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Artwork for WDR 3 Meisterstücke

WDR 3 Meisterstücke

Westdeutscher Rundfunk

Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber und Neueinsteiger. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.

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  • 29 episodes
  • weekly
  • Avg 13 min
  • German
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  • Yesterday · 13 min

    Robert Schumann: 2. Sinfonie – Psychotherapie in vier Sätzen

    Robert Schumann geht es miserabel: Kopfschmerzen, Depressionen, Angstzustände. Sein Gegenmittel: viel Bach und eine neue Sinfonie. Die fordert nicht nur ihn heraus – sondern treibt auch das Orchester an seine Grenzen. Das Leipziger Uraufführungspublikum hat 1846 seine liebe Mühe mit der Sinfonie. Ein Kritiker empfiehlt Schumann sogar, doch bitte allgemeinverständlicher zu komponieren. Der denkt gar nicht daran. Im Finale holt er die Themen der vorangegangenen Sätze zurück und zitiert Beethovens „An die ferne Geliebte“ – ein musikalischer Gruß an seine Frau Clara. So findet die aufgewühlte Sinfonie doch noch zu einem hymnischen Schluss. Nicht, weil plötzlich alles gut wäre. Sondern weil Schumann sich diesen Triumph hart erarbeitet. Wenn dir die Musik von Robert Schumann gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Kinderszenen“ hören – dreizehn Klavierminiaturen, die zeigen, wie viel Schumann in wenigen Takten erzählen kann. Oder Schuberts große C-Dur-Sinfonie: Schumann holte das vergessene Werk ans Licht und übernahm für seine eigene Sinfonie gleich die Tonart und die langsame Einleitung. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61 WDR Sinfonieorchester Köln Heinz Holliger (Ltg.) (audite) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • September 24 · 13 min

    Gabriel Fauré: Trio op. 120 – spätes Licht in d-Moll

    Mit 77 Jahren, fast taub und längst im Ruhestand, fürchtet Gabriel Fauré vor allem eines: Langeweile. Also schreibt er ein Klaviertrio – und klingt darin moderner als viele Komponisten, die halb so alt sind. Zwischen Faurés romantischen Anfängen und diesem Trio liegen Welten. Kirchentonarten treffen auf frei behandelte Formen, die drei Instrumente reichen sich Motive wie in einem Kanon weiter, die Harmonik bleibt in der Schwebe. Im Finale taucht sogar eine Melodie auf, die verdächtig an „Lache, Bajazzo“ erinnert – Fauré erklärt die Ähnlichkeit für rein zufällig. Bei der Uraufführung zu seinem 78. Geburtstag fehlt der kranke Komponist; kurz darauf spielen Alfred Cortot, Jacques Thibaud und Pablo Casals das Werk. Faurés Freunde reagieren begeistert und beinahe beunruhigt: „Wenn er hundert Jahre alt wird, wie weit wird er gehen?“ Wenn dir die Musik von Gabriel Fauré gefällt, solltest du unbedingt auch sein Requiem hören – dort zeigt er ebenfalls, wie große Gefühle ohne großes Pathos auskommen. Oder Ravels Klavierkonzert für die linke Hand: Faurés ehemaliger Schüler treibt die französische Klangsprache darin noch weiter ins 20. Jahrhundert. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Gabriel Fauré: Trio für Klavier, Violine und Violoncello d-Moll op. 120 Trio Wanderer Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • September 17 · 13 min

    Anton Bruckner: 5. Sinfonie – Navi erforderlich

    Anton Bruckners Fünfte ist eine Klanglandschaft voller Umleitungen, Kurven und Großbaustellen. Wer sich hineinwagt, braucht ein Navi – doch im Finale führen alle Spuren zum selben Ziel: B-Dur, Richtung Ewigkeit. Als Bruckner seine Fünfte schreibt, steckt er in Wien in einer schweren Krise. Für die Hauptstadt hat er seine sichere Stelle als Linzer Domorganist aufgegeben, doch das Geld reicht kaum zum Leben. Kritiker verspotten ihn, Johannes Brahms spricht ihm jedes Gefühl für musikalischen Aufbau ab. Bruckners Antwort: seine „größte Arbeit“ – eine Sinfonie, die es niemandem leicht macht. Im Adagio sucht eine einsame Oboe Trost, das Scherzo stolpert durch einen Ländler, im Finale prallen Sonatenform und Fuge aufeinander. Nachdem Orchester das Werk jahrelang abgelehnt haben, greift Dirigent Franz Schalk für die Uraufführung 1894 massiv ein: Um der Premiere zum Erfolg zu verhelfen, instrumentiert er die Partitur um und kürzt rund 15 bis 20 Minuten, vor allem im Finale. Bruckners Originalfassung erklingt erst 1935 – fast vierzig Jahre nach seinem Tod. Wilhelm Furtwängler nennt ihr Finale später das „monumentalste Finale der Weltliteratur“. Wenn dir die Musik von Anton Bruckner gefällt, solltest du unbedingt auch seine 8. Sinfonie hören: Auch sie wächst aus langen Anläufen und gewaltigen Steigerungen zu monumentaler Größe. Oder Mozarts „Jupiter“-Sinfonie, deren Finale Sonatenform und Fuge ähnlich kunstvoll miteinander verbindet. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur, WAB 105 Berliner Philharmoniker Günter Wand (Ltg.) RCA Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autoren: Christoph Vratz, Michael Lohse Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • September 10 · 13 min

    Mussorgski: Bilder einer Ausstellung - Galeriebesuch mit Folgen

    Ein Museumsbesuch schreibt Musikgeschichte: Mussorgski sieht die Bilder seines verstorbenen Freundes Viktor Hartmann – und verwandelt sie in einen Klavierzyklus, der zum Welterfolg wird. 1874 besucht Modest Mussorgski eine Gedächtnisausstellung für seinen früh verstorbenen Freund Viktor Hartmann – und gerät in einen Schaffensrausch. Zehn Bilder macht er zu zehn Klavierstücken: ein grotesker Gnom, ein rumpelnder Ochsenkarren, das Hexenhaus von Hexe Baba Yaga oder das nie gebaute Große Tor von Kiew. Dazwischen spaziert Mussorgski selbst durch die Ausstellung: Seine „Promenaden“ verändern sich mit dem, was er gerade gesehen hat. Später macht Maurice Ravels farbenprächtige Orchesterfassung den Zyklus endgültig weltberühmt. Wenn dir die Musik von Modest Mussorgski gefällt, solltest du unbedingt auch seine Oper „Boris Godunow“ hören – dort findet er ebenfalls einen ganz eigenen, unmittelbar russischen Ton. Oder Ravels Klavierkonzert für die linke Hand: Der Komponist, dessen Orchesterfassung die „Bilder einer Ausstellung“ berühmt gemacht hat, zeigt darin noch einmal seine außergewöhnliche Klangfantasie. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung Svjatoslav Richter, Klavier Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autoren: Philipp Quiring, Michael Lohse Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • September 3 · 12 min

    Franz Schubert: Forellenquintett - Angeln in A-Dur

    Schubert macht Urlaub – und bekommt einen Auftrag mit Sonderwünschen: Kontrabass statt zweiter Geige und bitte Variationen über seinen Hit „Die Forelle“. Daraus wird eines seiner beliebtesten Kammermusikwerke. Sommer 1819: Franz Schubert reist mit seinem Freund Johann Michael Vogl nach Steyr. Dort trifft er den wohlhabenden Mäzen und Hobby-Cellisten Sylvester Paumgartner. Der wünscht sich ein Quintett in ungewöhnlicher Besetzung – und Variationen über Schuberts Lied „Die Forelle“. Schubert liefert fünf Sätze voller Esprit. Der Kontrabass verschafft dem Cello mehr Freiheit, und im vierten Satz wandert die bekannte Forellenmelodie durch die Instrumente. Selbst die ziemlich mörderische Geschichte des Lieds kann die gute Laune dieses Quintetts kaum trüben: Die muntere Forelle landet darin am Ende am Haken. Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Wandererfantasie“ oder das Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ anhören. Wie im Forellenquintett greift Schubert in beiden Werken auf ein eigenes Lied zurück und macht daraus große Instrumentalmusik. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Franz Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667 („Forellenquintett“) Alfred Brendel, Klavier Thomas Zehetmair, Violine Tabea Zimmermann, Viola Richard Duven, Violoncello Peter Riegelbauer, Kontrabass (Philips) Höre dir hier das Album an. Außerdem in dieser Folge zu hören: Franz Schubert: Die Forelle D 550 Fritz Wunderlich, Tenor Hubert Giesen, Klavier (Deutsche Grammophon) Die Aufnahme kannst du hier anhören. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • August 27 · 13 min

    Hugo Wolf: Mörike-Lieder - ein Kritiker wechselt die Seiten

    Musikkritiker Hugo Wolf kann ziemlich gnadenlos austeilen. Dann wechselt er die Seiten – und schreibt im Schaffensrausch 53 Mörike-Lieder. Kleine Form, ganz groß. Hugo Wolf ist als Musikkritiker für seine bissigen Urteile berüchtigt. Mit 27 kündigt er den Job und konzentriert sich aufs Komponieren. Kurz darauf gerät er mit den Gedichten Eduard Mörikes in eine regelrechte „Componier-Wuth“: An manchen Tagen entstehen gleich zwei oder drei Lieder. Wolf macht aus den Texten musikalische Miniaturdramen – psychologisch genau, harmonisch kühn und immer wieder überraschend witzig. Auch das Klavier erzählt dabei kräftig mit. Im letzten Lied „Abschied“ dreht Wolf den Spieß schließlich um: Ein Musikkritiker bekommt einen Tritt und purzelt die Treppe hinunter. So kann man die Seiten auch wechseln. Wenn dir die Musik von Hugo Wolf gefällt, solltest du unbedingt auch Schuberts „Winterreise“ hören, einen der großen Gipfel des Kunstlieds, oder Schumanns Liederkreis op. 24. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Hugo Wolf: Mörike-Lieder Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton Daniel Barenboim, Klavier (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • August 20 · 13 min

    Antonio Soler: Fandango - Techno des 18. Jahrhunderts

    Casanova nennt den Fandango den „wollüstigsten Tanz der Welt“. Ausgerechnet der Mönch Antonio Soler macht daraus ein halsbrecherisches Cembalostück – zwölf Minuten Verführung und Virtuosität. Der Fandango bringt im 18. Jahrhundert halb Spanien zum Tanzen – und Casanova geradezu um den Verstand. Ausgerechnet Padre Antonio Soler, Mönch und Kapellmeister im Kloster El Escorial, macht daraus ein virtuoses Bravourstück für Cembalo. Über einer ständig wiederholten Basslinie türmt er Läufe, Sprünge, Tonrepetitionen und überraschende Tonartwechsel auf, bis das Instrument beinahe wie ein ganzes Orchester klingt. Solers Fandango wird zum Vorbild: Boccherini greift ihn auf, Hans Werner Henze lässt sich davon inspirieren – und L’Arpeggiata schickt ihn schließlich sogar in den Jazzkeller. Wenn dir die Musik von Antonio Soler gefällt, solltest du unbedingt auch Domenico Scarlattis Klaviersonaten hören – spanische Rhythmen, wilde Harmonien und halsbrecherische Virtuosität auf dem Cembalo. Oder Rameaus „Pièces de clavecin“, in denen ein einziges Tasteninstrument ebenfalls zum großen Theater wird. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Padre Antonio Soler: Fandango d-Moll Andreas Staier, Cembalo aus: Variaciones del Fandango español (Teldec) Höre dir hier das Album an. Außerdem im Beitrag zu hören: Antonio Soler: Fandango L’Arpeggiata Christina Pluhar, Leitung aus: „Los Pajaros Perdidos“ (Warner Classics) Höre dir hier dieses Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Volker Sellmann Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • August 13 · 13 min

    Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana – Ekstase und Ehrenmord

    Kitsch-Radar einschalten: In Mascagnis „Cavalleria rusticana“ schluchzen die Streicher und kochen die Leidenschaften von Bauern über. Doch immer wieder zerreißt Mascagni die schöne Dorfidylle – bis zur Katastrophe ... Ein Opernwettbewerb soll Pietro Mascagni endlich den Durchbruch bringen. Für neun Lire kauft er einen Wecker, damit er frühmorgens an „Cavalleria rusticana“ schreiben kann – bis sein neugeborenes Kind den Weckdienst übernimmt. Das Ergebnis macht ihn schlagartig zum Star. Statt Königen und Göttern zeigt Mascagni Bauern auf Sizilien, Eifersucht und eine Dorfgemeinschaft, die ihre Ordnung bis aufs Blut verteidigt. Verismo also. Nur klingt diese Welt oft verdächtig schön: Osterchöre, Streicher-Schmelz, das berühmte Intermezzo. Mascagni lässt das Kitsch-Radar ausschlagen – und setzt immer wieder harte Schnitte dagegen. Wenn dir die Musik von Pietro Mascagni gefällt, solltest du unbedingt auch Puccinis „La Bohème“ hören – dort stehen ebenfalls Figuren ohne Rang und Titel im Zentrum, und aus ihrem Leben wird großes Musiktheater. Oder Verdis „Rigoletto“, wenn du erleben willst, wie italienische Oper schon eine Generation zuvor gesellschaftliche Außenseiter in einer gnadenlosen Welt auf die Bühne bringt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana Carlo Bergonzi (Turiddu), Fiorenza Cossotto (Santuzza), Adriane Martino (Lola), Maria Gracia Allegri (Lucia), Giangiacomo Guelfi (Alfio) Chor und Orchester der Mailänder Scala Herbert von Karajan (Leitung) (Deutsche Grammophon) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • August 6 · 13 min

    Reger: Mozart-Variationen – Mozart à la Reger

    „Man kann nicht immer schweren, dunklen Bordeaux trinken“, findet Max Reger – und greift zu Mozart. Seine Mozart-Variationen zeigen den vermeintlichen Schwergewichtler von seiner leichtesten Seite. Max Reger gilt bis heute als schwer zugänglich: dichte Harmonien, verschachtelte Linien, viel Gewicht. Für seine Mozart-Variationen op. 132 nimmt er das grazile Anfangsthema aus Mozarts A-Dur-Sonate KV 331 und zeigt, dass er auch anders kann. In neun Variationen verwandelt er den vertrauten Einfall immer wieder neu; im Finale huldigt eine Doppelfuge zusätzlich seinem großen Vorbild Bach. Entstanden ist das Werk während einer Kur – trotz ärztlichen Komponierverbots. Reger wollte „eine Partitur voller Grazie“ und „ohne Erdenschwere“ schreiben. Genau das gelingt ihm. Wenn dir die Musik von Max Reger gefällt, solltest du unbedingt auch sein Klavierkonzert f-Moll hören – dort zeigt sich der Komponist von seiner monumentalen Seite. Oder Bachs „Kunst der Fuge“, die ebenfalls mit dem Vorurteil aufräumt, Kontrapunkt sei trockene Schreibtischmusik. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132 Staatskapelle Dresden Herbert Blomstedt, Leitung (Profil) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • July 30 · 13 min

    Paul Hindemith: Streichquartett Op. 16 – Neustart nach dem Krieg

    Lieblingskomponist Hindemith? Hört man selten. Sein Streichquartett op. 16 zeigt, wie ungerecht das ist: ein rebellisches Frühwerk voller Energie – und mit einem langsamen Satz, der unter die Haut geht. 1921 soll Paul Hindemiths Streichquartett op. 16 bei den ersten Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt werden. Doch das vorgesehene Ensemble kneift: zu kompliziert, zu viel Probenarbeit. Also übernimmt Hindemith selbst die Bratsche, sein Bruder das Cello, zwei Geiger werden kurzfristig organisiert. Acht Tage später gelingt ein „donnernder Erfolg“ – und Hindemith schafft den Durchbruch. Das Quartett ist schroff, energiegeladen und hochexpressiv. Vor allem der langsame Satz räumt mit dem Vorurteil vom emotionslosen Hindemith gründlich auf. Wenn dir die Musik von Paul Hindemith gefällt, solltest du unbedingt auch Leoš Janáčeks Streichquartett „Kreutzersonate“ hören – ein fast zeitgleiches Werk. Oder Beethovens Streichquartett op. 132, dessen langsamer Satz zeigt, welche emotionale Wucht vier Instrumente entfalten können. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Paul Hindemith Streichquartett op. 16 Kreuzberger Streichquartett (Telefunken, 1976) Leider ist diese Einspielung derzeit nicht auf Spotify verfügbar. Dort könnt ihr das Werk aber in einer starken Aufnahme mit dem Amar Quartett hören – jenem Ensemble, das den Namen von Hindemiths legendärer Quartettformation weiterträgt. Ihr findet das Album hier. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • July 23 · 13 min

    Richard Wagner: Die Walküre – Wenn Wotan wütend wird

    Göttervater Wotan will alles kontrollieren. Doch in Wagners „Walküre“ widersetzt sich ausgerechnet seine Lieblingstochter Brünnhilde – und aus dem Machtspiel des „Ring“ wird eine Familienkatastrophe mit Welthit. Die „Ring“-Tetralogie geht weiter: Ein Unwetter treibt Siegmund in Hundings Haus. Dort verliebt er sich in Sieglinde – ohne zu wissen, dass sie seine Zwillingsschwester ist. Damit gerät auch Wotans Plan aus den Fugen: Seine Tochter Brünnhilde soll Siegmund fallen lassen, stellt sich aber gegen den Göttervater. Wagner verbindet in seinem 2. „Ring“-Teil Tabubruch, Macht- und Familienkonflikt mit einem dichten Netz aus Leitmotiven. Dazu kommen „Winterstürme“, Wälse-Rufe und der Walkürenritt: ein Opernthriller mit hoher Ohrwurmquote. Wenn dir die Musik von Richard Wagner gefällt, solltest du unbedingt auch „Das Rheingold“ hören – den ersten Teil des „Ring des Nibelungen“, in dem Wagners große Familiensaga um Macht, Besitz und Verrat beginnt. Oder „Tristan und Isolde“, wenn du erleben willst, wie Wagner Liebe und Begehren musikalisch bis an die Grenzen treibt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen, Teil 2: Die Walküre Solistinnen und Solisten u. a. Birgit Nilsson, Régine Crespin, James King, Christa Ludwig, Hans Hotter und Gottlob Frick Wiener Staatsopernchor; Wiener Philharmoniker Georg Solti (Ltg.) (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • July 16 · 12 min

    Beethoven: Gassenhauer-Trio – Titan zum Mitpfeifen

    Beethoven als Hitverwerter: Für sein „Gassenhauer-Trio“ nimmt er einen Opern-Ohrwurm, den damals in Wien alle kennen. Heraus kommt Kammermusik mit Publikumsfaktor – leicht, witzig und trotzdem typisch Beethoven. Junger Komponist sucht Aufmerksamkeit: 1797 ist Beethoven in Wien vor allem als Pianist berühmt. Für sein „Gassenhauer-Trio“ greift er zu einem Hit aus Joseph Weigls Oper „Der Korsar aus Liebe“ und baut daraus neun Variationen für Klarinette, Cello und Klavier. Klingt nach gefälliger Unterhaltung? Nicht nur. Beethoven mischt Salon-Charme mit scharfen Kontrasten, virtuosem Klavierpart und spontaner Improvisationslust. Entertainer statt Titan – aber mit Ecken und Kanten. Wenn dir die dieses Trio gefällt, solltest du unbedingt auch Louise Farrencs Klarinettentrio oder Franz Schuberts Oktett hören. Beide zeigen, wie viel sinfonischer Ehrgeiz in Kammermusik stecken kann. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur, Op. 11 (“Gassenhauer”) Daniel Ottensamer (Klarinette), Stephan Koncz (Cello), Christoph Traxler (Klavier) (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Host & Autor: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • July 9 · 13 min

    Vicenzo Bellini: Norma – Priesterin zwischen den Fronten

    Oper zum Reinbeißen: Nach Bellinis „Norma“ ist sogar ein Pastagericht benannt. Die berühmteste Arie daraus kennt fast jeder – doch „Casta Diva“ ist mehr als schöne Melodie: vokales Krisenmanagement. Norma liebt den Feind, hat heimlich zwei Kinder mit ihm und soll gleichzeitig ihr Volk zum Aufstand gegen Rom führen. Schlechte Voraussetzungen für einen ruhigen Arbeitstag als Priesterin. In Bellinis Oper wird „Casta Diva“ deshalb nicht einfach zur schönen Mondschein-Arie, sondern zum politischen Ablenkungsmanöver: Norma predigt Frieden, weil Krieg ihre Familie zerstören und ihr Keuschheitsgelübde auffliegen lassen würde. Bellini macht aus Belcanto mehr als virtuosen Stimmglanz – jede Koloratur, jede schlichte Linie zeigt, wie diese Frau zwischen Amt, Liebe, Rache und Verantwortung fast zerreißt. Wenn dir die Musik von Vincenzo Bellini gefällt, solltest du unbedingt auch Donizettis „Lucia di Lammermoor“ hören – noch ein Belcanto-Extremfall mit einer Heldin im Ausnahmezustand. Oder Rossinis „Barbier von Sevilla“, wenn du erleben willst, wie virtuos und federnd italienische Oper kurz vor Bellini klingen kann. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Vincenzo Bellini, Norma Joan Sutherland, Montserrat Caballé, Luciano Pavarotti, Samuel Ramey Welsh National Opera Chorus & Orchestra, Richard Bonynge (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • July 2 · 13 min

    Anton Dvorák: 8. Sinfonie – böhmischer Sommertag

    Die 8 muss eine Glückszahl sein: Dvořáks 8. Sinfonie klingt nach Sonnenschein, Waldspaziergang und Melodien im Überfluss. Dabei beginnt dieses heitere Meisterstück ausgerechnet in Moll. Antonín Dvořák komponiert seine 8. Sinfonie 1889 auf seinem Sommersitz Vysoká südlich von Prag. Dort widmet er sich seinem Garten, seiner Taubenzucht – und den Melodien, die ihm, wie er schreibt, „nur so zufliegen“. Nach der eher strengen, tragischen 7. Sinfonie will Dvořák diesmal bewusst neue Wege gehen. Er hält sich zwar an die viersätzige Form, füllt sie aber mit überraschenden Wendungen, tänzerischen Momenten und färbt sie mit böhmischem Kolorit. Seinen Kollegen Johannes Brahms irritiert das, aber das Publikum tobt begeistert. Wenn dir die Musik von Antonín Dvořák gefällt, solltest du unbedingt auch seine Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ hören. Oder Tschaikowskys 5. Sinfonie – wegen der großen Melodien und der slawischen Klangwelt, die Dvořák in dieser Zeit hörbar beschäftigt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Antonín Dvorák Sinfonie Nr. 8 G-Dur, op. 88 Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado (Ltg.) (Sony Classical) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Host & Autor: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • June 25 · 13 min

    Hans Werner Henze: Voices – engagierter Einzelgänger

    Verbotene Bücher, vom eigenen Vater angezeigt: Hans Werner Henze weiß früh, was falsche Autorität bedeutet. In „Voices“ macht er daraus Musik als Widerstand – wild, unbequem und voller Stimmen aus aller Welt. Am 1. Juli 2026 wäre Hans Werner Henze 100 Jahre alt geworden. Als Jugendlicher liest er heimlich verbotene Literatur – bis ihn der eigene Vater bei der Polizei anzeigt. Diese Erfahrung prägt sein Verhältnis zu Kunst, Politik und Autorität. In „Voices“ vertont Henze Texte von Heberto Padilla, Ho Chi Minh, Bertolt Brecht und vielen anderen: Es geht um Zensur, Gefängnis, Revolution und Solidarität mit Unterdrückten. Begleitet werden die Singstimmen von einem kleinen Ensemble, das fast ein ganzes Klangmuseum bedient: rund 80 Instrumente, Transistorradio und Rugbypfeife inklusive. Heraus kommt eine wilde Protestmusik: solidarisch, skeptisch, grell – und nie auf Linie. Wenn dir die Musik von Hans Werner Henze gefällt, solltest du unbedingt auch Pierre Boulez’ „Le Marteau sans maître“ oder Dimitri Schostakowitschs 5. Sinfonie hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Hans Werner Henze: Voices Sarah Walker (Mezzosopran) Paul Sperry (Tenor) The London Sinfonietta Hans Werner Henze (Ltg.) (Decca) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • June 18 · 13 min

    Chopin: Sonate b-Moll – der berühmteste Trauermarsch der Welt

    Kennedy, Churchill, Tito: Chopins Trauermarsch ist der Soundtrack für Staatsbegräbnisse. Dabei ist dieser Welthit nur die Single-Auskopplung einer Klaviersonate – rätselhaft, düster und alles andere als harmlos. Ein einziger Ton, ein gravitätischer Rhythmus – mehr braucht Chopin nicht, um einen ganzen Trauerzug in Bewegung zu setzen. Sein berühmter „Marche funèbre“ ist aber nur das Zentrum der b-Moll-Sonate op. 35. Um ihn herum baut Chopin ein düsteres Klavierdrama voller scharfer Kontraste: fiebrige Unruhe, tröstende Erinnerungen, erstarrter Schmerz – und am Ende fegt ein gespenstisches Mini-Finale vorbei, über das selbst Robert Schumann nur rätseln kann: „einer Sphinx gleich mit spöttischem Lächeln“. Wenn dir die Musik von Frédéric Chopin gefällt, solltest du unbedingt auch seine 24 Préludes op. 28 hören – mit dem berühmten „Regentropfen-Prélude“. Oder Beethovens „Pathétique“, an deren dramatischen Beginn Chopin in seiner b-Moll-Sonate anknüpft. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Frédéric Chopin Sonate b-Moll op. 35 Andrei Gavrilov (Klavier) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Host & Autor: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • June 11 · 13 min

    Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 7 – Beethovens produktiver Sekretär

    Ein Leben im Schatten Beethovens: Ferdinand Ries war Schüler, Sekretär und Biograf des Genies. Aber seine 7. Sinfonie klingt nicht nach Fußnote – sondern nach einem Komponisten, der endlich selbst gehört werden will. Ferdinand Ries erledigt Botengänge für Beethoven, kopiert Noten und schreibt später an dessen Biografie mit. Kein Wunder, dass seine eigene Musik lange im Schatten des übermächtigen Lehrers steht. Dabei ist Ries ein brillanter Kopf: Pianist, Kosmopolit, Vielschreiber. In seiner 7. Sinfonie bündelt er all das – Beethovens Energie, Schuberts Farben, romantische Unruhe und Melodien, die sofort hängen bleiben. Das Verrückte: Zu Ries’ Lebzeiten wird das Werk vermutlich nie aufgeführt. Erst 2004 erscheint die Sinfonie im Druck. Wenn dir die Musik von Ferdinand Ries gefällt, solltest du unbedingt Beethovens 7. Sinfonie oder Schuberts „Große“ C-Dur-Sinfonie hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Ferdinand Ries Sinfonie Nr. 7 a-Moll op. 181 Tapiola Sinfonietta, Janne Nisonen (Ltg.) (Ondine) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • June 5 · 13 min

    Mahler: Sinfonie Nr. 9 – Abgesang vor Alpenkulisse

    Ein Bauernhaus in Toblach, eine zugige Holzhütte – und Musik an der Grenze zum Unendlichen: Mahlers 9. Sinfonie klingt wie ein Abschied, aber auch wie ein letzter großer Liebesbrief an die Welt. Im Sommer 1909 zieht sich Gustav Mahler nach Toblach in den Dolomiten zurück. Nach etwa einem halben Jahr ist seine 9. Sinfonie fertig – ein Werk zwischen Naturerlebnis, Todesahnung und Aufbruch in die Moderne. Mahler komponiert wie besessen, löst vertraute Formen auf und wagt das Unerhörte: eine Sinfonie, die nicht triumphiert, sondern im Nichts verklingt. Für viele wird sie zum Testament des Komponisten. Mahler selbst spricht dagegen von einer „Bereicherung meiner kleinen Familie“. Nur ein Jahr später ist er tot … Wenn dir die Musik von Gustav Mahler gefällt, solltest du unbedingt auch sein „Lied von der Erde“ hören. Das Werk entsteht unmittelbar vor der 9. Sinfonie, umkreist ähnliche Themen und gilt vielen als ihr geistiger Vorläufer. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Mariss Jansons (Ltg.) BR Klassik Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • May 28 · 13 min

    Max Bruch: Violinkonzert – Gänsehaut in g-Moll

    One-Hit-Wonder der Klassik: Max Bruch schreibt mit seinem ersten Violinkonzert einen Welterfolg – und leidet den Rest seines Lebens darunter. Denn das Publikum will immer nur dieses eine Stück hören. Max Bruch ist Anfang 30, als ihm mit seinem Violinkonzert ein Volltreffer gelingt. Gemeinsam mit Star-Geiger Joseph Joachim feilt er jahrelang an dem Werk – heraus kommt ein Konzert voller Weltschmerz, großer Melodien und virtuoser Brillanz. Das Publikum ist begeistert, Bruch dagegen zunehmend genervt: „Ich kann dieses Konzert nicht mehr hören“, schimpft er später. Dabei schreibt er noch zwei weitere Violinkonzerte und jede Menge andere Musik. Doch gegen seinen Superhit kommt er nie mehr an. Wenn dir das Violinkonzert von Max Bruch gefällt, solltest du unbedingt auch Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 g-moll, op 26 Jascha Heifetz (Violine), The New Symphony Orchestra of London, Sir Malcom Sargent (Dirigent) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

  • May 21 · 13 min

    Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo

    Mondschein mit Ohrwurm-Garantie: Claude Debussys „Clair de Lune“ gehört zu den berühmtesten Klavierstücken der Welt. Dabei vergessen wir schnell, dass der Mond nur ein Teil einer viel größeren Klanglandschaft ist. Claude Debussy sucht Ende des 19. Jahrhunderts nach einem neuen Klang – und findet ihn zwischen javanischen Gamelan-Ensembles, französischem Barock und symbolistischer Dichtung. Aus diesen Einflüssen entsteht die „Suite bergamasque“ mit ihrem berühmten dritten Satz „Clair de Lune“. Debussy lässt Harmonien schweben und verwischt das Taktgefühl. Der Mondschein wird zum Evergreen – und überstrahlt den Rest der Suite fast vollständig. Wenn dir die Musik von Claude Debussy gefällt, solltest du unbedingt auch seine sinfonischen Skizzen „La Mer“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Claude Debussy, Suite bergamasque Philippe Cassard (Klavier) Höre dir hier das Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

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