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Science

Hörgang

Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger

Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.

  • 319 episodes
  • Updated July 27

Episodes319

  • Mar 12, 2025 · 5 min

    Himmel oder Hölle? Für Birkenpollen-Allergiker wird 2025 irgendwas dazwischen

    Der Österreichische Polleninformationsdienst hat seine Pollenprognose abgegeben. Soweit schon ablesbar. Hasel und Erle sind bereits im Abklingen, die Birkenblüte im Osten Österreichs steht unmittelbar bevor, der Höhepunkt wird Anfang April erreicht. Lukas Dirr ist spezialisiert auf die Phänologie, auf den Entwicklungszustand der Pflanzen. Er hat festgestellt, dass „es heuer es zumindest so wirkt, als wären die Birken weniger mit Kätzchen behangen als in den vergangenen Jahren. Wir gehen davon aus, dass die Gesamtpollenmenge geringer ausfallen wird als in den vergangenen Saisonen, was aber nicht heißt, dass die Allergiker mit weniger Belastungen rechnen müssen, da auch wenig Pollen intensive Belastungen hervorrufen kann, aufgrund des Allergengehalts der Pollenkörner". Warum das so ist, erläutert Markus Berger, Leiter des Polleninformationsdienstes: „Die Birke folgt einem Zweijahresrhythmus. Im ersten Jahr steckt sie viel Energie in die Fortpflanzung, im zweiten Jahr regeneriert sie sich." Einen Birkenpollenhimmel für Allergiker gebe es nicht, die Hölle schon, aber nicht heuer.

  • Mar 11, 2025 · 22 min

    So liebt Österreich: vom ersten Mal bis zur Polyamorie

    Mehr als 6.000 Österreicherinnen und Österreicher wurden viele pikante Fragen gestellt. Herausgekommen ist der neue Sexreport von Marktagent in Kooperation mit Puls4. Und herausgekommen sind auch tatsächlich einige Überraschungen. Zumindest für Moderatorin Jasmin Altrock. Ein Thema, das die Radiomacherin persönlich sehr spannend findet, ist das Durchschnittsalter, in dem junge Menschen das erste Mal Sex haben. Das ist nämlich nach oben gewandert. Genauer gesagt liegt es bei 17,4 Jahren. Sexualtherapeutin und Ärztin Dr. Claudia Wille-Helbig überrascht das nicht. Interessant sind aber die Gründe dafür: Social Media und die Pornoindustrie. Mit dem Dopamin-Ausstoß, der von Likes oder Followerzahlen ausgelöst wird, kann Sex nicht mithalten, sagt die Expertin. Und Pornos, die immer früher konsumiert werden, haben zu einer tiefen Verunsicherung der Jugendlichen geführt. Der Sexreport deckt auf: Außereheliche Affären sind hierzulande keine Seltenheit. 22% geben an, schon fremdgegangen zu sein. Bei den Befragten über 40 hat sogar jeder und jede Dritte angegeben, nicht immer treu gewesen zu sein. Hauptgrund dafür? Kurz und bündig: Wir sind nicht monogam veranlagt, die Österreicher entdecken polyamore bzw. offene Beziehungen für sich.

  • Mar 5, 2025 · 6 min

    Was plant die österreichische Dreierkoalition für Ärztinnen und Ärzte?

    Gesundheitspolitik ist keine einfache Angelegenheit hierzulande: Die Gesundheitsministerin (Anm.: In der neuen Bundesregierung übernimmt die erfahrene SPÖ-Politikerin Ulrike Königsberger-Ludwig aus Niederösterreich das Staatssekretariat für Gesundheit) trägt zwar einen eindrucksvollen Titel, aber bestimmen, was Sache ist, tun hauptsächlich andere: Die Krankenkassen, die Bundesländer, die Gemeinden. So gesehen ist es kein Wunder, dass im Gesundheitsprogramm der neuen Regierung steht, was zwischen diesen Stakeholdern bereits vereinbart wurde – es ist im Großen und Ganzen ein Protokoll verfasst von dem, was zwischen Bund, Ländern und Gemeinden außer Streit steht. Und das ist nicht gerade wenig. Ab und zu blitzen dazwischen freilich einige Punkte aus dem Wahlkampf auf. Vorgezogenes Fazit: Wenig Neues unter der Sonne. Vor allem: Wenig Konkretes. Es gibt weder Zeitpläne noch Kostenschätzungen. Warum das so ist, erläuterte der Ärzte Woche Gesundheitspolitik-Experte Dr. Thomas Czypionka vom Institut für Höhere Studien IHS

  • Feb 20, 2025 · 15 min

    Speichel ist ein blutstillendes Mittel, das auch Bluter immer bei sich haben

    Kleine Verletzungen sind im Alltag ganz normal, kleine Schnittwunden beim Rasieren, bei der Gartenarbeit oder beim Hantieren mit scharfkantigem Papier. Instinktiv stecken wir den blutenden Finger in den Mund und unterstützen so die Blutgerinnung. Das funktioniert auch mit dem Speichel von Blutern, hat Prof. Dr. Johannes Thaler von der MedUni Wien herausgefunden. Thaler ist an der Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie tätig. Eine Studie unter seiner Leitung hat sich mit Hämophilie-A-Patienten befasst - das ist die häufigste Form der Bluterkrankheit und betrifft einige hundert Patienten in Österreich. Die Ergebnisse zeigen, dass der Speichel dieser Patienten die Gerinnung des Blutes auslöst, was gerade bei an der Bluterkrankheit leidenden Menschen eine wichtige Information sein kann. Er finde es „hilfreich, seinen Patienten sagen zu können, dass auch ihr Gerinnungssystem teilweise sehr gut funktioniert. Also dass zum Beispiel der Speichel ein Hämostatikum ist, also ein blutstillendes Mittel ist, das sie immer bei sich haben." Und so funktioniert die Blutgerinnung bei gesunden Menschen: Im zirkulierenden Blut gibt es inaktive Vorstufen verschiedener Proteine, die sogenannten „Gerinnungsfaktoren". Um die Gefäße herum gibt es beispielsweise einen Gewebsfaktor, den Tissue-Faktor, und wenn es nun zu einem Gewebsschaden, zu einer Verletzung kommt, wird dieser Tissue-Faktor freigelegt, der kommt in Kontakt mit den anderen Gerinnungsfaktoren im Blut und dann wird die ganze Kaskade an Enzymen ausgelöst, die sich gegenseitig aktivieren und am Schluss steht dann die Bildung von Fibrin, eine Art Gewebskleber und die Aktivierung von Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt. Diese verschließen die Wunde mit einem Thrombus, einem Pfropfen. Thaler: „Das ist ein ganz fein abgestimmter Prozess, denn es muss einerseits ausreichend gerinnen, sonst kommt es zu einer Blutung, es darf aber auch nicht zu viel gerinnen, denn sonst würde es zu einer Thrombose, Schlaganfall, Herzinfarkt etc. kommen."

  • Jan 22, 2025 · 36 min

    Ärztinnen und Ärzte unter Druck - Wie Mediziner Stress bewältigen

    Wir alle kennen Zeiten der Überforderung, ein Zuviel an Verpflichtungen und Aufgaben. Das alles erzeugt ein Gefühl von Stress. Doch was genau versteckt sich hinter diesem Begriff und stimmt das Klischee, dass Ärztinnen und Ärzte besonders hohe Stresslevel aufweisen? Mein Name ist Alice Kment und ich möchte in der heutigen Folge der Podcast-Reihe Hörgang dem Phänomen Stress in der Ärzteschaft nachgehen. Mit meinen Gästen bespreche ich, wann zu viel Stress gesundheitsschädlich werden kann. Wie man einen Burnout vorbeugt und welche Angebote es zum Stressmanagement gibt. Meine Gäste sind Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Facharzt für Neurologie und Prof. Dr. Gerhard Blasche, klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut.

  • Dec 23, 2024 · 18 min

    Kleine Kämpfer im St. Anna Kinderspital

    Kleine Heldinnen und Helden kämpfen hier jeden Tag um ihre Gesundheit, teils um ihr Leben – Dieser Ort bietet nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch Geborgenheit, Trost und manchmal passieren hier medizinische Wunder. Caroline Hutter ist seit 1. August ärztliche Leiterin des Spitals; zudem ist sie Professorin für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien. "Wir haben eine große Onkologie und da sind auch mehrere hundert Kinder in Betreuung. Mit der Nachsorge sind das über 1.000 Kinder, die bei uns sind.  Die kleinen Kinder haben eher Neuroblastome, die älteren haben eher Sarkome, aber dabei behandeln wir alles bis auf die Hirntumoren. Die Hirntumore werden im AKH behandelt. " In dieser Folge spricht Medizinjournalistin Johanna Wolfsberger (Springer Medizin) mit Prof. Dr. Hutter über Abläufe in diesem besonderen Haus und wie die Zukunft aussieht.

  • Dec 5, 2024 · 12 min

    Wenn Weihnachten mit der Familie ein Graus ist - was tun?

    Prof. Jolana Wagner-Skacel leitet die Klinische Abteilung für medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Universität Graz. Wir reden über Weihnachten. "Weihnachten ist natürlich eine besondere Festlichkeit und so wie Sie vorhin erzählt haben, soll es eine besinnliche Zeit sein. Und das gelingt meistens nicht. Es treffen sich Familienmitglieder, die sich zumeist nur einmal im Jahr gesehen haben."

  • Nov 27, 2024 · 6 min

    Das Vergnügen ist das Ernste - der Ärzteball 2025 im Zeichen von ME/CFS

    Ärzte arbeiten ja das ganze Jahr im Dienst der guten Sache, nämlich für den Patienten. Warum sollte es ausgerechnet in der langen Nacht des 73. Wiener Ärzteballs (25. Jänner 2025) anders sein? Der Reinerlös des Balls geht Jahr für Jahr an eine ausgewählte karitative Organisation. Heuer ist es die WE&ME Foundation. Das Ballmotto lautet: Ein Tanz für das Leben: Eine Charity-Nacht für ME/CFS. Die Abkürzung steht für Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue Syndrom - eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Die Symptome verschlechtern sich nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. Im schlimmsten Fall kann schon das Duschen in der Früh oder ein paar Schritte gehen zum totalen Zusammenbruch führen. Das Ziel der Organisatoren: Am Ende des Ärzteballs soll jeder Gast wissen, worum es bei ME/CFS geht

  • Nov 19, 2024 · 19 min

    Die Kinder von Moria

    Das griechische Flüchtlingscamp Moria ist aus den Nachrichten verschwunden. Viele Menschen leben auch nach dem verheerenden Brand 2020 noch unter unwürdigen Bedingungen. Die Kinder und deren Psyche leiden darunter am meisten. Die norwegische Kinderpsychologin Katrin Glatz Brubakk ist seit vielen Jahren mit Ärzte ohne Grenzen vor Ort. Vor kurzem war sie auch in Gaza tätig und berichtet über katastrophale Zustände.

  • Nov 13, 2024 · 22 min

    Reden wir über Brustkrebs! Experten diskutieren aktuelle CDK4/6-Daten und ihre klinische Anwendung

    Zum Weiterlesen: Loibl S et al. Early breast cancer: ESMO Clinical Practice Guideline for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2024, 35(2):159-182 https://www.annalsofoncology.org/article/S0923-7534(23)05104-9/fulltext Kalinsky K et al. Abemaciclib plus fulvestrant vs fulvestrant alone for HR+, HER2- advanced breast cancer following progression on a prior CDK4/6 inhibitor plus endocrine therapy: Primary outcome of the phase 3 postMONARCH trial. J Clin Oncology 2024,42(17suppl): LBA1001 https://ascopubs.org/doi/10.1200/JCO.2024.42.17_suppl.LBA1001 FKI Verzenios (Abemaciclib)

  • Nov 11, 2024 · 30 min

    Mit einem Bein weniger wäre ich glücklicher

    Ihr Arm fühlt sich nicht an, als würde er zu Ihnen gehören? Vielleicht haben Sie das Gefühl, Ihre Beine sollten eigentlich nicht funktionieren und Sie müssten in einem Rollstuhl sitzen. Klingt komisch. Doch es gibt Menschen, die solche Gedanken haben. Bezeichnet wird diese Körperbildstörung als Body Integrity Dysphoria oder auch Body Integrity Identity Disorder. Was das ist und wie eine Behandlung aussieht, darüber spreche ich gleich mit Frau Dr. Saba Harach. Sie ist Neurologin und Psychiaterin und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit diesem doch sehr speziellen Thema. Mein Name ist Johanna Wolfsberger und ich begrüße Sie zu einer Podcast-Folge, die mich auch noch Tage nach der Aufzeichnung aufgewühlt hat.