
Sonderreihe Schmerz (3/4): Bewegung als Therapie mit Peter O’Sullivan
Gastgeber*innen & Gäste Dr. med. Marco Wintruff Dr. med. Jan-Peer Rogmann Gast Peter O´Sullivan https://evoolvepaincare.academy Feedback podcast@derschmerzcode.de Sponsoring https://auphonic.com/donate_credits?user=Wintruff Paypal: m.wintruff@gmx.de Homepage https://www.derschmerzcode.de Fortbildungspunkte Die Ärztekammer Hamburg hat die Veranstaltung (Podcast) mit 1 Punkt anerkannt. Der/Die CME-Punkt/e können unter der Angabe der notwendigen Schlüsselwörter bis zu 14 Tage nach der Veröffentlichung, unter folgendem Link, beantrag werden: https://forms.gle/7k95zeiEu6KScJLw5 Literatur und kurze Zusammenfassungen (1) Cognitive Functional Therapy with or without movement sensor biofeedback versus usual care for chronic, disabling low back pain (RESTORE): a randomised, controlled, three-arm, parallel group, phase 3, clinical trial Peter Kent, Terry Haines, Peter O'Sullivan, Anne Smith, Amity Campbell, Robert Schutze, Stephanie Attwell, JP Caneiro, Robert Laird, Kieran O'Sullivan, Alison McGregor, Jan Hartvigsen, Den-Ching A Lee, Alistair Vickery, Mark Hancock. The Lancet, Volume 401, Issue 10391, 3 June 2023, Pages 1866-1877, https://doi.org/10.1016/S0140-6736(23)00441-5 Zusammenfassung: Die RESTORE-Studie untersuchte die Wirksamkeit der Cognitive Functional Therapy (CFT) im Vergleich zur Standardversorgung bei Patienten mit chronischen, einschränkenden Rückenschmerzen. In dieser randomisierten, kontrollierten Phase-3-Studie wurde geprüft, ob CFT – entweder allein oder ergänzt durch Biofeedback mittels Bewegungssensoren – zu einer besseren Verbesserung der körperlichen Funktion und Schmerzreduktion führt. Die Ergebnisse zeigten, dass CFT sowohl mit als auch ohne den Einsatz von Sensoren im Vergleich zur Standardversorgung zu klinisch bedeutsamen und nachhaltigen Verbesserungen der Funktion und der Schmerzintensität führte. Dabei machte die zusätzliche Nutzung von Biofeedback-Sensoren keinen signifikanten Unterschied in der Wirksamkeit aus. Die Studie unterstreicht somit den Wert eines biopsychosozialen Therapieansatzes, der kognitive Strategien mit funktionalem Training kombiniert, um die Selbstwirksamkeit der Patienten zu steigern und die körperliche Beeinträchtigung bei chronischen Rückenschmerzen zu reduzieren. (2) A Prospective Qualitative Inquiry of Patient Experiences of Cognitive Functional Therapy for Chronic Low Back Pain During the RESTORE Trial Nardia-Rose Klem, Peter O’Sullivan, Anne Smith, and Robert Schütze. Qualitative Health Research, 9 September 2024, https://doi.org/10.1177/10497323241268777 Zusammenfassung: Diese qualitative Untersuchung ergänzt die RESTORE-Studie, indem sie die subjektiven Erfahrungen von Patienten mit der Cognitive Functional Therapy (CFT) bei chronischen Rückenschmerzen analysiert. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Patienten die Therapie primär als einen Prozess der Befreiung und des Neu-Lernens wahrnahmen. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der therapeutischen Beziehung und die Erkenntnis, dass Schmerzen nicht zwangsläufig eine Gewebeschädigung bedeuten, was zu einer Verringerung von Angst und einer gesteigerten Selbstwirksamkeit führte. Die Teilnehmer berichteten, dass die Kombination aus kognitiver Umbewertung und der schrittweisen Rückkehr zu vermiedenen Bewegungen ihnen half, ihre körperlichen Fähigkeiten zurückzugewinnen und eine aktivere Lebensweise einzunehmen. Insgesamt bestätigt die Studie, dass der biopsychosoziale Ansatz der CFT tiefgreifende positive Veränderungen im Selbstbild und im Umgang mit der Erkrankung bewirkt. (3) Mechanisms of change in cognitive functional therapy: A longitudinal mediation analysis of the RESTORE clinical trial for disabling chronic low back pain Robert Schütze, Bernard Liew, JP Caneiro, Peter O’Sullivan, Peter Kent, Mark Hancock, Jan Hartvigsen, Kieran O’Sullivan, Alison McGregor, Amity Campbell, Stephanie Attwell, Anne Smith. Behaviour Research and Therapy, 3 September 2025, Volume 193, Article 104853, https://doi.org/10.1016/j.brat.2025.104853 Zusammenfassung: Diese Studie analysiert die Wirkmechanismen der Cognitive Functional Therapy (CFT) im Rahmen der RESTORE-Studie mithilfe einer longitudinalen Mediationsanalyse. Ziel war es zu verstehen, welche psychologischen und verhaltensbezogenen Faktoren die Verbesserungen der körperlichen Funktion und Schmerzreduktion bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen tatsächlich vorantreiben. Die Ergebnisse zeigen, dass die positiven Effekte der CFT maßgeblich durch eine Reduktion von angst- und vermeidungsbasierten Überzeugungen sowie eine Steigerung der Selbstwirksamkeit vermittelt werden. Insbesondere die Abnahme von katastrophisierendem Denken und die Änderung des Verständnisses über die Ursache der Schmerzen erwiesen sich als zentrale Mediatoren für den Therapieerfolg. Damit belegt die Analyse, dass CFT nicht primär durch rein physische Übungen wirkt, sondern durch eine kognitive und emotionale Umstrukturierung, die es den Patienten ermöglicht, körperliche Aktivitäten trotz Schmerzen wieder aufzunehmen und ihre funktionale Kapazität nachhaltig zu steigern. Die Zusammenfassungen wurden mithilfe eines computergestützten Algorithmus erstellt. Hardware MacBook Air, M2 (2022), Apple Inc., One Apple Park Way, Cupertino, Kalifornien, USA beyerdynamic dt 297, beyerdynamic GmbH & CO. KG, Theresienstr. 8, D-74072 Heilbronn, Deutschland PodTrak P4, Zoom Corporation, 55 N Almaden Blvd, 6. Stock, San Jose, CA 95113, USA Musik und Gestaltung GarageBand, Version 10.4.10, Soundmediathek 1178, Titelmusik: „Collins Avenue Long“ Podcast-Logo: Privatbilder mit modifiziertem Hintergrundbild nach „matrix_plot.png“ von https://www.r-bloggers.com; „Matrix-style screensaver in R“, Layout via Microsoft®️PowerPoint for Mac, Version 16.80 (23121017) Podcast Begrüßung, Verabschiedung und Ansagen: Text-To-Speech via https://elevenlabs.io/text-to-speech (Freya) Audioüberarbeitung https://auphonic.com Disclaimer Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Inhalte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch können die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Podcast ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.
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