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Talk mit Thees

SWR3, Kristian Thees

Kristian Thees kitzelt die besonderen Geschichten aus Stars, Promis und anderen faszinierenden Menschen heraus. Die neuesten Interviews gibt's immer dienstags und donnerstags.

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Episodes628

  • May 26 · 1 hr 17 min

    Christian Friedel: „Ich würde gerne mal einen Geist treffen.“

    Christian Friedel zählt zu den herausragenden deutschen Schauspielern, die auch international große Beachtung finden. Seinen Durchbruch hatte er mit dem oscarprämierten Film Das weiße Band. In Elser – Er hätte die Welt verändert spielte er den Hitler-Attentäter Georg Elser, und in dem oscarprämierten Film The Zone of Interest verkörpert er den Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß. Zuletzt haben ihn viele auch in The White Lotus gesehen. Daneben ist Christian ein leidenschaftlicher Musiker. Seine Band Woods of Burnam bindet er gerne in seine Theaterprojekte ein, etwa Hamlet oder Macbeth. Wir hören, warum er früher zu viel Selbstbewusstsein hatte, andere damit genervt hat – und wann das gekippt ist. Denn heute erlebt man ihn ganz anders. Und was bedeutet es eigentlich, ein „historisches Gesicht“ zu haben? Er hat offensichtlich eines – hat er vielleicht schon einmal gelebt? Podcasttipp: „Mutterstadt 0711 – HipHop-Hauptstadt Stuttgart!?!“ https://www.ardsounds.de/sendung/mutterstadt-0711-hiphop-hauptstadt-stuttgart/urn:ard:show:f8c72aee02263e48/

  • May 21 · 1 hr 21 min

    Isabel Demirel: „Anderssein ist kein Stolperstein.“

    Isabel Demirel, Mutter eines autistischen Sohnes und selbst mit ADHS diagnostiziert, meistert einen außergewöhnlichen Familienalltag. Seit 2018 teilt sie in ihrem Familienpodcast „Hi, Baby!“ offen und ehrlich ihre Erfahrungen mit Erschöpfung, Scham, Wut und Überforderung und bewahrt dabei eine positive Lebenseinstellung. In diesem Podcast beschreibt sie, wie Familien trotz dieser Herausforderungen mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in ihren Alltag bringen können – basierend auf ihren hart erarbeiteten Erkenntnissen. Podcasttipp: „Udo. Ein Leben an der Grenze" https://1.ard.de/udo-podcast?cp

  • May 19 · 1 hr 19 min

    Adele Neuhauser: „Ich wusste schon sehr früh, das wird ein harter Weg."

    Adele Neuhauser zählt zu den markantesten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Schauspielszene. Große Bekanntheit erlangte sie vor allem als Wiener „Tatort“-Kommissarin Bibi Fellner. Geboren in Athen und aufgewachsen in Wien, wusste sie schon früh, dass ihr Weg kein leichter sein würde. Wer ihr heute begegnet – mit ihrer positiven Ausstrahlung, ihrer Dankbarkeit und diesem ansteckenden Lachen – würde kaum ahnen, dass sie in ihrer Kindheit mehrere Suizidversuche überlebt hat. Adele Neuhauser ist eine Grenzgängerin: eine Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte, geprägt von Brüchen und Härten, zugleich aber voller Humor, Wärme und der Bereitschaft, sich den dunklen Seiten des Lebens zu stellen – mit Offenheit, Tiefe und erstaunlicher Kraft. Podcasttipp: „Das Geld zu Gast bei Freunden – Die wirklich wahre Geschichte, wie Deutschland WM-Gastgeber 2006 wurde" https://1.ard.de/dgzgbf

  • May 14 · 1 hr 29 min

    Patrick Ittrich: „Lieber eine Beleidigung auf der Tribüne rauslassen als vielleicht zu Hause.“

    Patrick Ittrich ist einer der beliebtesten Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga und beendet 2026 seine Karriere. Verletzungen haben ihm immer wieder zugesetzt. Aber er hat sich immer wieder zurückgekämpft. Wie fühlt es sich an, wenn nicht nur elf Spieler auf dich losgehen wollen, sondern möglicherweise auch 70.000 im Stadion? Wie ist es, wenn man in seinem ganzen Leben so gut wie kein Wochenende frei hatte ? In einer Runde „Entweder-oder“ muss er außerdem spontan Entscheidungen treffen. Und immer wieder spannend: wie die Schiedsrichter mit den Spielern sprechen – überraschend flapsig. Ein kleiner, vor allem menschlicher Rückblick auf eine tolle Karriere als Schiedsrichter. Podcasttipp: „Das Imperium Pamela Reif – Workout zur Macht" https://1.ard.de/DasImperiumPamelaReif

  • May 12 · 1 hr 16 min

    Tom Keune: „Sich klein zu machen, ist immer unsexy.“

    Tom Keune (z. B. Eifelpraxis, Unsere wunderbaren Jahre, Pastewka) hat mit Nürnberg seinen ersten Hollywood-Film gedreht. An der Seite von Russell Crowe und Rami Malek spielt er den NSDAP-Reichsleiter Robert Ley, der sich in alliierter Gefangenschaft das Leben nahm, noch bevor es zu den Nürnberger Prozessen kam. Welches Fingerspitzengefühl er brauchte, um diese historische Rolle zu erzählen, und welche Anforderungen er selbst an den Regisseur gestellt hat, erzählt er hier. Im Jahr 2021 outete sich Tom öffentlich im Rahmen der Initiative #actout im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Er lebt in Berlin als Vater in einer Regenbogenfamilie – ein Leben, das von Nationalsozialisten wie Robert Ley systematisch verfolgt und bekämpft wurde. Auch Glaubenssätze und die Art, wie sie ihm das Leben schwer gemacht haben, sind ein großes Thema in seinem Leben. Eine liebenswerte, sehr ehrliche und spannende Begegnung. Podcasttipp: „INSIDE CumEx – Jagd auf die Steuer-Mafia" https://1.ard.de/cumex_ard

  • May 7 · 1 hr 11 min

    Milan Peschel: „Ich hatte oft das Gefühl, unterschätzt zu werden“

    Milan Peschel ist einer der markantesten Schauspieler Deutschlands. Man kennt ihn aus Komödien wie „Schlussmacher“ oder „Klassentreffen 1.0“. Er ist aber genauso in Arthouse-Filmen zu Hause, zum Beispiel in Andreas Dresens „Halt auf freier Strecke“. Darin spielt er einen Familienvater, der an einem Gehirntumor stirbt. Für diese Rolle erhielt er damals den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Weitere Kinofilme sind „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ sowie „Beckenrand Sheriff“, in dem er einen Bademeister spielt. Wir sprechen über seinen Kommissar Danowski, den Kapitalismus, bezahlbaren Wohnraum und seine Band in der DDR. Da er ein großer Musikfan ist, hat Kristian ihn zum zweiten Mal mit der Liedermacherin Dota überrascht. Es war wieder zum Niederknien. Podcasttipp: „Score Snacks: Die Musik deiner Lieblingsfilme“

  • May 5 · 1 hr 18 min

    Cornelia Funke: „Ich habe noch nie Angst vor dem Tod gehabt. Der Tod ist nur eine andere Tür.“

    Ihren Durchbruch schaffte die Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke mit dem Roman „Der Herr der Diebe“ und natürlich mit der „Tintenherz“-Trilogie. Inzwischen sind es über 60 Bücher, übersetzt in mehr als 50 Sprachen. Ihr war es immer wichtig, die düsteren Seiten des Lebens nie auszuschließen. Wir sprechen darüber, welche Wahrheiten – und auch welche Grausamkeiten – man Kindern zumuten kann. Und wir sprechen über den Tod: Cornelia selbst musste miterleben, wie ihr Mann, nachdem sie in die USA übergesiedelt waren, innerhalb kürzester Zeit gestorben ist. Abseits von Tinten- und Spiegelwelt wieder ein herrlicher Ritt durch unsere Welt – auf dieser Seite. Podcasttipp: „Kein Mucks! – Der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka“

  • April 30 · 1 hr 12 min

    Godehard Giese: „Viele Leute kennen mein Gesicht und wissen oft nicht woher“

    Godehard Giese ist einer der spannendsten Charakterdarsteller Deutschlands. Er erhielt drei Nominierungen für den Deutschen Filmpreis – für „Es gilt das gesprochene Wort“ (2019), „Niemand ist bei den Kälbern“ (2021) und „Sad Jokes“ (2025). Für letzteren Film gewann er die Auszeichnung. Viele kennen ihn auch als Oberkommissar Böhm in der historischen Krimiserie „Babylon Berlin“. Wir sprechen über die Idee hinter seinen Schwarz-Weiß-Filmen wie „Rose“ und über besondere Szenen, etwa aus dem Film „Sad Jokes“ („Ich dachte, es wird ’ne Komödie. Ich fand’s überhaupt nicht lustig“). Godehard ist Co-Initiator der Initiative „#ActOut“ – dort haben sich über 180 Schauspieler:innen zusammengeschlossen, um mehr Sichtbarkeit, Akzeptanz und strukturelle Veränderungen für queere Menschen in Film, Fernsehen und Theater zu fordern. Außerdem geht es um den Tod – und um seine Band, für die er italienische Popsongs schreibt. Eine wunderbare, vielschichtige Begegnung. Podcasttipp: „Streitkräfte und Strategien“

  • April 28 · 1 hr 25 min

    Christian Behr – die bewegende Geschichte des Regenbogenpapis

    Christian Behr kennen viele aus den sozialen Medien. Er ist Teil einer ganz normalen Regenbogenfamilie. Seinen Familienalltag zeigt er gemeinsam mit seinem Mann Björn in den sozialen Netzwerken als @papaundpapi. Ihr Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und Deutschland bunter zu machen. Jetzt hat Christian auch seine Geschichte aufgeschrieben. In „Hör auf dein Herz, dein Kopf ist dein Arschloch“ plädiert er dafür, besser in sich hineinzuhorchen, bevor es zu spät ist. Denn all die Dinge, die er ignoriert hat, führten zu einem Zusammenbruch. Welche Glaubenssätze aus seiner Kindheit ihm das Leben schwer gemacht und ihn am Ende auch krank gemacht haben, erzählt er in diesem Podcast. Ein herzliches und sehr ehrliches Gespräch. Podcasttipp: „Sputnik Pride – Podcast über queere Themen“

  • April 23 · 1 hr 2 min

    Ulrike C. Tscharre: „Wir beide waren nach diesem Dreh körperlich und auch mental total am Ende“

    Ulrike C. Tscharre ist eine der meistbeschäftigten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen. Sie gehört zu den Gesichtern, die man sofort wiedererkennt – auch wenn man ihren Namen nicht immer parat hat. Sie hat in zahlreichen Krimis gespielt, darunter Tatort, Polizeiruf 110 und „Der Amsterdam-Krimi“. Ganz früher war sie als Marion Beimer in der Lindenstraße zu sehen. Viele kennen sie außerdem aus Dominik Grafs preisgekröntem Mehrteiler „Im Angesicht des Verbrechens“. Seit einigen Jahren spielt sie auch die weibliche Hauptrolle in der Zielfahnder-Reihe im Ersten – neben Hanno Koffler. Es geht um berührende Momente bei den Dreharbeiten in Uruguay, um richtig anstrengende Drehs auf offenem Meer (in kaltem Wasser) und um besondere Angewohnheiten. Außerdem erfahrt ihr, wie man sich theoretisch befreien kann, wenn die Hände mit Kabelbindern gefesselt sind. Podcasttipp: „15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen“

  • April 21 · 1 hr 16 min

    Lina Larissa Strahl: „Ich hatte teilweise beim Einsingen so richtig Panikattacken“

    Lina Larissa Strahl ist Singer-Songwriterin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. 2013 gewann sie den KiKA-Nachwuchswettbewerb „Dein Song“. Anschließend spielte sie die Hauptrolle in den vier Bibi-&-Tina-Filmen von Detlev Buck. Zu deren Soundtracks steuerte sie mehrere Songs bei und veröffentlichte 2016 ihr erstes Studioalbum. Auch ihre folgenden Alben erreichten die Top Ten, sie trat in ausverkauften Hallen auf. Dieser Erfolg in jungen Jahren hatte seinen Preis: Der Druck in diesem – wie sie es heute nennt – „Haifischbecken“ wurde irgendwann zu groß. Sie litt unter Panikattacken und einer Angststörung. In diesem Podcast erzählt sie sehr offen, was sie besonders belastet hat und wie mit ihr umgegangen wurde – bis sie schließlich krank wurde. Sie spricht auch über eigene Schwächen, etwa ihre Harmoniesucht, die ihr nicht immer geholfen hat. Ein erfrischendes und liebenswertes Gespräch mit einer, die sich wieder wohl in ihrer Haut fühlt. Podcasttipp: „Die Großen Fragen in 10 Minuten“

  • April 19 · 1 hr 10 min

    Sarah Lesch: „Ich hab den Dalai Lama getroffen und er hat mich am Piercing gezogen“

    Sarah Lesch ist eine unserer erfolgreichsten Liedermacherinnen. Viel Poesie, viel Haltung. Das Besondere: Sie ist ein Kind des Ostens und des Westens. Sie wurde in Sachsen geboren, hat aber lange in Baden-Württemberg gelebt. Ursprünglich war sie Erzieherin in Tübingen. Sie wurde mit 18 Mutter und nahm ihre ersten Songs damals in der Küche auf, ihr Debütalbum hieß deshalb auch „Lieder aus der schmutzigen Küche“. Sie schreibt sehr detaillierte, alltagspoetische Texte über Liebe, Zweifel und das Muttersein. In diesem Podcast sprechen wir über chaotische Tourerlebnisse, ihre Begegnung mit dem Dalai Lama, die dunklen Seiten des Künstlerlebens – und darüber, warum sie sich mit 40 besser fühlt als mit 30. Podcasttipp: „Der Tag. Ein Thema, viele Perspektiven“

  • April 16 · 1 hr 9 min

    Thorsten Havener: „Die Suche nach dem Glück geht mir auf die Nerven“

    Thorsten Havener ist Mentalexperte, Coach und „Gedankenleser“. Normalerweise manipuliert oder analysiert er Menschen in seiner Show oder findet Gegenstände, die jemand aus dem Publikum versteckt hat. In seinem neuen Buch geht es darum, wie unsere eigenen Gedanken unsere Realität formen. Denn ob wir uns wohlfühlen oder nicht, hängt viel weniger von den äußeren Umständen ab – und die Zeiten sind ja gerade relativ düster – sondern überwiegend von unserer inneren Haltung und dem Fokus, den wir setzen. Eines der wenigen Dinge, über die wir in unserem Leben wirklich Kontrolle haben. Was wir mit diesem Wissen anfangen können – darüber sprechen wir hier. Wir beginnen übrigens direkt mit einem kleinen Experiment, für das ihr nur Papier und Stift braucht. Podcasttipp: „Stadt Land Mensch - Die Deutschlandreportage“

  • April 14 · 1 hr 33 min

    Luigi Toscano: „Wenn die Polizei zu uns nach Hause kam, dann habe ich mich immer geschämt“

    Luigi Toscano ist ein international renommierter Fotograf aus Mannheim mit einer bewegenden Geschichte. Heute ist er international bekannt für seine eindringlichen Porträts – insbesondere für das Projekt „Gegen das Vergessen“, in dem er Holocaust-Überlebende fotografiert und ihre Geschichten sichtbar macht. Er weiß auch, wie wichtig es für das eigene Überleben ist, gesehen zu werden. Seine Eltern waren italienische Einwanderer, die – wie viele Gastarbeiter – in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Deutschland kamen. Er wuchs inmitten von Armut und Gewalt auf. Als ältestes von sieben Geschwistern war er seinem alkoholabhängigen Vater ausgeliefert. Diese familiären Erfahrungen haben ihn stark geprägt – ebenso das Gefühl, zwischen zwei Kulturen zu stehen und nirgendwo richtig dazuzugehören. Podcasttipp: „njette Mädchen“

  • April 9 · 1 hr 27 min

    Laura Larsson: „Alles, was schiefgeht, ist perfekt“

    Laura Larsson ist Moderatorin und Podcasterin. Ihr Podcast zusammen mit Simon Dömer heißt „Zum Scheitern verurteilt“. Sie hat über 400.000 Follower auf Instagram, rund 4,6 Millionen Likes auf TikTok und gewann im Jahr 2020 den Deutschen Comedypreis für ihren damaligen Podcast „Herrengedeck“. Warum ihr Weg nicht so geradlinig verlaufen ist, erzählt sie hier. Wir sprechen über Schulden, Morbus Crohn und den Sex-Appeal von Namen – und außerdem sprechen wir ganz schlecht Österreichisch … Podcasttipp: „1 plus 1– Freundschaft auf Zeit“ https://www.ardsounds.de/sendung/1-plus-1-freundschaft-auf-zeit/urn:ard:show:4d875e684d665751/

  • April 7 · 1 hr 33 min

    Miss Allie: „Ich war schon immer ein bisschen zu laut und zu wild“

    Liedermacherin Miss Allie hat von Beginn an nirgends so richtig reingepasst – und genau daraus hat sie irgendwann eine Tugend gemacht. Sie schreibt gerne lustige, poppige und zugleich gesellschaftskritische Lieder. Geschichten gibt es in ihrem Leben genug: So hat sie sich einmal in einen Typen verliebt und daraufhin eine ganze Tour organisiert - nur um ihn wiederzusehen. Sie erzählt, wie sie vor einer Horde betrunkener Australier gesungen hat und warum sie irgendwann einen Song auf Deutsch schrieb (sie wollte nicht, dass ihr damaliger australischer Freund ihn versteht). Es gibt viel zu lachen, aber auch nachdenkliche und traurige Momente in diesem wunderschönen Gespräch. Podcasttipp: „Die Millionendiebin“ https://1.ard.de/millionendiebin

  • April 2 · 1 hr 14 min

    Miriam Davoudvandi: „Wenn man einmal in Armut gelebt hat, dann will man nie wieder dorthin zurück“

    Miriam Davoudvandi ist Journalistin, Autorin und Podcasterin. Sie ist die Tochter einer Rumänin und eines Iraners, wurde in Bukarest geboren und ist in einer Kleinstadt in Süddeutschland aufgewachsen – in Bad Säckingen, in ärmlichen Verhältnissen. Auch heute, mit 33 Jahren, hat sie noch immer Existenzängste, obwohl sie längst erfolgreich ist. Sie erzählt, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein und wie tief sich Armutserfahrungen einbrennen und dass man sie nie ganz los wird. Wir sprechen auch darüber, wie es sein kann, dass identische Verhaltensweisen bei armen Menschen stigmatisiert werden, während sie bei Wohlhabenden als normal gelten. Podcasttipp: „Streifenfragen – was dir Polizisten sonst nicht erzählen“

  • March 31 · 1 hr

    Johannes Oerding: „Ich stand auf der Bühne und dachte nicht an den Song, sondern an die Einkaufsliste“

    Johannes Oerding, einer unserer erfolgreichsten Musiker, hat eine Auszeit hinter sich, in der er um die Welt gereist ist. Diese war dringend nötig, weil es ihm nicht gut ging. Das wurde ihm klar, als er während eines Auftritts zum Beispiel an die Einkaufsliste für den nächsten Tag dachte. Er gönnte sich ein Sabbatjahr, in dem er viele Erfahrungen sammelte – Inspirationen für das Album, das daraus entstand: Hotel. Hotels sind für ihn besondere Orte, sie sind regelmäßig sein Zuhause. Wir sprechen darüber, was er in Unterkünften erlebt hat. Und über das Gefühl, bevor er die Entscheidung traf, die Gitarre für eine Zeit lang beiseitezulegen – was ihm nicht lange gelungen ist. Podcasttipp: „Berlin Sounds Inside – Der Musiktalk mit Anja Caspary“

  • March 26 · 48 min

    Anna-Lena Forster: „Wenn es glatt ist und hart, dann muss ich mich überwinden, die Geschwindigkeit zuzulassen.“

    Anna-Lena Forster ist eine Ausnahme-Skifahrerin aus Stahringen am Bodensee, mittlerweile das neue „Golden Girl“ der deutschen Para-Athleten. Bei den Paralympics 2026 in Mailand/Cortina holte sie die einzigen beiden Goldmedaillen für Deutschland. Sie nutzt ihre Bekanntheit bewusst, um ein entspannteres Bild von Behinderung zu vermitteln. Anna-Lena ist mit nur einem – verkürzten – linken Bein auf die Welt gekommen; das rechte Bein fehlt vollständig. Zwischen Geburt und Goldmedaillen steckt ganz viel Leidenschaft. Hier erzählt sie, wie sie überhaupt zum Skifahren kam, wie großartig die Unterstützung aus ihrem Dorf ist (ja, ihr Onkel hat sogar eine Kuhglocke auf das Gelände der Paralympics geschmuggelt), mit welchem Druck sie aber auch umgehen muss und welche besondere Methode ihrer Mentaltrainerin bei ihr funktioniert hat. Podcasttipp: „63 Hektar - der Landwirtschafts-Podcast“

  • March 24 · 1 hr 28 min

    Joelle Westerfeld: „Borderline ist eine tödliche Krankheit. Wer lebt, hat einen krassen Überlebenswillen.“

    Joelle Westerfeld ist eine crossmediale Journalistin und Autorin, deren zentrales Thema das Leben mit Borderline ist. Schon als Kind trug sie eine tiefe Traurigkeit in sich. In der Jugend kamen Hoffnungslosigkeit, Selbsthass, ein geringer Selbstwert und selbstschädigendes Verhalten hinzu. Gleichzeitig erlebte sie aber auch überschäumende Freude und Begeisterung. Früh wurde ihr klar, dass sie ihre Gefühle intensiver wahrnimmt als andere. Schließlich erhielt sie die Diagnose einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Typ Borderline. Sie nahm Hilfe an – durch Klinikaufenthalte, Therapie und Medikamente. Von diesem schweren, aber wichtigen Weg erzählt sie hier. Podcasttipp: „Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast“