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Willkommen beim SightCity Podcast - dem Podcast in deutscher Sprache zur weltgrößten Messe für Blinden- und Sehbehindertenhilfsmittel mit Fachvorträgen, Interviews und Innovationen für mehr Inklusion.

Der SightCity Podcast bringt Ihnen das Beste aus Deutschlands größter Fachmesse für Blinden- und Sehbehindertenhilfsmittel direkt zu Ihnen nach Hause oder unterwegs. Hier finden Sie hochwertige Vortragsmitschnitte von der SightCity, spannende Interviews mit Branchenexperten, Entwicklern und Anwendern sowie exklusive Einblicke in die neuesten Innovationen und Trends.

Von medizinischen Themen über Rehabilitation und Bildung bis hin zu intelligenter Mobilität und Gaming - unser Podcast deckt die gesamte Bandbreite der Hilfsmittelbranche ab. Ob Sie Betroffener, Angehöriger, Fachkraft oder einfach interessiert an inklusiven Technologien sind: Hier finden Sie wertvolle Informationen, praktische Tipps und inspirierende Geschichten.

Moderiert wird der Podcast von Dagmar Krutzki, Geschäftsführerin der SightCity, die Sie mit ihrer langjährigen Branchenerfahrung durch die verschiedenen Themen führt. Freuen Sie sich auf regelmäßige Folgen mit Vortragsmitschnitten, exklusiven Interviews und besonderen Formaten rund um die SightCity und darüber hinaus.

Bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Entwicklungen in der Hilfsmittelbranche und lassen Sie sich von den Möglichkeiten moderner Technologien begeistern!

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  • 28 episodes
  • Avg 38 min
  • German
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  • #43
    June 23 · 48 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: JAWS und KI: Was kommt als nächstes für barrierefreie Technologie? (O032012)

    Aussteller: Freedom Scientific / Vispero Referentin: Roxana Fischer, Product Manager Blind and Low Vision Technology Veranstaltung: SightCity 2026, 28. Mai 2026 Vortrag-ID: O032012 Weitere Infos: https://sightcity.net/O032012 Was heute schon in JAWS stecktDie KI-Integration in JAWS ist keine Zukunftsvision mehr – sie ist bereits im Einsatz. Roxana Fischer gibt einen Überblick über die bestehenden Funktionen: KI-Bildbeschreibung: Nicht barrierefreie Bilder werden durch KI beschrieben; Nutzende können Folgefragen stellen, z. B. zu Diagramminhalten. AI Labeler: Elemente, die zwar Fokus erhalten, aber keine Bezeichnung oder Statusinformation haben, werden durch KI für den Screenreader lesbar gemacht. JAWS Companion: Ein KI-Assistent, der in natürlicher Sprache bei JAWS-Einstellungen, Tastenkombinationen und der Bedienung von Office-Anwendungen hilft. Page Explorer: Beim Öffnen einer Website erhalten Nutzende automatisch einen strukturierten Überblick über Inhalt, Funktionen und Navigationsmöglichkeiten. Das nächste große Thema: Aktionen ausführenBisher hat JAWS vor allem Informationen zugänglich gemacht. Der nächste Schritt ist die Ausführung von Aktionen – genau dort, wo digitale Barrieren bislang unüberwindbar scheinen.Das konkrete Problem: Viele Websites und Anwendungen sind nicht ausreichend barrierefrei entwickelt – nicht weil die Firmen es nicht wollen, sondern weil die visuelle Oberfläche oft Priorität hat. Screenreader-Nutzende stoßen dann an Grenzen: schlecht beschriftete Formularfelder, fehlerhafte Date-Picker, Elemente ohne Statusangaben.Der JAWS AI Agent setzt genau hier an. Er analysiert sowohl die Barrierefreiheitsinformationen als auch das visuelle Bild der Seite, versteht die Absicht des Nutzers und führt die notwendigen Schritte aus – mit kontinuierlichem Sprach-Feedback zu jedem einzelnen Schritt. Wie der Agent funktioniertDer Nutzer gibt seinen Wunsch entweder per Sprache oder Tastatureingabe ein. Der Agent interpretiert die Absicht, analysiert den aktuellen Bildschirmzustand und führt die Aktion schrittweise aus – mit laufender Rückmeldung darüber, was gerade passiert.Jederzeit kann der Nutzer mit Escape abbrechen. Die bis dahin ausgeführten Schritte bleiben erhalten; der Nutzer kann von dort selbst übernehmen oder den Auftrag neu definieren. Der Agent läuft ausschließlich auf expliziten Wunsch des Nutzers – keine automatische Hintergrundanalyse. Live-Demo: TischreservierungDie Demo zeigt den Agenten beim Abschluss einer Tischreservierung auf einer Website mit schlecht zugänglichem Date-Picker. Der Agent navigiert eigenständig, wählt Datum, Uhrzeit und Personenzahl aus und liest die Zusammenfassung nochmals vor – bevor er auf Bestätigung des Nutzers wartet und erst dann absendet. Vertrauen, Sicherheit und Phishing-SchutzEin zentrales Thema des Vortrags ist die Frage, wie viel Kontrolle der Agent übernehmen darf. Freedom Scientific hat hier bewusst restriktiv designt: In Bereichen, in denen Täuschung oder rechtliche Risiken erkennbar sind – etwa auf Phishing-Websites – verweigert der Agent die Ausführung und erklärt warum. Ist das Risiko geringer, warnt er und fragt nach. Kann der Nutzer die Kontrolle dennoch übernehmen wollen, übergibt der Agent zurück an JAWS.Auf die häufig gestellte Frage nach Halluzinationsrisiken antwortet das Team mit einem schrittweisen Bestätigungsprinzip: Jede wichtige Aktion wird vor der Ausführung nochmals vorgelesen und vom Nutzer bestätigt. Warum der Screenreader bleibtRoxana Fischer legt ausdrücklich dar, warum JAWS und der KI-Agent keine Konkurrenten sind, sondern Ergänzungen: Für präzise, bekannte Aufgaben (z. B. Tastenkombinationen) ist der Screenreader schneller und zuverlässiger. KI-Modelle haben eine höhere Informationsdichte als natürlichsprachliche Agenten – der Screenreader liefert mehr Information in kürzerer Zeit. Für kritische Aufgaben, bei denen keine KI im Spiel sein soll, bleibt JAWS die direkte Steuerzentrale. Verfügbarkeit und VersionenDer JAWS AI Agent wird mit der Version JAWS 2027 veröffentlicht und schrittweise ausgerollt. Für Europa ist ein Release voraussichtlich ab Oktober 2026, möglicherweise Anfang 2027. Die Funktion steht sowohl für die Professional- als auch für die Home-Version zur Verfügung, allerdings mit unterschiedlichen Nutzungskontingenten. Ältere Versionen (JAWS 2025, 2026) erhalten kein Update.In der ersten Version wird der Agent als Online-Lösung verfügbar sein. Eine lokale bzw. selbst gehostete Variante für den Business-Einsatz ist in Planung, jedoch nicht für die Erstveröffentlichung vorgesehen. Ausgewählte Fragen aus dem Publikum Läuft der Agent lokal oder online? (Online in Version 1; lokale Lösung für Business in Planung) Für welche JAWS-Versionen ist der Agent verfügbar? (Professional und Home, ab JAWS 2027) Wie wird mit Halluzinationen umgegangen? (Schrittweises Bestätigungsprinzip) Wie sicher sind sensible Daten wie Kreditkarteninformationen? (Keine eigene Speicherung; Passwortmanager-Integration in Prüfung) Ist der Agent in einer Server-Client-Konfiguration nutzbar? (Aktuell noch nicht; JAWS kommuniziert mit Vispero-Server) Welche KI-Modelle werden eingesetzt? (Anthropic und OpenAI werden evaluiert; Entscheidung nach Performance) Gibt es Preisinformationen? (Noch in Abstimmung mit Partnern, keine Angaben möglich) Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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  • #42
    June 23 · 42 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: Ein Tap genügt – wie SenseTAP Informationen hörbar macht (O032011)

    Aussteller: NFC21 GmbH, Mülheim an der Ruhr Referent: Tarek Moussa, Gründer und Geschäftsführer Veranstaltung: SightCity 2026, 28. Mai 2026 Vortrag-ID: O032011 Kontakt: kontakt@sensetab.de Weitere Infos: https://sightcity.net/o032011 Über NFC21 und SenseTABDie NFC21 GmbH beschäftigt sich seit 15 Jahren mit NFC-Technologie und entwickelt neben klassischen NFC-Produkten gezielt Lösungen mit sozialem Mehrwert. Dazu gehören unter anderem ein digitaler SOS-Check für herzkranke Kinder sowie eine barrierefreie digitale Speisekarte, die gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Mülheim entwickelt wurde.SenseTAB ist das jüngste Produkt dieser Reihe. Der Anstoß kam von Kundenanfragen: Menschen, die NFC nutzen wollten, um ganz konkrete Alltagsprobleme zu lösen. Das ProblemWer sehbehindert oder blind ist, steht vor alltäglichen Fragen, die für Sehende trivial wirken: Welche Farbe hat dieses T-Shirt? Halte ich Zucker oder Salz in der Hand? Welches Medikament ist das – und ist es das für heute? Ist das der Mietvertrag oder meine Versicherungspolice?Besonders für Menschen, die erst im Laufe des Lebens erblinden, kommt hinzu: Sie erlernen häufig keine Brailleschrift mehr und sind auf digitale Alternativen angewiesen, um ihren Alltag selbstständig zu meistern. Die Lösung: SenseTABSenseTAB besteht aus zwei Komponenten: einem NFC-Sticker, der auf einen beliebigen Gegenstand geklebt wird, und einer Smartphone-App, die per einfachem Antippen des Stickers die hinterlegte Beschreibung vorliest.Das Besondere: Die Sticker sind haptisch erkennbar – das SenseTAB-Logo hat eine tastbare Erhebung, sodass Nutzende die Scanposition ertasten können. Kein Kamera-Einrichten wie bei QR-Codes – nur Telefon dranhalten, fertig.Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Sticker-Varianten: waschfest für Kleidung, stabile Varianten für Küche und Haushalt, und größere Formate bis hin zu Türschildgröße. 3-Schritte-Prinzip: SenseTAB-Sticker auf den Gegenstand kleben In der App eine Beschreibung für diesen Sticker hinterlegen (Titel, Beschreibung, optional Mindesthaltbarkeitsdatum) Gegenstand antippen – App liest die Information vor Das ÖkosystemSenseTAB besteht aus drei Komponenten: NFC-Produkte: Sticker in verschiedenen Ausführungen, optimiert für unterschiedliche Einsatzzwecke, ca. 1 Euro pro Stück (Einmalkauf) App (iOS und Android): Kostenlos bis 25 verwaltete Gegenstände; darüber hinaus 5,90 Euro pro Monat für unbegrenzte Tags. Launch in 6–8 Wochen nach dem Vortrag geplant. Webportal: Für Institutionen wie Seniorenheime oder Unternehmen, damit Personal die Beschriftung von Gegenständen zentral und ohne App-Bedienung verwalten kann. Datenschutz und FernbetreuungIm Vortrag wurde gezielt auf Datenschutzfragen eingegangen: Die Informationen liegen auf NFC21-Servern und werden lokal in der App verarbeitet. Die Texte gehören den Nutzenden und werden nur für die Funktion der App verwendet. Eine Fernbetreuungsfunktion ist geplant: Angehörige oder Betreuer sollen über das Webportal die Beschreibungen eines NFC-Tags für eine andere Person einrichten und aktualisieren können. ZielgruppePrimäre Zielgruppe sind blinde und sehbehinderte Menschen. Darüber hinaus adressiert SenseTAB Angehörige und pflegende Personen im sozialen Umfeld sowie Einrichtungen wie Seniorenheime und soziale Organisationen. PilotphaseNFC21 verschickt kostenlose Test-Kits mit 5 Stickern. Die Testphase ist zeitlich unbegrenzt. Interessierte können sich per E-Mail melden: kontakt@sensetab.de Ausgewählte Fragen aus dem Publikum Datenspeicherung: Wo liegen die Daten, wer hat Zugriff? Fernbetreuung: Kann ich als Angehöriger Tags für eine andere Person einrichten? Gebäudeorientierung: Ist SenseTAB für Türschilder und Raumorientierung geeignet? Mehrsprachigkeit: Ist die App auch in anderen Sprachen verfügbar? (Aktuell Deutsch und Englisch; weitere Sprachen in Planung) Starterkit: Wie sind die verschiedenen Sticker-Typen im Lieferumfang identifizierbar? Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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  • #41
    June 22 · 36 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: BRAILLEX Flow+ 40 und darüber hinaus: Einblicke und Austausch (O031141)

    Karl Matthias Schäfer, IT-Trainer bei Papenmeier RehaTechnik und Moderator des Reha-Stammtisch-Podcasts, präsentiert die neue Braillezeile BRAILLEX Flow+, das Nachfolgegerät der BRAILLEX Live. Die 40-Zellen-Zeile verfügt als Besonderheit über eine integrierte Braille-Tastatur (Perkins-Tastatur mit 8 Braillepunkten) und hat dadurch ihren Namen bekommen. Dieser Vortrag stammt aus der ersten Aufnahme vom 27.05.2026; veröffentlicht wird die bessere Aufnahme. Physischer Aufbau: Die Rückseite und linke Seite des Geräts sind leer; der frühere separate Akkuschalter der BRAILLEX Live entfällt. Auf der rechten Seite befinden sich von oben nach unten ein Kensington Lock zum Arretieren am Schreibtisch, ein USB-C-Anschluss (per neuem Standard vorgeschrieben) und ein Einschaltknopf, der zwei Sekunden gehalten wird. Der integrierte Akku hält bis zu 20 Stunden; bei USB-Verbindung bezieht die Zeile Strom vom Computer. Verbindungsmöglichkeiten: eine USB-C-Verbindung und zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig. Vorderseite: Die für Papenmeier typische Navigationsleiste ist leicht nach oben gebogen worden für bessere Ergonomie. Sie hat in jede Richtung zwei Druckstufen, wobei die zweite Ebene durch gleichzeitiges Halten einer Routing-Taste erreicht wird. Über der Navigationsleiste befinden sich drei Tasten: links und rechts je eine Funktionstaste, in der Mitte eine Leertaste (statt der zwei Leertasten der BRAILLEX Live 40). Darüber die 40 Braillemodule, wahlweise konvex oder plan, mit Routing-Tasten darüber. Links und rechts der Braillemodule befinden sich je drei Funktionstasten (T1–T3 links, T4–T6 rechts), damit sechs statt früher vier. Über dem Plateau liegt die Brailletastatur (Perkins-Tastatur). Internes Menü: Erreichbar über Leertaste + Punkt 7 + Punkt 8. Derzeit enthält es Verbindungsauswahl (BT1/BT2/USB), Uhrzeit und ein Einstellungsmenü. Akkuanzeige und weitere Funktionen kommen noch. Gerätewechsel ist auch über die beiden Funktionstasten über der Navigationsleiste + Punkte 7 und 8 möglich.Interner Editor: Erreichbar über die beiden äußeren Funktionstasten + alle 8 Braillepunkte. Unterstützt das Erstellen und Öffnen von TXT-Dateien, Textmarkierung mit Strg+T, Kopieren (Strg+C), Ausschneiden (Strg+V), Speichern (Strg+S), neue Datei (Strg+N), Öffnen (Strg+O). Dateien können per Netzlaufwerk zwischen PC und Zeile ausgetauscht werden. RTF-, PDF- und Word-Dateien werden derzeit nicht unterstützt; ob das künftig kommt, hängt von Krankenkassenfinanzierungsanforderungen ab. Ein Kalender ist für spätere Firmware-Versionen geplant. Der Editor ermöglicht vollständig offline-fähige Nutzung als Notizgerät.Screenreader-Unterstützung: Mit Apple-Geräten (iPhone, iPad, Mac) und Android-Geräten verbindbar. Unter VoiceOver können alle Tastenkombinationen individuell angepasst werden; rund 80 Befehle sind noch nicht belegt und frei belegbar. Für Mac-Nutzer können fertige Konfigurationsdateien per E-Mail zugeschickt und importiert werden. NVDA-Unterstützung ist in Entwicklung; eigene Tastenbefehle können hinzugefügt werden.JAWS-Treiber mit Tastenfunktionssystem T1–T6: In dem implementierten System sind die sechs Einzeltasten T1–T6 und ihre Kombinationen untereinander sowie mit der Navigationsleiste belegt. Beispiele: T1 = Sprachausgabe an/aus; T2 = Textattribute und Markierungen; T3 = Braille-Einstellungen (6-Punkt, 8-Punkt, Kurzschrift, Zeilenmodus, strukturierter Modus); T5 = Arbeitsmodi (PC-Modus, Navigationsmodus, kombinierter Modus). T1+T4 = alles lesen; T1+T5 = lesen ab Cursor; T1+T6 = Dialogbox lesen; T1+Navigationsleiste = Lautstärke und Geschwindigkeit von JAWS regeln; T2+T6 = Statuszellen ein/aus; T3+T4 = Tastaturhilfe; T3+T5 = bildschirmabhängige Hilfe; T3+Navigationsleiste = Fenstertitel, Statusleiste, Fensterliste, Infoleiste. PC-Tastenfunktionen: T1+T3 = Umschalt+Tab; T4+T6 = Tab; T1+T3+T4+T6 = Alt+F4. T4 + Navigationsleiste = Überschriftenliste, Linkliste, Formularliste, HTML-Gesamtliste. T4 und T6 sind noch frei für eigene Belegung. Verfügbarkeit: Die BRAILLEX Flow+ ist ab sofort bestellbar, Auslieferung voraussichtlich ab September 2026. Frage aus dem Publikum zum Speicherformat des Editors: Derzeit nur TXT. Frage aus dem Publikum zu den Daumentasten neben der Leertaste: Die BRAILLEX Flow+ hat eine Leertaste statt der zwei der BRAILLEX Live 40; Punkte 7 und 8 übernehmen Schaltvorgänge zwischen Verbindungen. Frage aus dem Publikum zur Offline-Nutzung des Editors: Ja, die Zeile kann vollständig ohne PC als Notizgerät genutzt werden; Texte können per TXT-Datei auf die Zeile gezogen werden. Frage aus dem Publikum zur Dateiübertragung auf das iPhone: Karl Matthias Schäfer erklärt, dass er dies noch nicht ausprobiert hat – er hat die Zeile erst am Dienstag vor dem Vortrag erhalten. Er kündigt an, dies beim nächsten Reha-Stammtisch zu berichten. Frage aus dem Publikum zu Alt-Tastenkombinationen: Es gibt keine generelle Alt-Taste; stattdessen sind häufig benötigte Kombinationen wie Alt+F4 (T1+T3+T4+T6) fest implementiert. Sonderkombinationen für Spezialanwendungen am Arbeitsplatz müssen weiterhin über die PC-Tastatur eingegeben werden. Kontakt Reha-Stammtisch: k.schaefer@papenmeier.de Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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  • #40
    June 17 · 54 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: ACCESS@KIT erleben: Zugänge schaffen durch Service und Forschung (O031111)

    Dr. Karin Müller ist stellvertretende Leiterin des ACCESS@KIT, des Zentrums für digitale Barrierefreiheit und assistive Technologien am Karlsruher Institut für Technologie. Sie stellt die Geschichte, den Service und die Forschung des Zentrums vor. Das ACCESS@KIT geht zurück auf einen Modellversuch für das Informatikstudium Sehgeschädigter an der Uni Karlsruhe im Jahr 1987, aus dem das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) entstand. 2011 kam eine Professur für Informatiksysteme für sehgeschädigte Studierende hinzu, 2016 ein Accessibility-Labor für Hardware- und Softwaretests, 2020 das Reallabor Barrierefreiheit am KIT. 2022 erhielt das Zentrum seinen heutigen Namen ACCESS@KIT. Seit 2023 betreibt es ein neues barrierefreies Gebäude mit Drucklabor, Elektroniklabor und eigenem Studierendenarbeitsraum. Das Zentrum wird geleitet von Professor Stiefelhagen und Dr. Karin Müller und umfasst inzwischen 18 Mitarbeitende. Im Servicebereich unterstützt das ACCESS@KIT blinde und sehbeeinträchtigte Studierende in allen am KIT angebotenen Fächern, mit Schwerpunkt auf MINT-Fächern. Die Angebote umfassen barrierefreie Aufbereitung von Studienmaterialien, Beratung bei Zugänglichkeitsproblemen in Lehrveranstaltungen und Prüfungen, Schulungen für Studierende und Dozierende, einen Leihpool mit Hilfsmitteln, Unterstützung bei Praktika und Auslandsstudium sowie ein mobiles Blindenleitsystem für Veranstaltungen. Prüfungen können mit Nachteilsausgleich im ACCESS@KIT abgelegt werden. Das Zentrum kooperiert mit dem KVV für barrierefreien Campuszugang. Für Studieninteressierte bietet das ACCESS@KIT drei wiederkehrende Veranstaltungen an: Mini-Workshops zu barrierefreier Mathematik im MINT-Studium (www.mavip.de), eine bundesweite Orientierungsveranstaltung im November für Studieninteressierte mit Sehbeeinträchtigung zu Themen wie Wohnen, Hilfsmitteln, rechtlichen Fragen und Mobilität sowie ein Bewerbungstraining "Mein Profil" (voraussichtlich 09/2027) für Studierende kurz vor dem Abschluss. Im Forschungsbereich stellt Dr. Müller mehrere laufende Projekte vor. Das MaVIP-Projekt verbessert in Kooperation mit der Universität Marburg den Zugang zu mathematischen Inhalten für Studierende, Lehrende und Assistenzen, unter anderem zum Einsatz von NVDA und JAWS mit Mathematik. Das SonnenGraf-Projekt, ein Erasmus-Plus-Projekt mit Partnern aus Italien, Spanien, Rumänien und Tschechien, macht mathematische Graphen durch Sonifikation hörbar und ist bereits online nutzbar. Ein weiteres Projekt untersucht den Einsatz taktiler 2D-Displays, damit Studierende eigene Abschlussarbeiten und Grafiken erkunden können. Aufbauend auf dem AccessibleMaps-Projekt wird in Zusammenarbeit mit Elli Design aus Dresden eine App zur Barrierefreiheitsinformation für KIT-Gebäude entwickelt, mit Fokus auf Seh- und Mobilitätsbeeinträchtigungen, unter Nutzung von OpenStreetMap-Daten. Das Projekt InkludOx BW, gefördert vom Land Baden-Württemberg, entwickelt eine KI-gestützte Plattform zur barrierefreien Aufbereitung von Lehrmaterialien für Studierende aller Hochschulen in Baden-Württemberg.Das ACCESS@KIT ist eingebunden in das Netzwerk der Graduiertenschule KATeI, gefördert vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg, mit Promotionsthemen zu KI-Methoden für assistive Technologien, KI in der Rehabilitation und gesellschaftlichen Implikationen von KI. Das Reallabor Barrierefreiheit am KIT koordiniert seit 2022 mehrere Professuren mit dem Ziel, Forschungsergebnisse in die Gesellschaft zu tragen und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Den Hauptteil des Vortrags widmet Dr. Müller dem Forschungsprojekt Inclusive VR at Work (www.inclusive-vr.de), gefördert vom Ausgleichsfonds des BMAS und bis Ende Juni 2026 laufend. Ziel ist eine individualisierbare kollaborative Arbeitsumgebung in Virtueller Realität für Menschen mit und ohne Sehbehinderung, nach dem Prinzip: VR passt sich an Menschen an, nicht umgekehrt. Im Projekt wurden Maus- und Tastatursteuerung sowie optional Controller integriert, Monitore in Größe, Position und Biegung anpassbar gemacht, Farbschemata und Vergrößerung individuell einstellbar, eine mitwandernde Lupe integriert und Hilfszonen zur Auffindung von Mauskursor und Textmarker entwickelt. Für die kollaborative Nutzung wurden räumliches Audio, Anwendungsfenster-Teilen, ein geteilter Mauskursor für Zeigegesten und vereinfachte, kontraststarke Avatare entwickelt. Emojis wurden für Menschen mit Sehbehinderung optimiert, mit reduzierten 3D-Effekten und erhöhten Kontrasten. Aus dem Projekt entstand außerdem eine Masterarbeit zur VR-Unterstützung beim Spielen von Tasteninstrumenten: Noten werden in individuell einstellbarer Größe als durchlaufendes Band eingeblendet und können per Handgeste gestoppt oder fortgesetzt werden. In einer Studie wurde gezeigt, dass die Freude am Musizieren bei Teilnehmenden dadurch zurückkehren konnte. Frage aus dem Publikum zu Mac- und Linux-Unterstützung neben Windows, JAWS und NVDA: Das ACCESS@KIT unterstützt Studierende auch bei Mac mit VoiceOver sowie Linux mit Orca. Frage aus dem Publikum, ob Vortragsfolien bereitgestellt werden: Dr. Müller sagt dies grundsätzlich zu, in Absprache mit den Organisatoren. Frage aus dem Publikum zur Skalierbarkeit von InkludOx und überregionaler Verfügbarkeit: Das Projekt ist aktuell auf Baden-Württemberg ausgelegt und wird schrittweise erweitert, wobei urheberrechtliche Fragen noch zu klären sind. Frage aus dem Publikum, ob Studieninteressierte einen Probetag erleben können: Dr. Müller empfiehlt die Orientierungsveranstaltung im November als erste Anlaufstelle. Kontakt: info@access.kit.edu Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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  • #39
    June 16 · 56 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: Ihr Weg zum Hilfsmittel (O031101)

    Katja Köhn und Silke Maethner vom Landeshilfsmittelzentrum des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen (BSVS) geben in diesem Vortrag einen umfassenden Überblick über die Hilfsmittelversorgung für blinde und sehbehinderte Menschen. Das Landeshilfsmittelzentrum bietet Beratung schwerpunktmäßig per Telefon, per E-Mail und auf Veranstaltungen, führt Schulungen in Schulen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern durch und verkauft Hilfsmittel deutschlandweit und auf der SightCity. Ergänzende Beratungsangebote im Haus sind die Low-Vision-Beratung, die EUTB-Beratung sowie die Kooperation mit Blickpunkt Auge. Im ersten Teil erklärt Silke Maethner, was Hilfsmittel im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung sind: medizinische Sachleistungen, die eine Krankenbehandlung unterstützen, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine bestehende Behinderung ausgleichen sollen. Klassische Beispiele sind Langstöcke, Bildschirmlesegeräte, Farberkennungsgeräte und Lupen. Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs wie sprechende Uhren oder Personenwaagen fallen hingegen nicht darunter. Zur Finanzierung unterscheidet der Vortrag zwischen beruflicher und privater Nutzung. Bei beruflicher Nutzung kommen die Deutsche Rentenversicherung, das Integrationsamt, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder die Berufsgenossenschaft als Kostenträger in Betracht. Die Webseite rehadat-hilfsmittel.de bietet weitere Informationen dazu. Bei privater Nutzung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten in der Regel auf Basis eines ärztlichen Rezepts, private Krankenversicherungen auf Basis eines Angebots oder einer Rechnung.Für die Beantragung über die gesetzliche Krankenkasse empfiehlt das Landeshilfsmittelzentrum, ein Rezept vom Augenarzt ausstellen zu lassen, auf dem das Hilfsmittel (zum Beispiel DAISY-Player, Farberkennungsgerät oder Langstock), die Augendiagnose und bei Langstöcken die Anzahl der Stöcke und Rollspitzen vermerkt sind. Das Rezept wird per Post im Original nach Dresden geschickt, dort erfolgt dann ein telefonisches Beratungsgespräch. Das Landeshilfsmittelzentrum reicht anschließend einen Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse ein. Die Krankenkasse hat drei Monate Zeit zur Bearbeitung. Bei vollständiger Genehmigung wird das Hilfsmittel zugeschickt. Bei Teilgenehmigung oder Ablehnung berät das Landeshilfsmittelzentrum aus Erfahrung, ob ein Widerspruch sinnvoll ist. Für den Widerspruch empfiehlt der Vortrag, zunächst ein formloses Widerspruchsschreiben innerhalb der Frist von vier Wochen zu senden, die Begründung dann nachzuliefern, und sich mit dem BSVS zu beraten. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt maximal 10 Euro. Im zweiten Teil stellt Katja Köhn konkrete Hilfsmittel vor. Zum Thema DAISY-Player erklärt sie das DAISY-Format, das gegenüber der herkömmlichen CD Vorteile wie deutlich längere Laufzeiten, Navigation nach Überschriften und eine Wiederaufnahmefunktion bietet. Vorgestellt werden der Victor Stratus 4M als einfaches Tischgerät mit Abdeckschablone für Einsteiger, der Stratus 12M mit zusätzlicher Kopierfunktion von CD auf SD-Karte sowie der Stratus 12M WiFi mit direktem WLAN-Zugang zu medibus-angeschlossenen Hörbüchereien. Als mobile Geräte werden der Victor Stream mit Zehner-Tastatur, Diktierfunktion und Podcast-Empfang sowie der kompaktere Milestone vorgestellt, der unter anderem eine Wetterfunktion und Webradio bietet, aber keine Podcasts verwalten kann. Da die CD bei Büchereien voraussichtlich um 2030 abgeschafft wird, empfiehlt der Vortrag, sich frühzeitig mit dem Online-Zugang zu Büchereien vertraut zu machen. Silke Maethner stellt anschließend die drei Kategorien von Langstöcken vor: den reinen Teleskopstock (zum Beispiel der Firma Kellerer), den Faltstock (durch Gummiband verbundene Segmente) und den Tele-Faltstock als Kombination beider Bauweisen. Zum Thema Rollspitzen erklärt sie die unterschiedlichen Aufhängungssysteme der Hersteller Ambutech, Swarovski, Kellerer und Komme sowie die verschiedenen Kugeln: Keramikspitzen für die Tipptechnik, Kunststoff-Rollspitzen, die Jumbo-Rollspitze in drei Ausführungen inklusive der Long Life-Variante und die Pathfinder-Kugel für 360-Grad-Beweglichkeit. Der iWALKING wird als preisintensiver Spezialstock mit ergonomisch gebogenem Griff für Links- und Rechtshänder und speziellen Soundvarianten der Rollspitzen vorgestellt, für den ein Teststock organisiert werden kann. Katja Köhn schließt mit einem Überblick über Farberkennungsgeräte: das Colorino als einfachstes Gerät für Grundfarben, das Fame und Fame Plus der Firma wisst für genauere Farbrichtungsangaben sowie den kompakteren Color Star. Neu im Sortiment ist das Icon von der Firma Wireless Sinks, das die Oberfläche bei der Messung berücksichtigt. Ergänzend werden Stockmännchen-Accessoires vorgestellt, die internationale Sichtbarkeit ermöglichen, ohne offizielle Kennzeichnung zu sein: ein Rucksack in Royalblau, eine Basecap und Anstecker mit dem Stockmännchen-Symbol und Text in Deutsch und Englisch. Kontakt und Beratung: Telefon 0351 809 0624 (Hilfsmittelberatung) oder 0351 809 0613 (Krankenkasseneinreichung). Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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  • #38
    June 15 · 47 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: Fitness zum Hören (O031091)

    Layla von Bewegte Inklusion berichtet in diesem Vortrag von der Gründungsgeschichte des Startups. Den Ausgangspunkt bildete eine persönliche Erfahrung ihrer Mutter Lydia, die als blinde Person bei der Anmeldung in einem Fitnessstudio eine diskriminierende Zusatzklausel im Vertrag unterschreiben sollte. Aus dem Frust über fehlende passende Angebote entstand die App Fitness zum Hören, gegründet von zwei blinden Eltern und ihrer sehenden Tochter aus dem Fitness- und Physiotherapiebereich. Mehrere Teilnehmende schildern eigene Erfahrungen, sowohl positive als auch negative, etwa mit fehlendem Verständnis von Trainern für die Bedürfnisse blinder Sportlerinnen und Sportler.Layla erklärt die Grundpfeiler des Angebots: vollständig auditive Anleitung mit verständlichen Formulierungen, sodass Übungen über das reine Zuhören korrekt ausgeführt werden können. Das Angebot ist als gemeinnütziges Startup konzipiert und richtet sich nicht für, sondern mit blinden und sehbehinderten Menschen.Die App Fitness zum Hören kombiniert maximale Flexibilität, jederzeit nutzbare Audiokurse, mit Live-Kursen über Zoom, die von Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftlern begleitet werden und zusätzliche Sicherheit bieten. Das Angebot umfasst Kraft, Dehnung, Ausdauer und Entspannung sowie spezielle Formate wie kurze Büropausen-Audios. Zukünftig sind Programme für den Athletikbereich geplant, etwa für Showdown oder Tanzsport. Ein zentrales Thema ist der erste zertifizierte auditive Präventionskurs, ein achtwöchiges Programm mit wöchentlichen 45-minütigen Einheiten, das von den gesetzlichen Krankenkassen zu mindestens 75 Prozent, häufig vollständig, erstattet wird. Der Kurs kostet 129 Euro, mit Sozialpreis (29,90 Euro) und Unterstützerpreis (49,90 Euro) für die App auf Vertrauensbasis. Während der SightCity gibt es ein Special: Beim Kauf des Präventionskurses erhalten Teilnehmende eine Goodie-Bag im Wert von rund 160 Euro mit Fitnessbändern, einer Edelstahl-Trinkflasche, einer Bio-Baumwolltasche und einem dreimonatigen kostenlosen App-Zugang.Im offenen Frage-und-Antwort-Teil beantwortet Layla unter anderem folgende Themen:Frage aus dem Publikum zu Audioangeboten für blinde Menschen allgemein und wie man die App im App Store findet.Frage aus dem Publikum zu speziellen Audiokursen für Sturzprophylaxe. Layla erklärt, dass es dafür aktuell noch kein dediziertes Angebot gibt, der Wunsch aber als Kurswunsch aufgenommen wurde, und verweist auf den bestehenden Balance-Kurs und den Koordinationskurs.Frage aus dem Publikum zur Abrechnung des Präventionskurses mit der Krankenkasse. Layla erläutert den Ablauf: Vorkasse von 129 Euro, anschließend Teilnahmebescheinigung per E-Mail nach Abschluss, die bei der Krankenkasse eingereicht wird und meist innerhalb von zwei bis drei Tagen erstattet wird.Frage aus dem Publikum, ob der Präventionskurs in den vorgesehenen acht Wochen abgeschlossen werden muss. Layla erklärt, dass insgesamt zwölf Wochen Zeit zur Verfügung stehen und bei Bedarf individuelle Lösungen per E-Mail möglich sind.Frage aus dem Publikum, ob der Präventionskurs Teil der App ist oder eine eigene Plattform nutzt. Layla erklärt, dass der Kurs auf einer separaten, barrierefreien Webanwendung (Appify) läuft, da eine Integration in die App aus Zertifizierungsgründen nicht möglich war.Frage aus dem Publikum zur Kamera-Nutzung in den Live-Kursen über Zoom. Layla bestätigt, dass die Kamera freiwillig ist und Teilnehmende auch ohne Kamerabild teilnehmen können.Frage aus dem Publikum zu den benötigten Materialien für das Training, etwa Fitnessmatte oder Isomatte. Layla erklärt, dass auch Alltagsgegenstände wie Teppiche, Handtücher oder ein Rucksack mit Gewichten als Alternativen funktionieren.Frage aus dem Publikum zur Erstattungshöhe bei der Barmer. Layla recherchiert live und nennt eine aktuelle Erstattung von 100 Euro, womit ein Eigenanteil von 29 Euro verbleibt, mit Hinweis auf mögliche Kulanzregelungen.Frage aus dem Publikum, ob es bei Bewegte Inklusion einen Podcast gibt. Layla erklärt, dass es einen inzwischen inaktiven Podcast mit wenigen Folgen gibt, der weiterhin online verfügbar ist.Frage aus dem Publikum mit dem Wunsch nach einem Kurs ohne Sprungübungen für Mietwohnungen. Layla nimmt den Wunsch für künftige Kursplanungen auf. Am Ende bedankt sich Layla bei allen Teilnehmenden und verweist auf die Kontaktmöglichkeiten per E-Mail an info@bewegte-inklusion.de sowie die Webseite bewegte-inklusion.de für weitere Informationen zu App und Präventionskurs. Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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  • #37
    June 11 · 37 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: Vergrößernde Softwarelösungen (O031092/O032021)

    Supernova und ZoomText im Vergleich Ausstellervortrag Papenmeier RehaTechnik | SightCity 2026, 28. Mai 2026 Referent: Sascha Franzoleth, IT-Trainer, Papenmeier RehaTechnikDieser Vortrag wurde am zweiten Tag der SightCity 2026 in Frankfurt am Main als Online-Session gehalten. Sascha Franzoleth stellt die beiden marktführenden Vergrößerungssoftwares Supernova (Dolphin) und ZoomText (Vispero) live vor und vergleicht sie anhand ihrer Grundfunktionen und Unterschiede. Was ist Vergrößerungssoftware?Vergrößerungssoftware hilft Menschen mit Sehbehinderung, Bildschirminhalte besser wahrzunehmen. Beide Programme vergrößern den Bildschirminhalt, passen Farben und Kontraste an und bieten zusätzlich eine Sprachausgabe. Sie können per Maus, Tastatur und Tastenkombinationen bedient werden. Supernova: GrundfunktionenVergrößerungsmodi: Vollbildmodus (am häufigsten genutzt, mehr als 90 % der Anwender), statisches Fenster (fest positioniertes Vergrößerungsfenster), Lupenfunktion (Ausschnitt folgt dem Mauscursor), Übersichtsmodus (Desktop in Originalgröße, gezielte Positionsauswahl vor dem Einsprung) sowie horizontale und vertikale Bildschirmteilung.Farbanpassung: Invertierte Helligkeit als Standard (dunkle Bereiche werden hell, helle dunkel, Farben werden möglichst originalgetreu belassen), invertierte Farben, Graustufen und benutzerdefinierte Schemata mit Reglern für Helligkeit, Kontrast und Tönung. Vordefinierte Schemata stehen ebenfalls zur Auswahl.Mauscursor: Individuelle Anpassung in Form, Farbe und Größe. Empfehlung: zweidimensionale Cursor verwenden, da bei dreidimensionalen die Trefferfläche bei größeren Cursorn ungenauer wird. Fadenkreuz-Unterstützung per Tastendrück oder dauerhaft bei Mausbewegung.Hervorhebung: Ein farbiger Kasten (standardmäßig rot) markiert das aktive Element und folgt der Tastaturnavigation. Wichtige Unterstützung beim Arbeiten ohne Maus.Sprachausgabe: Optional zuschaltbar. Liest Navigation und Texte vor. Steuerungstaste als Stummschalttaste. Vorlesefunktion per Tastenkombination auch ohne aktive Sprachausgabe nutzbar. Escape-Taste beendet den Vorlesemodus. ZoomText: Grundfunktionen und BesonderheitenVergrößerungsmodi: Weitgehend identisch zu Supernova. Vollbild, statisches Fenster, Lupenfunktion und Übersichtsmodus. Zusätzlich gibt es den Zeilenmodus: Der Desktop wird in Originalgröße angezeigt, aber die aktive Textzeile wird vergrößert hervorgehoben. Besonders hilfreich beim Lesen in Dokumenten.Farbanpassung: Gleiche Grundfunktionen wie bei Supernova. Komplementärfarben (Farben werden durch ihre Gegenteilfarben ersetzt) und individuell konfigurierbare Schemata mit Reglern.Mauscursor: Gleiche Anpassungsmöglichkeiten. Zusätzlich Mausecho: Liest automatisch vor, was sich unter dem Mauscursor befindet. Einstellbar auf sofortige Ausgabe oder mit Verzögerung (erst nach kurzem Verweilen).Infofenster: ZoomText zeigt beim Überfahren oder kurzen Verweilen auf einer Schaltfläche ein kleines Infofenster mit Erklärung und empfohlener Tastenkombination. Dieses Feature fehlt bei Supernova.AppReader: Erweiterte Vorlesefunktion für vollständige Dokumente. Aufruf per Tastenkombination (z. B. Feststelltaste + Alt + A), ohne vorher in ZoomText selbst wechseln zu müssen.Verbindung mit JAWS (Fusion): Da ZoomText und JAWS vom selben Hersteller Vispero stammen, gibt es die kombinierte Version Fusion, die beide Programme in einem vereint. Wer zu einem späteren Zeitpunkt einen leistungsstarken Screenreader benötigt, kann nahtlos dazu wechseln. Direktvergleich und EntscheidungshilfeVorteile ZoomText: Etwas bessere Bildqualität bei hohen Vergrößerungsfaktoren durch stärkere Kantenglättung. Breitere Farb- und Kontrastanpassung besonders für blendempfindliche Augen. Zeilenmodus, Mausecho und Infofenster als alleinige Features. Direktintegration mit JAWS über Fusion.Vorteile Supernova: Lupenfunktion auf mehreren unabhängigen Monitoren gleichzeitig (ZoomText unterstützt das nicht). Bessere und zuverlässigere Unterstützung bei Remote-Verbindungen über Citrix und ähnliche Systeme. Geringerer Ressourcenverbrauch, schnellerer Start. Modularer Aufbau: stufenweise Erweiterung von reiner Vergrößerung bis zu vollständigem Screenreader mit Braillezeilen-Unterstützung möglich.Wer ZoomText wählen sollte: Personen, die eine bessere visuelle Darstellung bei hohen Vergröfferungsfaktoren wünschen, blendempfindlich sind, den Zeilenmodus oder das Mausecho benötigen oder die Integration mit JAWS planen.Wer Supernova wählen sollte: Personen, die mit zwei oder mehr Monitoren und Lupenfunktion arbeiten, Remote-Verbindungen über Citrix nutzen, einen ressourcenschonenden Betrieb benötigen oder eine stufenweise Erweiterung bis zum Screenreader planen.Wenn keiner dieser Punkte zutrifft, unterscheiden sich beide Programme im Alltag kaum. Die Entscheidung kann dann nach Vorkenntnissen oder persönlicher Präferenz getroffen werden. Weiterführendessightcity.net/O031092 www.papenmeier.de Außendienstmitarbeiter von Papenmeier sind in allen Bundesländern verfügbar. Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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    June 10 · 42 min

    SightCity Ausstellervortrag 2026: Dragon Professional 16 – effizient von Sprache zu Text (O031061/ O32101)

    Dragon Professional 16 – effizient von Sprache zu Text Ausstellervortrag Papenmeier RehaTechnik | SightCity 2026, 27. Mai 2026 Referentin: Petra Voss, Schulungsleiterin, Papenmeier RehaTechnik Dieser Vortrag wurde auf der SightCity 2026 in Frankfurt am Main als Online-Session gehalten. Petra Voss stellt Dragon Professional 16 praxisnah vor und demonstriert die wichtigsten Funktionen live am Bildschirm. Was ist Dragon Professional?Dragon Professional 16 ist eine Spracherkennungssoftware, die gesprochene Sprache in Echtzeit in Text umwandelt. Das Programm ist keine KI im engeren Sinne und denkt nicht mit. Es schreibt genau das, was man sagt, und führt Befehle aus, die man kennt. Das ist zunächst eine Einschränkung, langfristig aber auch ein Vorteil: Dragon macht nichts ungefragt.Geeignet ist das Programm besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen in Schultern, Nacken, Rücken oder Fingern, aber auch für alle anderen, die täglich stundenlang tippen. Das MikrofonDas Dragon-Dialogfeld zeigt immer den Mikrofonstatus an. Rot bedeutet, das Mikrofon ist aus und Dragon hört nicht zu, nicht einmal im Hintergrund. Grün bedeutet, Dragon ist aktiv und schreibt alles mit. Blau ist der Schlafmodus: Dragon hört, schreibt aber nicht.Das Mikrofon lässt sich per Mausklick, per frei belegbarer Taste oder über die Sprachbefehle "geh schlafen" und "wach auf" steuern. Diktieren und KorrigierenDragon setzt keine Satzzeichen selbstständig. Jedes Komma, jeden Punkt, jedes Ausrufezeichen muss man beim Sprechen explizit nennen. Zeilenschaltungen werden mit "neue Zeile" oder "neuer Absatz" ausgelöst. Befehle bestehen immer aus mindestens zwei Wörtern und benötigen eine kurze Pause davor und danach, damit Dragon sie von normalem Text unterscheiden kann.Unbekannte Namen oder Fachbegriffe können über "korrigier [Wort]" korrigiert werden. Dragon zeigt dann mehrere Schreibweisen zur Auswahl an. Dauerhaft lassen sich neue Wörter über "Vokabular bearbeiten" hinzufügen, mit getrennter Sprech- und Schreibform. Programme öffnen und wechselnMit "öffne Word" oder "öffne Outlook" lassen sich Programme starten. Sind mehrere Programme geöffnet, listet "Programme auflisten" alle in einem Fenster mit Nummern auf. Mit "nimm [Zahl]" wechselt man direkt in das gewünschte Programm. E-Mails mit DragonVollständig ohne Tastatur und Maus: "klick neue E-Mail" öffnet das Fenster, der Empfänger wird ins Adressfeld diktiert, mit "drück Enter" bestätigt, dann "klick Betreff" und "drücktab" in den Mailtext. Mit "klick senden" wird die E-Mail abgeschickt. Antworten und Weiterleiten funktionieren per "klick antworten" oder über Tastenkombinationen wie "Drücksteuerung R". Wichtig: Dragon findet nur Schaltflächen, die auf dem Bildschirm sichtbar sind. TextbausteineTextbausteine sind vorbereitete Texte, die mit einem zweiteiligen Befehl eingefügt werden. Erstellt werden sie unter "Befehle / neuen Autotext hinzufügen". Der Befehlsname muss aus mindestens zwei Wörtern bestehen. Im Text können variable Felder eingefügt werden, die mit "nächstes Feld" angesprungen und individuell befüllt werden. So lassen sich Standardanschreiben, Terminvorschläge oder Signaturen in Sekunden einfügen. Das DiktierfensterFür Programme, in denen Dragon nicht direkt diktieren kann, gibt es das Diktierfenster, eine Art Sprechblase. Hier lässt sich Text vollständig diktieren und formatieren. Mit "klick Übertragung" wird er an der Cursorposition im Zielprogramm eingefügt. Im Diktierfenster funktionieren alle Formatierungsbefehle genauso wie in Word oder Outlook. EinstellungenUnter den Einstellungen lassen sich unter anderem das Datumsformat, Zahlen- und Währungsdarstellung sowie die Mikrofontaste anpassen. Dragon kann auch von bestimmten Dokumenten oder E-Mails lernen und so branchenspezifisches Vokabular aufnehmen. Unterschiedliche Nutzerprofile und Mikrofone sind ebenfalls einstellbar. Kombination mit JAWSDragon und JAWS lassen sich kombinieren. Papenmeier hat eine Anpassung entwickelt, die JAWS-Nutzerinnen und -Nutzern die Arbeit erleichtert, unter anderem durch die Ansage des Mikrofonstatus. Korrekturen lassen sich über die JAWS-Fehlerliste vornehmen. Wichtig bei der gemeinsamen Nutzung: Mikrofon und Lautsprecher müssen getrennt sein, also Headset oder Kopfhörer, da JAWS-Sprachausgabe sonst zu Rückkopplungen führt. Blinde Nutzerinnen und Nutzer setzen Dragon hauptsächlich ein, um die Finger beim Tippen zu entlasten, und ergänzen es in der Praxis oft durch eine Braillezeile. Weitere Informationensightcity.net/O032101 Außendienstmitarbeiter von Papenmeier sind in jedem Bundesland verfügbar. Über die SightCityDie SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net SightCity Kontakt (Allgemein) E-Mail: info@sightcity.net Website: https://www.sightcity.net Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp

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