
Mit Jaroslav Rudiš auf den Friedhöfen in der Bergmannstraße Berlin-Kreuzberg
"Sie stehen mit ihrem weißen Sarg irgendwo in Brandenburg." So fängt der neue Roman des in Berlin lebenden tschechischen Schriftstellers Jaroslav Rudiš an. Ein Satz, der Nadine sofort neugierig gemacht hat. Drei Freunde, ein alter, weißer Saab, Trauer, Traumata, viel Musik und tote Dichter sind die Zutaten für einen Road-Trip durch Europa. Die Friedhofsgärtnerin Miss Detroit aus Berlin sitzt dabei am Steuer. Sie kann mit den Toten sprechen - aber nicht nur sie. Wieso Eisenbahn-Fan Jaroslav gerne auch mal in alte Autos umsteigt, wie er auf dem Friedhof auf seine Figur Miss Detroit gestoßen ist und warum Literatur und Humor für ihn immer zusammengehören, erzählt er Nadine dort, wo er seinen Roman "Wo die Toten sprechen" geschrieben hat: Zwischen Gräbern. Das Buch Jaroslav Rudis: "Wo die Toten sprechen", 236 Seiten, Luchterhand Die Bücher, über die Nadine und Jaroslav sonst noch sprechen: Jaroslav empfiehlt: Alice Horáčková: "Geteiltes Haus", aus dem Tschechischen von Sophie Marzolff, Diogenes, 880 Seiten. Nadine empfiehlt: Han Kang: "Der Goldene Faden", aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee, Claassen, 176 Seiten. Andere Bücher von Jaroslav: Jaroslav Rudiš: "Winterbergs letzte Reise", Luchterhand Verlag, 544 Seiten. Jaroslav Rudiš: "Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen", Piper Verlag, 256 Seiten, 16 Euro. Jaroslav Rudiš: "Gebrauchsanweisung für Bier", Piper Verlag, 256 Seiten, 16 Euro. Der Autor Jaroslav Rudiš schreibt Romane, Theaterstücke und Drehbücher, und spielt in der Kafka-Band zusammen mit Comiczeichner und Musiker Jaromir 99. Er wurde 1972 in Turnov, in der Tschechoslowakei geboren, und lebt heute in Jičín im Böhmischen Paradies und Berlin-Kreuzberg. "Winterbergs letzte Reise" (2019) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und der erste Roman, den er auf Deutsch geschrieben hat. Der Ort Die Friedhöfe in der Bergmannstraße


















