Artwork for Klinisch Relevant Podcast
Health & Fitness

Klinisch Relevant Podcast

Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler

Klinisch Relevant ist Dein Wissenspartner für das Gesundheitswesen. In unserem Podcast liefern wir Dir 3x/Woche, nämlich dienstags, donnerstags und samstags, Fachwissen in Deinen klinischen Alltag. Damit wollen wir die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Medizin und damit die Qualität der Patient*innenversorgung verbessern.

Du arbeitest in einem medizinischen Fachberuf oder interessierst Dich für medizinische Themen? Dann bist Du hier genau richtig.

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Klinisch Relevant
Intelligence for healthcare professionals

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  • June 9 · 29 min

    Die Rolle der Logopädie in der Palliativmedizin - mit Cordula Winterholler

    Logopädie in der Palliativmedizin – mehr als Schlucken und Sprechen Mit: Cordula Winterholler Worum geht’s in dieser Folge? Welche Rolle spielt die Logopädie in der Palliativversorgung? Für viele Kolleg:innen scheint die Antwort zunächst nicht offensichtlich zu sein. Dabei gehören Themen wie Essen, Trinken, Schlucken, Kommunikation und Teilhabe zu den zentralen Bedürfnissen von Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen. In dieser Folge spricht Kai Gruhn mit der Logopädin Cordula Winterholler über die oft unterschätzte Bedeutung der Logopädie in der Palliativmedizin. Anhand konkreter Beispiele – insbesondere aus der Betreuung von Menschen mit ALS – wird deutlich, wie logopädische Expertise Lebensqualität, Autonomie und Kommunikation bis zum Lebensende unterstützen kann. Zu Gast Cordula Winterholler ist Logopädin, Autorin und Referentin mit besonderem Schwerpunkt auf palliativer Logopädie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Maria Bartel beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie logopädische Versorgung in palliativen Settings gestaltet werden kann. Zentrale Themen der Folge Haben Logopäd:innen überhaupt eine Rolle in der Palliativmedizin? Eine provokante Einstiegsfrage der Folge. Obwohl Schluckstörungen, Kommunikationsprobleme und Ernährungsfragen im palliativen Alltag häufig auftreten, sind Logopäd:innen bislang vielerorts nicht selbstverständlich in palliative Versorgungsteams integriert. Diskutiert werden mögliche Gründe: Palliativmedizin wird häufig ausschließlich mit der Terminalphase assoziiert mangelnde Bekanntheit logopädischer Kompetenzen historisch starke Orientierung der Palliativversorgung an onkologischen Erkrankungen Palliativmedizin beginnt nicht erst am Lebensende Ein zentrales Anliegen von Cordula Winterholler: Palliative Versorgung beginnt gemäß WHO-Definition bereits mit der Diagnose einer lebenslimitierenden Erkrankung – nicht erst in der Finalphase. Dadurch entstehen zahlreiche Ansatzpunkte für logopädische Interventionen: Beratung Symptommanagement Kommunikationsförderung Unterstützung von Alltagsaktivitäten Angehörigenarbeit Schlucken, Essen und Trinken – zentrale Themen bis zuletzt Essen und Trinken bedeuten weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Besprochen werden: Dysphagie bei neurologischen und onkologischen Erkrankungen Ernährungsmanagement Konsistenzanpassungen Aspirationsrisiken Lebensqualität trotz funktioneller Einschränkungen Dabei steht nicht die Funktionsverbesserung um jeden Preis im Vordergrund, sondern die Frage: 👉 Was ist für die Patientin oder den Patienten in der aktuellen Lebensphase wichtig? ALS als Beispiel für palliative Logopädie Frühe Diagnostik und Begleitung Am Beispiel der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) beschreibt Cordula Winterholler die verschiedenen Aufgaben der Logopädie. Bereits bei ersten Sprachveränderungen erfolgt: umfassende Diagnostik Schluckdiagnostik Ernährungsassessment Beobachtung von Atemfunktion und Belastbarkeit Oft zeigen sich bereits früh: Gewichtsverlust Mangelernährung kompensierte Schluckstörungen Alltag statt Defizite Ein wichtiger Gedanke der Folge: Palliative Logopädie orientiert sich nicht primär an Funktionsverlusten, sondern am gelebten Alltag. Fragen sind beispielsweise: Wie kann Berufstätigkeit erhalten bleiben? Welche Hilfsmittel entlasten die Kommunikation? Wie lassen sich soziale Aktivitäten weiterhin ermöglichen? Unterstützte Kommunikation und digitale Hilfsmittel Ein besonders spannendes Themenfeld: Die moderne Logopädie nutzt heute eine Vielzahl technischer Möglichkeiten: Kommunikationshilfen Sprachcomputer Augensteuerung KI-gestützte Systeme Besprochen wird außerdem das sogenannte Speech Banking: Dabei wird die eigene Stimme aufgezeichnet, solange sie noch ausreichend erhalten ist, um sie später in unterstützten Kommunikationssystemen weiter nutzen zu können. PEG, Ernährung und ethische Entscheidungen Ein wiederkehrendes Thema in der palliativen Versorgung: Wann sollte eine PEG-Anlage diskutiert werden? Welche Werte und Wünsche stehen hinter einer Ablehnung? Wie können Patient:innen bei komplexen Entscheidungen begleitet werden? Die Folge macht deutlich: Logopäd:innen sind nicht nur therapeutisch tätig, sondern begleiten auch Entscheidungsprozesse und ethische Fragestellungen. Ethik als Kernkompetenz Ein zentrales Kapitel des geplanten Fachbuchs widmet sich ethischen Fragestellungen: künstliche Ernährung Autonomie Lebensqualität Therapiezieländerungen Umgang mit existenziellen Fragen Denn Patient:innen stellen häufig Fragen, die weit über die reine Funktion hinausgehen: „Was soll das alles eigentlich noch?“ Auch für solche Gespräche braucht es professionelle Kompetenz und Haltung. Warum Logopädie Teil des Palliativteams sein sollte Cordula Winterholler plädiert dafür, Logopäd:innen nicht nur konsiliarisch hinzuzuziehen, sondern fest in Palliativteams zu integrieren. Gründe hierfür: kontinuierliche Begleitung gemeinsame ethische Entscheidungsfindung Entwicklung einer gemeinsamen Teamhaltung bessere individuelle Lösungen für Patient:innen und Angehörige Das neue Fachbuch zur palliativen Logopädie Gemeinsam mit Maria Bartel arbeitet Cordula Winterholler derzeit an einem umfassenden Fachbuch zur palliativen Logopädie. Themen werden unter anderem sein: Grundlagen der palliativen Logopädie internationale Perspektiven Ethik Kommunikation Angehörigenarbeit unterschiedliche palliative Settings neurologische und onkologische Erkrankungen Take-Home Messages Palliative Logopädie beginnt nicht erst in der Sterbephase. Kommunikation, Schlucken und Essen sind zentrale Aspekte von Lebensqualität. Logopäd:innen begleiten nicht nur Funktionen, sondern Menschen in komplexen Lebenssituationen. Unterstützte Kommunikation gewinnt durch Digitalisierung und KI zunehmend an Bedeutung. Ethische Fragestellungen gehören zum logopädischen Alltag in palliativen Settings. Eine feste Integration der Logopädie in Palliativteams kann die Versorgung deutlich verbessern. Hörenswert für Palliativmediziner:innen Logopäd:innen Neurolog:innen SAPV-Teams Pflegefachpersonen Therapeutische Berufe Alle, die Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen begleiten Weitere Informationen https://forum-logopaedie.de/artikel/angehoerigenarbeit-in-der-palliativen-logopaedie/ https://www.skvshop.de/logopaedie/palliative-care-978-3-8248-1301-8.html Eine Folge über Lebensqualität, Kommunikation und die Frage, wie therapeutische Begleitung auch dann noch sinnvoll sein kann, wenn Heilung nicht mehr das Ziel ist. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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  • June 6 · 17 min

    Psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notfallambulanzen - mit Dr. Heribert Kirchner

    Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notaufnahmen Dr. Heribert Kirchner Worum geht’s in dieser Folge? Psychiatrische Patient:innen gehören längst zum Alltag deutscher Notaufnahmen. Doch wie häufig stellen sich Menschen mit psychischen Beschwerden vor, ohne dass ein akut behandlungsbedürftiger Notfall vorliegt? Welche Diagnosen stehen dahinter? Und was bedeutet das für ein Gesundheitssystem, dessen Notaufnahmen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen geraten? In dieser Folge spricht Dr. Heribert Kirchner über die erste bundesweite Studie zu nichtdringlichen psychiatrischen Vorstellungen in deutschen Notaufnahmen und ordnet die Ergebnisse aus versorgungswissenschaftlicher Perspektive ein. Zu Gast Dr. Heribert Kirchner ist Psychiater und Versorgungsforscher. Gemeinsam mit Kolleg:innen um Prof. Broska und Prof. Pajonk untersuchte er erstmals bundesweit die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen anhand von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Studie im Überblick "Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany" Veröffentlicht in der Fachzeitschrift Psychiatry Research. Was wurde untersucht? Bisher gab es in Deutschland kaum belastbare Daten zur Frage, wie häufig sich Menschen mit nichtdringlichen psychiatrischen Beschwerden in Notaufnahmen vorstellen. Für die Studie wurden bundesweite Abrechnungsdaten analysiert: Zeitraum: 2012–2022 bundesweite Datenerhebung interdisziplinäre Notaufnahmen psychiatrische Diagnosen mit Notfallkennzeichnung Damit liefert die Arbeit erstmals einen Überblick über die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Zentrale Ergebnisse Psychiatrische Notfälle sind kein Randphänomen Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören mittlerweile zu den häufigsten Gründen für eine Notaufnahmevorstellung. Im Vergleich der Fachbereiche liegen sie hinter: internistischen Notfällen traumatologisch-unfallchirurgischen Notfällen neurologischen Notfällen und zählen damit zu den versorgungsrelevanten Patientengruppen in deutschen Notaufnahmen. Wie häufig sind nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen? Die Analyse zeigt: geschätzt 250.000 bis 300.000 nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen pro Jahr etwa 2–3 % aller Notaufnahmekontakte deutlicher Anstieg über den Beobachtungszeitraum Obwohl der prozentuale Anteil zunächst klein erscheint, entstehen aufgrund der hohen Gesamtzahl von Notaufnahmebesuchen erhebliche absolute Fallzahlen. Welche Diagnosen stehen im Vordergrund? Angst- und Panikstörungen Eine der überraschendsten Beobachtungen der Studie: Angst- und Panikstörungen machten einen besonders großen Anteil der nichtdringlichen Vorstellungen aus. Die Forschenden hatten ursprünglich erwartet, dass depressive Erkrankungen häufiger vertreten sein würden. Affektive Störungen Ebenfalls häufig: depressive Episoden andere affektive Erkrankungen Substanzassoziierte Vorstellungen Besonders relevant: alkoholassoziierte Vorstellungsgründe Darüber hinaus wurden cannabisassoziierte Vorstellungen gesondert analysiert. Warum landen Betroffene in der Notaufnahme? Die Folge diskutiert verschiedene Ursachen: Hohe Verfügbarkeit der Notaufnahme Für viele Menschen ist die Notaufnahme: rund um die Uhr erreichbar niedrigschwellig zugänglich als kompetente Anlaufstelle bekannt Mangelnde Versorgungsangebote Häufige Gründe: lange Wartezeiten auf ambulante Termine regionale Unterversorgung fehlende Krisenangebote Viele Betroffene erleben ihre Situation subjektiv als Notfall und suchen deshalb Hilfe in der Zentralen Notaufnahme. Sinkende Gesundheitskompetenz? Diskutiert wird außerdem die Frage, ob Patient:innen heute schwieriger einschätzen können, welche Beschwerden tatsächlich notfallmedizinisch behandelt werden müssen und welche besser in anderen Versorgungsstrukturen aufgehoben wären. ⚠️ Besondere Herausforderungen für Notaufnahmen Psychiatrische Notfälle sind schwer zu triagieren Im Gegensatz zu: Schlaganfall Herzinfarkt Trauma existieren für viele psychiatrische Beschwerden keine klaren diagnostischen Algorithmen. Das stellt Notaufnahmen vor besondere Herausforderungen: schwierige Priorisierung hoher Gesprächsbedarf begrenzte psychiatrische Expertise vor Ort Überfüllung hat Konsequenzen Die zunehmende Belastung deutscher Notaufnahmen ist mehr als ein organisatorisches Problem. Überfüllte Notaufnahmen sind assoziiert mit: längeren Wartezeiten geringerer Versorgungsqualität längeren Aufenthaltsdauern erhöhter Mortalität Lösungsansätze Diskutiert werden verschiedene Strategien: bessere Patientensteuerung Ausbau von Bereitschaftsdienststrukturen integrierte Leitstellenmodelle stärkere Aufklärung der Bevölkerung Verbesserung ambulanter psychiatrischer Versorgungsangebote telemedizinische Konzepte Dabei wird deutlich: Eine nachhaltige Lösung kann nur durch Veränderungen sowohl auf Patienten- als auch auf Systemebene gelingen. Take-Home Messages Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der Notaufnahme. Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen nehmen seit Jahren zu. Angst- und Panikstörungen spielen eine größere Rolle als bislang angenommen. Überfüllte Notaufnahmen beeinträchtigen die Versorgungsqualität nachweislich. Psychiatrische Patient:innen benötigen oft andere Versorgungsstrukturen als klassische Notfallpatient:innen. Die Ergebnisse der Studie haben hohe gesundheitspolitische und versorgungswissenschaftliche Relevanz. 📖 Weiterführende Literatur Kirchner H. et al. Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany 🎧 Hörenswert für Ärzt:innen in Notaufnahme, Psychiatrie und Allgemeinmedizin Pflegefachpersonen Rettungsdienstpersonal Versorgungsforscher:innen Gesundheitsmanager:innen Gesundheitspolitisch Interessierte 🔗 Weitere Informationen Klinisch Relevant Eine spannende Folge über die Schnittstelle zwischen Psychiatrie, Notfallmedizin und Gesundheitssystem – und darüber, warum steigende Patientenzahlen allein noch nicht die ganze Geschichte erzählen. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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  • May 30 · 45 min

    Raucherentwöhnung - mit Dr. Hans Jörg Baumann

    Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um! In diesem Podcast thematisieren wir, wie Rauchen verschiedene Krankheiten beeinflusst und sprechen über praktische Kommunikationstipps für Gesundheitsfachkräfte, die Patienten zum Aufhören motivieren möchten. Dr. Hans Jörg Baumann teilt evidenzbasierte Strategien und klärt Missverständnisse rund um den Rauchstopp auf. Hauptthemen: Die Korrelation zwischen Rauchen und Krankheiten wie COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs Die Bedeutung der frühen Prävention statt der Behandlung von Schäden Sozioökonomische Faktoren, die die Raucherprävalenz beeinflussen Die Auswirkungen und Missverständnisse über E-Zigaretten und Vaping Praktische Methoden für Ärzte, um Patienten zum Rauchstopp zu motivieren Die Rolle der Suchtbehandlung und Verhaltensmaßnahmen beim Aufhören Umgang mit Ängsten vor Gewichtszunahme während des Aufhörens Kosten-Nutzen und gesellschaftliche Auswirkungen von Rauchverboten und Ausstiegsprogrammen Zeitstempel: 00:00 - Einführung in die Bedeutung der Prävention rauchbedingter Krankheiten 02:24 - Aktuelle Raucherquoten in Deutschland und sozioökonomische Faktoren 04:02 - Häufigste rauchbedingte Krankheiten in verschiedenen Fachgebieten 05:43 - Überblick über Abhängigkeit und Behandlungsoptionen für Tabaksucht 09:01 - Die Wirksamkeit des Aufhörens zur Reduzierung von Krankheitsrisiken und Sterblichkeit 10:50 - Wie man schwere Tabaksucht für gezielte Behandlung identifiziert 12:12 - Auswirkungen des Rauchstopps auf COPD-Exazerbationen und Gesundheitskosten 14:56 - Die nicht-lineare Risikobeziehung zwischen gerauchten Zigaretten und kardiovaskulären Ereignissen 16:20 - Warum kontrollierte Rauchreduktion weniger effektiv ist als vollständiger Stopp 17:42 - Herausforderungen bei der Motivation von Patienten und die Bedeutung sinnvoller Gespräche 22:35 - Strategien zur Unterstützung von Patienten beim Rauchstopp, einschließlich Verhaltens- und pharmakologischer Methoden 25:54 - Die Bedeutung strukturierter Ausstiegsprogramme und verfügbarer Ressourcen 30:50 - Umgang mit Gewichtszunahmebedenken und wissenschaftliche Beweise zur Entkräftung von Mythen 32:16 - Langzeitdaten zu den Auswirkungen des Rauchstopps und die Rolle von E-Zigaretten 37:23 - Politische und industrielle Einflüsse auf Tabak- und E-Zigarettenmärkte 39:22 - Umwelt- und ökologische Probleme im Zusammenhang mit E-Zigaretten und Batteriemüll 43:03 - Praktische Kommunikationstipps und verfügbare Schulungsressourcen für Ärzte Ressourcen & Links: Studie Debra zum Rauchverhalten Rauchfrei vom Bundesinstitut für Gesundheit Fortbildung der DGP zur Raucherentwöhnung Vielen Dank fürs Zuhören, und denk daran: Das effektivste Werkzeug zur Förderung des Aufhörens ist das Gespräch des Gesundheitsfachmanns — ein Handwerk, das erlernt und perfektioniert werden kann. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 23 · 46 min

    DMEA 2026 - mit Dr. Johanna Ludwig und Dr. Timothy Goering

    👉Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau gerne mal nach unseren aktuellen Kursen! 🎙️ Shownotes – Live von der DMEA in Berlin Für diese besondere Podcastfolge waren wir – Kai und Dietrich – live auf der DMEA in Berlin unterwegs. Die DMEA gilt als eines der wichtigsten Events für digitale Gesundheitsversorgung in Europa und bringt jedes Jahr Expert:innen aus Medizin, IT, Politik und Gesundheitswirtschaft zusammen. Mitten auf der Messe – in einer gläsernen Podcast-Box – haben wir über Digitalisierung im Gesundheitswesen gesprochen: Was läuft bereits gut? Wo hakt es im klinischen Alltag? Und wie schaffen wir es, digitale Lösungen wirklich sinnvoll in die Versorgung zu integrieren? Außerdem hatten wir die Gelegenheit, mit zwei spannenden Gästen zu sprechen: Dr. Johanna Ludwig Sie gab uns spannende Einblicke in die Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur und die aktuellen Herausforderungen der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Dr. Ludwig verantwortet bei der gematik versorgungsorientierte Digitalisierungsprozesse und bringt gleichzeitig langjährige klinische Erfahrung mit. Dr. Timothy Goering Als Leiter für IT, Medizintechnik und Digitalisierung im Krankenhaus berichtete er aus der Praxis: Wie gelingt Digitalisierung im Klinikalltag? Welche Hürden gibt es bei Infrastruktur, Prozessen und Change Management? Und was braucht es wirklich, damit digitale Transformation im Gesundheitswesen funktioniert? Eine Folge über digitale Realität statt Buzzwords – direkt von einer der wichtigsten Digital-Health-Bühnen Europas. ⸻ 🔗 Weiterführende Links * DMEA – Connecting Digital Health Dr. Johanna Ludwig bei der gematik Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 21 · 6 min

    Arzneimittelexanthem - mit Dr. Alice Martin

    Arzneimittelexantem - mit Dr. Alice Martin 🧠 Worum geht’s in dieser Folge? Arzneimittelexantheme gehören zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelreaktionen im klinischen Alltag und betreffen nahezu alle Fachdisziplinen. In dieser kompakten Folge aus der Kooperation mit mediLogin geht es um das makulopapulöse Arzneimittelexanthem – von der immunologischen Grundlage über die klinische Präsentation bis hin zu Diagnostik und Therapie. 🩺 Zentrale Inhalte der Folge Unerwünschte Arzneimittelreaktionen: Typ A vs. Typ B Die Folge startet mit der grundlegenden Einteilung unerwünschter Arzneimittelwirkungen: Typ A („augmented“) dosisabhängig reproduzierbar direkt mit der Arzneimittelwirkung verbunden Beispiel: Hypotonie unter Antihypertensiva Typ B („bizarre“) nicht dosisabhängig selten nicht reproduzierbar häufig immunologisch vermittelt ➡️ Arzneimittelexantheme gehören zu den Typ-B-Reaktionen. Immunologische Grundlagen Besprochen werden: IgE-vermittelte Soforttypreaktionen Nicht-IgE-vermittelte Reaktionen Typ-I-Reaktionen Urtikaria Anaphylaxie häufig durch: Penicilline Cephalosporine Typ-IV-Reaktion Das makulopapulöse Arzneimittelexanthem ist: T-Zell-vermittelt verzögert auftretend Ausdruck einer zellulären Immunantwort Wichtiger Mechanismus: Sensibilisierung beim Erstkontakt schnellere Reaktion bei Reexposition 🔬 Klinik des makulopapulösen Arzneimittelexanthems Typische Merkmale: Beginn meist 1–2 Wochen nach Therapiebeginn zunächst stammbetont Ausbreitung auf Extremitäten Gesicht seltener betroffen häufig Juckreiz Morphologie: generalisiertes erythematöses makulopapulöses Exanthem unterschiedliche Erscheinungsformen möglich: psoriasiform lichenoid Sonderform: Baboon-Syndrom / SDRIFE Besprochen wird außerdem: 🐒 SDRIFE (Systemic Drug-Related Intertriginous and Flexural Exanthema) Charakteristika: symmetrisches erythematöses Exanthem bevorzugt gluteal/intertriginös lokalisiert medikamentös ausgelöst 🔬 Histologie & Diagnostik Histologischer Befund: Grenzflächendermatitis oberflächlich gemischtzelliges Infiltrat CD3-positive T-Zellen In der Praxis entscheidend: Anamnese zeitlicher Zusammenhang klinische Präsentation ➡️ Die Diagnose wird meist klinisch gestellt. 💊 Therapie Zentral ist: konsequentes Absetzen bzw. Meiden des auslösenden Medikaments Je nach Schweregrad: topische Glucocorticoide systemische Glucocorticoide Antihistaminika bei Pruritus 💡 Take-Home Messages Arzneimittelexantheme zählen zu den häufigsten immunologischen Arzneimittelreaktionen Das makulopapulöse Arzneimittelexanthem ist eine Typ-IV-Reaktion Entscheidend sind: sorgfältige Anamnese zeitlicher Verlauf klinische Morphologie Therapie der Wahl: Auslöser identifizieren und absetzen Differenzialdiagnostisch müssen schwere kutane Arzneimittelreaktionen ausgeschlossen werden 🎧 Über mediLogin mediLogin bietet zertifizierte Onlinekurse für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal. Weitere Informationen: mediLogin Klinisch Relevant Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 19 · 43 min

    Kindeswohl schützen: unser therapeutischer Auftrag - mit Miriam Koppelt und Paulina Laube

    In dieser Folge tauchen wir tief in das Thema Kinderschutz ein. Wir sprechen darüber, wie Therapeut*innnen (z. B. aus der Ergotherapie) Gefährdungssituationen erkennen, welche rechtlichen Grundlagen gelten und wie man den Herausforderungen der digitalen Welt – von Sexting bis Cybergrooming – begegnet. Kapitelübersicht & Highlights 1. Einstieg: Die Rolle der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ (IseF) Was ist eine IseF? Erfahren Sie, warum diese Experten eine zentrale Rolle bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdung spielen und worauf Therapeuten einen gesetzlichen Anspruch haben. Zentraler Schutzauftrag: Warum Kinderschutz gerade in therapeutischen Praxen kein Randthema, sondern Kernaufgabe ist. 2. Rechtliche Grundlagen & „Bauchgefühl“ Gesetzes-Check: Ein Überblick über den § 8a SGB VIII und den § 4 KKG, der die Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger regelt. Vom Gefühl zur Gewissheit: Wie man diffuse Signale strukturiert einordnet und welche „gewichtigen Anhaltspunkte“ für eine Gefährdung sprechen. 3. Alarmsignale in der Praxis: Erkennen und Handeln Physische Anzeichen: Ein detaillierter Blick auf Hämatome. Wo sind sie bei mobilen Kindern normal und wann sind sie „Hotspots“ für Misshandlung (z. B. Ohren, Hals, Genitalien)?. Vernachlässigung & Emotionale Gewalt: Definitionen von körperlicher bis hin zu medizinischer Vernachlässigung und die oft übersehenen „leisen Signale“. 4. Digitaler Kinderschutz: Neue Gefahren im Netz Cybergrooming & Sexting: Warum diese Themen heute relevanter denn je sind und wie Täter typischerweise vorgehen. Prävention: Wie wir Kinder stärken können, sicher mit digitalen Medien umzugehen. 5. Kommunikation & Netzwerke Elternarbeit: Schwierige Beobachtungen ansprechen, ohne die therapeutische Beziehung zu gefährden. Wann sollte das Gespräch mit den Eltern erfolgen und wann ist Vorsicht geboten?. Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Rolle von Jugendamt, Schulen und der Medizinischen Kinderschutzhotline (0800 19210 00) als rund um die Uhr verfügbares Beratungsangebot. Die 3 wichtigsten Take-Home Messages für Therapeuten: Sicherheit durch Beratung: Nutzen Sie Ihren Anspruch auf Beratung durch eine IseF bei Verdachtsmomenten. Genaues Hinsehen: Achten Sie auf unpassende Unfallhergänge bei Verletzungen und untypische Lokalisationen von Hämatomen. Strukturiertes Vorgehen: Ein gelebtes Schutzkonzept in der Praxis gibt Handlungssicherheit im Ernstfall Weiterführende Links: karte infos für pflegekräfte 2022.indd 027-069z4S3KinderschutzleitlinieKitteltaschenkarteHämatome_2020-05.pdf Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 16 · 26 min

    Weisheiten aus der Intensivmedizin - mit Dr. Mark Weinert

    Bevor es in die Shownotes geht: Kennst Du die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um! Weisheiten aus der Intensivmedizin - mit Dr. Mark Weinert Worum geht’s in dieser Folge? Intensivmedizin bewegt sich täglich zwischen Hochleistungsmedizin, ethischen Grenzsituationen und menschlicher Belastung. In dieser Folge spricht Dr. Marc Weinert über sein neues Buch „101 Intensivmedizin-Perlen“ – eine Sammlung klinischer Weisheiten, Erfahrungen und evidenzbasierter Denkanstöße aus dem intensivmedizinischen Alltag. Dabei geht es nicht nur um Beatmung, Reanimation oder Prognosen, sondern auch um Kommunikation, Humor, Burnout-Prävention und die Frage, wie man langfristig gesund in einem anspruchsvollen medizinischen Umfeld arbeiten kann. 📚 Was steckt hinter den „101 Perlen“? Die Perlen basieren auf: klinischer Erfahrung typischen Sprüchen & Weisheiten aus dem Klinikalltag Beiträgen zahlreicher Kolleg:innen und vor allem: wissenschaftlicher Evidenz Zu jeder „Perle“ wurden Studien recherchiert und eingeordnet – mit dem Ziel, praktische Erfahrung und evidenzbasierte Medizin zusammenzubringen. 🩺 Zentrale Themen der Folge Intensivmedizin vs. Allgemeinmedizin Eine der ersten Perlen: „In der Allgemeinmedizin geht es um den abwendbar schweren Verlauf – in der Intensivmedizin um den schweren Verlauf, der eventuell überlebt wird.“ Diskutiert wird: die hohe Mortalität intensivmedizinischer Patient:innen realistische Prognosekommunikation der Unterschied zwischen Prävention und Maximaltherapie Besonders wichtig: transparente Kommunikation mit Angehörigen frühzeitige Gespräche über Prognosen und Therapieziel Medizinische Indikation & Patientenwille Ein zentrales ethisches Thema: Therapie benötigt immer: eine medizinische Indikation den Patientenwillen Besprochen werden: Grenzen intensivmedizinischer Maßnahmen Palliativsituationen Übertherapie Patientenverfügungen schwierige Entscheidungsprozesse im Klinikalltag Humor auf der Intensivstation Ohne Humor funktioniert Intensivmedizin kaum – aber: „Mit dem falschen Humor funktioniert sie auch nicht.“ Thematisiert werden: sozial verbindender Humor Selbstironie aggressiver bzw. abwertender Humor Zusammenhang zwischen Zynismus und Burnout Diskutiert wird außerdem: Depersonalisierung als Warnzeichen psychische Belastung auf Intensivstationen hohe Burnout-Raten bei Ärzt:innen und Pflegekräften Kommunikation entscheidet Ein wiederkehrendes Motiv der Folge: Viele Probleme entstehen nicht durch Medizin, sondern durch fehlende Kommunikation. Beispiele: fehlende Übergaben unklare Reanimationsentscheidungen nicht kommunizierte Therapiebegrenzungen Missverständnisse zwischen Stationen Besonders eindrücklich: die sogenannte „Verlegung ohne Rückfahrkarte“ → Verlegung von Patient:innen mit festgelegter Therapiebegrenzung ohne geplante Wiederaufnahme auf Intensivstation. Reanimation gegen den Patientenwillen Diskutiert wird ein erschreckend häufiges Problem: Reanimationen trotz bestehender Patientenverfügung oder dokumentierter Therapiebegrenzung. Ursachen: fehlende Kommunikation unklare Dokumentation Informationsverlust im Nachtdienst oder bei Übergaben Warum Medizin ein Leben außerhalb der Klinik braucht Eine weitere wichtige Perle: „Wer lange dranbleiben will, braucht auch ein Leben außerhalb der Klinik.“ Themen: Work-Life-Balance Schichtdienstbelastung soziale Beziehungen Selbstfürsorge strukturelle Probleme medizinischer Ausbildung Besprochen wird auch: Generationenwandel in der Medizin Kritik an traditionellen Arbeitsmodellen nachhaltige Karrieregestaltung „Turfen“ im Krankenhaus Mit viel Humor, aber ernstem Kern: das Konzept des „Turfens“ – also das Abschieben schwieriger Patient:innen zwischen Abteilungen. Vorgestellt wird das Akronym: ❄️ ALASKA Hinweise auf einen möglichen „Turf“-Patienten: A → Allgemeinzustand schlecht L → Langlieger A → häufige Anrufe S → „super stabil“ K → „können wir hier nicht“ A → „alles schon organisiert“ Diskutiert werden: Auswirkungen auf Teamdynamik Frustration im Klinikalltag verlängerte Liegezeiten Wahrnehmung durch Patient:innen 💡 Take-Home Messages Intensivmedizin bedeutet tägliche Entscheidungen unter Unsicherheit Kommunikation ist oft wichtiger als Technik Humor kann entlasten – Zynismus hingegen schaden Patientenwille und medizinische Indikation müssen gemeinsam gedacht werden Nachhaltige Medizin braucht gesunde Teams Evidenz und klinische Erfahrung ergänzen sich idealerweise gegenseitig ** 📖 Erwähnte Bücher & Projekte** 101 Intensivmedizin-Perlen 101 Anästhesie-Perlen 101 Rettungsdienst-Perlen *Der Ein-Minuten-Arzt* Hörbuch-Version von Der Ein-Minuten-Arzt bei Klinisch Relevant 🔗 Weitere Informationen Klinisch Relevant Amazon Deutschland 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert: 👉 Lust auf berufliche Abwechslung? Die Hire a Doctor Group vermittelt Sie als Anästhesist:in oder Intensivmediziner:in oder Pflegefachkraft für Anästhesie und Intensivpflege für befristete Einsätze in verschiedene Krankenhäuser und Kliniken. Sie bestimmen, wann, wo und wie lange Sie eingesetzt werden. Sie erhalten neue Einblicke und eine attraktive Bezahlung. 👉 Zeit für den nächsten Karriereschritt? Die Hire a Doctor Group besetzt ärztliche und pflegerische Fach- und Führungspositionen. Wir begleiten und beraten Sie im Bewerbungsprozess. Nutzen Sie unser Netzwerk, um ihre neue Stelle zu finden – auch wenn Sie derzeit noch nicht suchen! Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 14 · 38 min

    Mentale und körperliche Gesundheit, Stress und Grenzen - mit Lina Bücker und Josefin Görg

    In dieser Podcastfolge spricht Josefin Görg über mentale und körperliche Gesundheit, Stress, Grenzen und die Frage, warum so viele Menschen erst dann auf ihren Körper hören, wenn er längst Alarm schlägt. Es geht um Selbstwahrnehmung, Nervensystem, Alltagstransfer, Erschöpfung, emotionale Balance und darum, wie wir wieder lernen können, bewusster, gesünder und erfüllter zu leben, mit praktischen Impulsen aus Ergotherapie, Persönlichkeitsentwicklung und eigener Erfahrung. Eine ehrliche und alltagsnahe Folge über Gesundheit, Achtsamkeit, Eigenverantwortung und die Frage, wie wir lernen können, wieder bewusster mit uns selbst umzugehen, statt nur noch zu funktionieren. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 12 · 43 min

    Neuropsychologie in der Neurologischen Rehabilitation - mit Carina Thiel

    *👉Kennst Du schon die Fortbildungen von Klinisch Relevant? Schau Dich hier gerne mal um!* Neuropsychologisches Training nach Schlaganfall Mit: Carina Thiel (klinische Neuropsychologin) Worum geht’s in dieser Folge? Wie arbeiten Neuropsycholog:innen eigentlich in der neurologischen Rehabilitation? Welche kognitiven Störungen treten nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderen neurologischen Erkrankungen auf Wie lassen sich diese diagnostizieren und behandeln? In dieser Folge spricht Carina Thiel über ihren klinischen Alltag in der neurologischen Reha, neuropsychologische Diagnostik, interdisziplinäre Zusammenarbeit und konkrete Therapieansätze bei Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Exekutivfunktionsstörungen. Zentrale Inhalte der Folge Welche Patient:innen betreut die Neuropsychologie? Behandelt werden Patient:innen in unterschiedlichen neurologischen Reha-Phasen (B–D), u. a. nach: Schlaganfall Hirnblutung Schädel-Hirn-Trauma hypoxischer Hirnschädigung Multipler Sklerose Parkinson demenziellen Erkrankungen Welche Funktionen können betroffen sein? Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit kognitiven und emotionalen Funktionen, darunter: Aufmerksamkeit Konzentration Gedächtnis exekutive Funktionen Planung & Impulskontrolle visuelle Verarbeitung mentale Belastbarkeit Verhalten & Emotionen Diagnostik: Wie arbeitet eine Neuropsychologin? Die Diagnostik erfolgt: hypothesengeleitet anhand von Bildgebung & Läsionsort durch intensive Verhaltensbeobachtung mittels standardisierter Testverfahren analog & digital Wichtige Bestandteile: Aufmerksamkeitstestung Gedächtnisdiagnostik Neglect- & Gesichtsfeldtestung Orientierung & Alltagsverhalten Verwendete Testverfahren Beispiele aus der Folge: CVLT (California Verbal Learning Test) VLMT Wortlisten aus dem CERAD Bells-Test digitale Aufmerksamkeitstestungen Perimetrie bei Gesichtsfeldausfällen Bedeutung der Verhaltensbeobachtung Ein zentrales Thema der Folge: Nicht nur Testergebnisse zählen, sondern auch: Ablenkbarkeit Gesprächsführung Krankheitseinsicht emotionale Reaktion Orientierung Alltagsverhalten Interdisziplinäre Zusammenarbeit Die Neuropsychologie arbeitet eng zusammen mit: Ärzt:innen Pflege Physiotherapie Ergotherapie Logopädie Regelmäßige Team- und Fallbesprechungen sind essenziell für Therapieplanung und Rehaziele. Neuropsychologische Therapie – wie funktioniert das? Drei zentrale Therapieansätze Funktionstraining z. B. Aufmerksamkeitstraining am PC Kompensationstraining Strategien zur Bewältigung bleibender Defizite Strategievermittlung Strukturierung, Planung, externe Gedächtnishilfen Aufmerksamkeitstraining häufig computergestützt Training von: Reaktionsgeschwindigkeit geteilter Aufmerksamkeit Verarbeitungsgeschwindigkeit Besonders relevant für Alltagssituationen wie: Einkaufen Gespräche in Gruppen Reizfilterung Training exekutiver Funktionen Im Einzelsetting werden u. a. trainiert: Planung Problemlösen Strukturierung Impulskontrolle Dabei steht immer der Übertrag in den Alltag im Vordergrund. Kompensatorische Strategien Beispiele: Blickstrategien bei Hemianopsie Kalender & Notizsysteme bei Gedächtnisstörungen externe Hilfsmittel zur Alltagsstrukturierung Auch Krankheitsakzeptanz spielt therapeutisch eine wichtige Rolle. Fallbeispiel aus der Frührehabilitation Besprochen wird ein Patient nach rechtshemisphärischem Mediainfarkt mit: schwerem Neglect Aufmerksamkeitsstörungen Desorientierung eingeschränkter Krankheitseinsicht Therapeutische Ziele: visuelle Exploration verbessern Orientierung fördern Aufmerksamkeit stabilisieren alltagsrelevante Fähigkeiten trainieren Das Training erfolgt: hochfrequent interdisziplinär schrittweise oft über Wochen bis Monate Rolle der Angehörigen Angehörige werden eng eingebunden: Fremdanamnese Aufklärung über Störungsbilder Unterstützung im Alltag therapeutische Anleitung Herausforderungen im ambulanten Setting Ein wichtiges Thema der Folge: deutlicher Mangel an ambulanten Neuropsycholog:innen lange Wartezeiten notwendige Priorisierung komplexer Fälle begrenzte Ressourcen Take-Home Messages Neuropsychologie ist zentraler Bestandteil neurologischer Rehabilitation Kognitive Defizite sind oft alltagsbestimmender als motorische Einschränkungen Therapie muss individuell, flexibel und alltagsnah erfolgen Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist essenziell Kleine Fortschritte können klinisch hochrelevant sein Der Bedarf an ambulanter Neuropsychologie ist enorm Empfehlungen & Links Podcast von Carina Thiel: „Kopf. Stillstand. Weiter.“ Weitere Inhalte & Fortbildungen: Klinisch Relevant Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

  • May 7 · 33 min

    Neues Lungenkrebs-Screening ab 2026: Chancen, Strukturen und Herausforderungen - mit Dr. Jan Philipp Hering

    Neues Lungenkrebs-Screening ab 2026: Chancen, Strukturen und Herausforderungen Entdecke, wie das neue Lungenkrebsscreening ab 2026 in Deutschland implementiert werden soll, warum es so bedeutsam ist, und welche strukturellen Hürden dabei bisher bestehen. Ein Gespräch mit Radiologe Jan Philipp Hering über Evidenz, Organisation und die Zukunft der Lungengesundheit. Key Topics Hintergrund und Evidenz für das Lungenscreening, basierend auf internationalen Studien, die eine 20%ige Reduktion der Mortalität durch Früherkennung zeigen Risikogruppen für das Screening: 50-75 Jahre, 25 Pack-Years Rauchen, Rauchstopp weniger als 10 Jahre her Relevanz des abgestimmten Behandlungs- und Organisationsprozesses im Rahmen des Screening-Programms Strukturelle Herausforderungen: uneinheitliche Prozesse, fehlende zentrale Steuerung, Bedarf an Schulungen für Ärzte Technische Abläufe: von Aufklärung, Einbindung der Hausärzte über bildgebende Verfahren bis hin zu Zweitbefundungen und Follow-ups Digitale Plattformlösungen für Management und Datenevaluation Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: lokales Reporting, Zielgruppenansprache, Werbestrategien Finanzielle Aspekte: Vergütung für Aufklärung, Untersuchungskosten und damit verbundenes Berufs- und Gesundheitssystem-Management Zukunftsperspektiven: Europäische Richtlinien, neue Strukturen, Forschungs- und Innovationspotenziale Timestamps (00:00) Einführung und Ziel des Podcasts: Überblick über das neue Lungenkrebsscreening ab 2026 (00:36) Vorstellung von Jan Philipp Hering: Fokus auf thorakale Bildgebung und seine praktische Arbeit (01:40) Das wissenschaftliche Fundament: Studien, die die Mortalitätsreduktion durch Screening belegen (03:25) Historischer Entwicklungsprozess: Gesetzgebung, Bewertungen durch Bundesamt und Verordnungen (04:17) Nutzen des Screenings: Früherkennung, bessere Heilungschancen in frühen Stadien (05:04) Zielgruppe und Einschlusskriterien: Alter, Raucherqualifikation, Rauchpause (05:34) Mortalitätsdaten: Reduktion um 5-6 Tote pro 1000 in der Zielgruppe (06:39) Vergleich mit internationalen Programmen: USA, Großbritannien, europäische Perspektiven (07:30) Geschätzte Anzahl der Teilnehmer in Deutschland: ca. 100.000 im Münsterland (09:16) Strukturelle Abläufe: Rolle der Hausärzte, Radiologen und organisatorische Plattformen (10:40) Aufklärungs- und Einwilligungsprozesse, Risiken und Nutzen des Screenings (12:30) Bildauswertung: Lung-RADS-System, Befundung, Risikoabschätzung (14:25) Management von Rundherden und Folgeuntersuchungen: Herausforderungen und Softwarelösungen (15:36) Koordination zwischen Dienstleistern: Wichtigkeit digitaler Plattformen (16:26) Zulassung des Personals und Schulungsbedarf der Ärzte (18:23) Finanzieller Rahmen: Vergütungen für Ärzte, Kosten für Untersuchung und Nachsorge (30:31) Ausblick: Weiterentwicklung, europäische Standards und Forschungsprojekte Resources & Links Deutsche Röntgengesellschaft - Zertifikat Lungenkrebsscreening - Kassenärztliche Bundesvereinigung: Infos zum Lungenscreening - Lung-RADS Klassifikation (Studienquelle) - Beispielplattform für Screening-Management (Münsterland Initiative) - KBV-Lungenkrebsscreening GBA: Lungenkrebsfrüherkennung für Raucherinnen und Raucher Zertifizierung für Lungenkrebserkennung Akademie Westfalen-Lippe: Lungenkrebsfrüherkennung 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group gesponsert. Doppelstelle in der Diagnostischen Radiologie Bewerben Sie sich jetzt auf die Facharzt-/Oberarztstelle für diagnostische Radiologie in einem akademischen Lehrkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit angeschlossenem MVZ im landschaftlich reizvollen Brandenburg. Auf Sie warten eine abwechslungsreiche Tätigkeit im ambulanten und stationären Setting sowie flexible Arbeitszeitmodelle inklusive Homeoffice-Möglichkeiten für Dienste. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de