
42. Atmung und Sauerstoff – Warum die dicken Brummer so riesig wurden
Libellen mit Flügelspannweiten von über 70 Zentimetern, riesige Tausendfüßer und gewaltige Skorpione: Besonders Gliederfüßer besitzen ein einzigartiges Atmungssystem. Statt einer Lunge versorgt ein fein verzweigtes Tracheensystem ihren Körper direkt mit Sauerstoff. Lange galt deshalb der hohe Sauerstoffgehalt der Atmosphäre während des Karbons als einfache Erklärung für diesen Gigantismus. Doch aktuelle Forschungen zeichnen ein deutlich differenzierteres Bild. Die Größe dieser Tiere lässt sich nicht allein durch mehr Sauerstoff erklären, sondern ist das Ergebnis eines weitaus komplexeren Zusammenspiels verschiedener Faktoren. In dieser Folge ist diesmal Tierphysiologe Philipp Lehmann von der Universität Greifswald zu Gast. Gemeinsam schauen wir uns die Atmung verschiedener Tiergruppen an und gehen der Frage nach, welche Faktoren den Gigantismus urzeitlicher Gliederfüßer tatsächlich ermöglichten. Hier findet ihr das Paper zum Wachstum der Rieseninsekten: https://www.uni-greifswald.de/en/forschung/nachrichten-aus-der-forschung/details/n/atmospheric-oxygen-not-decisive-for-the-body-size-of-insects-nature-study-with-the-participation-of-the-university-of-greifswald-challenges-long-standing-assumption-271750/ Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/palaeotalk . . ©Bildcopyright: Science Photo Library


















