
88. Folge: Beim Ausräumen kommt die Wut: Für sich nur das Beste – für uns Kinder nichts
Wir sind zurück – und diese Folge nehmen wir an einem ganz besonderen Ort auf: in der Wohnung unserer Mutter.Hinter uns liegt ein halbes Jahr voller Stress und Veränderungen: der Schlaganfall unserer Mutter, die Sorge um ihre Versorgung, die Suche nach einem Seniorenheim und schließlich ihr Einzug ins Altenheim. Inzwischen hat sie sich dort eingelebt – und für uns beginnt der nächste Schritt: Wir müssen ihre Wohnung ausräumen.Doch dabei geht es um viel mehr als Möbel, Schränke und Erinnerungsstücke.Während wir durch die Wohnung gehen, wird uns noch einmal bewusst, wie viel Wert unsere Mutter auf hochwertige und teure Dinge gelegt hat. Und genau das macht uns wütend. Denn gleichzeitig erinnern wir uns daran, wie wenig wir als Kinder hatten.Für sich selbst nur das Beste – aber was war mit uns Kindern?Beim Ausräumen kommen deshalb Gefühle hoch, mit denen wir teilweise selbst nicht gerechnet haben: Wut, Trauer, Erschöpfung, alte Verletzungen – aber auch Erleichterung und das Gefühl, dass gerade etwas zu Ende geht.Wir sprechen darüber, was es bedeutet, das Zuhause einer narzisstischen Mutter aufzulösen, und warum ein solcher Abschied für Kinder aus einer toxischen Familie so widersprüchlich sein kann. Trauert man um die Mutter? Um die eigene Kindheit? Um das Elternhaus? Oder vielleicht um all das, was man als Kind nie bekommen hat?Außerdem erzählen wir, wie es unserer Mutter heute im Seniorenheim geht, wie sie sich dort eingelebt hat und welchen Eindruck wir nach den ersten Wochen haben.Eine sehr persönliche Folge der Schäfer-Stunde – Opfer narzisstischer Familie über Narzissmus, Kindheitstrauma, Wut, Trauer, Abschied und die Frage, was von einer schwierigen Mutter-Kind-Beziehung bleibt.💬 Kennt ihr solche widersprüchlichen Gefühle beim Ausräumen des Elternhauses? Welche Erinnerungen kamen bei euch hoch?