht. Was bedeutet das für Angehörige und wie sehen Pflegemöglichkeiten aus? Dazu haben die SZ-Redakteurinnen Nina Bovensiepen und Ramona Dinauer in den vergangenen Monaten recherchiert. In dieser Folge von „Das Thema“ geht es um die Ergebnisse ihrer Arbeit. Und auch Franzi Kraus erzählt von ihrem Alltag mit ihrem Mann Wilhelm. Die ganze Recherche zu dieser Episode können Sie hier nachlesen. Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Benjamin Markthaler Produktion: Carolin Lenk

  • Apr 27, 2022 · 30 min

    Leiharbeit: Wie Firmen Verantwortung abgeben

    Leiharbeit ist ein guter Deal für viele Unternehmen in Deutschland: Seit 50 Jahren können sie sich Personal von einer Vermittlungsagentur ausleihen und diese Menschen an den verschiedensten Stellen einsetzen. Am Fließband, auf dem Bau, in der Reinigungsbranche, als Paketzusteller und in vielen anderen Bereichen. Die Anzahl der Leiharbeitenden hat sich seit den Neunzigerjahren fast verzehnfacht. Der große Vorteil für die Firmen: Man kann die Angestellten schnell und unkompliziert kündigen, wenn man sie nicht mehr braucht. Denn angestellt sind diese Menschen ja bei der Leiharbeitsfirma und nicht bei dem Unternehmen, für das sie letztendlich jeden Tag arbeiten. SZ-Autorin Sophie Kobel hat recherchiert, wie es Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern in Deutschland geht. Sie erzählt, mit welchen Problemen Leiharbeitende zu kämpfen haben und welche Gesetzesinitiativen es gibt, die die Situation verbessern sollen. Außerdem in dieser Folge zu hören ist Andreea Garlonta. Sie leitet ein Beratungszentrum in München und erzählt, warum es oft so schwierig ist, gegen schlechte Arbeitsbedingungen vorzugehen. Zum Weiterlesen: Wie Zeitarbeitsfirmen versuchen, den schlechten Ruf ihrer Branche loszuwerden. Der Deutschland-Chef der Zeitarbeitsfirma Adecco über den schlechten Ruf der Branche Polizei durchsucht Zeitarbeitsfirmen Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion:Sophie Kobel Produktion: Carolin Lenk

  • Apr 20, 2022 · 26 min

    71 Schüsse: Mein Leben nach dem Amoklauf von Erfurt

    Am 26. April 2002 erschießt ein ehemaliger Schüler am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt 16 Menschen. Es ist einer der schlimmsten Amokläufe der deutschen Geschichte. Marcel Laskus ist damals 12 und sitzt im Matheunterricht, als die ersten Schüsse fallen. Heute ist er Reporter der Süddeutschen Zeitung. Zum 20. Jahrestag des Verbrechens will er verstehen, was damals wirklich passiert ist. Er stößt auf ungelöste Rätsel und offene Wunden. Und versteht, wie der Tag seine Heimatstadt und das ganze Land verändert hat – und auch ihn selbst. Darum geht es in der neuen Podcast-Serie des SZ-Magazins. Hören Sie jetzt die erste Folge und alle weiteren mit SZ Plus auf sz-magazin.de/71schuesse. **Alle SZ-Plus-Podcastserien finden Sie unter www.sz.de/plus-podcast**

  • Apr 13, 2022 · 34 min

    Wie mit Masken Millionen verdient wurden

    Provisionen in Millionenhöhe, Gewinnmargen im zweistelligen Bereich: Als der Staat im Frühjahr 2020 panisch versucht hat, möglichst viel Schutzkleidung zu organisieren, konnten einige Personen viel Geld verdienen. Darunter auch namhafte CSU-Politiker und ihre Vertrauten. SZ-Redakteur Klaus Ott hat während der Pandemie immer wieder zu den sogenannten Maskendeals recherchiert: Welche Fehler gemacht wurden, wie intransparent die Prozesse waren und wie schwierig es jetzt für die Ermittlungsbehörden ist, Fehlverhalten nachzuweisen und vor allem auch zu ahnden. Ein Überblick über Bayerns Maskenskandale - und die müden Maßnahmen gegen den politischen Filz. Zum Weiterlesen: Zur Maskenaffäre Zum Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag Über die Schnelltest-Zulassungsverfahren Redaktion, Moderation: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk