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Artwork for UNFILTERED Podcast
BusinessEntrepreneurship

UNFILTERED Podcast

Benedikt Böhnke, Daniel Kormann

In diesem Business-Podcast geht es um ungefilterte Gespräche von erfolgreichen Persönlichkeiten.
Gespräche, die inspirieren, bewegen und der jungen Generation Mut machen.

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  • 27 episodes
  • weekly
  • Avg 1 hr 20 min
  • German
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  • S1 · E33
    September 19 · 2 hr 1 min

    Ep. 33, Dr. Ingmar Hoerr – Er entdeckte die mRNA-Impfung. Als die Welt sie brauchte, lag er im Koma.

    Im März 2020 wartet die ganze Welt auf einen Impfstoff, und mein heutiger Gast wird zum Chef des Unternehmens berufen, das die Technologie dafür erfunden hat. Zwei Tage später sitzt er in Berlin im Gesundheitsministerium. In der Nacht danach platzt in seinem Kopf ein Aneurysma. Am nächsten Morgen wacht er nicht mehr auf. Seine Kollegen sitzen schon am Flughafen, seine Sekretärin lässt im Hotel nachsehen, und die Ärzte geben ihm eine Überlebenschance von 13 Prozent. Dr. Ingmar Hoerr hat als Doktorand in Tübingen entdeckt, dass man mit mRNA impfen kann. Sein ganzes Umfeld hatte ihn davor gewarnt, mit diesem Molekül zu arbeiten. Er hat es trotzdem getan und daraus CureVac gegründet, die erste mRNA-Firma der Welt, Jahre vor BioNTech und Jahre vor Moderna. Die ersten Patente hat er selbst geschrieben, nach einem Besuch in der Bibliothek, weil für einen Anwalt kein Geld da war. Dieses Gespräch hat mich an vielen Stellen sprachlos gemacht. Ich wusste nicht, dass ein Münchner Investor mitten in seinem Pitch aufstand und wortlos den Raum verließ. Ich wusste nicht, dass er im Pentagon saß und ein Offizier auf den Tisch schlug, weil er endlich hören wollte, was nicht funktioniert. Ich wusste nicht, dass sein eigener Vorstandschef bei Donald Trump im Oval Office saß, ohne es ihm zu sagen. Und ich hätte nie gedacht, dass der Mann, dessen Entdeckung Millionen Menschen geschützt hat, bis heute Morddrohungen bekommt. Ingmar spricht in dieser Folge so offen wie selten jemand bei uns. Er erzählt, warum der Impfstoff seiner eigenen Firma scheiterte, während er im Koma lag, was er heute über die Übernahme durch BioNTech denkt und wie es sich anfühlt, aus dem eigenen Lebenswerk herausgehalten zu werden. Trotzdem sitzt hier kein verbitterter Mann. Er hat sein Geld in eine Stiftung gegeben, die es ausgibt, bis nichts mehr da ist, und er sagt einen Satz, den ich mir gemerkt habe: Jeder Tag ist Gold wert, und es ist ein Privileg, auf dieser Erde sein zu dürfen. Viel Spaß mit dieser Folge. 📲 Die besten Momente der Folge findet ihr auf Instagram: https://www.instagram.com/unhyde.me/ 🎧 Alle Folgen auf Spotify und Apple Podcasts: https://open.spotify.com/show/27FYuxE7nDNJsgTPjFtR6G https://podcasts.apple.com/de/podcast/unfiltered-by-unhyde/id1829135943 Mehr zu Ingmar Hoerr und seiner Stiftung: https://morpho-foundation.com/

  • S1 · E32
    September 12 · 1 hr 26 min

    Ep. 32, Kerstin Strauss – Vom Engelbert-Strauss-Imperium zur Marke, die kein Hai durchbeißt

    Ein Jahr lang haben Ärzte meiner heutigen Gästin gesagt, die rote Stelle in ihrem Gesicht sei harmlos. Einer riet ihr sogar, sie einfach mit etwas Camouflage abzudecken. Dann schaute endlich jemand genauer hin. Es war Hautkrebs, und ein halbes Jahr später wäre sie tot gewesen. Kerstin Strauss trägt einen der bekanntesten Namen Deutschlands. Engelbert Strauss, die Workwear, die Banden in jedem Fußballstadion. Sie hätte es sich bequem machen können, stattdessen hat sie ihr eigenes Label nach fünfzehn Jahren selbst beerdigt und noch einmal komplett bei null angefangen. Mit KERSY STRAUSS baut sie heute eine Beachwear-Marke auf, deren erster Neoprenanzug pink war. Als ihre Produzenten in Taiwan entsetzt fragten, was denn dann mit den Haien sei, hat sie kurz gegoogelt und trocken geantwortet: Haie sind farbenblind. Dieses Gespräch hat mich an mehreren Stellen wirklich überrascht. Ich wusste vorher nicht, dass kein Kunde auf eine neue Marke wartet, egal wie berühmt der Name dahinter ist. Ich wusste nicht, dass man seine erste Surfstunde im eigenen kaputten Prototyp nehmen kann und daraus eine Firma entsteht. Und ich hätte nie gedacht, dass der schwerste Moment einer Krebserkrankung erst nach der Heilung kommt. Kerstin sagt einen Satz, den ich so noch nie gehört habe: Du entwickelst eine Beziehung zum Krebs. Heute arbeitet sie an einem Anzug, durch den kein Haibiss geht, und will die erste Marke der Welt werden, die UV-Schutz sexy macht. Nach diesen anderthalb Stunden glaube ich ihr das. Viel Spaß mit dieser Folge. 📲 Die besten Momente der Folge findet ihr auf Instagram: https://www.instagram.com/unhyde.me/ 🎧 Alle Folgen auf Spotify und Apple Podcasts: https://open.spotify.com/show/27FYuxE7nDNJsgTPjFtR6G https://podcasts.apple.com/de/podcast/unfiltered-by-unhyde/id1829135943 Kerstin findet ihr hier: https://www.instagram.com/kersy_adler/ https://www.instagram.com/kersy.strauss/ https://kersystrauss.com

  • S1 · E31
    September 5 · 1 hr 29 min

    Ep. 31, Alexander Schwörer – Vom Plastik-Lkw zum Panama-Kanal: Der geheime Weltkonzern PERI

    Sein Vater schickte ihn mit 22 in die USA. Der Auftrag: Nimm deine fünf besten Freunde und finde heraus, warum wir dort seit 14 Jahren kein Geld verdienen. Alexander Schwörer ist Gesellschafter von PERI, dem Weltmarktführer für Schalung und Gerüste aus Weißenhorn. Rund 10.000 Mitarbeiter, 1,8 Milliarden Euro Umsatz, 84 Länder. Ohne diese Firma steht kein Hochhaus, keine Brücke und auch nicht der Panama-Kanal. Und der Trommler-Stand der Ultras in der Allianz Arena steht übrigens auch auf einem PERI-Gerüst. Was ich aus diesem Gespräch mitnehme: Jeder Boom hat ein Ablaufdatum, sein Vater baute deshalb schon im Wiedervereinigungsboom das Ausland auf. In einem Boom kann jeder, die Wahrheit zeigt sich in der Krise. Die US-Tochter rettete er nicht mit Tools, sondern mit Präsenz, neuen Preisen und einem Bleistift als CRM. Nachfolge heißt für ihn, die Firma gesünder zu übergeben, als man sie bekommen hat. Mit seinem Bruder gilt seit 2007 eine Regel: Streit hinter geschlossenen Türen, nach außen eine Stimme. Als Dubai ankündigte, 75 Prozent aller Gebäude zu drucken, investierte er in genau die Technologie, die sein eigenes Produkt ersetzen könnte. Und sein Rat an alle, die Praktika sammeln: Praktika abhaken ist Quatsch, und zu McKinsey muss sich niemand quälen. Dazu: der Absturz in der Finanzkrise von 140 auf 10 Prozent Auslastung, der auf dem Oktoberfest begann. 48 Startup-Investments, noch kein Exit. Und seine Antwort auf die Frage, ob die junge Generation faul ist. Folge uns auf Instagram ⬇️ Benedikt Böhnke ► https://www.instagram.com/benedikt.boehnke/ Alexander Schwörer ► https://www.instagram.com/alexanderschwoerer/ Unfiltered by Unhyde ► https://www.instagram.com/unhyde.me/ Sponsor: (WERBUNG) Diese Folge wird unterstützt von Unhyde https://www.unhyde.me/de Benni: LinkedIn ► https://www.linkedin.com/in/benedikt-boehnke/ TikTok ► https://www.tiktok.com/@unhyde_me Aufnahmedatum: 05.08.2026 Unfiltered by Unhyde gibt es hier auf YouTube und überall, wo es Podcasts gibt. Ich hole die Unternehmer vors Mikrofon, die Deutschland wirklich bauen. Ohne Filter, ohne PR. Unfiltered by Unhyde.

  • S1 · E31
    August 29 · 1 hr 12 min

    Ep. 30, Dr. Marc-Alexander Burmeister – Was mit deiner Blutprobe wirklich passiert (Teil 2)

    Jeder zweite Frauenarzt in Deutschland schickt seine Proben an dasselbe Labornetzwerk. Geführt wird es von meinem heutigen Gast. In Teil eins hat Dr. Marc-Alexander Burmeister erzählt, wie er vom Notarzt mit tausend Einsätzen zum Manager wurde und wie Macron und Merkel in der ersten Corona-Welle halfen, ein Narkosemittel über geschlossene Grenzen zu bringen. Falls du das verpasst hast, schau es dir unbedingt an. Jetzt, in Teil zwei, geht es um dich. Marc führt mit der amedes Gruppe eines der größten Labornetzwerke Europas, viereinhalbtausend Mitarbeiter, hundert Standorte. Und er erklärt Dinge, die ich vorher nicht wusste: Was passiert wirklich mit einer Blutprobe, nachdem sie die Praxis verlässt? Warum kann derselbe Eisenwert mit 35 harmlos sein und mit 55 ein Warnsignal, hinter dem im schlimmsten Fall ein Krebs steckt? Und warum ist das große Blutbild ohne konkrete Fragestellung oft ein Schrotschuss, obwohl er sein Geld genau mit solchen Tests verdient? Wir sprechen außerdem darüber, wieso ein kanadischer Pensionsfonds in deutsche Gesundheitsversorgung investiert und was Private Equity im Gesundheitswesen wirklich bedeutet. Über Künstliche Intelligenz, die Ärzten am Point of Care hilft, die richtigen Untersuchungen anzuordnen. Über humanoide Roboter für die Labor-Nachtschicht und die Rechnung, wie man die Arztkapazität um 50 Prozent erhöht, ohne einen einzigen Arzt einzustellen. Über eine deutsche Uniklinik, die 2026 noch die Hälfte einer Kinderintensivstation auf Papier dokumentiert. Und über seine Zeit als CEO von Deutschlands größtem Pflegeanbieter mitten in der Pandemie, mit 250 Standorten, 30.000 Bewohnern und einer bemerkenswert ehrlichen Haltung zur Impfpflicht. Ein Gespräch über die Frage, wie Medizin und Wirtschaft zusammenpassen, ohne dass der Patient verliert. 👤 Zu Gast: Dr. Marc-Alexander Burmeister, Anästhesist, Ex-Notarzt, CEO der amedes Gruppe 🎙 Unfiltered by Unhyde

  • S1 · E30
    August 22 · 1 hr 19 min

    Ep. 30, Dr. Marc-Alexander Burmeister – Vom Notarzt an die Spitze von Europas Labormedizin (Part 1)

    Ich habe selten einen Gast erlebt, bei dem ich so oft gedacht habe: Moment, das muss ich nochmal hören. Marc-Alexander Burmeister ist Anästhesist. Einer, der Menschen die Hand gehalten hat, bevor die Narkose kam. Er war Notarzt in Hamburg, über tausend Einsätze, und hat dabei gelernt, was Triage wirklich bedeutet: entscheiden, wem man zuerst hilft, und ertragen, wem gerade nicht. Genau diese Denkweise hat er später mitgenommen, als er mit Mitte dreißig in die Wirtschaft ging. Achtzehn Jahre beim Familienkonzern B. Braun, zuletzt als Chef in Frankreich und Deutschland. Heute führt er die amedes Gruppe, eines der größten Labornetzwerke Europas mit viereinhalbtausend Mitarbeitern. Darüber sprechen wir ausführlich in Teil zwei. In diesem ersten Teil erzählt er mir, warum man so aufwacht, wie man einschläft. Warum Patienten nur einen Bruchteil dessen behalten, was Ärzte ihnen sagen. Was die Medizin von der Luftfahrt gelernt hat und warum ein Satz wie „Herr Professor, Ihr Handschuh ist kaputt" Leben rettet. Er erzählt von seiner Schwester, die schwer verunglückte, als er zwölf war, und warum seine Berufswahl deshalb vielleicht kein Zufall war. Warum er als Führungskraft dreißig Prozent aller Projekte komplett streicht. Und dann kommt die Geschichte, die ich immer noch nicht ganz glauben kann: wie in der ersten Corona-Welle in Frankreich das Narkosemittel ausging und wie Macron, Le Maire und Merkel persönlich halfen, es über die Grenzen zu bringen. Teil zwei kommt nächsten Samstag um 17 Uhr. Dann geht es um dich: was mit deiner Blutprobe wirklich passiert, warum das große Blutbild oft nichts bringt und was Marc in der Pandemie mit 30.000 Pflegebedürftigen erlebt hat. Abonniere den Kanal, wenn du das nicht verpassen willst:

  • S1 · E29
    August 15 · 1 hr 21 min

    Ep. 29, David Döbele über den Preis, immer nach ganz oben zu wollen

    Ich dachte, ich weiß, wer David Döbele ist. Der Karriere-Typ von YouTube, immer optimiert, immer auf Erfolg. Und dann sitzt er bei mir im Studio und erzählt, dass seine Firma zwei schlechte Monate von der Pleite entfernt war. Dass er sein Team halbiert hat und heute glücklicher ist als je zuvor. Und dass ihm privat 5.000 Euro im Monat reichen, obwohl im OMR Podcast mal von einem 100 Millionen Exit die Rede war. Wir reden über seinen Weg von Gerlingen nach Frankfurt, über das eine YouTube-Video, das alles verändert hat, und über die abgesagte Master-Zusage in St. Gallen. David rechnet ab mit den Career Services der Unis, erklärt, warum gerade 90 Bewerbungen auf eine Stelle kommen, und sagt einen Satz über Handwerker und BWL, den ich von ihm nie erwartet hätte. Gegen Ende wird es persönlich, auch für mich. Es geht um Herkunft, ums Erben und um die Frage, wann genug wirklich genug ist. Eine der ehrlichsten Folgen, die wir bisher aufgenommen haben. Viel Spaß damit.

  • S1 · E28
    August 8 · 1 hr 6 min

    Ep. 28, Michael Käfer über den Preis, das eigene Erbe kaufen zu müssen

    Michael Käfer hat sein Familienunternehmen nicht geerbt. Er hat es gekauft. Anfang der Neunziger wollten sein Vater und sein Onkel verkaufen. An einen Investor. Michael hat einen Kredit aufgenommen und ihnen den Feinkosthandel, den Party-Service und die Wiesn-Schänke abgekauft. Wie von Fremden, sagt er selbst. Die letzte Rate hat er 2012 gezahlt, fast zwanzig Jahre später. Und das Erste, was er als Eigentümer getan hat, war nicht aufbauen. Es war abreißen. Die Schreinerwerkstatt weg. Die eigene Automechanik weg. Die Zeltflotte weg. Alles Dinge, die sein Vater über Jahrzehnte zusammengetragen hatte. Sein Satz dazu, ohne Beschönigung: Im Nachhinein war alles richtig. Aber für jemanden, der da sein Herzblut drin hat, war es nicht einfach. Wir sitzen im Stammhaus in der Prinzregentenstraße, und irgendwann ist es kein Interview mehr. Es sind zwei Söhne starker Väter, die sich gegenseitig erzählen, wie das ist. Wenn der Vater nicht loslassen kann. Wenn man Entscheidungen trifft, die den eigenen Vater verletzen. Und wenn man irgendwann merkt, dass man selbst inzwischen auf der anderen Seite sitzt. Michael erzählt außerdem von der Nacht, in der er als 15-Jähriger im Wald 30 Weißwürste platzen ließ. Von einem Feuerlöscher, der in einem Lastwagen aufging und ein komplettes Buffet zerstörte, drei Stunden vor der Kommunion. Von Bill Clinton, der ihm auf der Wiesn zwei Minuten lang das Gefühl gab, die wichtigste Person im Raum zu sein. Von Jeff Koons, der jeden Abend im P1 saß und dem er nie ein Bild abgekauft hat. Und von etwas, das er den geliehenen Freund nennt. Bei einer Hochzeit ist er wochenlang Teil der Familie. Er kennt den Budgetstreit, die Brautmutter, die Konfliktherde. Und wenn das Fest vorbei ist, ist es vorbei. Von beiden Seiten. Seine Söhne sind 15 und 16. Er sagt, er wird ihnen die Chance geben. Und er sagt genauso deutlich, dass ein anderer Weg vollkommen in Ordnung wäre. Eine Folge über Verantwortung, über Loslassen, und über den Preis, den man zahlt, wenn man den eigenen Namen weiterträgt.

  • S1 · E27
    August 2 · 1 hr 51 min

    Ep. 27, Beatrice Handte − Nur 2 % der Influencer verdienen wirklich Geld" - we love pr

    Es gibt einen Satz aus diesem Gespräch, den ich seit der Aufnahme nicht mehr loswerde: „Hätte mir vorher jemand gesagt, wie anstrengend Personal ist, wäre ich vielleicht nicht so groß geworden.“ Das sagt Beatrice Handte, nachdem sie genau das getan hat. 18 Jahre lang hat sie ihre Agentur we love pr aufgebaut, ohne Investor, nur mit neuen Kunden, bis auf heute rund 70 Mitarbeitende in München und Hamburg. Auf ihrer Kundenliste stehen Marken wie Deichmann, Pandora, Skechers, Bonprix und Honest Beauty. Ich habe selten jemanden getroffen, der so ehrlich über das Unternehmerleben spricht. Beatrice erzählt nicht die polierte Gründergeschichte, die man sonst überall hört. Sie erzählt von den Jahren, in denen sie sich selbst kein Gehalt ausgezahlt hat. Von der Phase zwischen 20 und 30 Mitarbeitern, die sie die anstrengendste ihres Lebens nennt, weil du zu klein für ein Mittelmanagement bist und trotzdem 20 Menschen führst, die alle direkt mit dir arbeiten wollen. Und von der berühmten Freiheit der Selbstständigkeit, über die sie ganz trocken sagt: „Diese Freiheit habe ich nicht so oft gespürt.“ Ihr Weg dahin klingt fast ausgedacht. Gastarbeiterkind, der Vater kam Ende der 50er aus Spanien. Das Sportstudium hat sie sich selbst finanziert, eigentlich wollte sie Sportmoderatorin werden, aber für Frauen war da damals kein Platz. Stattdessen kam sie als Personal Trainerin des CEOs zu Puma und landete später bei Red Bull, als die deutsche Organisation gerade mal rund 15 Leute hatte und Sebastian Vettel als Nachwuchsathlet noch keinen Führerschein besaß. Was mich am meisten beeindruckt hat: Sie sitzt mir mit über 50 gegenüber, ist nach all den Jahren nicht ausgebrannt und macht ihre Kaltakquise immer noch selbst. Gleichzeitig gibt es bei ihr im Unternehmen keine Überstunden. Sie sagt, sie hatte in ihrem Leben so viele davon, dass sie manchmal nicht mehr wusste, welcher Tag ist. Genau das will sie ihrem Team ersparen. Und weil ihre Agentur jeden Tag mit Influencern arbeitet, räumt sie nebenbei mit ein paar Illusionen auf. Höchstens zwei Prozent der Influencer in Deutschland verdienen aus ihrer Sicht wirklich Geld, während sich bei ihr täglich rund 50 bewerben. Sie hat mit Pamela Reif schon eine Deichmann-Kollektion gemacht, als die 70.000 Follower hatte, und erzählt, wie ein einziger Post an einem Tag einen hohen sechsstelligen Umsatz gebracht hat. Ihre Botschaft dahinter ist dieselbe wie beim Agenturaufbau: Erst kommt die Arbeit, dann das Geld.

  • July 25 · 1 hr 7 min

    Ep. 26, Florian Haller – Alle haben Angst vor KI. Der Chef von Europas größter inhabergeführter Agentur nicht.

    1970, ein Hinterzimmer in einem Münchner Modehaus, ein einziger Kunde. Daraus baut ein Mann eine Agentur, und übergibt sie irgendwann an seinen Sohn. Florian Haller hätte einfach nur verwalten können. Stattdessen hat er daraus die größte inhabergeführte Agenturgruppe Europas gemacht, 6.500 Mitarbeitende, 27 Länder, fast 800 Millionen Umsatz, und sich dabei nie an einen der großen Börsenkonzerne verkauft. In dieser Folge erzählt er mir, warum er nie das Gefühl haben wollte, seit seinem fünften Lebensjahr für diesen einen Job großgezogen worden zu sein, warum er seine Leute zu echten Partnern statt zu Angestellten macht, und warum er seinen drei Töchtern null Druck macht, das Unternehmen mal zu übernehmen. Wir reden über die Nächte, in denen er wegen eines riesigen neuen Bürogebäudes mitten in Corona nicht schlafen konnte, warum er Marketing in der Krise zu kürzen für den teuersten Fehler überhaupt hält, und warum er in KI keine Bedrohung sieht, sondern die größte Chance seiner Branche seit Jahren. Kein PR-Manager im Nacken, kein abgesprochenes Statement, keine Antworten, die schon zehnmal so gefallen sind. Genau deswegen heißt der Podcast Unfiltered, weil hier nicht poliert, sondern geredet wird. Diese Folge ist einer der ehrlichsten Beweise dafür.

  • S1 · E25
    July 18 · 1 hr 15 min

    Ep. 25, Philipp Roesch-Schlanderer – Vom Uni-Projekt zum 7,5-Milliarden-Fitnessimperium (EGYM)

    Philipp Roesch-Schlanderer hat mit EGYM eines der erfolgreichsten Tech-Unternehmen Deutschlands aufgebaut. In jedem vierten deutschen Fitnessstudio stehen seine intelligenten Trainingsgeräte, über EGYM Wellpass trainieren die Mitarbeitenden von mehr als 20.000 Arbeitgebern. Im März 2026 ist die Fusion mit dem US-Unternehmen Playlist abgeschlossen worden, dem Mutterkonzern von ClassPass und Mindbody. Damit ist EGYM Teil eines Konzerns mit einer Bewertung von 7,5 Milliarden Dollar. Wir sprechen über die Anfänge in einer Münchner Wohnung 2011, warum 80 Prozent der Menschen im Fitnessstudio falsch trainieren, weshalb Krankenkassen kaum in Prävention investieren, was Abnehmspritzen mit Muskelabbau zu tun haben und über den Milliarden-Deal mit Playlist, bei dem Philipp sich nicht auszahlen ließ, sondern seine Anteile in Playlist-Anteile umgewandelt hat. Außerdem geht es um langfristiges Denken statt schnellem Exit und die Zukunft von KI in der Softwareentwicklung. Philipp hat bei uns so offen gesprochen wie sonst selten, ganz ohne PR-Modus. Genau das ist unser Anspruch bei UNFILTERED. Gefällt dir die Folge? Lass uns ein Abo da, das hilft uns enorm, eine starke Community aufzubauen.

  • S1 · E25
    June 27 · 1 hr 4 min

    „150 Menschen kontrollieren 70% aller Gelder der westlichen Welt" – Ulrich Schumacher über Finanzsystem, Medien und warum Deutschland verliert | Part 2

    Ulrich Schuhmacher ist einer der wenigen Menschen in Deutschland, der das westliche Finanzsystem wirklich von innen kennt. Er hat in Silicon Valley gearbeitet als Milliarden auf Zuruf verschoben wurden. Er hat bei Francisco Partners gesessen als der Fonds kurz vor dem Abgrund stand und über Nacht gerettet wurde, weil ein Partner einfach kurz rumtelefoniert hat. Und er hat ausgerechnet, dass 150 Menschen 70% aller Gelder der westlichen Hemisphäre kontrollieren. In Part 2 sagt er Dinge, die in Deutschland kaum jemand laut ausspricht. Er erklärt, warum Tesla an der Börse 1.500 Milliarden wert ist, obwohl dieselben Metriken wie bei VW nur 40-50 Milliarden hergeben würden. Er beschreibt wie das Finanzsystem Kleinanleger systematisch melkt, die kommen rein wenn die Richtigen schon längst draußen sind. Wer auf dem Achterdeck der Titanic noch Party feiert, während die Ersten Klasse schon längst in den Rettungsbooten sitzt. Dazu spricht er über Deutschland. Über Talkshow-Säle, die gezielt mit NGO-Mitarbeitern befüllt werden damit der Eindruck entsteht, das sei die Meinung des Volkes. Über Moderatoren, die Politiker unterbrechen bevor sie einen Satz beenden können. Über ein Schulsystem das Kinder anhält andere dumm zu halten und dann im Unternehmen plötzlich Teamplay verlangt. Über eine Infrastruktur so marode, dass Mallorca heute bessere Autobahnen hat als Deutschland. Und über KI-Patente und Kernindustrien die Deutschland verlässt, weil es hier keinen Sinn mehr macht zu forschen. Am Ende über das Einzige was er wirklich für wichtig hält: Kritisch denkende, stabile, in sich ruhende Menschen. Kinder die nicht glauben was man ihnen vorsetzt. Eine Gesellschaft die wieder anfängt, selbst nachzudenken. Sein letzter Satz: Glaub erstmal nicht. Denk selbst drüber nach. Dann kannst du immer noch glauben was du willst. Unfiltered by Unhyde ; keine PR, keine Filter. Quellen & Links: Erbschaftssteuer Statistik: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_320_736.html Erbschaftssteuer Gefahr für Familienunternehmen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2026/erbschaftssteuer-gefahr-fuer-familienunternehmen,erbschaftssteuer-familienunternehmen-100.html Diskussion Erbschaftssteuer: https://www.youtube.com/watch?v=CcomTYRLQVQ Musik: Trailer Cinematic by LiteSaturation: https://freesound.org/s/785658/ Modern Trailer by LiteSaturation: https://freesound.org/s/785655/ High Impact by ArcticFoxMusic

  • S1 · E24
    June 20 · 1 hr 13 min

    Ep 24, Ulrich Schumacher – „Was ich sagte, gilt heute als Verschwörungstheorie" (Part 1) #24

    Ulrich Schuhmacher war CEO von Infineon, hat Siemens-Bereiche aus dem Desaster gerettet, und hat für die chinesische Regierung gearbeitet. Was er in dieser Episode sagt, ist so offen, dass man es kaum glauben kann. Er erklärt warum Deutschland technologisch abgehängt wurde und wer daran schuld ist. Er spricht über Medien, die Geschichten erfinden. Über Politiker, die das Volk für dumm halten. Und darüber, was ihn wirklich antreibt: nicht Milliarden, nicht Titel, seine sieben Kinder, die heute bei ihm aufwachsen.

  • S1 · E23
    June 13 · 1 hr 7 min

    Ep 23, Christopher Oster - Der Mann der Versicherungen sexy gemacht hat

    Christopher Oster, Gründer von Clark – 250 Absagen. Dann Unicorn. Es beginnt mit einem Versicherungsvertreter, der in den Hörsaal der EBS kommt. Er verspricht Cocktails für die Abschlussparty — und verkauft dafür Versicherungspakete an zweiundzwanzigjährige Studenten für bis zu 10.000 Euro pro Person. Christopher Oster war einer dieser Studenten. Und dieser Moment hat ihn nicht mehr losgelassen. Jahre später, nach BCG, nach Rocket Internet, nach Vimdu, gründet er Clark. Den digitalen Versicherungsmanager, der dieses System von Grund auf neu denkt. 76 Tage von der ersten Idee bis zum Launch. Dann 250 Investorengespräche, alle ohne Erfolg. Dann Media-for-Equity-Deals mit ProSieben und Axel Springer, weil kein VC Geld geben wollte. Und am Ende: Unicorn-Bewertung, fast 1.000 Mitarbeiter, internationales Geschäft. In diesem Gespräch erzählt Christopher, wie er als Doktorand im Schlafanzug in einem Zug nach Berlin saß und nie wieder zurückgekommen ist. Wie 250 Nein-Antworten einen Menschen fast brechen — und warum man trotzdem weitermacht. Und warum er überzeugt ist: Wenn man sich nicht vorstellen kann, dass es wirklich groß wird, sollte man gar nicht erst anfangen. Er ist bodenständig, ehrlich und gibt mehr preis als die meisten Gründer je würden. UNFILTERED by UNHYDE – Der Unternehmer-Podcast für die nächste Generation.Neue Folgen immer auf Spotify, YouTube und Apple Podcasts.www.unhyde.me

  • May 30 · 1 hr 54 min

    Ep. 22, Dirk Hoerig – Der unsichtbare Riese: Die Software hinter LEGO, Sephora und AT&T.

    Wenn du heute online einkaufst, läuft wahrscheinlich seine Infrastruktur darunter. Du hast nur noch nie von ihm gehört. 200 Millionen Euro ARR. Kunden wie LEGO, Sephora, AT&T, BMW, Carhartt und Flink. Einer der weltweit führenden Anbieter von Enterprise E-Commerce Software. Aufgebaut aus München heraus. Fast ohne PR. Ohne große Hype-Welle. Dirk Hörig hat nicht mit einer Idee auf dem Whiteboard angefangen. Er hat zehn Jahre lang für andere Unternehmen Onlineshops gebaut und dabei die Probleme des Marktes aus nächster Nähe erlebt. Mit einem Freund, den er beim Volleyball kennengelernt hat, und einer kleinen Agentur, die eigentlich nur die Beachvolleyball-Karriere finanzieren sollte. 2010 haben sie entschieden: E-Commerce Software muss komplett neu gedacht werden. Was damals kaum jemand verstand, ist heute Standard. In diesem Gespräch erzählt Dirk, wie er mit einem zehnminütigen Anruf beim REWE- Vorstand das Unternehmen rettete. Wie Felix Baumgartner aus dem Weltall sprang und dabei beinahe ihre Server lahmlegte. Wie sieben Vertriebsmitarbeiter fast 20 Millionen Dollar ARR in einem Jahr schlossen. Und warum er überzeugt ist, dass zu jedem großen Erfolg auch immer ein gutes Stück Glück gehört. Seine ehrlichste Aussage aus dem Gespräch: „Ich habe meinen Businessplan von 2014 wiedergefunden. Und ich frage mich bis heute, wie da jemals jemand reinvestieren konnte.

  • S1 · E21
    May 23 · 50 min

    Ep 21, Vom Olympiasieger zum Gründer der nächsten olympischen Sportart. | Mo Fürste

    Mo Fürste — 3x Olympiasieger. Und dann nochmal bei null. Als Hockeyspieler verdiente man in Deutschland kein Geld. Olympiasieger hin oder her. Während die Öffentlichkeit glaubte, olympische Athleten verdienten 6.500 Euro netto im Monat, waren es in Wahrheit durchschnittlich 636 Euro. Moritz Fürste wusste das. Also studierte er nebenbei, spielte in der indischen Hockey-Liga, arbeitete in einer Hamburger Werbeagentur und gründete mit 33 Jahren HYROX. 617 Teilnehmer beim ersten Event. 1,6 Millionen heute. 15.000 Gym-Lizenznehmer in 40 Ländern. 135 Events pro Jahr. Und das Gespräch mit dem Internationalen Olympischen Komitee läuft bereits. Über 200 Millionen Umsatz pro Jahr. Tendenz stark wachsend! In diesem Gespräch erzählt Moritz, wie HYROX in der Corona-Krise kurz vor dem Ende stand und wie sie sich durch Testzentren retteten. Wie aus einem Hamburger Event ein globaler Sport wurde. Warum Deutschland eine Monosportkultur hat, die uns bei Olympia schadet. Und warum er überzeugt ist: Wer HYROX einmal macht, macht es für immer. Sein stärkster Satz aus dem Gespräch: „Im Leben gibt es kein Scoreboard. Das macht es so viel schwieriger als im Sport."

    • Transcript
  • S1 · E20
    May 16 · 1 hr 9 min

    Ep. 20, Christian Steiger – Er hat Lexware Office von innen heraus aufgebaut. $100M+ ARR.

    Christian Steiger, Geschäftsführer von Lexware – "Meine größte Angst ist nicht der Wettbewerb. Sondern wir selbst." 600.000 Unternehmen. Über 200 Millionen Euro ARR allein im Cloud-Bereich. 150.000 Neukunden in einem Jahr. Vollständig selbstfinanziert. Profitabel von Anfang an. Christian Steiger hat Lexware nicht gegründet, er hat etwas Schwereres gemacht. Er hat innerhalb der Haufe Gruppe, einem der größten deutschen Medienhäuser, bei null angefangen. Mit einer Carte Blanche des CEOs. Mit einem eigenen Gebäude, losgelöst vom Konzern. Mit 800 Kundengesprächen bevor das erste Produkt fertig war. Und er hat daraus eine der erfolgreichsten SaaS-Plattformen Deutschlands gebaut, ohne einen einzigen externen Euro Kapital. Davor: Ein eigenes Startup, das zu früh für seine Zeit war. Livestreaming 2008, als noch niemand wusste was das Wort bedeutet. Safari-Streams aus Südafrika. 50.000 gleichzeitige Zuschauer bei der Geburt eines Bären in Kanada. Und der Moment, wo sein Konkurrent erkannte, was er nicht erkannt hatte und daraus Twitch wurde. In diesem Gespräch reden wir über den feinen Unterschied zwischen einer Spielwiese und echtem Innovation-Commitment. Über 800 Kundengespräche als einzigen echten Produkttest. Über KI als Buchhalter der Zukunft und warum die Buchhaltung für Unternehmer irgendwann einfach verschwinden soll. Über Familienunternehmen, die nachhaltiger denken als jedes VC-gebackte Startup. Über Paranoia als Führungsinstrument. Über Ausdauer als das, was Unternehmertum wirklich ausmacht, nicht Mut. Und über den Europa-Park-Song, den fast alle kennen und der von ihm stammt.

    • Transcript
  • S1 · E19
    May 9 · 1 hr 27 min

    Ep. 19, Christian Freiherr von Bechtolsheim - „Die meisten Reichen haben Angst zu verarmen"

    Christian Freiherr von Bechtolsheim – "Die meisten Reichen haben Angst zu verarmen" Christian Freiherr von Bechtolsheim ist einer der einflussreichsten und gleichzeitig diskretesten Vermögensverwalter Deutschlands. 26 Jahre lang war er Vorstandssprecher der FOCAM AG, einem der renommiertesten Multi-Family-Offices Europas – mit über 3 Milliarden Euro in der Betreuung und Mandanten, die zu den bedeutendsten Unternehmerfamilien des Landes gehören. In dieser Episode spricht er zum ersten Mal wirklich offen. Über seine Familie, die sich bis 1135 zurückverfolgen lässt – und den Druck, den das bedeutet. Über seinen Vater, der traumatisiert aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkam und dem der normale Alltag fremd wurde. Über den Rausschmiss in drei Minuten, Liebeskummer als Karrierewende, einen BND-Spion im eigenen Büro und die Geschichte, wie er ein verfallenes DDR-Ferienheim kaufte und darüber sein Leben neu baute. Vor allem aber reden wir über Geld. Darüber, was Reichtum wirklich mit Menschen macht. Warum selbst die Reichsten in Deutschland ständig Angst haben, alles zu verlieren. Warum Unternehmerfamilien in der zweiten Generation so oft scheitern. Was ein Vermögensverwalter heute leisten muss – und warum er längst nicht mehr nur über Aktien redet, sondern über Erbschaft, Auswanderung, Stiftungen und das, was eine Familie wirklich zusammenhält. Und am Ende: Was er der nächsten Generation mitgeben würde. Es hat nichts mit Geld zu tun. Ein Gespräch über Haltung, Geschichte, Verantwortung – und das, was wirklich zählt.

    • Transcript
  • S1 · E18
    May 2 · 1 hr 6 min

    Ep. 18, Udo Schloemer – Er verkaufte an Lehman Brothers & baute Europas größten Startup-Campus

    „Lass uns einfach geilen Scheiß machen." – Udo Schloemer über Factory Berlin, KI, Reichtum & warum du mit 26 alles auf Rot setzen solltest | UNFILTERED Keine PR. Keine Filter. Nur die Wahrheit. Udo Schloemer – Gründer der Factory Berlin, Immobilien-Dealmaker, Angel Investor in 200+ Startups – sitzt mit uns und redet so, wie er wirklich denkt. Und das ist selten. Der Mann, der mit 50.000 Mark Eigenkapital und null Referenzen sein erstes Objekt finanziert hat. Der sein Immobilienunternehmen an Lehman Brothers verkauft hat – und danach Europas einflussreichsten Startup-Campus gebaut hat. Und der heute sagt: Der Mittelstand hat zwei, drei Jahre. Danach ist es zu spät. Was dich in dieser Folge erwartet: Udo erzählt ungefiltert, wie er als 22-Jähriger sein erstes Immobilienprojekt mit kaum Eigenkapital durchgezogen hat – während die Bank ihm heute dafür 50% Eigenkapital abverlangen würde. Warum er die Factory nie als Coworking Space verstanden hat – sondern immer als Netzwerk, das Vertrauen schafft. Und was der Airbnb-Gründer ihm persönlich auf der Bühne beibringen musste: Nicht die Startups machen Berlin groß. Es ist das Nachtleben zwischen 17 und 9 Uhr morgens. Er spricht darüber, warum ein Exit nicht die Lösung von allem ist – und warum viele Gründer nach 100 Millionen auf dem Konto komplett überfordert sind. Warum Mittelständler nicht in Startups investieren sollen, aber trotzdem jetzt handeln müssen. Wie er mit Hervis die gesamte IT eines Einzelhändlers in einem Jahr ersetzen will – und alle seine IT-Leute ihn für geisteskrank halten. Und warum er mit 56 alles neu denkt: weg vom klassischen Unternehmer-Modell, hin zu einer kollektiven Wissensplattform für ganz Deutschland. Sein klarster Rat an die junge Generation: Wenn du 26 bist – setz alles auf Rot. Du kannst das noch 10 Mal machen. Das ist UNFILTERED. Kein Smalltalk. Keine polierten Antworten. Wir holen heraus, was wirklich drin ist. 👉 Abonniere jetzt – jede Woche ungefilterte Gespräche mit Menschen, die wirklich was zu sagen haben.💬 Schreib uns: Was war dein größter Moment aus diesem Gespräch?

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  • S1 · E17
    April 18 · 1 hr 19 min

    Ep. 17, Christian Greiner – Warum Kaufhäuser NICHT sterben werden

    Das war eines der Gespräche, bei dem man relativ schnell merkt: Hier sitzt jemand, der den Handel nicht nur versteht, sondern wirklich gelebt hat.Christian Greiner spricht in dieser Folge so offen über seinen Weg, wie man es selten hört.Über Entscheidungen, die funktioniert haben. Und über Dinge, die komplett schiefgelaufen sind.Was mich besonders beeindruckt hat:Seine Mischung aus Kreativität und brutalem Unternehmertum.Von einem Musikstudium in den USA, über eigene Startups, erste Investments und echte Kaltakquise – bis hin zur Übernahme eines Traditionsunternehmens aus der Insolvenz.Zwei Agenturen aus dem Boden gestampft die heute in ihrer jeweiligen Nische Marktführer sind.Und zwischendurch:Guerilla-Marketing-Aktionen mit Osterhasen im Bett mitten in der Fußgängerzone, Polizei-Inszenierungen und plötzlich ein Fernsehteam vor Ort.Kein Witz, genau so ist es passiert.Aber genau das zeigt, wie er denkt:Nicht linear. Nicht angepasst. Sondern immer mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Dinge anders zu machen.Heute steht er als Vorstand hinter der Münchner Institution Ludwig Beck AG und führt gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzender und Eigentümer hinter der Rudolf Wöhrl SE – zwei Unternehmen mit enormer Tradition, aber auch enormem Druck.Wir sprechen in dieser Folge über:•den Aufbau von Marken und warum die meisten daran scheitern•warum Durchhaltevermögen wichtiger ist als Talent•wie man Kunden wirklich gewinnt (Spoiler: nicht über Social Media)•warum stationärer Einzelhandel noch lange nicht tot ist•und was es bedeutet, Verantwortung für tausende Jobs zu tragenWas hängen bleibt, ist vor allem eins:Unternehmertum ist kein gerader Weg.Es ist Chaos, Zweifel, Entscheidungen unter Druck und manchmal einfach nur Durchziehen, wenn es keiner mehr glaubt.Ich bin Christian extrem dankbar für dieses Gespräch, für die Offenheit und für die Einblicke, die man so selten bekommt.Genau solche Gespräche sind der Grund, warum wir Unfiltered machen.Wenn dir die Folge gefällt, lass gerne ein Like da und abonnier den Kanal – das hilft uns enorm.

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