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Artwork for Wunderbar Together

Wunderbar Together

Felix Zeltner, Katalina Farkas und Oliver Nermerich

Hallo und herzlich Willkommen zu Wunderbar Together.

Wir sind Felix, Katalina, Olli und gemeinsam mit euch besuchen wir quer über den amerikanischen Kontinent Menschen, die Kulturen verbinden und Wunderbares dabei erschaffen. Zum Beispiel Corinna und Theresa Williams, die Schwestern aus Schwaben, die so erschrocken über amerikanische Waschmaschinen waren, dass sie in Brooklyn den ersten nachhaltigen Waschsalon des Landes gründeten; oder Vince Ebert, der Comedian aus Franken, der mit viel Fleiß die Bühnen des Broadway eroberte; oder Satou Sabally, die Basketballspielerin aus Berlin, die beschloss, sich in die Politik einzumischen – und gerade zur Ikone ihres Sports wird.

Gemeinsam mit unseren Gästen steigen wir tief ein: was treibt sie an? Wie gehen sie mit Niederlagen um? Was beobachten sie als Deutsche zwischen den Kulturen? Was ist ihre Message an alle, die einmal selbst in den USA ihr Glück probieren möchten? Und immer zum Schluss: was ist ihr persönlicher Wunderbar-Song? Kommt mit! Auf Spotify, Apple und überall, wo es gute Podcasts gibt.

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  • 23 episodes
  • fortnightly
  • Avg 1 hr 10 min
  • German
Counted on this page — what you have heard stays on this device, so it is not something the list can be paged by.
  • #141
    Oct 9, 2025 · 1 hr 13 min

    It's not rocket science – oder doch, Hans Königsmann?

    Hans Königsmann schaut am liebsten in der kalifornischen Wüste in die Sterne – wir haben ihn in Berlin getroffen. Für Sternengucker ist die lichtverschmutzte Hauptstadt zwar eher ungeeignet, für eine Podcast-Aufzeichnung reicht es jedoch allemal. Felix hat mit Hans über seine Karriere gesprochen, die von der TU Berlin bis Cape Canaveral reicht: Fast 20 Jahre hat er für SpaceX gearbeitet, war dort für Kontrollalgorithmen und Flugsicherheit zuständig und zuletzt als Vizepräsident tätig. Dabei hat er auch das ein oder andere über Elon Musk gelernt. Hans' Weg in die Raumfahrt beginnt zufällig: Weil seine Kurzsichtigkeit ihn daran hindert, Pilot zu werden, entscheidet er sich kurzerhand für Luft- und Raumfahrt an der TU Berlin. Das Studium ist "hands-on", im Berliner Westen baut er an Satelliten mit, programmiert Steuerungen, tüftelt an Kleinsystemen. Nach der Promotion zieht er 1995 mit seiner Frau in die USA, wo er bei Microcosm in Kalifornien arbeitet. „Tatsächlich war meine Frau da mehr begeistert als ich. Aber ich hatte dann halt jemanden, der das auch unterstützt, und konnte meine eigene Trägheit ein bisschen überwinden.“ In Kalifornien lernt er auch "Elon" kennen – Elon Musk. Sie treffen sich bei einem Raketen-Bastler-Wochenende in der Mojave-Wüste, wo Leute ihre selbstgebauten Raketen starten. Kurz darauf ruft Musk ihn an, weil er von anderen gehört hatte, dass Königsmann "nicht alles falsch" macht. Er fragt ihn, ob er Interesse hätte, eine Firma mitzugründen – SpaceX. Das Ziel: Musk möchte den Mars besiedeln. Und braucht dafür eine Rakete (warum er nicht einfach eine kaufen konnte, erzählt Hans im Podcast). Am Anfang sind SpaceX vier Leute und eine Kreditkarte – 100 Millionen US-Dollar aus Musks Vermögen. Drei Raketenstarts scheitern, der vierte gelingt. „Bei Raketen geht es entweder sehr gut. Oder es geht sehr schlecht.“ Dass SpaceX trotzdem überlebt, liegt auch am Durchhaltevermögen der ersten Mitarbeiter. "Dir glaubt keiner, dass das wirklich ernst gemeint ist." Immer wieder geht es darum, das Unmögliche möglich zu machen: "Eine Sache, die SpaceX gut gemacht hat, ist die Wiederverwertbarkeit der Rakete. Und am Anfang hat jeder gesagt: das klappt nicht. Aber wir haben gelernt, dass man teilweise auch Gegenwind braucht." Und wie sieht er Musk heute? "Elon ist ziemlich intensiv, sehr klug und holt sich den richtigen Input – ein straight shooter." Gleichzeitig bleibt Hans skeptisch, wenn es um die großen Visionen geht: "Elon war sehr lange auf den Mars fokussiert und das hat sich, glaube ich, mittlerweile ein bisschen geändert. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er wieder dahin zurückfindet." Für Hans geht es weiterhin um den Blick von oben. Heute fliegt er – privat, und mit gelaseren Augen – ein selbstgebautes Sling TSI, ein experimentelles Leichtflugzeug aus Südafrika. Außerdem erfüllt sich ein lange gehegter Traum, über den er zum Zeitpunkt der Aufzeichnung leider noch nicht sprechen durfte: Er darf demnächst den Weltraum erkunden – an Bord einer New-Shepard-Rakete von Blue Origin, der Firma von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Wie weit man mit 100 Millionen US-Dollar im Raketenbusiness kommt, was er von Los Angeles gelernt hat und weshalb Raketen so oft explodieren – darüber spricht Hans Königsmann in der 140. Folge von Wunderbar Together.

  • #140
    Sep 29, 2025 · 1 hr 4 min

    Warum liebst du Texas Barbecue, Lino Brandi?

    Warum liebst du Texas Barbecue, Lino Brandi? Texas Barbecue ist nicht nur ein Essen – es ist eine Lebenseinstellung. Das zumindest sagt Lino Brandi, und der muss es wissen. Lino ist der letzte Gast unseres Summer Specials, für das wir den Wunderbar-Together-Spieß umgedreht haben – und ein paar der coolsten Amerikaner:innen in Deutschland besucht haben. Wir haben mit unseren amerikanischen Gästen über Bier gesprochen, über Literatur, Humor und den deutschen Blick auf Amerika. In dieser Folge widmen wir uns dem Herz der texanischen BBQ-Kultur. Dafür sind Felix und Katalina in den Berliner Wedding gefahren und haben Lino Brandi in seinem Restaurant besucht: Lino’s BBQ (mit korrekt gesetztem Apostroph, etwas, woran viele deutsche Barbesitzer:innen immer noch scheitern). Lino – und das ist keine Untertreibung – liebt Barbecue. Das mit dem deutschen Grillen wirklich wenig zu tun hat. „Barbecue ist das authentischste Essen der USA. Darauf können sich alle einigen.“ In Texas geboren und in Deutschland aufgewachsen, pendelt er seit seiner Kindheit zwischen den Welten. Nach der Ausbildung in der Gastronomie verschlägt es ihn für ein Jahr nach Texas, wo er in verschiedenen Barbecue-Restaurants arbeitet. "Ich wusste nicht so richtig, was ich machen sollte. Und da habe ich meine Liebe zum Barbecue entdeckt." Es ist eine Zeit, die ihn nachhaltig geprägt hat. "Da habe ich Barbecue wirklich von Grund auf gelernt – damals gab es noch keine YouTube-Tutorials oder Bücher darüber, man musste es sich selbst aneignen." In Texas erlernt er nicht nur das nötige Handwerk eines Pitmasters und wie man einen sieben Meter langen Grill (sorry, Pit!) bedient – er denkt auch erstmals darüber nach, sich mit einem Barbecue-Restaurant in Berlin selbstständig zu machen. 2017 eröffnete er sein eigenes Restaurant in einer alten Eckkneipe im Wedding. "So wie wir es machen, gibt es das in Europa sonst nicht: Wir haben den Pit direkt im Restaurant, zwei Meter von hier, wie in Texas." Von Brisket über hausgemachte Würstchen bis hin zu Pickles – alles entsteht vor Ort, alles ist handgemacht. Barbecue ist für Lino mehr als nur ein Handwerk. Es geht nicht nur darum, Fleisch bei niedrigen Temperaturen zu garen. Es ist ein Essen, das verbindet – auch Menschen, die ansonsten nicht unbedingt die gleichen politischen Ansichten teilen. „Für mich funktioniert es, da eine Grenze zu ziehen, wenn ich in Texas bin: Wir reden nicht über Politik, wir reden über das, was uns verbindet – Barbecue, Musik, gemeinsame Zeit.“ Gerade in einer Zeit, in der die USA politisch tief gespalten sind, erlebt er Barbecue als verbindendes Ritual: ein Event, das Menschen zusammenbringt. „Wenn jemand sich so lange Zeit nimmt, um Essen herzustellen, dann ist es etwas Besonderes.“ Für Lino ist Barbecue deshalb auch eine Form von Love Language. Im Podcast erzählt er von Nächten am Pit und von der harten Realität der Gastronomie. Was eine Texas Trinity ist, welche Herausforderungen Lino bevorstehen und wie er in die Zukunft seines Restaurants blickt. Das alles erzählt der wunderbare Lino Brandi in der 139. Folge von Wunderbar Together. PS: Wir haben Lino nicht nur besucht, um mit ihm über Barbecue zu quatschen. Katalina hat ein paar Tage nach der Aufzeichnung mit ihrer Familie die Texas Trinity getestet – und war begeistert. Solltet ihr in Berlin sein und Fleisch essen – tut euch und Lino einen Gefallen und stattet ihm einen Besuch ab!

  • #139
    Sep 21, 2025 · 1 hr 8 min

    Wie erklärst du die USA, Chelsea Spieker?

    Liebe Wunderbar-Together-Crew, heute wird es politisch – in a fun way! Felix hat Chelsea Spieker in Charlottenburg besucht – im Office der Medienplattform „The Pioneer“. Chelsea ist Journalistin und Podcast-Moderatorin, berichtet über Geopolitik und transatlantische Beziehungen – und bringt dabei ihre ganz eigene amerikanische Perspektive mit. Chelsea stammt aus Cherry Valley, einem winzigen Ort in Upstate New York. Dort gibt es eine einzige Ampel, weite Wege – und nach dem Niedergang der hiesigen Industrie auch jede Menge Armut und Drogenschicksale. Chelsea indes ist immer die Klassenbeste, spielt Fußball, Basketball, ist im Cheerleading-Squad. Ein Austauschjahr nach der High School soll sie nach Frankreich bringen – stattdessen landet sie mit 17 Jahren in Überlingen am Bodensee. Es ist ein Schock („Ich dachte nur: Ich weiß nichts über Deutschland, ich kann nicht einmal Hallo sagen, und Deutsch ist so hässlich!“), über den sie heute lachen kann. Nach einem Studium an der George Washington University und einem verlängerten Zwischenstopp in Japan gelangt sie wieder nach Deutschland – und bleibt. Als Journalistin berichtet sie über ihre amerikanische Heimat, versteht sich aber trotz ihrer amerikanischen Herkunft als Beobachterin: „Ich verstehe die Menschen in Amerika besser als jemand, der noch nie dort gelebt hat. Und trotzdem bin ich auch ein bisschen außerhalb jetzt und beobachte daher.“ Umso wichtiger für ihre Arbeit seien die Menschen vor Ort, ihr Netzwerk, ihre Freunde und Familie. „Ich versuche, mit ihnen im Austausch zu bleiben und das in meine Gespräche einzubringen. Ich versuche, auch ein bisschen gemäßigter und faktenbasierter zu berichten.“ Sie plädiert für mehr Ausgewogenheit in der Berichterstattung – und in der Rezeption ebendieser: „In Europa ist es einfach zu sagen: Trump ist der Teufel und macht alles kaputt. Aber er hat mehr als die Hälfte des Landes überzeugt – da muss also etwas dran sein. Nicht alles, was er macht, ist falsch, nur weil es Trump ist. Man darf nicht alles über einen Kamm scheren und ich finde, das ist in Europa manchmal ein bisschen zu beobachten.“ Im Gespräch erzählt Chelsea von der politischen Zerrissenheit ihrer Heimat, die sie auch in ihrer eigenen Familie erkennen kann. Dort sitzen Linke, die Alexandria Ocasio-Cortez abfeiern, zusammen mit Tea-Party-Republikanern am Thanksgiving-Tisch. Ihr Take: Wer verstehen will, muss zuhören – und nicht nur reden. „Es würde uns gut tun, einfach mal die Klappe zu halten.“ Außerdem warnt sie davor, Wählergruppen vorschnell abzuschreiben. Und: Auch in Europa müsse man genauer hinschauen, warum autoritäre Stimmen Zulauf bekommen. Warum Chelsea trotz aller Herausforderungen optimistisch bleibt, wenn sie an ihr Heimatland denkt, was sie am meisten an den USA vermisst, und weshalb sie auch mit einem AfD-Wähler immer den Dialog suchen würde – das alles erzählt die wunderbare Chelsea Spieker in der 138. Folge von Wunderbar Together.

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