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Artwork for robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
EducationSelf-Improvement

robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Dietmar Gumprecht

Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern.
robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist.
Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit.
Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.

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  • 27 episodes
  • weekly
  • Avg 40 min
  • German
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  • Sunday · 43 min

    Dieses elende Sonntagsgefühl! – Einer Emotion auf der Spur.

    Sonntagsblues, Sunday Scaries, Sonntagsneurose — das Gefühl hat viele Namen und kaum jemand eine Erklärung. Man hat frei und fühlt sich schlecht. Es kommt nicht am Samstagabend, obwohl da schon die Hälfte weg ist. Es kommt am Sonntagnachmittag, und am Montag um neun ist es verschwunden. Diese Folge geht dem nach. Warum ein Freitagabend, an dem nichts passiert, besser ist als ein Sonntagvormittag mit zwölf freien Stunden. Warum am Sonntagnachmittag niemand mehr etwas Größeres anfängt. Und warum der Blues bei denen am tiefsten sitzt, denen der Montag am wenigsten Angst macht. Das Meditations-Abo Zu diesem Podcast gibt es ein zweites Format: ein Meditations-Abo über Spotify. Über dreißig geführte Meditationen sind zusammengekommen, jeden Mittwoch kommt eine dazu. Sie greifen auf, woran die Folge vom Sonntag gearbeitet hat. Sie beginnen wie eine Achtsamkeitsübung und werden dann zu dem, was die Stoiker Prosochê nannten: Aufmerksamkeit auf das, was gerade in einem vorgeht. Keine Klangschalen, keine Fantasiereisen, keine Sätze zum Nachsprechen. Diese Woche geht es um das Warten. Vier Euro neunundneunzig im Monat, jederzeit kündbar: Zum Meditations-Abo Mehr von stoic mind Website — Audio-Masterclass „Mehr bei dir" — Einzelcoaching Studien und Quellen Ryan, Bernstein & Brown (2010): Weekends, work, and well-being Maennig, Steenbeck & Wilhelm (2014): Rhythms and cycles in happiness Chandola, Ling & Rouxel (2025): Anxious Mondays and HPA-axis dysregulation Kurtz (2008): Looking to the future to appreciate the present Masicampo & Baumeister (2011): Consider it done! Tonietto & Malkoc (2016): Scheduling leisure Wittmann, Dinich, Merrow & Roenneberg (2006): Social jetlag Metaanalyse zum Wochentagseffekt (221 Stichproben) Martinez & Cortina (2024): Leisure time and parenting in Europe Dazu: Ferenczi, Sonntagsneurosen (1919). Abraham, Zur Charakterbildung auf der genitalen Entwicklungsstufe (1925). Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben. Seneca, De brevitate vitae, Kap. 9. Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, Buch 2. Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • September 13 · 37 min

    Sich entbehrlich machen. – Verantwortung, die nie schläft

    Du drehst das Telefon um, statt es auszuschalten. Ein kleiner Unterschied, und er sagt mehr, als dir lieb ist. Diese Folge handelt von einem Reflex, den fast alle für eine Tugend halten: immer erreichbar zu sein, immer einzuspringen, die Person zu sein, ohne die es nicht geht. Und von der unbequemen Frage, ob diese ständige Bereitschaft wirklich den anderen dient — oder zuerst uns selbst. Es geht um die feine Grenze zwischen echter Zuwendung und dem Bedürfnis, gebraucht zu werden. Um einen Test, der unbestechlich ist: nicht, ob du rangehst, sondern was in dir passiert, wenn du es einmal lässt. Und um eine Umwertung, die zweieinhalbtausend Jahre alt ist und trotzdem gegen alles läuft, wofür wir heute gelobt werden — die Einsicht, dass die höchste Form, für andere da zu sein, darin besteht, sich mit der Zeit überflüssig zu machen. Eine Folge über Erreichbarkeit, über die stille Last derer, an denen viele hängen, und über die Frage, ob du es ertragen könntest, entbehrlich zu sein. In dieser Folge: Warum ständige Erreichbarkeit als Stärke gilt und oft etwas anderes verbirgt. Was die Erleichterung bedeutet, wenn du nachsiehst und nichts ist. Die „offene Tür", die Menschen abhängig statt selbstständig macht. Was die Stoiker über den Wert wussten, den wir an das Gebrauchtwerden hängen. Und ein Satz aus dem alten China, der beschreibt, wie die beste Art zu wirken aussieht: so, dass am Ende niemand dich dafür braucht. Wenn dich das Thema Abgrenzung tiefer beschäftigt — das ständige Verfügbarsein, das Schwer-nein-sagen-Können, das Gefühl, für alle zuständig zu sein — dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung und innere Freiheit" der nächste Schritt. Kein Ratgeber, sondern eine Übung darin, wieder mehr bei dir selbst zu bleiben: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Wer regelmäßig zur Ruhe kommen möchte, findet jeden Mittwoch eine neue geführte Meditation im Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Und wenn du an diesen Fragen nicht allein, sondern in Begleitung arbeiten willst, findest du hier alles zum Einzel-Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Mehr zu StoicMind: https://www.stoicmind.at/ Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • September 6 · 36 min

    Wofür entschuldigst du dich? – Der Reflex, sich klein zu machen

    Manche Menschen sagen „Tschuldigung", bevor überhaupt etwas geschehen ist. Nicht für eine Tat, sondern für die bloße Anwesenheit — für Raum, für ein Bedürfnis, fürs Dasein. Diese Folge geht dem reflexhaften Entschuldigen nach: woher es kommt, was es mit uns macht, und warum ausgerechnet die Formel, die am demütigsten klingt, im Kern ein Griff nach Kontrolle sein kann. Der Weg führt über drei Sätze, die wir für austauschbar halten — „Ich entschuldige mich", „Ich bitte um Entschuldigung", „Ich bitte um Verzeihung" — und die grammatisch drei verschiedene Dinge tun. Über Sokrates, dessen berühmte Verteidigungsrede „Apologie" heißt und doch keine Entschuldigung ist. Über die stoische Dichotomie der Kontrolle und die Frage, was eigentlich uns gehört und was nicht. Und über eine Wende: dass derselbe Mensch, der sich für Nichtigkeiten entschuldigt, sich mit der einen Entschuldigung, die wirklich zählt, oft besonders schwertut. Am Ende steht kein Ratschlag, sondern eine Unterscheidung — und zwei Fragen, die jeder für sich nach Hause trägt. Empirische Hinweise zur Folge: Zur Schwelle, ab der etwas überhaupt als Vergehen wahrgenommen wird: Schumann, K. & Ross, M. (2010). Why Women Apologize More Than Men. Psychological Science, 21(11), 1649–1655. https://doi.org/10.1177/0956797610384150 Zur Unterscheidung zwischen „Ich habe schlecht gehandelt" und „Ich bin schlecht": Tangney, J. P., Stuewig, J. & Mashek, D. J. (2007). Moral Emotions and Moral Behavior. Annual Review of Psychology, 58, 345–372. https://doi.org/10.1146/annurev.psych.56.091103.070145 Mehr von stoic mind: Website: https://www.stoicmind.at/ Einzelcoaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • August 30 · 39 min

    Es ist nie genug — es sei denn, du weißt, wo

    Du wartest wochenlang auf etwas. Das neue Auto, die Zusage, die Reise. Und dann ist es da — und nach ein paar Tagen ist das Auto ein Auto, der Blick aus dem Hotelfenster nur noch Kulisse, vor der du deinen Kaffee trinkst. Das, was du wolltest, hast du bekommen. Und es ist still geworden. Worum es geht Diese Folge handelt von einem Mechanismus, den wir ständig erleben und fast nie betrachten: die Freude, die so schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist. Die Psychologie nennt es hedonische Adaptation — die Fähigkeit deines Nervensystems, sich an alles zu gewöhnen. Ein nützlicher Spar-Mechanismus, der nur leider nicht zwischen einem Kühlschrankbrummen und deinem neuen Auto unterscheidet. Seneca hat denselben Vorgang vor zweitausend Jahren beschrieben, ohne Hirnforschung, nur mit genauer Beobachtung. Seine Unterscheidung zwischen einer Begierde, die aus einem Mangel entspringt, und einer, die aus einem Laster kommt, führt tiefer als jede Glücksstudie. Denn unter der Gewöhnung liegt eine zweite Schicht: Wir suchen gar nicht das Ding. Wir suchen den Zustand des Wollens selbst. Die Jagd schmeckt besser als die Beute. Von dort geht es weiter zur Pleonexie, dem Mehr-haben-Wollen, das keinem Objekt gilt, sondern dem Prinzip Mehr. Zur Frage, ob wir dem Begehren überhaupt trauen können — und warum die Heftigkeit eines Verlangens nichts über den Wert seines Gegenstands aussagt. Zum stoischen Spalt zwischen Impuls und Zustimmung, zum bevorzugten Gleichgültigen, das dich das Leben genießen lässt, ohne dass das Genießen zur Bedingung deines Glücks wird. Und schließlich zu der Umkehr, mit der die Folge schließt: Es gibt einen einzigen Bereich, an dem die Adaptation außer Kraft tritt — die Art, wie du selbst handelst. Dort ist genug nicht etwas, das du erreichst. Dort ist genug etwas, das du sein kannst. Mehr von Dietmar Gumprecht stoicmind.at Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • August 23 · 47 min

    Alle haben ADHS! - Die Selbstetikettierungsfalle

    Alle haben ADHS. Hochsensibel, traumatisiert, neurodivers, ein unsicherer Bindungstyp, ein Narzisst in der Familie: Die Sprache der Diagnose ist zur Sprache der Selbstbeschreibung geworden. Diese Folge fragt, was passiert, wenn aus einem Wort, das etwas beschreibt, ein Wort wird, das man ist. Wann ein Etikett Halt gibt und wann es zum Käfig wird. Und was die Stoa dem entgegenzusetzen hat: eine Praxis ohne Identität, die vor jedem Begriff die Aufmerksamkeit setzt. Erleben vor Benennen. Es geht um die vier Bedürfnisse, die jedes Etikett bedient, um die Ökonomie einer Bewegung, die keine Produkte verkauft, sondern Identitäten, um Hybris und Standeserhebung, und um die Frage, wie man sich selbst kennt, ohne sich zu etikettieren. Mit einem ehrlichen Wort auch an die andere Seite: an alle, für die eine Diagnose kein Käfig war, sondern der erste Schritt ins Freie. Der Song zu Beginn Das Intro stammt aus einem Stück des Kabarettisten und Musikers Friedemann Weise. Mit freundlicher Genehmigung. Mehr von ihm auf Instagram. Quellen und Studien zur Folge Die in der Folge genannten Zahlen und Befunde stammen aus den folgenden Arbeiten. Wer nachlesen möchte, findet hier die Originale. Zur Zahl, dass ein Viertel der Erwachsenen bei sich ein unerkanntes ADHS vermutet, während tatsächlich nur ein Bruchteil diagnostiziert ist: eine landesweite Befragung von 1.006 Erwachsenen der Ohio State University (2024). wexnermedical.osu.edu Zur Beobachtung, dass sich fachlich saubere und fachlich irreführende Videos gleich gut verbreiten und dass häufiger Konsum solcher Inhalte mit einer verzerrten Wahrnehmung von ADHS einhergeht: eine Analyse der hundert meistgesehenen ADHS-Videos auf TikTok, zwei vorab registrierte Studien von Karasavva und Kollegen, PLOS ONE (2025). doi.org/10.1371/journal.pone.0319335 Zum Befund, dass Menschen, die sich selbst ein Etikett geben, sich als weniger fähig erleben, ihre eigenen Zustände zu beeinflussen, und zwar bei gleicher Symptomschwere: eine Untersuchung zur Selbstetikettierung mit Depression von Ahuvia und Kollegen, Journal of Affective Disorders (2024). Der Zusammenhang ist ein statistischer, kein bewiesen ursächlicher. doi.org/10.1016/j.jad.2024.01.229 Zum Gedanken, dass die Deutung einer Erfahrung diese Erfahrung selbst verändern kann, und dass mehr Wissen über psychische Not zugleich die Bereitschaft erhöht, Hilfe zu suchen: die Arbeit von Foulkes und Andrews zur sogenannten Prevalence-Inflation-Hypothese, New Ideas in Psychology (2023). doi.org/10.1016/j.newideapsych.2023.101010 Mehr zum Thema Wenn dich das Thema Hochsensibilität weiter beschäftigt, findest du dazu zwei frühere Folgen: Hochsensibilität ist keine Superkraft — wie ein Begriff dich kleiner macht und Du bist nicht zu sensibel. Du bist zu verfügbar. Weiterführende Angebote Website | Coaching & Beratung | Audio-Masterclass | Meditations-Abo Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Das Song-Intro stammt von Friedemann Weise und wird mit seiner Genehmigung verwendet.

  • August 16 · 29 min

    Wähle dein Bedauern — Entscheiden heißt Abschied

    Wer sagt „ich bereue nichts", meint es meist ehrlich — und sagt trotzdem etwas, das zu viel behauptet. Denn wer wirklich nie etwas bereut, hat entweder nie eine Wahl getroffen, die ihm teuer war, oder er hört den Teil von sich nicht mehr, der noch am Verlorenen hängt. Diese Folge nimmt das Entscheiden beim Wort. Das lateinische decidere heißt abschneiden, und genau das tut jede Wahl: Sie trennt eine Möglichkeit ab und lässt sie liegen. Wähle ich diese Stadt, sterben die anderen Städte. Wähle ich diesen Weg, bleiben die ungegangenen für immer ungegangen. Entscheiden ist eine Form von Abschied, und Abschied kostet. Im Zentrum steht eine Unterscheidung, die im Alltag ständig verschwimmt: Bedauern ist nicht dasselbe wie Reue. Reue sagt, ich hätte anders gekonnt und sollen. Bedauern weiß, dass die Wahl richtig war, und trauert trotzdem dem nach, was sie gekostet hat. Man kann beides zugleich haben. Man kann eine Entscheidung für richtig halten und den Verlust darin dennoch spüren. Daraus wird eine andere Art zu fragen. Nicht mehr: Wie wähle ich so, dass ich nichts bereue? Sondern: Welchen Verlust kann ich tragen? Das Bedauern gehört in die Entscheidung eingerechnet, bevor man wählt — und nach der Wahl gehört es nicht mehr gegen ein Leben aufgerechnet, das es nie gegeben hat. Wähle dein Bedauern. Nicht als Formel gegen den Schmerz, sondern als Einladung, ihn vorher zu kennen. Website | Coaching | Audio-Masterclass | Meditations-Abo Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • August 9 · 56 min

    Was alle über dich wissen – nur du nicht.

    Ein Video von sich selbst, ein Mensch, der nicht sieht, was Fremde sofort erkennen – und ein Befund, der sich seit Jahrzehnten wiederholt: Genaues Hinschauen hilft an dieser Stelle nichts. Diese Folge geht der unbequemen Frage nach, wo Selbsterkenntnis wirklich an ihre Grenzen stößt. Ausgangspunkt ist ein Satz, der auf Kaffeetassen und in Instagram-Kacheln steht: Niemand weiß besser als du, was gut für dich ist. Woher er stammt, was Carl Rogers tatsächlich gemeint hat und wie aus einer Haltungsregel für Therapeuten eine Behauptung über die Beschaffenheit von Menschen wurde – das ist der erste Teil dieser Folge. Der zweite Teil zeichnet eine Landkarte: Wo bist du dir selbst die zuverlässigste Quelle, und wo sind es die anderen? Zwei einfache Fragen entscheiden darüber. Und ein Satz zieht sich durch die gesamte Folge: Je wichtiger dir eine Eigenschaft ist, desto unzuverlässiger ist dein Blick darauf. Diese Folge nimmt auch den Gegeneinwand ernst – die Geschichte testimonialer Ungerechtigkeit, verzögerter Diagnosen, jahrelang nicht geglaubter Erfahrung. Und sie trifft eine Unterscheidung, an der, wenn sie stimmt, alles hängt: die zwischen Erfahrung und Deutung. Am Ende stehen zwei sehr alte Stimmen. Epiktet, der beobachtet, welche Fehler Menschen zugeben und welche nie. Und Galen von Pergamon mit einer Anleitung aus dem zweiten Jahrhundert: Such dir jemanden, der dir sagt, was du nicht siehst – und wenn er schweigt, glaube ihm nicht. stoicmind.at | Coaching | Audio-Masterclass | Meditations-Abo Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • August 2 · 40 min

    Du fühlst dich minderwertig? – Gut so!

    Es gibt eine Aufgabe, an der manche Menschen ein halbes Leben arbeiten: sich endlich genug wert zu fühlen. Sie lesen die Bücher, sie besuchen die Seminare, sie arbeiten mit Disziplin an ihrem Selbstwert. Und sie kommen nie an. Kaum ist ein Ziel erreicht, wird es leiser, und die alte Frage meldet sich wieder: Ja, aber bin ich wirklich? Diese Folge schlägt eine unbequeme Erklärung vor. Nicht, dass du die Aufgabe noch nicht gelöst hast. Sondern dass sie keine Lösung hat, weil in ihr selbst ein Denkfehler steckt. Das Gefühl, nicht zu genügen, ist kein Defekt, den man reparieren muss. Der Versuch, ihn zu reparieren, verschlimmert ihn oft erst. Ein Wiener Arzt hat das vor hundert Jahren beschrieben, lange bevor die Selbstwert-Industrie erfunden war. Alfred Adler trennte zwei Dinge, die in der Alltagssprache zu einem verschwimmen: das Minderwertigkeitsgefühl, das normal und sogar gesund ist, und den Komplex, der daraus entsteht, wenn man das Gefühl loswerden will. Die Folge geht dieser Unterscheidung nach, sie fragt, woran Menschen ihren Wert überhaupt hängen und warum die äußeren Quellen so verlässlich in die Unruhe führen, und sie zeigt, wo Adler sich mit der Stoa trifft und wo die beiden getrennte Wege gehen. Am Ende steht keine Aufforderung, sich mehr wertzuschätzen, sondern die Frage, ob man die Frage nach dem eigenen Wert nicht ganz weglegen kann. Wer seinen Wert an die Anerkennung anderer geknüpft hat, ist auf sie angewiesen und damit erpressbar. Genau an dieser Stelle, an der Ablösung von der äußeren Bewertung, setzt die Audio-Masterclass "Mehr bei dir" an. Wer daran arbeiten möchte, findet sie hier: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Mehr von Dietmar Gumprecht Website: https://www.stoicmind.at/ Coaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass "Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • July 26 · 39 min

    Schon wieder enttäuscht? – Warum dieses Gefühl nie lügt.

    Enttäuschung behandeln wir wie einen Fehler, den man möglichst schnell hinter sich bringt. Dabei ist sie eines der ehrlichsten Signale, die wir haben. Sie trifft uns nie dort, wo uns etwas gleichgültig ist, sondern immer dort, wo wir vorher etwas investiert haben – eine Hoffnung, ein Bild davon, wie es kommen würde. Diese Folge geht dem nach, was im Moment der Enttäuschung eigentlich endet. Warum wir nicht um die Sache selbst trauern, sondern um eine Zukunft, die nur in unserem Kopf existiert hat. Warum die Enttäuschung genau dort am härtesten zuschlägt, wo wir am stärksten sind – und was sie damit über unseren heimlichen Selbstwert verrät. Und warum der bequeme Ausweg, einfach nichts mehr zu erwarten, keine Gelassenheit ist, sondern eine Betäubung. Worum es geht Was im Wort „Ent-Täuschung" steckt. Die Unterscheidung zwischen dem, was in unserer Verfügung liegt, und dem, was nicht. Warum wir kränkbar sind, wo wir stark sind. Die Falle des Nichts-mehr-Erwartens. Und die soziale Seite: milder werden mit der Enttäuschung anderer und mit der Angst, selbst zu enttäuschen. Wer der Frage weiter nachgehen möchte, woran der eigene Selbstwert hängt und wie man ihn aus fremden Händen zurückholt, findet in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir" den ausführlichen Weg dorthin. Mehr von Dietmar Gumprecht Website: https://www.stoicmind.at/ Coaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • July 19 · 40 min

    Lust und Verzicht – Die Kunst des Genießens

    Vor dir steht etwas Schönes – ein Glas Wein, ein Abend, ein Ort, den du dir lange gewünscht hast. Und während du es genießt, ist dein Kopf schon woanders. Warum geht uns das Genießen so oft durch die Finger, obwohl wir alles dafür hätten? Diese Folge ist ein Nachdenken über das Genießen, kein Ratgeber mit fünf Schritten. Sie nimmt dich mit zu zwei Männern, die sich zu Lebzeiten aufs Bitterste verachteten und an einer einzigen Stelle trotzdem dasselbe rieten: Epikur, dem angeblichen Lustphilosophen, dessen Ruf einer der erfolgreichsten Rufmorde der Philosophiegeschichte ist, und Seneca, dem reichsten Römer seiner Zeit, der über Genügsamkeit schrieb und am eigenen Reichtum scheiterte. Es geht um die Abstumpfung, die wir für einen Defekt halten und die in Wahrheit ein Schutz ist. Um Senecas Kargheitsübung, die den Genuss schärft, indem sie ihn für ein paar Tage wegnimmt. Und um eine Übung in die andere Richtung, die weder Seneca noch Epikur in dieser Form kannten: die Luxusübung, das bewusste Genießen von etwas, das nie dein Standard werden kann. Mit der ehrlichen Frage, ob das wirklich gelingt oder ob es einen nur unzufriedener zurücklässt. Am Ende stehen drei Menschen im selben Hotelzimmer, und nur einer von ihnen ist frei. Den biologischen Mechanismus hinter dem Ganzen – warum die Vorfreude größer ist als die Erfüllung und was Dopamin damit zu tun hat – habe ich in einer früheren Folge ausführlich behandelt. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du sie hier: Dopamin und Seneca. Wer beim Genießen frei bleiben will, stößt früher oder später auf eine verwandte Frage: Wie viel von dem, was wir tun und ertragen und mit uns machen lassen, gehört eigentlich uns – und wie viel geben wir nur her, weil wir nicht Nein sagen können? Genau darum geht es in meiner Audio-Masterclass Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit. Sie vermittelt die stoischen Prinzipien direkt und ohne historischen Umweg, für alle, die bei sich bleiben wollen, ohne hart zu werden. Du findest sie hier: stoicmind.at/audiomasterclass. Jeden Mittwoch erscheint außerdem eine neue geführte Meditation im Meditations-Abo – ein wachsendes Repertoire aus thematischen und grundlegenden Übungen, monatlich kündbar. Wenn du das Innehalten, von dem diese Folge spricht, nicht nur denken, sondern üben willst, findest du das Abo hier: Meditations-Abo. Mehr über meine Arbeit, das Coaching und das Buch findest du auf stoicmind.at. Schreib mir gern, wenn dir zu dieser Folge etwas durch den Kopf geht. Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • July 12 · 40 min

    Und du bist schuld! – Scham, Reue, Verantwortung

    Schuld ist ein schweres Wort, und wir vermeiden es, wo wir können. Wir sagen lieber, wir hätten ein schlechtes Gewissen. Doch hinter diesem freundlichen Etikett steckt fast immer das stärkere Gefühl – und es meldet sich oft genau dann, wenn wir eigentlich nichts falsch gemacht haben. Nach einem Nein. Nach einer Entscheidung, die für jemand anderen schlecht ausging, obwohl sie vernünftig war. In dieser Folge sehen wir uns an, warum sich so viele Menschen schuldig fühlen, wo kein Gericht der Welt ein Urteil sprechen würde. Wir trennen drei Dinge, die im Gefühl ständig verschwimmen: etwas verursacht zu haben, schuld zu sein und für etwas verantwortlich zu sein. Und wir gehen der unbequemen Frage nach, warum etwas in uns die Schuld geradezu sucht – warum wir uns lieber zum Täter machen, als ein kleines Rad im Getriebe der Ursachen zu sein. Im Zentrum steht eine Unterscheidung, die alles verändert: der Unterschied zwischen Schuld und Scham. Zwischen dem Satz „Ich habe einen Fehler gemacht“ und dem Satz „Ich bin ein Fehler“. Das eine lässt sich bearbeiten, das andere legt uns lahm. Und genau an der Schwelle, an der das eine ins andere kippt, entscheidet sich, ob ein schlechtes Gewissen uns mit den anderen verbindet oder von ihnen trennt. Eine Folge über das nächtliche Kreisen, über die heimliche Größe, die in der Selbstanklage steckt, und über einen Rückweg, der nicht über mehr Strenge führt, sondern über die schlichte Frage: Würde ich mit einem Freund so reden, wie ich gerade mit mir selbst rede? Wer mit diesen Gedanken tiefer arbeiten und lernen möchte, eine Grenze zu ziehen, ohne sich dafür innerlich anzuklagen, findet das in meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir“: stoicmind.at/audiomasterclass Mehr zu meiner Arbeit, zu Coaching und Beratung: stoicmind.at und stoicmind.at/coaching-beratung Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • July 5 · 41 min

    Die Perfektions-Lüge. – Warum du nicht deine Leistung bist

    Du verschickst eine Mail, und in der zweiten Zeile fehlt ein Wort. Niemand würde stolpern. Und trotzdem kriecht eine Hitze den Nacken hoch, und ein Satz meldet sich, der gar nicht der Mail gilt, sondern dir: Wie konnte mir das passieren. Vierzig Dinge sind gelungen, eines nicht, und das eine gewinnt. Jedes Mal. In dieser Folge geht es um den Unterschied, den der Alltag ständig verwischt: zwischen hohen Ansprüchen und der Angst, die hinter ihnen sitzt. Wer hohe Standards hat und sie erreicht, lebt oft erstaunlich gut damit. Das Leiden beginnt woanders – dort, wo der eigene Wert an die Leistung gekoppelt ist und beim kleinsten Fehler einstürzt. Die Psychologie nennt das den bedingten Selbstwert. Du erfährst, woher diese Kopplung kommt, warum der gängige Ratschlag „sei einfach milder zu dir" ins Leere läuft, und was Tory Higgins' Modell der Diskrepanz mit dem Alarm zu tun hat, der dich beim verfehlten Detail überfällt. Und du erfährst, was die Stoa dem entgegensetzt – nicht als schneller Trost, sondern als Übung. Warum dein Wert nicht am Ergebnis hängen kann, das dir ohnehin nie ganz gehört. Warum die vier Kardinaltugenden zusammen ein Gegengewicht bilden. Und warum eine Philosophie, die ausgerechnet mit dem Schiffbruch eines Mannes begann, der alles verlor, das Scheitern nicht als Panne behandelt, sondern als den eigentlichen Weg. Wenn du an dem Thema dieser Folge weiterarbeiten möchtest – am Abstand zwischen dem, was du leistest, und dem, was du dir selbst zugestehst –, dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung & innere Freiheit" der nächste Schritt; alles dazu findest du unter https://www.stoicmind.at/audiomasterclass. Mehr über meine Arbeit, Texte und Angebote gibt es auf https://www.stoicmind.at/, und wenn du mit mir an deinen eigenen Themen arbeiten willst, findest du die Möglichkeiten zur Beratung und zum Coaching unter https://www.stoicmind.at/coaching-beratung. Wer den Podcast mag und tiefer einsteigen möchte, findet die wöchentlichen Meditationen im Meditations-Abo unter https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe. Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • June 28 · 34 min

    Von Narzissten umzingelt! – Wirklich?

    Ein einziges Wort, und plötzlich erklärt sich alles. Jahre der Verwirrung, des Zweifelns an der eigenen Wahrnehmung – und dann fällt der Begriff „Narzisst“, und alles fügt sich. Diese Erleichterung ist echt und verdient Respekt. Die Folge fragt, was sie sonst noch leistet, und warum das verführerische Wort fast immer mehr verdeckt als erklärt. „Narzisst“ ist kein Schimpfwort, sondern ein klinischer Begriff. Nach dem amerikanischen Diagnosehandbuch DSM-5 müssen für die narzisstische Persönlichkeitsstörung mindestens fünf von neun Merkmalen über Jahre und alle Lebensbereiche hinweg erfüllt sein – eine hohe Schwelle, die die wenigsten erreichen, denen das Etikett im Alltag verpasst wird. Zugleich zählt die Störung zu den am wenigsten erforschten: Ein systematischer Review fand eine durchschnittliche Häufigkeit von rund einem Prozent (Spanne null bis 6,2 Prozent) und keine einzige kontrollierte Studie, die eine Behandlung als wirksam nachwies. In der größten US-Erhebung lag die Lebenszeitprävalenz bei 6,2 Prozent, deutlich höher bei Männern. Noch grundlegender: Das in Europa maßgebliche System der Weltgesundheitsorganisation, die ICD-11, hat die narzisstische Persönlichkeitsstörung als eigenständige Kategorie abgeschafft und durch ein dimensionales Modell aus Schweregrad und fünf Merkmalsbereichen ersetzt. Während Millionen das Wort wie eine feststehende Diagnose verwenden, haben die zuständigen Stellen diese Schublade gerade geräumt. Die Folge geht der Unterscheidung zwischen grandiosem und verletzlichem Narzissmus nach – dem lauten Typ, den jeder vor Augen hat, und dem stillen, der dem Klischee widerspricht und gerade bei Frauen oft übersehen wird. Wer tiefer an der Frage arbeiten möchte, wie man sich abgrenzt, ohne sich zu verschließen, findet das im Zentrum meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Die Audio-Masterclass für stoische Abgrenzung & innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Mehr über meine Arbeit unter https://www.stoicmind.at/. Quellen und zum Weiterlesen Zur diagnostischen Schwelle des DSM-5 (fünf von neun Kriterien) und zu den Grenzen dieser Definition: Caligor, Levy & Yeomans, Narcissistic Personality Disorder: Diagnostic and Clinical Challenges, American Journal of Psychiatry 2015, https://psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2014.14060723. Zur Häufigkeit und zum Mangel an Behandlungsforschung (systematischer Review, Durchschnitt rund ein Prozent, Spanne null bis 6,2 Prozent): Dhawan et al., Prevalence and treatment of narcissistic personality disorder in the community: a systematic review, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK78977/. Zur größten epidemiologischen Erhebung (6,2 Prozent, Männerüberhang): Stinson et al., J Clin Psychiatry 2008, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18557663/. Zur Abschaffung der Kategorie in der ICD-11 und zum dimensionalen Modell der WHO: Bach et al., The ICD-11 classification of personality disorders: a European perspective on challenges and opportunities, https://link.springer.com/article/10.1186/s40479-022-00182-0. Zur Unterscheidung von grandiosem und verletzlichem Narzissmus und zur Schwierigkeit, beide diagnostisch zu erfassen: Day et al., Narcissistic personality disorder in the ICD-11: Severity and trait profiles of grandiosity and vulnerability, Journal of Clinical Psychology 2024, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38742471/. Zur Geschichte des Begriffs als wiederkehrende Kulturklage: Jean Twenge & Keith Campbell, The Narcissism Epidemic (2009), sowie Christopher Lasch, The Culture of Narcissism (1979). Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • June 21 · 37 min

    Dein bester Trick funktioniert nicht mehr. Wie Kindheitsmuster dich steuern.

    Jeder Mensch entwickelt als Kind Strategien, um mit seiner Umgebung zurechtzukommen. Erdulden, vermeiden, kompensieren — diese Antworten auf frühe Erfahrungen waren einmal die bestmögliche Lösung. Das Problem: Sie laufen weiter, auch wenn sich die Bedingungen längst verändert haben. Du bist erwachsen, aber dein inneres Betriebssystem arbeitet noch mit den Parametern eines Sechsjährigen. In dieser Folge geht es darum, wie Kindheitsmuster zu festen Überlebensstrategien werden, warum Einsicht allein sie nicht verändert und was es wirklich braucht, um alte Reaktionen abzulegen. Mit Epiktet, Marc Aurel und der stoischen Übungspraxis als Kompass. Wer spürt, dass die alten Strategien nicht mehr tragen, und konkrete Werkzeuge für den Alltag sucht, findet vertiefende Praxis in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Mehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Wöchentliche geführte Meditationen jeden Mittwoch im Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • June 14 · 38 min

    Echte Liebe kennt keine Eifersucht? Nachdenken über ein Gefühl

    „Echte Liebe kennt keine Eifersucht" — diesen Satz hört man heute oft, in Beziehungsratgebern, in kurzen Videos, in der Reife-Liebe-Rhetorik. Daneben hält sich das alte Lied hartnäckig: ein bisschen Eifersucht beweise eben, dass man wirklich liebt. Zwei Auskünfte über dasselbe Gefühl, die sich nicht vertragen — die eine tröstet, die andere warnt, und beide reden im Grunde nur über die Dosis. Diese Folge stellt eine andere Frage. Sie fragt nicht, wie viel Eifersucht erlaubt ist. Sie fragt, was unter ihr eigentlich geschieht. Welche Bewegung der kleine Stich am Frühstückstisch mit der durchwühlten Handytasche um drei Uhr morgens teilt. Und warum die schnelle Lösung — das gefühllose Drüberstehen, der Neunzig-Sekunden-Hack — möglicherweise gerade dort am gefährlichsten wird, wo sie am verlockendsten klingt. Mit Epiktet, mit Nestroy, mit einem ehrlichen Blick auf die Grenzen der eigenen Praxis. Die Folge erhebt nicht den Anspruch, das ganze Feld zu vermessen. Sie stellt ein paar Perspektiven neben das Gefühl, damit es sich länger betrachten lässt, bevor es wie üblich sofort einsortiert wird — als süß, als toxisch, als Beweis, als Warnsignal. Falls du gerade an dem anderen Punkt stehst — dort, wo aus Verdacht Gewissheit geworden ist —, findest du zwei eigene Folgen zum Thema Untreue: einmal aus der Sicht dessen, der betrogen wurde, einmal aus der Sicht dessen, der betrogen hat. Die Links dazu in den Shownotes. Untreue – Wenn jemand uns betrogen hat: https://spotifycreators-web.app.link/e/TiPi1kD4u3b Wenn du untreu warst – Die zweite Perspektive: https://spotifycreators-web.app.link/e/fnRnAmD4u3b Coaching & psychologische Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Wöchentliche Meditationen im Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Website: https://www.stoicmind.at/ Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • June 7 · 35 min

    Du bist nicht schuld an ihrer Laune. – Nähe ohne Selbstverlust.

    Du kommst nach Hause, die Stimmung am Tisch ist kühl, und noch bevor ein Wort gefallen ist, läuft in dir eine Inventur ab: Was habe ich falsch gemacht? Diese Frage kommt schneller als jede andere, und sie hat einen Namen. Hinter dem dauernden Gefallen-Wollen sitzt oft eine Schuld – das Gefühl, dafür geradestehen zu müssen, wie es einem anderen Menschen geht. Eine gedrückte Miene im Raum, und schon übernimmst du die Verantwortung für eine Stimmung, die dir gar nicht gehört. Diese Folge geht dieser Schuld auf den Grund. Woher sie kommt, warum sie so tief im Nervensystem sitzt, dass kein gutes Argument sie auflöst, und warum die Stoiker hier eine Unterscheidung anbieten, die vieles verändert: zwischen dem, was dir gehört, und dem, was nicht. Mit Epiktet als Wegmarke kommen wir zu einer unbequemen Wendung – dass die Schuld, die sich wie reine Demut anfühlt, eine versteckte Selbstüberhöhung ist. Wer glaubt, er sei schuld an der Laune eines anderen, schreibt sich eine Macht über fremdes Innenleben zu, die er nicht besitzt. Es geht dabei nicht um Rückzug und nicht um Kälte. Über die vier Kardinaltugenden als zusammenhängendes Gefüge schauen wir uns an, wie Fürsorge und Klarheit zusammenspielen, und wo der Unterschied liegt zwischen für jemanden da sein und für jemanden verantwortlich sein. Und wir gehen einer Frage nach, die mir in der Beratung immer wieder begegnet: ob man einen Menschen, der einen chronisch leerräumt, eigentlich meiden darf. Seneca hat darauf in seiner Schrift über die Gemütsruhe eine erstaunlich klare Antwort gegeben. Wer merkt, dass ihn dieses ständige Tragen fremder Lasten auszehrt, findet vertiefende Werkzeuge in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Mehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • May 31 · 47 min

    Mach das weg! Gib mir das! – Die stoische Disziplin des Begehrens

    Was sich gut anfühlt, gilt heute als richtig. Was sich schlecht anfühlt, gilt als reparaturbedürftig. Trauer rückt in die Nähe einer Diagnose, Anerkennungssucht in die Nähe einer Berufung, Konsumlust in die Nähe von Selbstfürsorge. Wir behandeln, was zu uns gehört, und feiern, was uns zerreibt. Die Stoiker hatten einen anderen Maßstab. Ein Affekt war für sie zu prüfen an dem Urteil, auf dem er ruht. Ob er sich gut oder schlecht anfühlt, war zweitrangig; entscheidend war, ob die Annahme dahinter wahr oder falsch ist. Diese Verschiebung der Achse, vom Gefühl zum Urteil, verschiebt fast alles, was wir uns über uns selbst zu sagen gewöhnt haben. Die Antwort der Stoa liegt in einer Übung, die sie die Disziplin des Begehrens genannt haben. Sie arbeitet mit einer einzigen Frage: Liegt das, wonach ich gerade verlange, in meiner Hand? Diese Frage öffnet einen Raum, den die andere – die nach dem Angenehmen und Unangenehmen – nicht öffnet. Es ist der Raum, in dem die Stoa beheimatet ist. Links: Website: https://www.stoicmind.at/ Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • May 24 · 35 min

    „Wie ungerecht!" – Wenn Empörung zur Gewohnheit wird

    Die Natur kennt keine Gerechtigkeit. Sie kennt Schwerkraft, Thermodynamik und Zerfall — aber kein Verdienst und keinen Anspruch. Gerechtigkeit ist eine menschliche Erfindung, fragil und unvollständig. Die Stoiker wussten das. Sie erhoben Gerechtigkeit trotzdem zur Kardinaltugend — gerade weil sie von alleine nirgendwohin tendiert. In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen echtem Gerechtigkeitssinn und Anspruchsdenken, das sich als moralische Sensibilität verkleidet. Warum der Gerechtigkeitsradar vor allem dann anspringt, wenn wir selbst betroffen sind. Was Seneca über den Zorn als Werkzeug der Gerechtigkeit schrieb. Warum öffentliche Empörung oft mehr mit Selbstpositionierung zu tun hat als mit Haltung. Und warum Gerechtigkeit im stoischen Sinn erst dort beginnt, wo sie etwas kostet. Die geführte Meditation zu dieser Folge erscheint wie jede Woche am Mittwoch im robust-glücklich-Meditations-Abo auf Spotify — diesmal eine Übung, die sich der inneren Buchführung widmet: den stillen Rechnungen, die wir führen, ohne es zu bemerken. Wer das Thema Abgrenzung und innere Freiheit vertiefen will: Die Audio-Masterclass „Mehr bei dir" arbeitet in sechs Modulen an der Fähigkeit, bei sich zu bleiben, ohne sich zu verschließen. Website: stoicmind.at Masterclass : „Mehr bei dir": Meditations-Abo: Spotify Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • May 17 · 40 min

    Warum dem Universum deine Bestellungen egal sind - Die Manifestations-Industrie

    Das Universum, 93 Milliarden Lichtjahre groß und 13,8 Milliarden Jahre alt, soll auf deine Bestellungen reagieren. So verspricht es eine Industrie, die seit fast hundert Jahren gut davon lebt — in den Dreißigern hieß es „denke nach und werde reich", in den Fünfzigern „die Macht des positiven Denkens", heute heißt es: manifestiere und sende die richtige Frequenz. Die Verpackung wechselt, der Kern bleibt identisch. Diese Folge fragt, was passiert, wenn die Bestellung nicht eintrifft. Warum der Confirmation Bias das Erleben von Manifestation produziert, auch wenn da niemand liefert. Wie eine bewusst dehnbare Definition ein System baut, das nie scheitern kann. Und wie aus dem Versprechen einer Ermächtigung ein Geschäftsmodell der Selbstverurteilung wird — gerade bei jenen, die in einer Krise nach Halt suchen. Erzählt wird auch die Geschichte einer Klientin, die zwei Jahre lang visualisiert hat, wie sich berufliche Erfüllung anfühlen soll — warm, leicht, frei — ohne je zu fragen, was sie konkret sein könnte. Eine fiktionalisierte Zusammenfassung dessen, was sich seit einigen Jahren in der Beratungspraxis häufiger zeigt. Dem stellt die Folge die stoische Position gegenüber. Du richtest das Universum nicht aus, du bist ein Teil davon. Mit Marc Aurels Blick von oben, Epiktets Dichotomie der Kontrolle und Senecas Brief an die trauernde Marcia entfaltet sich, was tatsächlich in deiner Hand liegt — Urteil, Handlung, Haltung — und warum das eine Entlastung ist, keine Resignation. Den Schlusspunkt setzt Carl Sagan mit jenem Foto, das die Voyager 1 im Jahr 1990 aus sechs Milliarden Kilometern Entfernung von der Erde gemacht hat. Ein blasser blauer Punkt im Sonnenstrahl. Und sein Satz: „In all dieser Weite gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hilfe von anderswo kommen wird." Wenn die nüchterne Frage „Was liegt in meiner Hand?" beruflich oder persönlich nicht von selbst Antworten produziert, beginnt dort die psychologische Beratung — online, im gesamten DACH-Raum: stoicmind.at/coaching-beratung Wer eine Praxis sucht, die den Kontakt zu dem schult, was tatsächlich ist — Erleben vor Benennen — findet das im wöchentlichen Meditations-Abo. Jeden Mittwoch eine neue Meditation, die sich über die Wochen zu einem wachsenden Repertoire summiert: creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe — Mehr zu stoic mind: stoicmind.at Coaching und Beratung: stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass „Mehr bei dir": stoicmind.at/audiomasterclass Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • May 10 · 40 min

    Glaub mir nicht. – Prüfen statt folgen.

    Die Kālāma-Sutta ist 2.500 Jahre alt und trotzdem eine der unbequemsten Gebrauchsanweisungen der antiken Literatur. Ein Lehrer, der sagt: Auch mir gegenüber bleibt skeptisch. Diese Folge nimmt Buddhas Antwort an erschöpfte Dorfbewohner als Ausgangspunkt und zeigt, warum dieselbe Haltung auch im Zentrum der Stoa steht – bei Epiktet, in der Prosoche als innerem Wachdienst, in Marc Aurels Zumutung, den Einbildungen ein Ende zu machen. Am Beispiel zweier Gedankenexperimente wird sichtbar, wie aus Werkzeugen stille Identitäten werden, wie Überzeugungen über die eigene Belastungsgrenze oder Beziehungsfähigkeit zu geschlossenen Kreisläufen werden, die sich selbst bestätigen. Die zentrale Verschiebung, die beide Traditionen teilen: Das Prüfkriterium für eine Überzeugung ist nicht ihre Wahrheit, sondern ihre Wirkung. Macht sie dich beweglicher, klarer, handlungsfähiger – oder enger? Dazu eine Typologie geschlossener Systeme: woran man sie im Alltag erkennt, warum sie intellektuell wasserdicht und gerade deshalb gefährlich sind, und was passiert, wenn Verstehen zum komfortablen Ersatz für Veränderung wird. Audio-Masterclass „Mehr bei dir – Stoische Abgrenzung und innere Freiheit"Die Folge endet mit einem Hinweis, den sie selbst unterläuft: Glaub's vorher nicht. Sechs Module, die dort ansetzen, wo das Prüfen konkret wird – dort, wo man sich nicht mehr automatisch verfügbar macht, sondern entscheidet, bevor man reagiert. Infos und Zugang: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-AboIm Abo entsteht mit der Zeit ein wachsendes Repertoire an geführten Meditationen und Autosuggestionen – manche vertiefen das Thema der jeweiligen Folge, andere üben grundlegende stoische Haltungen ein. Jeden Mittwoch erscheint eine neue. Zum Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe https://www.stoicmind.at Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

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