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Sind Tattoos ungesund?

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Tätowierfarben nicht lückenlos überprüfbar

Die Farben werden in die Haut eingebracht und bleiben dort. Sie machen sich aber auch auf den Weg durch die Lymphbahnen und in die Organe. Tätowierfarben werden nicht wie Arzneimittel über Leber und Niere entgiftet. Zu den einzelnen Tattoo-Farben gibt es zu wenig Forschung. Eigentlich bräuchten wir Arzneistudien, um die Farben zu beurteilen. Es gibt allerdings sehr viele unterschiedliche Farben; die Mischungen sind wild. Immerhin gibt es eine Verordnung über Farben, die nicht mehr verwendet werden sollen. Aber es sind bereits Alternativen verfügbar – und die sind nicht überprüft.

Von Entzündung bis Hautkrebs – Tattoos sind unnötige Belastung des Körpers

Als Hautärztin empfinde ich das Tätowieren als unnötige Belastung des Körpers. Es kommt immer zu einer Entzündung, zu einer Abkapselung. Auch UV-Strahlung kann die Farben unter Umständen ändern und vielleicht giftiger machen. In der Praxis sehe ich auch manchmal Hautkrebs innerhalb der Tattoos – entweder, weil die Farben die Zellen vielleicht schneller mutieren lassen. Oder weil man den Hautkrebs nicht rechtzeitig erkennt. Denn die Vorsorge ist durch die Farbe hindurch nicht so leicht. Manchmal werden Leberflecken überstochen, obwohl Tätowierer darauf achten sollten. Die guten tun das auch.

Unerwünscht: Tattoos in 3D

Ich habe Patienten gesehen, die durch das Tätowieren eine dicke Schuppenflechte entwickelt haben – da wurde der Drache plötzlich 3D. Oder Patienten, die nach dem Stechen eine Nesselsucht entwickelt haben. Das ist eine Art Quaddelallergie. Außerdem kommt es beim Tätowieren zu Infektionen und Narben. Das Thema Lymphome ist auch in der Diskussion; es wird gerade erforscht. Es geht dabei um die Frage, ob das Immunsystem Krebs entwickeln kann durch die Partikel, die es da bekämpft.