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Zen

Rei Ho Christoph Hatlapa Roshi

Der Podcast von Choka Sangha

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  • 23 episodes
  • fortnightly
  • Avg 29 min
  • German
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  • #259
    May 30 · 42 min

    Z00259 Du bist Buddhas Knochen! (Rohatsu 02.12.2025)

    Der Buddhismus hat eine lange Reise hinter sich von den Universitäten Indiens über die Klöster Chinas bis hin zur heutigen Praxis. In diesem Teisho zeichnet Christoph Rei Ho Hatlapa diesen Weg nach und zeigt, wie aus einer monastischen Lehrtradition ein lebendiger, alltagsnaher Zen-Weg für Mönche, Laien und Frauen entstand. Dabei stellt er die Frage: Was heißt es, heute »Buddhas Knochen« zu sein – das Erwachen also nicht zu verehren, sondern zu verkörpern? Denn nur wenn der Geist des Buddha in uns lebendig bleibt, behält der Buddhismus seine Bedeutung. Anhand des Shinjinmei und Joshus Lehre wird deutlich, wie wählerische Wahl und Anhaften unseren Geist binden können. Dabei ist nicht das Wählen selbst das Problem, sondern das Festhalten, das Rechthabenwollen, das subtile Anhaften. Der beste Zustand ist jedoch kein asketisch abgehobener, sondern einer, in dem man nichts Besonderes mehr sucht und ununterscheidbar normal wird, eins mit Leiden und Freude, Alltag und Erwachen. Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

    • Chapters
  • #257
    May 2 · 49 min

    Z00257 Zeichenlosigkeit erkennen und organische Liebe praktizieren. (Herbstmond-Sesshin 09.11.2025)

    In Abschnitt 5 des Diamant-Sūtras geht es darum, dass die wahre Natur des Tathāgata nicht durch äußere Zeichen oder Merkmale erfasst werden kann. Sie sind nur Oberfläche, die eigentliche Wirklichkeit liegt in der Zeichenlosigkeit. Ähnlich wie bei einer Rose, die nur im Kontext aller Nicht-Rose-Elemente wirklich verstanden werden kann, ist auch der Mensch nur vollständig zu sehen, wenn man seine Hintergründe, Geschichte und Beziehungen berücksichtigt. Das Festhalten an Zeichen führt zur Täuschung, während Einsicht und Verständnis für den Kontext die Wahrnehmung vertiefen. So erklärt der Buddha in Kapitel 25 des Diamant-Sūtras, dass es niemanden zu erlösen gibt, da keine getrennten Wesen existieren, die zu retten wären. Jeder Mensch ist sowohl gewöhnlich als auch Buddha, da alles aus den gleichen Elementen besteht und miteinander verbunden ist – als Teil des großen Gewebes. Diese organische Liebe im Alltag zu verwirklichen, bedeutet, im anderen sich selbst zu erkennen und die Dualität aufzulösen. Probleme, Leid und Fehler werden dann nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs, der sowohl Schatten als auch Licht umfasst. Die Praxis im Alltag besteht also darin, Einsicht, Verbundenheit und Mitgefühl zu kultivieren, um die Illusion von Trennung und Selbst zu überwinden. Dieses Teisho wurde im Kô Getsu An (https://zen-bonn.de) gehalten. Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

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  • #256
    April 18 · 37 min

    Z00256 Sesshin als Feld der liebenden Güte und inneren Metamorphose. (Herbstmond-Sesshin 08.11.2025)

    In diesem Teisho lädt Christoph Rei Ho Hatlapa uns dazu ein, die Teilnahme an einem Sesshin als einen Akt der Selbstliebe zu verstehen. Frühes Aufstehen, langes Sitzen und Schweigen wirken auf den ersten Blick zwar abschreckend. Doch genau in dieser Strenge liegt die Fürsorge, die es uns ermöglicht, uns nicht länger selbst aus dem Weg zu gehen, sondern zu erforschen, wer oder was wir jenseits unserer Geschichten wirklich sind. Dabei geht es nicht um Selbstbespiegelung, sondern um die Bereitschaft, sich im Zusammenhang der fünf Skandhas zu betrachten und zu erkennen, wie sehr das vermeintlich fixe Ich ein Prozess ist, der vom gesamten Kontext des Lebens bedingt ist. Shin’ichi Hisamatsu, der philosophische Lehrer von Ōi Saidan Roshi, vergleicht das wahre Selbst mit einer Raupe, die sich verpuppt und schließlich als Schmetterling ihre Schale durchbricht. Dabei vereinigt sich die Raupe nicht mit dem Schmetterling, indem sie sich selbst aufgibt, sondern die Puppe verneint sich selbst, erlangt Freiheit von sich selbst und wird so zum Schmetterling. Ein Sesshin ist vergleichbar mit dem Kokon, in dem wir uns der Krise, der Enge und dem Nicht-Wissen nicht mehr entziehen können. Wenn wir das alte Ich nicht aus Selbsthass verneinen, sondern aus Durchschauen, kann etwas Weites, Leichtes, Unverfügbares auftauchen: unsere Buddha-Natur.​ Ein Mensch, der auf diese Weise weich geworden ist, erlebt sich nicht länger als getrennt von der Welt und den Wesen um sich herum. Es entsteht ein Raum, in dem wir uns selbst freundlicher betrachten können. Unser Herz öffnet sich für die vier Qualitäten der Liebe – liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut. Diese bleiben keine abstrakten Ideale, sondern scheinen im ganz Konkreten auf: in der Partnerschaft, bei der Erziehung von Kindern, in der Sangha, in unserem Umgang mit Konflikten und mit der verletzten Erde. Die Art und Weise, wie wir unsere eigene innere Landschaft kultivieren, prägt unmittelbar unseren Blick auf das gesamte Mit-Leben.​ Dieses Teisho wurde im Kô Getsu An (https://zen-bonn.de) gehalten. Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

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