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Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Viele von uns haben sie noch lebhaft vor Augen, die kleine, alte Frau in ihrem weiß-blauen Sari: Mutter Teresa.
Sie galt schon zu Lebzeiten als Heilige, und inzwischen sie es offiziell. Verbunden wird sie mit Indien, und doch war sie Europäerin, geboren 1910 im heutigen Mazedonien, damals Osmanisches Reich, in eine albanische katholische Bauunternehmerfamilie. Als solche hätte sie ein ganz anderes Leben führen können.
Vom Leben als Ordensfrau zur „Mutter der Armen“Mit 18 trat Agnes, wie sie eigentlich hieß, aber in den Orden der Loretoschwestern ein und nahm den Ordensnamen Teresa an, in Erinnerung an die französische Heilige Therese von Lisieux. Der Orden schickte sie als Lehrerin nach Indien. Nach 17 Jahren zog sie in die Slums von Kalkutta, und ein paar Jahre später, 1950, gründete sie mit ehemaligen Schülerinnen den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe.
Ihr Einsatz für Kranke und Obdachlose
Der Rest ist Geschichte. Mutter Teresa las Kranke und Sterbende von der Straße auf. Bald konnte sie Krankenhäuser, Hospize, Heime und Schulen bauen. 1979 erhielt der „Engel der Armen“, wie sie genannt wurde, den Friedensnobelpreis. Seit 1985 sind ihre Schwestern auch in Wien und kümmern sich vor allem um Obdachlose.Mutter Teresa – Kritik, Tod und Vermächtnis
Mutter Teresas Arbeit ist aber auch umstritten, etwa wegen mangelnder medizinischer Hilfe in ihren Spitälern oder undurchsichtigen Spendenflüssen.
Mutter Teresa starb mit 87 am 5. September 1997 in Kalkutta. 2016 wurde sie heilig gesprochen. Auch die profane Welt ehrt ihr Andenken: In Albanien ist der Flughafen Tirana nach ihr benannt und im Weltall ein Asteroid.Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4
Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.






