
Hype um GTA Vl auf Netflix! Warum floppte Ridley Scotts "The Dog Stars"? Die Kontroverse um das Comeback von Ali G. Disney+ und CinemaxX arbeiten zusammen! Hat "Das gewisse Etwas" das Zeug zum Hit?
Donald Trump als Retter Hollywoods? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über einen überraschenden Vorstoß des US-Präsidenten: Mit dem „Motion Picture, Television and Entertainment Revitalization Act“ soll ein bundesweiter Steueranreiz für Film- und TV-Produktionen geschaffen werden. Warum unterstützt ausgerechnet Trump eine Branche, mit der er politisch seit Jahren fremdelt? Und was würde ein nationaler Tax Incentive für den Produktionsstandort USA – aber auch für Deutschland und Europa – bedeuten? Außerdem geht es um zwei vollkommen gegensätzliche Box-Office-Geschichten. Ridley Scotts neuer postapokalyptischer Film „The Dark Stars“ legt trotz prominenter Besetzung mit Jacob Elordi, Josh Brolin und Guy Pearce eine empfindliche Bauchlandung hin. Wir fragen, warum das Publikum bei dem Pandemie-Thriller nicht mitgeht, welche Rolle die zunehmende Eventisierung des Kinos spielt und ob Ridley Scotts Name allein heute noch genügend Zugkraft besitzt. Ganz anders sieht es bei „Coyote vs. Acme“ aus: Der bereits 2023 fertiggestellte Looney-Tunes-Hybridfilm sollte ursprünglich komplett verschwinden und wurde von Warner Bros. Discovery aus steuerlichen Gründen abgeschrieben. Nach jahrelangen Fan-Protesten und einer ungewöhnlichen Rettungsaktion durch den Indie-Verleih Ketchup Entertainment kommt der Film nun doch ins Kino – und startet überraschend ordentlich. Eine Geschichte über Fankultur, Konzernpolitik und darüber, wie ein Film bereits lange vor seinem Kinostart ein eigenes Narrativ entwickeln kann. Kontroversen gibt es auch um Sacha Baron Cohen. Sein neues „Ali G“-Comeback sorgt noch vor Kinostart für Boykottaufrufe und Rassismusvorwürfe. Wir diskutieren, ob Cohens provokanter Humor aus den Nullerjahren heute noch funktioniert – und wo die Grenze zwischen satirischer Auseinandersetzung mit Stereotypen und ihrer bloßen Reproduktion verläuft. Dazu schauen wir auf die Veränderungen im Streaminggeschäft: Ein 27-minütiger Promo-Film zu „GTA VI“ wird zum meistgesehenen Netflix-Titel der Woche und zeigt, wie stark sich die Plattform inzwischen über klassische Filme und Serien hinaus entwickelt. Gleichzeitig startet Disney+ gemeinsam mit CinemaxX den Disney+ Kino-Dienstag – ein weiteres Beispiel dafür, dass Streaming und Kino längst nicht mehr nur Konkurrenten sind. Und auch Tom Cruise blickt schon wieder nach vorne: „Days of Thunder 2“ soll kommen, diesmal mit Anne Hathaway an seiner Seite. Wir sprechen darüber, warum Paramount ausgerechnet diesen Kultfilm wiederbelebt und wie sehr der Erfolg von „F1“ und „Top Gun: Maverick“ die neue Rennfilm-Welle befeuert. Im Box-Office-Briefing werfen wir wie immer einen Blick auf die deutschen Kinocharts: „Spider-Man“ bleibt an der Spitze, „Die Odyssee“ zeigt auch in Woche sieben enorme Ausdauer und „Pandora – Spaziergang nach Syrakus“ entwickelt sich zum erfreulichen Arthouse-Erfolg. Deutlich schwächer laufen dagegen viele Neustarts. Zum Schluss schauen wir voraus auf „Das gewisse Etwas“, die neue Constantin-Produktion von Marc Rothemund, und fragen, ob die Feel-Good-Komödie das Potenzial zum nächsten deutschen Millionenhit hat.