
#20 Vergebung & Ehe: Die Seite umblättern, ohne das Buch zu verbrennen
„O Meine Diener, die ihr maßlos gegen euch selbst gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit.“ (Az-Zumar 39:53) Allah spricht hier nicht die an, die keine Fehler machen, sondern genau die, die gefallen sind. Wie können wir da so hart mit uns selbst und mit anderen sein? In dieser Folge sprechen Walid und Diana über Vergebung. Sich selbst gegenüber, gegenüber anderen und in der Ehe. Und sie sind sich nicht in allem einig: Wie viel Nachsicht mit sich selbst ist gesund, und ab wann wird sie zur Ausrede? Ihr gemeinsamer Nenner: Vergebung ist kein Gefühl, auf das man wartet. Sie ist eine Entscheidung. Und wer erst rein sein will, bevor er betet, hat nicht verstanden, dass das Gebet selbst reinigt. Dazu die Geschichte von Abu Bakr (ra), der Mistah nicht mehr unterstützen wollte, nachdem dieser die Verleumdung gegen Aisha (ra) verbreitet hatte, bis An-Nur 24:22 herabkam. Yusuf (a.s.), der seinen Brüdern aus einer Machtposition heraus vergab. Und Wahshi, dem der Prophet ﷺ den Tod von Hamza (ra) vergab und den er trotzdem bat, sein Gesicht von ihm fernzuhalten. Dann wird es ehrlich. Wo liegt in einer Ehe die Grenze? Wenn die Verletzungen des anderen als Munition benutzt werden. Wenn jemand nicht bereit ist, an sich zu arbeiten. Und bei Untreue. Zum Schluss: Wer den Eltern oder der eigenen Vergangenheit vergibt, sagt damit nicht, dass es in Ordnung war. Nur, dass es nicht mehr das eigene Leben bestimmt. In der nächsten Folge geht es um das, was davor passiert: die kleinen Schritte, vor denen Allah warnt, wenn Er sagt „Nähert euch nicht …“. 🤍 Folge uns auf Instagram: @mitabsicht.podcast & @diana.soulbrand 🌙 Möge Allah uns vergeben und uns zu Menschen machen, die vergeben.
