
Lasst uns diese Dinge gemeinsam mehr machen
In dieser Folge geht es um den Negativity Bias – den negativen Filter, den die Psychologie beschreibt: die Tendenz, dass Negatives bei uns stärker hängen bleibt und mehr Gewicht bekommt als Positives. Zehn nette Begegnungen an einem Tag – und mit nach Hause nehmen wir den einen missmutigen Kommentar. Dieser Filter ist evolutionär entstanden und läuft in unserem Alltag oft unbemerkt gegen unser Wohlbefinden. Die gute Nachricht: Wir können ihn nicht abschalten, aber wir können ihn bewusst machen – und aktiv gegensteuern, indem wir immer wieder in die Dankbarkeit und zum Schönen kommen. Was ich persönlich anwende – Dankbarkeit im Alltag Genau darum dreht sich der Hauptteil der Folge: meine ganz konkreten Tools und Rituale, mit denen ich immer wieder in die Dankbarkeit komme. - Love-Messages an Freunde: Ich schreibe meinen Freundinnen und Freunden immer wieder kleine Liebesbotschaften – ganz spontan, wenn ich an sie denke oder etwas Schönes über sie sage will. - Positives laut benennen: Ich bemerke bewusst Dinge, Gegenstände, Kleidung oder Verhaltensweisen anderer Menschen – und spreche es aus: „Das steht dir richtig gut!", „Das hast du toll gemacht!", „Ich mag deine Art, wie du das angehst." Mal schreibe ich es, mal mache ich eine Sprachnachricht. - Sprachnachrichten an meine Kinder: Auch meinen Kindern schicke ich immer wieder Sprachnachrichten, in denen ich ihnen sage, was ich toll an ihnen finde – was ich an ihnen schätze, bewundere und liebe. Was das im Alltag bewirkt Und genau da passiert das Magische: Diese kleinen Gesten wirken weit über den Moment hinaus. Menschen, die ein ehrliches Kompliment oder eine Liebesbotschaft bekommen, strahlen – oft noch den ganzen Tag. Es stärkt Beziehungen, vertieft Verbindungen und erinnert die Menschen darum, selbst gesehen zu werden. Gleichzeitig trainiere ich damit auch meinen eigenen Blick: Je öfter ich aktiv nach dem Schönen suche, desto öfter finde ich es – der negative Filter verliert an Macht. Dankbarkeit ist dabei nicht nur etwas, das ich für mich mache, sondern etwas, das ich verschenke – und das zu mir zurückkommt. Kernbotschaft Dankbarkeit ist ein Muskel, der durch tägliche Nutzung stärker wird. Wer bewusst die schönen Momente sammelt – und sie mit anderen teilt – verschiebt mit der Zeit den inneren Filter und schafft mehr Zufriedenheit, Verbindung und Freude im Alltag.