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Auswandern Thailand Podcast

FS Consulting Co., Ltd.

In unserem Podcast "Auswandern Thailand Podcast" geht es um das Auswandern nach sowie Leben und Arbeiten in Thailand. Wir sprechen ausführlich über Bürokratie, Visa, Aufenthaltsrecht, Krankenversicherung, Unternehmensgründung und geben wertvolle Tipps für einen erfolgreichen Neustart. Deutsche Auswanderer, Unternehmerinnen und Unternehmer berichten in spannenden Interviews von ihren persönlichen Erfahrungen, Erfolgen und Herausforderungen. Wir zeigen, wie Sie sich in Thailand Schritt für Schritt eine langfristige Existenz aufbauen können, ehrlich, informativ und praxisnah. Bekannte Persönlichkeiten aus Pattaya und Thailand sind regelmäßig als Gäste dabei und geben exklusive Einblicke in ihr Leben. Unser Ziel ist es, Ihnen fundierte Orientierung und konkrete Hilfe auf Ihrem Weg nach Thailand zu bieten, ganz gleich ob Sie noch in der Planungsphase sind oder bereits vor Ort leben. Jetzt auch wöchentlich mit einem neuen Video bei Youtube.

  • 21 episodes
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Episodes21

  • Yesterday · 31 min

    #83 – Freundin Unterstützen

    Muss ein Ausländer seine thailändische Freundin oder Ehefrau finanziell unterstützen, und wenn ja, in welcher Höhe? In Folge 83 des Auswandern Thailand Podcast greifen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer eine Frage auf, die seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert wird. Anlass sind zahlreiche Zuschriften von Hörern, die im Alltag spürbar verunsichert sind. Die eine Seite hält jede Zahlung für selbstverständlich, die andere spricht davon, für eine Frau zu bezahlen. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="nBYnKNVPEW4" caption="Zwischen 0 und 100.000 Baht: was Männer in Thailand wirklich zahlen"] Wie es in Deutschland und Österreich läuft Ein Blick auf die Ausgangslage in den Herkunftsländern macht den Unterschied deutlich. Dort arbeiten in einer Partnerschaft in aller Regel beide Seiten, weil ein einzelnes Gehalt den gewünschten Lebensstandard längst nicht mehr hergibt. Beide Partner verdienen eigenes Geld, beide steuern zum Haushaltsbudget bei, und die gemeinsamen Kosten werden anschließend aufgeteilt. Eine Unterstützung der Eltern ist dabei nicht vorgesehen, weil die ältere Generation über das Sozialsystem versorgt ist oder eigenes Vermögen aufgebaut hat. Das thailändische Sozialsystem verschiebt die Verantwortung In Thailand liegt genau diese Aufgabe bei den Kindern. Wer überhaupt in der Sozialversicherung war, erhält eine Rente, die zum Überleben nicht ausreicht, und ab einem gewissen Alter ist körperliche Arbeit schlicht nicht mehr möglich. Der häufigste Fall in der Praxis sind Eltern aus dem Isan, die als Reisbauern arbeiten, was sich mit siebzig oder achtzig Jahren nicht mehr durchhalten lässt. Wer in Thailand also ein gutes Gehalt von 35.000 bis 40.000 Baht verdient, gibt davon traditionell einen Teil an die Familie ab. Brautgeld und die Frage der Gesichtswahrung Auch bei der Hochzeit laufen die Erwartungen in beiden Kulturen genau entgegengesetzt. In Europa geben die älteren Generationen dem jungen Paar etwas mit, damit dieses sich eine Zukunft aufbauen kann. In Thailand ist traditionell ein Brautgeld an die Eltern üblich, das anschließend jedoch sehr häufig wieder zurückgegeben wird. Wolfgang Payer schildert einen Fall, in dem die wohlhabende Familie selbst eine Million Baht bereitstellte, die er bei der Zeremonie vor allen Gästen an die Brautmutter übergab und die das Paar danach als Hochzeitsgeschenk zurückerhielt. Der entscheidende Unterschied zwischen finanzieren und unterstützen Unterstützen bedeutet, dass eine Familie den ganzen Tag ihre Farm bewirtschaftet, zur Saison Reis anbaut und das Einkommen dennoch nicht ausreicht. Finanzieren bedeutet, dass niemand mehr arbeitet und schlicht darauf gewartet wird, dass das Geld aus dem Ausland eintrifft. Um diesen Unterschied überhaupt beurteilen zu können, empfehlen beide, die Familie persönlich kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen. Warum es keine feste Summe geben kann Eine allgemeingültige Zahl existiert nicht, und der Versuch, eine solche festzulegen, führt regelmäßig in die Irre. Die Summe lässt sich weder pauschal am Alter noch an der Kinderzahl noch an der Ausbildung festmachen, denn eine Staffelung nach Schulabschluss wäre weder fair noch praktikabel. Entscheidend ist die konkrete Lebenssituation, also ob überhaupt Familie vorhanden ist, ob Erwartungen bestehen und ob Geschwister ebenfalls zum Unterhalt beitragen. Genau deshalb steht am Anfang immer das offene Gespräch mit der Partnerin. Das Nachtmilieu verändert die Ausgangslage Besonders schwierig wird die Situation, wenn die Partnerin aus dem Nachtgewerbe stammt, was in Pattaya häufig vorkommt. Dort werden nicht selten 50.000 bis 70.000 Baht im Monat verdient, wovon oft bereits die Hälfte nach Hause geschickt wird. Ein Angebot von 100 oder 200 Euro monatlich wirkt vor diesem Hintergrund nicht wie Unterstützung, sondern wie ein Bruchteil des Tagesverdienstes. Hinzu kommt, dass nicht nur die Frau, sondern auch ihre Familie mit einem bestimmten monatlichen Betrag rechnet. Das eigene Budget wird am häufigsten übersehen Bei aller Diskussion über angemessene Beträge gerät der wichtigste Faktor regelmäßig aus dem Blick, nämlich die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit. Die Fragen lauten schlicht, ob man das überhaupt schafft und ob man es überhaupt will. Wer eine Partnerin aus Ersparnissen finanziert, weil die monatlichen Einnahmen nicht reichen, steht zwangsläufig irgendwann vor einem leeren Konto. Die klare Warnung aus dem Podcast lautet, sich unter keinen Umständen selbst in Schwierigkeiten zu bringen, denn ohne Geld ist die gemeinsame Zukunft ohnehin beendet. Warum das Gespräch früh geführt werden muss Je länger eine Beziehung dauert, desto stärker wird die emotionale Abhängigkeit und desto schwieriger wird der nüchterne Blick auf die Zahlen. Wer bei 70.000 Baht Rente monatlich 30.000 Baht abgeben soll, tut sich am Anfang deutlich leichter mit einer Absage als nach mehreren Jahren. Hinzu kommt, dass sich eine einmal etablierte Zahlung praktisch nicht mehr senken lässt, denn nach unten geht es erfahrungsgemäß sehr schwer. Die eigene Rente oder das Gehalt muss dabei niemand offenlegen, wohl aber die eigenen Möglichkeiten und Verpflichtungen. Die Summe ist nicht das gemeinsame Haushaltsbudget Ein verbreiteter Denkfehler besteht darin, die Unterstützung wie ein europäisches Haushaltsbudget zu behandeln. Wer 30.000 Baht gibt, hat diesen Betrag abgegeben, danach kommen Strom, Wasser, Essen im Restaurant und der gemeinsame Urlaub obendrauf. Auch wenn die Partnerin selbst arbeitet und 15.000 oder 30.000 Baht verdient, wird sie dieses Geld in aller Regel nicht in eine gemeinsame Kasse einzahlen. In Europa wird in Haushaltsbudgets gerechnet, in aber Thailand nicht. Zwei Beispiele aus der Praxis Im ersten Fall arbeitet die thailändische Freundin nicht, kümmert sich dafür vollständig um den Haushalt, und die Familie erhält 10.000 Baht im Monat. Diese Regelung läuft seit Jahren stabil und wird von beiden Seiten als fairer Ausgleich empfunden, zumal ein Job für 12.000 oder 13.000 Baht kaum einen Mehrwert gebracht hätte. Im zweiten Fall kündigte eine Frau ihre Bürostelle, weil ein Ausländer ihr 60.000 Baht monatlich zahlt. Beträge von 100.000 Baht kommen ebenfalls vor, allerdings ausschließlich bei Männern, für die diese Summe finanziell keine Rolle spielt. Schulden der Familie sind eine besondere Falle Ist die Familie verschuldet, entsteht schnell eine emotionale Verpflichtung, hier helfen zu müssen. Genau daraus wird jedoch häufig eine handfeste Gefahr für die eigene Existenz. Wer selbst zur Bank geht und einen Kredit aufnimmt, um die Familie der Partnerin schuldenfrei zu bekommen, verlagert das Problem lediglich auf die eigene Person. Auch die andere Seite hat berechtigte Interessen Fairerweise gehört zum Thema auch die Perspektive der Partnerin, die über zehn, zwanzig oder dreißig Jahre an der Seite bleibt. Was geschieht, wenn der Partner krank wird oder verstirbt, und ist sie in diesem Fall abgesichert? Wer erwartet, dass sich jemand kümmert und pflegt, kann diese Person am Ende nicht mit leeren Händen zurücklassen. Für viele Thailänder ist die Heirat dabei nicht nur eine rechtliche Absicherung, sondern auch ein sozialer Status gegenüber der eigenen Familie. Klarheit statt Schweigen Wer von vornherein sagt, dass er nicht heiraten, die Familie nicht unterstützen und kein Testament aufsetzen wird, darf im Umkehrschluss auch nichts erwarten. Diese Haltung ist legitim, sie muss nur klar kommuniziert werden, und für den Fall ohne Heirat gibt es anderweitige rechtliche Möglichkeiten der Absicherung. Umgekehrt gilt ebenso, dass die Partnerin keine Verbindlichkeiten hat und ihrerseits jederzeit gehen kann. Wie in Europa beruht am Ende alles auf Kommunikation und Ehrlichkeit. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • August 1 · 29 min

    #82 – Thailand: Insel oder Festland - wo lebt man besser?

    Auf einer Insel in Thailand zu leben gehört zu den häufigsten Träumen von Auswanderern überhaupt. In der neuen Folge des Auswandern Thailand Podcast stellen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer diesem Traum die Alltagsrealität gegenüber. Beide sind bekennende Inselfans und verbringen ihren Urlaub regelmäßig auf thailändischen Inseln. Dauerhaft dort zu leben ist nach ihrer Einschätzung jedoch etwas völlig anderes, als eine Woche mit dem Roller über die Insel zu fahren. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="ej-nMwrYMv0" caption="Thailand: Insel oder Festland - wo lebt man besser?"] Warum das Robinson-Crusoe-Gefühl so stark wirkt Der Gedanke, das Leben auf einer kleinen Insel noch einmal ganz von vorne zu beginnen, hat eine enorme emotionale Kraft. Unberührte Natur, kaum Tourismus, ein alter Motorroller und ein einfacher Tante-Emma-Laden erzeugen genau das Gefühl, dass hier die Zeit stehen geblieben ist. Verstärkt wird dieser Eindruck durch Bilder, die jeder Thailandreisende kennt, etwa das große Foto mit dem Holzsteg im Flughafen von Bangkok, das auf Koh Mak entstanden ist. Solche Motive lösen Emotionen aus, sie zeigen aber ausschließlich die Urlaubsperspektive. Im Urlaub gelten völlig andere Maßstäbe Als Tourist gilt die Regel, je abgelegener und einfacher, desto besser. Je weniger Hotels, je kleiner der Laden und je einheimischer die Insel wirkt, desto intensiver ist das Erlebnis. Wer dauerhaft bleibt, stellt allerdings sehr schnell ganz andere Ansprüche an seinen Wohnort. Genau an diesem Punkt beginnt die Auseinandersetzung mit Infrastruktur, medizinischer Versorgung und Behörden. Die drei Kategorien thailändischer Inseln Sinnvoll ist eine Einteilung in drei Gruppen. Große Inseln wie Phuket oder Koh Samui sind zwar formal Inseln, funktionieren im Alltag aber wie eigene Ökosysteme mit Flughafen, Einkaufszentren und vollständiger Versorgung. Mittelgroße Inseln wie Koh Chang bieten eine gute, aber begrenzte Infrastruktur. Kleine Inseln wie Koh Kut, Koh Mak oder Koh Surin scheiden für eine Auswanderung praktisch aus, teilweise ist dort nicht einmal eine Übernachtung möglich. Koh Chang als praktikabler Kompromiss Koh Chang gilt als eierlegende Wollmilchsau unter den thailändischen Inseln. Es gibt ein Krankenhaus, große Supermärkte wie Makro und Big C sowie ein eigenes Immigration Office, was für Ausländer ein erheblicher Vorteil ist. Die Fähre zum Festland benötigt lediglich rund fünfundvierzig Minuten, sodass die Verbindung zur Zivilisation jederzeit gegeben ist. Manche Bewohner bedauern zwar, dass der ursprüngliche Inselflair verloren gegangen ist, im Alltag überwiegen die Vorteile dieser Entwicklung jedoch deutlich. Behördengänge werden zur Strapaze Auf kleineren Inseln existiert häufig nur ein District Office, danach ist die behördliche Versorgung bereits erschöpft. Für Angelegenheiten der Immigration oder für den Führerschein steht jedes Mal die Fahrt nach Koh Chang oder auf das Festland nach Trat an. Ein Firmenkunde von Stefan Fabbro lebt inzwischen auf Koh Samui und unterhält sein Büro weiterhin auf Koh Phangan, wo es weder ein Social Security Office noch ein Finanzamt oder DBD Office gibt. Wer noch im Arbeitsleben steht, verliert dadurch regelmäßig ganze Tage, während in Pattaya sämtliche Ämter im Umkreis von zehn Minuten erreichbar sind. Medizinische Versorgung als entscheidender Faktor Auf den kleinen Inseln stehen ausschließlich staatliche Dorfkrankenhäuser zur Verfügung. Für Auswanderer Anfang dreißig spielt dieser Punkt erfahrungsgemäß eine untergeordnete Rolle, im höheren Alter verändert sich die Bewertung jedoch grundlegend. Sinnvoll ist ein ordentliches Krankenhaus in einer Reichweite von zehn bis fünfzehn Minuten, insbesondere bei chronischen Erkrankungen und regelmäßigen Gesundheitschecks. Wer erst von einer Insel zur nächsten und anschließend noch auf das Festland übersetzen muss, verliert im Ernstfall wertvolle Zeit. Familien stoßen an klare Grenzen Für Familien mit Kindern verschärft sich die Lage zusätzlich, denn die Schulsituation ist auf Inseln durchweg dünn. Bereits außerhalb der Ballungszentren wird es schwierig, eine moderne Schulbildung mit kompetenten Lehrkräften zu finden. Wer sein Kind nicht auf eine staatliche Thai-Schule schicken möchte, muss die Kinder täglich mit der Fähre auf das Festland und abends wieder zurück bringen. In etwa neunzig Prozent der Fälle sollte die Insel für Familien daher nach reiflicher Überlegung vom Tisch sein. Soziale Kontakte und der Anschluss vor Ort Wer gerne allein lebt, kommt auf einer Insel ebenso zurecht wie in Bangkok oder im Isan. Für alle anderen ist der begrenzte Kreis möglicher Kontakte ein ernstzunehmender Punkt, denn nach einer Woche kennt man die halbe Insel. Hinzu kommt, dass Zugezogene in den kleinen Dorfgemeinschaften oft nur schwer Anschluss finden. Häufig muss man in die gewachsenen Strukturen hineingeboren sein, um wirklich dazuzugehören. Sandflöhe und andere unerwartete Probleme Ein Erlebnis aus dem Podcast zeigt, wie schnell aus der Trauminsel ein Albtraum werden kann. Nach fünf Tagen auf einer kleinen Insel kehrte Wolfgang Payer vollständig zerstochen zurück, verursacht nicht durch Mücken, sondern durch Sandflöhe. Die Wunden entzünden sich von innen und die Narben begleiten die Betroffenen anschließend über Monate. Sobald die Gesundheit betroffen ist, endet der Spaß am Inselleben unmittelbar. Höhere Preise und knapper Wohnraum Viele Waren sind auf Inseln deutlich teurer als auf dem Festland, weil sie erst dorthin transportiert werden müssen. Auch für Thailänder ist ein Leben auf der Insel häufig nicht mehr bezahlbar, was sich an den einfachen Wohnverhältnissen vieler Einheimischer ablesen lässt. Schöne Wohnanlagen existieren zwar, sind aber so teuer, dass sie weder für Normalverdiener noch für viele Expats infrage kommen. Der Grund ist einfach nachvollziehbar, denn eine Insel kann sich nicht ausdehnen, während Pattaya immer weiter nach hinten wächst und dadurch bezahlbarer Wohnraum erhalten bleibt. Das Wetter unterscheidet sich deutlich vom Festland Ein Punkt, der in der Planung fast immer übersehen wird, ist das Wetter auf den Inseln. Bei bestem Wetter in Pattaya gestartet, folgten auf Koh Chang mehrere Tage Dauerregen mit grauen Wolken, während Freunde auf dem Festland weiterhin Sonnenschein meldeten. Ähnliche Berichte gibt es aus dem Süden von Koh Samui und Phuket. Wer dort lebt, muss sich mit dieser Eigenheit arrangieren können. Die perfekte Mischung aus beiden Welten Ein junges Paar, das Stefan kennt, hat für sich eine praktikable Lösung gefunden. Es lebt auf der Insel und genießt dort alles, was das Inselleben ausmacht, fährt aber alle paar Wochen für vier bis sieben Tage auf das Festland. Restaurants, Shopping und Abwechslung werden dort nachgeholt, bevor es zurück auf die Insel geht. Jeder Mensch sucht früher oder später den Ausgleich zu seinem Alltag, weshalb sich eine Insel in erreichbarer Nähe zur Zivilisation als beste Variante anbietet. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • July 25 · 31 min

    #81 – Thai oder Farang - Wer ist in Thailand eigentlich krankenversichert?

    In Folge 81 des Auswandern Thailand Podcast räumen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer mit einem Irrtum auf, der sich in der deutschsprachigen Community hartnäckig hält. Immer wieder heißt es, Thailänder ohne festen Job seien nicht krankenversichert und müssten jede Behandlung selbst bezahlen. Das stimmt so nicht, denn praktisch jeder thailändische Staatsbürger ist auf die eine oder andere Weise grundlegend abgesichert. Die beiden erklären Schritt für Schritt, welche Systeme es gibt und was das für Sie als Auswanderer bedeutet. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="OJawNzo7" caption="Thai oder Farang - Wer ist in Thailand eigentlich krankenversichert?"] Drei staatliche Systeme im Überblick In Thailand existieren drei staatliche Versicherungsvarianten, die alle eine medizinische Grundversorgung und Heilung beinhalten. Die Social Security ist für Angestellte in der Privatwirtschaft gedacht, für Beamte gibt es ein eigenes System, und alle übrigen Thailänder fallen unter die medizinische Grundversorgung, die heute Gold Card oder Universal Coverage Scheme heißt. Wichtig ist, dass kein Thailänder zur Kasse gebeten wird, wenn er sich im für ihn zuständigen Krankenhaus seiner Region, in der er gemeldet ist, behandeln lässt. Die meisten Menschen sind also bereits abgesichert, nur eben nicht über dasselbe System. Die Gold Card und ihre Geschichte Die Gold Card ist vielen älteren Bürgern als 30-Baht-Versicherung ein Begriff. Eingeführt wurde das System unter dem damaligen Premier Thaksin, ab 2001 gestartet und 2002 flächendeckend umgesetzt, was einen echten Meilenstein in der thailändischen Geschichte darstellte. Den früheren Selbstbehalt von 30 Baht gibt es heute nicht mehr, weshalb Stefan Fabbro von einer 30-Baht-Versicherung 2.0 spricht. Anspruch hat jeder thailändische Staatsbürger, der im Hausbuch registriert ist und nicht bereits über die Social Security oder die Beamtenversicherung abgesichert ist. Finanziert über den Staatshaushalt Anders als in Deutschland oder Österreich wird die Gold Card nicht über Beitragszahlungen finanziert, sondern vollständig aus dem Staatshaushalt. Sie ist in der thailändischen Verfassung verankert und speist sich aus Umsatzsteuer, Gewinnsteuer und Einkommensteuer. Wer keinen Job hat und keine Beiträge zahlt, bleibt dennoch versorgt, denn das System hängt nicht davon ab, ob jemand im Berufsleben steht. Bemerkenswert ist, dass von fast 70 Millionen Einwohnern nur rund 4 Millionen überhaupt Steuern zahlen und damit die gesamte Grundversorgung mittragen. Was die Gold Card abdeckt Die Gold Card deckt Arztbesuche, Medikamente, Krankenhausaufenthalte, Operationen sowie Schwangerschaft und Geburt ab und beworben wird sie sogar als Absicherung gegen alle Krankheiten. Auch chronische Erkrankungen wie COPD oder Krebs werden behandelt, da das System auf die Heilung aller Krankheiten ausgerichtet und in der Verfassung verankert ist. Grenzen gibt es beim Komfort, denn versorgt wird im Gemeinschaftszimmer, ohne freie Arzt- oder Methodenwahl und oft mit älteren, günstigeren Medikamenten. Ein Einzelzimmer oder die Behandlung in einem privaten Krankenhaus zahlt die Gold Card nicht, das müssen Patienten selbst tragen. Ein zuständiges Krankenhaus und der Dienstweg Bei der Gold Card legt man sich in der Regel auf ein Krankenhaus fest, während die Social Security die Wahl zwischen drei Häusern erlaubt. Wer eine Behandlung braucht, geht zunächst in das gemeldete Krankenhaus und wird von dort bei Bedarf an einen Spezialisten überwiesen. Ein akuter Notfall ist im ganzen Land abgedeckt, sodass jedes staatliche Krankenhaus die Erstversorgung übernimmt und den Patienten anschließend in das zuständige Haus überstellt. Eine Thailänderin aus Buriram, die in Pattaya mit einem Schnupfen ins Krankenhaus kommt, wird dagegen an ihren Wohnort verwiesen, weil sie dort nicht gemeldet ist. Die Social Security für Arbeitnehmer Angestellte in der Privatwirtschaft sind über die Social Security abgesichert, für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 5 Prozent des Bruttogehalts einzahlen. Die Beitragsbemessung ist gedeckelt und mit dem 1. Januar 2026 von zuvor 750 auf etwa 875 Baht je Seite gestiegen, wobei künftig weitere Erhöhungen geplant sind. Die Social Security bietet mehr als reine Krankenversorgung, denn sie umfasst auch Mutterschutz, eine Altersvorsorge und ein Arbeitslosengeld. Zusätzlich stehen versicherten Arbeitnehmern pro Jahr 900 Baht für den Zahnarzt kostenfrei zu, weshalb sie insgesamt etwas besser gestellt sind. Welche Möglichkeiten Ausländer haben In die Beamtenversorgung und in die Gold Card kommen Ausländer nicht hinein, da beide für thailändische Staatsbürger gedacht sind. Offen steht dagegen die Social Security, sofern der Ausländer in einer thailändischen Firma mit Arbeitsgenehmigung und gültiger Aufenthaltsgenehmigung angestellt ist. Dann zahlt er wie ein Thailänder ein und hat Anspruch auf dieselben Leistungen inklusive Arbeitslosengeld und Altersvorsorge. Eine wichtige Ausnahme betrifft Gesellschafter und Direktoren einer Firma, denn diese sind seit einigen Jahren von der Social Security ausgeschlossen, unabhängig davon, ob sie Ausländer oder Thailänder sind. Staatliche und private Krankenhäuser im Vergleich Staatliche Krankenhäuser sind deutlich günstiger als private, was sich schon an den Zimmerpreisen zeigt, die auf dem Land bei einigen hundert Baht liegen und in privaten Häusern schnell mehrere tausend Baht pro Nacht erreichen. Ausländer können sich bewusst für ein staatliches Krankenhaus entscheiden und die Behandlung selbst zahlen, was viele Kosten spart. Zu bedenken ist, dass staatliche Häuser längere Wartezeiten haben und die Ärzte seltener international ausgebildet sind. Dennoch gilt Thailand medizinisch als weltweit sehr stark und liegt beim Medizintourismus an oberster Front, sodass auch das staatliche System besser ist als sein Ruf. Vorsicht bei der Bitte um Arztgeld Der bekannte Spruch von der Freundin, die dringend Geld für den Arzt braucht, ist mit großer Vorsicht zu genießen, denn eine grundlegende Versorgung ist fast immer vorhanden. Statt vorschnell zu zahlen, lohnt die Frage, wo die Person gemeldet ist und ob sie nicht auf die Gold Card zurückgreifen kann. Häufig wissen gerade ältere Thailänder selbst nicht genau über ihre Ansprüche Bescheid und kennen das System noch aus Zeiten, in denen der Arzt bar bezahlt werden musste. Wer die thailändischen Versicherungen versteht, begegnet solchen Situationen mit mehr Verständnis und fällt seltener auf eine unnötige Geldbitte herein. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • July 18 · 37 min

    #80 – Checkliste nach dem Auswandern 2026

    In Folge 80 des Auswandern Thailand Podcast setzen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer die Checkliste aus der Vorfolge fort und widmen sich der Zeit nach der Ankunft. Viele Auswanderer kümmern sich zuerst um die sichtbaren Dinge wie eine Wohnung oder einen Roller und merken erst viel später, dass ganz andere Themen wichtiger gewesen wären. Stefan und Wolfgang gehen daher Punkt für Punkt durch, was Sie in den ersten Tagen und Wochen wirklich erledigen müssen. Die Liste beginnt dabei nicht in Ihrer neuen Stadt, sondern bereits am Flughafen. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="HI0LNA9KKCw" caption="Checkliste nach dem Auswandern 2026"] Der Stempel im Pass und die TM30-Meldung Kontrollieren Sie noch vor dem Gepäckband, ob der richtige Stempel in Ihrem Pass steht und ob Aufenthaltsdauer und Einreisedatum stimmen. Wolfgang Payer berichtet von Schülern seiner Sprachschule, die mit einem Touristenstempel einreisten, obwohl sie ein Education Visum besaßen, und dadurch die 90 Tage nicht eingetragen bekamen. Ein solcher Fehler lässt sich ausschließlich bei der Immigration des Grenzübergangs korrigieren, an dem Sie eingereist sind, was im Zweifel eine Rückfahrt nach Bangkok bedeutet. Direkt danach folgt die TM30-Meldung Ihrer Adresse, die innerhalb von 24 Stunden erfolgen muss und in der Zuständigkeit des Vermieters oder des Hotels liegt. Steuernummer und steuerliche Zuständigkeit Klären Sie früh, ob Sie in Thailand oder weiterhin in der Heimat steuerpflichtig sind, und suchen Sie dafür das hiesige Finanzamt auf. Eine Steuernummer bedeutet nicht automatisch, dass Steuern anfallen, sondern zunächst nur, dass Sie überhaupt registriert sind. Manche Finanzämter stellen die Nummer allerdings erst aus, wenn Sie sich tatsächlich länger als 180 Tage im Kalenderjahr im Land aufhalten. Da es zudem ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt und bereits gezahlte Steuern gegengerechnet werden können, empfehlen die beiden ausdrücklich einen qualifizierten und lizenzierten Steuerberater. Versicherungen vor Ort abschließen Wer ohne vernünftige Krankenversicherung angereist ist, kann diese auch in Thailand noch abschließen, unter anderem über deutschsprachige Vertreter oder den Versicherungsexperten aus der Facebook-Gruppe. Denken Sie dabei nicht nur an die Gesundheit, denn auch eine Hausrat-, Haftpflicht- oder Kfz-Versicherung kann sinnvoll sein. Grundsätzlich gilt, dass existenziell bedrohliche Risiken abgesichert gehören, beim Fahrzeug aber auch die eigenen Schäden und nicht nur die Rechnungen anderer. Erfreulicherweise sind viele dieser Policen in Thailand erstaunlich preiswert. Bankkonto und thailändische Telefonnummer Das Bankkonto kann Ihnen einige Kopfschmerzen bereiten, denn die Bank prüft zuerst, mit welchem Visum Sie eingereist sind, und bei manchen Visumarten ist ein Konto schlicht nicht möglich. Jede Filiale handhabt die Anforderungen zudem unterschiedlich und verlangt mal einen Führerschein, mal eine Steuernummer und mal die zwölfmonatige Extension of Stay. Prüfen Sie parallel, ob Ihr Konto in der Heimat weiterhin online funktioniert, ob Ihre Karten für das Ausland freigeschaltet sind und wie der Empfang der Bestätigungscodes geregelt ist. Für das Online-Banking und die OTP-Codes brauchen Sie ohnehin eine thailändische Telefonnummer, wobei hier fast ausschließlich Internet-Tarife gewählt werden und die Anbieter sich preislich wie netztechnisch kaum unterscheiden. Die richtige Wohnung und ihre Lage Ein Hotel eignet sich weder preislich noch praktisch für einen Daueraufenthalt, weshalb Sie sich zeitnah um eine dauerhafte Unterkunft kümmern sollten, häufig ein Kondominium mit Sauna, Fitnessstudio und Pool. Mieten Sie zuerst und schauen Sie in Ruhe, wie es sich in der Gegend tatsächlich lebt, denn selbst das schönste Objekt nützt wenig bei schwierigen Nachbarn oder nächtlichem Lärm. Achten Sie außerdem auf die Verkehrsanbindung und darauf, ob Ihr Wunschort in einer Hochwassergegend liegt. Wolfgang Payer wählte anfangs bewusst eine Wohnung an der Hauptroute der Baht-Busse, weil er so rund um die Uhr günstig überall hinkam. Internet, Führerschein und Behördenwege Ein eigener Internetanschluss neben dem Handy lohnt sich, denn Glasfaser ist in Touristenhochburgen und Provinzen weit verbreitet und die Geschwindigkeiten sind Europa nach Einschätzung der beiden meilenweit voraus. Haben Sie Ihren nationalen und internationalen Führerschein dabei, lässt sich dieser ohne Prüfung umschreiben. Andernfalls holen Sie den thailändischen Führerschein über eine Fahrschule oder direkt beim Amt nach, was eher einem Wochenendkurs als einer deutschen Ausbildung gleicht. Praktisch ist außerdem eine Kopie des Green Book im Helmfach, denn bei Kontrollen wird gelegentlich ein Eigentumsnachweis verlangt, obwohl Sie gar nicht Eigentümer sein müssen. Notfallplan, Testament und digitale Dokumente Erstellen Sie einen Notfallplan für den Fall, dass etwas anders läuft als geplant, sei es ein Unfall, ein Krankenhausaufenthalt oder ein verlorener Reisepass. Dazu gehören eine Patientenverfügung für die Zeit vor dem Tod und ein Testament für die Zeit danach, wobei thailändischer Besitz ein thailändisches Testament verlangt und deutscher Besitz ein deutsches. Hinterlegen Sie eine Kontaktperson als Notfallkontakt und speichern Sie die hiesigen Nummern von Rettung, Polizei und Feuerwehr, denn im Ernstfall sind solche Dinge selten abrufbar. Digitalisieren Sie zudem alle wichtigen Papiere wie Chanote, Hausbuch, Kaufvertrag, Mietvertrag und die Visaseiten im Reisepass, was Ihnen viel Lauferei erspart. Immigration-Routinen und Overstay-Regeln Verstehen Sie die Abläufe der Immigration, denn Beamte haben in Thailand großen Interpretationsspielraum und offizielle Fristen werden vor Ort teils anders ausgelegt. Auf sein Recht zu pochen ist selten hilfreich, da sich die meisten Dinge ohne Gesichtsverlust regeln lassen. Die 90-Tages-Meldung gehört mit Alarm in den Kalender, weil sie erfahrungsgemäß gerne vergessen wird. Besonders ernst sind die Overstay-Regeln, denn wer sich selbst bei der Ausreise stellt, zahlt bis zu 20.000 Baht, wer dagegen von einem Kontrollorgan erwischt wird, riskiert ab dem ersten Tag Einreisesperre und Abschiebehaft. Alltag, Familie und die lange Perspektive Planen Sie langfristig statt in Zeiträumen von 30 oder 90 Tagen, bauen Sie sich eine Routine auf und pflegen Sie soziale Kontakte, gerne über Hobbys wie Golf, Motorradtouren oder Badminton und mit dem Erlernen der Sprache. Wer mit Familie kommt, trägt deutlich mehr Verantwortung, denn soziale Auffangnetze gibt es hier nicht und die Schulwahl zwischen staatlicher, privater und internationaler Schule will finanziell geplant sein, da ein Kind an einer internationalen Schule rund eine Million Baht und damit etwa 27.000 Euro im Jahr kosten kann. Denken Sie außerdem an die Altersvorsorge und daran, wie es weitergeht, wenn Sie einmal Hilfe im Alltag benötigen, wobei die Pflegemöglichkeiten in Thailand deutlich günstiger sind als in Europa. Halten Sie schließlich einen Plan B für eine Rückkehr bereit, denn manchmal zwingen Gesundheit oder Finanzen zu einem Schritt, den man nie geplant hatte. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • July 11 · 40 min

    #79 – Checkliste vor dem Auswandern 2026

    Warum die Vorbereitung über den Erfolg der Auswanderung entscheidet In Folge 79 des Auswandern Thailand Podcast stellen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen ausführlichen Punkteplan für die Zeit vor der Auswanderung auf. Der Anstoß kam aus der Facebook-Gruppe, in der ein Mitglied gefragt hatte, woran man eigentlich alles denken muss, solange man noch zu Hause ist. Die beiden gehen rund dreißig Punkte durch, die Sie abarbeiten sollten, bevor Sie nach Thailand aufbrechen. So vermeiden Sie böse Überraschungen und starten deutlich entspannter in das neue Leben. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="MjV7tgtfxtA" caption="30 Dinge die du vor der Auswanderung erledigen musst"] Verträge kündigen und den Postweg sichern Zuerst legen Sie den Termin für die Auswanderung fest und kündigen fristgerecht alle Daueraufträge, Abos, Zeitschriften und Versicherungen. Ganz wichtig ist ein Nachsendeantrag bei der Post an einen Freund oder Verwandten, damit wichtige Briefe und Fristen in den ersten Monaten nicht verloren gehen. Melden Sie außerdem die Rundfunkgebühr ab und kündigen Sie Internet, Festnetz und Handy. Ein wertvoller Insider-Tipp der beiden lautet, dass Sie bei einigen Verträgen mit der offiziellen Abmeldung aus Deutschland sogar ohne Kündigungsfrist herauskommen. Fahrzeuge, Möbel und persönliche Dinge Ihr Auto sollten Sie in der Regel verkaufen, denn ein Import ist meist nicht möglich und wegen des Linksverkehrs säße das Lenkrad ohnehin auf der falschen Seite. Gute und günstige Fahrzeuge aller Marken bekommen Sie vor Ort problemlos. Bei Möbeln und Hausrat gilt, dass Sie nur mitnehmen sollten, woran Sie persönlich wirklich hängen, denn alles andere lässt sich in Thailand günstig neu kaufen. Wer trotzdem viel mitbringen möchte, organisiert über eine Spedition einen Container und klärt vor Ort die Zollpapiere, während beide Gastgeber seinerzeit mit nur zwei Koffern angereist sind. Konten, Karten und laufende Kredite Von einer vollständigen Schließung der Bankkonten im Heimatland raten die Moderatoren ab, denn ein zweites Konto ist eine wertvolle Ausweichmöglichkeit, falls die thailändische Karte einmal streikt. Achten Sie darauf, dass Sie auf jedes Konto online zugreifen können, und lassen Sie Ihre Debit- und Kreditkarten ausdrücklich für das Ausland freischalten. Laufende Kredite für Haus, Wohnung oder Auto sollten Sie entweder ablösen oder rechtzeitig mit der Bank neu regeln. Bedenken Sie auch, dass ein thailändisches Konto nicht sofort verfügbar ist und Sie die Zwischenzeit mit Bargeld und deutscher Karte überbrücken müssen. Gesundheit, Impfungen und Medikamente Nehmen Sie Ihren Impfpass mit und frischen Sie beim Hausarzt die gängigen Impfungen auf, etwa gegen Tetanus oder für spätere Europareisen die Zeckenimpfung. Auch eine Impfung gegen das in den Tropen verbreitete Dengue-Fieber ist möglich, das man sich in Thailand keinesfalls einfangen möchte. Prüfen Sie vorab, welche Medikamente Sie vor Ort günstig bekommen und welche Sie besser mitbringen. Führen Sie bei größeren Mengen unbedingt ein ärztliches Attest mit, damit Sie bei der Einreise nicht als Schleuser gelten, und lassen Sie sich für chronische Krankheiten ein Rezept ausstellen. Dokumente, Reisepass und das richtige Visum Bereiten Sie alle wichtigen Unterlagen vor, darunter die Geburtsurkunde im Original, Heiratsurkunde, Rentennachweis, Führerscheine und Zeugnisse, und digitalisieren Sie alles als Sicherheitskopie. Ihr Reisepass muss bei der Einreise mindestens sechs Monate gültig sein, weshalb Sie ihn bei einer Restlaufzeit unter vier Jahren am besten gleich neu ausstellen lassen. Klären Sie außerdem vorab das passende Visum für Ihren Aufenthaltszweck, denn Thailand bietet vom Retirement-Visum über das ED-Visum bis hin zu Heirats-, Business-, DTV- und Elite-Visum viele Varianten. Wer selbst fahren möchte, bringt den nationalen und den internationalen Führerschein mit und lässt Letzteren rechtzeitig umschreiben. Haustiere und der Abschied von der Heimat Bei Haustieren müssen Sie ehrlich entscheiden, ob das Tier mitkommt oder ein neues Zuhause bekommt, denn nicht jedes Tier verträgt die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit. Für die Einreise legt Thailand großen Wert auf eine lückenlose Impfhistorie, und größere Hunde reisen in einer Transportbox als Frachtgut. Wolfgang Payer schildert, wie sehr er an seinem thailändischen Ridgeback hängt und sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen könnte. Ein Hund ist eben ein Familienmitglied und kein Sofa, weshalb diese Frage besonders viel Fingerspitzengefühl verlangt. Wohnsitz, Steuern und die polizeiliche Abmeldung Klären Sie frühzeitig, ob Sie Ihren Wohnsitz behalten oder abmelden, denn das kann Auswirkungen auf die steuerliche Ansässigkeit und auf Freibeträge haben. Die polizeiliche Abmeldung ist frühestens etwa eine Woche vor der Abreise und teils sogar online möglich, wobei Eigentümer auch an die Müllabfuhr denken sollten. Wichtig ist der Hinweis, dass die reine Abmeldung des Wohnsitzes die Steuerpflicht nicht automatisch beendet. Setzen Sie sich daher rechtzeitig mit dem Finanzamt auseinander und buchen Sie am besten eine Beratungsstunde bei einem spezialisierten Steuerberater. Krankenversicherung und finanzielle Absicherung Sorgen Sie für eine lückenlose Krankenversicherung, die auch einen Rücktransport abdeckt, und überbrücken Sie die Zeit bis zur lokalen Police in der Regel mit einer Auslandskrankenversicherung. Klären Sie ehrlich, wovon Sie in Thailand leben, sei es Rente, Ersparnisse, Investments, Mieteinnahmen oder eine Anstellung vor Ort. Die beiden raten dringend zu einem Sicherheitspuffer, wobei Wolfgang Payer für echte Auswanderer sogar zwölf abgesicherte Monate empfiehlt. Stellen Sie zudem Ihre eigene Budgetliste auf, denn pauschale Zahlen aus dem Internet helfen wenig, wenn jeder andere Ansprüche an Miete, Transport und Alltag hat. Wohnort testen und in Thailand ankommen Grundsätzlich raten die beiden dazu, erst zu mieten und erst dann zu kaufen, wenn Sie die rechtliche Lage kennen und sich bei der Gegend sicher sind. Testen Sie in Ruhe, wo es sich für Sie besser lebt, ob in Pattaya, Bangkok, Chiang Mai, Hua Hin oder auf einer der Inseln. Erstellen Sie außerdem einen Notfallplan mit einer Rückkehrmöglichkeit und denken Sie an Testament und Patientenverfügung, damit im Ernstfall alles geregelt ist. Der für Stefan Fabbro wichtigste Punkt zum Schluss lautet, dass Sie Thailand nicht als Dauerurlaub betrachten, schnell aus dem Touri-Modus herauskommen und auswandern, weil Sie dieses Land lieben und nicht weil Sie Deutschland hassen. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • July 4 · 41 min

    #78 – Deutsches Restaurant in Thailand übernehmen: Traum oder teurer Fehler?

    Ein deutsches Lokal in Pattaya unter neuer Führung In Folge 78 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen Studiogast, der seit Jahresbeginn den Beergarden Bramburi betreibt. Das deutsch-thailändische Restaurant liegt in der Naklua Road im Norden von Pattaya und ist vielen Residenten ein Begriff. Der neue Betreiber Stephan Schaar hat das Lokal von seinem Vorgänger übernommen, der es zuvor rund zwölf Jahre lang geführt hatte. Der Anspruch bleibt derselbe, nämlich ehrliche und gut bürgerliche deutsche Küche zu fairen Preisen, ergänzt um thailändische Gerichte und regelmäßige Veranstaltungen. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="wxv0NccfbxE" caption="Deutsches Restaurant in Thailand übernehmen: Traum oder teurer Fehler?"] Ein bestehendes Restaurant übernehmen statt neu gründen Anders als die meisten Auswanderer, die in Thailand ein Lokal von Grund auf neu aufbauen, ist Stephan Schaar in einen laufenden Betrieb eingestiegen. Damit übernimmt er von Beginn an bestehende Gäste, eingespielte Abläufe und eine fertige Speisekarte, ähnlich wie bei einem Franchise. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass sofort Umsatz vorhanden ist und nicht erst mühsam ein Kundenstamm aufgebaut werden muss. Voraussetzung war allerdings, dass ihn das Konzept vollständig überzeugt hat, denn hinter einer deutschen Küche mit einfachen und ehrlichen Gerichten kann er zu hundert Prozent stehen. Warum das Netzwerk über solche Chancen entscheidet Von der Übernahme erfahren hat Stephan Schaar über einen engen Freund, den er bereits seit dem Kindergarten kennt und der seit vielen Jahren zum Bekanntenkreis des Vorbesitzers gehört. Genau daran zeigt sich, wie wichtig persönliche Kontakte beim Auswandern sind, denn eine solche Gelegenheit wird selten öffentlich ausgeschrieben. Die ersten Gespräche und Verhandlungen liefen fast vollständig mündlich ab, weil man sich auf einer Ebene per Handschlag schnell einig wurde. Erst die eigentliche Übergabe wurde dann sauber schriftlich geregelt und über ordentliche Verträge abgesichert. Geschützte Berufe und die Sprachbarriere im Alltag Als größte Herausforderung mit den thailändischen Mitarbeitern nennt Stephan Schaar eindeutig die Kommunikation, denn selbst auf Englisch dauern einfache Absprachen manchmal überraschend lange. Hinzu kommt die thailändische Rechtslage, die viele Tätigkeiten für Ausländer sperrt. Selbst mit einer Arbeitsgenehmigung darf ein Ausländer weder kassieren noch abservieren oder einen Tisch abwischen, weil dies geschützte Berufe sind, die ausschließlich Thailändern vorbehalten bleiben. Für den Betreiber bedeutet das eine spürbare Umstellung, denn er muss sich abgewöhnen, im Laden einfach selbst mit anzupacken. Klare Aufgabenteilung im Betrieb Um den Betrieb rechtssicher und reibungslos zu führen, sind die Rollen im Bramburi klar verteilt. Stephan Schaar kümmert sich um den Gastraum, geht an jeden Tisch, begrüßt die Gäste und übernimmt im Hintergrund Planung und Einkauf. Seine Frau leitet gemeinsam mit dem Serviceteam den laufenden Betrieb, während die erfahrenen Köche schon seit vielen Jahren im Haus sind und die thailändische Köchin ihre Gerichte weitgehend selbstständig zubereitet. So bleibt jede Tätigkeit in den richtigen Händen, und der Betreiber kann sich auf die Gäste und die Weiterentwicklung des Lokals konzentrieren. Veranstaltungen gegen die Einsamkeit vor Ort Sein eigentliches Alleinstellungsmerkmal sieht Stephan Schaar in der offenen Location und in seiner eigenen Art, den Laden zu führen. Aus seiner Zeit als Schausteller auf der Hamburger Reeperbahn bringt er eine ausgeprägte Nähe zur Musik und zur Unterhaltung mit, die er nun für regelmäßige Tanzabende und Events nutzen möchte. Dabei ist ihm aufgefallen, wie viele Menschen in Pattaya sich allein fühlen, weshalb er gezielt etwas für die Gemeinschaft schaffen will. Wer eine gültige Anmeldung und den Wunsch nach Abwechslung hat, findet in dem großzügigen Lokal genügend Platz für gemeinsame Abende. Behutsame Änderungen am bewährten Konzept Bei der Weiterentwicklung geht Stephan Schaar mit Bedacht vor, denn was gut läuft, bleibt bestehen, damit die Stammkunden sich weiterhin wohlfühlen. Eine erste sichtbare Neuerung betrifft den Freitag, an dem der bisherige Pizzatag durch einen Fischtag ersetzt wurde. Als gebürtiger Hamburger passt der Backfisch deutlich besser zum Profil des Hauses, zumal es in Pattaya bereits sehr viele gute Pizzerien gibt. So gelingt es, das bewährte Grundkonzept zu erhalten und es gleichzeitig behutsam um passende neue Angebote zu erweitern. Warum viele an der Selbstständigkeit scheitern Zum Abschluss richtet Stephan Schaar einen ehrlichen Ratschlag an alle, die in Thailand ein Restaurant oder eine Bar eröffnen wollen. Man müsse für die Sache brennen und sie mit Herz und Leidenschaft betreiben, denn wer die Gastronomie nur aus Mangel an Alternativen wählt, scheitert erfahrungsgemäß häufig. Gerade eine Bar erscheint vielen als einfacher Einstieg, doch ohne klaren Plan wird man schnell zum besten Kunden im eigenen Laden und ist nach wenigen Monaten wieder weg. Hinzu kommt die Realität der Nebensaison, in der weniger Touristen im Land sind und schlaflose Nächte und volle Belastung zum Geschäft dazugehören. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • June 27 · 28 min

    #77 – TM30 einfach erklärt: Wer muss die Adressanmeldung wirklich machen?

    In Folge 77 des Auswandern Thailand Podcast widmen sich Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einem Thema, das bei vielen Ausländern für Verwirrung sorgt. Die Abkürzung TM steht für das thailändische Immigration Bureau, und mit den verschiedenen TM-Formularen sind genau die Dokumente gemeint, die in den Zuständigkeitsbereich dieser Behörde fallen. Die TM30 ist dabei die sogenannte House Notification, also die Meldung der Wohnadresse eines ausländischen Gastes bei der Immigration. Viele bemerken davon zunächst nichts, weil sie als Urlauber anreisen und das Hotel die Anmeldung automatisch im Hintergrund erledigt. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="kVlOjjljrgE" caption="TM30 einfach erklärt. Wer muss die Adressanmeldung wirklich machen"] Wer für die Anmeldung verantwortlich ist In der Theorie ist die Sache eindeutig, denn die Verantwortung liegt immer beim Vermieter oder Gastgeber. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Vermieter Thailänder oder Ausländer ist und ob es sich um einen Urlauber oder um einen langfristigen Mieter handelt. Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt und dort einen ausländischen Gast aufnimmt, muss diesen bei der Immigration anmelden. Das gilt ausdrücklich auch dann, wenn ein Freund oder ein Familienmitglied lediglich zu Besuch kommt, denn entscheidend ist nicht der Mietvertrag, sondern die Eigenschaft als Gastgeber. Fristen und mögliche Strafen Offiziell muss die Anmeldung innerhalb von 24 Stunden ab dem Werktag der Ankunft erfolgen. In der Praxis werden in vielen Immigrationsbüros bis zu 72 Stunden toleriert, und ein dazwischenliegendes Wochenende wird in der Regel ohnehin nicht mitgezählt. Wird die Frist versäumt, droht eine Strafzahlung von bis zu 2,000 Baht, die offiziell vom Vermieter zu tragen ist. Im Alltag zahlt jedoch häufig der Mieter selbst, weil er kurz vor Ablauf seiner Verlängerung bei der Immigration steht und die fehlende Zeit für den Weg zum Vermieter nicht mehr ausreicht. Der weiße Zettel als Schlüsseldokument Die TM30 ist das grundlegende Dokument für nahezu alle weiteren Dienstleistungen der Immigration. Ohne diese Meldung gibt es weder eine Wohnsitzbestätigung noch eine Verlängerung des Aufenthalts, und ohne sie wird man am Schalter schlichtweg nicht bedient. Eine Anmeldung über das Onlinesystem schützt zwar zuverlässig vor einer Strafzahlung, ersetzt aber nicht immer den bekannten weißen Zettel im Reisepass. Viele Beamte verlangen für die weitere Bearbeitung trotzdem dieses analoge Dokument, sodass die Onlinemeldung am Schalter noch in die Papierform überführt werden muss. Welche Unterlagen der Vermieter bereitstellen muss Zu einem ordentlichen Mietverhältnis gehört in Thailand weit mehr als nur der Mietvertrag selbst. Verlangt werden außerdem die Ausweiskopien von Mieter und Vermieter sowie eine Kopie des blauen Hausbuchs der Wohnung. Im besten Fall liegt zusätzlich eine Kopie des Chanote bei, also der Besitzurkunde, damit nachgewiesen ist, dass der Vermieter tatsächlich zur Vermietung berechtigt ist. Ein reiner Vertrag über eine Agentur reicht der Immigration nicht aus, weshalb künftige Mieter unbedingt vorab klären sollten, ob alle benötigten Dokumente bereitgestellt werden können. Warum die Büros so unterschiedlich entscheiden Immer wieder berichten Auswanderer, dass dieselbe Regel an verschiedenen Immigrationsbüros völlig unterschiedlich ausgelegt wird. Der Grund liegt im großen Ermessensspielraum der Beamten, die je nach Stadt, Andrang und persönlicher Einschätzung verschieden streng vorgehen. In großen Städten wie Pattaya oder Bangkok ist die Prüfung oft strenger, weil dort täglich hunderte Anträge bearbeitet werden und das Risiko gefälschter Unterlagen höher ist. In kleineren Provinzen geht es dagegen häufig deutlich entspannter zu, weil die Beamten ihre Antragsteller persönlich kennen. Anmeldung nach Reisen im In- und Ausland Eine häufige Frage betrifft die erneute Meldung nach einer Reise. Wer innerhalb Thailands unterwegs ist und anschließend an seine eigentliche Wohnadresse zurückkehrt, muss sich in Pattaya in der Regel nicht erneut anmelden, sofern ein gültiger weißer Zettel vorliegt. Ganz anders verhält es sich nach einer Auslandsreise, denn mit der Ausreise wird die bestehende TM30 entwertet. In diesem Fall ist nach der Wiedereinreise eine neue Anmeldung erforderlich, weil das Dokument für die Bearbeitung hinter dem aktuellen Einreisestempel liegen muss. Das Wichtigste für Ihren Aufenthalt Für Vermieter ist die Onlineanmeldung über die Webseite der Immigration der einfachste und zugleich kostenfreie Weg, denn die TM30-Meldung ist grundsätzlich gebührenfrei. Ist der Vermieter nicht erreichbar oder nicht bereit, kann sich der Ausländer mit den Unterlagen des Vermieters auch selbst am Schalter anmelden. Wer plant, dauerhaft in Thailand zu leben, sollte das Thema frühzeitig klären, um spätere Strafen und Verzögerungen bei wichtigen Behördengängen zu vermeiden. Am Ende ist die saubere Anmeldung vor allem eine Frage der Vorsorge, damit später alles reibungslos abläuft. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • June 20 · 21 min

    #76 – Außenpodcast Fischmarkt

    In Folge 76 des Auswandern Thailand Podcast sind Stefan Fabbro und Wolfgang Payer wieder draußen für Sie unterwegs und nehmen Sie mit auf den alten Fischmarkt Lanpho im Norden von Pattaya. Der Markt liegt direkt am Meer im Stadtteil Naklua. Er wurde nie geplant oder offiziell errichtet, sondern ist über Jahrzehnte ganz von selbst gewachsen. Morgens kamen die Fischer mit ihrem Fang, breiteten ihre Waren am Ufer aus und boten sie zum Verkauf an, bis daraus nach und nach ein fester Markt wurde. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="JYk9jwagNKc" caption="Frischer geht es nicht. Das Seafood-Paradies in Naklua"] Vom alten Flair zum modernen Ambiente Die Moderatoren Gastgeber kennt diesen Fischmarkt schon lange und Wolfgang erinnert sich noch gut an frühere Zeiten. Damals saß man im Grünen am Boden, ließ das frisch gekaufte Seafood direkt vor Ort grillen und genoss es anschließend auf der Wiese. Inzwischen wurde der Markt deutlich modernisiert und ist heute überdacht sowie mit einem großen Eingangsbereich versehen. Etwas wehmütig stellen die beiden fest, dass dadurch weniger Grünflächen übrig geblieben sind, auch wenn das alte Flair bis heute spürbar bleibt. Frischer Fang direkt vom Boot Hinter dem Markt liegt das offene Meer, und in der Ferne sind die Fischerboote gut zu erkennen. Die Boote fahren meist nachts hinaus und kehren am frühen Morgen zurück, um ihre Ware unmittelbar an den Markt zu liefern. So gelangt der Fang in der Nacht ohne Umwege auf die Verkaufstheke und von dort direkt zu den Kunden. Viele Tiere leben beim Verkauf sogar noch und werden mit Eis frisch gehalten, sodass die Qualität durchgehend erhalten bleibt. Warum sich Verhandeln lohnt Die ausgeschilderten Preise sind auf diesem Markt vor allem ein erster Anhaltspunkt und keineswegs in Stein gemeißelt. Wer freundlich nachfragt und idealerweise ein paar Worte Thai spricht, erlebt schnell, wie die Preise spürbar nach unten gehen. Beim Lobster zeigte sich das eindrücklich, denn der Startpreis lag bei mehreren tausend Baht und sank im Gespräch deutlich. Dieses Verhandeln gehört für die beiden Auswanderer einfach dazu und macht den Einkauf zu einem kleinen Erlebnis. Eine riesige Auswahl an Spezialitäten Das Angebot auf dem Markt reicht von Hummer und frischem Lachs über Schnecken bis hin zu riesigen Austern, wie man sie in dieser Größe selten zu Gesicht bekommt. Daneben gibt es Seeigel, getrocknete Tintenfische und viele weitere Meeresfrüchte zu entdecken. Doch der Markt bietet längst nicht nur Fisch, denn auch Schweinefleisch, Rindfleisch, Hühnchen und frisches Gemüse stehen zur Auswahl. So können die Besucher hier einen kompletten Einkauf erledigen und alle Zutaten für ein gemeinsames Abendessen mitnehmen. Kaufen, grillen und gemeinsam genießen Das Besondere an Lanpho ist die Möglichkeit, das frisch gekaufte Seafood gleich vor Ort für wenige Baht zubereiten und grillen zu lassen. Teller, Besteck, Gläser und sogar eine Toilette stehen dabei selbstverständlich zur Verfügung. Vor allem am späten Nachmittag und am Abend verwandelt sich der Markt in einen lebhaften Treffpunkt, an dem ganze Familien mit Oma, Opa und Kindern ihre Decken ausbreiten. Bei mitgebrachten Getränken und frisch gegrillten Meeresfrüchten entsteht so ein entspanntes Picknick direkt am Meer. Wo die Thais selbst einkaufen Dass auf diesem Markt viele Einheimische einkaufen, ist für Stefan und Wolfgang ein verlässliches Zeichen für faire Preise und gute Qualität. Sogar Betreiber hochpreisiger Restaurants decken sich hier am frühen Morgen mit ganz frischer Ware ein. Wo sich die Thais zum Essen und Einkaufen treffen, stimmen erfahrungsgemäß sowohl der Geschmack als auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Tipps für Ihren Besuch Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, findet direkt am Markt ein neues Parkhaus sowie weitere Parkplätze hinter dem Gelände. Praktisch ist auch die Anreise mit dem Bahtbus, der direkt am Markt hält und die mitunter mühsame Parkplatzsuche erspart. Am schönsten ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn der Markt langsam zum Leben erwacht und die Picknick-Atmosphäre einsetzt. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • June 13 · 40 min

    #75 – Mit dem Motorrad durch Thailands Provinzen

    Ein Leben auf zwei Rädern zwischen 77 Provinzen In Folge 75 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen Studiogast, der das Land auf eine ganz besondere Weise kennengelernt hat. Als leidenschaftlicher Motorradfahrer hat er sämtliche 77 Provinzen Thailands bereist und dabei rund 100.000 Kilometer allein auf seiner großen Maschine zurückgelegt. Hinzu kommt, dass er fließend Thailändisch spricht, liest und schreibt und dadurch tief in die Kultur des Landes eingetaucht ist. Seine Geschichte zeigt, wie aus einem ersten Urlaubsgefühl eine echte Wahlheimat werden kann. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="X0XwcZEMirI" caption="100.000 Kilometer mit dem Motorrad durch ganz Thailand"] Vom ersten Mopedgefühl zur großen Maschine Wie viele Thailandreisende kam der Studiogast zunächst über den Roller zum Fahren und erlebte schon damals jenes Freiheitsgefühl, das viele mit dem Land verbinden. Erst mit fünfzig Jahren erfüllte er sich den Traum von einem großen Motorrad und entschied sich für eine Maschine mit 750cc und automatischem Schaltsystem. Gefunden hatte er das Fahrzeug über thailändische Verkaufsseiten im Internet, die er dank seiner Sprachkenntnisse problemlos lesen konnte. Der Verkäufer saß im fernen Chiang Mai, weshalb schon die erste Fahrt zu einem echten Abenteuer wurde. Mit Respekt und Sicherheitskurs auf die Straße Die Fahrt vom Norden zurück nach Pattaya bezeichnet er noch heute als prägend, denn das schwere Motorrad verhielt sich völlig anders als ein kleiner Roller. Anfangs zitterte er vor Aufregung und schloss sich einem erfahrenen Freund an, um die lange Strecke sicher zu bewältigen. Bevor er größere Touren plante, absolvierte er in der Nähe von Bangkok einen mehrtägigen Fahrsicherheitskurs. Dort lernte er das richtige Bremsen mit ABS sowie das Verhalten in Kurven und legte damit den Grundstein für viele unfallfreie Jahre. Wie aus dem Urlaubsland eine Heimat wurde Schon bei seiner ersten Landung in Bangkok wusste unser Gast Stefan sofort, dass er in Thailand seine Zukunft sehen würde. Damals war er Mitte dreißig und hatte sich nach einer langen Beziehung in Deutschland bewusst für einen Neuanfang entschieden. Sein gesamtes Leben richtete sich fortan auf das Land aus, von der Musik über Freundschaften bis hin zur Sprache. Aus dem anfänglichen Urlaubsgefühl wurde so Schritt für Schritt eine feste Lebensentscheidung. Finanzielle Freiheit als Grundlage Da er bereits in jungen Jahren auswanderte, musste unser Gast Stefan früh klären, wovon er in Thailand leben würde. Als langjähriger Selbstständiger hatte er Ersparnisse gebildet und einen Teil seines Vermögens in Aktien und andere Anlagen investiert. Bereits 2008 kaufte er sich eine eigene Wohnung in Pattaya und spart sich seither die Mietkosten. Lange Zeit reiste er über sogenannte Border Runs ein und aus, bis er mit fünfzig auf ein klassisches Rentnervisum umstieg. Warum die Sprache der Schlüssel ist Für unseren Gast Stefan steht fest, dass er ohne die thailändische Sprache niemals wirklich in die Kultur des Landes vorgedrungen wäre. Schon in Deutschland suchte er den Kontakt zu Studierenden aus Thailand und ließ sich später bei Wolfgang Payer in Einzelstunden gezielt fördern. Weil Thai eine tonale Sprache ist, kommt es vor allem auf die richtige Betonung an, an der viele Auswanderer scheitern. Sein wichtigster Rat lautet, einfach zu sprechen, Fehler zuzulassen und sich dabei aufmerksam korrigieren zu lassen. 77 Provinzen und ein Blick über die Grenzen Im Laufe der Jahre bereiste der Studiogast nicht nur jede einzelne Provinz Thailands, sondern erkundete auch mehrere Nachbarländer mit dem Motorrad. So führten ihn seine Touren bis nach Laos, nach Malaysia und in den tiefen Süden rund um Yala und Pattani. Besonders in Erinnerung bleiben ihm die herzlichen Begegnungen mit Einheimischen, winkenden Kindern und neugierigen Mönchen. Gerade in abgelegenen Regionen öffnet ihm seine Sprachkenntnis Türen, die anderen Reisenden verschlossen bleiben. Sicherheit beginnt im eigenen Kopf Beim Thema Sicherheit zeigt sich der Gast erfahren, denn er kennt die Gefahren des thailändischen Straßenverkehrs sehr genau. Sein wichtigster Grundsatz ist, sich niemals darauf zu verlassen, dass andere die Verkehrsregeln einhalten. Stattdessen fährt er vorausschauend, rechnet mit Hunden am Straßenrand und beobachtet das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam. Auf diese Weise hat er rund 100.000 Kilometer weitgehend unfallfrei zurückgelegt und genießt bis heute jede einzelne Fahrt. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • June 6 · 44 min

    #74 – Talente fördern wie in Deutschland? Ein DFB-Trainer berichtet aus Thailand

    In Folge 74 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen besonderen Studiogast. Hagen Hübner ist ausgebildeter Fußballtrainer mit Lizenz des Deutschen Fußballbundes und lebt seit vielen Jahren dauerhaft in Thailand. Heute leitet er eine Foundation in Phuket, in der 65 Kinder ein Zuhause gefunden haben. Seine Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie ein Neuanfang in Thailand gelingen kann, wenn man Mut mitbringt und am Ball bleibt. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="y6FQcSc7tLc" caption="Talente fördern wie in Deutschland? Ein DFB-Trainer berichtet aus Thailand"] Wie aus dem Urlaubsland eine Wahlheimat wurde Schon als Dreizehnjähriger reiste Hagen Hübner mit seinen Eltern zum Familienurlaub nach Thailand und kehrte fortan jeden Winter zurück. Aus dieser frühen Begeisterung wurde später eine Lebensentscheidung, als er seine spätere Frau kennenlernte und eine Familie gründete. Nach acht gemeinsamen Jahren in Deutschland trennte sich das Paar, und Hagen zog mit seinem kleinen Sohn endgültig nach Thailand. Dort zog er das Kind allein groß und baute sich parallel eine berufliche Existenz im thailändischen Fußball auf. Vom DFB in den thailändischen Profifußball Bereits in Deutschland war Hagen Hübner drei Jahre lang beim Deutschen Fußballbund im Förderprogramm für den Nachwuchs tätig. In Thailand kam er über Kontakte rasch in den Profibereich und arbeitete unter anderem bei Bangkok United in der ersten Liga. Den großen Durchbruch brachte 2015 der Gewinn des Südostasien-Turniers mit der thailändischen U19-Nationalmannschaft, der ihn landesweit bekannt machte. Um auf Augenhöhe mit den einheimischen Kollegen anerkannt zu werden, absolvierte er sogar seine AFC-Trainerlizenz direkt in Asien. Eine Foundation als neue Familie Heute arbeitet Hagen Hübner nicht mehr im Profigeschäft, sondern leitet die Fußballabteilung einer Foundation in Thalang im Norden Phukets. Die Einrichtung wurde 2006 von einem Deutschen gegründet, der sein gesamtes Vermögen den Kindern hinterließ, sodass sie bis heute nicht auf Spenden angewiesen ist. Betreut werden 65 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis achtzehn Jahren, von denen viele aus schwierigen Verhältnissen stammen. Für Hagen ist diese Arbeit weit mehr als ein Job, denn er beschreibt die Kinder als eine neue Familie, der er jeden Tag gerne begegnet. Warum die Sprache der Schlüssel ist Sowohl Hagen Hübner als auch Wolfgang Payer betonen, wie entscheidend Kenntnisse in Thai für ein gelungenes Leben in Thailand sind. Wer noch beruflich tätig sein muss, kommt um die Landessprache kaum herum, um mit Kollegen und Mitarbeitern auf Augenhöhe zu kommunizieren. Hagens Empfehlung lautet, die Sprache am besten direkt im Land zu lernen, weil der Fortschritt dort ungleich schneller gelingt. Niemand erwarte perfekte Aussprache, doch wer sich ernsthaft bemüht, werde von den Thais mit großer Wertschätzung aufgenommen. Arbeitserlaubnis und Visum sind kein Hexenwerk Ein hartnäckiger Mythos besagt, dass Ausländer in Thailand ohnehin keine Arbeitserlaubnis bekommen. Hagen Hübner widerspricht aus eigener Erfahrung, denn er besitzt seit 14 Jahren eine Work Permit und kennt den Weg dorthin genau. Entscheidend sei, eine Fähigkeit mitzubringen, die im Land gebraucht wird, denn dann finde sich auch ein Arbeitgeber. Während sein Sohn die thailändische Staatsbürgerschaft besitzt, lief sein Aufenthalt zunächst über ein entsprechendes Non-O-Visum und später über ein Business-Visum mit Arbeitsgenehmigung. Gute Erfahrungen mit staatlichen Krankenhäusern Als angestellter Ausländer ist Hagen Hübner über die thailändische Social Security versichert und hat zusätzlich eine private Versicherung abgeschlossen. Im Gespräch räumen die drei mit dem Vorurteil auf, die staatliche Absicherung sei wenig wert, denn die Behandlung in den staatlichen Krankenhäusern ist professionell und preiswert. Häufig sind sämtliche Untersuchungen innerhalb weniger Stunden erledigt, und das Personal spricht zunehmend Englisch. Die private Zusatzversicherung dient Hagen vor allem als Schutz für den Fall schwerer Unfälle, da er täglich lange Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt. Mutig sein, aber nicht blauäugig Zum Abschluss gibt Hagen Hübner allen angehenden Auswanderern einen klaren Rat mit auf den Weg. Man solle sich von Miesmachern nicht entmutigen lassen, denn dank moderner Arbeitsformen wie dem Remote Working ist ein Neuanfang heute leichter als noch vor zwanzig Jahren. Gleichzeitig warnt er davor, völlig unvorbereitet zu starten, und empfiehlt ein finanzielles Polster sowie eine solide Krankenversicherung. Sein Leitsatz fasst die ganze Episode treffend zusammen, denn man sollte mutig sein, aber niemals blauäugig. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • May 30 · 19 min

    #73 – So nutzt du den Baht-Bus in Pattaya wie ein echter Einheimischer

    In Folge 73 des Auswandern Thailand Podcast sind Stefan Fabbro und Wolfgang Payer ausnahmsweise nicht im Studio, sondern bei einem Außenpodcast mitten in Pattaya unterwegs. Gemeinsam zeigen sie, wie man sich in der Stadt erstaunlich günstig fortbewegen kann. Im Mittelpunkt stehen die roten Sammeltaxis, die auf Thai Songthaew heißen und im deutschsprachigen Sprachgebrauch meist Baht-Taxi oder Baht-Bus genannt werden. Wer das System einmal verstanden hat, fährt damit für wenige Cent quer durch Pattaya. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="byPpXOPNguQ" caption="So nutzt du den Baht-Bus in Pattaya wie ein echter Einheimischer"] Wichtiger Hinweis zum Fahrpreis Im Podcast ist durchgehend von 10 Baht pro Fahrt die Rede, da dieser Preis zum Zeitpunkt der Aufnahme gültig war. Nach dem Dreh wurden die Fahrpreise jedoch angehoben und liegen mittlerweile bei 15 Baht pro Fahrt bis zum nächsten Umsteigepunkt. An der grundsätzlichen Funktionsweise des Systems ändert sich dadurch nichts. Auch mit dem neuen Preis bleibt das Baht-Taxi die mit Abstand günstigste Art, sich in Pattaya fortzubewegen. Was ein Songthaew ist und woher der Name kommt Der thailändische Begriff Songthaew bedeutet so viel wie zwei Reihen, weil die Fahrgäste sich hinten auf zwei gegenüberliegenden Bänken gegenübersitzen. Im deutschsprachigen Alltag hat sich daneben der Ausdruck Baht-Bus durchgesetzt, der auf den ursprünglichen Fahrpreis zurückgeht. Als Wolfgang Payer im Jahr 1986 nach Thailand kam, kostete eine Fahrt fünf Baht. Bis heute ist der Preis nur moderat gestiegen, sodass eine Strecke noch immer für umgerechnet wenige Cent zu haben ist. So funktioniert das Ein- und Aussteigen Feste Haltestellen gibt es bei den Baht-Bussen nicht. Wer mitfahren möchte, stellt sich an den Straßenrand und hebt die Hand, woraufhin das nächste freie Songthaew anhält. Auch wenn bereits Fahrgäste an Bord sind, kann man zusteigen, solange noch ein Platz frei ist. Zum Aussteigen drückt man einen Klingelknopf, woraufhin der Fahrer an der nächsten Gelegenheit anhält. Bezahlt wird grundsätzlich auf der linken Seite am Fahrerfenster und niemals auf der rechten Seite, wo der dichte Hauptverkehr verläuft. Der wichtigste Tipp gegen überhöhte Preise Stefan und Wolfgang geben einen entscheidenden Hinweis für Neulinge. Wer beim haltenden Baht-Bus zuerst nach dem Preis fragt, gibt sich sofort als unkundiger Tourist zu erkennen. In diesem Fall nennt der Fahrer häufig einen Fantasiepreis und die Reise wird unbemerkt zu einer teuren Privatfahrt. Richtig ist es, einfach hinten einzusteigen, mitzufahren und beim Aussteigen den festen Fahrpreis zu bezahlen. Auf diese Weise zahlt man den regulären Tarif und vermeidet jedes Missverständnis. Routen und Umsteigepunkte verstehen Die Baht-Busse fahren auf festen Routen vom Süden in den Norden Pattayas und zurück. An typischen Umsteigepunkten wie dem Delfinkreisel am Terminal 21 endet eine Tour, und die Fahrgäste steigen in das nächste Taxi um. Bis zu jedem Umsteigepunkt gilt der gleiche Fahrpreis, sodass eine längere Strecke etwa bis nach Naklua aus mehreren Teilstrecken besteht. Wer beispielsweise von Jomtien über Pattaya bis nach Naklua fährt, zahlt für jede Teilstrecke gesondert. Das System wirkt anfangs verwirrend, erschließt sich aber nach wenigen Fahrten von selbst. Einfach ausprobieren und Pattaya erleben Beide Gastgeber empfehlen ausdrücklich, sich einfach in einen Baht-Bus zu setzen und sich durch die Stadt treiben zu lassen. Verlieren kann man dabei nichts außer dem geringen Fahrpreis, und das Preis-Leistungsverhältnis ist, nach übereinstimmender Meinung, hervorragend. Gerade Besucher, die Pattaya noch nicht kennen, lernen die Stadt auf diese Weise entspannt und kostengünstig kennen. Neben dem Baht-Bus bleiben natürlich die klassischen Taxis, die Motorbike-Taxis sowie die Apps Grab und Bolt als Alternativen erhalten. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • May 23 · 39 min

    #72 – Gestern Reeperbahn - Heute Pattaya: Wie dieser Deutsche ein Restaurant in Thailand übernimmt

    In Folge 72 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer den Studiogast Stephan Schaar. Seit Anfang des Jahres ist Stephan der neue Betreiber des deutschen Restaurants Bramburi in Pattaya. Vor seiner Auswanderung war er mehr als drei Jahrzehnte im Schaustellergewerbe tätig und hat unter anderem den Lucullus-Imbiss auf der Hamburger Reeperbahn geführt. Seine Geschichte zeigt einen radikalen Bruch mit dem bisherigen Leben in Deutschland und einen klaren Neuanfang in Thailand. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="n36tpmvkVgI" caption="Gestern Reeperbahn - Heute Pattaya: Wie dieser Deutsche ein Restaurant in Thailand übernimmt"] Eine Kindheit zwischen Wundertüten und Weihnachtsmärkten Stephan Schaar wuchs in einer klassischen Schaustellerfamilie auf. Bereits mit sechs Jahren stand er auf einem Jahrmarkt und verkaufte Wundertüten und Disco-Antennen. Mit zehn Jahren stand er am Gyros-Grill, später leitete er einen Saisonbetrieb in Niendorf an der Ostsee, direkt neben dem Timmendorfer Strand. Über die Jahre wuchs das Familiengeschäft, und auch sein Sohn betreibt heute ein eigenes Geschäft auf Jahrmärkten in Schleswig-Holstein und Hamburg. Plan A ohne Sicherheitsnetz Den Entschluss zur Auswanderung fasste Stephan nach seinem letzten Urlaub im Vorjahr. Seine Verlobte lebt in Thailand, und ein dauerhaftes Fernverhältnis kam für ihn nicht infrage. Hinzu kam eine wachsende Unzufriedenheit mit der Entwicklung in Deutschland. Auf die Frage nach einem Plan B antwortet er ohne zu zögern, dass es für ihn nur Plan A gebe. Er hat alles in Deutschland aufgegeben und seine Existenz vollständig auf Thailand ausgerichtet. Die Übernahme des Bramburi in Pattaya Der Kontakt zum Bramburi entstand über einen langjährigen Freund, der den Vorbesitzer Thomas seit Jahren kennt. Bereits vor mehreren Jahren war die Idee einer Übernahme aufgekommen, doch erst im vergangenen Jahr wurde es konkret. Innerhalb von drei Monaten einigten sich beide Seiten, und Stephan übernahm das Restaurant zum Jahresbeginn. Seine Verlobte arbeitet bereits seit Mitte Dezember im Lokal und kennt durch ihre Gastronomieerfahrung den Betriebsablauf genau. Im Restaurant herrscht eine klare Aufteilung der Aufgaben und beide ergänzen sich nach Aussage von Stephan sehr gut. Krankenversicherung und Risikomanagement Stephan beschreibt sich als entspannten Menschen, der bisher selten beim Arzt war. Vor sechs Jahren erlitt er jedoch einen Herzinfarkt und hatte später eine Handverletzung während eines Auslandseinsatzes. Auch wenn er selbst lange ohne Versicherung ausgekommen ist, sieht er den Abschluss einer Krankenversicherung in Thailand als zwingend notwendig an. Seine bestehende ADAC-Reiseversicherung läuft noch wenige Monate, und in dieser Zeit wird er eine passende Anschlusslösung wählen. Stefan Fabbro betont in diesem Zusammenhang, dass eine fehlende Krankenversicherung im Ernstfall die gesamte Auswanderung gefährden kann. Sprache, Bürokratie und Verkehr Sein Alltag in Pattaya beschreibt Stephan als überraschend unkompliziert. Die thailändische Bürokratie hat ihn bisher nicht überfordert, und die Übernahme der bestehenden Lizenzen vom Vorbesitzer hat den Start erheblich erleichtert. Im Restaurant spricht er zu 95 Prozent Deutsch, im übrigen Alltag Englisch. Thailändisch zu lernen sieht er als wichtige Respektsbekundung gegenüber dem Gastland und auch als Vorteil im Umgang mit den Mitarbeitenden. Den thailändischen Straßenverkehr empfindet er nicht als chaotisch, sondern als intuitives Zusammenspiel, in dem er sich mit dem Roller wohlfühlt. Altersvorsorge und langfristige Perspektive Mit 53 Jahren plant Stephan noch zehn bis zwanzig aktive Berufsjahre in Thailand. Eine nennenswerte Rente aus Deutschland erwartet er nicht, da im Schaustellergewerbe lange Zeit nicht systematisch in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Seine Strategie besteht darin, in den kommenden Jahren das Restaurant zu festigen und Vermögen aufzubauen, um später ein bescheidenes Leben in Thailand führen zu können. Ein soziales Auffangnetz wie in Deutschland gibt es für Ausländer in Thailand nicht. Umso wichtiger ist es, finanzielle Reserven aufzubauen und die Selbstständigkeit konsequent zu gestalten. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • May 16 · 41 min

    #71 – 5 Jahre Thailand-Visum mit dem DTV – genial oder überbewertet?

    Das Destination Thailand Visa, kurz DTV, gilt seit seiner Einführung vor rund zwei Jahren als eine der spannendsten Neuerungen im thailändischen Visa-System. Es richtet sich vor allem an Personen unter 50, die in Thailand leben möchten, ohne dort einer geregelten Anstellung nachzugehen. In Folge 71 des Auswandern Thailand Podcast sprechen Stefan Fabbro von FS Consulting und Wolfgang Payer von der Easy ABC Sprachschule ausführlich über Voraussetzungen, Stolpersteine und die Frage, ob das DTV wirklich der versprochene Allrounder ist. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="rpBC6bk5lPE" caption="5-Jahre-Thailand-Visum mit dem DTV - genial oder überbewertet?"] Drei Wege ins DTV Das DTV unterscheidet drei Antragsgruppen. Die häufigste Kategorie betrifft digitale Nomaden und Remote Worker, die in Thailand leben, ihre berufliche Tätigkeit aber ausschließlich für Auftraggeber im Ausland ausüben. Die zweite Gruppe umfasst Personen, die sich der thailändischen Kultur widmen möchten, etwa durch einen Muay Thai Kurs oder eine Ausbildung an einer zertifizierten Kochschule. Die dritte Gruppe sind sogenannte Dependants, also Ehepartner und minderjährige Kinder, die über den Hauptantragsteller mitversorgt werden können. In unserem DTV Visum im Check sind wir bereits ausführlich auf das DTV eingegangen. Antrag nur im Ausland möglich Anders als viele andere Aufenthaltstitel kann das DTV ausschließlich über das E-Visa-System einer thailändischen Botschaft oder eines Konsulats im Ausland beantragt werden. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz seinen Wohnsitz hat, muss sich an die jeweils zuständige Auslandsvertretung wenden. Personen ohne festen Wohnsitz weichen häufig auf die Nachbarstaaten Thailands aus. Stefan Fabbro empfiehlt aus Erfahrung die thailändische Vertretung in Vietnam, da dort die Bearbeitung besonders zuverlässig funktioniert und die Gebühr direkt bezahlt werden kann. Finanznachweis und Antragsunterlagen Eine zentrale Voraussetzung ist der Finanznachweis in Höhe von 500.000 Baht oder dem entsprechenden Betrag in der Landeswährung. Dieser Betrag muss auf einem privaten Girokonto im alleinigen Namen des Antragstellers liegen. Geschäftskonten, Gemeinschaftskonten, Aktiendepots oder Kryptowährungen werden nicht anerkannt. Bei Remote Workern wird zudem ein Dienstvertrag oder eine Bestätigung des Arbeitgebers verlangt, bei Freiberuflern oft zusätzlich Gehaltsnachweise der letzten drei bis sechs Monate sowie Rechnungen oder ein professionelles Portfolio. Fünf Jahre Gültigkeit, aber 180 Tage pro Einreise Das DTV ist ab Ausstellung fünf Jahre gültig und erlaubt während dieser Zeit beliebig viele Einreisen. Pro Einreise erhält der Inhaber jedoch nur einen Aufenthalt von 180 Tagen genehmigt. Wer länger im Land bleiben möchte, muss einen sogenannten Border Run unternehmen, also kurz ausreisen und wieder einreisen. Eine offiziell mögliche Verlängerung um weitere 180 Tage wird in der Praxis kaum noch genehmigt. Die Gebühr für das Visum liegt bei 10.000 Baht, was umgerechnet rund 350 Euro entspricht. Praktische Einschränkungen im Alltag So attraktiv das DTV auf den ersten Blick wirkt, im Alltag stößt es schnell an Grenzen. Da es intern wie ein Touristenvisum behandelt wird, eröffnen thailändische Banken Inhabern in der Regel kein Konto. Auch beim Führerschein gibt es Einschränkungen, denn die Verlängerung wird nur für zwei statt fünf Jahre gewährt. Wer länger als 180 Tage im Jahr in Thailand lebt, wird zudem steuerlich ansässig und unter Umständen zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Ein direkter Wechsel auf ein Non-Immigrant Visum innerhalb des Landes ist mit dem DTV nicht möglich, hierzu ist eine Ausreise und vorherige Kündigung des DTV bei der ausstellenden Vertretung erforderlich. Lesenswert: DTV Thailand: Das müssen digitale Nomaden wissen DTV oder Education Visum? Für Personen unter 50, die Thailand wirklich zum Lebensmittelpunkt machen möchten, ist das Education Visum laut Stefan Fabbro oft die rechtssicherere Wahl. Es hat einen Non-Immigrant Status und ermöglicht damit auch die Eröffnung eines Bankkontos sowie einen regulären Führerschein. Voraussetzung ist jedoch, dass der Aufenthaltsgrund, also das Erlernen der thailändischen Sprache, ernsthaft verfolgt wird. Wer als digitaler Nomade dagegen rechtssicher in Thailand arbeiten möchte, fährt mit dem DTV trotz Einschränkungen weiterhin gut. Genial oder überbewertet? Das DTV ist zweifellos eine der besten Visa-Neuerungen der letzten Jahre und schließt eine wichtige Lücke für unter 50-Jährige. Es bietet Flexibilität, eine lange Gültigkeit und legale Arbeit für ausländische Auftraggeber. Gleichzeitig zeigen die fehlende Möglichkeit zur Kontoeröffnung und der eingeschränkte Führerschein, dass es noch nicht der Ersatz für klassische Aufenthaltstitel ist. Wer seine Situation und seinen Aufenthaltsgrund klar definiert, kann mit dem DTV eine sehr passende Lösung finden. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • May 9 · 27 min

    #70 – Der Supermarkt-Check für deutsche Auswanderer!

    Eine der häufigsten Sorgen vor dem Auswandern nach Thailand betrifft die Versorgung mit gewohnten Lebensmitteln. In der aktuellen Folge des Auswandern Thailand Podcast nehmen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer ihre Hörer ausnahmsweise nicht ins Studio mit, sondern auf eine ausgedehnte Einkaufstour durch zwei Supermärkte im Pattaya. Das Studio wird gerade umgebaut, weshalb die beiden Moderatoren spontan einen Außenpodcast direkt vor Ort produzieren. Die zentrale Botschaft der Folge lautet, dass Sie in Thailand auf nichts verzichten müssen, was Sie aus Deutschland kennen und schätzen. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="DrURG796YNY" caption="Der Supermarkt-Check für deutsche Auswanderer!"] Erste Station Central Festival in der Pattaya Second Road Die Tour beginnt im Central Festival an der Pattaya Second Road. Wolfgang erklärt, dass die dortige Supermarktkette Tops in ganz Thailand vertreten ist, in Pattaya jedoch deutlich stärker auf den westlichen Tourismus ausgerichtet ist als in anderen Filialen. Das Sortiment umfasst von Käse über verschiedenste Buttersorten bis hin zu Wurst, Schinken, Salami und Schokolade nahezu alles, was aus deutschen Supermarktregalen vertraut ist. Die Preise liegen zwar etwas höher als in Deutschland, da viele Produkte importiert werden müssen, doch der entscheidende Punkt ist die Verfügbarkeit selbst. Vom internationalen Obst bis zur französischen Käsetheke Beim Rundgang durch die Frischeabteilung zeigen die beiden Moderatoren Erdbeeren aus Korea, Japan und dem nordthailändischen Chiang Mai sowie Kirschen aus Australien. Während importierte Kirschen mit rund 1.250 Baht pro Kilogramm eine echte Hausnummer darstellen, bekommen Sie heimische Früchte deutlich günstiger. An der Käsetheke entdeckt Wolfgang seinen persönlichen Lieblingsstand mit französischem Weichkäse, Hartkäse, Cheddar sowie aus Deutschland bekannten Marken. Stefan betont, dass die Käseauswahl in Thailand in den letzten Jahren stetig gewachsen ist und mittlerweile auch immer mehr Thailänder zu Käseliebhabern werden. Alkoholverkaufszeiten und kulinarische Pause Ein Detail, das viele Auswanderer überraschen dürfte, sind die festen Alkoholverkaufszeiten in Thailand. Aktuell darf Alkohol ausschließlich zwischen 11 Uhr vormittags und Mitternacht verkauft werden, außerhalb dieses Zeitfensters bleiben die Regale abgesperrt. Zwischen den beiden Supermärkten legen die Moderatoren eine Pause im Restaurantbereich ein, in dem Getränke zum Supermarktpreis konsumiert werden dürfen und das Fleisch lediglich mit einer geringen Kochgebühr von 25 Baht pro 100 Gramm zubereitet wird. Zweite Station in Nord-Pattaya mit deutscher Wurstabteilung Im zweiten Supermarkt in Nord-Pattaya wird besonders deutlich, wie stark sich das Angebot an deutschsprachiger Kundschaft orientiert. Im Brotregal finden sich Roggenbrot, Pumpernickel, Baguette, Croissants und Schwarzbrot in vielen Varianten. Beim Bier reicht die Auswahl von Weihenstephaner über Erdinger bis Franziskaner und Paulaner. Die Wurstabteilung ist nahezu vollständig in deutscher Sprache beschriftet und führt Lachschinken, Zungenwurst und Leberkäse, ein großer Teil davon stammt vom Hersteller Schweine Dieter aus Udon Thani. Auch klassische Beilagen wie Rotkohl, Sauerkraut, Weinkraut sowie eingelegte Gewürzgurken sind selbstverständlich vorrätig. Süßwaren, Weine und Spirituosen aus aller Welt Wer auf deutsche Süßigkeiten Wert legt, kommt in Thailand ebenfalls voll auf seine Kosten. Im Regal liegen Goldbären von Haribo, die komplette Rittersport-Linie, Toffifee, Lindt-Schokolade und viel mehr. Auch Schnäppchen lassen sich finden, etwa Snickers für 15 statt 29 Baht. Beim Wein reicht das Sortiment von deutschem Riesling aus dem Rheingau über Schweizer Appenzeller bis zu italienischem Fernet Branca, ergänzt durch Jägermeister, Kümmerling und verschiedene Likörsorten wie Eierlikör, Edelkirsch und Saurer Apfel. Bei den Whiskys finden sich die international bekannten Marken, deutscher Whisky bleibt hingegen eher die Ausnahme. Man braucht auf nichts zu verzichten Die Hörer erleben in dieser Folge eindrücklich, dass Thailand kulinarisch längst auf Weltklasseniveau angekommen ist und insbesondere in urbanen Touristenregionen wie Pattaya keine Wünsche offenbleiben. Stefan Fabbro und Wolfgang Payer machen deutlich, dass Sie weder auf deutsches Brot zum Frühstück noch auf französischen Käse oder bayerisches Weißbier verzichten müssen. Wer eine Auswanderung nach Thailand plant, kann die Sorge um vertraute Lebensmittel getrost zu den Akten legen. Die beiden Supermarktbesuche stehen dabei stellvertretend für ein deutlich größeres Angebot in der Stadt. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • May 2 · 29 min

    #69 – Warum viele Auswanderer in Thailand scheitern!

    Thailand gilt vielen als Sehnsuchtsort, an dem sich der Traum vom besseren Leben endlich verwirklichen lässt. Doch die Realität sieht für nicht wenige Auswanderer ganz anders aus. In Folge 69 des Auswandern Thailand Podcast sprechen Wolfgang Payer und Stefan Fabbro offen darüber, warum Auswanderungen scheitern, welche Erwartungen besonders gefährlich sind und was erfolgreiche Auswanderer von gescheiterten unterscheidet. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="to4QyFRnJKo" caption="Warum viele Auswanderer in Thailand scheitern!"] Erfolg und Scheitern sind sehr individuell Die Frage, wann eine Auswanderung als gescheitert gilt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Auswanderer, der mit 1.000 Euro im Isaan zufrieden zwischen Reisfeldern und Wasserbüffeln lebt, hat seinen persönlichen Erfolg gefunden. Ein anderer kommt mit dem dreifachen Betrag in Pattaya oder Bangkok kaum über die Runden, weil sein Lebensstandard zu hoch geschraubt ist. Entscheidend ist nicht das Konto, sondern ob jemand sein Leben in Thailand so führen kann, wie er es sich für sich selbst vorgestellt hat. Zu hohe Erwartungen sind die größte Gefahr Den mit Abstand häufigsten Grund für gescheiterte Auswanderungen sehen beide in unrealistischen Erwartungen. Wer durch Fernsehserien wie Traumschiff geprägt nach Thailand kommt und glaubt, ihm fielen die gebratenen Tauben in den Mund, erlebt eine harte Landung. Thailand ist kein Paradies, sondern ein Land mit ganz eigenen Regeln, Kosten und Herausforderungen. Wenn die rosarote Brille zerbricht, folgt der Frust schnell. Wer aus Frust auswandert, scheitert mit hoher Wahrscheinlichkeit Besonders kritisch beurteilen die beiden Auswanderer den Beweggrund der Unzufriedenheit. Wer Deutschland oder Österreich verlässt, weil ihm dort alles auf die Nerven geht, nimmt seinen Frust mit nach Thailand. Wer aus Stress, Frust und Unzufriedenheit flüchtet, wird die gleichen Gefühle früher oder später auch in Thailand wiederfinden. Der Sprung vom Urlauber zum Bewohner Ein zentrales Moment ist für viele der Übergang vom Urlaubs- in den Alltagsmodus. Solange Hotelpersonal kocht, putzt und wäscht, bleibt das Leben unbeschwert. Sobald jedoch die eigene Wohnung mit Miete, Nebenkosten, Einkäufen und Hausarbeit ansteht, holt der Alltag den Auswanderer ein. Wer diesen Sprung nicht schafft und dauerhaft zwischen Walking Street, Clubs und Besuchen aus Europa hängen bleibt, verliert sein Ziel schnell aus den Augen. Finanzielle Fehlplanung als Stolperstein Nummer zwei Direkt nach den falschen Erwartungen folgen Geldprobleme als zweithäufigste Ursache für das Scheitern. Mit 1.200 Euro ist man weder in Deutschland noch in Thailand der König, und ein einfacher Ortswechsel saniert keine Finanzen. Besonders jüngere Auswanderer ohne Rente oder gesichertes Online-Einkommen unterschätzen die laufenden Kosten und die Schwierigkeiten des thailändischen Arbeitsmarkts für Ausländer. Wer hingegen eine solide Rente, Mieteinnahmen oder eine gefragte Online-Tätigkeit mitbringt, hat eine deutlich bessere Ausgangsposition. Vorbereitung, Visum und realistische Selbsteinschätzung Eine abrupte Auswanderung ohne klaren Plan halten beide für einen kapitalen Fehler. Der Aufenthaltstitel sollte vor dem Umzug geklärt sein und nicht erst vor Ort als Visa-on-Arrival-Tourist improvisiert werden. Wolfgang Payer empfiehlt eine klassische Pro-und-Kontra-Liste, in der ehrlich auch die Familie in der Heimat berücksichtigt wird. Stefan Fabbro nennt drei klare Schritte: gründlich informieren über Visa-Optionen Pro und Kontra abwägen sich in Ruhe fragen, was man sich von Thailand wirklich erwartet und tatsächlich leisten kann. Soziales Umfeld und Integration Ein stabiles soziales Umfeld halten beide für unterschätzt. Stefan Fabbro lebt überwiegend in einem thailändischen Freundeskreis, hat aber auch zwei deutsche Vertraute in Pattaya. Wolfgang Payer pflegt sowohl thailändische Bekanntschaften als auch deutsche Stammtische, weil gerade an schlechten Tagen der Austausch mit Landsleuten gut tut. Wer dauerhaft in Thailand leben möchte, sollte zudem Sprache und Kultur ernst nehmen. Schon einfache Thai-Kenntnisse machen das Leben leichter und schaffen echten Respekt bei den Thailändern. Lebensqualität als Maßstab für Erfolg Erfolg lässt sich nicht in Baht messen, sondern darin, ob das Leben durch die Auswanderung tatsächlich besser geworden ist. Stefan Fabbro kann nklar sagen, dass sich seine Lebensqualität vervielfacht hat. Wer realistische Erwartungen mitbringt, finanziell solide plant, sich gut auf die Auswanderung vorbereitet und bereit ist, sich zu integrieren, hat sehr gute Chancen, in Thailand sein persönliches Paradies zu finden. Wer hingegen aus Frust flieht und auf Wunder hofft, sollte seine Pläne lieber noch einmal überdenken. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • April 25 · 31 min

    #68 – Ein großes Herz für kleine Menschen: Reiner Calmund in Thailand

    Reiner Calmund ist zum zweiten Mal zu Gast im Auswandern Thailand Podcast. Der frühere Bundesliga-Manager spricht offen über sein soziales Engagement in Thailand, seine Patenschaften, sein Adoptivkind und über die Frage, warum es ihm wichtig ist, Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Der zweite Auftritt entstand kurzfristig anlässlich eines Empfangs der Deutschen Botschaft in Bangkok, bei dem Calmund einen Vortrag zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hielt. Calmund nimmt sich Zeit für ein ausführliches und sehr persönliches Interview. Thailand als Land mit zwei Gesichtern Calmund beschreibt Thailand zunächst als wunderbares Urlaubsland mit Sonne, hervorragender Küche, Stränden, Bergen und schönen Städten. Gerade für Menschen aus Europa, die nicht über ein großes Budget verfügen, sei das Königreich ein Paradies. Gleichzeitig macht er deutlich, dass dieses Bild nur eine Seite der Wahrheit ist. Wie in Deutschland und Europa gebe es auch in Thailand viele Menschen und insbesondere Kinder, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Wer es sich leisten könne, solle deshalb regelmäßig prüfen, ob er etwas zurückgeben kann. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="c7dLtND-fno" caption="Ein großes Herz für kleine Menschen: Reiner Calmund in Thailand"] Der Patensohn und das Waisenhaus in Pattaya Ein zentrales Thema des Gesprächs ist Calmunds Patensohn studiert hat und gemeinsam mit seiner Freundin auf dem Empfang der Botschaft auftrat. Er wurde als Säugling im Alter von wenigen Wochen in einem Körbchen vor dem Waisenhaus abgesetzt. Die Einrichtung gehört zum Human Help Network und betreut Kinder unabhängig von Religion und Herkunft, sowohl auf christlicher als auch auf buddhistischer Grundlage. Calmund betont, dass ihm gerade dieser religionsübergreifende Ansatz wichtig ist, da er sich mit beiden Glaubensrichtungen identifizieren kann. Der Engel von Siam Eine Schlüsselrolle in Calmunds Engagement spielt die langjährige Leiterin des Waisenhauses, die er als Engel von Siam bezeichnet. Über ein Gespräch mit dem Leiter des Mainzer Unterhauses kam Calmund vor 18 Jahren zu seinem 60. Geburtstag auf die Idee, statt Geschenken Spenden zu sammeln. Unter dem Motto Kinder lächeln statt Geschenke kamen damals 20.000 Mark zusammen, die direkt an das Human Help Network in Thailand überwiesen wurden. Zu seinem 75. Geburtstag waren es bereits über 200.000 Euro, ohne dass Calmund einen einzigen Cent in die eigene Hand bekam, da das beauftragte Jugendhilfswerk die Spenden direkt verwaltet. Adoptiv- und Pflegekind Aus dem regelmäßigen Kontakt zum Waisenhaus entwickelte sich auch eine Adoption. Ein Mädchen, das ausschließlich seine Frau als Bezugsperson akzeptierte, wurde in die Familie aufgenommen. Sie ist heute 16 Jahre alt und für Calmund das liebste seiner Kinder, da sie die größten Bedürfnisse hatte. Eine zweite enge Bindung gibt es zur einer weiteren Pflegetochter aus dem Saarland, die als Achtjährige als einziges Familienmitglied einen Hausbrand überlebte. Sie hat inzwischen ihr Abitur mit der Gesamtnote 1,0 abgeschlossen und entschied sich gegen einen sofortigen Berufseinstieg, um in Thailand ein soziales Jahr beim Human Help Network zu absolvieren. Parallel wird sie in der Easy ABC Sprachschule ihr Englisch vertiefen. Klare Worte an Spenden-Kritiker Reiner Calmund stellt unmissverständlich klar, wie er mit Menschen umgeht, die soziales Engagement grundsätzlich kritisieren. Wer selbst nichts beitrage und trotzdem über Spender meckere, sei für ihn schlicht ein Bedenkenträger, dem er den Buckel runterrutschen lasse. Er gehe sorgfältig mit den anvertrauten Geldern um, lasse jeden einzelnen Spendenfluss dokumentieren und arbeite ausschließlich mit transparenten Strukturen. Wichtig sei ihm, dass nicht nur reiche Spender, sondern auch der einfache Mensch von der Straße, der zehn Baht geben kann, denselben Stellenwert habe wie ein Unternehmer mit großen Beträgen. Thailändische Lebensart und der Vergleich mit Deutschland Im Gespräch zeigt sich Calmund auch als großer Liebhaber der thailändischen Küche. Er bestellt im Restaurant konsequent Tom Yam Goong und Pad Krapow mit Rind, gefolgt von Mango als Nachspeise, und bezeichnet einfache thailändische Gerichte als Sterne-Erlebnis. Auch in Deutschland greift er regelmäßig zur asiatischen Küche, die in Saarlouis fest zur Esskultur gehört. Innereien und stark fermentierter Stinkefisch wie Pla Raa sind hingegen nicht sein Geschmack. Thailand und der Fußball Beim Thema thailändischer Fußball wird Calmund deutlich. Trotz über 70 Millionen Einwohnern fehle es nicht an Talent, sondern an konsequenter Nachwuchsarbeit. In Deutschland werde Profivereinen klar vorgeschrieben, welche Trainer mit Lizenz, welche Infrastruktur und welche Ausbildungswege sie nachweisen müssen, um in der Ersten oder Zweiten Liga spielen zu dürfen. Genau diese verbindlichen Strukturen fehlten in Thailand bisher. Anekdotisch berichtet Calmund auch davon, wie er Winnie Schäfer als ehemaligen Nationaltrainer nach Thailand vermittelte und wie er selbst beim Empfang in Bangkok das aktuelle Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit Unterschriften an einen hohen General übergab. Berliner Mauer im Garten der Botschaft Ein weiteres Thema sind die Stücke der Berliner Mauer, die im Garten der Deutschen Botschaft stehen. Sie wurden vom Berliner Unternehmer Axel Brauer aus Pattaya finanziert und symbolisch eingeweiht. Für Calmund passt das Symbol perfekt zu einer Botschaft, da Mauern zwischen Menschen und Gesellschaften gefallen seien und Freiheit auch in Asien einen sichtbaren Ausdruck verdiene. Calmunds Botschaft an die Zuschauer Zum Abschluss richtet Calmund einen direkten Appell an alle, die in Thailand leben oder das Land besuchen. Wer seine Grundbedürfnisse selbst decken könne, solle regelmäßig nach links und rechts schauen und einen kleinen Teil für Menschen einsetzen, die diese Möglichkeit nicht haben. Insbesondere Kinder seien auf solche Unterstützung angewiesen. Für ihn sei es nebensächlich, ob jemand zehn Baht oder tausend Baht gebe. Entscheidend sei die Haltung, dass man hinschaut und handelt. Mit dieser klaren Aussage endet ein außergewöhnlich persönliches Gespräch mit einem prominenten Förderer thailändischer Waisenkinder. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • April 18 · 15 min

    #67 – Thailand Visum erklärt: Multiple/Single Entry, Re-Entry & Extension of Stay endlich verständlich

    In Folge 67 des Auswandern Thailand Podcast klären Stefan Fabbro von FS Consulting und Wolfgang Payer von der Easy ABC Sprachschule die häufigsten Missverständnisse rund um das thailändische Visumsystem. Nach der Folge zu O und OA Visum sind zahlreiche Fragen und Kommentare eingegangen. In dieser Episode werden die wichtigsten Begriffe sauber voneinander abgegrenzt. Von Single Entry über Multiple Reentry Permit bis zur Extension of Stay. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="_SKQQVa0kd4" caption="Thailand Visum erklärt: Multiple/Single Entry, Re-Entry & Extension of Stay endlich verständlich"] Non-O Visum nur noch als Single Entry Das Non-Immigrant-O Visum gab es früher auch als Variante mit mehreren Einreisen. Diese Multiple-Entry-Version wurde mittlerweile eingestellt. Aktuell wird das Non-O ausschließlich als Single Entry ausgestellt. Mit der ersten Einreise erlischt das Visum, eine zweite Einreise ist damit nicht mehr möglich. An der Grenze wird ein Aufenthalt von 90 Tagen in den Pass gestempelt. Reentry Permit schützt den Aufenthaltsstatus Wer innerhalb der 90 Tage Thailand verlassen und zurückkehren möchte, kann beim Immigrationsbüro ein Reentry Permit beantragen. Diese Wiedereinreisegenehmigung schützt den aktuellen Aufenthaltsstatus. Bei der Rückkehr wird die verbleibende Zeit wieder in den Pass gestempelt. Das Reentry Permit gibt es als Single Variante für eine einzelne Ausreise oder als Multiple Variante für mehrfache Ausreisen während der Gültigkeit des Aufenthaltstitels. Multiple Entry ist nicht Multiple Reentry Viele Zuschauer haben diese beiden Begriffe in den Kommentaren verwechselt. Der Unterschied ist aber entscheidend. Multiple Entry bezieht sich auf ein Visum mit mehreren Einreisemöglichkeiten, das bereits bei Botschaft oder Konsulat so ausgestellt wird. Multiple Reentry Permit hingegen bezieht sich auf eine Aufenthaltsgenehmigung, nicht auf ein Visum. Sie wird beim Immigrationsbüro beantragt und erlaubt mehrfache Ausreisen während der Dauer des aktuellen Aufenthaltsstatus. Extension of Stay statt Jahresvisum Wer mit einem Non-O Single Entry einreist und im Land eine zwölfmonatige Aufenthaltsgenehmigung beantragt, spricht umgangssprachlich gerne vom Jahresvisum. Fachlich und rechtlich ist dieser Begriff inkorrekt. Auf dem TM7-Formular steht Application for an Extension of Stay Permit. Es handelt sich um eine Verlängerung des Aufenthalts, nicht um eine Verlängerung eines Visums. Ein Visum kann im Inland nicht verlängert werden. Ein Visum dient der Einreise, die Extension of Stay dem Aufenthalt im Land. Zwei Ministerien, zwei Zuständigkeiten Visum und Extension of Stay werden von zwei unterschiedlichen Behörden bearbeitet. Für das Visum ist in der Regel das Außenministerium über Botschaft und Konsulat zuständig. Für die Extension of Stay ist das Innenministerium über das Immigrationsbüro verantwortlich. Diese klare Trennung erklärt auch, warum ein Reentry Permit nur beim Immigrationsbüro beantragt werden kann, während ein Multiple Entry Visum nur über Botschaft oder Konsulat erhältlich ist. Wer die Grundbegriffe sauber voneinander trennt, versteht automatisch auch die Folgeprozesse. Die Frage nach dem Unterschied zwischen Multiple Entry und Multiple Reentry beantwortet sich von selbst, sobald klar ist, dass das eine auf einem Visum und das andere auf einem Aufenthaltstitel beruht. Wer sich selbst im Immigrationsbüro bewegt oder andere Auswanderer berät, sollte diese Unterscheidung sicher beherrschen. Für die alltägliche Kommunikation mit Kunden oder älteren Zuhörern bleibt der Begriff Jahresvisum allerdings praktikabel.

  • April 11 · 45 min

    #66 – Kein Geld, kein Rückflug: Wenn Auswanderer stranden

    In der aktuellen Folge des Auswandern Thailand Podcast sprechen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer mit Pastor Peter Hirsekorn über das Begegnungszentrum in Pattaya. Die Einrichtung in Naklua steht allen deutschsprachigen Menschen offen, unabhängig von Herkunft, Glauben oder sozialem Status. Von Dienstag bis Sonntag bietet das Zentrum einen Ort der Begegnung, Information und Gemeinschaft. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="eh1fAB-f9ls" caption="Kein Geld, kein Rückflug: Wenn Auswanderer stranden"] Vielfältiges Programm für jedes Alter Das Begegnungszentrum richtet sich an Menschen, die so lange wie möglich selbstbestimmt leben möchten. Das Angebot umfasst Yogakurse, Seniorengymnastik, Billard, Gesellschaftsspiele und moderierte Gesprächskreise zu unterschiedlichsten Themen. Darüber hinaus gibt es einen wöchentlichen internationalen deutschsprachigen Stammtisch sowie Sprachkurse als Hilfe zur Selbsthilfe. Eine Bibliothek mit 4.000 deutschsprachigen Büchern steht den Besuchern kostenlos zur Verfügung. Gemeindeausflüge und Veranstaltungen Regelmäßig organisiert das Begegnungszentrum Tagestrips zu interessanten Orten in Thailand. Die Ausflüge werden zum Selbstkostenpreis mit lizenzierten Minivan-Unternehmen durchgeführt und stehen auch Nichtmitgliedern offen. Zu den Highlights zählen das jährliche Oktoberfest, der Karneval und die Country Night. Das erste Fest der Deutschen in Pattaya, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Beergarden Bramburi, war mit 104 verkauften Tickets ein voller Erfolg. Keine Kirche, sondern eine offene Gemeinschaft Obwohl das Begegnungszentrum von Gemeindemitgliedern getragen wird, ist es ausdrücklich keine kirchliche Einrichtung. Rund 85 Prozent des Programms haben keinen Bezug zum christlichen Glauben. Die Besucher reichen vom Kurzzeittouristen über sogenannte Zugvögel, die mehrere Monate in Thailand überwintern, bis hin zu langjährigen Expats. Seit Dezember 2024 besitzt die Einrichtung den juristischen Status einer anerkannten Religionsgemeinschaft und ist damit vertragsfähig. Finanzierung durch Spenden und ehrenamtliches Engagement Das Begegnungszentrum finanziert sich ausschließlich über Spenden und ehrenamtliche Arbeit. Weder die deutsche Amtskirche noch der thailändische Staat leisten finanzielle Unterstützung. Die größte Herausforderung bleibt die Deckung der laufenden Kosten, insbesondere der Miete. Für in Thailand steuerpflichtige Spender stellt das Zentrum anerkannte Zuwendungsbescheinigungen aus. Zudem arbeitet man an der Gründung eines gemeinnützigen Vereins in Deutschland, um auch dort steuerlich absetzbare Spenden zu ermöglichen. Wenn Auswanderer in Not geraten Pastor Hirsekorn berichtet von Fällen, in denen Deutsche ohne finanzielle Mittel im Begegnungszentrum Hilfe suchen. Die Einrichtung versteht sich jedoch nicht als Auffangbecken für gescheiterte Existenzen, sondern als Mischung aus sozialdiakonischer Einrichtung und Kulturzentrum. Seelsorgerische Unterstützung steht jedem zur Verfügung, finanzielle Hilfe wie Krankenhausrechnungen oder Rückflüge kann das Zentrum jedoch nicht leisten. Hirsekorn appelliert an die Eigenverantwortung und empfiehlt, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Räumlichkeiten auch für externe Nutzung Das Begegnungszentrum bietet seine Räumlichkeiten auch zur Vermietung an. Für Abendveranstaltungen stehen bis zu 100 Sitzplätze zur Verfügung, Catering kann über bewährte Partner organisiert werden. Für kleinere Veranstaltungen oder Versammlungen können einzelne Schulungsräume im ersten oder zweiten Stock gegen eine Gebühr gebucht werden. Interessierte können sich direkt an Pastor Peter Hirsekorn wenden. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • April 8 · 40 min

    Spezialfolge – Reiner Calmund beim WM-Talk in Bangkok 2026

    Ein besonderes Highlight für Wolfgang vom Auswandern Thailand Podcast: Reiner Calmund, die Fußball-Legende und langjährige Manager-Ikone, war Gast beim WM-Talk 2026, der von der Deutschen Botschaft in Bangkok organisiert wurde. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="6foLd_Bscrs" caption="Reiner Calmund WM-Talk 2026 in Bangkok - Highlights"] Reiner Calmund und Thailand: Eine persönliche Geschichte Calmunds Verbindung zu Thailand ist nicht nur sportlicher Natur. Sein schönster persönlicher Moment in Thailand, wie er selbst sagte, war die Adoption seiner Tochter. Diese wurde direkt nach ihrer Geburt im Waisenhaus in Pattaya betreut. Während eines Urlaubs besuchte seine Frau Sylvia regelmäßig das Heim und dann war es schließlich das Kind selbst, das sich seine Mutter aussuchte. Der Weg durch die deutschen Behörden und Ministerien war lang, aber Calmund ließ sich nicht aufhalten und setzte die Adoption durch. Scharfe Kritik an der FIFA Club-WM Deutliche Worte fand Calmund für die FIFA Club-Weltmeisterschaft 2025. Er bezeichnete das Turnier als Geldspektakel ohne sportliche Fairness: Chelsea sei Clubweltmeister geworden, während Liverpool gar nicht teilnahm. Auch Fluminense aus Brasilien, mehrfach auf hinteren Tabellenplätzen, habe ohne nachvollziehbare Qualifikation teilgenommen. Calmund forderte eine sportlich faire Qualifikation und kritisierte die ohnehin überfüllten Spielpläne, die den Spielern kaum noch Regenerationsphasen lassen. WM 2026: Gigantisch, teuer, emotional Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird mit 48 Mannschaften die größte Weltmeisterschaft der Geschichte. Calmund sieht darin Chancen für kleinere Fußballnationen, warnt aber gleichzeitig vor den Kosten für Fans. Trotz der hohen Preise erwartet Calmund einen neuen Zuschauerrekord, denn bereits 1994 stellten die USA mit einem Schnitt von 68.600 Zuschauern pro Spiel einen Rekord auf. Die deutsche Nationalmannschaft unter der Lupe Calmunds Einschätzung zur deutschen Nationalmannschaft ist nüchtern und realistisch. Im Angriff setzt er auf Kai Havertz, der nach seiner Verletzung zurückgekehrt ist, sowie auf die Weltklasse-Außenbahnspieler Jamal Musiala und Florian Wirtz. In der Innenverteidigung lobt er die Besetzung mit Nico Schlotterbeck und Antonio Rüdiger, auch wenn er sich wünscht, dass Rüdiger sein Spiel noch mehr verfeinert. Die größte Sorge gilt dem Tor, denn sowohl Manuel Neuer als auch Marc-Andre ter Stegen sind angeschlagen oder verletzt, und Calmund würde trotzdem alles daran setzen, Neuer als Erfahrungsträger mitzunehmen, notfalls als Dritter Torwart. Fußball-Nachwuchs in Thailand Auch der Nachwuchsfußball in Thailand war Thema, als Wolfgang Payer, Inhaber der Easy ABC Sprachschule in Pattaya, eine Frage über Winnie Schäfer und Thailands Potenzial auf der Weltbühne stellte. Kein Trainer der Welt kann ein System verbessern, wenn die Nachwuchsstrukturen fehlen, sagt Calmund. In der deutschen Bundesliga sei es Pflicht, ein zertifiziertes Nachwuchsleistungskonzept vorzuweisen, andernfalls darf ein Verein nicht in der 1. Liga spielen. Hagen Hütner, ein seit 15 Jahren in Thailand tätiger Profi-Trainer, bestätigte den Befund und forderte den thailändischen Verband auf, verbindliche Konzepte für die Erstligaklubs einzuführen. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]

  • April 4 · 53 min

    #65 – Mit dem Motorrad von Deutschland nach Thailand – unglaubliche Reise auf 2 Rädern

    Mit dem Motorrad von Deutschland nach Thailand In Folge 65 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen ganz besonderen Gast im Studio in Pattaya. Florian Pollinger, 34 Jahre alt und Audi-Mitarbeiter aus Bayern, hat sich auf seine 32 Jahre alte BMW GS 1100 gesetzt und ist von Deutschland bis nach Thailand gefahren. Über 35.000 Kilometer, acht Monate unterwegs, durch mehr als zehn Länder. Was als Backpacking-Urlaub vor zehn Jahren begann, wurde zum großen Lebenstraum auf zwei Rädern. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="rSypjwnulrE" caption="Von Deutschland nach Thailand auf dem Motorrad - Ein Traum wird wahr"] Vom Dorfjungen zum Weltreisenden Florians Leidenschaft für Motorräder begann mit zwölf Jahren. Seitdem hat er sich stetig gesteigert. Erst Tagestouren, dann Monatstouren durch Europa, bis zum Nordkap. Die Idee für den großen Trip kam bei seinem ersten Thailand-Besuch. Beim Rückflug schaute er aus dem Flugfenster und nahm sich vor, das nächste Mal mit dem eigenen Motorrad zu kommen. Sabbatical bei Audi als Ermöglicher Die Finanzierung lief über ein Sabbatical-Modell bei seinem Arbeitgeber Audi. Florian arbeitete zuvor zum reduzierten Gehalt von 65 Prozent und erhält nun während seiner Reise weiterhin rund 2.000 Euro monatlich. Er bleibt dabei angestellt, sozialversichert und zahlt in die Rentenkasse ein. Sein monatliches Reisebudget liegt zwischen 1.400 und 1.600 Euro, alles komplett selbst finanziert ohne einen einzigen Sponsor. Die Route durch zehn Länder Die ursprüngliche Route sollte über Afghanistan, Pakistan und Indien führen. Aufgrund der geopolitischen Lage musste Florian umplanen. Die tatsächliche Strecke führte über Österreich, den Balkan, die Türkei, Georgien, Russland, Kirgisistan und China nach Laos und schließlich Thailand. Die Temperaturen reichten dabei von minus 20 Grad in Kirgisistan auf 5.000 Metern Höhe bis plus 40 Grad in der chinesischen Devil City nahe der Wüste Gobi. Warum eine 32 Jahre alte BMW Die Wahl einer alten Maschine war bewusst getroffen. In vielen Ländern der Route gibt es zwar gute Mechaniker, aber keine Elektronik-Spezialisten. Die BMW GS 1100 funktioniert rein mechanisch und lässt sich mit Standardwerkzeug komplett zerlegen und reparieren. Florian hat sich das nötige Wissen über YouTube und die Werkstatt eines Freundes selbst beigebracht. Vor dem Trip baute er das komplette Getriebe aus, die Kupplung wurde erneuert und ein neues Fahrwerk eingebaut. Herausforderungen unterwegs Zweimal brach der Rahmen des Motorrads. In Kirgisistan ließ Florian ihn in einem Zehn-Leute-Dorf schweißen, in Laos wurde die zweite Bruchstelle repariert. In China war ein Reiseführer Pflicht, Kostenpunkt 2.000 Euro pro Person. In Thailand wurde er von Makaken bestohlen, die sein Klopapier und seine Chilis aus dem Rucksack klauten. Ein Skorpion- oder Tausendfüßlerstich brachte ihn ins Krankenhaus, blieb aber ohne ernste Folgen. Die freundlichsten Länder und ein klarer Rat Auf die Frage nach den freundlichsten Ländern nennt Florian Kirgisistan, die Türkei, Thailand und China. Selbst in Russland habe er sich nie unsicher gefühlt. Er übernachtete überwiegend im Zelt, orientierte sich über Google Maps und hatte Internet über eSIM. Sein Rat an alle, die einen ähnlichen Traum haben, ist klar formuliert. Nicht auf die Zweifler hören, gut planen und einfach durchziehen. Nach dem Thailand-Aufenthalt geht es für Florian weiter nach Spanien, wo sein Motorrad per Schiff aus Malaysia eintrifft, und dann nach Afrika. [mg8p_podcast][mg8p_podcast_latest]