Der Fall Fabian: Gina H.s Einlassung und die Widersprüche (Teil 2)
Am 24. August 2026 hat sich Gina H. ausführlich zum Tatvorwurf eingelassen. Seit dem 10. September 2026 beantwortet sie Fragen des Gerichts. Wir vergleichen ihre Angaben miteinander und mit dem bisherigen Beweisergebnis: Warum war ihr Handy ausgerechnet in einem für die Ermittlungen wichtigen Zeitraum ausgeschaltet? Wo befand sie sich tatsächlich? Wie erklärt sie die Blutspur Fabians in ihrem Fahrzeug? Woher stammte ihr Wissen über bestimmte Umstände? Und wie gut kannte sie die Gegend um den späteren Fundort wirklich? Dabei geht es nicht nur darum, wo Widersprüche liegen, sondern vor allem um ihre rechtliche Bedeutung. Außerdem beschäftigen wir uns mit drei jungen Zeugen, die Fabian am Tattag noch gesehen haben wollen, mit Fabians Vater und damit, welches Bild Zeugen und JVA-Vermerke von Gina H. zeichnen. Das erwartet euch in Teil 2: Wann kann eine zunächst entlastend gedachte Erklärung das belastende Indizienbild sogar verstärken? Wie bewertet ein Gericht die Aussagen von Kindern? Welche Bedeutung hat die Persönlichkeit einer Angeklagten für die Schuldfrage? Welche Rolle spielt Fabians Vater im bisherigen Verfahren? Wie entsteht aus vielen einzelnen Indizien eine richterliche Überzeugung? Hinweis: Das Strafverfahren ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Folge noch nicht abgeschlossen. Gina H. ist nicht rechtskräftig verurteilt. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Unsere Darstellung beruht auf der öffentlich zugänglichen Berichterstattung über das laufende Verfahren und ersetzt insbesondere nicht die unmittelbare Beweisaufnahme vor dem Landgericht Rostock. Ihr habt Fragen zur Folge, möchtet uns eure Gedanken zum Fall mitteilen oder habt Anregungen für kommende Folgen? Dann schreibt uns gerne. Ihr findet uns auf Instagram unter @hinterderrobe oder erreicht uns per E-Mail unter hinterderrobe@gmail.com. Wir freuen uns auf eure Nachrichten und den Austausch mit euch. Musik: Harald Bauch von der Heyde, big [arts]
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