Skip to content
Artwork for Heiligenschein

Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Play
  • 21 episodes
  • weekly
  • Avg 1 min
  • German
Counted on this page — what you have heard stays on this device, so it is not something the list can be paged by.
  • S1 · E118
    Tuesday · 1 min

    8. September: Friedrich Ozanam

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Ein Professor für Handelsrecht und Literaturwissenschaften, der 9 Sprachen beherrschte und eine Vorreiterorganisation der Caritas gründete, das war Friedrich Ozanam. Friedrich Ozanams Kindheit und prägende Erfahrungen Er kam 1813 als Sohn eines französischen Offiziers und Armenarztes in Mailand zur Welt. Als Mailand durch die Verträge von 1815 an Österreich fiel, kehrte die Familie nach Lyon zurück. Durch den Beruf seines Vaters, der viele Patienten gratis behandelte, und die karitative Tätigkeit seiner Mutter in den Arbeiterquartieren der Textilstadt Lyon lernte er bald das Elend der Arbeiter im Frühkapitalismus kennen. Friedrich Ozanam als Professor und engagierter Helfer 1831 übersiedelte Friedrich nach Paris, wurde Jurist, Literaturwissenschafter und war in beiden Fächern so gut, dass er mit 24 Jahren Professor für Handelsrecht und mit 31 Professor für auswärtige Literatur an der Sorbonne wurde. Dazwischen heiratete er und bekam eine Tochter. Doch das war Friedrich Ozanam nicht genug. Er sah die Ursachen für das Elend der Arbeiter in der Gesellschaftsstruktur. Mit 20 gründete er daher einen karitativ-studentischen Verein, der später den Namen Vinzenz-Konferenz annahm. Er war einer der ersten, der gemeinschaftliche Hilfe für Notleidende organisierte und dessen Verbesserungsvorschläge von der Kirche aufgegriffen wurden. Friedrichs Vermächtnis Wegen seiner schlechten Gesundheit musste Friedrich Ozanam seinen Beruf schon mit 39 Jahren aufgeben. Er starb ein Jahr später am 8. September 1853 in Marseille an einem Nierenleiden und einer Brustfellentzündung. In Österreich gibt es heute über 100 Vinzenzgemeinschaften. Friedrich Ozanam wurde 1997 seliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠⁠⁠⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠⁠⁠⁠.

  • S1 · E117
    Saturday · 1 min

    5. September: Mutter Teresa

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Viele von uns haben sie noch lebhaft vor Augen, die kleine, alte Frau in ihrem weiß-blauen Sari: Mutter Teresa. Sie galt schon zu Lebzeiten als Heilige, und inzwischen sie es offiziell. Verbunden wird sie mit Indien, und doch war sie Europäerin, geboren 1910 im heutigen Mazedonien, damals Osmanisches Reich, in eine albanische katholische Bauunternehmerfamilie. Als solche hätte sie ein ganz anderes Leben führen können. Vom Leben als Ordensfrau zur „Mutter der Armen“Mit 18 trat Agnes, wie sie eigentlich hieß, aber in den Orden der Loretoschwestern ein und nahm den Ordensnamen Teresa an, in Erinnerung an die französische Heilige Therese von Lisieux. Der Orden schickte sie als Lehrerin nach Indien. Nach 17 Jahren zog sie in die Slums von Kalkutta, und ein paar Jahre später, 1950, gründete sie mit ehemaligen Schülerinnen den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe. Ihr Einsatz für Kranke und Obdachlose Der Rest ist Geschichte. Mutter Teresa las Kranke und Sterbende von der Straße auf. Bald konnte sie Krankenhäuser, Hospize, Heime und Schulen bauen. 1979 erhielt der „Engel der Armen“, wie sie genannt wurde, den Friedensnobelpreis. Seit 1985 sind ihre Schwestern auch in Wien und kümmern sich vor allem um Obdachlose.Mutter Teresa – Kritik, Tod und Vermächtnis Mutter Teresas Arbeit ist aber auch umstritten, etwa wegen mangelnder medizinischer Hilfe in ihren Spitälern oder undurchsichtigen Spendenflüssen. Mutter Teresa starb mit 87 am 5. September 1997 in Kalkutta. 2016 wurde sie heilig gesprochen. Auch die profane Welt ehrt ihr Andenken: In Albanien ist der Flughafen Tirana nach ihr benannt und im Weltall ein Asteroid.Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠⁠⁠⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠⁠⁠⁠.

  • S1 · E116
    August 25 · 2 min

    25.August: Maria Troncatti

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Ihr Lachen am Foto lässt erahnen, welch heitere Person sie gewesen sein mag oder – wie ein Sturm ein Leben verändern kann. Heute ist Gedenktag der italienischen Don Bosco Schwester und Missionarin Maria Troncatti. Maria Troncatti: Von der Bergbauernfamilie zur Missionarin Geboren wurde sie 1883 als zweites von vierzehn Kindern einer Bergbauernfamilie. Von daher war sie es gewöhnt, sich um andere zu kümmern und zuzupacken. Sie wusste, was sie für sich wollte, denn mit ihrer Volljährigkeit trat sie in den Orden der Don Bosco Schwestern ein. Während des Ersten Weltkriegs machte sie eine Krankenpflegeausbildung und arbeitete in einem Militärkrankenhaus. Im Sommer 1915 fegte ein heftiger Sturm über das Land. Maria bekam Angst und begann, mit der Gottesmutter zu verhandeln: Wenn sie und ihr Bruder den Sturm überlebten, würde sie Missionarin werden. Offenbar gefiel der Gottesmutter die Idee und sie nahm an. Maria als Missionarin im Amazonas 1922 ging die knapp 40 jährige Ordensfrau als Missionarin nach Ecuador. Arbeit hatte sie mehr als genug. Sie begann als Krankenschwester und Apothekerin, bevor sie 1925 mit einigen Mitschwestern in den Amazonas zog, um bei den Shuar-Indigenen zu arbeiten. Die Frauen errichteten im Regenwald des Amazonas mehrere Missionsstationen. Maria war für die Einwohner Krankenschwester, Wundärztin, Orthopädin, Zahnärztin und Anästhesistin. Auch nahm sie mehrere Kinder in ihre Obhut, die mit Missbildungen auf die Welt gekommen waren und sonst keine Überlebenschance gehabt hätten. „La Madrecita“ – Marias Einsatz für Frauen und Versöhnung Besonders kümmerte sie sich um Frauen, und sie setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein, aber auch für die Versöhnung zwischen ihnen und der nicht-indigenen Bevölkerung. 44 Jahre lang. Man nannte sie La Madrecita, Mütterchen. Am 25. August 1969 starb Maria Troncatti bei einem Flugzeugabsturz. Sie war 86 Jahre alt. 2025 ist sie heiliggesprochen worden. Und Gedenktag hat heute auch Josef Calasanz, der Gründer der Piaristen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠⁠⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠⁠⁠.

  • S1 · E115
    August 9 · 1 min

    9. August: Edith Stein

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Heute hat die jüngste Patronin Europas Gedenktag: Edith Stein, eine Intellektuelle und Brückenbauerin zwischen Judentum und Christentum, Opfer der Nazis. Edith Steins Weg zum Glauben Sie kam 1891 in Breslau in Polen in eine wohlhabende jüdische Holzhändlerfamilie zur Welt, wurde aber als Jugendliche Atheistin. Sie studierte dann Psychologie, Philosophie, Germanistik und Geschichte und promovierte summa cum laude. Als Frau und Jüdin durfte sie sich aber nicht habilitieren. Die von ihr so gesuchte Wahrheit fand Edith Stein schließlich bei der Lektüre der Autobiographie der Karmelitin Teresa von Avila. Mit 31 ließ sie sich taufen und wollte Nonne werden, davon wurde ihr aber abgeraten. So arbeitete sie 10 Jahre lang in der Lehrerbildung und hielt zahlreiche Vorträge zu den Themen Pädagogik, Bildung und Schule. Märtyrerin und Patronin Europas Erst 1933 durfte Edith Stein Karmelitin werden. Anlässlich des Anschlusses Österreichs 1938 verriet ihre eigene Priorin den Nazis Edith Steins jüdische Abstammung. Deshalb floh sie 1939 ins Kloster nach Echt in den Niederlanden. 3 Jahre später protestierten die niederländischen Bischöfe gegen Deportationen. Die Antwort der Nazis war die Deportation von Konvertiten, unter ihnen Edith Stein. Sie wurde am 9. August 1942 mit 51 Jahren in Auschwitz ermordet. 1998 wurde sie heiliggesprochen und 1999 gemeinsam mit Birgitta von Schweden und Katharina von Siena Schutzpatronin Europas. Und 2008 wurde Edith Stein in die bayrische Ruhmeshalle Walhalla aufgenommen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠⁠.

  • S1 · E114
    August 3 · 1 min

    3. August: Lydia von Philippi

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.Sie ist der Tradition nach nicht mehr und nicht weniger als die erste Christin in Europa, die Frau aus Lydien, einer Landschaft im Westen der heutigen Türkei: Lydia. Konkret Lydia von Philippi.Lydia – Purpurhändlerin aus Philippi Von ihr berichtet die Apostelgeschichte. Lydia stammte aus Thyatira in der heutigen Türkei und lebte im griechischen Philippi als Purpurhändlerin. Die Farbe Purpur war damals sehr wertvoll. Um damit handeln zu können, brauchte man Geld. Lydia war demnach wohlhabend. Vielleicht hatte sie sich in Philippi angesiedelt, weil die Stadt auf der Haupthandelsstrasse, der «Via Egnatia», lag, die nach Rom führte. Und dort nannte man die Frau aus Lydien dann eben „die Lydierin“. Möglich ist auch, dass sie Sklavin gewesen war, denn diese wurden oft nach ihrer Herkunftslandschaft benannt. Wie auch immer - Lydia war Hausherrin. Sie war demnach entweder ledig oder verwitwet, jedenfalls alleinstehend. Sie sympathisierte mit dem Judentum, ohne es anzunehmen. Als sie Paulus während seines Aufenthaltes in Philippi kennenlernte und ihn von Christus sprechen hörte, ließ sie sich sofort taufen und alle Angehörigen dazu. Somit wurde sie die erste Christin in Europa. Lydia als Gastgeberin der Gemeinde Nachdem man Paulus in Philippi ins Gefängnis geworfen und am nächsten Morgen wieder frei gelassen hatte, kehrten er und sein Begleiter noch einmal bei ihr ein, um sich zu verabschieden. In ihrem Haus versammelte sich fortan die Christengemeinde von Philippi und unterstützte Paulus finanziell, was wohl auch ihr Verdienst war. Lydia war somit herausragend: als erste Christin Europas, als Gemeindeleiterin und als Mäzenin. Namenstag haben heute auch Benno und Peter. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠⁠⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠⁠⁠.

  • S1 · E113
    July 31 · 1 min

    31. Juli: Heiliger Ignatius von Loyola

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Hätte es im 15. Jahrhundert schon das Internet gegeben, wer weiß, ob wir nicht um diesen großen Heiligen ärmer wären: Ignatius von Loyola, der Gründer des Jesuitenordens. Ignatius nimmt die Bibel an sich Er wurde 1491 auf Schloss Loyola im Baskenland geboren. Mit etwa 13 wurde er Page am Hofe des königlichen Schatzmeisters. Er war ein leidenschaftlicher Spieler und liebte schöne Frauen. Mit 26 Jahren trat der ehrgeizige junge Mann in den Dienst des kastilischen Vizekönigs zu Navarra. Doch dann wurde während einer Schlacht sein Bein von einer Kanonenkugel zertrümmert. Ignatius war monatelang ans Bett gefesselt. Aus Langeweile wollte der Dreißigjährige Ritterromanzen lesen, aber im elterlichen Schloss gab es nur ein Buch über das Leben Jesu und Heiligenlegenden. Und eben kein Internet, sonst – tja… So aber las er notgedrungen die Legenden, und die bewirkten in ihm eine allmähliche Änderung seiner Lebenseinstellung. Er wollte nun ein geistliches Leben führen. Ignatius von Loyola: Gründer des Jesuitenordens Es dauerte mehrere Jahre, bis Ignatius die für ihn passende Form fand. Mit 43 gründete er in Paris mit sechs Studienkollegen eine Bruderschaft, die sie später die Gesellschaft Jesu nannten. Neu war, dass sie keine Ordenstracht trugen, keine fixen Gebetszeiten hatten und sich ganz dem Papst und der Mission unterstellten. Das Konzept ging voll auf. Ignatius von Loyola starb mit 64 am 31. Juli 1556 in Rom an einem Magenleiden. Da hatte der Orden bereits 1000 Mitglieder. 1622 wurde er heiliggesprochen. Namenstag haben heute auch Elisabeth und Helena. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠⁠.

  • S1 · E112
    July 14 · 1 min

    14. Juli: Kamillus von Lellis

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Während der Schlacht von Solferino 1859 beobachtete der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant, der zufällig in der Gegend war, dass die einzigen, die sich um die Verletzten kümmerten, Ordensmänner waren, die sich dabei selbst in Todesgefahr begaben. Kamillus von Lellis: Inspiration für Henry Dunant Weithin sichtbar waren auf ihren schwarzen Kutten rote Kreuze. Henry Dunant beschloss, eine Hilfsorganisation zu gründen, und das rote Kreuz der Ordensmänner als Symbol zu wählen. Der Gründer des Ordens war der Italiener Kamillus von Lellis. Der Lebenswandel des Kamillus von Lellis Er kam 1550 Pescara als Sohn eines Offiziers zur Welt. Nach einer Karriere in der Kirche sah es bei ihm lange nicht aus. Er war Soldat, spielsüchtig und cholerisch. Seinen Soldatendienst musste er wegen einer chronischen Wunde am Fuß aufgeben. Seine Spielsucht kostete ihn buchstäblich sein letztes Hemd, und seine Zornausbrüche seine Stelle in einem römischen Krankenhaus. Mit 24 Jahren wurde Kamillus gläubig und änderte seinen Lebensstil radikal. Er wurde Krankenpfleger und Priester. Die herkömmliche Krankenpflege war ihm aber nicht ausreichend. Er gründete daher mit 32 Jahren einen Orden, der heute nach ihm Kamillianer genannt wird. Seine Mitglieder pflegen Kranke auch unter Lebensgefahr. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠.

  • S1 · E111
    July 6 · 2 min

    6. Juli: Selige Maria Theresia Gräfin Ledochowska

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Im Heiligenlexikon steht unterhalb des Namens der heutigen Seligen: Deckname Alexander Halka. Diesen brauchte sie, weil sie Autorin und Verlegerin war und als Frau zu ihrer Zeit nicht ernst genommen worden wäre. Und einen Orden hat sie nebenbei auch gegründet. Mutter Afrikas: Maria Theresia Gräfin Ledochowska brennt für Afrika Ihr richtiger Name war Maria Theresia Gräfin Ledochowska. Die Schriften, die sie verfasste und in ihrem eigenen Verlag herausgab, hatten alle ein Thema: Afrika. Ledochowska brannte für Afrika und die Abschaffung der Sklaverei und hat den Beinamen „Mutter Afrikas“ erhalten. Wie kam es dazu, dass die österreichische Adelige mit polnischen Wurzeln aus Loosdorf bei Melk diesen internationalen Titel erhielt? Maria Theresia Ledochowska: Von der Hofdame zur Ordensgründerin Ledochwska kam 1863 zur Welt. Mit 22 Jahren trat sie in den Dienst der Großherzogin Alice von Toskana in Salzburg. Kurz darauf hörte sie von Kardinal Charles Lavigerie, der sich gegen die Sklaverei einsetzte, und verließ den Hof, um sich dem Fundraising für die Mission zu widmen. Sie sammelte Mitarbeiterinnen um sich. Daraus entstand eine Vereinigung zum Kampf gegen die Sklaverei in Afrika, aus der der Orden der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver wurde; deren Aufgabe war die finanzielle Unterstützung der Missionare, und die Herausgabe religiöser Bücher in afrikanischen Sprachen; dafür wurde im Missionshaus Maria Sorg in Bergheim bei Salzburg eine eigene Druckerei errichtet. Mit Medien gegen die Sklaverei Maria Theresia Ledochowska war ein Marketinggenie. 1899 verfasste sie das Drama: „Zaida“, in dem sie die Folgen der Sklaverei vor allem für Frauen thematisierte. Sie gab Zeitschriften heraus und kuratierte Wanderausstellungen, um über das Leben in Afrika und vor allem über die Sklaverei zu informieren. Sie organisierte mehrtätige Informationsveranstaltungen und hielt Vorträge, was für eine Frau ihrer Zeit sehr ungewöhnlich war. Doch auch nach Afrika gingen Schriften, denn Maria Theresia gab Schulbücher in Hunderten afrikanischen Sprachen heraus. Die Zeitschrift „Echo aus Afrika“ erscheint seit 1920. Und so wurde aus der Gräfin und Missionsnärrin auch noch die „Mutter Afrikas“, die selbst nie in Afrika war. Maria Theresia Ledochowska starb mit 59 am 6. Juli 1922 in Rom und wurde 1975 seliggesprochen. Ihre Schwester Ursula ist übrigens eine Heilige. Aber das ist eine andere Geschichte, nämlich die vom 29. Mai. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠.

  • S1 · E110
    June 29 · 1 min

    29. Juni: Seliger Ramon Lull

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Ramon Llull wollte im 13. Jahrhundert mithilfe einer Maschine die Existenz Gottes beweisen. Im 20. Jahrhundert übersetzten Programmierer seine Regeln in Computersprache und stellten fest, dass sie funktionierten. Ramon Llull war ein um 1232 in Palma de Mallorca geborener Adeliger, der auf dem königlichen Hof lebte, sich der Dichtkunst widmete, Ehemann und Vater zweier Kinder war. Ramon richtete sein Leben neu aus Mit 31 Jahren kam die Wende: Vier Christusvisionen ließen Ramon sein Leben neu ausrichten und den Weg der Mission einschlagen. Er wurde Laienmitglied der Franziskaner, studierte Arabisch, Philosophie, Medizin und Theologie. Darüber hinaus verfasste er fast 300 Werke, darunter viele Dichtungen und das meist in seiner Muttersprache katalanisch. Ramon und der erste Computer Mit seinem Hauptwerk, der Ars Magna, wollte er zur Bekehrung mithilfe der Vernunft beitragen. Die von ihm konstruierte Maschine bestand aus sieben Scheiben, die verschiedene religiöse Begriffe oder Zahlen trugen. Das Drehen der Scheiben ergab immer wieder andere Verknüpfungen und wird als erster Computer eingestuft. Er starb mit etwa 83, wurde zunächst als Ketzer verurteilt und 1847 schließlich seliggesprochen. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E108
    June 19 · 1 min

    19. Juni: Heilige Juliana Falconieri

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Juliana Falconieri wurde um das Jahr 1270 in Florenz geboren. Sie war vermutlich eine Nichte des heiligen Alexius Falconieri, eines der sieben Gründerväter des Servitenordens. Juliana entscheidet sich früh für Gott und den Dienst an den Bedürftigen Im Alter von 14 Jahren verlor Juliana ihren Vater. Sie blieb bei ihrer Mutter, um sich liebevoll um sie zu kümmern, und weihte zugleich ihr eigenes Leben Gott. Sie lebte nach den evangelischen Räten, nahm am Gebetsleben der Serviten teil und widmete sich mit großem Einsatz den Armen. Bald schlossen sich ihr Gleichgesinnte an. Die jungen Frauen erhielten für ihren Dienst ein eigenes Gewand, woraus sich später die Bezeichnung „Mantellatinnen“ entwickelte. Nach dem Verlust der Mutter gründet Juliana ein Kloster Erst nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1305 gründete sie ein Kloster zur Pflege der Kranken. Aus den Mantellatinnen gingen die Dienerinnen Mariä hervor, heute als Servitinnen bekannt, die sich auch der Erziehung zuwandten. Der Überlieferung nach wollte sie auf dem Sterbebett noch die Eucharistie empfangen, konnte die Hostie jedoch nicht mehr schlucken. Man legte sie ihr daher auf die Brust, wo sie sogleich verschwand und Juliana zugleich starb. In Österreich leben Servitinnen heute in Wien-Mauer. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E107
    June 11 · 1 min

    11. Juni: Selige Hildegard Burjan

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Hildegard Burjan wurde 1883 in Görlitz in Sachsen geboren und wuchs als liberale Jüdin auf. Nach einem langen Aufenthalt in einem Ordensspital trat sie im Alter von 26 Jahren zum katholischen Glauben über. Hildegard und ihr selbstbestimmtes Leben Als eine der ersten Frauen studierte sie Philosophie und Sozialwissenschaften und heiratete den Ungarn Alexander Burjan. Ihre einzige Tochter brachte sie gegen den Rat der Ärzte zur Welt, die ihr aus medizinischen Gründen zu einer Abtreibung geraten hatten. Aufgrund der beruflichen Position ihres Mannes lebte Hildegard wohlhabend, beschränkte sich jedoch nicht auf die traditionellen Rollen von Ehefrau, Mutter und Hausfrau mit gesellschaftlichen Verpflichtungen. Soziales Engagement und politischer Einsatz von Hildegard Stattdessen engagierte sie sich aktiv für Frauenrechte und Gleichbehandlung. Im Jahr 1919 wurde sie Abgeordnete der Christlichsozialen Partei und erlangte später den Beinamen „Gewissen des Parlaments“. Im selben Jahr gründete sie die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis. Heute sind die Schwestern vor allem für ihre Arbeit im Hospizbereich bekannt. Hildegard starb im Alter von 50 Jahren an einer langjährigen Nierenerkrankung und wurde 2012 seliggesprochen. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E106
    June 3 · 1 min

    3. Juni: Heiliger Kevin von Wicklow

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Der Name Kevin wird aufgrund eines Filmes aus dem Jahr 1990 mit einem frechen Kinderhelden verbunden. Dabei ist Kevin tatsächlich ein alter königlicher irischer Name und heißt „der schön Geborene“. Kevin und sein Weg in die Einsamkeit Der heilige Kevin von Wicklow wurde um 475 in eine königliche Familie geboren und erhielt eine religiöse Ausbildung. Um das Jahr 500 zog sich Kevin in die Einsamkeit des heutigen Glendalough zurück. Schon bald sammelten sich zahlreiche Schüler um ihn, sodass er im Jahr 549 ein Kloster gründete. Dieses leitete er als erster Abt und wirkte zugleich als Bischof, während sich das Kloster zu einer der bedeutendsten Schulen irischer Frömmigkeit entwickelte. Kevin erhielt den Titel „Führer vieler tausender Seelen“, da sich viele Menschen von ihm zum asketischen Leben anleiten ließen. Die bleibende Spur des Klosters von Kevin Er selbst lebte meist zurückgezogen im Wald und am Ufer des Sees, die Fundamente seiner „Zelle“ im Wald und die Höhle, in der er angeblich schlief, sind bis heute erhalten. Er starb um das Jahr 618. Das Kloster wurde 1539 unter König Heinrich VIII. aufgelöst, erstand im 19. Jahrhundert jedoch neu und gilt heute mit seinen sieben Kirchen als gut erhaltener Kulturschatz. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E105
    May 30 · 2 min

    30. Mai: Heilige Johanna von Orléans

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Johanna von Orléans gehört zu den bekanntesten historischen Figuren Frankreichs und bleibt doch bis heute ein Rätsel. Die junge Frau, die vor rund 600 Jahren lebte und nicht einmal 20 Jahre alt wurde, ist bis heute Gegenstand von Literatur, Filmen und Diskussionen. Welche ihrer Geschichten tatsächlich wahr sind, lässt sich kaum klären. Johanna folgt göttlichen Visionen Geboren wurde Johanna 1412 als Tochter eines wohlhabenden Bauern mitten im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England. Mit 17 Jahren hatte sie mehrere Erscheinungen des Erzengels Michael und der heiligen Katharina und Margareta. Sie beauftragten den Teenager damit, ins benachbarte Frankreich zu gehen und Orléans vor den einfallenden Engländern zu retten. Trotz ihres jungen Alters überzeugte sie König Karl VII. von ihrer göttlichen Mission und führte Truppen nach Orléans, wo sie die Engländer vertrieb, jedoch nicht aus ganz Frankreich. Gefangennahme und Urteil prägen das weitere Leben von Johanna Kurz darauf wurde sie gefangen genommen, an die Engländer ausgeliefert und vor ein kirchliches Gericht gestellt. Man klagte sie wegen rund 70 Vergehen an. Am 30. Mai 1431 wurde sie als Ketzerin verbrannt. Jahre später hob man das Urteil auf, auch um den Ruf Karls VII. zu schützen. Im Jahr 1920 wurde sie heiliggesprochen. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E104
    May 19 · 1 min

    19. Mai: Heiliger Cölestin V.

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Den heiligen Cölestin V. kannten bis vor ein paar Jahren hauptsächlich Kirchenhistoriker. Durch den Rücktritt von Benedikt XVI. im Jahr 2013 geriet der heilige Cölestin V. wieder ins Bewusstsein. Vom Einsiedler Pietro Angelerio zu Papst Cölestin V. Pietro Angelerio war bereits 80 Jahre alt, als er im Juli 1294 zum Papst gewählt wurde. Davor war der Bauernsohn Einsiedler und Gründer des Ordens der „Einsiedler von Murrone“, später in Cölestiner umbenannt, der sich rasch ausbreitete. Pietro galt als integer und heilig. Zum Papst wurde er ohne sein Wissen als Kompromisskandidat nach einer zweijährigen Sedisvakanz gewählt. Cölestin legt das Amt nach wenigen Monaten nieder Als er von seiner Wahl erfuhr, dachte er zunächst an die Flucht, beugte sich jedoch dem Drängen seiner Anhänger. Im Amt war er überfordert, politisch abhängig und innerkirchlich von Kardinal Caetani unter Druck gesetzt. Schließlich erkannte er, dass es ihm nicht gelingen würde, die Kirche selbst zu führen. Am 13. Dezember 1294 trat er daher zum Entsetzen des Volkes nach nur fünf Monaten im Amt zurück. Sein Nachfolger, Bonifatius VIII., ließ ihn in Ehrenhaft nehmen, um eine Kirchenspaltung zu verhindern. Cölestin starb eineinhalb Jahre später und wurde 1313 heiliggesprochen. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E103
    May 14 · 2 min

    14. Mai: Heilige Corona

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Die Heilige Corona trägt einen Namen, der heute weltbekannt ist, ohne dass zwischen ihr und dem Virus irgendein Zusammenhang besteht. Vielleicht ist es gerade deshalb an der Zeit, die Geschichte jener Heiligen in den Blick zu nehmen, die nicht Namensgeberin war und dennoch als Patronin gegen Seuchen gilt. Corona als junge Märtyrerin zwischen Glaube, Vision und Überlieferung Corona hieß der Legende nach eigentlich Stephana. Ihr Name bedeutet „die Gekrönte“ und verweist auf die Märtyrerkrone. In einer Vision soll sie eine Siegeskrone für sich und ihren Mann gesehen haben. Das soll sich um das Jahr 287 oder 303 ereignet haben. Die damals 16-Jährige starb zwischen zwei losgelassenen Palmen, ihr Legendenort ist unklar. Schriftlich belegt ist ihre Geschichte ab dem 6. Jahrhundert. Die Verehrung der Corona in Österreich durch Fund, Kapelle und neue Bedeutungen In Österreich wurde sie durch einen Fund im Jahr 1504 bekannt: Holzfäller entdeckten in einer hohlen Linde eine Statue und errichteten dort eine Kapelle, aus der der Ort Sankt Corona am Wechsel entstand. Vermutlich entwickelte sich hier auch ihr Patronat gegen Seuchen. Durch die frühere Währung Krone gilt sie zudem als zuständig für Glücksspiel und die Lotterie. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E102
    May 6 · 2 min

    6. Mai: Heiliger Dominikus Savio

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Immer wieder wird gefragt, ob für eine Heiligsprechung ein bestimmtes Mindestalter, etwa das Erwachsenenalter, erforderlich sei. Die katholische Kirche stellt diese Bedingung nicht. Maßgeblich ist nicht das Alter, sondern die gelebte Glaubenspraxis. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der italienische Jugendliche Carlo ­Acutis, der mit 15 Jahren starb und 2025 heiliggesprochen wurde. Er hat einige Vorläufer, und einer von ihnen war der Italiener Dominikus Savio. Dominikus als Vorbild gelebter Frömmigkeit Er wurde 1842 in der Nähe von Turin geboren und stammte aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Schmied und die Familie hatte elf Kinder. Dominikus war sehr fromm und bat den sogenannten Sozialarbeiter Gottes, den späteren Heiligen Don Bosco, darum, sein Internat in Turin besuchen zu dürfen. Dominikus im Dienst des gelebten Glaubens In der Obhut des Jugendpatrons lebte er seinen Glauben durch Gebet und aktiven Einsatz. Er half in der Jugendarbeit, schlichtete Streit und gründete Gebetsrunden. Dominikus starb kurz vor seinem 15. Geburtstag an Lungentuberkulose. Organisationen, die mit seiner Altersgruppe zu tun haben, nahmen ihn zum Patron. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E101
    April 27 · 1 min

    27. April: Heiliger Petrus Canisius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Petrus Canisius, auch unter seinem ursprünglichen Namen Peter de Hondt bekannt, war ein großer Priester, Professor, Schriftsteller und Diplomat. Er schrieb einen Katechismus, der so bedeutend war, dass er fast 400 Jahre lang gültig blieb. Da er mehrere Jahre in Wien verbrachte und den Text hier verfasste, erinnern bis heute die Canisiusgasse und die Canisiuskirche im 9. Bezirk an ihn. Petrus als Wegbereiter der katholischen Reform Petrus kam 1521 im heutigen Holland zur Welt, war aber Deutscher, weil das Gebiet damals zu Deutschland gehörte. Mit 22 Jahren trat er als erster Deutscher in den Jesuiten­orden ein und engagierte sich früh für die Reform der katholischen Kirche. Europaweit wirkte Petrus als Kirchenlehrer Im Alter von 31 Jahren kam er nach Wien, wo er in zahlreichen Aufgaben wirkte: als Professor, Hofprediger, Gefängnisseelsorger, Volksmissionar und Diözesanadministrator. Sogar das Amt des Erzbischofs von Wien wurde ihm angeboten, doch er lehnte ab. Nach seinen Jahren in Wien führte ihn sein Weg durch viele Länder Europas. Petrus starb am 21. Dezember 1597 in der Schweiz. 1925 wurde er heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. Außerdem gilt er als Patron der Diözese und der Stadt Innsbruck, wo er ebenfalls wichtige Spuren hinterlassen hat. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E100
    April 21 · 1 min

    21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Anselm von Canterbury, Vater der Scholastik, prägte das theologische Denken über Jahrhunderte, weil er die Vernunft als Mittel zur Gottes­erkenntnis betonte. Er wurde 1033 in Italien geboren und trat im Alter von 27 Jahren, gegen den Widerstand seines adeligen Vaters, in Frankreich in den Benediktinerorden ein und wurde später Abt. Anselm lebte für Wissenschaft und Glauben Erst mit 60 Jahren folgte die Ernennung zum Erzbischof von Canterbury. Sein Leben widmete Anselm der Wissenschaft. Gebet und Nachdenken über Gott gehörten für ihn zusammen. Außerdem galt er als ausgezeichneter Seelsorger und Prediger sowie als sehr fromm. Im Streit um kirchliche Ämter ging Anselm ins Exil Als Erzbischof von Canterbury geriet er zweimal mit der englischen Krone in Konflikt, weil er sich gegen königliche Eingriffe in kirchliche Ämter wehrte, eine englische Variante des Investiturstreits. 1097 ging er erstmals für drei Jahre ins Exil nach Frankreich. Unter König Heinrich I. kehrte er zurück, wurde jedoch erneut verbannt und verbrachte weitere drei Jahre im Exil. Nach seiner Rückkehr wirkte er bis zu seinem Tod am 21. April 1109 in Canterbury. Rund 400 Jahre später wurde er heiliggesprochen und etwa 250 Jahre danach zum Kirchenlehrer erhoben. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E99
    April 17 · 1 min

    17. April: Heilige Kateri Tekakwitha

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Kateri „Katharina“ Tekakwitha, die Lilie der Mohawk, ist Patronin des Umweltschutzes und die erste heiliggesprochene Indigene, die in Nordamerika sehr verehrt wird. Sie wurde 1656 im heutigen Bundesstaat New York geboren. Kateris Kindheit im Zeichen des Verlusts Ihr Vater war Häuptling der Mohawk, ihre Mutter Katholikin. Beide starben an Pocken, als Kateri vier Jahre alt war. Das Mädchen wurde auch befallen, überlebte aber halb blind und entstellt von vielen Narben. Ihr Mohawkname „Tekakwitha“ sagt das aus: „die mit der Hand voraus geht“. Sie lernte Missionare kennen und fasste schon bald den Wunsch, Christin zu werden und ehelos zu leben. Mehrere Heirats­anträge, lehnte sie daher ab. Kateri folgt ihrem Glauben trotz Verfolgung Stattdessen ließ sie sich taufen und nahm den Namen Katharina an. Daraufhin wurde sie verfolgt und sogar mit dem Tod bedroht. Sie floh daher nach einem Jahr in eine 300 Kilometer weit entfernte Missionsstation der Jesuiten im heutigen Montreal in Kanada. Dort wirkte sie zwei Jahre als Katechetin und kümmerte sich um Arme und Kranke. Ihre strengen Bußübungen schwächten sie jedoch so sehr, dass sie bereits im Alter von 24 Jahren starb. Schon bald wurde sie als Patronin Kanadas verehrt. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

  • S1 · E98
    April 8 · 1 min

    8. April: Seliger August Czartoryski

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte. August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung. Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Showing 1–20 of 21 episodes