
Neue Zahlen der FFA! Ist das Kino in Deutschland wieder in? Gilt Sex Sells nicht mehr - die Prüderie der Gen Z ! Flop auf Netflix, top in England? Meghan & Harry sind zurück. Und Ärger um Yellowstone?
In der neuen Folge von Box Office Inside analysieren Chris Schinke und Florian Koch die Halbjahreszahlen der FFA zum deutschen Kinomarkt. Mit 47,5 Millionen verkauften Tickets und einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro verzeichnet die Branche das stärkste erste Halbjahr seit der Pandemie. Besonders der deutsche Film legt deutlich zu. Chris und Florian schauen auf Besucherzahlen, steigende Ticketpreise, den wachsenden Stellenwert von Premiumformaten und die ungewöhnlich breite Zahl erfolgreicher Filme – und wagen die Prognose, dass Deutschland 2026 erstmals seit der Pandemie wieder die Marke von 100 Millionen Kinobesuchern überschreiten könnte. Ein weiteres großes Thema ist Sex auf der Leinwand. Anlass ist der Kinostart der Universal-Komödie „One Night Only“, bei der nach Testscreenings explizitere Szenen entfernt wurden. Studien zufolge wünschen sich gerade jüngere Zuschauer weniger sexuelle Inhalte und mehr platonische Beziehungen in Filmen und Serien. Chris und Florian hinterfragen diese These anhand aktueller Daten und erfolgreicher Streamingproduktionen wie „Fall for Me“, „Maxton Hall“ oder „Babygirl“. Ist Gen Z tatsächlich prüder geworden – oder hat sich Intimität lediglich vom gemeinschaftlichen Kinoerlebnis stärker ins private Streaming verlagert? Außerdem geht es um Prinz Harry und Meghan Markle und das vorläufige Ende ihres Hollywood-Kapitels. Nach aufsehenerregenden Netflix-, Podcast- und Medienprojekten kehrt die Familie nach Großbritannien zurück. Chris und Florian diskutieren, warum der Versuch der Royals, sich in Kalifornien als Medienmarke neu zu erfinden, zunehmend an Strahlkraft verloren hat – und weshalb gerade die stark kontrollierte Selbstinszenierung möglicherweise zum Problem wurde. Auch Taylor Sheridan gerät unter Druck. Eine Autorin wirft dem „Yellowstone“-Schöpfer vor, zentrale Elemente ihres zuvor eingereichten Serienprojekts übernommen zu haben, und verklagt Sheridan, Paramount und weitere Beteiligte. Chris und Florian ordnen die Vorwürfe ein und blicken zugleich auf die nächste Eskalationsstufe beim geplanten Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery, der zunehmend auch zum politischen Konflikt in den USA wird. Weitere Themen der Folge sind der neue langfristige Netflix-Deal mit „Bridgerton“- und „Grey’s Anatomy“-Produzentin Shonda Rhimes, der ungewöhnlich schnelle Produktionsrhythmus von Serien wie „The Pitt“ und „Maxton Hall“ sowie die anhaltenden Kinoerfolge von „Spider-Man: Brand New Day“, „The Odyssey“ und „Steckerlfischfiasko“. Dazu sprechen Chris und Florian über die Oscar-Einreichung von Sandra Wollners „Every You“, den schwierigen Kinolauf von „The End of Oak Street“ und den überraschend starken deutschen Dokumentarfilm. Natürlich gibt es wie immer den Blick auf das deutsche und US-amerikanische Box Office sowie die wichtigsten Neustarts der Woche. Dazu gehören Ridley Scotts Endzeitdrama „The Dark Stars“ mit Jacob Elordi, Josh Brolin und Margaret Qualley, der neue Jason-Statham-Actionfilm „Toni“, „Oh la la 2“, „Der Heimatlose“ und „One Night Only“.