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Lernen Sie Deutschlands Top-Marketers kennen.

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  • 22 episodes
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  • #433
    Wednesday · 23 min

    Marketer Talk mit Kristina Flegel

    Das sind die Themen: Ohne Datenhistorie kein belastbares Modell Ein Media Mix Model braucht mindestens drei Jahre saubere Datenhistorie und ein anständiges Besucherniveau auf der Website, sonst fehlen die Datenpunkte für echte Korrelationen. Wer heute startet, sollte deshalb zuerst Trackingdaten, Absatzzahlen und First-Party-Daten konsolidieren, statt gleich mit der Modellierung zu beginnen. Datenqualität schlägt Datenmenge, und beides muss regelmäßig geprüft werden. Schnittstellen sind der eigentliche Flaschenhals Nicht das Modell selbst, sondern die Anbindung der Datenquellen kostet die meiste Zeit, besonders bei externen Zulieferern aus Media und Marktforschung. Deren Daten liegen oft nur alle zwei bis vier Wochen vor und werden teils noch manuell per SFTP übertragen. Wer mit MMM startet, sollte dafür feste Kapazität einplanen, statt das Thema nebenbei mitlaufen zu lassen. KI schlägt vor, Menschen müssen einordnen Das Modell liefert Empfehlungen auf Basis historischer Muster, erkennt aber keine Grenzen wie begrenztes Suchvolumen im Search-Kanal. Bei Congstar wird deshalb jede automatische Budgetempfehlung noch einmal mit menschlicher Einschätzung abgeglichen, bevor sie umgesetzt wird. Reine Automatisierung ohne Kontrolle führt hier schnell zu Fehlallokationen. Mut zum Test zahlt sich messbar aus Als Congstar der KI ein Zusatzbudget ganz ohne Vorgabe überließ, verteilte sie es überraschend stark auf Social im oberen Funnel und begründete das mit einem erwarteten Zuwachs bei Search. Der anschließende Praxistest bestätigte genau diesen Effekt in Echtzeit. Wer solche Hypothesen testet, gewinnt Beweise, die interne Diskussionen über Budgetverteilung beenden können. Brandwirkung wird endlich messbar Über ein eigenes Long-Term-Modell lassen sich auch klassische Kanäle wie TV, Radio und Print mit einem Wertbeitrag versehen, den man sonst kaum belegen kann. Das hilft besonders bei Diskussionen über ATL-Budgets, wenn die Frage im Raum steht, wie viel TV eigentlich noch nötig ist. So wird Markenwahrnehmung vom Bauchgefühl zur belastbaren Kennzahl.

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  • #431
    August 14 · 24 min

    Marketer Talk mit Jürgen Leitner

    Das sind die Themen: Vertrauen schlägt Effizienz bei Premiumprodukten Bei hochpreisigen Produkten entscheidet Glaubwürdigkeit über den Kauf. Wer für einen Premiumurlaub mehrere tausend Euro ausgibt und dann ein als KI-generiert gekennzeichnetes Zimmerfoto sieht, verliert schnell Vertrauen in die Marke. Deshalb lohnt es sich, KI bewusst nur zur Bildbearbeitung einzusetzen und auf vollständig künstlich erzeugte Inhalte zu verzichten, solange Kennzeichnungspflichten wie der EU AI Act greifen. Synthetische Zielgruppen als Entscheidungshilfe Synthetische Zielgruppen liefern belastbarere Entscheidungsgrundlagen als reines Bauchgefühl. Ein mit echten Personas trainiertes Sprachmodell lässt sich für einfache Fragen wie Wording oder Programmnamen ebenso einsetzen wie für größere strategische Entscheidungen. Wer aus Vermutungen valide Daten macht, beschleunigt Entscheidungsprozesse spürbar, ohne den direkten Kundenkontakt vollständig zu ersetzen. Partner frühzeitig einbinden statt konkurrieren lassen Traditionelle und digitale Vertriebskanäle schließen sich im B2B-Bereich nicht aus, wenn Partner frühzeitig eingebunden werden. Reisebüros erhalten Vermarktungsaktionen zeitgleich oder sogar vorab, während Preisparität zwischen Website und stationärem Vertrieb Konflikte vermeidet. Wer seine Partner konsequent vorab informiert, sichert sich deren Rückhalt, auch wenn der eigene digitale Kanal weiter wächst. Digitalisierung dort priorisieren, wo sie wirkt Nicht jeder Unternehmensbereich muss gleich schnell digitalisiert werden. Während Website und Kundenkommunikation stark auf KI-Unterstützung setzen, findet der Prozess mit Reisebüropartnern noch komplett analog über klassische Dateiablagen statt. Wer Digitalisierung priorisiert, sollte zuerst dort ansetzen, wo der größte Kundennutzen entsteht, statt alle Prozesse gleichzeitig umzustellen. Konzernvorgaben als Bremse für KI-Tempo Konzernvorgaben bremsen den KI-Einsatz oft stärker als technologische Grenzen. Freigegebene Tools variieren je nach Unternehmensstruktur, und strengere Konzernrichtlinien verhindern etwa Vibe Coding durch einzelne Mitarbeitende. Wer in größeren Unternehmensverbünden arbeitet, sollte deshalb frühzeitig klären, welche KI-Werkzeuge tatsächlich freigegeben sind, bevor Prozesse darauf aufgebaut werden.

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  • #430
    August 13 · 27 min

    Marketer Talk mit Andreas Unger

    Das sind die Themen: Erinnerung statt Produkt verkaufen Ein Produkt wird erst dann zum echten Marketinginstrument, wenn es über seinen funktionalen Nutzen hinausgeht. Fotos aus mobilen Fotoboxen landen fast immer am Kühlschrank und sorgen jahrelang für positive Markenassoziationen bei jedem Öffnen. Wer Erlebnisse statt Produkte verkauft, schafft Erinnerungswerte, die klassische Werbemittel wie Kugelschreiber oder Kaffeetassen kaum erreichen. Zielgruppen unterschiedlich abholen Nicht jedes Produkt braucht dieselbe Marketinglogik. Bei Hochzeiten ist die Kaufabsicht klar, weshalb dort direkte Keywords funktionieren. Bei Geburtstagen oder Firmenfeiern fehlt dagegen oft die erste Idee, sodass Zielgruppen erst für das Thema sensibilisiert werden müssen. Wer diesen Unterschied erkennt, spart Budget an der falschen Stelle und investiert es dort, wo Aufklärung tatsächlich wirkt. Lange Kaufzyklen richtig tracken Lange Entscheidungszyklen erfordern eigene Trackingstrategien. Zwischen erster Inspiration und tatsächlichem Kauf vergeht bei manchen Events bis zu einem Jahr, was klassisches Performance-Tracking an seine Grenzen bringt. Wer in solchen Fällen auf Awareness-Kampagnen statt auf sofortige Conversion setzt und Server-Side-Tracking ausbaut, erreicht Kunden trotzdem zum richtigen Zeitpunkt. Internationalisierung braucht Feingefühl Internationalisierung bedeutet mehr als Übersetzung. Der französische Kunde tickt anders als der deutsche, bis hin zur Anrede: Während in Deutschland konsequent geduzt wird, gilt auf der französischen Website die Sie-Form. Wer expandiert, sollte solche kulturellen Unterschiede früh in ein lokales CI-Konzept übersetzen, statt eine einheitliche Markensprache über alle Märkte zu stülpen. KI reicht weiter als Content KI verändert längst mehr als nur die Texterstellung. Von der Analyse großer Datenmengen über die internationale Kundenansprache bis zur Produktentwicklung, etwa bei der Audiooptimierung eines Gästebuch-Geräts, lohnt sich der Blick über das Marketing hinaus. Wer Qualität konsequent über Tempo stellt, verzichtet dabei auch bewusst auf Anwendungen wie Chatbots, solange die Ergebnisse nicht überzeugen.

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  • #429
    August 12 · 23 min

    Marketer Talk mit Kai Hudetz

    Das sind die Themen: Der unterschätzte Riese des Handels Der Großhandel wird in der öffentlichen Wahrnehmung systematisch unterschätzt, obwohl er mit 1,4 Billionen Euro Jahresumsatz fast doppelt so groß ist wie der Einzelhandel. Rund 70.000 Unternehmen bewegen sich dabei in völlig unterschiedlichen Geschäftsmodellen, vom Pressegroßhandel bis zum Stahlhandel. Wer B2B-Zielgruppen erreichen will, sollte diese Heterogenität ernst nehmen, statt mit einer einheitlichen Ansprache zu arbeiten. Mehrwert statt reine Prozesskosten Reine Prozesskostenoptimierung reicht als Existenzgrundlage für Zwischenhändler längst nicht mehr aus. Entscheidend ist heute die Markterschließung: Wer als regionaler Anbieter direkten Zugang zur Zielgruppe hat, bleibt relevant, selbst wenn Hersteller zunehmend eigene Vertriebswege aufbauen. Wer diesen Zugang nicht klar kommuniziert, verliert schnell an Bedeutung gegenüber Herstellern, die selbst direkt an Endkunden verkaufen. Serviceportal schlägt Onlineshop Ein Onlineshop allein löst im B2B-Bereich kaum ein Problem, weil die reine Transaktion längst zur Commodity geworden ist. Entscheidend sind stattdessen Serviceportale, die Kunden von der Kaufvorbereitung bis zum After-Sales-Support begleiten. Wer Rechnungen, Bestellstatus und Lieferinformationen rund um die Uhr zugänglich macht, entlastet nicht nur den Kundenservice, sondern schafft echten Mehrwert für anspruchsvollere Kunden. Kleine Probleme zeigen großen Bedarf Kleine, alltägliche Probleme verraten oft mehr über den digitalen Bedarf als große Digitalisierungsstrategien. Ein Callcenter, das monatlich Hunderte Anrufe zur Frage „Wo ist meine Rechnung?" erhält, zeigt genau, wo ein Serviceportal ansetzen sollte. Wer solche wiederkehrenden Anfragen systematisch auswertet, findet die naheliegendsten und wirkungsvollsten Digitalisierungsprojekte für den eigenen Kundenservice. Neue Technologien mit echtem Mehrwert Neue Technologien wie Bilderkennung per Smartphone oder smarte Brillen eröffnen im B2B-Bereich einen größeren Mehrwert als im Endkundengeschäft, weil die zugrundeliegenden Probleme komplexer sind. Wer auf der Baustelle die Hände frei braucht, profitiert von Lösungen, die Produkte automatisch erkennen und passendes Material vorschlagen. Solche Anwendungen lohnen sich besonders dort, wo Zeitdruck und komplexe Entscheidungen zusammentreffen.

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  • #403
    August 11 · 26 min

    Marketer Talk mit Martina Hess

    Das sind die Themen: Zielgruppen kennen statt Streuverlust riskieren Werbung, die Elektroplaner nicht erreicht, verpufft wirkungslos. Bei RP-Technik entscheidet nicht die breite Masse über Aufträge, sondern eine klar umrissene Zielgruppe: Elektroplaner, Elektriker und der Elektrogroßhandel als Logistikpartner. Wer in diesem Marktumfeld erfolgreich sein will, sollte seine Ausschreibungstexte so aufbereiten, dass Planer sie direkt übernehmen können, statt allgemeine Werbebotschaften zu streuen. Persönlicher Kontakt bleibt entscheidend Digitale Reichweite ersetzt den persönlichen Kontakt in vielen B2B-Bereichen nicht vollständig. Zielgruppen wie Elektroplaner wollen Menschen kennenlernen, Vertrauen aufbauen und Produkte anfassen, bevor sie sich entscheiden. Deshalb lohnt sich ein Mix aus Regionalmessen, kleinen Hotelveranstaltungen und modularen Messeständen, die sich an Reisebereitschaft und Größe der jeweiligen Zielgruppe anpassen lassen. Kanäle nach Kaufverhalten wählen Nicht jede Zielgruppe braucht denselben Kanal. Während Elektriker weiterhin über ein gedrucktes Kundenmagazin erreicht werden, weil sie selten direkt kaufen, aber im Bedarfsfall an den Anbieter denken sollen, läuft die Kommunikation mit Planern und Großhandel digital. Wer seine Kanäle nach tatsächlichem Kaufverhalten statt nach Trends auswählt, spart Budget und erreicht trotzdem die relevanten Entscheider. KI-Projekte von unten wachsen lassen KI-Projekte gelingen eher, wenn sie von unten wachsen statt von oben verordnet zu werden. Eine kleine, abteilungsübergreifende Gruppe testet bei RP-Technik eigenständig Anwendungen wie einen Produktkonfigurator oder digitalisierte Prozesse und rollt nur aus, was sich im Alltag bewährt. Wer Mitarbeitenden Freiräume und Zeit für Experimente gibt, bekommt am Ende praxistaugliche statt theoretische Lösungen. Social Media beobachten statt vorschreiben Auf Social Media zahlt sich Beobachten oft mehr aus als Vorgaben. Auszubildende bespielen eigenständig Instagram für das Employer Branding, während im Vertrieb einzelne Kolleginnen und Kollegen im Ausland auf LinkedIn aktiv posten und dabei von zentral bereitgestellten Inhalten unterstützt werden. Entsteht daraus organisch Engagement, lohnt es sich, dieses gezielt zu fördern, statt starre Redaktionspläne durchzusetzen.

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  • #428
    August 10 · 34 min

    Marketer Talk mit Thilo Pfrang

    Das sind die Themen: Verhalten schlägt Herkunft Nicht die Herkunft eines Besuchers entscheidet über den Kauferfolg, sondern sein Verhalten in der Session. Behamics verzichtet bewusst auf Referrer-Daten oder IP-Tracking und wertet stattdessen Klicks, Verweildauer und Seitenfolge aus. Für Marketing-Manager heißt das: Datenschutzkonforme Personalisierung ist möglich, ohne auf Wirkung oder Präzision bei der Ansprache zu verzichten. Personas sind zu starr Klassische Personas gelten als überholt, weil sich Nutzer innerhalb einer einzigen Session mehrfach anders verhalten können. Ein selbstlernendes System erkennt diese Wechsel live und passt Interventionen entsprechend an, statt Besucher dauerhaft einer Schublade zuzuordnen. Wer noch mit starren Zielgruppen-Profilen arbeitet, verschenkt Potenzial bei der individuellen Ansprache. Nudges wirken individuell Welcher Nudge wirkt, hängt vom einzelnen Kunden ab: Der eine reagiert auf Kundenbewertungen, der andere auf Beliebtheit oder Wunschlisten-Zahlen. Das System testet verschiedene Varianten parallel und lernt, welche Botschaft in welcher Situation tatsächlich zur Kaufentscheidung führt. Eine einheitliche Ansprache für alle Besucher greift damit spürbar zu kurz. B2B und B2C unterscheiden sich B2B-Einkäufer verhalten sich messbar zielgerichteter als private Kunden: Sie recherchieren gründlicher, nutzen präzise Suchbegriffe und zeigen ihr Budget häufig indirekt durch die betrachteten Produkte. Private Käufer dagegen lassen sich eher von Deals und Inspiration leiten. Wer beide Gruppen gleich anspricht, übersieht diese Unterschiede und verschenkt Konversionspotenzial. Daten speisen das gesamte Marketing Verhaltensdaten lassen sich über Schnittstellen zu Meta, Klaviyo oder Salesforce direkt für Paid Marketing und CRM nutzen, etwa um Hot Leads mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit gezielt zu identifizieren und anzusprechen. Damit wird Nudging zur Datenquelle für die gesamte Marketing-Organisation, nicht nur zum Werkzeug für den einzelnen Onlineshop.

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  • #427
    August 7 · 22 min

    Marketer Talk mit Christian Haltermann

    Das sind die Themen: Mehrwert entsteht heute jenseits des Preises Reine Preisverhandlungen verlieren an Bedeutung, wenn es um den Mehrwert einer Einkaufsgemeinschaft geht. Wichtiger sind mittlerweile Bonusvereinbarungen sowie ein umfassendes Leistungspaket rund um Marketing, Produktdatenmanagement und E-Commerce. Genau dieses Rundum-Angebot entscheidet zunehmend darüber, warum sich mittelständische Händler einer solchen Gemeinschaft anschließen. Skalierung entlastet den Mittelstand spürbar Für einzelne mittelständische Händler wäre es kaum leistbar, mit hunderten Lieferanten eigenständig Konditionen zu verhandeln und gleichzeitig ein eigenes Team für Digital Commerce aufzubauen. Eine Verbundgruppe übernimmt genau diese Aufgaben zentral und stellt sie allen Mitgliedern zur Verfügung. So entsteht Skalierung, die dem einzelnen Betrieb sonst schlicht verwehrt bliebe. Vibecoding als Werkzeug, nicht als Selbstzweck Der Zugang zu generativer KI und Vibecoding ist inzwischen für jedes Unternehmen offen, entscheidend bleibt aber, wie klug er genutzt wird. Ein Mitglied hat sich mit Vibecoding einen eigenen Preiskonfigurator für seine Webseite gebaut und andere damit sichtbar inspiriert. Der eigentliche Nutzen entsteht jedoch erst, wenn daraus konkrete Anwendungsfälle für den ganzen Betrieb werden. KI-Kompetenz gemeinsam statt einsam aufbauen Statt KI-Wissen jedem Mitgliedsunternehmen einzeln aufzubürden, lohnt sich ein gemeinsames Kompetenznetzwerk mit regelmäßigem Erfahrungsaustausch. In einer solchen Gruppe lernen fortgeschrittene und weniger erfahrene Betriebe direkt voneinander und werden konkret bei der Umsetzung eigener Anwendungsfälle unterstützt. So verwandelt sich Theorie schneller in echte Praxis. Gemeinsam der größte Filialist der Branche Selbst technisch versierte Händler profitieren davon, sich nicht allein durch die Digitalisierung zu kämpfen. Der Gedanke dahinter lässt sich einfach zusammenfassen: Einzeln ist jeder Betrieb selbstständig, aber gemeinsam entsteht die Marktmacht eines der größten Filialisten der Branche. Genau diese Gemeinschaft wird gerade im Zeitalter der KI zum entscheidenden Vorteil.

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  • #423
    August 6 · 10 min

    Marketer Talk mit Alexandra Frei

    Das sind die Themen: Mut zum untypischen Firmenevent zahlt sich aus Ein Firmenjubiläum lässt sich auch abseits gewohnter Eventformate feiern. Ein Unternehmen, das die Marke von 1 Milliarde Euro Umsatz geknackt hat, lud 1500 Mitarbeitende zu einer Feier ein, deren Konzept bewusst nicht dem klassischen Firmenevent entsprach. Der Mut zu einem ungewöhnlichen Format wurde von den Mitarbeitenden honoriert und zahlt sich intern wie extern aus. B2B und B2C funktionieren aus einer Hand besser Statt B2B- und B2C-Marketing organisatorisch zu trennen, arbeitet ein Team gemeinsam an beiden Zielgruppen. Diese Struktur sorgt dafür, dass Botschaften und Kampagnen konsistent bleiben, unabhängig davon, ob Endkunden oder Großhändler angesprochen werden. Die enge Abstimmung mit dem Vertrieb sorgt zusätzlich dafür, dass Marketingmaßnahmen direkt am Bedarf der Kunden ausgerichtet sind. Persönliche Nähe bleibt im B2B unersetzlich Trotz aller Digitalisierung bleibt der persönliche Kontakt im B2B-Geschäft ein entscheidender Erfolgsfaktor. Techniker besuchen Kunden vor Ort für Vorführungen, während Marketingspezialisten zusätzlich bei der Online-Werbung beraten. Diese Kombination aus technischem und marketingseitigem Support schafft Vertrauen, das rein digitale Kanäle allein nicht aufbauen können. Regionale Kleinformate statt großer Roadshows Statt auf wenige große, überregionale Veranstaltungen zu setzen, wird bewusst auf kleinere, regionale Formate in Städten und Ballungszentren gesetzt. Dieser Ansatz ermöglicht es, mehr Kunden in ihrer eigenen Region persönlich zu erreichen, ohne dass diese weite Anreisen auf sich nehmen müssen. So bleibt der direkte Draht zum Kunden auch abseits der großen Bühnen erhalten. KI im Marketing: vorsichtig statt vorschnell Beim Einsatz von KI-Werkzeugen zählt Sorgfalt vor Geschwindigkeit. Frei verfügbare Tools wie ChatGPT sind aus Datenschutzgründen untersagt, stattdessen kommen geprüfte Lösungen wie Microsoft Copilot zum Einsatz. Mit einer zusätzlichen Software-Schicht sollen künftig mehrere Sprachmodelle sicher angebunden und erste Agenten etwa für die Terminplanung aufgebaut werden.

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  • #426
    August 5 · 19 min

    Marketer Talk mit Matthias Wlaka

    Das sind die Themen: Warum KI-Euphorie oft mehr schadet als nützt Der aktuelle KI-Hype erzeugt in vielen Unternehmen mehr Unsicherheit als Fortschritt. Wer jeder Nachricht über neue Tools hinterherspringt, verliert schnell den Überblick, was wirklich einen Geschäftswert schafft. Entscheidend ist, zwischen echtem Nutzen und reinem FOMO-Effekt zu unterscheiden. Das gilt besonders in größeren Organisationen, in denen auch Gremien wie Betriebsräte Sicherheit brauchen. Klare Kriterien statt blindem Aufspringen Statt pauschal in KI zu investieren, lohnt sich ein klares Kriterium: Jedes Projekt sollte innerhalb von 12 bis 18 Monaten einen erkennbaren Return liefern. Generische Schulungen für alle Mitarbeitenden bringen dabei wenig, weil sie schnell verpuffen. Sinnvoller ist es, gezielt die Beschäftigten mit den passenden Aufgaben und Skills auszustatten und dabei klare Regeln für den Umgang mit sensiblen Daten zu vermitteln. Echte Produktfotos als Basis für KI-Bilder Bei der Content-Produktion zahlt sich ein pragmatischer Ansatz aus: Produktfotos vom echten Artikel werden per KI freigestellt und auf virtuelle Modelle übertragen, statt das Produkt selbst künstlich zu generieren. So bleibt der Eindruck auf dem Bildschirm nah an der Realität, was Retouren spürbar reduziert. Für emotionale Kampagnen wie TV-Spots kommen weiterhin echte Models zum Einsatz. Zielgruppengerechte KI-Modelle sind Schwerstarbeit Künstliche Modelle für eine Zielgruppe jenseits der 40 zu erstellen, ist deutlich komplexer als gedacht. Die verfügbaren Trainingsdaten stammen meist von jüngeren Models, wodurch KI-generierte Bilder schnell zu glatt oder unrealistisch alt wirken. Nur durch präzises Prompting und gezieltes Training lassen sich Aussehen, Posen und Ausstrahlung so gestalten, dass sie zur eigenen Zielgruppe und Markenidentität passen. Messen wirken erst durch persönliche Gespräche Der größte Mehrwert von Branchenmessen entsteht abseits der großen Bühnen. Kleinere Formate wie Speaker-Dinner oder Roundtables bieten Raum für echten fachlichen Austausch mit Menschen, die vor denselben Herausforderungen stehen. Genau aus solchen Gesprächen lassen sich konkrete Impulse direkt in die Umsetzung bringen, etwa der Einstieg in neue Vertriebsplattformen.

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  • #425
    August 4 · 22 min

    Marketer Talk mit Vanessa Hafner und Frank Haas

    Das sind die Themen: Warum saubere Positionierung die KI überzeugt Marken gewinnen heute nicht mehr über Werbeslogans, sondern über das, was die KI über sie weiß. Wer bei ChatGPT und Co. empfohlen werden will, braucht eine klare, unverwechselbare Positionierung statt austauschbarer Superlative wie „weltweit führend". Sprachmodelle honorieren eindeutige Aussagen und bestrafen Beliebigkeit. Konsistente Botschaften über alle Kanäle hinweg werden damit zur Grundvoraussetzung für Sichtbarkeit. Reputation entscheidet auch bei der KI-Empfehlung Online-Bewertungen wirken längst nicht mehr nur auf potenzielle Kunden, sondern auch auf KI-Systeme selbst. Ein schlechtes Google-Rating an einem Standort kann dazu führen, dass eine KI das Unternehmen bei einer Empfehlung schlicht übergeht. Reputation Management wird damit vom Nice-to-have zur Grundlage jeder GEO-Strategie. Wer bei der KI vorkommen will, muss auch offline überzeugen. Eine 500 Jahre alte Geschichte als Zugpferd Eine starke Unternehmensgeschichte lässt sich strategisch einsetzen: Das Beispiel eines seit 1487 bestehenden Logistikunternehmens zeigt, wie ein historisches Alleinstellungsmerkmal Neugier weckt und in neuen Märkten für Wiedererkennung sorgt. Entscheidend ist dabei, die Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern konsequent mit einer Zukunftsvision zu verbinden. Nur so bleibt eine Marke auch für jüngere Zielgruppen relevant. Mitarbeitende als glaubwürdigste Markenbotschafter Mitarbeitende sind die glaubwürdigsten Markenbotschafter, wenn man sie richtig dafür ausstattet. Interne Schulungen zum LinkedIn-Auftritt helfen dabei, aus Kolleginnen und Kollegen echte Corporate Influencer zu machen. Ergänzt wird das durch ein internationales Netzwerk lokaler Marketingansprechpartner, das Geschichten aus einzelnen Ländern auf einem zentralen Unternehmenskanal bündelt statt auf einzelne Landesseiten zu verteilen. KI als Werkzeug, Menschen als Markenkern KI ersetzt im Marketing nicht die Idee, sondern beschleunigt ihre Umsetzung. Eingesetzt wird sie vor allem für Übersetzungen, Brainstorming und um aus einem Thema mehrere Content-Formate abzuleiten. Die eigentliche Vision und die mutigen Botschaften bleiben aber Menschenwerk. Gerade in Krisenzeiten schätzen Kunden zusätzlich den persönlichen Kontakt, den kein Algorithmus ersetzen kann.

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  • #424
    August 3 · 42 min

    Marketer Talk mit Bastian Siebers

    Das sind die Themen: Alle Kundenthemen in einer Hand Bei Flaconi liegen Vertrieb, Marketing, Einkauf und Pricing bewusst in einer einzigen Hand, weil separate CMO- und CEO-Rollen häufig zu internen Reibungsverlusten führen. Diese Bündelung von Kundenthemen bei einer verantwortlichen Person hat aus Sicht des CEOs entscheidend dazu beigetragen, den Umsatz von 320 auf 651 Millionen Euro zu steigern und das Unternehmen von Verlust in deutliches Plus zu führen. Kanalexzellenz statt Omnichannel-Dogma Statt auf Omnichannel oder Multichannel zu setzen, verfolgt Flaconi konsequent Kanalexzellenz: Im digitalen Geschäft die klare Nummer eins sein, statt überall nur mittelmäßig präsent zu sein. Auch die neu geplanten Filialen in A-Lagen sollen erst dann eröffnet werden, wenn sie denselben hohen Anspruch wie das Onlinegeschäft tatsächlich erfüllen können. Hyperpersonalisierung: viel Wort, wenig Substanz Hyperpersonalisierung ist nach Einschätzung des CEOs vor allem ein Hype-Begriff, den kaum jemand wirklich umsetzt. Flaconi setzt stattdessen konsequent auf regelbasierte, automatisierte Trigger, mittlerweile rund 800 verschiedene Anlässe, die kleinere Kundensegmente statt einzelne Personen ansprechen und so bereits ohne komplexe KI-Systeme sehr wirkungsvoll funktionieren. KI als selbstverständliches Werkzeug im Alltag KI wird bei Flaconi nicht als eigenes Hype-Thema behandelt, sondern als selbstverständlicher Teil der digitalen DNA in jedem Fachbereich, unterstützt durch dedizierte AI-Champions. Konkret automatisiert das Unternehmen inzwischen rund 30 Prozent aller Kundenservice-Anfragen vollständig durch KI und nutzt Übersetzungstools, um neue Länder deutlich günstiger und schneller zu erschließen als früher. Bewusste Zurückhaltung bei AI Search Bei der Sichtbarkeit in KI-Suchassistenten und Shopping-Agenten zeigt sich Flaconi bewusst zurückhaltend, statt reflexartig auf jeden AI-Search-Trend aufzuspringen. Wer sich zu früh und zu offen in die Abhängigkeit von fremden Plattformen begibt, riskiert nach dieser Einschätzung den direkten Kundenkontakt zu verlieren, der für das eigene Geschäftsmodell strategisch entscheidend bleibt.

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  • #422
    July 31 · 17 min

    Marketer Talk mit Kerstin Löffler

    Das sind die Themen: Altes Problem, kaum Fortschritt trotz neuer Technik Sales-Marketing-Alignment ist seit Jahrzehnten ein ungelöstes Problem, obwohl sich die Technologie massiv weiterentwickelt hat. Die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Abteilungen hakt oft noch genauso wie vor 20 oder 30 Jahren. Wer daran arbeiten will, sollte deshalb weniger in neue Tools investieren als in gemeinsame Prozesse und geänderte Verhaltensweisen zwischen den Teams. Marketing bereitet dem Vertrieb den Weg Marketing bereitet den Weg für den Vertrieb, nicht umgekehrt: Je besser das Marketing arbeitet, desto leichter fällt dem Vertrieb der Abschluss und desto höher am Ende die Conversion. Der schlechte Ruf des B2B-Marketings entstand oft dort, wo Produkte auch ohne strategisches Marketing funktioniert haben, was heute in wettbewerbsintensiveren Märkten zunehmend nicht mehr reicht. Einfache Fragen als Ausgangspunkt für Go-to-Market Ein strukturierter Go-to-Market-Prozess beginnt mit einfachen, aber ungeklärten Fragen: Wer genau sind die Kunden, wie groß ist der Markt wirklich, wie sieht die Value Chain aus. Ein interdisziplinäres Team aus Sales, Marketing und Produktmanagement sollte diese Fragen gemeinsam an einem Tisch klären, bevor überhaupt über konkrete Kampagnen oder Maßnahmen gesprochen wird. KI beschleunigt Recherche, ersetzt aber keine Entscheidungen KI beschleunigt vor allem die Recherchephase im Marketing erheblich: Marktgrößenbestimmungen und Wettbewerbsanalysen, die früher mehrere Produktmanager ein dreiviertel Jahr beschäftigt hätten, lassen sich heute in wenigen Stunden erledigen. Die gewonnenen Daten müssen aber weiterhin fachlich geprüft werden, bevor daraus Ableitungen und strategische Entscheidungen getroffen werden. Eigenbau-KI-Agent liefert konzernweiten Nutzen Ein selbst gebauter KI-Agent eines Werkstudenten liefert bei Testo heute konzernweit nutzbare Echtzeit-Wettbewerbsanalysen samt Ranking und Quellenlinks. Solche Eigenbau-Lösungen zeigen, wie viel Wert einzelne Mitarbeitende mit gezieltem Prompting und Fachwissen schon heute schaffen können, lange bevor entsprechende fertige Standardtools am Markt verfügbar sind.

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  • #420
    July 30 · 18 min

    Marketer Talk mit Andreas Häntsch

    Das sind die Themen: Community entscheidet: Enthusiasten-Kategorien führen Live Commerce funktioniert bei eBay bisher vor allem in Enthusiasten-Kategorien wie Trading Cards, Luxushandtaschen und generalüberholter Technik. Dort kennen sich Käufer und Verkäufer oft persönlich, Händler erkennen bis zu 80 Prozent ihrer Zuschauer wieder und es entsteht eine echte Community mit intensiver Interaktion im Chat, weit über das reine Zuschauen hinaus. Authentizität schlägt Entertainment-Talent Nicht Entertainment-Talent entscheidet über Erfolg im Live Commerce, sondern Authentizität und echtes Produktverständnis. Käufer vertrauen Händlern, die wirklich wissen, wovon sie sprechen, mehr als geübten Rampensäuen. Wer als Marke selbst nicht vor die Kamera möchte, kann über vermittelte Hosts trotzdem an Live Commerce teilnehmen, ohne auf Authentizität zu verzichten. eBay vs. TikTok Shop: Kaufmodus statt Content-First Der entscheidende Unterschied zu TikTok Shop liegt in der Reihenfolge: TikTok kommt vom Content und führt Nutzer erst darüber zum Kauf, eBay kommt vom Marktplatz und aus dem Kaufmodus, das Entertainment kommt erst obendrauf. Wer als Marke plant, wo Nutzer bereits kaufbereit unterwegs sind, sollte diesen Unterschied bei der Kanalwahl unbedingt mitdenken. Dramaturgie hält Zuschauer im Stream Storytelling und Dramaturgie erhöhen die Verweildauer im Livestream spürbar. Erfahrene Händler platzieren besondere Produkte bewusst gegen Ende der Sendung, damit Zuschauer bis zum Schluss bleiben. Prominente Gastauftritte mit einer eigenen Geschichte, wie kürzlich ein Ex-Nationalspieler, machen aus dem reinen Verkauf zusätzlich echtes Entertainment für die gesamte Zuschauerschaft. KI übernimmt den kompletten Listingprozess KI übernimmt bei eBay inzwischen den kompletten Listingprozess von der Attributisierung bis zur Artikelbeschreibung, oft ausgehend von nur einem Foto, das auch freigestellt oder in neue Kontexte gesetzt werden kann. Der Zugang zu KI-Tools ist für alle Mitarbeitenden selbstverständlich, interne AI Ambassadors treiben den Wissensaustausch aktiv voran.

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  • #421
    July 29 · 17 min

    Marketer Talk mit Michael Ibarth

    Das sind die Themen: Produktvielfalt trifft Branchenvielfalt Produkt- und Branchenvielfalt sind bei Sennebogen die größte Marketingherausforderung: Von Hafenkränen über Schrottgreifer bis zu Baumpflegemaschinen liefert das Unternehmen in über 100 Länder, jeweils mit eigenen Kommunikationsgewohnheiten. Wer international kommuniziert, muss die Fachsprache jeder einzelnen Branche wirklich verstehen, sonst wirkt die Ansprache unglaubwürdig. Lokal drehen statt global recyceln Regionale Authentizität schlägt globale Uniformität: Ein Bericht aus Deutschland überzeugt einen asiatischen Kunden kaum, ein malaysischer Schrottplatz oder eine Singapur-Anwendung dagegen schon, weil er sich darin wiedererkennt. Deshalb wird laufend neues, lokal gedrehtes Material produziert, statt bestehende Inhalte nur zu recyceln oder unverändert in andere Märkte zu übertragen. Bewusster Verzicht auf KI-generierte Bilder Sennebogen verzichtet bewusst auf KI-generierte Bilder und Videos, weil fehlende Authentizität schnell auffällt und Vertrauen kostet. KI-Tools werden zwar geprüft und eingesetzt, etwa um Bildmaterial im hauseigenen System besser auffindbar zu machen, doch bei hochpreisigen Investitionsgütern bleibt echtes, glaubwürdiges Material der entscheidende Faktor in der Kommunikation. Simple Ablage schlägt smartes Tool Selbst mit KI-Unterstützung schlägt eine klassisch sauber verschlagwortete Dateiablage bisherige Digital-Asset-Management-Tools noch immer. Bevor man in komplexe neue Systeme investiert, lohnt sich der Blick auf simple, konsequent gepflegte Strukturen. Nicht jede Digitalisierung bringt automatisch mehr Effizienz als ein bewährter, diszipliniert genutzter Prozess. Vertrauen entscheidet bei Investitionsgütern Bei hochpreisigen Investitionsgütern entscheidet am Ende persönliches Vertrauen über den Kauf, nicht das Produkt allein. Deshalb bleiben Messen für Sennebogen zentral, obwohl das Unternehmen jährlich rund 100 Veranstaltungen weltweit bespielt. Wer schnell erkennt, was der Kunde am Stand wirklich braucht, baut genau die Nähe auf, die Onlinekanäle bei solchen Produkten kaum ersetzen können.

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  • #419
    July 28 · 19 min

    Marketer Talk mit Anja Ittrich

    Das sind die Themen: B2B erlebt gerade seinen KI-Schub Fast jeder Vortrag auf der K5 drehte sich in diesem Jahr um KI – und der B2B-Anteil wächst dabei spürbar, noch vor einem Jahr fanden sich dort kaum entsprechende Vorträge. Wer im B2B-Handel unterwegs ist, sollte diesen Rückenwind nutzen: Investitionen in digitale Vertriebswege und Content zahlen sich gerade jetzt doppelt aus. Marke schlägt Marktplatz, auch mit KI Starke Marken verlieren im KI-Zeitalter nicht an Bedeutung, sie gewinnen. Gerade bei hochinvestiven B2B-Anschaffungen wollen Kunden keinen Experimenten ausgesetzt sein, sondern einem vertrauten Partner mit Erfahrung folgen. Die Herausforderung liegt darin, wie Kunden diese Marke künftig über KI-Systeme überhaupt noch entdecken und wiedererkennen. Bildproduktion: echt plus KI, nicht entweder-oder Bildgenerierung per KI lohnt sich vor allem, um unterschiedliche Zielgruppen wie Hersteller, Dienstleister oder Behörden mit passenden Motiven anzusprechen, ohne die Markenidentität zu verwässern. Echte Mitarbeiterfotos sorgen für Authentizität, KI übernimmt die Varianz für unterschiedliche Arbeitswelten und Situationen. LLMs sind schon Rechercheort, bald Kaufkanal LLMs wie ChatGPT werden zum neuen Rechercheort, noch bevor daraus ein Kaufkanal wird. Kunden fragen dort schon heute nach Lösungen für ihre Probleme, kaufen aber noch nicht direkt darüber ein. Wer seinen Content jetzt schon auf diese Anfragen vorbereitet, sichert sich Sichtbarkeit, lange bevor der Kanal transaktional wird. KI-Use-Cases entstehen im Team, nicht am Reißbrett KI-Einsatz gelingt am besten dort, wo Teams selbst Use Cases entwickeln, statt sie von oben vorzugeben. Wer den Rahmen und die Governance klärt, wer welche Daten teilen darf, aber die operative Kreativität den Fachbereichen überlässt, entdeckt Anwendungsfälle von Recruiting bis Vertriebssteuerung, die zentral geplant kaum aufgefallen wären.

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  • #418
    July 27 · 28 min

    Marketer Talk mit Philipp Helberg

    Das sind die Themen: Nähe schlägt Reichweite im Vertrieb Bei Investitionsgütern zwischen 5 und 10 Millionen Euro entscheidet nicht die Reichweite einer Kampagne, sondern die persönliche Beziehung. WhatsApp-Chats, Kaffeetermine und regelmäßige Servicekontakte bauen über Jahre das Vertrauen auf, das am Ende den Vertragsabschluss bringt. Wer in einer solchen Nische verkauft, investiert deshalb gezielt in Mitarbeiterbindung und lokale Präsenz statt in kurzfristige Kampagnen. Service ist der heimliche Marketingkanal Regelmäßige Servicekontakte liefern nicht nur Umsatz durch Wartung und Retrofit, sie sind zugleich die wichtigste Informationsquelle über Kundenbedürfnisse. Wer weiß, wie sich Nachfrage über Jahre verschiebt, etwa hin zu elektrisch betriebenen Geräten, kann Produktentwicklung frühzeitig danach ausrichten. Diese Daten aus dem Service systematisch auszuwerten, lohnt sich also doppelt. Datendisziplin schlägt neue Software Ein neues CRM-System bringt wenig, wenn Vertriebsmitarbeiter Gespräche nicht dokumentieren. Die eigentliche Herausforderung liegt selten in der Technik, sondern darin, Teams von der Bedeutung sauber gepflegter Daten zu überzeugen. Erst wenn diese Disziplin sitzt, lassen sich Informationen automatisiert erfassen und für gezielte Ansprache innerhalb einer Kundenorganisation nutzen. Social Media rechtfertigt den Preis Eine Kaufentscheidung für ein Investitionsgut fällt selten wegen eines Social-Media-Posts. Trotzdem prüfen Entscheider, gerade wenn eine jüngere Generation übernimmt, wie professionell ein Unternehmen auftritt. Hochwertige Visuals und Videos signalisieren dieselbe Qualität, die auch in Produkt und Kundendienst steckt, und helfen so, einen höheren Preis gegenüber der Konkurrenz zu begründen. KI ersetzt keine menschliche Stimme Recherche, SEO-Begriffe oder Storyboards entstehen inzwischen häufig mit Unterstützung von KI-Tools. Wichtig bleibt aber die Kontrolle: Am Ende verantwortet immer ein Mensch den Text, prüft auf Halluzinationen und sorgt dafür, dass keine austauschbare KI-Sprache durchrutscht. Kunden lesen lieber Texte von Menschen, das bleibt auch mit leistungsfähigeren Tools ein zentraler Anspruch.

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  • #415
    July 24 · 23 min

    Marketer Talk mit Georg Mersmann

    Das sind die Themen: KI macht aus Rohdaten verkaufsfähige Produkttexte Bei Soennecken übernimmt KI die Aufbereitung von rund 40.000 Artikeln: Aus Fließtexten werden automatisch Attribute wie Maße erkannt, was Zeit spart. Besonders deutlich zeigt sich der Nutzen bei der Tochterfirma Ersling: Für über 200.000 Möbelprodukte mit vielen Varianten liefern Hersteller oft nur schwache Daten. Eine KI zieht die Informationen inzwischen direkt aus gedruckten Prospekten und ersetzt so mühsame manuelle Dateneingabe. Gebündelte Bestelldaten zeigen branchenspezifische Muster Über alle rund 450 angeschlossenen Fachhändler hinweg verarbeitet Soennecken täglich etwa 20.000 Bestellungen. Diese Datenmenge macht Auswertungen möglich, die ein einzelner Händler nie erreichen würde: Welche Branche kauft typischerweise welche Produkte. Handwerker, Ärzte oder Einzelhändler zeigen jeweils eigene Muster. Händler erhalten daraus konkrete Ansatzpunkte, mit welchem Angebot sich zusätzlicher Umsatz erzielen lässt. KI-Empfehlungen steigern den Umsatz messbar Produktempfehlungen wurden bei Soennecken lange von Fachleuten von Hand gepflegt, etwa nach dem Prinzip, dass zu einem Blatt Papier ein Locher passt. Ein A/B-Test verglich diese Kuratierung mit KI-generierten Vorschlägen aus vergangenen Bestellungen. Ergebnis: Die KI-basierten Empfehlungen erzielten 50 Prozent mehr Umsatz als die manuell erstellten. Für Unternehmen mit großem Sortiment ein starkes Argument, Empfehlungslogik zu automatisieren. Frühwarnung vor Kundenabwanderung schafft Zeit zum Handeln Wenn ein Kunde spürbar weniger bestellt, ist es für eine Rückgewinnung oft bereits zu spät. Soennecken setzt deshalb erste Churn-Analysen ein, die anhand wiederkehrender Bestellmuster frühzeitig erkennen, wenn ein Kunde abzuwandern droht. Gerade im B2B-Umfeld mit regelmäßigem Bedarf, etwa bei Papier oder Toner, liefert dieses Muster verlässliche Signale. Händler können aktiv nachfragen und Probleme klären, bevor der Kunde zur Konkurrenz wechselt. Guter Content zahlt automatisch auf KI-Sichtbarkeit ein Sichtbarkeit in ChatGPT und Gemini entsteht laut Soennecken bislang vor allem als Nebeneffekt guter Suchmaschinenoptimierung. Der Flagshipstore Ortloff in Köln zeigt, wie das funktioniert: ausführliche, selbst geschriebene Ratgeberinhalte zu Alltagsfragen, kombiniert mit passenden Produkten und ergänzt durch Social Media und Workshops vor Ort. Eine gezielte Optimierung für Sprachmodelle steht noch aus, ist aber als nächster Schritt angedacht.

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  • #417
    July 23 · 18 min

    Marketer Talk mit Simone Leicht

    Das sind die Themen: Beratung statt Verkauf – Der echte Mehrwert entsteht hinter den Kulissen In der Kabelverarbeitung ist es nicht schwer, Maschinen zu bauen – schwer ist sicherzustellen, dass sie tun, was sie sollen. Die wirkliche Fachkompetenz liegt im Testing und in der Beratung zur gesamten Value Chain. Das bedeutet für Sie: Positionieren Sie sich nicht als Anbieter, sondern als Partner für komplexe Problemlösungen. Das schafft Vertrauen, besonders bei Anwendungen, wo Sicherheit zählt. Klassische Kanäle sind bei B2B längst nicht tot – sie arbeiten nur anders Messen, Außendienst und Kundenevents sind immer noch die stärksten Touchpoints für industrielle Zielgruppen. Das Geheimnis: Sie müssen live, persönlich und greifbar sein. Ein 30-Sekunden-Video ist bei erklärungsintensiven Produkten nutzlos. Wer verstanden hat, dass B2B-Kunden ihre Maschinen anfassen wollen, bevor sie kaufen, gewinnt. KI im Content-Workflow – aber nur mit Menschen an den kritischen Stellen Die KI-gestützte Übersetzung ist mittlerweile Standards bei technischen Dokumentationen – aber Vorsicht: Ohne Glossar und ohne Proofreader vor Ort passieren teure Fehler. Der Trick ist nicht, der KI zu vertrauen, sondern ihr ein solides Regelwerk beizubringen und Menschen einzubauen, die Unsinn sofort erkennen. Bringen Sie die Zielgruppe dahin, wo sie sein will – auch im Marketing TikTok für Mediamatiker, LinkedIn für Entscheider, Fachzeitschriften für spezifische Nischen – die Kanäle müssen zur Person passen, nicht zur Marke. Wer jemanden von außen zwingt, Content zu machen, der nicht zu ihm passt, bekommt schlechte Qualität. Authentizität ist nicht verhandelbar. Technische Information ist Strategie, nicht nur Dokumentation 30 verschiedene Manual-Varianten, mehrere Märkte, ständig wechselnde Anforderungen – das ist nicht einfach eine Aufgabe für das IT-Team. Es braucht eine dedizierte Strategie mit ausgebildeten Fachleuten und einem klaren Governance-Modell. Wer seine technische Kommunikation strukturiert, spart Zeit, Fehler und Kosten.

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  • #416
    July 22 · 17 min

    Marketer Talk mit Franziska Kripp

    Das sind die Themen: KI-Transformation ist vor allem Kulturarbeit Bei Payback ist KI-Transformation nach eigener Einschätzung nur zu rund 40 Prozent ein Tech-Thema, zu 60 Prozent aber ein Change-Thema. Wer langfristig wettbewerbsfähig bleiben will, kann KI nicht als einmaliges Tool-Projekt behandeln, sondern muss die Organisation dauerhaft weiterentwickeln. Entscheidend ist deshalb, Mitarbeitende aktiv mitzunehmen, statt einzelne Kollegen mit ihrem Vorsprung allein zu lassen. Multiplikatoren tragen Wissen in jede Abteilung Bei 1.400 Mitarbeitenden lässt sich individuelle Beratung nicht zentral leisten. Payback setzt deshalb auf rund 80 Multiplikatoren, sogenannte Ambassadors, die in jedem Fachbereich als Ansprechpartner fungieren. Sie kennen die Prozesse ihrer Abteilung genau und können Kollegen gezielter unterstützen als eine zentrale Stelle. So verteilt sich Wissen dort, wo der konkrete Bedarf entsteht. Niederschwellige Formate erreichen auch Skeptiker Damit möglichst viele Mitarbeitende erreicht werden, kombiniert Payback unterschiedlichste Lernformate: kurze Videos, Texte, Präsenztermine und Peer-Learning. Besonders wirksam waren vierwöchige AI Experience Days mit spielerischen Elementen wie Smart Glasses und einer KI-Fotobox. Das Feedback war durchweg positiv, weil jeder etwas für sich mitnehmen konnte, unabhängig vom eigenen Erfahrungslevel. Eigenbau-Agenten brauchen klare Leitplanken Über 100 KI-Lösungen wurden bereits von Kollegen selbst gebaut, etwa mit ChatGPT oder Copilot Studio. Diese Eigeninitiative wird bewusst gefördert, braucht aber klare Regeln: Governance und Leitplanken sorgen dafür, dass Lösungen sicher bleiben. Bei geschäftskritischen Prozessen bleibt der Mensch für die Code-Prüfung verantwortlich, auch wenn KI beim Programmieren selbst schon viel übernimmt. Wissens-Agenten entlasten die zentrale Anlaufstelle Neben frei gebauten Lösungen setzt Payback auch auf spezialisierte Agenten, etwa einen internen Wissens-Bot, der alle Prozesse rund um KI-Enablement kennt und Mitarbeitende gezielt weiterleitet. Solche Agenten entlasten die zentrale Anlaufstelle spürbar. Der nächste Schritt ist, Agenten zu entwickeln, die nicht nur Wissen liefern, sondern auch konkrete Handlungsschritte selbst ausführen können.

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  • #411
    July 21 · 23 min

    Marketer Talk mit Chris Koehler

    Die Issa-Revolution Kundenservice ohne triage – Twilio trainiert AI-Agenten auf eigene Inhalte und Markenwerte, um per Email mit Interessent:innen zu kommunizieren. Das System erkennt auch Kundensentimente und eskaliert frustrierte Anfragen an Menschen. Resultat: Bessere Kundenerfahrung, weniger Engpässe im Sales-Prozess. Die Customer-Memory-Strategie Eine der größten Kundenfrusttationen: Jedes Mal erneut die gleiche Geschichte erzählen. Mit Customer Memory wird jede Konversation – über Mail, Chat oder Telefon – gespeichert und für zukünftige Interaktionen nutzbar gemacht. Das erzeugt Kontinuität über Kanäle hinweg und reduziert Reibung im Support-Erlebnis deutlich. Die Kundschaft testet die Produkte „Customer Zero" nennt sich ein Programm, in dem der CMO und sein Team die eigenen Produkte nutzen wie normale Kunden – geben Feedback, schreiben Reviews, finden Bugs. Diese Praxis reduziert die Wahrscheinlichkeit von Produktfehlern im Markt und schafft interne Expertise, die in Sales und Marketing fließt. Marketing wird zum Generalist:innen-Spiel Der häufige Fehler: AI mit Jobabbau gleichzusetzen. Die Realität ist anders. Es gibt mehr Arbeit als je zuvor – aber die Struktur ändert sich: Marketer orchestrieren zunehmend AI statt Einzelaufgaben auszuführen. Das erfordert ein neues Skillset und neuen Organisationsaufbau in Teams. Jetzt geht es um GEO Generative Engines wie Claude, ChatGPT und Gemini fragmentieren die Suche. Jedes Modell nutzt andere Datenquellen und Algorithmen – Google-Optimierung reicht nicht mehr. Marketers müssen für jeden AI-Modell optimieren und dabei Inhalte craften, die gleichermaßen für Menschen und Maschinen funktionieren.

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