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Artwork for Sprache & Gender(n)

Sprache & Gender(n)

Dr. Jens Fleischhauer, Dr. Stefan Hartmann, Dr. Dominic Schmitz

Was haben Sprache und Gender miteinander zu tun? Worum geht es beim Gendern? In unserem Podcast greifen wir diese Fragen aus wissenschaftlicher Sicht auf. Der Podcast ist im Wintersemester 2025/2026 im Rahmen eines interdisziplinären Lehrprojekts an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden und wurde von der Bürgeruniversität der HHU unterstützt. https://spracheundgendern.phil.hhu.de/

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  • 10 episodes
  • fortnightly
  • Avg 40 min
  • German
  • #10
    Wednesday · 1 hr 9 min

    10. Sprachvereine

    In Deutschland ist geschlechtergerechte Sprache ein politisches Thema geworden, mit dem sich nicht nur politische Parteien, sondern auch sogenannte Sprachvereine auseinandersetzen. Das Ziel dieser Vereine besteht unter anderem in der Pflege und Förderung der deutschen Sprache. Einige Sprachvereine – beispielsweise der ‚Verein Deutsche Sprache‘– setzen sich gegen einen vermeintlichen Verfall des Deutschen ein. Eine Zeit lang betraf dies vor allem Anglizismen, inzwischen geht es vor allem um die angeblich negativen Auswirkungen der „Gendersprache“. Im Interview spricht Dr. Falco Pfalzgraf über die Geschichte und Hintergründe der wichtigsten Sprachvereine und erläutert, weshalb der Widerstand gegen das Gendern mit dem Kampf gegen Anglizismen einhergeht. Damit beleuchtet diese Episode einen wichtigen Akteur im öffentlichen Antigender-Diskurs.

  • #9
    August 13 · 30 min

    9. Mitgemeint = Mitgedacht? Wie Gendern mentale Repräsentationen beeinflusst

    In dieser Folge geht es um die Frage, wie gegenderte Sprachformen mentale Repräsentationen beeinflussen. Nach einer Einführung in verschiedene Formen des Genderns und deren Unterschiede in gesprochener und geschriebener Sprache werden zentrale Studien zur Wirkung gendersensibler Sprache vorgestellt. Im Fokus steht dabei insbesondere die Studie „Wirkung gendersensibler Ansprachen in Anmoderationen bei Erwachsenen und Heranwachsenden“, die untersucht, wie unterschiedliche Genderformen verarbeitet werden und welche Vorstellungen sie bei Erwachsenen und Heranwachsenden auslösen. Die Ergebnisse zeigen, dass gendersensible Sprache unterschiedliche Personengruppen stärker in die mentale Repräsentation einbezieht, ohne die Verständlichkeit wesentlich zu beeinträchtigen.

  • #8
    July 30 · 22 min

    8. Gendern und Textverständnis

    In dieser Folge spricht Dominic Schmitz mit Ann-Sophie Haan über den Forschungsstand zu Gendern und Textverständlichkeit sowie über ihre experimentelle Studie zur Verarbeitung des Gendersterns. Gemeinsam erklären sie, wie die Psycholinguistik Leseprozesse misst, warum subjektiv empfundene Schwierigkeit nicht mit tatsächlichen Verständnisproblemen gleichzusetzen ist und welche Rolle Gewöhnung, Einstellungen und individuelle Erfahrungen spielen. Die Ergebnisse zeigen: Gendergerechte Formen können punktuell kleine Verzögerungen hervorrufen, von einer grundlegenden Überforderung des Lesens kann jedoch keine Rede sein.

  • #7
    July 16 · 44 min

    7. Gute Gründe, um mit dem Gendern aufzuhören – oder auch nicht? (Teil 2)

    In dieser Episode setzen wir uns kritisch mit Argumenten aus Fabian Payrs Buch “Von Menschen und Mensch*innen. 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören” auseinander. Wir analysieren sieben zentrale Thesen aus linguistischer Perspektive und prüfen deren wissenschaftliche Grundlage. Ausgewählte Thesen: 1. Gendern ist unwissenschaftlich. 2. Gendern ist nicht Sprachwandel. 3. Konsequentes Gendern ist unmöglich. 4. Gendern widerspricht dem Prinzip der Sprachökonomie. 5. Gendern führt zu sprachästhetischen Defiziten. 6. Gendern ist dysfunktional. 7. Der Genderstern ist keine Lösung. Weitere Informationen findet ihr auf unserer Homepage. Dort könnt ihr auch sämtliche Literatur zur Folge nachlesen.

  • #6
    July 3 · 34 min

    6. Gute Gründe, um mit dem Gendern aufzuhören – oder auch nicht? (Teil 1)

    In dieser Episode setzen wir uns kritisch mit Argumenten aus Fabian Payrs Buch “Von Menschen und Mensch*innen. 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören” auseinander. Es geht um im weitesten Sinne gesellschaftspolitischen Argumente gegen das Gendern. Ist Gendern nutzlos oder sexistisch? Ist die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern längst geglückt, weshalb das Gendern die Gesellschaft unnötig spalte? Wie steht es um die demokratische Legitimation des Genderns, ist es gar autoritär? Diesen Fragen gehen wir wissenschaftlich nach!

  • #5
    June 11 · 57 min

    5. Historische Dimensionen

    Seit wann gibt es eigentlich das generische Maskulinum? Und seit wann werden in welchen Kontexten sogenannte movierte Formen wie “Lehrerin”, “Bäckerin” usw. verwendet? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Tanja Stevanović und Jakob Böhm, die in unserer heutigen Podcast-Folge zu Gast sind und im Gespräch mit Stefan Hartmann aus ihrer Arbeit berichten. Dabei geht es unter anderem um die Herausforderungen in der Arbeit mit historischen Daten und um die Frage, was uns diese Daten für aktuelle Debatten sagen können. Zum Weiterhören: Den Podcast “Sprachpfade” gibt es hier: https://sprachpfade.letscast.fm/ - mit mehreren Folgen zu Sprache und Gender, aber auch einer großen Bandbreite anderer Themen!

  • #4
    May 28 · 36 min

    4. Genus & Genusentwicklung

    In dieser Folge geht es um Genus und Genusentwicklung. Es geht darum, was Genus überhaupt ist und wie Genus sich in Deutsch und anderen Sprachen entwickelt hat. Zu Beginn der Folge geht es auch um die Zusammenhänge und Unterschiede von Genus, Geschlecht und Gender. Genus ist eine grammatikalische Kategorie, die sich von anderen Geschlechtsbegriffen differenziert. Sie hat eigentlich nichts mit menschlichen und körperlichen Geschlechtsbegriffen zu tun, sondern beschreibt Gruppen, in die Substantive eingeordnet sind. Im Deutschen gibt es drei Genera mit dem Maskulinum, Femininum und Neutrum. Die ursprünglichen Kategorien, auf denen unsere drei Genera basieren, hatten zuerst gar nichts mit Sexus zu tun. Genus und seine Zuordnung kann ganz verschieden passieren und die Zuordnung eines Nomens sagt nicht unbedingt viel über das eigentliche Wort aus. Die Entwicklung von Genus ist nicht nur historisch spannend, sondern kann auch für die Debatte heutzutage, zum Beispiel zu geschlechtersensibler Sprache, wichtig sein. Es ist also wichtig, die Begriffe Genus, Sexus und Gender nicht durcheinander zu werfen. Genus ist kein starres System, sondern unterscheidet sich zwischen Sprachen, aber auch in der Entwicklung einer Sprache können sich Genussysteme verändern.

  • #3
    May 14 · 42 min

    3. Sprachwandel und Definition von Geschlecht in der Sexualwissenschaft

    Wenn statt „Mütter“ „Gebärende“ und statt „Frauen“ „Menstruierende“ gesagt wird, ist der Aufschrei groß. Der Begriff „Frau“ wird mutmaßlich aus dem öffentlichen Raum gedrängt um Diskriminierung zu verhindern. Aber werden hier wirklich „Frauen“ beschrieben, oder medizinische Gegebenheiten, die häufig, aber eben nicht immer Frauen betreffen? Diese Folge beschäftigt sich mit den Fragen rund um Gender in der Medizin. Welche Vor- und Nachteile bietet es, von 'Frauen' oder von beispielsweise 'menstruierenden Personen' zu sprechen? Ein kurzer Einblick in die sozialen Medien zeigt auf, dass dieses Thema hitzig diskutiert wird. Doch wie sieht es in der Medizin selbst aus? Zu Gast haben wir außerdem den Medizinhistoriker Dr. Richard Kühl, der uns am Beispiel der medizinischen Begleitung von trans* Personen Einblicke in die Geschichte der Sexualwissenschaft gibt. Welche Geschlechtskategorien kennt die Sexualforschung? Lassen sich in der Fachgeschichte definitorische und sprachliche Wandlungsprozesse beobachten? Wo helfen heute Kategorien und wo sollte man auf individuelle Lebensrealitäten achten?

  • #2
    April 30 · 45 min

    2. Genderzwang & Genderverbot

    Kaum ein Thema spielt in der öffentlichen Diskussion rund umdas Gendern eine so große Rolle wie der (vermeintliche) Zwang zur Verwendung geschlechtergerechter Sprache. In dieser Episode setzen wir uns mit der Frage auseinander, ob es einen solchen Zwang gibt. Dazu führen wir ein Interview mit der Gleichstellungsbeauftragten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Frau Dr. Anja Vervoorts, die unter anderem über das (öffentlich-rechtliche) Landesgleichstellungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (LGG NRW) spricht. Der Rechtswissenschaftler Dr. Yannik Breuer von der Universität zu Köln bringt die juristische Perspektive zu Genderverboten ein. In welchem Rahmen kann der Gesetzgeber Vorgaben dazu machen, welche sprachliche Formen genutzt werden müssen? Wie lassen sich Verbote der Verwendung geschlechtergerechter Sprache begründen? Unter anderem geht er dabei auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und die Möglichkeit ein, dass Firmen ihren Mitarbeitenden die Verwendung geschlechtergerechter Sprache vorschreiben. Nicht zuletzt setzt er sich mit der Frage auseinander, ob die Verwendung geschlechtergerechter Sprache gegen das Grundgesetz verstößt. Links zu den Intervuewpartner*innen: Dr. Anja Vervoorts. Zentrale Gleichstellungsbeauftragte derHHU Düsseldorf https://www.hhu.de/die-hhu/organisation-und-gremien/selbstverwaltung-und-interessensvertretungen/beauftragte-und-koordinierungsstellen/zentrale-gleichstellungsbeauftragte-1/team-gleichstellungsbuero Dr. Yannik Breuer. Institut für Deutsches und EuropäischesWissenschaftsrecht, Universität zu Köln. https://coelln.uni-koeln.de/publikationen/dr-yannik-breuer Die vollständigen Literaturangaben finden Sie auf unserer Homepage: https://spracheundgendern.phil.hhu.de/

  • #1
    April 16 · 24 min

    1. Genus, Sexus, Gender

    In dieser ersten Episode stellen wir euch unseren Podcast vor. Warum machen wir diesen Podcast? Wer macht ihn? Und was wird euch in den weiteren Episoden erwarten? Außerdem erklären wir die Begriffe Gender, Sexus und Genus, damit ihr das nötige Rüstzeug für die weiteren Episoden habt.

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