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Artwork for Wunderbar Together

Wunderbar Together

Felix Zeltner, Katalina Farkas und Oliver Nermerich

Hallo und herzlich Willkommen zu Wunderbar Together.

Wir sind Felix, Katalina, Olli und gemeinsam mit euch besuchen wir quer über den amerikanischen Kontinent Menschen, die Kulturen verbinden und Wunderbares dabei erschaffen. Zum Beispiel Corinna und Theresa Williams, die Schwestern aus Schwaben, die so erschrocken über amerikanische Waschmaschinen waren, dass sie in Brooklyn den ersten nachhaltigen Waschsalon des Landes gründeten; oder Vince Ebert, der Comedian aus Franken, der mit viel Fleiß die Bühnen des Broadway eroberte; oder Satou Sabally, die Basketballspielerin aus Berlin, die beschloss, sich in die Politik einzumischen – und gerade zur Ikone ihres Sports wird.

Gemeinsam mit unseren Gästen steigen wir tief ein: was treibt sie an? Wie gehen sie mit Niederlagen um? Was beobachten sie als Deutsche zwischen den Kulturen? Was ist ihre Message an alle, die einmal selbst in den USA ihr Glück probieren möchten? Und immer zum Schluss: was ist ihr persönlicher Wunderbar-Song? Kommt mit! Auf Spotify, Apple und überall, wo es gute Podcasts gibt.

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  • 20 episodes
  • fortnightly
  • Avg 1 hr 11 min
  • German
  • #158
    August 17 · 1 hr 3 min

    Was hast du in den USA über den Fussball gelernt, Timothy Tillman?

    Sein jüngerer Bruder Malik spielt bei der WM für Team USA, schießt sein erstes WM-Tor – und Timothy Tillman, genau wie sein Bruder Fußballprofi, sitzt auf der Tribüne. Er wurde nicht nominiert. „Das war eine harte Nachricht und das muss man dann auch erstmal schlucken.“ Neid? Fehlanzeige. „Am Ende des Tages ist es ja trotzdem auch mein Bruder. Und das ist auch viel wichtiger als alles, was wir in unserer Karriere jemals erreichen.“ Rückblende: Timothy “Timmy” Tillman wächst in und um Nürnberg auf, spielt beim FC Bayern und in Fürth als hoch gehandelter Jungprofi – und verliert irgendwann die Freude am Fußball. „Ich bin ins Training gefahren und ich hatte eigentlich gar keine Lust.“ Der Ausweg: raus aus der Komfortzone und über den Atlantik! Er folgt einem Angebot nach Los Angeles zum LAFC. Heute fühlt sich der 27-Jährige in den USA, dem Land seines Vaters, der einst als Soldat nach Franken kam, genauso zuhause wie in Deutschland. Mit Felix und Olli spricht er über die Unterschiede zwischen Bundesliga und MLS (“5:4 ist besser als 1:0”), über seine Mutter, die für die Karrieren ihrer beiden Söhne enorm viel geopfert hat, und über das, was ihm in der Ferne am meisten fehlt: “Döner – und Schäufele”. Außerdem erklärt der 27-Jährige, weshalb sein Fußballleben irgendwann dort enden könnte, wo alles angefangen hat: mit Freunden in der Kreisliga. Folge 157 von Wunderbar Together – mit Timmy Tillman. Timothy Tillman Folgt Timmy auf seinem Instagram-Kanal hier und haltet die Augen auf. Wir werden in den nächsten Wochen ein Trikot von Timmy für unsere Community verlosen. MILES & MORE CREDIT CARD Mit Miles & More sammelt ihr Meilen auf Reisen und im Alltag. Mehr Informationen zur Miles & More Credit Card und zu den aktuellen Konditionen findet ihr hier. SENNHEISER Ihr fragt euch, warum Felix und ich in diesem Podcast so gut klingen? Die Antwort ist ganz einfach: Wir nutzen ein ganz neues Sennheiser-Mikrofon. Trommelwirbel: Sennheiser ist unser neuer Partner, der uns dabei hilft, das nächste Level für Wunderbar Together zu erreichen. Vielleicht kennt ihr Sennheiser von Stadionkonzerten, Broadway-Shows oder den Oscars. Oder aus Hörsälen oder Meetings. Oder aus dem Auto (z.B. im ganz neuen smart). Sennheiser kommt aus Hannover und liefert heute in Amerika und rund um die Welt den Sound unseres Alltags. Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Podcast nun mithilfe von Sennheiser-Produkten aufnehmen und produzieren können. PAULANER SUNSET Ein bisschen Heimat für die Westküste: Natürlich bekommt auch Silke nach der Aufnahme ein Paket Paulaner Sunset nach Hause geschickt – die amerikanische Version der legendären Paulaner Spezi. RADIO.DE Wunderbar Together gibt es auch bei radio.de – zum Streamen, Folgen und Weiterempfehlen. SHARING IS CARING** Wenn euch die Folge gefällt, schickt sie an einen Menschen, der von Los Angeles träumt, selbst noch einen großen Sprung wagen möchte oder dringend eine gute Ben-Affleck-Kitchen-Story braucht. Folgt uns auf Spotify und Apple Podcasts – und verpasst in Zukunft keine Folge mehr. Vielen Dank! MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Schnitt: Heiner D’Alquen

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  • #157
    July 31 · 1 hr 19 min

    Warum wird Comedy immer wichtiger, Annick Adelle?

    In Deutschland werden Comedians oft gut bezahlt. In New York müssen sie selbst zahlen – oder zehn Freunde mitbringen, die Tickets kaufen und je zwei Drinks bestellen. Für unseren Gast Annick Adelle, der es geschafft hat, auf beiden Seiten des Atlantiks als Comedian erfolgreich zu sein, ist der Fall klar: Die deutsche Comedy-Szene ist im Vergleich zur amerikanischen noch jung, und ein bisschen verwöhnt. Aber sie boomt – vielleicht gerade deshalb, weil Menschen im Zeitalter von KI wieder Lust auf etwas Echtes haben. Annick, der es schafft die Menschen in Brooklyn, wo er lebt, genauso wie in Berlin, Hamburg oder München zum Lachen zu bringen, arbeitete eigentlich als gut bezahlter Anwalt bei PayPal, bestand das kalifornische Bar Exam und war auf gutem Weg in eine Silicon-Valley-Karriere. Dann stellte Annick sich während eines kurzen Sabbaticals einer Aufgabe, vor der er richtig Angst hatte: Stand-up-Comedy! Der erste Auftritt war furchtbar. Trotzdem wusste er sofort: „Das ist es.“ Mit Felix spricht Annick über seinen steinigen Weg, der darauf folgte: von der Anwältin zum Comedian, von Corporate-Karriere zu unbezahlter Kunst, und von Frau zu Mann. Es geht um Familienkonflikte, People-Pleasing, das life in-between - „Ich lebe zwischen zwei Welten: im Gender, im Beruf, im Land“ - vor allem aber geht es um den Mut, endlich man selbst zu werden. ANNICK ADELLE Wer mehr von Annick hören und sehen will, folgt ihm einfach hier auf Instagram. Immer gute Gags und das for free! MILES & MORE CREDIT CARD Mit Miles & More sammelt ihr Meilen auf Reisen und im Alltag. Mehr Informationen zur Miles & More Credit Card und zu den aktuellen Konditionen findet ihr hier. SENNHEISER Ihr fragt euch, warum Felix in diesem Podcast so gut klingt? Die Antwort ist ganz einfach: Felix nutzt ein ganz neues Sennheiser-Mikrofon. Trommelwirbel: Sennheiser ist unser neuer Partner, der uns dabei hilft, das nächste Level für Wunderbar Together zu erreichen. Vielleicht kennt ihr Sennheiser von Stadionkonzerten, Broadway-Shows oder den Oscars. Oder aus Hörsälen oder Meetings. Oder aus dem Auto (z.B. im ganz neuen smart). Sennheiser kommt aus Hannover und liefert heute in Amerika und rund um die Welt den Sound unseres Alltags. Wir sind stolz sie mit an Bord zu haben. PAULANER SUNSET Ein bisschen Heimat für die Westküste: Natürlich bekommt auch Silke nach der Aufnahme ein Paket Paulaner Sunset nach Hause geschickt – die amerikanische Version der legendären Paulaner Spezi. RADIO.DE Wunderbar Together gibt es auch bei radio.de – zum Streamen, Folgen und Weiterempfehlen. SHARING IS CARING** Wenn euch die Folge gefällt, schickt sie an einen Menschen, der von Los Angeles träumt, selbst noch einen großen Sprung wagen möchte oder dringend eine gute Ben-Affleck-Kitchen-Story braucht. Folgt uns auf Spotify und Apple Podcasts – und verpasst in Zukunft keine Folge mehr. Vielen Dank! MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Schnitt: Heiner D’Alquen

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  • #156
    July 15 · 1 hr 21 min

    Warum ist LA ein Dorf, Silke Burmeister?

    Von Ben Afflecks Küche bis zum 8-Dollar-Hostel: Silke Burmeister über ihren eigenen Walk of Fame zur erfolgreichen Producerin in Hollywood.

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  • #155
    July 2 · 1 hr 29 min

    Wie besteht man im härtesten Modemarkt der Welt, Marcel Ostwald?

    Marcel Ostwald kommt sommerlich angezogen – weißes Hemd, Shorts, Converse – und mit einem Lebenslauf zu Wunderbar Together, auf dem fast kein Superstar der Modewelt fehlt: Wolfgang Joop, Giorgio Armani, Jil Sander, Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Michael Kors. Und trotzdem lautet eines seiner wichtigsten Erkenntnisse nach mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft: „Stil kannst du kaufen – Style kannst du nicht kaufen.“ Und er erklärt: Warum bleiben Männer einer Hose treu, sobald ihr Hintern darin gut aussieht? Weshalb zahlt kaum noch jemand den vollen Preis? Und warum hält ausgerechnet ein Fashion Executive New York inzwischen für „relativ langweilig zum Shoppen“? Marcel wächst im fränkischen Kitzingen auf, will aber schon früh hinaus in die große, mondäne Welt. Sein Idol: Wolfgang Joop. Als Teenager marschiert er unangemeldet in dessen Hamburger Altbauvilla und verlangt, den Designer persönlich zu sprechen. Am Empfang wird er abgewiesen. Marcel dreht sich noch einmal um und sagt: „Merken Sie sich meinen Namen. Ich komme zurück.“ Spoiler: Jahre später begrüßt Joop ihn mit den Worten: „Und, blondes Gift, wer bist du denn?“ Es ist der Beginn einer Karriere, die Marcel von Hamburg über Metzingen bis nach Manhattan führt. Bei Giorgio Armani lernt er, dass gute Verkäufer ihren Kunden nicht schmeicheln, sondern ihnen ehrlich sagen, was ihnen nicht steht. Bei Hugo Boss verbringt er fast zwölf Jahre und pendelt sieben Jahre lang wöchentlich zwischen Süddeutschland und Hamburg. Dort lernt er auch Svenja kennen – die bereits zu Gast bei Wunderbar Together war und die seinen festen Vorsatz widerlegt, niemals eine Kollegin zu daten. In New York wartet dann seine bislang größte Challenge: die Männermode von Michael Kors als „Start-up innerhalb eines Milliardenkonzerns“ aufzubauen. Ohne Team, ohne Produkt und zunächst sogar ohne richtiges Budget. Es folgen fast elf Jahre High Fashion, High Tempo und High Money. Marcel nennt das seinen „Roboter-Modus“: funktionieren, reagieren, weitermachen. Inzwischen hat er Michael Kors verlassen – er glaubt an Neuanfänge, Umwege und die produktive Kraft von Krisen. Warum guter Einzelhandel nicht tot ist, sondern endlich wieder persönlich werden muss, weshalb Marken ihre Kunden häufiger unterschätzen und was hinter einem 200-Dollar-T-Shirt wirklich steckt – das alles erzählt Marcel Ostwald in dieser Folge von Wunderbar Together. Und falls ihr gerade selbst vor einer großen Entscheidung steht, hat Marcel noch einen Satz für euch: „Ich bin davon überzeugt, dass die besten Momente dich finden.“ CONNECTION MIT MARCEL OSTWALD Wer mehr zu Marcel erfahren will, connected sich gerne via Instagram oder LinkedIn mit ihm. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, the loyalty program of the Lufthansa Group, rewards you with miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (https://www.miles-and-more.com/)) to learn more. PAULANER SUNSET Die berühmte Paulaner Spezi gibt es jetzt endlich in den USA und zwar unter dem Namen - Paulaner Sunset. Das Beste: Jeder Gast von uns kriegt eine Palette von der berühmten "Cola with orange flavored soda" und damit auch etwas Heimatgeschmack nach Hause geschickt. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

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  • #154
    June 17 · 1 hr 3 min

    Wie schreibst du Welthits, Toby Gad?

    Toby Gad über Beyoncé, John Legend, New York ohne Geld – und warum Welthits menschlich bleiben müssen.

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  • #153
    May 31 · 1 hr 21 min

    Was hast du von Mark Zuckerberg gelernt, Arthur Gerigk?

    Arthur Gerigk blickt auf eine Traumkarriere im Silicon Valley zurück. Gestartet ist er als CMO von Rocket Internet und prägte hier das Wachstum von einigen der bekanntesten Digitalmarken Europas. 2016 wurde er von Facebook abgeworben. Seitdem hat ihn sein Weg als PM über Google zu Snap geführt – und dabei hat er mit allen großen Tech-CEOs zusammengearbeitet - unter anderem mit Mark Zuckerberg und Evan Spiegel. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, the loyalty program of the Lufthansa Group, rewards you with miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (https://www.miles-and-more.com/)) to learn more. PAULANER SUNSET Die berühmte Spezi gibt es jetzt auch endlich in den USA und zwar unter dem Namen - Paulaner Sunset. Jeder neue Gast von uns kriegt eine Palette von der berühmten "Cola with orange flavored soda" nach Hause geschickt. Wer das noch nicht beim Getränkemarkt um die Ecke gesehen hat, sei getröstet, er kennt das süß-fruchtige Kultgesöff dennoch längst, es hat dasselbe Retro-Etikett in Orange-Rot-Lila, nur dass das Wort "Spezi" durch "Sunset" ersetzt ist. "Paulaner Sunset", unter diesem Label vertreibt es die Brauerei nun in den USA. Gestartet wird der Verkauf in Kalifornien, gebraut wird aber in München. Für die "Cola with orange flavored soda", das Cola mit Orangenlimo, verspricht die Münchner Brauerei den Amerikanern: "With a Sunset in your hand you will always have sunshine in your heart", mit einem "Sunset" in der Hand wirst du immer Sonnenschein im Herzen haben. Münchens Spezi-Fans sind gespannt, ob sich das dort durchsetzt. Denn einen gewaltigen Makel hat die Sache ja schon: Wegen eines Uralt-Abkommens über die "Spezi"-Namensrechte mit der Augsburger Riegele-Brauerei muss sich Paulaner für die USA offenbar verbiegen, was den Markennamen angeht. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

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  • #152
    April 23 · 1 hr 20 min

    Wie wird man Jazz-Star in New York, Timo Vollbrecht?

    Timo Vollbrecht wollte als Teenager nur eines: in einer Band spielen. Heute steht er in New York auf den Bühnen, auf denen seine Helden Geschichte geschrieben haben. In dieser Folge erzählt der Jazz-Saxophonist und Professor an der Brown University, wie aus einem Spielzeugsaxophon in einer Kleinstadt bei Hannover eine internationale Karriere wurde – und warum Jazz für ihn bis heute vor allem eins ist: radikale Freiheit. „Man kann es nicht wirklich beantworten“, sagt er über die Frage, was Jazz eigentlich ist – und verweist auf eine über hundertjährige Entwicklung zwischen afro-diasporischer Rhythmik und europäischer Harmonik. Der Einstieg in diese Welt war für ihn eine CD von Sonny Rollins, die ihn „hinten rüberfallen“ ließ. Was folgte, war ein Weg durch die deutsche Förderlandschaft bis hin nach New York – und in die ganze Welt. Bis zum akademischen Ritterschlag: heute ist Timo Jazz-Professor an der renommierten Brown University in Providence, Rhode Island, wo seit kurzem auch seine Familie lebt. Improvisation ist für Timo weniger sein musikalisches Spezialgebiet, als eine tägliche Praxis: „Wir improvisieren gerade. Wir sprechen gerade.“Improvisation und Jazz-Standards ermöglicht Timo mit Musikern, denen er nie zuvor begegnet ist, innerhalb von Minuten zusammenzufinden – egal ob in New York, Kairo oder Phnom Penh. Jazz ist eine „Community Music“, sagt Timo. Dem gegenüber steht die Ökonomie des Berufs an einem der teuersten Orte der Welt. „Jazzmusiker zu werden, um Geld zu verdienen, ist kompletter Wahnsinn“, sagt Vollbrecht. Er kennt den Glamour von Village Vanguard und Carnegie Hall – aber auch gnadenlose Gigs in Modeläden oder Spas ("in Kleidung!"), Und dann sind da diese Momente, für die sich alles lohnt: wenn Timo plötzlich neben seinen Idolen steht und merkst, dass er Teil ihres Sounds geworden bist. „Ich darf mitmachen.“ 🎷 Am 29. April tritt Timo Vollbrecht mit seiner Band im Seeds in Brooklyn auf. Weitere Termine der Tour zum aktuellen Album „Bremen New York“ gibt es hier👉 http://timo-vollbrecht.squarespace.com/tour-dates-2

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  • #151
    April 9 · 56 min

    Was muss gutes Design leisten, Hartmut Esslinger?

    Liebe Wunderbar-Crew, wir haben lange auf dieses Gespräch hingearbeitet, und sind umso glücklicher, die Folge jetzt endlich releasen zu können. Hartmut Esslinger hat uns aus seinem Haus in Los Gatos, Kalifornien, in sein Leben und auf seine Reise mitgenommen – und was für eine Reise das ist! Hartmut Esslinger ist eine Designlegende (oder auch: ein Designgott). Als Gründer von FROG Design hat er Produkte gestaltet, die Millionen von Menschen weltweit nutzen – darunter die ersten Apple-Computer, die die Design-DNA einer ganzen Branche geprägt haben. Für ihn war Apple von Anfang an mehr als ein Technologieunternehmen: „Apple hat eine Personality. Das ist der entscheidende Punkt." Eine Personality, die er selbst miterfunden hat – jung, weiblich, smart, sportlich, so seine Beschreibung. Hartmut ist aber auch ein Mensch mit klaren Haltungen, starken Meinungen und einem untrüglichen Gespür dafür, was gut ist – und was nicht. Unser Mikrofon, das wir ihm nach Hause geschickt haben, fand er übrigens „grausam". Gedankenlos zusammengeklappert, ohne Relevanz. So ist Hartmut: direkt, ehrlich, kompromisslos. Very German, you could say. Über KI im Design sagt er: „Generative Design ist gleich schon eine Versuchung, etwas sehr schnell hinzubekommen, was toll aussieht, aber völlig ohne Sinn und Kultur ist. Völlig ohne Seele, ohne Idee, ohne Story." Seine Ansprüche an gutes Design und was es leisten muss sind hoch – und so gnadenlos wie er in seinem Urteil über das Mikro: „Respekt reicht nicht. Die Leute müssen dich lieben. Dann verzeihen sie ja auch kleine Fehler." Seinen eigenen Weg hat er nie geplant – sondern gespürt: „Ich habe mich auch immer rumprobiert und rumprobiert, aber war nie glücklich. Aber das Design, dann war ich happy. Dann wusste ich, das ist es jetzt. Du hast dieses Gefühl, ich mache das Richtige. Das ist meine Berufung." Mit Anfang 80 arbeitet Hartmut noch immer, derzeit an einem revolutionären digitalen Audiosystem, das er gemeinsam mit Partnern in China und Dänemark entwickelt hat. Und er hat noch viel zu sagen: über Talent, über die Zukunft Deutschlands, über Amerika in der Krise – und darüber, warum er trotz allem bleibt: „Wenn wir weggehen, wird es nicht besser." Warum Shenzhen der spannendste Ort der Welt ist, was junge Designer heute lernen müssen, und was Hartmut wirklich glücklich macht – das alles erzählt die Designlegende Hartmut Esslinger in dieser 150. Folge von Wunderbar Together.

  • #150
    March 16 · 1 hr 23 min

    Was lehrt uns Kunst, Cordula Grewe?

    Liebe Wunderbar-Together-Crew, wir sind immer noch ganz verzaubert von unserem wunderbaren Dinner, das vor einigen Tagen im verschneiten New York stattfand! Zusammen mit Miles & More haben wir mit Gästen aus sechs Jahren Wunderbar Together diniert. Verköstigt wurden wir von Chef Simon, dem vielleicht coolsten deutschen Koch in New York. Dazu gab es Jazz von Timo Vollbrecht, die beste Atmosphäre in einem wunderschönen Loft, und den vielleicht besten Blick auf den Madison Square Garden. Ebenso begeistert wie über das Dinner sind wir von unserem heutigen Gast, Cordula Grewe. Cordula ist Professorin für Kunstgeschichte an der Indiana University Bloomington – und eine Frau, die Kunstgeschichte mit großer Klugheit, Wärme und Tiefe erzählt. Den Anfang des Gesprächs macht Caspar David Friedrich, der im vergangenen Jahr sein Debüt am Metropolitan Museum of Art gegeben hat, und dem dort eine großartige Ausstellung gewidmet wurde. Cordula hat einen Essay beigesteuert, in dem sie den Maler den Amerikaner*innen erst einmal näher bringen musste. Denn während er in Deutschland als eines der Aushängeschilder der deutschen Romantik gilt (und ihn wahrscheinlich jeder noch so kunstfremde Mensch kennt), fragen sich die meisten Amerikaner erst einmal: „Caspar, who?“ Zum Glück gibt es Cordula – die den Amerikanern erklären kann, wer dieser Caspar ist, und was seine Gemälde bedeuten. Cordula lebt und arbeitet zwischen Deutschland und den USA, forscht zu deutscher Kunst, Erinnerungskultur und Ästhetik und bringt genau jene transatlantische Perspektive mit, die unsere Gespräche so besonders macht. Für sie geht es darum, dass Kunst uns lehrt, wirklich hinzusehen – denn Kunst, sagt sie, darf „gefallen, aber muss auch lehren“. Und überhaupt: Ein Bild verstehe man oft dann erst besonders gut, wenn es einem nicht unmittelbar zusagt – oder wenn man es mit etwas Abstand betrachtet. Das gleiche gilt laut Cordula, die seit Jahrzehnten in den USA lebt, übriges auch für einen selbst: „Man verändert sich, wenn man woanders wohnt. Nicht nur reist, sondern woanders wohnt, sodass man sich anpassen muss, sich akkulturieren muss.“ Deshalb messe sie, die ursprünglich als Fulbright-Stipendiatin in die USA kam, auch Austauschprogrammen großen Wert zu: „Deswegen bin ich auch in die Lehre gegangen. Ich bin eben doch jemand, der tatsächlich an Bildung glaubt und immer noch glaubt, trotz allem, und daran auch festhalte. Und da denke ich auch immer, ein Student, one student at a time.“ Warum sie das Gefühl hat, dass ihre Familie von den USA gerettet wurde, inwiefern ihre Verbindung zu den USA auch eine zutiefst persönliche ist und welche ihrer Student*innen sie besonders beeindruckt haben – das alles erzählt die wunderbare Cordula Grewe in dieser 149. Folge von Wunderbar Together.

  • #149
    February 12 · 58 min

    Warum bist du Mehrkämpfer, Till Steinforth?

    Was haben ein Cowboyhut, ein voller Trophäenschrank und ein Schuh aus dem 3D-Drucker gemeinsam? Sie alle stehen im Zimmer von Till Steinforth – deutscher Zehnkämpfer, Architekturstudent und Gast unserer heutigen Folge. Till heißt uns in Lincoln, Nebraska, willkommen – und nimmt uns mit in seinen Alltag zwischen Trainingseinheiten, Unterrichtsstunden und diversen Designprojekten, an denen er feilt. Wir sprechen über das Leben im Mittleren Westen, über die brutale Realität des Zehnkampfs – und darüber, warum das US-Uni-System für viele deutsche Athlet:innen ein Gamechanger ist. Schon früh entscheidet Till – der aus einer Familie von Ringern kommt –, dass sein Herz eigentlich für die Leichtathletik schlägt. Und dort nicht nur für eine Disziplin. Er mag einfach alles – ganz so wie auch außerhalb der Tartanbahn: „Ich bezeichne mich als Mehrkämpfer, weil das für mich nicht nur sportlich gilt. Ich finde es einfach gut, verschiedene Sachen zu lernen und viele verschiedene Dinge zu machen – im Sport, aber auch im Leben. Ich war nie zufrieden damit, nur eine Disziplin zu machen. Diese Vielseitigkeit passt einfach zu meiner Persönlichkeit“, sagt er. Seine liebste Disziplin ist der Hürdenlauf, großen Respekt hat er hingegen vor dem Stabhochsprung: „Beim Stabhochsprung musst du voll committed sein. Du bist nach zwei Tagen Zehnkampf körperlich und mental eigentlich schon fertig, hast einen fünf Meter langen Stab in der Hand und musst maximal anlaufen. Wenn du da zögerst oder nicht voll fokussiert bist, kann sehr viel schiefgehen.“ Im Sommer ist Till – der mit 6.388 Punkten den deutschen Rekord im Siebenkampf hält – bei den Weltmeisterschaften in Tokio angetreten, jetzt bereitet er sich nicht nur auf die kommende Saison vor, sondern heimst mit seinen selbst entwickelten Designs – darunter Schuhe, Hocker und Schreibtisch-Organizer – Preise ein. Was uns besonders beeindruckt hat: Till erzählt offen, reflektiert und mit beeindruckender Klarheit darüber, wie viel Organisation, Disziplin – aber auch Neugier – es braucht, um auf Weltklasse-Niveau Sport zu treiben und gleichzeitig einen so anspruchsvollen Studiengang wie Architektur zu meistern. UNSER SPONSOR: MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard)) to learn more. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  • #148
    January 27 · 35 min

    Wann kommt die Superintelligenz, Richard Socher?

    DLD-Spezial, die zweite: Richard Socher hat mal wieder bei Wunderbar Together eingecheckt – und Olli und Felix damit die perfekte Gelegenheit geliefert für den ultimativen Wunderbar-Together-Selbsttest: Werden die beiden demnächst von einer KI ersetzt? Wenn es einer weiß, dann Richard. Schließlich hat er mit you.com, einer KI-gestützten „Produktivitätsmaschine“, eine ernst zu nehmende Alternative zu Perplexity und ChatGPT mitgegründet. Sein Urteil: keine Panik. Zumindest vorerst. Kreative Arbeit, echte menschliche Interaktion – „das wird KI noch eine ganze Weile nicht können“. (Man bemerke: So ganz festlegen will er sich dann doch nicht.) Richard kommt direkt aus Mexiko – von einem Offsite seiner ganz neuen Organisation. Die ist zwar noch streng geheim, aber es geht um nichts Geringeres als Superintelligenz: rekursive, sich selbst verbessernde und selbst programmierende KI, die bei bestimmten Aufgaben „noch besser als Menschen“ sein soll. MEHR ZU RICHARD SOCHER Wer einen weiteren sehr interessanten Podcast mit Richard hören will, darf sich hier vergnügen. Tolles Interview von Jochen Wegner. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard)) to learn more. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen Auch an steilen Thesen spart Richard nicht. AGI, sagt er, sei „je nach Definition eigentlich schon da“, weil heutige Modelle bereits viele unterschiedliche Aufgaben zuverlässig lösen können. Der nächste große Schritt bestehe darin, dass KI sich zunehmend selbst weiterentwickelt – weil sie Code schreiben und ihre eigenen Fähigkeiten iterativ verbessern kann. Von dystopischen Untergangsszenarien grenzt Richard sich ab. Er kritisiert die „Magie-Schritte“ vieler KI-Doom-Erzählungen und ordnet Risiken nüchtern ein: Ja, es gibt reale Gefahren – etwa in der Biotechnologie –, doch sie ließen sich begrenzen, insbesondere dann, wenn extrem leistungsfähige KI nicht nur wenigen Akteuren vorbehalten bleibt. Insgesamt vertritt Richard einen „statistischen Optimismus“: Technologie erhöht langfristig Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität, auch wenn es Rückschläge gibt. Woran er aktuell arbeitet, warum ihn neue KI-Entwicklungen nur selten wirklich baff machen und wo er die fundamentalen Grenzen von künstlicher Intelligenz sieht – all das erzählt der wunderbare Wunderbar-Together-Regular Richard Socher in der zweiten Folge der DLD-Spezial-Edition. P.S.: Auch hier gilt wieder: Big Shoutout geht an Steffi Czerny und das DLD-Team - danke, dass ihr uns wieder eingeladen hat, von der DLD zu podcasten und viele unserer Gäste wiederzusehen. P.P.S.: Im Gespräch werden auch psychische Belastungen thematisiert. Auch wenn es stellenweise so klingen mag: KI kann keine Therapie ersetzen. Bei psychischen Problemen oder akuten Krisen sollten professionelle Hilfsangebote und medizinische Fachpersonen in Anspruch genommen werden.

  • #147
    January 21 · 1 hr 6 min

    Was macht dein Produkt besser als Siri, Julian Windeck?

    „Es ist eine wilde Mischung aus Sprint und Marathon gleichzeitig“, sagt Julian Windeck, wenn man ihn nach seinem Alltag als Gründer von Attention Engineering fragt. Zwischen Athen und dem Silicon Valley führt der 26-Jährige sein AI-Startup, das personalisierte AI-Agenten entwickelt – und für das er kürzlich 1,2 Millionen Dollar eingesammelt hat. Sein Produkt soll Nutzerinnen und Nutzern helfen, produktiver zu sein – und sie unter anderem davon abhalten, sich dem Doomscrolling hinzugeben oder im nächsten X-Rabbit-Hole zu verschwinden. Wir haben Julian auf der DLD in München getroffen und mit ihm über sein Start-up gesprochen – und darüber, ob es an Größenwahn grenzt, es mit Giganten wie Apple oder Meta aufzunehmen. Seine Antwort ist eindeutig: Nein. Ein Beispiel dafür sei Apple Intelligence: „Niemand benutzt es, es hat kaum Features. Siri fühlt sich an, als hätte sie sich seit zehn Jahren nicht weiterentwickelt. Die großen Unternehmen haben Schwierigkeiten, mit dem Tempo der aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten und die passenden Talente an Bord zu holen.“ Auch er selbst bekommt regelmäßig Angebote von anderen Firmen. Trotzdem sei für ihn nach der Gründung immer klar gewesen: „Ich möchte im Start-up bleiben.“ Dass er allerdings überhaupt gegründet hat, verdankt er einem Aufenthalt am MIT, dem Massachusetts Institute of Technology: „Ich hätte mir in Deutschland nie vorstellen können, direkt nach der Uni zu gründen.“ Dort aber sieht er, dass es möglich ist – und kaum einer Angst davor hat, zu scheitern: „Die, bei denen es nicht geklappt hat, sind dann halt einfach wieder an die Uni gegangen. Das wäre in Deutschland überhaupt nicht möglich gewesen." Wir haben mit Julian darüber gesprochen, was er beim Couchsurfing im Silicon Valley gelernt hat, über Informatiker-Klischees (und ob Informatiker in den USA wirklich cooler sind als in Deutschland). Was er von seinem Oura Ring gelernt hat und warum AI nur erfahrenen Programmiererinnen und Programmierern hilft – all das erzählt Julian Windeck in unserem Wunderbar Together goes DLD Special (Folge 146)! P.S.: Big Shoutout geht an Steffi Czerny und das DLD-Team - danke, dass ihr uns wieder eingeladen hat, von der DLD zu podcasten und viele unserer Gäste wiederzusehen. P.S.S.: Übrigens, die berühmte Studie "Attention is all you need", von dem Julian im Podcast erzählt, könnt ihr hier downloaden. https://papers.neurips.cc/paper/7181-attention-is-all-you-need.pdf.

  • #146
    January 9 · 1 hr 16 min

    Macht KI uns wirklich langweilig, Sandra Matz?

    Food for Thought für das neue Jahr – Sandra Matz hat Wunderbar Together besucht! Sandra ist ein echtes Mastermind – Psychologin, Computational Social Scientist und Professorin an der Columbia Business School. Die Fragen, die sie beantworten will, sind so spannend wie zeitgemäß: Was verrät unser digitales Verhalten über uns – und wieso wissen Daten oft mehr als wir selbst? Warum verhalten sich Tech-Konzerne wie neugierige Nachbarn? Und wie beeinflussen sie unser Verhalten? Sandra wächst in Vögisheim auf, einem kleinen Dorf nahe der französischen Grenze. Wie es sich anfühlt, wenn andere alles über einen wissen und vielleicht hier und da das eigene Handeln beeinflussen wollen, erlebt sie früh – aufgrund ihrer Umgebung: „In so einem kleinen Dorf hat man auch sehr wenig Privatsphäre. Das heißt, die Leute wussten im Prinzip alles.“ Erst viel später – als sie versucht, ihren Eltern ihre Forschung zu erklären – erkennt sie die Parallele: Das Dorf im Schwarzwald ähnelt den großen Tech-Plattformen aus dem Silicon Valley. Es gibt nur einen zentralen Unterschied: Während die nachbarliche Neugier gegenseitig ist, erfährt man als Nutzer kaum etwas über die Algorithmen, die Inhalte steuern. „Das Dorf war interaktiv. Jeder hat das gleiche Spiel gespielt. Und das ist definitiv nicht mehr so in der digitalen Welt. Es gibt einige Konzerne, die Eindrücke von Millionen von Nutzern haben und diese oft einfach nutzen, um Profit zu treiben. Und wir wissen im Prinzip sehr wenig darüber, was hinter den Kulissen passiert.“ Dazu komme, dass viele Menschen ihre intimsten Gedanken heute lieber mit Google oder ChatGPT teilten als mit dem eigenen Partner. Mit ungewissen Folgen: „Die Frage geht irgendwo hin, sitzt auf einem Server – und ich weiß nicht, was dort mit ihr passiert.“ Darauf, dass diese Daten dort harmlos bleiben, verlasse sie sich nicht: „Selbst wenn ich heute einer Firma vertraue, habe ich keine Ahnung, was mit meinen Daten morgen passiert.“ Darüber hinaus pocht Sandra aber noch aus einem anderen Grund auf einen vorsichtigen Umgang mit generativer KI: Sie macht uns langweilig. Oder, in Sandras Worten: It’s turning us into basic b*tches – und ja, die Aussage ist genderneutral. Warum Algorithmen uns zur wahrscheinlichsten Version unserer selbst formen, was dabei verloren geht und weshalb KI-Personalisierung nicht automatisch Vielfalt bedeutet („Auch ein personalisiertes Modell schlägt mir immer nur das Wahrscheinlichste vor – und alles, was am Rand liegt, fällt weg.“), all das erzählt Sandra Matz in der 145. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU SANDRA MATZ Did we say mastermind? Sandras neues Buch „Mindmasters“ ist vor Kurzem auf Deutsch erschienen. Hier könnt ihr es erwerben. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard)) to learn more. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  • #145
    Dec 24, 2025 · 1 hr 13 min

    Was lernst du vom Football fürs Leben, Jakob Johnson?

    Merry Christmas, liebe Wunderbar-Together-Crew! Passend zum Fest haben wir euch einen ganz besonderen Gast mitgebracht: NFL-Spieler und Houston-Texans-Fullback Jakob Johnson! Jakob ist schon zum zweiten Mal bei uns im Studio – und weil sich seit seinem letzten Besuch einiges in seinem Leben verändert hat (Kündigungen! Umzüge! Geburten! Verletzungen!), sprechen wir mit ihm über die Frage: Was lernt man fürs Leben in einem Job, in dem nichts sicher ist? 2022, kurz nach seinem letzten Wunderbar-Together-Auftritt, erleidet er eine Gehirnerschütterung („Das war das erste Mal, dass ich wirklich liegen geblieben bin.“), muss für einige Wochen pausieren und das strenge Concussion-Protokoll der NFL durchlaufen: „Auf einmal bist du komplett draußen und du kannst deinem eigenen Gehirn nicht mehr trauen. Du bist auf einmal ein ganz anderer Mensch, hast extrem komische Gedanken. Sachen, über die du sonst nie nachdenkst, lassen dich auf einmal nicht mehr los.“ Er arbeitet hart an seiner Rückkehr – und verliert dennoch seinen Platz im Team. Die Kündigung nimmt ihn mit, auch wenn sie kurze Zeit später zurückgezogen wird: „Football ist weg, dein Job ist weg, du kannst deinem Gehirn nicht mehr ganz trauen. Es war eine wirklich crazy Zeit.“ Trotz seiner schweren Gehirnerschütterung denkt Jakob nur selten über Verletzungen nach: „Das geht gar nicht. Leute verletzen sich ständig. Jeder Spielzug kann dein letzter sein – für die Saison oder für deine Karriere.“ Danach folgt eine Phase als Free Agent. Jakob absolviert Probetrainings, bleibt ohne Vertrag und zweifelt dennoch nicht an seinem Weg – dafür hat er gar keine Zeit: „Du kannst mit deinem Leben halt nicht weitermachen, du kannst nichts anderes machen, wenn du Football trainierst. Das ist ein Sechs-Tage-Ding, um wirklich in Form zu sein. Du kannst vielleicht ein bisschen Podcast- und Social-Media-Sachen nebenher machen, aber es ist jetzt nicht so, dass du wirklich in die nächste Lebensphase eintreten kannst.“ Einige Monate später verpflichten ihn die New England Patriots, heute spielt er für die Houston Texans. Außerdem tritt eine andere grundlegende Veränderung ein: Jakob wird Vater. Die Familie zieht mehrfach um, teils kurzfristig, teils ohne zu wissen, wie lange sie bleiben wird. „Ohne meine Frau wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagt er. „Sie musste ihre eigenen Pläne immer wieder auf Pause setzen.“ Trotzdem schaffen es die beiden immer wieder, sich auch an neuen Orten heimisch zu werden: mit Routinen und mit viel Sport. Nicht nur Football – sondern auch Krafttraining, Yoga und Pilates. Warum Jakob Johnson heute anders auf Karriere, Planung und sein Leben in den USA blickt und wie sich diese Perspektive über die letzten Jahre verändert hat – darüber sprechen wir in der 144. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU JAKOB JOHNSON Zudem: Jakob ist selbst Podcaster und hat - wie wir finden - einen der coolsten Sport-Podcasts. Hört gerne rein. Nochmal vielen Dank an Icke, der uns Jakob vor einigen Jahren vorgestellt hat. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (https://www.miles-and-more.com/de/en/program/credit-cards.html)) to learn more. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  • #144
    Dec 14, 2025 · 1 hr 23 min

    Warum bringt ihr ein deutsches Kultgetränk nach Amerika, Matthias und Anton Memminger?

    Wie bringt man ein deutsches Kultgetränk nach Amerika? Matthias und Anton Memminger haben Felix in New York besucht, um ihm zu erzählen, wie sie genau das versuchen: Sie wollen Paulaner Sunset in den USA großmachen – die amerikanische Version von Paulaner Spezi. Es ist ein Familienabenteuer mit vollem Einsatz: Matthias Memminger kehrt aus dem Berater-Ruhestand zurück, der Sohn Anton bricht das Studium ab. Ohne Gastro-Historie, aber mit Neugier, unternehmerischem Mut und der Überzeugung, dass ein Getränk, das für Deutsche nach Heimat schmeckt, auch in Kalifornien eine Chance verdient. Der Ursprung ihrer Mission liegt in einer verrückten Idee ("Das muss doch auch in Amerika funktionieren!") und einem Familienurlaub in den USA: Mit 100 Flaschen Spezi im Gepäck, und einem Airbnb-Kühlschrank voller braun-orangener Flaschen. „Wir haben sie überall verteilt. In Shops, auf der Straße, am Bus Stop in Richtung Coachella.“ Die spontane Graswurzel-Marktforschung wirkt – selbst wenn die Cola-Orangen-Mischung für viele Amerikaner ungewohnt ist. Einige sind irritiert, viele sind begeistert. Und plötzlich wollen erstaunlich viele mehr. Eigentlich wollten die beiden das Projekt gar nicht selbst operativ stemmen. „Es war nie der Plan, dass wir das selber machen.“ Dann jedoch sind die Flaschen bereits auf dem Atlantik: „Die Uhr hat getickt: Die Sachen waren auf dem Weg rüber, aber wir hatten noch keinen Importeur, kein Warehouse, kein Distributor.“ Also ziehen sie nach Los Angeles und bauen Paulaner Sunset selbst auf. Die Finanzierung ist improvisiert, manchmal auch persönlich: „Ich war dreimal bei Miles & More gesperrt, weil die Karte nichts mehr hergegeben hat", sagt Matthias. Heute unterstützt ein Investor das Beverage-Startup. Der Name – Paulaner Sunset – klingt, als hätte ihn eine Branding-Agentur erfunden. Dabei ist die Wahrheit viel simpler. "Wir haben uns umgehört, aber die Agenturen wollten bis zu 250.000 Dollar", erzählt Anton. Also fragt er einen Freund. Der wiederum fragt das Internet – genauer gesagt: ChatGPT. Aber Paulaner Sunset passt: zum Label, zum Farbverlauf, zum kalifornischen Himmel. Was 2023 als Hauruck-Aktion begann, ist heute eine echte Unternehmung mit sechsstelligen Absatzzahlen. Und eine wichtige Lektion haben sie unterwegs gelernt: „Wir hätten früher auf Dosen umstellen sollen. Amerika ist ein Dosenmarkt.“ Warum sie niemals unterschätzen, was 100 Testflaschen auslösen können, was sie sonst noch über amerikanische Geschmäcker, Vertrieb und Branding gelernt haben und welche Vertriebsziele sie sich gesetzt haben – all das erzählen uns Matthias und Anton Memminger in der 143. Folge von Wunderbar Together. Wer mehr zu Paulaner Sunset erfahren möchte, bitte hier lang zur Website. Schreibt uns gerne eine Mail an felix@wunderbartogetherpodcast.com und wir machen eine Intro zu Matthias und Anton Memminger. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, the loyalty program of the Lufthansa Group, rewards you with miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (https://www.miles-and-more.com/) to learn more. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  • #143
    Nov 16, 2025 · 1 hr 15 min

    Wie war deine erste WNBA-Saison, Luisa Geiselsöder?

    Diesmal liegt die Home-Court-Advantage bei Katalina – wir haben endlich wieder eine Basketballerin im Studio von Wunderbar Together! Luisa Geiselsöder, Centerspielerin der Dallas Wings, erzählt von ihrem ersten Jahr in der WNBA – und was es bedeutet, in der besten Liga der Welt anzukommen, nachdem man nur als 24 Stunden zuvor die französische Meisterschaft gewonnen hat. Luisa erlebt gerade ein echtes Ausnahmejahr: französischer Titel, WNBA-Debüt, Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft, Reha, jetzt Türkei. "Das waren wirklich ein paar aufregende Monate," lacht sie – und erzählt, wie anders alles drüben läuft. Klar, der Sport sei auf den ersten Blick der gleiche, "aber selbst der Basketball ist ein anderer Style da. Es ist eine ganz andere Welt. Man merkt, dass da sehr viel mehr Geld drinsteckt." Dazu kommt: Die erste Saison ist nicht unbedingt erfolgreich. Luisa erreicht ein personal best nach dem nächsten, aber Dallas gewinnt kaum Spiele, kassiert eine Niederlage nach der anderen. Irgendwann, sagt Luisa, lerne man, sich nicht mehr an jeder Niederlage festzubeißen. "Vor allem wenn du alle drei Tage spielst und alle drei Tage verlierst, kriegst du irgendwann die Krise. Aber du verlierst das Spiel, bist am Abend sauer und am nächsten Tag bereitest du dich aufs nächste Spiel vor. Es geht ja nicht anders. Und Niederlagen gehören halt dazu." Neben der neuen Liga lernt sie auch ein neues Land kennen. Oder besser gesagt: eine neue Welt, kommt Texas doch schließlich mit einigen ganz besonderen amerikanischen Eigenheiten daher. "Man fragt sich manchmal, ob man in einer Filmkulisse lebt, wenn man zum Beispiel echte Cowboys in einer Bar sitzen sieht," lacht sie. Und wird kurze Zeit später ganz ernst. "Hier gilt open carry. Die Leute dürfen sogar mit der Waffe in der Hand einkaufen gehen." Auch ein Moment auf dem Rollfeld, kurz vor dem Abflug zu einem Auswärtsspiel, habe sich ihr eingebrannt: "Wir haben auf unseren Flieger gewartet und aus der Abflughalle gesehen, wie Teenager in Trainingsanzügen und mit Handschellen zu einem Flugzeug ohne Aufschrift geführt wurden. Und dann merkst du auf einmal: die werden gerade abgeschoben. Die sind einfach aus ihrem Leben gezogen worden und werden jetzt abgeschoben. Und das ist so ein Moment, da wirst du kurz ganz still." Trotz vollem WNBA-Kalender habe sie auch viel Zeit zum Nachdenken gehabt – sei sich dabei aber auch immer ihrer Perspektive bewusst gewesen. "Wir kommen hier rein und wir sind Basketballer aus Europa. Wir sind hier für vier Monate und dann gehen wir wieder. Das ist nicht unser Zuhause, wir leben ja nicht wirklich diesen Standard." Das gehört auch zum Leben einer Profisportlerin – immer wieder neu anfangen, in neuen Städten, mit neuen Teams. Trotz allem blickt sie nach vorn: auf ihre Rückkehr auf den Court nach einer Schulterverletzung, auf neue Spiele, ihre nächste WNBA-Saison – und darauf, dass Frauenbasketball in Deutschland endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Warum Felix glaubt, dass Luisa mit ihren Geschwistern eine Countryband gründen sollte, was ihr Hund Nala mit ihrer Trainingsroutine zu tun hat – und wie es ist, mit Basketball-Superstar A’ja Wilson abzuklatschen, hört ihr in der 142. Folge von Wunderbar Together. MEHR ZU LUISA GEISELSÖDER Wer noch mehr von Luisa erfahren und sehen möchte, hier lang. Sehr authentischer Kanal. MILES & MORE CREDITCARD Life is full of opportunities. Miles & More, Europe’s leading loyalty programme, rewards you with award miles on flights, travel and in your everyday life. With the Miles & More credit card, you will earn award miles every time you use your card. Get your card now and see the world! Terms apply. Visit [milesandmore.com/creditcard] (http://www.milesandmore.com/creditcard) to learn more. RADIO.DE Wir sind mit Wunderbar Together jetzt auch bei radio.de gelistet und freuen uns wirklich sehr darüber. Eine tolle App – nicht nur fürs Radiohären, sondern auch um Podcasts zu konsumieren. Lieben Dank ans radio.de-Team. SHARING IS CARING Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr den Podcast mit euren Freundinnen, Kolleginnen und Familienmitglieder*innen teilt. Unsere Community, die "Wunderbars", wächst fröhlich weiter – und das vor allem wegen euch! Lieben Dank dafür. PS: Am glücklichsten macht ihr uns, wenn ihr uns auf Spotify und Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Producing und Sound: Heiner D'Alquen

  • #142
    Oct 21, 2025 · 1 hr 6 min

    Wie hast du eine der erfolgreichsten Firmen im Silicon Valley aufgebaut, Margit Wennmachers?

    Margit Wennmachers ist die vielleicht einflussreichste Storytellerin im Silicon Valley – tritt selbst aber nur selten vors Mikrofon: Dass sie heute bei Wunderbar Together zu Gast ist und Felix dafür in seiner Wohnung an der Upper West Side besucht hat, ist also eine besondere Ehre für uns. Als PR-Pionierin hat Margit das Tech-Storytelling neu erfunden – und im Hintergrund die Narrative einer Industrie geprägt. Jetzt startet ihr „drittes Karriere-Kapitel“ – uns erzählt sie, was sie vorhat. Die gebürtige Rheinländerin („Ich komme aus einem kleinen Kaff, in dem die Telefonnummern dreistellig waren!“) ist seit 2008 eine Schlüsselfigur bei Andreessen Horowitz (auch bekannt als a16z) – der wohl mächtigsten Venture-Capital-Firma der Welt. Zunächst betreute sie die PR von Marc Andreessen und Ben Horowitz, 2010 stieg sie als Chief Marketing Officer in das Unternehmen ein. Unter ihrer Führung setzt a16z neue Maßstäbe in der Kommunikation, bespielt als Vorreiter Kanäle wie Podcasts und Newsletter und verändert, wie über Tech gesprochen wird. Für Wired gilt Margit als eine der „talentiertesten Spin Masters im Silicon Valley“, CNN nannte sie „die wahre Queen des Silicon Valley“. „Ich bin in die Tech-Branche gefallen“, erzählt Margit im Podcast. Nach dem Studium macht sie eine Ausbildung zur Sekretärin, lernt Stenografie in drei Sprachen, jobbt bei Ardent Computer – und verantwortet mit 24 Jahren bereits das gesamte Europamarketing des Unternehmens. 1991 zieht sie mit ihrem „Greencard-Husband“ (ihre Worte!) in die USA. Dort schlägt sie sich zunächst mit Zeitarbeit durch und gründet dann die Agentur OutCast, die später Kunden wie Airbnb, Amazon, Facebook, HBO, Instagram, Nike oder Lyft betreut (und die sie 2005 für rund zehn Millionen Dollar verkauft). Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat Margit Wennmachers gesteuert, wie über die Tech-Welt berichtet und gesprochen wird. Heute, als Partner Emeritus bei a16z, nimmt sie sich zum ersten Mal bewusst Zeit: „Ich habe 23 Jahre lang fast jeden Tag gearbeitet. Jetzt freue ich mich, keine Meetings mehr zu haben.“ Ganz loslassen kann sie indes nicht: „Wenn man 15 Jahre in ein Unternehmen investiert, was ich zwei Mal gemacht habe, das ist wie ein Körperteil. Deswegen bin ich auch so gespannt darauf, wie es ist ohne die ganzen Labels, CMO hier, Mitgründer da.“ Worauf sie sich sonst noch freut, was sie am wenigsten vermissen wird – und wie sie ihre neu gewonnene Freiheit nutzen will: darüber spricht sie in der 141. Folge von Wunderbar Together.

  • #141
    Oct 9, 2025 · 1 hr 13 min

    It's not rocket science – oder doch, Hans Königsmann?

    Hans Königsmann schaut am liebsten in der kalifornischen Wüste in die Sterne – wir haben ihn in Berlin getroffen. Für Sternengucker ist die lichtverschmutzte Hauptstadt zwar eher ungeeignet, für eine Podcast-Aufzeichnung reicht es jedoch allemal. Felix hat mit Hans über seine Karriere gesprochen, die von der TU Berlin bis Cape Canaveral reicht: Fast 20 Jahre hat er für SpaceX gearbeitet, war dort für Kontrollalgorithmen und Flugsicherheit zuständig und zuletzt als Vizepräsident tätig. Dabei hat er auch das ein oder andere über Elon Musk gelernt. Hans' Weg in die Raumfahrt beginnt zufällig: Weil seine Kurzsichtigkeit ihn daran hindert, Pilot zu werden, entscheidet er sich kurzerhand für Luft- und Raumfahrt an der TU Berlin. Das Studium ist "hands-on", im Berliner Westen baut er an Satelliten mit, programmiert Steuerungen, tüftelt an Kleinsystemen. Nach der Promotion zieht er 1995 mit seiner Frau in die USA, wo er bei Microcosm in Kalifornien arbeitet. „Tatsächlich war meine Frau da mehr begeistert als ich. Aber ich hatte dann halt jemanden, der das auch unterstützt, und konnte meine eigene Trägheit ein bisschen überwinden.“ In Kalifornien lernt er auch "Elon" kennen – Elon Musk. Sie treffen sich bei einem Raketen-Bastler-Wochenende in der Mojave-Wüste, wo Leute ihre selbstgebauten Raketen starten. Kurz darauf ruft Musk ihn an, weil er von anderen gehört hatte, dass Königsmann "nicht alles falsch" macht. Er fragt ihn, ob er Interesse hätte, eine Firma mitzugründen – SpaceX. Das Ziel: Musk möchte den Mars besiedeln. Und braucht dafür eine Rakete (warum er nicht einfach eine kaufen konnte, erzählt Hans im Podcast). Am Anfang sind SpaceX vier Leute und eine Kreditkarte – 100 Millionen US-Dollar aus Musks Vermögen. Drei Raketenstarts scheitern, der vierte gelingt. „Bei Raketen geht es entweder sehr gut. Oder es geht sehr schlecht.“ Dass SpaceX trotzdem überlebt, liegt auch am Durchhaltevermögen der ersten Mitarbeiter. "Dir glaubt keiner, dass das wirklich ernst gemeint ist." Immer wieder geht es darum, das Unmögliche möglich zu machen: "Eine Sache, die SpaceX gut gemacht hat, ist die Wiederverwertbarkeit der Rakete. Und am Anfang hat jeder gesagt: das klappt nicht. Aber wir haben gelernt, dass man teilweise auch Gegenwind braucht." Und wie sieht er Musk heute? "Elon ist ziemlich intensiv, sehr klug und holt sich den richtigen Input – ein straight shooter." Gleichzeitig bleibt Hans skeptisch, wenn es um die großen Visionen geht: "Elon war sehr lange auf den Mars fokussiert und das hat sich, glaube ich, mittlerweile ein bisschen geändert. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er wieder dahin zurückfindet." Für Hans geht es weiterhin um den Blick von oben. Heute fliegt er – privat, und mit gelaseren Augen – ein selbstgebautes Sling TSI, ein experimentelles Leichtflugzeug aus Südafrika. Außerdem erfüllt sich ein lange gehegter Traum, über den er zum Zeitpunkt der Aufzeichnung leider noch nicht sprechen durfte: Er darf demnächst den Weltraum erkunden – an Bord einer New-Shepard-Rakete von Blue Origin, der Firma von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Wie weit man mit 100 Millionen US-Dollar im Raketenbusiness kommt, was er von Los Angeles gelernt hat und weshalb Raketen so oft explodieren – darüber spricht Hans Königsmann in der 140. Folge von Wunderbar Together.

  • #140
    Sep 29, 2025 · 1 hr 4 min

    Warum liebst du Texas Barbecue, Lino Brandi?

    Warum liebst du Texas Barbecue, Lino Brandi? Texas Barbecue ist nicht nur ein Essen – es ist eine Lebenseinstellung. Das zumindest sagt Lino Brandi, und der muss es wissen. Lino ist der letzte Gast unseres Summer Specials, für das wir den Wunderbar-Together-Spieß umgedreht haben – und ein paar der coolsten Amerikaner:innen in Deutschland besucht haben. Wir haben mit unseren amerikanischen Gästen über Bier gesprochen, über Literatur, Humor und den deutschen Blick auf Amerika. In dieser Folge widmen wir uns dem Herz der texanischen BBQ-Kultur. Dafür sind Felix und Katalina in den Berliner Wedding gefahren und haben Lino Brandi in seinem Restaurant besucht: Lino’s BBQ (mit korrekt gesetztem Apostroph, etwas, woran viele deutsche Barbesitzer:innen immer noch scheitern). Lino – und das ist keine Untertreibung – liebt Barbecue. Das mit dem deutschen Grillen wirklich wenig zu tun hat. „Barbecue ist das authentischste Essen der USA. Darauf können sich alle einigen.“ In Texas geboren und in Deutschland aufgewachsen, pendelt er seit seiner Kindheit zwischen den Welten. Nach der Ausbildung in der Gastronomie verschlägt es ihn für ein Jahr nach Texas, wo er in verschiedenen Barbecue-Restaurants arbeitet. "Ich wusste nicht so richtig, was ich machen sollte. Und da habe ich meine Liebe zum Barbecue entdeckt." Es ist eine Zeit, die ihn nachhaltig geprägt hat. "Da habe ich Barbecue wirklich von Grund auf gelernt – damals gab es noch keine YouTube-Tutorials oder Bücher darüber, man musste es sich selbst aneignen." In Texas erlernt er nicht nur das nötige Handwerk eines Pitmasters und wie man einen sieben Meter langen Grill (sorry, Pit!) bedient – er denkt auch erstmals darüber nach, sich mit einem Barbecue-Restaurant in Berlin selbstständig zu machen. 2017 eröffnete er sein eigenes Restaurant in einer alten Eckkneipe im Wedding. "So wie wir es machen, gibt es das in Europa sonst nicht: Wir haben den Pit direkt im Restaurant, zwei Meter von hier, wie in Texas." Von Brisket über hausgemachte Würstchen bis hin zu Pickles – alles entsteht vor Ort, alles ist handgemacht. Barbecue ist für Lino mehr als nur ein Handwerk. Es geht nicht nur darum, Fleisch bei niedrigen Temperaturen zu garen. Es ist ein Essen, das verbindet – auch Menschen, die ansonsten nicht unbedingt die gleichen politischen Ansichten teilen. „Für mich funktioniert es, da eine Grenze zu ziehen, wenn ich in Texas bin: Wir reden nicht über Politik, wir reden über das, was uns verbindet – Barbecue, Musik, gemeinsame Zeit.“ Gerade in einer Zeit, in der die USA politisch tief gespalten sind, erlebt er Barbecue als verbindendes Ritual: ein Event, das Menschen zusammenbringt. „Wenn jemand sich so lange Zeit nimmt, um Essen herzustellen, dann ist es etwas Besonderes.“ Für Lino ist Barbecue deshalb auch eine Form von Love Language. Im Podcast erzählt er von Nächten am Pit und von der harten Realität der Gastronomie. Was eine Texas Trinity ist, welche Herausforderungen Lino bevorstehen und wie er in die Zukunft seines Restaurants blickt. Das alles erzählt der wunderbare Lino Brandi in der 139. Folge von Wunderbar Together. PS: Wir haben Lino nicht nur besucht, um mit ihm über Barbecue zu quatschen. Katalina hat ein paar Tage nach der Aufzeichnung mit ihrer Familie die Texas Trinity getestet – und war begeistert. Solltet ihr in Berlin sein und Fleisch essen – tut euch und Lino einen Gefallen und stattet ihm einen Besuch ab!

  • #139
    Sep 21, 2025 · 1 hr 8 min

    Wie erklärst du die USA, Chelsea Spieker?

    Liebe Wunderbar-Together-Crew, heute wird es politisch – in a fun way! Felix hat Chelsea Spieker in Charlottenburg besucht – im Office der Medienplattform „The Pioneer“. Chelsea ist Journalistin und Podcast-Moderatorin, berichtet über Geopolitik und transatlantische Beziehungen – und bringt dabei ihre ganz eigene amerikanische Perspektive mit. Chelsea stammt aus Cherry Valley, einem winzigen Ort in Upstate New York. Dort gibt es eine einzige Ampel, weite Wege – und nach dem Niedergang der hiesigen Industrie auch jede Menge Armut und Drogenschicksale. Chelsea indes ist immer die Klassenbeste, spielt Fußball, Basketball, ist im Cheerleading-Squad. Ein Austauschjahr nach der High School soll sie nach Frankreich bringen – stattdessen landet sie mit 17 Jahren in Überlingen am Bodensee. Es ist ein Schock („Ich dachte nur: Ich weiß nichts über Deutschland, ich kann nicht einmal Hallo sagen, und Deutsch ist so hässlich!“), über den sie heute lachen kann. Nach einem Studium an der George Washington University und einem verlängerten Zwischenstopp in Japan gelangt sie wieder nach Deutschland – und bleibt. Als Journalistin berichtet sie über ihre amerikanische Heimat, versteht sich aber trotz ihrer amerikanischen Herkunft als Beobachterin: „Ich verstehe die Menschen in Amerika besser als jemand, der noch nie dort gelebt hat. Und trotzdem bin ich auch ein bisschen außerhalb jetzt und beobachte daher.“ Umso wichtiger für ihre Arbeit seien die Menschen vor Ort, ihr Netzwerk, ihre Freunde und Familie. „Ich versuche, mit ihnen im Austausch zu bleiben und das in meine Gespräche einzubringen. Ich versuche, auch ein bisschen gemäßigter und faktenbasierter zu berichten.“ Sie plädiert für mehr Ausgewogenheit in der Berichterstattung – und in der Rezeption ebendieser: „In Europa ist es einfach zu sagen: Trump ist der Teufel und macht alles kaputt. Aber er hat mehr als die Hälfte des Landes überzeugt – da muss also etwas dran sein. Nicht alles, was er macht, ist falsch, nur weil es Trump ist. Man darf nicht alles über einen Kamm scheren und ich finde, das ist in Europa manchmal ein bisschen zu beobachten.“ Im Gespräch erzählt Chelsea von der politischen Zerrissenheit ihrer Heimat, die sie auch in ihrer eigenen Familie erkennen kann. Dort sitzen Linke, die Alexandria Ocasio-Cortez abfeiern, zusammen mit Tea-Party-Republikanern am Thanksgiving-Tisch. Ihr Take: Wer verstehen will, muss zuhören – und nicht nur reden. „Es würde uns gut tun, einfach mal die Klappe zu halten.“ Außerdem warnt sie davor, Wählergruppen vorschnell abzuschreiben. Und: Auch in Europa müsse man genauer hinschauen, warum autoritäre Stimmen Zulauf bekommen. Warum Chelsea trotz aller Herausforderungen optimistisch bleibt, wenn sie an ihr Heimatland denkt, was sie am meisten an den USA vermisst, und weshalb sie auch mit einem AfD-Wähler immer den Dialog suchen würde – das alles erzählt die wunderbare Chelsea Spieker in der 138. Folge von Wunderbar Together.

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