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SportsRunning

Lauf Alter

Tom Rottenberg, Egon Theiner

Tom Rottenberg und Egon Theiner, zwei mittelalte Männer mit Leidenschaft für den Sport, plaudern mit und ohne Gäste über alles, was mit dem Laufen zusammenhängt.

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  • 30 episodes
  • weekly
  • Avg 32 min
  • English

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  • S3 · E29
    October 30 · 39 min

    Vom Sofa auf die Schanze: Fitness-Influencer Hannes Tanzer

    Tom Rottenberg sitzt im Café Zartl in Wien und wartet vergeblich, denn Egon Theiner und der Gast sind längst in Bad Hofgastein. Dort, am Wochenende der adidas Infinite Trails, spricht Egon mit Hannes Tanzer. Der 41-Jährige aus Dietach-Steyr ist diplomierter Krankenpfleger, Fitness- und Mentaltrainer und eine bekannte Stimme in den sozialen Medien. 2018 wog Tanzer bei 1,92 Metern 115 Kilo und fühlte sich im eigenen Körper nicht mehr wohl. Er legte sich einen eigenen Plan zurecht, ohne Berater und ohne Diät von der Stange, und nahm binnen sechs Monaten 40 Kilo ab. Dass Mediziner dieses Tempo für zu schnell halten, spricht Egon offen an. Tanzer verweist darauf, dass er auf seinen Körper gehört und Pausen eingelegt hat, wenn dieser sie verlangte. Sein Einstieg war unspektakulär: Er ersetzte das Brot durch Gemüse, und Kaffee mit Kuchen gibt es seither nur sonntags. Aus dem Sportmuffel wurde ein Läufer, Kletterer und Radfahrer. Seine Geschichte erschien im Men's Health Magazin und lief im Regionalfernsehen. Tanzer stieg beim Red Bull 400 die Sprungschanze in Bischofshofen zweimal und in Innsbruck einmal hinauf, lief in Palma seinen ersten Halbmarathon und probierte Fechten, Feldhockey und andere Sportarten aus. Trailrunning kennt er noch nicht. Das könnte sich im nächsten Jahr ändern, vielleicht mit den 15 Kilometern und 900 Höhenmetern in Gastein. Auch bei seinen Kundinnen und Kunden setzt er auf Zeit. Bei ihm gibt es keine Zehnerblöcke, sondern Betreuung über drei, sechs oder zwölf Monate, mit realistischen Zielen und Zwischenzielen. Die Trainingspläne schreibt er ohne KI selbst. Und das Event im Tal? Nach Tanzers Angaben gehen dort 1.600 Läuferinnen und Läufer an den Start, 350 Freiwillige helfen mit. Er bewundert vor allem, wie reibungslos das abläuft. Die Episode: hörenswert! Die adidas Infinite Trails: empfehlenswert!

  • S3 · E28
    October 23 · 31 min

    Mit Enzo auf den Trails: Kira Kinnunen

    Schuld ist der Hund. Weil Asphalt für ihren Saluki Enzo nicht gesund ist, wechselte Kira Kinnunen in den Wald und blieb dort. Enzo hat inzwischen seine eigene Laufbahn: Beim Coursing jagt der Windhund einer künstlichen Beute hinterher. Im Canicross zeigt sich allerdings zuweilen seine Schwäche, denn sobald nichts mehr zu jagen ist, hört er auf zu ziehen. Die Finnin aus Joensuu lebt seit 13 Jahren in Wien. In den deutschsprachigen Raum führte sie ursprünglich der Reitsport. Heute unterrichtet sie Pilates, studiert in Finnland Physiotherapie und leitet mit Tom und Mirjam die Trailrunning-Gruppe des Alpenvereins Edelweiss. Über diese Gruppe kam sie auch zu ihrem ersten Wettkampf, dem Lindkogeltrail. Im Gespräch mit Egon Theiner und Tom Rottenberg erzählt Kira bei LAUFALTER über ihren ersten Ultra, dem technischen Dolomiti Extreme Trail. Sie spricht auch über den Stubai Ultratrail, dessen Strecke einmal am Ziel vorbei und nochmals bergauf führte und somit mental recht anstregend war. Bei der Ultratour Monte Rosa waren Vater und Freund als Helfer dabei. Beim Mozart 100 by UTMB in Salzburg kam ihr entgegen, dass sie bergauf stark ist und die Strecke wenig technisch ist. Sie schildert, warum sie ihren regelmäßigen Tiefpunkt zwischen Kilometer 20 und 30 inzwischen gelassen nimmt und warum ein Trainer aus dem flachen Helsinki für Bergläufe ein Vorteil sein kann.: Trainiert wird auf der Bahn und mit Bergintervallen am Wiener Nasenweg. Weitere Themen sind der Nutzen von Pilates für Läuferinnen und Läufer, die vegane Verpflegung der finnischen Marke Nosht und die Frage, warum der Alpenverein das Traillaufen anfangs eher als Wandern verstand. Ihre Zukunft plant Kira ohne Karrieredruck. Manche Rennen läuft sie zum Ausprobieren, bei anderen will sie vorne mitlaufen. Für den UTMB fühlt sie sich noch nicht bereit, denn Nachtpassagen in technischem Gelände will sie sich erst erarbeiten. Unser Dank geht an RUNNING & Fitness, Österreichs größtem Laufmagazin, das LAUFALTER in Season 3 unterstützt, und sollte es ein wenig laut sein im Cafe Zartl - wir zeichnen mitten im Leben auf!

  • S3 · E27
    October 16 · 34 min

    Ilse Dippmann und der Lauf der Frauen: Zeigen, was in ihnen steckt

    Als Ilse Dippmann 1986 mit dem Laufen begann, nahm sie sich gleich einen Marathon vor: New York. Dort lernte sie die Idee des Frauenlaufs kennen und brachte sie nach Wien. 1988 gab es den ersten Österreichischen Frauenlauf, heuer fand der ASICS Österreichische Frauenlauf zum 39. Mal statt. Bei Lauf Alter erzählt sie uns, was sie bis heute antreibt: Frauen und Mädchen für den Laufsport zu begeistern. Dazu gehören die Lauftrainings, die heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum feiern. Im Prater kamen anfangs vier, fünf Frauen pro Woche, inzwischen sind es 176 Trainerinnen an fast 60 Standorten in ganz Österreicj. In den zwölf Wochen vor dem Frauenlauf bewegen sie wöchentlich 3.000 bis 4.000 Frauen. Auf der Website gibt es zwölf bis vierzehn Trainingspläne, von der Anfängerin bis zur Läuferin, die fünf Kilometer unter 19 Minuten laufen will. Insgesamt sind im Laufe der Jahrzehnte fast 600.000 Frauen im Ziel angekommen. Einen anderen Lauf veranstaltet Dippmann federführend, und dieser trägt am 15. November einen anderen Namen: Aus dem Sie-und-Er-Lauf wird der Double 5K: zweimal fünf statt bisher zweimal vier Kilometer, damit am Ende eine schöne Zehn-Kilometer-Zeit steht. Der ASICS Österreichische Frauenlauf bleibt indes ein reines Frauen-Event, weil die Sichtbarkeit von Frauen im Sport weiter gefördert werden muss. 2027 sollen es wieder 32.000 Läuferinnen an einem Tag dabei sein, ein Zwei-Tage-Modell wie in London lehnt Dippmann ab. Beim Thema Social Runs gehen die Meinungen auseinander. Dippmann glaubt, dass der Hype in zwei, drei Jahren abflacht, und hofft, dass junge Frauen mehr wollen als eine Runde um den Ring zu joggen. Tom übernimmt die Rolle des Verteidigers, Egon hält dagegen und moniert polemisch, dass es bei Dippmanns Trainings keine Goodie-Bags gibt oder einen kostenfreien Kaffee danach. Nächstes Jahr wird Dippmann 70. Ihre Marathon-Bestzeit liegt bei 3:16, heuer hatte sie sich zehn Kilometer unter einer Stunde vorgenommen und es beim Pariser Frauenlauf geschafft. Noch ein technischer Hinweis: Ab etwa Minute 22 wird es laut. Draußen vor dem Café Zartl ist eine Baustelle, und wir haben bewusst im echten Leben aufgenommen, nicht in einem klangtoten Studio. Hier weiterlesen: https://www.oesterreichischer-frauenlauf.at/de Und vielen Dank an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins, das LAUFALTER in diesem Jahr unterstützt und immer wieder kompetent über den Frauenlauf berichtet!

  • S3 · E26
    October 9 · 16 min

    Sunset Run in Grado: Zehn Meilen im Abendlicht

    Wenn andere noch Winterspeck ansetzen, planen Egon Theiner und Tom Rottenberg schon den Sommer. Diesmal geht es nach Grado, in die Lagunenstadt an der Adria, die auch als Urlaubsort nicht so überlaufen ist wie manche Nachbarn an dieser Küste. Egon hat sich dort vor Jahren ein bisschen in die Gegend verliebt, Tom kennt Grado noch nicht. Am 5. Juni 2027 fällt um 18 Uhr der Startschuss zum Mytho Sunset Run, der aus dem früheren Mytho Marathon hervorgegangen ist. Zur Wahl stehen zehn Meilen (16 Kilometer) oder elf Kilometer für alle, die es kürzer mögen. Dazu kommen Walking, Nordic Walking und zwei Kilometer mit Hund, die auch ohne Vierbeiner funktionieren. Die Strecke verläuft flach durch die Lagune, zwischen Wasser und Meer, zum großen Teil auf Schotter. Egon nennt das großzügig einen Trail. Im Gespräch dieser BONUS-Episode geht es um mehr als Kilometer. Und ja, auch der Winter kommt vor: Die Champions des Sommers werden im Winter gemacht, also bitte nicht ganz auf Bewegung vergessen. Der Termin liegt in der Vorsaison, Hotelbetten stehen frei, und wer klug plant, hängt ein paar Urlaubstage an, statt nur zum Laufen zu kommen. Eine Anreise nur für den Lauf passt zudem auch schlecht zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Gerade für Wienerinnen und Wiener, die selten ans Meer kommen, lohnt sich das. Der späte Start lässt Zeit für ein ordentliches Frühstück und einen langen Abend nach dem Zieleinlauf. Auch die Schultersaison kommt zur Sprache, samt ihrem Haken für Familien mit schulpflichtigen Kindern. Das Startgeld ist moderat: 20 Euro für Frühbucher, nach dem letzten Preissprung 40 Euro. Hinter dem Lauf steht Alessandro Genuzio, den Egon persönlich kennt und schätzt. Er denkt darüber nach, in einigen Jahren wieder einen Marathon nach Grado zu holen. Transparenzhinweis: Der Veranstalter hat uns Startplätze zur Verfügung gestellt. Alle Informationen gibt es unter mythomarathon.it. Und danke an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins unterstützt LAUFALTER in dessen Season Three!

  • S3 · E25
    October 2 · 38 min

    Stefan Langer und die vielen Gesichter der Wiener Laufszene

    Stefan Langer ist selbstständiger Rechtsanwaltm hat genug zu tun und läuft trotzdem praktisch jeden Tag. Und Langer ist nunmehr der Erste, der zum zweiten Mal bei LAUF ALTER zu Gast ist. Er organisiert den Weekly Long Run, Wiens bekannteste Sonntags-Laufcommunity für lange, ruhige Läufe. Freitags um sieben Uhr trifft er sich mit den Belvedere Hills zum Hügeltraining. Dienstags läuft er Intervalle beim Team Ausdauercoach. Samstags ist er zuweilen in doppelter Funktion beim Parkrun im Donaupark dabei, einmal als Läufer und einmal als freiwilliger Helfer. Dazu kommen noch ein bis zwei Läufe allein. Besonders ausführlich spricht Langer über den Parkrun, jene kostenlose, weltweite Fünf-Kilometer-Bewegung, die inzwischen auch in Österreich sechs Standorte zählt: Wien, Salzburg, Linz, Graz, Klagenfurt und Innsbruck. Ein siebter Standort im Auer-Welsbach-Park zwischen Schönbrunn und dem Technischen Museum ist bereits in Planung. Langer selbst ist schon an 24 verschiedenen Standorten weltweit gelaufen, darunter zweimal in Japan, wo er extra für den Parkrun einen zusätzlichen Samstag in seine Reiseplanung einbaute. Wie unterschiedlich das Flair trotz einheitlicher Regeln sein kann, zeigt er an mehreren Beispielen. In Kanazawa in Japan standen an jeder noch so kleinen Richtungsänderung eigene Streckenposten, die den Weg wiesen. In Treviso in Norditalien gibt es keinen Parkrun-Kaffee in der Nähe, weil dort einfach nichts ist. Stattdessen bringen die Läuferinnen und Läufer selbst Kuchen und heiße Getränke mit und plaudern gemeinsam im Park. Beim Aberdeen Parkrun an der schottischen Küste saß er anschließend mit vielen anderen im Café, und im Vereinigten Königreich sind die Teilnehmerzahlen ohnehin viel größer. Der allererste Parkrun überhaupt, Bushy Park in London, zählt bis heute vierstellige Teilnehmerzahlen jeden Samstag. Im Oktober reist Langer mit einigen Leuten aus dem Wiener Parkrun-Team zu einem Event nahe der tschechisch-polnischen Grenze, wo im Schnitt nur zwölf bis fünfzehn Menschen laufen. Kommt die Wiener Gruppe dazu, verdoppeln sie die Teilnehmerzahl fast im Alleingang. Auch aus Berlin hat er ein Beispiel parat, das zeigt, wie ein zweiter Standort einer Stadt nicht schadet, sondern zusätzliche Menschen zum Laufen bringt: Als dort am Tempelhofer Feld ein neuer Parkrun eröffnete, gingen die Zahlen am etablierten Hasenheide-Parkrun zunächst leicht zurück. Zählt man aber beide Standorte zusammen, sind es heute insgesamt mehr Läuferinnen und Läufer als vorher. Was ihn am Format begeistert, ist die radikale Niederschwelligkeit. Jedes Tempo ist willkommen, egal ob schnell, gehend oder als Pacer für andere. Die Durchschnittszeit in Wien liegt bei rund 29 Minuten. Das ist bewusst so gewollt, denn eine steigende Durchschnittszeit bedeutet, dass immer mehr Menschen einsteigen, die vorher gar nicht gelaufen sind. Zum großen Social-Run-Boom mit seinen tausenden Instagram-Followern hat Langer eine gelassene Haltung. Er sieht darin keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Jede Gruppe, die Menschen zum Laufen bringt, ist aus seiner Sicht gut, egal ob der Fokus dabei auf Social Media oder auf der reinen Bewegung liegt. Dank an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins unterstützt diesen Podcast in seiner dritten Saison!

  • S3 · E24
    September 25 · 25 min

    ULTRA GOBI - ein Talk über 400 Kilometer Wüste

    Es gibt Themen, bei denen man sich erstmal fragt, was einen das eigentlich angeht. Ultra Gobi ist genau so ein Thema, und trotzdem, oder gerade deshalb, wird daraus eine der spannendsten LAUF ALTER-Folgen der letzten Zeit. Egon war als Journalist selbst zehn Tage in der Wüste Gobi in China unterwegs, hat im Ein-Mann-Zelt geschlafen, tagsüber 35 Grad erlebt und nachts Temperaturen von gefühlt unter null. Das Rennen selbst führte 400 Kilometer entlang der Seidenstraße, unsupported, mit nur zehn Verpflegungsstellen alle 40 Kilometer. Dort gab es ausschließlich Wasser, wahlweise kalt oder warm. Alles andere mussten sich die Läuferinnen und Läufer selbst organisieren, inklusive der vorgeschriebenen Nahrung von mindestens 2.000 Kalorien pro Etappe, die sie in Drop-Bags deponieren mussten. Nur 55 Startplätze gab es für diese Distanz, für eine Startgebühr von 3.500 Dollar. Der eigentliche Kern der Folge liegt aber in der Zukunft der Serie. Bereits im Januar 2027 startet ein neues 400-Kilometer-Rennen in AlUla, im Nordwesten Saudi-Arabiens, organisiert von derselben chinesischen Agentur unter der Leitung von Elisa Wang und James Huang. Und für 2028 ist ein Ultra Gobi rund um den Kilimandscharo so gut wie fix geplant. Tom und Egon sprechen dabei nicht nur über die reine Faszination dieser Rennen, sondern auch offen über die politische Ambivalenz, die mit Austragungsorten wie Saudi-Arabien einhergeht, über Sportwashing und Tourismusinteressen, ohne das Thema einfach beiseitezuschieben. Am Ende dieser BONUS-Episode bleibt vor allem ein Bild: mitten in der Nacht, allein in der Wüste stehend, unter einem Sternenhimmel, den man sonst nirgendwo sieht. Egons eigener Traum ist inzwischen klar: die 400 Kilometer rund um den Kilimandscharo, 2028. Tom hat ihm dafür schon einen Livestream versprochen. .... und herzlichen Dank an RUNNING & Fitness, Österreichs größtes Laufsportmagazin förder den Podcast LAUF ALTER in dessen Season 3.

  • S3 · E23
    September 18 · 35 min

    "Not a Run Club" – Warum Flo Winter keinen Runclub führen will

    Ex-Apotheker, Fitness- und Ernährungscoach, seit über zwei Jahren jeden Sonntag um 8:30 Uhr am Schottentor – über 120 Mal in Folge, kaum eine Ausnahme. Florian "Flo" Winter aus dem Weinviertel hat einen der bekanntesten Laufclubs Wiens aufgebaut. Nur: Ein Laufclub will er gar nicht sein. Sein T-Shirt sagt es: "Not a Run Club." Was er damit meint? Andere Communitys posieren mit teuren Brillen, dem coolsten Outfit, der besten Pace – und vergessen dabei die Menschen. Bei Flo kriegt jede und jeder, die zum ersten Mal kommt, eine Umarmung. Egal ob 50 oder 170 Leute da sind. Entstanden ist das Ganze aus einer 5km-A-Day-Mai-Challenge vor drei Jahren – nie geplant, einfach gewachsen. Aus zehn wurden 30, dann eine WhatsApp-Gruppe mit über 1.000 Mitgliedern, mittlerweile braucht es eine zweite. Kommerz? Klar gibt's mal gesponserte Laufschuhe oder einen Freibier-Run mit 170 Leuten – aber ohne dass Flo selbst je einen Cent dafür sieht. "Was haben meine Leute davon" ist seine einzige Frage an jede Anfrage, nicht "was habe ich davon". Pistazien-Croissant-Läufe, Gelato-Runs quer durch Wien – der Spaß steht vor der Pace. Aus dem Kraftsport kommend, war Laufen für ihn früher "was für Frauen" – bis Panikattacken und ein Paar Laufschuhe alles änderten. Heute predigt er beides: Kraft UND Ausdauer, keine Einbahnstraße. Sportliches Ziel: Beim Vienna City Marathon 2027 soll die Sub-3-Stunden-Marke fallen – aktuell steht eine Halbmarathon-PB von 1:30. Dazu ist er im HYROX mit Sub-60 in der Open-Kategorie unterwegs. Und dann gibt es da einen 70-Kilometer-Ultra, den er selbst organisiert hat – mit Teilnehmenden, die zuvor nie mehr als 10 Kilometer gelaufen sind Mag der Trainingsplan einsam machen, so weiß Winter genau: Community macht den Unterschied.

  • S3 · E22
    September 11 · 20 min

    Golden Trail World Series, oder die F1 des Trailrunnings

    Es gibt tausende Trailläufe auf dieser Welt. Aber nur eine Serie, bei der du das ganze Jahr über dieselben Gesichter triffst – von Zegama in Spanien über die Alpen bis nach Asien: die Golden Trail World Series. In dieser Bonusfolge nehmen wir euch mit in eine Welt, die immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, obwohl sie sportlich absolute Weltklasse bietet. 2018 von Salomon gegründet, Distanzen zwischen 20 und 40 Kilometern, acht bis zehn Stationen weltweit – und mittendrin die Besten der Besten. Und eine dieser Stationen liegt praktischerweise in Österreich: der Salomon Pitz Alpine Glacier Trail im Tiroler Pitztal, war heuer und im Vorjahr Teil der Serie. Neben der GTWS-Strecke gibt es dort Distanzen von 20 bis über 100 Kilometer – wer selbst laufen will, muss also nicht um die halbe Welt reisen, sondern kann quasi vor der Haustür Weltklasse-Trailrunning live erleben. Warum keine 100-Meiler? Weil sich Nachtrennen medial kaum vernünftig übertragen lassen – und weil die GTWS seit zwei Jahren eng mit Warner Bros. Discovery zusammenarbeitet: Das bedeutet Top-Übertragungen auf Eurosport, HBO Max, TNT Sports. Ein Veranstalter kauft sich dabei nicht nur ein Rennen, sondern ein komplettes Werbepaket – Kostenpunkt 200.000 bis 250.000 Euro. Und die Namen? Elhousine Elazzaoui, dreifacher Serien-Sieger aus Marokko – kennt in Österreich kaum wer, ist aber der Kilian Jornet über die Mitteldistanz im Trail. Madalina Florea liegt aktuell bei den Frauen in Führung. Und ein österreichisches Projekt mischt ganz vorne mit: run2gether von Thomas Krejci, dessen kenianische Läuferinnen und Läufer – Kiriago, Kipngeno, Saoli – bei Sierre-Zinal das komplette Podest holten und die im Rennen um den Gesamtsieg sind. Egons persönliche Anekdote: Beim Ledro Sky Trail lief er dieselbe Strecke wie Elazzaoui – dieser brauchte 2:20 Stunden, er ungefähr dreimal so lange. Als Letzter im Ziel bekam er vom Veranstalter ein Trostpaket – und dann kam ausgerechnet der Sieger selbst auf Egon zu und wollte ein Foto mit ihm... Reinhören lohnt sich – und noch mehr: selbst hinfahren, zuschauen, und dann die Strecke einmal selbst probieren, ob in Tirol oder am Gardasee.

  • S3 · E21
    September 4 · 33 min

    Julius Ott – Weltklasse-Läufer und Wissenschaftler

    Wieder einmal sitzen Tom Rottenberg und Egon Theiner im Café Zartl – diesmal mit einem Gast, der auf den ersten Blick gar nicht ins Laufalter-Schema passt: Julius Ott, 29, Batterierecycling-Forscher aus Heidelberg, mittlerweile in Graz zu Hause, mehrsprachig, Posaunist, Chorsänger – und nebenbei einer der besten Bergläufer Deutschlands. Vom Triathlon kam Ott übers Studium in Trondheim und einen Japan-Aufenthalt zum reinen Laufen. Heute läuft er 100 bis 200 Kilometer pro Woche, wurde deutscher Berglaufmeister, lief bei der Berglauf-WM in Innsbruck zweimal in die Top 15 und vertrat sein Land heuer bereits zum vierten Mal bei einer EM. Besonders spannend wird das Gespräch, als es um die großen Fragen der Szene geht: Verein und Verband versus Freiheit und Natur, Trailrunning als olympische Disziplin (Ott wäre dafür, mit Blick auf 2032), und die zunehmende Kommerzialisierung des Sports – von der er offen sagt, dass Geld an sich nicht das Problem sei, sondern die Verknappung an der Schnittstelle zwischen Amateur und Profi. Als Forscher zu Kreislaufwirtschaft und Emissionen hat Ott auch zur Klimafrage im Laufsport eine differenzierte Haltung: Er vermeidet persönlich unnötige Flugreisen, will aber niemandem Vorschriften machen – UTMB und Chamonix reizen ihn, stehen aber auf keiner Bucket List. Am berührendsten ist der Moment, in dem Tom ihm vorhält, er rede zu konzise, zu wissenschaftlich übers Laufen – und Ott antwortet: Laufen ist für ihn vor allem Einfachheit. Kein Bus, kein Licht am Fahrrad nötig, einfach loslaufen. Und das Gefühl, etwas getan zu haben, bevor der Tag beginnt. Ein Gespräch darüber, ob man Weltklasse-Läufer und Wissenschaftler gleichzeitig sein kann, ohne sich selbst zu verlieren – und warum der von der Marke CRAFT untertützte Ott sagt, der Western States sei für ihn "ein netter Zeitvertreib am Wochenende". Reinhören lohnt sich – für alle, die zwischen mehreren Leidenschaften pendeln. PS: Besten Dank an das Magazin RUNNING & Fitness, das den Podcast in der Season 3 unterstützt - die Ausgabe 3/2026 des Magazin ist dieser Tage erhältlich!

  • S3 · E20
    August 21 · 38 min

    Ed Kramer, Mr. TRAILDOG Running

    Ed Kramer – der Mann hinter Trail Dog Running Wieder einmal sitzen Tom Rottenberg und Egon Theiner im Café Zartl, im Salon der Magie, und wieder einmal bringen sie einen Gast mit, der weiß, wovon er redet: Ed Kramer, 62, seit 26 Jahren dem Laufsport verfallen und Inhaber von Trail Dog Running, einem kleinen, feinen Laufschuh-Spezialgeschäft im Wiener Bezirk Liesing – bewusst nicht in der Innenstadt, sondern dort, wo der Trail quasi vor der Tür beginnt. Woher der Name kommt? Von jener puren, ambitionslosen Freude, mit der Hunde über eine Wiese fetzen – genau dieses Gefühl will Ed mit seinem Shop transportieren. Seine eigene Laufkarriere begann nicht geradlinig: Eisschnelllauf in der Kindheit, eine schmerzhafte Knieverletzung, Jahre als Freikletterer in den wilden 80ern, bevor er über Triathlon und Trailrunning zu seiner heutigen Passion fand. Sein Fazit: "Ich bin ein Laufprofi, kein Profiläufer." Besonders spannend wird das Gespräch, wenn es um die Kommerzialisierung des Laufsports geht: explodierende Startgelder bei Ironman und UTMB, Community-Runs, bei denen Influencerinnen nur noch gegen Bezahlung mitlaufen. Ed hält dagegen mit seinem eigenen Lauftreff, den Trail Rockers – kostenlos, ohne GPX-Tracks, dafür mit Stirnlampenpflicht und einer Portion Vertrauen in die Gruppe. Und gesprochen wird selbstverständlich aiuch über die inoffizielle Verpflegungsstelle beim Wien Rundum! Auch beim Thema Swimrun, jener Kombination aus Laufen und Schwimmen ohne Ausrüstungswechsel, hat Ed viel erlebt – vom legendären Ötillö in Schweden bis zum winzigen heimischen Riverathlon mit gerade einmal 60 Teilnehmenden. Und ganz nebenbei enthüllt er noch: Bei den ganz langen Distanzen wie dem Biel 100 oder dem Mauerweglauf sagt er nicht Nein – Chamonix und der UTMB reizen ihn dagegen deutlich weniger. Ein Gespräch über Emotion statt Rampensau-Mentalität, über die Frage, warum ein 10-km-Trail genauso viel Respekt verdient wie ein 100-Meiler, und über eine Nische, in der man auch nach zehn Jahren noch für die Community brennt. Dank an RUNNING & Fitness, das den Podcast in dieser Season 3 unterstützt - die nächste Ausgabe erscheint in zwei Wochen! Reinhören lohnt sich jedenfalls wie immer – für alle, die spüren wollen, warum "einfach laufen gehen" manchmal mehr ist als jedes Wettkampf-Zertifikat.

  • S3 · E19
    August 7 · 41 min

    Patrick Hübl-Neschkudla – der Mann hinter "Runs Near You"

    Wieder einmal sitzen Tom Rottenberg und Egon Theiner im Café Zartl, und wieder einmal bringen sie einen Gast mit, den zumindest der eine der beiden vorher erst googeln musste: Es ist Patrick Hübl-Neschkudla, CEO von Common Labs, Gründer von Pulse Running Vienna und Organisator der Pulse Trail Series. Klingt sperrig, ist aber im Kern eine einfache Geschichte: ein Mann, der 2018 aus einer Bürowette heraus mit dem Laufen begann – "für mich war Laufen, zur Straßenbahn laufen" – und heute eine App baut, die die Wiener Lauf-Community (und später gerne mehr in Österreich und der Welt) sichtbarer machen soll. Bevor "Runs Near You" entstand, experimentierte Hübl-Neschkudla mit der Pulse Trail Series – einem selbstgebauten Eventformat, irgendetwas zwischen klassischem Wettkampf und lockerem Community-Lauf, inklusive eigens entwickeltem NFC-Chip-Zeitmesssystem und einer exklusiven Ausgabe, die Bowling mit Rundenlaufen kombinierte. Die eigentliche App entstand aus einer simplen Beobachtung: Die unzähligen losen Community-Läufe in Wien – rund 20 bis 30 pro Woche, mit einem klaren Cluster im ersten Wiener Bezirk – sind nirgendwo verlässlich gebündelt. Sie leben in Instagram-Storys, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. "Runs Near You" will genau das lösen: ein Kalender und eine Karte sein, auf der Läuferinnen und Läufer sehen, was diese Woche in ihrer Nähe läuft. Die eigentliche Schwierigkeit dabei ist ein klassisches Henne-Ei-Problem: Größere Veranstalter wollen zwar sichtbar sein, aber nicht, dass die Konkurrenz vom selben Traffic profitiert. Rund 140 Nutzerinnen und Nutzer zählt die App aktuell, organisch gewachsen, ohne großes Marketing. Besonders profund wird das Gespräch, wenn es um die Schattenseiten der Lauf-Community-Kultur geht. Marken verteilen Goodies, Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bewusst oder unbewusst zu unbezahlten Markenbotschafterinnen – mit dem Kaffee in der Hand, dem Logo zur Kamera. Träumt auch Patrick von einem großen Exit – so wie einst zwei Studenten mit einer kleinen Laufapp namens Runtastic? Die Antwort kommt ohne Umschweife: Er wolle von seinem Projekt leben können, aber nicht um jeden Preis wachsen. Nach elf Jahren als Software-Entwickler, mit drei Kindern und dem klaren Wunsch, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein, der nur aufs schnelle Geld schaut, baut er bewusst langsamer, als es das große Playbook vorschlagen würde. Reinhören lohnt sich, gerade für alle, die selbst überlegen, wie sich Laufgemeinschaft und Kommerz vertragen können, ohne dass eine Seite die andere verschlingt. Weiterlesen: https://runsnearyou.com/ Und herzlichen Dank an RUNNING & Fitness, Österreichs Laufmagazin Nummer eins unterstützt LAUF ALTER in dieser Season 3!

  • S3 · E18
    July 24 · 41 min

    Andreas Bauernfeind, 38 Gels und Jack Daniels

    Wieder einmal sitzen Tom Rottenberg und Egon Theiner im Café Zartl, und wieder einmal haben sie sich einen echten Kracher an den Tisch geholt: Andreas Bauernfeind, österreichischer Staatsmeister im 24-Stunden-Lauf, Anfang Juli erst mit 229 Kilometern in Bad Blumau gekrönt. Wer bei diesem Namen zuerst an seinen bekannteren Bruder Mario denkt, liegt nicht ganz falsch – aber Andreas hat längst seinen eigenen Weg gefunden, und der führt ihn nicht über die Marathon-Distanz, sondern in die Nacht hinein, Runde um Runde auf 1,2 Kilometern. Im Gespräch erzählt Bauernfeind, wie aus einem Elfjährigen, der 2001 gebannt vor dem Fernseher den Wien-Marathon verfolgte, über zwei Jahrzehnte ein Ultraläufer wurde – ganz ohne Trainer, ohne Verein, einfach aus Freude an der Bewegung. Erst mit 20 kam der erste strukturierte Zugang, heute trainiert er wieder eigenständig, nach dem simplen Konzept von Jack Daniels. Auf die Frage, ob der Mensch als Trainer angesichts von KI-gestützten Laufuhren verzichtbar sei, antwortet er klar: nein. Erfahrung, Körpergefühl und die eigene Entscheidungsfähigkeit lassen sich nicht outsourcen. Besonders eindrücklich schildert Bauernfeind, wie er sich auf die mental härteste Phase eines 24-Stunden-Laufs vorbereitet hat – die Nacht. Testläufe um Mitternacht, der Rat eines erfahrenen Ultrafreundes, eine bewusst eingeplante Pause: All das half ihm, ausgerechnet in der Dunkelheit ruhig zu bleiben. Schwer wurde es erst, als die Sonne aufging – und plötzlich ein ganzer Marathon noch vor ihm lag. Nebenbei spricht er offen über die wirtschaftliche Realität des Laufsports, über seinen Brotberuf als Berechnungsingenieur für Hubschrauberdrohnen, über seine Kinder, die ihn beim Training begleiten – und über die "Laufpension", in der er sich irgendwann auch dem Trailrunning und dem Spartathlon widmen will. Bis dahin: die 100-km-Weltmeisterschaft im September in Spanien. Ach ja, er spricht auch von Jack Daniels. Dabei meint er nicht den Whiskey, sondern einen prominenten Lauftrainer aus den USA! Reinhören lohnt sich – für alle, die wissen wollen, wie viel Kopf tatsächlich in 229 Kilometern steckt.

  • S3 · E17
    July 10 · 27 min

    Herbert Karl, das Mariazellerland und CRAFT

    Er ist Ambassador. Für das Laufen. Für das Mariazellerland. Für CRAFT: Und mit Herbert Karl unterhalten sich Tom Rottenberg und Egon Theiner in dieser LAUF ALTER-Episode in Mariazell. Wall laufen statt wallfahren, quasi. Mitten in der Hochsteiermark, hoch über den Dächern der Wallfahrtsstadt, haben wir mit Herbert Karl gesprochen. Mit einem, der hier aufgewachsen ist, die Welt bereist hat – und immer wieder zurückkommt. Herbert ist Läufer, Golftrainer, Bergrettungsmitglied, Dolomiten-Mann-Mitorganisator und österreichischer Repräsentant der schwedischen Laufmarke CRAFT. Genug Stoff für drei Podcasts. Wir haben (vorläufig) einen daraus gemacht. Was viele vielleicht nicht wissen: Mariazell ist nicht nur Wallfahrtsort – es ist eine echte Lauf- und Trailrunning-Region. Der Erlaufsee mit seinem wunderschönen Fünf-Kilometer-Rundkurs, Trails bis auf über 1.700 Meter Höhe, rollende Waldwege und technisches Gelände für alle Niveaus. Vom Einsteiger bis zum erfahrenen Trailrunner findet hier jeder seinen Rhythmus – und eine Kulisse - beispielsweise in den nahegelegenen Ötschergräben -, die ihresgleichen sucht. Und dann ist da noch CRAFT. Die schwedische Marke, seit 1977 im Sport-Textilbereich tätig, baut seit einigen Jahren Laufschuhe – technologisch auf Augenhöhe mit den großen Namen, aber in Österreich (immer) noch ein Geheimtipp. Herbert Karl ändert das gerade, Veranstaltung für Veranstaltung, Läufer für Läufer. 🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

  • S3 · E16
    June 26 · 1 hr

    Florian Reus, 24-h-Weltmeister, Spartathlon-Sieger

    Florian Reus, der aktuelle Gast bei LAUF ALTER, ist seit 22 Jahren Ultraläufer. Aber das ist selbstverständlich nur die halbe Geschichte. 2015 wurde er Weltmeister im 24-Stunden-Lauf – mit 263,9 Kilometern! – und gewann im selben Jahr den Spartathlon, jenen legendären 246-Kilometer-Lauf von Athen nach Sparta. Er ist bis heute der einzige Ultraläufer weltweit, dem das in einem einzigen Jahr gelungen ist. Dieses außergewöhnliche Jahr hat er in seinem Buch „Ein Jahr aus meinem Leben" (egoth Verlag) festgehalten – packend, ehrlich, inspirierend. Wie fängt so eine Geschichte an? Mit einer halben Stunde Joggen mit 18. Und einem Zeitungsartikel über den 100-Kilometer-Lauf in Biel, der alles veränderte. „Ich wusste nicht mal, dass man 100 Kilometer laufen kann", erinnert er sich. Kurz darauf war das Feuer entfacht – und es brannte seither nie wirklich ab. Was Flo antreibt, ist nicht der Wunsch nach Sicherheitszielen. Er greift lieber nach den großen Sternen – auch wenn sie unrealistisch wirken. Gerade dann. Denn dieser Sog, den ein wirklich großes Ziel erzeugt, ist für ihn die stärkste Antriebskraft überhaupt. Und der Spartathlon? „Es ist keine schöne Strecke", gibt er zu. Industriegebiete, Straßenlärm, manchmal Chaos. Aber dann: die Leonidas-Statue als Ziel, die historische Route von vor 2500 Jahren, eine gewachsene Community aus aller Welt – und ein Mythos, der sich nicht erklären lässt. Man muss ihn erlebt haben. Flo spricht über vieles andere mehr, über Dankbarkeit statt Stolz, über das Weingut, das er betreibt, über seine zwei Kinder und über das, was Ultraläufer wirklich eint: die Fähigkeit, mit sich selbst klarzukommen. #LaufAlter #Ultramarathon #Spartathlon #FlorianReus #Laufen #Ultralauf #24hWM #Running #Podcast #Buchempfehlung #egothVerlag

  • S3 · E15
    June 12 · 37 min

    Daniela Schneider, Kopf der Wienerwaldschnecken

    Schnecken sind langsam? Von wegen. Die Wienerwaldschnecken stehen regelmäßig am Podest, trainieren sechs Mal die Woche und backen nebenbei die besten Kuchen, die man je bei einem Laufbewerb wohl gegessen hat. Und das ist keine kleine Aussage. Diesmal sitzen die Hosts von LAUF ALTER im Café Zartl mit Daniela Schneider – Obfrau der Wienerwaldschnecken, Fitnesstrainerin, EMS-Studio-Betreiberin, Personaltrainerin und "Mama" von zwei großen Hunden, für die sie täglich 9 Kilometer durch den Wald läuft. Mit 6 min/km. „Das ist für mich langsam." Was euch in dieser Episode erwartet: 🐌 Warum eine Schnecke das beste Vereins-Tierchen ist, das man sich denken kann. 🏆 Die Vereinsmeisterschaft, die 52 Wochen dauert (die Formel-1-WM ist ein Kindergeburtstag dagegen) 🌲 Der Wiener Waldlauf am 7. September – 500 Startplätze, weicher Waldboden, eine kleine Gemeinheit am Schluss und Bananenschnitten, für die es sich allein schon lohnt anzumelden 💪 Warum Krafttraining ab 25 kein Optional ist – sondern Pflicht. Auch für Läufer. 🏋️ Hyrox, Calisthenics, Bleiwesten – warum wir immer neue Reize brauchen und Laufen trotzdem nie langweilig wird 🎯 Danielas großes Ziel: der erste Marathon. Irgendwo mit Ambiente. Rom vielleicht. Aber erst wenn die Zeit stimmt. Ein Gespräch über Laufen, Gemeinschaft, selbstgemachten Kuchen und die Frage, wie man 300 Menschen dazu bringt, freiwillig Zelte aufzubauen. (Spoiler: Man fragt einfach.) 🎧 Jetzt reinhören – es lohnt sich!

  • S3 · E14
    June 3 · 30 min

    Helmut Schmuck, Berglauf-Ikone und Trail-Auskenner

    Wenn dieser Tage in Kamnik, Slowenien, die Europameisterschaften im Berglauf und Trailrunning stattfinden, dann ist Helmut Schmuck, der aktuelle Gast in dieser Bonus-Folge des LAUF ALTER-Podcasts - einer, der weiß, wovon er spricht. Zweifacher Europameister, zweifacher Weltmeister – und das war er nicht von Anfang an. Er war zuerst Wildwasserpaddler. Mit 15, 16 Jahren sah der gebürtige Salzburger die Paddler auf dem Fluss vor seinem Elternhaus und wollte es auch probieren. Aus dem Paddeln wurde Laufen – eher zufällig, eher aus Versehen, wie er selbst sagt. Aber dann schnell ernst: 10.000 Meter unter 29 Minuten, 1988 Zweiter, 1990 Dritter beim Vienna City Marathon – er war letzter Österreicher, der bei diesem Event auf dem Podest stand. 1992, zwei Wochen nach den Olympischen Spielen in Barcelona, wurde er Berglauf-Weltmeister in der Toskana. Der Switch vom Marathon zum Berglauf war pragmatisch und klug: Als Polizist mit Familie und 90 Tagen Freistellung pro Jahr war das Marathonprojekt mit 20 bis 25 Stunden Training pro Woche schlicht nicht mehr umsetzbar. Im Berglauf reichten 12 bis 15 Stunden – und Schmuck gewann fast alles. Jetzt, mit 63, beobachtet er die EM in Kamnik mit Spannung und Sachverstand. Bei den Männern im Up&Down-Bewerb sieht er Potenzial für eine österreichische Medaille. Und Anna Plattner könnte im 52-Kilometer-Trail für eine Überraschung sorgen. Seine Botschaft an junge Läuferinnen und Läufer, die heute in Richtung Trail tendieren, ist klar: Geschwindigkeit auf der Straße und Technik im Gelände gehören zusammen. Wer nur eines kann, wird nie ein guter, erfolgreicher Trail-Läufer. Und paddelst du noch, Helmut? „Ich habe mein Boot wieder abgestaubt." Dank geht an RUNNING & Fitness (das aktuelle Magazin kommt dieser Tage übrigens auch in den Handel) und an Craft und Mariazellerland Tourismus, die LAUF ALTER zu einer Presse- und Laufreise nach Mariazell und Umgebung eingeladen hatten.

  • S3 · E13
    May 29 · 38 min

    Daniel Strobl, und die Kunst des langen Laufens

    Mit 14 Jahren zum ersten Mal in die Laufszene gestolpert, mit 16 das erste Mal 150 Kilometer am Stück gelaufen – von Stegersbach nach Mariazell, in einer Gruppe von acht Leuten, die sich „Marathon Team Austria" nannten. Heute ist Daniel Strobl 36, lebt in der Steiermark, arbeitet im Gesundheitsbereich und veranstaltet seit acht Jahren einen der bemerkenswertesten Ultralaufbewerbe Österreichs: die 24 Stunden von Bad Blumau. Was treibt einen dazu, 24 Stunden lang auf einer 1,2-Kilometer-Runde seine Kreise zu drehen? Daniel hat eine klare Antwort: „24 Stunden ist genau ein Tag – und man erlebt dabei so viele verschiedene Gefühlslagen." Start ist am Samstag um 10 Uhr, Ziel am Sonntag um 10 Uhr. Dazwischen: Hitze, Nacht, Dämmerung, Schmerz, Zweifel – und irgendwann, wenn die Sonne wieder aufgeht, das Gefühl, das Ultralaufende so gut beschreiben: Es geht wieder. Im Gespräch mit Daniel Strobl geht es um die mentale Seite des langen Laufens, um die Kunst des Filetierens – „jetzt laufe ich einen ersten Marathon und dann schauen wir" –, um die Frage, ob ein 24-Stunden-Lauf auch für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet ist (überraschende Antwort: ja), und um eine kleine, feine Community, die sich gegenseitig aufbaut, anfeuert und manchmal auch gemeinsam verläuft. Denn auch das passiert: Nach 18 oder 19 Stunden biegt man einfach geradeaus ab, wo man rechts abbiegen sollte. Die Beine laufen, der Kopf schläft. Die 24 Stunden von Bad Blumau finden 2026 am 4.-5. Juli statt. Hier gibt es weitere Informationen: https://www.24-stundenlauf.at/ Großer Dank geht an das Magazin RUNNING & Fitness, das den Podcast LAUF ALTER in dieser Saison unterstützt: Auf www.running.co,at kann auch das Abo gelöst werden - es zahlt sich aus!

  • S3 · E12
    May 15 · 29 min

    Kerstin Strubreiter: Mit Runners Unlimited um die Welt

    Sie war gerade aus Boston zurückgekehrt, vom 130. Boston Marathon – und schon saß Kerstin Strubreiter von Runners Unlimited bei LAUF ALTER im Cafe Zartl. Wer die Kerstin in Wien erwischen will, muss schnell sein. Denn während andere träumen, organisiert sie: Startplätze bei den Big Six, Reisepakete zu den größten Marathons der Welt, und das seit über 30 Jahren. Runners Unlimited – das Label unter dem Dach von RUEFA Reisen – ist in Österreich der exklusive Anbieter für Startplätze bei den World Marathon Majors. Berlin, London, Tokio, Chicago, Boston, New York: Wer keine Qualifikationszeit hat oder in der Lotterie leer ausgeht, kommt über Runners Unlimited an den Start. Das Prinzip ist einfach: Paket buchen, Startnummer erhalten, laufen. „Das Laufen müssen sie aber schon selbst machen", sagt Kerstin – und das werde auch nie ein Angebot von Runners Unlimited werden. Im Gespräch mit Tom und Egon erzählt sie, warum die Big Six bald die Big Nine werden – mit Kapstadt, Sydney und Shanghai ab 2027 –, was die gesamte Sammlung kostet (Schätzung: 40.000 bis 50.000 Euro), wie sich das Publikum verändert hat – früher männlich und 50 plus, heute weiblich und ab 30 –, und warum Paris trotz Weltklasse-Atmosphäre keine Ambitionen hat, Teil einer großen Serie zu werden. Und ihre Lieblingsdestination? New York. Natürlich. Selbst laufen will Kerstin übrigens nicht. Ihr Kopf sei nicht bereit dafür. „Und das ist gut so", sagt Egon. „Irgendwer muss die Leute ja auch betreuen." Weitere Informationen: https://runners-unlimited.com/ www.cafe-zartl.at Bedanken wollen wir uns beim Sportmagazin RUNNING & Fitness (www.running.co,at),. das den Podcast in dieser Saison 3 dankenswerterweise unterstützt!

  • S3 · E11
    May 1 · 39 min

    Gesa Koß, von schlechter Laune-Läuferin zur Frontrunner

    Gesa Koß kommt aus Norddeutschland, lebt seit 2011 in Wien und hat sich die Stadt längst zu eigen gemacht – inklusive Staatsbürgerschaft, Wiener Schmäh und Prater Hauptallee. Tagsüber sorgt sie bei Austro Control dafür, dass Flugzeuge sicher durch den österreichischen Luftraum kommen. Nach der Arbeit zieht sie die Laufschuhe an. Und hier ist sie Gast bei LAUF ALTER. Laufen? Dass es dazu einmal kommen würde, hätte sie selbst nicht vorhergesehen. Laufen? Das war früher gleichbedeutend mit Seitenstechen und schlechter Laune. Dann kam die Pandemie, und Spazierengehen war ihr einfach zu wenig. Sie begann gezielt zu laufen, lernte die richtige Technik bevor sie die Kilometer steigerte – und entdeckte plötzlich, was ihr Körper tatsächlich kann. Das Seitenstechen blieb aus. Die Leidenschaft blieb. Beim Vienna City Marathon 2024 lief sie die 42,195 Kilometer in 3:56 Stunden. Nicht auf Zeit, sondern auf Genuss – mit dem klaren Vorsatz, das Erlebnis so schön zu gestalten, dass sie es wiederholen will. Hat funktioniert. Als nächstes steht eine Sub-1:45 im Halbmarathon auf dem Programm, Hamburg hat diese Rechnung noch offen gelassen. Seit Anfang 2026 ist sie eine ASICS Frontrunner Österreich – und damit ein gutes Argument gegen das Klischee, dass Markenbotschafter zwingend reich an Followern sein müssen. Gesa Koß hat auf Instagram rund 700 Freunde und teilt dort, was Laufen ihr bedeutet. Für ASICS war genau das der Grund, sie ins Team zu holen. Außerdem ist sie Teil der "Running Underdogs" – einer Laufgruppe, die beweist, dass man (auch jenseits der 30) noch einige Leute überraschen kann. Der Name ist Programm: unterschätzt werden, und dann trotzdem auf dem Treppchen landen. Im Podcast sprechen Tom Rottenberg und Egon Theiner mit Gesa über Seitenstechen als Ausgangspunkt, über Marathon als Genusserlebnis, über 700 Follower als vollkommen ausreichend – und darüber, ob Trail als nächstes Kapitel auf sie wartet. Werbung wird auch gemacht: Für das Sportmagazin RUNNING & Fitness, das den Podcast in dieser dritten Saison dankenswerterweise unterstützt. Und für das Hochfügen Hightrails Festival am 9. August in Tirol, in dessen Rahmen die österreichischen Meisterschaften im Trail Classic ausgetragen werden. Drei Distanzen stehen zur Auswahl, jedermann und jederfrau findet bei diesem Hochamt des Trailsports die Herausforderung seiner bzw. ihrer Wahl! Mehr hier: https://hochfuegen-hightrails.at/ https://running.co.at https://www.instagram.com/gesas_lauflife/

  • S3 · E10
    April 24 · 43 min

    Alfred Biela - bei allen Vienna City Marathons im Ziel!

    Das ist eine Bonus-Episode von LAUF ALTER, der Aktualität geschuldet (der VCM liegt ja gerade mal ein paar Tage zurück), und der Persönlichkeit zu verdanken, die wir heute vor unseren Mikrophonen haben. Alfred Biela ist einer von ganz wenigen, die bei allen bisherigen Wien-Marathons am Start standen und das Ziel erreichten. Biela, Jahrgang 1952, ist ein besonderer Schlag Mensch. Er erzählt, wie er bei der ersten österreichischen Marathon-Meisterschaft (1983) als Zuschauer dabei war und von einer Zwölfjährigen fasziniert war: Monika Frisch gewann die Damenwertung. Von ihr inspiriert, besorgte er sich in Tony's Laufshop die notwendigen Schuhe und bestritt im Frühjahr 1984 den ersten Wien-Marathon. "Weil ich wissen wollte, ob ich das auch schaffe." Er schaffte es in 3:04 Stunden, "das war relativ gut, und ich habe ein bisschen trainiert vorher." Aus einem wurden zwei, drei, vier, und so weiter. Alfred Biela bestritt auch anderorts Marathon-Bewerbe, hauptsächlich in Niederösterreich und der Steiermark. Die Distanzen wurden länger, er bestritt 100 km-Rennen und 12- oder 24-Stunden-Läufe, "Einen Marathon pro Jahr zu laufen, das ist kein Problem. Aber jedes Jahr einen bestimmten zu bestreiten, das kann herausfordernd sein, Da muss alles passen, da darf man nicht verletzt sein oder krank", sagt Biela. "Einmal bin ich krank angetreten - davon muss ich nur abraten!" Der Lauf- und Bewegungsenthusiast freut, wie sehr sich die Stimmung in Wien und bei den Zuschauern im Laufe der Jahrzehnte verändert und verbessert hat. Beim ersten Marathon wurden die Teilnehmer:innen, nun ja: beschimpft ("schleichts euch, ihr Trottl'n!"), heute gehört der Event zu Wien. Und das ist gut so. Alfred Biela erzählt von seinem Vater, der mit 70 Jahren schneller war als er selbst heute. Er sagt von sich, dass er kein Wettkampftyp ist (aber ein bissl ein sportlicher Ehrgeiz ist schon vorhanden). "Ich bin nicht einer, der ins Ziel kommen und umfallen will - ich will lächelnd den Marathon beenden." In diesem Jahr 2026 warteten die VCM-Macher, ein Blumenstrauß, eine Finishermedaille und ein Spalier, gebildet von VCM-Mitarbeiter:innen, auf ihn. "Es ist eigentlich nicht so wichtig, was ich mache." Aber stolz, ein bisschen zumindest machen ihn seine Leistungen schon auch. Es ist ein Genuß, mit Alfred Biela zu plaudern! Unbedingt reinhören! Und abschließend, besten Dank an das Magazin RUNNING & Fitness, das den Podcast LAUF ALTER in dieser Season 3 unterstützt - ein Abonnement dieser Publikation zahlt sich allemal aus. Bewerben wollen wir auch das Hochfügen Hightrails Frestival am 9. August - da wird die österreichische Trail Classic-Meisterschaft ausgetragen, und es gibt Distanzen für alle! Alfred Biela wird da eher nicht dabei sein, aber so gut wie sicher beim 44. VCM 2027. Hier mehr erfahren: https://hochfuegen-hightrails.at https://www.running.co.at https://www.vienna-marathon.com/

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