
Tiergestützt PRAXISEINBLICK: Wenn Tiere den Prozess mitgestalten
In dieser Folge von „Tiergestützt-Der Podcast“ geht es ein zweites Mal um die tiergestützte Veränderungsarbeit. Nachdem Chris Ott und Rainer Wohlfahrt im ersten Teil über die theoretischen Grundlagen gesprochen haben, wird es diesmal ganz praktisch: Chris spricht mit Bettina Mutschler, Mitautorin des Buches „Tiergestützte Veränderungsarbeit – Mitarbeit von Tieren in Psychotherapie, Beratung und Coaching“. Anhand konkreter Situationen aus ihrer Arbeit mit Eseln erzählt Bettina, was entstehen kann, wenn Begegnungen nicht nach einem festen Plan verlaufen. Was passiert, wenn ein Tier sich zurückzieht, anders reagiert als erwartet oder durch sein Verhalten etwas sichtbar macht, das vorher vielleicht noch gar nicht zugänglich war? Und was braucht es von der Fachkraft, um solche Situationen wahrzunehmen, auszuhalten und professionell zu begleiten? Chris und Bettina sprechen über Vertrauen in die eigenen Tiere, freiwillige Mitarbeit, Resonanz und Musterunterbrechungen. Es geht darum, warum es manchmal entscheidend sein kann, nicht sofort einzugreifen, Erlebtes nicht vorschnell zu zerreden und den Tieren Raum für eigene Entscheidungen zu lassen. Bettina zeigt dabei sehr anschaulich, wie viel Selbsterfahrung, Beobachtung und Offenheit es braucht, um solche Prozesse begleiten zu können. Eine Folge über eigenständige Tiere, unerwartete Momente und die Kunst, den Rahmen für Veränderung zu gestalten, ohne vorzugeben, was darin entstehen soll.