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Im Gespräch

ORF

Begegnungen mit interessanten und berührenden Menschen und immer wieder neue Einsichten und Gedanken jenseits des Tagesjournalismus.

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  • 40 episodes
  • weekly
  • Avg 1 hr 1 min
  • German
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  • August 7 · 50 min

    Monika Helfer - in memoriam

    50 Jahre lang musste die Vorarlberger Schriftstellerin Monika Helfer schreiben, bis sie ihren ersten internationalen Bestseller landete. Am 2. August ist sie im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Sturzes verstorben. In ihrem Roman "Die Bagage", Buch des Jahres 2020, erzählte die Autorin von einer Keuschlerfamilie im Bregenzerwald zur Zeit des ersten Weltkrieges. Es ist die literarische Aufarbeitung ihrer eigenen Herkunft. Monika Helfer wurde 1947 in Au im Bregenzerwald geboren. Mit 12 Jahren fing sie an zu schreiben. Auch in ihrem 2021 erschienenen Roman "Vati" untersuchte Monika Helfer ein Stück Familiengeschichte und kam zu dem Schluss: "Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden." Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählte Monika Helfer im Februar 2021 von ihrer Familiengeschichte und den Folgen des späten literarischen Erfolges, auf den sie schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt hatte.

  • August 6 · 53 min

    Kristina Lunz, feministische Außenpolitik

    So gut wie jede Frau, die im Internet unterwegs ist, erlebt Momente des Hasses. Vor allem von Männern – sagt Kristina Lunz. Die deutsche feministische Aktivistin wurde schon mehrfach in ihrem Leben Opfer von Online-Gewalt. Etwa als sie 2014 eine erfolgreiche Kampagne gegen die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Boulevardzeitung „Bild“ startete. Und zuletzt im vergangenen Jahr nach einer Pressekonferenz zum Thema „Femizide und Abtreibungen“. Der Hass im Netz hat Kristina Lunz, Jahrgang 1989, Studium der Diplomatie, u.a. in Oxford, zu einem einschneidenden Schnitt in ihrer Karriere bewogen: Sie hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das von ihr mitgegründete „Center for feminist foreign policy“ geschlossen. Mari Lang hat mit Kristina Lunz darüber gesprochen, warum das Internet vor allem für Frauen ein gefährlicher Ort ist, und weshalb es gerade heute in der Außenpolitik einen feministischen Blick braucht. (WH von 22.1.2026)

  • July 31 · 1 hr 14 min

    Bernhard Pörksen - Langversion

    "Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)

  • July 31 · 53 min

    Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Autor

    "Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)

  • July 30 · 53 min

    Carmen Possnig, ESA-Ersatzastronautin und Medizinerin

    Carmen Possnig ist junge Ärztin im AKH Wien, als sie sich bei der ESA um einen ziemlich unkonventionellen Job bewirbt: Gesucht wird eine Forschungsärztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftlich zu arbeiten. Neun dieser 13 Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon die halbe Zeit ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre ärztliche Karriere grundlegend verändern. Kurz danach bewirbt sich Carmen Possnig abermals: Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, sie wird Reserveastronautin bei der ESA. Mit einem Zitat aus Carmen Possnigs Buch „Südlich vom Ende der Welt. Wo die Nacht vier Monate dauert und ein warmer Tag minus 50 Grad hat“ beginnt Andreas Obrecht sein Gespräch mit ihr. (WH von 27.3.2026)

  • July 24 · 1 hr 33 min

    Marco Wanda - Langversion

    Marco Wanda wurde als Gründer, Sänger und Songwriter der Wiener Rock'n Roll-Band Wanda berühmt. Ab 2015 hat die Band mit ihren ersten beiden Alben Amore und Bussi eine riesige Begeisterungswelle im gesamten deutschen Sprachraum ausgelöst. Marco Wanda heißt eigentlich Michael Marco Fitzthum und wurde 1987 als Sohn eines österreichischen Journalisten und einer deutschen Psychologin in Wien geboren. An der Universität für Angewandte Kunst studierte er bei Robert Schindel Sprachkunst. Im August 2025 erschien bei Zsolnay sein erstes Buch. "Dass es uns überhaupt gegeben hat" ist eine literarisch ambitionierte Wanda-Biografie und ein sehr offener Bericht von Rausch und Ruhm, von Freundschaft, Krisen und Tod. Über all das, über die Musikindustrie, über „me too“ und über Politik hat Armin Wolf zu Beginn dieses Jahres mit Marco Wanda gesprochen. (WH von 9.1.2026)

  • July 24 · 53 min

    Marco Wanda, Musiker, Bandleader und Autor

    Marco Wanda wurde als Gründer, Sänger und Songwriter der Wiener Rock'n Roll-Band Wanda berühmt. Ab 2015 hat die Band mit ihren ersten beiden Alben Amore und Bussi eine riesige Begeisterungswelle im gesamten deutschen Sprachraum ausgelöst. Marco Wanda heißt eigentlich Michael Marco Fitzthum und wurde 1987 als Sohn eines österreichischen Journalisten und einer deutschen Psychologin in Wien geboren. An der Universität für Angewandte Kunst studierte er bei Robert Schindel Sprachkunst. Im August 2025 erschien bei Zsolnay sein erstes Buch. "Dass es uns überhaupt gegeben hat" ist eine literarisch ambitionierte Wanda-Biografie und ein sehr offener Bericht von Rausch und Ruhm, von Freundschaft, Krisen und Tod. Über all das, über die Musikindustrie, über „me too“ und über Politik hat Armin Wolf zu Beginn dieses Jahres mit Marco Wanda gesprochen. (WH von 9.1.2026)

  • July 17 · 53 min

    Didier Queloz, Astrophysiker und Nobelpreisträger

    Mit der Faszination für die unendlichen Weiten des Alls beginnen wir heute die diesjährigen Sommerreprisen von Im Gespräch: Vor 30 Jahren ist es dem damals jungen Schweizer Didier Queloz als Erstem gelungen, einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Das war eine Revolution, für die der Astrophysiker 2019 den Nobelpreis erhalten hat. 2012 hat Didier Queloz die erste Weltraummission der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA initiiert, die CHEOPS-Mission. An dieser arbeitet auch ein österreichisches Forschungsinstitut mit, und so war Didier Queloz im Herbst 2025 zu Gast in Graz. Dort hat Birgit Dalheimer ihn zum Gespräch getroffen, über ferne Planeten, die Leiden junger Physiker, die fragliche Sinnhaftigkeit der Suche nach dem Planeten B und die Möglichkeit von Leben im All. (WH von 14.11.2025)

  • July 17 · 1 hr 19 min

    Didier Queloz - Originalversion

    Mit der Faszination für die unendlichen Weiten des Alls beginnen wir heute die diesjährigen Sommerreprisen von Im Gespräch: Vor 30 Jahren ist es dem damals jungen Schweizer Didier Queloz als Erstem gelungen, einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Das war eine Revolution, für die der Astrophysiker 2019 den Nobelpreis erhalten hat. 2012 hat Didier Queloz die erste Weltraummission der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA initiiert, die CHEOPS-Mission. An dieser arbeitet auch ein österreichisches Forschungsinstitut mit, und so war Didier Queloz im Herbst 2025 zu Gast in Graz. Dort hat Birgit Dalheimer ihn zum Gespräch getroffen, über ferne Planeten, die Leiden junger Physiker, die fragliche Sinnhaftigkeit der Suche nach dem Planeten B und die Möglichkeit von Leben im All. (WH von 14.11.2025)

  • July 17 · 53 min

    Didier Queloz, Astrophysiker und Nobelpreisträger

    Mit der Faszination für die unendlichen Weiten des Alls beginnen wir heute die diesjährigen Sommerreprisen von Im Gespräch: Vor 30 Jahren ist es dem damals jungen Schweizer Didier Queloz als Erstem gelungen, einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Das war eine Revolution, für die der Astrophysiker 2019 den Nobelpreis erhalten hat. 2012 hat Didier Queloz die erste Weltraummission der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA initiiert, die CHEOPS-Mission. An dieser arbeitet auch ein österreichisches Forschungsinstitut mit, und so war Didier Queloz im Herbst 2025 zu Gast in Graz. Dort hat Birgit Dalheimer ihn zum Gespräch getroffen, über ferne Planeten, die Leiden junger Physiker, die fragliche Sinnhaftigkeit der Suche nach dem Planeten B und die Möglichkeit von Leben im All. (WH von 14.11.2025)

  • July 10 · 53 min

    Helga Rabl-Stadler, ehemalige Festpielpräsidentin, Politikerin, Unternehmerin

    Helga Rabl-Stadler war in vielem die Erste. Sie war die erste Präsidentin der Salzburger Festspiele - und das mehr als ein Vierteljahrhundert lang. Jahrzehnte zuvor war sie als Journalistin die erste innenpolitische Kolumnistin des Landes und später als Unternehmerin die erste Präsidentin einer Handelskammer. Heute ist die gerade 78 Jahre alt gewordene Juristin offiziell im Ruhestand, tatsächlich aber höchstaktiv - unter anderem beim Aufbau eines Stefan Zweig-Zentrums in Salzburg, ihrem neuen Herzensprojekt. Die Tochter des legendären ORF-Generalintendanten Gerd Bacher, die erst an ihrem 21. Geburtstag von ihrem leiblichen Vater erfuhr, hat in ihrer Biografie Journalismus, Politik, Unternehmertum und Kultur miteinander verbunden, wie niemand sonst. Armin Wolf spricht mit Helga Rabl-Stadler über die Suspendierung ihres Freundes Markus Hinterhäuser und dessen Nachfolgerin Karin Bergmann; über Frauen, die nach Männern aufräumen müssen; über Feminismus, Politik, Medien und Eitelkeit.

  • July 10 · 1 hr 35 min

    Helga Rabl-Stadler - Langversion

    Helga Rabl-Stadler war in vielem die Erste. Sie war die erste Präsidentin der Salzburger Festspiele - und das mehr als ein Vierteljahrhundert lang. Jahrzehnte zuvor war sie als Journalistin die erste innenpolitische Kolumnistin des Landes und später als Unternehmerin die erste Präsidentin einer Handelskammer. Heute ist die gerade 78 Jahre alt gewordene Juristin offiziell im Ruhestand, tatsächlich aber höchstaktiv - unter anderem beim Aufbau eines Stefan Zweig-Zentrums in Salzburg, ihrem neuen Herzensprojekt. Die Tochter des legendären ORF-Generalintendanten Gerd Bacher, die erst an ihrem 21. Geburtstag von ihrem leiblichen Vater erfuhr, hat in ihrer Biografie Journalismus, Politik, Unternehmertum und Kultur miteinander verbunden, wie niemand sonst. Armin Wolf spricht mit Helga Rabl-Stadler über die Suspendierung ihres Freundes Markus Hinterhäuser und dessen Nachfolgerin Karin Bergmann; über Frauen, die nach Männern aufräumen müssen; über Feminismus, Politik, Medien und Eitelkeit.

  • July 3 · 53 min

    Sven Beckert, Historiker

    Wann und wo ist der Kapitalismus entstanden? Dieser Frage geht der Historiker Sven Beckert seit vielen Jahren und rund um die Welt nach. Kapitalismus, das beschreibt er ohne allzu enge Definition ganz grundsätzlich als ein Wirtschaftssystem, bei dem privates Kapital investiert wird, um mehr Kapital zu erzeugen. Und als System, das nie ein rein ökonomsiches war. Kapitalismus war immer auch ein politisches und soziales Projekt, das sich ohne Staat und Staatsgewalt niemals hätte durchsetzen können, wie Sven Beckert zuletzt in seinem Ende 2025 erschienenen Buch "Kapitalismus. Die Geschichte einer Weltrevolution." darlegt. Der gebürtige Deutsche Sven Beckert lebt seit gut 30 Jahren in den USA, er ist Professor für Geschichte an der Harvard Universität. Birgit Dalheimer hat mit ihm u.a. über die Anfänge des Kapitalismus im arabischen Raum gesprochen, über die Kapitalisierung der Landwirtschaft auf Barbados, über Kriegskapitalismus und über die Frage, ob der Kapitalismus dogmatisch ist.

  • July 2 · 53 min

    Heinz Bachmann, Bruder und Nachlassverwalter Ingeborg Bachmanns

    „Dass sie dieses Jahr 100 Jahre alt wird, erscheint eher unglaublich, denn ich sehe sie heute aus meiner Perspektive, als alter Mann, fast als junges Mädchen“, sagt Heinz Bachmann, Bruder von Ingeborg Bachmann und Verwalter ihres Nachlasses. Der 1939 geborene Geophysiker wuchs mit seiner um 13 Jahre älteren Schwester Ingeborg in Kärnten auf. Trotz seiner internationalen Karriere in der Öl- und Gasexploration blieb die Verbindung zu ihr zeitlebens eng. Seit 1995 lebt Heinz Bachmann in England, nahe Oxford. Mit dem 2023 erschienenen Erinnerungsbuch „Ingeborg Bachmann, meine Schwester“ zeichnete Heinz Bachmann ein sehr persönliches Bild der Schriftstellerin und zeigt sie auch als lebensfrohe und der Familie zugewandte Person. Julia Zarbach hat mit Heinz Bachmann über die Beziehung zu seiner Schwester gesprochen, über ihren literarischen Nachlass, über die öffentliche und die private Person Ingeborg Bachmann, ihre Rezeption und ihren Mythos.

  • June 19 · 53 min

    Ivan Krastev, Politologe

    Er gilt als einer der originellsten Analytiker der aktuellen Weltpolitik. Er berät Staats- und Regierungschefs in ganz Europa, kennt Wladimir Putin: Ivan Krastev ist Politikwissenschafter, wurde 1965 in Bulgarien geboren und lebt seit vielen Jahren in Wien. Er arbeitet hier als Permanent Fellow am IWM, dem Institut für die Wissenschaft vom Menschen, das er derzeit auch interimistisch leitet. Das renommierte European Council on Foreign Relations hat er mitgegründet. Seine Bücher „Europadämmerung“ und „Das Licht, das erlosch“ waren internationale Bestseller. Ivan Krastev ist davon überzeugt, dass die Weltordnung des 20. Jahrhunderts nicht mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 zu Ende ging, sondern mit dem russischen Überfall auf die Ukraine und der Rückkehr des Krieges nach Europa. Armin Wolf hat mit ihm über den Ukraine-Krieg gesprochen, über Donald Trump, über Politik als Zustelldienst, Unsterblichkeit und über die Zukunft der liberalen Demokratie.

  • June 19 · 1 hr 19 min

    Ivan Krastev - Originalversion

    He is regarded as one of the most original interpreters of contemporary world affairs. He advises heads of states and governments across Europe, has met Vladimir Putin, writes regular columns for the Financial Times and the New York Times, and is the author of internationally acclaimed books and essays. The political scientist Ivan Krastev was born in Bulgaria in 1965 and has lived in Vienna for many years. He is a permanent Fellow at the Institute for Human Sciences, where he is currently serving as interim rector. He was one of the founding members of the European Council on Foreign Relations and chairs the Centre for Liberal Stategies in Sofia. Armin Wolf sat down with Ivan Krastev to discuss the war in Ukaine, Putin, Trump, demography, politics as a delivery service and the future of liberal democracy.

  • June 12 · 53 min

    Werner Zips, Ethnologe und Dokumentarfilmer

    Werner Zips ist 1958 in Wien im Sternzeichen des Löwen geboren worden, sein Vater hat ihm als Kind Löwengeschichten erzählt, die Rasta-Bewegung in der Karibik beruft sich als zentrales mythisches Symbol auf den „Löwen Zions“ und in seinen Dokumentarfilmen, die vor allem die Beziehungen und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren behandeln, spielen die Löwen eine herausragende Rolle. 33 Jahre lang lehrte der Rechtsanthropologe und Sozial- und Kulturanthropologe an der Universität Wien und unternahm zahlreiche Forschungsreisen rund um die Welt. Ab den 1990er Jahren machte er außerdem Dutzende ethnografische Filme, Fernseh-Dokumentationen und TV-Berichte. Im Gespräch mit Andreas Obrecht legt Werner Zips dar, wie rechtsanthropologische und öko-soziale Fragestellungen für sein ganzes Forscher-, Filmer- und Abenteurerleben von zentraler Bedeutung waren, was er im Zusammenleben mit den Rastafaris in Jamaika erfahren hat und wie er die Debatten um „kulturelle Aneignung“ sieht.

  • June 11 · 53 min

    Claudia Rapp, Byzantinistin

    Heiligenikonen, schillernde Mosaike, viel Gold und üppig dekorierte Kirchen - das verbinden wahrscheinlich viele mit dem Namen Byzanz. 1000 Jahre bestand das byzantinische Kaiserreich, für das Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner abseits des Kaiserhofs interessiert sich Claudia Rapp. Schon in der Schule begeisterte sie sich für alt-Griechisch und die Geschichte Ostroms. Nach fast zwei Jahrzehnten Forschung und Lehre in den USA kam Claudia Rapp 2011 als Professorin für Byzantinistik an die Universität Wien. Wien ist für sie das „Schlaraffenland“ ihres Forschungsgebiets: Wegen des wissenschaftlichen Umfelds einerseits, und wegen des riesigen Schatzes an alten Handschriften in der Nationalbibliothek andererseits. Birgit Dalheimer hat mit ihr über das Leben im byzantinischen Kaiserreich gesprochen, über Verbrüderungsrituale, die Rolle von Frauen, über alte Sprachen und Schriften, die mit modernsten Methoden untersucht werden.

  • May 29 · 53 min

    Angela Stöger, Verhaltensbiologin und Tierstimmen-Expertin

    Trompeten, Grollen, Schnurren, Summen - was wollen Tiere sagen? Das untersucht Angela Stöger seit einem Vierteljahrhundert. Insbesondere Elefanten interessieren die Zoologin, seit sie 2001 am ersten im Wiener Zoo Schönbrunn geborenen Elefantenkalb ihre Forscherinnenkarriere begonnen hat. 2024 erschien ihr Buch "Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander", Angela Stögers Arbeit mit den Dickhäutern hat unser Verständnis davon, wie diese Tiere kommunizieren, grundlegend verändert. Heute untersucht ihre Arbeitsgruppe auch die Kommunikation von Geparden, Löwen, Giraffen, Bären und afrikanischen Windhunden. Beim Festival "Stimmen der Wildnis" Ende April in St. Pölten hat Birgit Dalheimer mit Angela Stöger vor Publikum gesprochen: über ihre Arbeit in Österreich und in vielen Ländern Afrikas, über die Bedeutung der Klänge der Natur für sie, über das Tier-Mensch-Verhältnis und darüber, wie sie mit ihrer Forschung die Tiere in freier Wildbahn schützen kann.

  • May 29 · 1 hr 10 min

    Angela Stöger - Langversion

    Trompeten, Grollen, Schnurren, Summen - was wollen Tiere sagen? Das untersucht Angela Stöger seit einem Vierteljahrhundert. Insbesondere Elefanten interessieren die Zoologin, seit sie 2001 am ersten im Wiener Zoo Schönbrunn geborenen Elefantenkalb ihre Forscherinnenkarriere begonnen hat. 2024 erschien ihr Buch "Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander", Angela Stögers Arbeit mit den Dickhäutern hat unser Verständnis davon, wie diese Tiere kommunizieren, grundlegend verändert. Heute untersucht ihre Arbeitsgruppe auch die Kommunikation von Geparden, Löwen, Giraffen, Bären und afrikanischen Windhunden. Beim Festival "Stimmen der Wildnis" Ende April in St. Pölten hat Birgit Dalheimer mit Angela Stöger vor Publikum gesprochen: über ihre Arbeit in Österreich und in vielen Ländern Afrikas, über die Bedeutung der Klänge der Natur für sie, über das Tier-Mensch-Verhältnis und darüber, wie sie mit ihrer Forschung die Tiere in freier Wildbahn schützen kann.

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