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WDR 3 Meisterstücke · Thursday · 13 min

Antonio Soler: Fandango - Techno des 18. Jahrhunderts

Casanova nennt den Fandango den „wollüstigsten Tanz der Welt“. Ausgerechnet der Mönch Antonio Soler macht daraus ein halsbrecherisches Cembalostück – zwölf Minuten Verführung und Virtuosität. Der Fandango bringt im 18. Jahrhundert halb Spanien zum Tanzen – und Casanova geradezu um den Verstand. Ausgerechnet Padre Antonio Soler, Mönch und Kapellmeister im Kloster El Escorial, macht daraus ein virtuoses Bravourstück für Cembalo. Über einer ständig wiederholten Basslinie türmt er Läufe, Sprünge, Tonrepetitionen und überraschende Tonartwechsel auf, bis das Instrument beinahe wie ein ganzes Orchester klingt. Solers Fandango wird zum Vorbild: Boccherini greift ihn auf, Hans Werner Henze lässt sich davon inspirieren – und L’Arpeggiata schickt ihn schließlich sogar in den Jazzkeller. Wenn dir die Musik von Antonio Soler gefällt, solltest du unbedingt auch Domenico Scarlattis Klaviersonaten hören – spanische Rhythmen, wilde Harmonien und halsbrecherische Virtuosität auf dem Cembalo. Oder Rameaus „Pièces de clavecin“, in denen ein einziges Tasteninstrument ebenfalls zum großen Theater wird. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme: Padre Antonio Soler: Fandango d-Moll Andreas Staier, Cembalo aus: Variaciones del Fandango español (Teldec) Höre dir hier das Album an. Außerdem im Beitrag zu hören: Antonio Soler: Fandango L’Arpeggiata Christina Pluhar, Leitung aus: „Los Pajaros Perdidos“ (Warner Classics) Höre dir hier dieses Album an. Mehr Meisterstücke? Entdecke unser Archiv: ARD Sounds Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Volker Sellmann Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR

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Casanova nennt den Fandango den „wollüstigsten Tanz der Welt“. Ausgerechnet der Mönch Antonio Soler macht daraus ein halsbrecherisches Cembalostück – zwölf Minuten Verführung und Virtuosität.



Der Fandango bringt im 18. Jahrhundert halb Spanien zum Tanzen – und Casanova geradezu um den Verstand. Ausgerechnet Padre Antonio Soler, Mönch und Kapellmeister im Kloster El Escorial, macht daraus ein virtuoses Bravourstück für Cembalo. Über einer ständig wiederholten Basslinie türmt er Läufe, Sprünge, Tonrepetitionen und überraschende Tonartwechsel auf, bis das Instrument beinahe wie ein ganzes Orchester klingt. Solers Fandango wird zum Vorbild: Boccherini greift ihn auf, Hans Werner Henze lässt sich davon inspirieren – und L’Arpeggiata schickt ihn schließlich sogar in den Jazzkeller.

Wenn dir die Musik von Antonio Soler gefällt, solltest du unbedingt auch Domenico Scarlattis Klaviersonaten hören – spanische Rhythmen, wilde Harmonien und halsbrecherische Virtuosität auf dem Cembalo. Oder Rameaus „Pièces de clavecin“, in denen ein einziges Tasteninstrument ebenfalls zum großen Theater wird. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Padre Antonio Soler: Fandango d-Moll
Andreas Staier, Cembalo
aus: Variaciones del Fandango español
(Teldec) 

Höre dir hier das Album an.

Außerdem im Beitrag zu hören:
Antonio Soler: Fandango
L’Arpeggiata
Christina Pluhar, Leitung
aus: „Los Pajaros Perdidos“
(Warner Classics)

Höre dir hier dieses Album an.

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Team hinter dieser Folge:
Autor: Volker Sellmann
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

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