

Deine Wahrheit, meine Wahrheit? Warum wir ein Credo brauchen
In dieser Episode unserer Predigtserie „Credo – das glaube ich“ führt uns Pastor Johan in seiner ersten Predigt nach sechs Monaten durch den vierten Teil des Apostolischen Glaubensbekenntnisses: „Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen.“ Er geht der Frage nach, warum die frühe Kirche dieses Bekenntnis überhaupt brauchte und warum wir in einer Zeit von „deiner Wahrheit“ und „meiner Wahrheit“ genauso darauf angewiesen sind. Seine Antwort: Wir brauchen den Heiligen Geist, und wir brauchen einander. Johan predigt auf Englisch, Stefan übersetzt ins Deutsche. Das nimmst du aus dieser Episode mit: Wahrheit braucht einen Maßstab außerhalb von uns: Das Glaubensbekenntnis entstand als Schutz vor Irrlehren wie dem Gnostizismus und dem Doketismus, die die Schöpfung für böse hielten und bestritten, dass Jesus wirklich Mensch war, wirklich gelitten hat und wirklich auferstanden ist. Heute heißt es oft „Das ist deine Wahrheit, meine ist eine andere“, doch wenn alles wahr ist, ist nichts wahr. Niemand würde sich einem Arzt anvertrauen, der eigentlich am Herzen operieren soll, aber nach „seiner Wahrheit“ die Lunge behandelt. Wir brauchen eine Wahrheit, die nicht aus uns selbst kommt, sondern von unserem Schöpfer. Ohne den Heiligen Geist: Game over: Der Heilige Geist ist genauso Gott wie der Vater und der Sohn. Er führt uns in die Wahrheit, hat an Pfingsten die Kirche ins Leben gerufen, tritt für uns ein und ist das Siegel unseres Erbes in Christus. Johan erzählt, wie er als Pastorenkind Gott bewusst den Rücken kehrte und mit 20 seine Liebe ganz neu erlebte, und das war nur durch den Geist möglich. Wer aus eigener Kraft so leben will, wie Gott es sich wünscht, hat „3:0 verloren, bevor er überhaupt angefangen hat“. Heilig und katholisch – anders als gedacht: Im Original steht hier „katholisch“. Gemeint ist keine bestimmte Institution, sondern die allgemeine, weltweite Kirche über alle Länder und Völker hinweg. „Heilig“ bedeutet zuerst, von Gott abgesondert und Wohnort seines Geistes zu sein, und hat nichts mit moralischer Höchstleistung zu tun. Niemand kann sich selbst heilig machen, aber Christus heiligt seine Kirche, und „die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen“ (Matthäus 16,18). Wenn ein Glied leidet, leidet der ganze Leib: Wir sind ein Leib und Glieder voneinander, deshalb ist Gemeinschaft kein Extra, sondern das, wozu uns der Geist zusammenführt. Johan erzählt, wie er für Familien aus der Gemeinde auf den Knien gebetet hat und wie die Kirche ihn und seine Familie in einer schweren Zeit getragen hat, mit Kinderbetreuung, Besuchen und Gebet. Wo einer schwach ist, trägt der andere mit, und genau daran wird sichtbar, was Kirche ist. Abonniere unseren Podcast, um keine Predigt der Ecclesia Kirche Ingolstadt zu verpassen! Wenn dich diese Message ermutigt hat, teile die Folge gerne mit deinen Freunden oder deiner Familie. Instagram: https://www.instagram.com/ecclesiakirche.ingolstadt/ Webseite & Spenden: https://ecclesiakirche.de/portfolio/ingolstadt/


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