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Der Tag

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"Ein Thema, viele Perspektiven" - von Montag bis Donnerstag immer ein Thema, das Fragen aufwirft. "Der Tag" sucht Antworten, beleuchtet Hintergründe, ordnet ein. Und spricht mit Menschen, die zum Thema etwas zu sagen haben. So entsteht ein Bild aus vielen

  • 159 episodes
  • Updated July 16

Episodes159

  • July 16 · 54 min

    No more heroes – und wer rettet die Welt?

    Wir befinden uns in einer Umbruchphase und das auf mehreren Ebenen. Es sind nicht nur der Klimawandel und die Zeitenwende durch den Ukrainekrieg. Dazu kommen massive Migrationsbewegungen und die Veränderungen in der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz. Viele Menschen haben große Ängste, psychische Probleme nehmen zu, die Zukunft wird als bedrohlich und ungewiss empfunden. Kein Wunder, dass Helden Konjunktur haben. Im Kino z. B. Superman und Supergirl und eine neue Ausgabe der Odyssee. Waren die von Feministinnen und einigen Kulturwissenschaftlern in der Nachkriegszeit ausgerufenen postheroischen, friedliebenden Zeiten nur ein kurzes Intermezzo? Brauchen wir wieder die großen Heldenerzählungen für eine Gesellschaft, in der jeder versucht, Verantwortung zu übernehmen und bereit ist, Opfer zu bringen? Darüber wollen wir sprechen mit dem Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger, mit dem Kulturwissenschaftler Niels Werber, mit dem in Amerika lebenden Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt, der sich mit der Heldeninszenierung von Donald Trump beschäftigt, und mit dem Psychologen Stephan Grünewald, dessen jüngstes Buch über unsere verunsicherte Gesellschaft „Wir Krisenakrobaten“ heißt. Podcast-Tipp: Matthay fragt Was lehren uns vergessenen Heldinnen wie Hedy Lamarr, Filmstar und Technikpionierin? Warum wurden sie nie gefeiert? Sind Heldinnen überhaupt noch zeitgemäß? Sabina Matthay fragt Stefanie von Wietersheim, die sich mit vergessenen Heldinnen befasst hat. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1b3af7286b9f9679/

  • July 15 · 51 min

    Putin unter Druck – Wende im Ukraine-Krieg?

    Die USA geben der Ukraine endlich Patriot-Abwehrraketen. Die NATO hat ein 140-Milliarden-Euro-Paket geschnürt. Die EU will mit der Ukraine zusammen an einer gemeinsamen Raketenabwehr arbeiten und Frankreichs Präsident Macron kündigt multinationale Truppen an, die schon jetzt in den Nachbarländern der Ukraine für die Sicherung eines Waffenstillstands üben sollen. Russland leidet unter den ukrainischen Angriffen auf seine Ölversorgung. Alles gute Nachrichten für die Ukraine. Aber reicht das? Hinter den Kulissen bröckele der Beistand, ist zu lesen. Und die Vorbereitungen auf den nächsten Kriegswinter seien nicht ausreichend. Der Ukraine fehlt es an Soldaten. Die Friedensverhandlungen stocken seit Monaten. Manche Experten beschwören die nukleare Eskalation als mögliches Ende des Ukraine-Krieges herauf. Nur, wo steht der Ukraine-Krieg wirklich? Das versuchen wir herauszufinden mit dem in Moskau lebenden Journalisten Michael Thumann, unserem Korrespondenten in Kiew Stephan Laack und den Politikwissenschaftlern Nico Lange und Johannes Varwick. Moderatorin ist Isabel Reifenrath. Podcast-Tipp: Was tun Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet. https://www.ardsounds.de/sendung/was-tun-herr-general-der-podcast-zum-ukraine-krieg/urn:ard:show:79c63b8ea9460080/

  • July 14 · 54 min

    Was bleibt, wenn alles geht – 5 Jahre Ahrtal

    Es sind fünf Jahre vergangen seit der verheerenden Flut im Ahrtal. Die Zerstörungen sind noch nicht alle beseitigt, die Trauer um die Toten dauert an und auch die materiellen Verluste sind für viele schwer zu verarbeiten. Die Fluten haben vieles weggeschwemmt. Leben, Erinnerungen, Zukunft. Aber es gibt auch viel Resilienz, den Willen weiterzumachen, einen Neuanfang zu wagen, wiederaufzubauen. Und wenn es wieder passiert? Wären wir besser vorbereitet? Darüber wollen wir sprechen mit Klaudia Skodnik vom Verein Fortuna hilft, der sich z. B. um traumatisierte Kinder kümmert. Mit der Filmemacherin Susanne Jäger, die in der Flutnacht ihren Vater verloren hat. Mit Edith Wallmeier vom ASB Bundesverband, der eine Studie zur gesellschaftlichen Resilienz nach der Flutkatastrophe vorgelegt hat. Christoph Zielhofer, Geologe an der Uni Leipzig, beschäftigt sich mit Umweltkrisen, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Klimaveränderungen. Und Jörn Brinkmann von der Uni Stuttgart entwickelt Strategien zum Schutz vor Extremwetter und Naturkatastrophen. Podcast-Tipp: Die Flut - Warum musste Johanna sterben? Juli 2021: Die 22-jährige Johanna Orth aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist auf dem besten Weg in eine erfüllte Zukunft. Dann reißt sie die Flutwelle aus dem Leben. Der Host Marius Reichert begibt sich zusammen mit ihren Eltern auf die Suche nach Antworten rund um die Ereignisse dieser verhängnisvollen Nacht: Wie kam Johanna ums Leben? Wie konnte es so weit kommen? Warum wurde Johanna nicht früher gewarnt? Wer trägt Verantwortung? https://www.ardsounds.de/sendung/die-flut-warum-musste-johanna-sterben/urn:ard:show:5a0051350237e3c9/ Hier geht’s zur Dokumentation unserer Gesprächspartnerin Susanne Jäger: Allein in der Flut https://www.ardmediathek.de/video/allein-in-der-flut/allein-in-der-flut-mein-vater-und-die-toedliche-nacht-im-ahrtal/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZDliMDgxMzctZmM0Mi00YjRhLTgwNjctNmQzYTRjYWIzOTBk

  • July 13 · 52 min

    Ende der Einsicht: was der Staat geheim halten will

    Ohne das Informationsfreiheitsgesetz hätten Journalisten und Transparenzplattformen wohl nie die Maskendeals während der Corona-Pandemie aufdecken können. Auch der Skandal um die Einführung der Autobahnmaut kam dank des Informationsfreiheitsgesetzes ans Licht. Seit 20 Jahren ermöglicht es die Einsicht in die Akten der Behörden. Bisher ist jeder berechtigt, einen Antrag zu stellen. Nun will die Bundesregierung diesen Vorgang erschweren. Nur noch “natürliche Personen” sollen antragsberechtigt sein und künftig soll man begründen müssen, warum man welche Akten einsehen will. Außerdem sollen die Kosten nicht mehr gedeckelt werden. Als Grund nennt die Regierung die aktuelle Bedrohungslage. Die Opposition und Journalistenverbände kritisieren die geplanten Änderungen. Sie befürchten die Abschaffung der Informationsfreiheit. Ein breites Bündnis aus mehr als 100 Organisationen fordert in einem offenen Brief: “Hände weg vom IFG!” Darüber diskutieren wir mit dem Journalisten Jost Müller-Neuhof vom Tagesspiegel, mit Arne Semsrott von FragDenStaat und mit dem Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl. Isabel Reifenrath moderiert. Podcast-Tipp: MDR Aktuell Das Interview Transparency International Deutschland kritisiert die Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz. Was die Geschäftsführerin Christin Lüttich dazu sagt, hören Sie in diesem Podcast. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:667b41fd57c4e6bd/

  • July 8 · 51 min

    Alles für Trump? NATO-Gipfel in Ankara

    Die NATO befindet sich in einer paradoxen Situation: Einerseits wird sie, angesichts der Krisenherde, so dringend gebraucht wie seit Jahrzehnten nicht. Andererseits schürt US-Präsident Donald Trump Zweifel, ob sich die Europäer im Ernstfall weiterhin auf Washington verlassen können. Das führt dazu, dass Europa beginnt, seine Sicherheit ohne Amerika zu planen. Die Zeiten, in denen das Schicksal der NATO untrennbar mit den USA verknüpft war, sind vorbei. Was aber bedeutet es für uns, wenn Abschreckung und Verteidigung plötzlich allein europäische Aufgaben sind? Diese Frage beschäftigt den NATO-Gipfel in Ankara und auch wir wollen darüber reden. In der Sendung spricht Ulrich Sonnenschein mit Aylin Matlé vom Zentrum für Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, mit Wiebke Hönicke, Offizier der Bundeswehr, mit Kristina Karasu, Dokumentarfilmautorin in Istanbul und Anne Schneider, der Korrespondentin beim NATO-Gipfel in Ankara. Podcast-Tipp: 11KM - Der tagesschau-Podcast Zerbricht die NATO an Donald Trump? In dieser 11KM-Folge erzählt BR - Experte für Sicherheit, Clemens Verenkotte, wie sich Trumps Haltung zur NATO seit dem Iran-Krieg verändert hat und wie sich Europa und Kanada in Stellung bringen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ebc8485bfe341c45/

  • July 7 · 52 min

    Planschen, Pöbeln, Picknicken – Freibäder im Stresstest

    Hitze, Ferien, Freibad - das gehört einfach zusammen. Es ist gesund, sich abzukühlen, egal ob beim Bahnen schwimmen, beim Rutschen oder Springen. Weniger gesund und trotzdem ein Muss: Eis und Pommes. Da hört der Spaß mittlerweile aber auch auf. In diesem Sommer nerven eingeschränkte Öffnungszeiten wegen Personalmangels, lange Schlangen am Eingang und dann auch noch Regelverstöße, die allen Stress machen. Manche Bäder schließen sogar ganz und Kindern fehlt die Gelegenheit, Schwimmen zu lernen. Freibäder sind unverzichtbare Erholungsinseln, Treffpunkt, Orte des Sportes und des sozialen Miteinanders - am Beckenrand sind schließlich alle gleich. Was kann also helfen, sie zu erhalten? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Volker Nies vom Betreiber des Freibades Rosenau in Fulda, Martin Holzhause von der DLRG, dem ehemaligen Profi-Schwimmer Thomas Lurz und der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. Podcast-Tipp: Radiowissen Das Freibad - Badespaß mit Geschichte Anfang der 1920er erlebte Deutschland einen Boom von neu gebauten "Freibädern". Einerseits hieß "frei", nicht in Hallenbädern schwimmen zu müssen. Andererseits bedeutete "frei" eine Gleichberechtigung jeglicher Form. Frau und Mann, Reich und Arm, alle sonnen sich und baden vereint unter freiem Himmel. Ein Podcast von Martin Trauner https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:8598e84c67c34122/

  • July 6 · 54 min

    Veni, Vidi, Velo – Faszination Tour de France

    Ein elegantes Bike, das leicht und schnell über den Asphalt fliegt. Es trägt Sportler über französische Alleen, durch Wälder, vorbei an Königsschlössern, über die Pässe in den Pyrenäen oder unzählige Serpentinen hoch nach Alpe d'Huez. Für die Fahrer bedeutet das Strapazen bis über die Schmerzgrenze hinaus, immer begleitet vom Risiko eines Sturzes. Aber es gibt auch die Hoffnung auf den ganz großen Erfolg im Radsport. Es ist eine inspirierende Quälerei, die da in den nächsten Wochen bei der Tour inszeniert wird. Denn tatsächlich ist Rennrad-Fahren in den letzten Jahren populär geworden. Nicht zuletzt auch bei Frauen, die die eleganten Fahrräder für sich entdeckt haben. Worin liegt die Faszination? Warum heißt ein populäres Rennrad-Portal im Netz „quäldich.de“? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit der Hobby-Sportlerin Franziska Hildenbrandt, die nicht nur Fahrrad fährt, sondern auch Marathon läuft. Vom Kulturwissenschaftler Frank Leinen erfahren wir, warum wir so fasziniert sind von den "Helden auf Rennrädern", wir schalten aktuell zur Tour de France und wir lassen uns von unserem Kollegen Jean-Marie Magro von der Schönheit des Radelns durch Frankreich erzählen. Podcast-Tipp: Sportschau Tourfunk Im Tourfunk der Sportschau werden die aktuellen Themen des Radsports diskutiert und die Hintergründe beleuchtet. Bei der Tour de France berichtet dieser Podcast täglich über das Wichtigste rund um das größte Radrennen der Welt. https://www.ardsounds.de/sendung/sportschau-tourfunk/urn:ard:show:ba042ad385587339/

  • July 2 · 53 min

    Wer kommt zur Party? 250 Jahre USA

    Vor 250 Jahren haben sie sich losgesagt von einem König, den sie als Tyrannen empfanden. Sie haben ihre Unabhängigkeit erklärt, um politisch selbst zu bestimmen - über ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Streben nach Glück. 13 englische Kolonien, aus denen dann die Vereinigten Staaten von Amerika hervorgingen. In den zweieinhalb Jahrhunderten danach haben die USA viel Wertvolles geschaffen bei sich und in anderen Teilen der Welt: Ein demokratisches System, viel wirtschaftlichen Reichtum und einen unverwechselbaren „way of life“. Nicht alle in und außerhalb der USA sind damit glücklich und frei geworden. Die indigene Bevölkerung, deren Geschichte viel weiter zurückreicht als schlappe 250 Jahre, wurde vertrieben und unterdrückt. Die Ahnen der heutigen afroamerikanischen Bevölkerung wurden versklavt und auch viele ihrer Nachfahren wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Fortschritte und Rückschläge haben die USA politisch und gesellschaftlich auf Gipfel und an Abgründe geführt. Unter ihrem jetzigen Präsidenten sollen sie nun „wieder groß“ und an erster Stelle stehen. Bei den einen ruft das so viel Jubel hervor wie vor 250 Jahren die Erklärung der Unabhängigkeit. Aber die anderen sehen ihre Freiheit und ihre Demokratie von einem „Tyrannen“ bedroht, und sie wehren sich dagegen - wie vor 250 Jahren bei der Erklärung der Unabhängigkeit. Was ist das für eine Nation, die nun mit Ecken und Kanten ihren runden Geburtstag feiert? Und was bräuchte sie auf ihrem Gabentisch, damit endlich mal alle mitfeiern können? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der US-amerikanischen Journalistin und Podcasterin Jiffer Bourguignon, der deutsch-US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook (Bertelsmann-Stiftung), der Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier (University of California) und dem Ethnologen Markus Lindner (Uni Frankfurt). Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! Ingo Zamperoni ist mit der US-Amerikanerin Jiffer Bourguignon verheiratet. Der Moderator der tagesthemen und die US-Journalistin haben Familie und viele Freunde in den Staaten, die sich ideologisch immer mehr voneinander entfernen. Das Rekord-Tempo und die weitreichenden Umbrüche, mit denen US-Präsident Donald Trump gerade die amerikanische Demokratie auf den Kopf stellt, betreffen die beiden daher persönlich. Ingo und Jiffer beobachten und analysieren die aktuellen Entwicklungen in der US-Politik und welche Auswirkungen sie auch auf uns in Deutschland und Europa haben. Der Podcast erscheint jede Woche neu. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/

  • June 30 · 53 min

    80 Jahre Hessen - Wie geht Demokratie?

    80 Jahre ist es am 30. Juni her, dass in Hessen nach Nazi-Diktatur und Zweitem Weltkrieg zum ersten Mal wieder eine freie Wahl stattfand: Die Wahl zur „Verfassung beratenden Landesversammlung Groß-Hessens“. Ihre Aufgabe: Für das neue Bundesland Hessen eine neue Verfassung entwerfen! So wie es einige Jahre später der „Parlamentarische Rat“ für die gesamte Bundesrepublik getan hat. Was uns also heute „selbstverständlich“ vorkommt - dass Hessen einen Landtag, eine Landesregierung und einen Staatsgerichtshof hat - ist damals ausgestaltet und festgeschrieben worden. Von 86 Männern und 4 Frauen. Eine davon: Elisabeth Selbert, die später quasi im Alleingang dafür sorgte, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz kam. Gerade die Geburt der hessischen Demokratie vor 80 Jahren zeigt also, wie schwierig es war (und ist?), das durchzusetzen, was uns heute so „selbstverständlich“ vorkommt: Dass Frauen gleichberechtigt sind, dass sie in Parlamenten genauso vertreten sein sollten wie in der Bevölkerung und dass wichtige politische Ämter ihnen genauso offenstehen wie Männern. Was damals - gerade auch von Frauen - geleistet worden ist in der Landesversammlung Groß-Hessens, das lebt bis heute weiter in der Hessischen Verfassung. Aber viele fürchten, dass sich unsere 80-jährige Demokratie gerade in schlechter Verfassung befindet, weil wir sie viel zu lange als „selbstverständlich“ angesehen haben. Dabei gilt es heute genau wie damals herauszufinden: Wie geht eigentlich Demokratie? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann (CDU), mit dem Verfassungshistoriker Ewald Grothe, mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Ley und der Demokratieforscherin Ursula Birsl (Uni Marburg). Podcast-Tipp: WDR5 Das politische Radio Demokratie gilt vielen als beste Staatsform. Doch was macht sie eigentlich aus? Von den Wurzeln in Athen bis zu Dauerwahlkampf, Volkssouveränität und der Frage, welche Tugenden sie braucht: Darüber spricht Philosoph Roland Henke mit Moderator Jürgen Wiebicke. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e7b85345d45b7d3c/

  • June 29 · 53 min

    Hitze ohne Ende: Müssen wir den Sommer fürchten?

    Wenn die ganz große Hitze vorbei ist, wird es schwül und auf eine andere Art schwer erträglich. Hitze, Wassermangel und dann Unwetter und Starkregen - der Sommer hat kaum begonnen und schon zeigt er sich von seiner extremen Seite. Was wird da noch auf uns zukommen? Müssen wir den Sommer fürchten? Darüber spricht Doris Renck mit dem ARD-Meteorologen Martin Gudd. Welchen Einfluss höhere Temperaturen auf unsere Gesundheit haben, zeigt Alexandra Schneider, die dazu am Helmholtz Zentrum in München forscht. Aber lassen wir uns Angst machen? Wie wir mit dem mulmigen Sommer-Gefühl umgehen können, ohne einfach alles zu verdrängen, verrät uns die Psychologin Lea Dohm. Und am Ende ist der Sommer auch Ferienzeit und wir wollen von der Tourismusforscherin Sabrina Seeler wissen, ob die Hitze auch die Reisegewohnheiten der Deutschen verändert, ob „Coolcation“ wirklich ein Trend wird. Xxx Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Nova - Unboxing News Hitzewelle - Wie unsere Städte kühler werden Stefan arbeitet mit 230 Grad heißem Asphalt - mitten in der Hitzewelle. Während Deutschland schwitzt, trifft Hitze manche Menschen besonders hart. Unsere Städte werden immer heißer - aber sind sie darauf vorbereitet? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:cd20bf7c272f09fa/

  • June 25 · 54 min

    Ciao Bella! Die Vespa wird 80

    Sie rollt und rollt und rollt: Die Vespa. Sie ist Kult geworden. Dabei ging es Enrico Piaggio vor 80 Jahren vor allem darum, in der Nachkriegsgesellschaft ein sparsames, einfaches Fortbewegungsmittel auf den Markt zu bringen. Schnell kurvte die Vespa auch durch Filme. Ihre Erfolgsgeschichte nahm mit „Ein Herz und eine Krone“ und Audrey Hepburns Abenteuertour durch Rom richtig Fahrt auf. In Rom wird es zum 80. Geburtstag ein großes Vespa-Treffen geben, denn sie rollt bis heute. Die ältesten Modelle sind Wertanlagen, die neuesten könnten als Elektroroller wesentlicher Teil der mobilen Zukunft sein. Wie konnte die Vespa diesen Kultstatus erlangen? Wie hat sie sich in den 80 Jahren weiterentwickelt? Und was macht den Roller bis heute attraktiv? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit dem Präsidenten des Vespa Clubs von Deutschland Christian Laufkötter, mit Günther Uhlig, Autor des Buches „Vespa: Die Geschichte des Kultklassikers“, mit der Konsumentenpsychologin Janina Steinmetz und dem Mobilitätsforscher Andreas Knie. Podcast-Tipp: Land & Leute Mit der Vespa ans Nordkap Von einer Reise ans Nordkap träumen viele! Der Saarländer Klaus Altenhofer hat diesen Traum wahr gemacht - auf einer fast 70 Jahre alten Vespa. Ein Saarländer auf der "Reise seines Lebens". Ein Feature von Uwe Jäger. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6011cd6731829651/

  • June 24 · 55 min

    Afrika ist kein Land - Schluss mit Schublade!

    Kriege, Krisen und Konflikte. Armut, Natur und wilde Tiere. Wenn in Europa über den afrikanischen Kontinent gesprochen wird, dann greifen wir im Kopf oft in die Klischeekiste. Die Forschung zeigt: Das Wissen der meisten Menschen in Deutschland über den zweitgrößten Kontinent der Erde ist erschreckend gering und durch eine oft einseitige Berichterstattung schrumpft es eher, als dass es wächst. Selbst jetzt, während der Fußball-Weltmeisterschaft, zeigt die Debatte über das Können afrikanischer Teams koloniale Stereotype. Warum wird in alten Denkmustern verharrt? Welche Folgen hat ein Desinteresse auf den Alltag afrikanischstämmiger und Schwarzer Menschen in Deutschland? Und wie gelingt der Ausbruch aus der kolonialen Denkfalle? Darüber spricht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit dem Frankfurter Ethnologen und Autor des neuen Sammelbands „Afrika-Wissen“ Hans Peter Hahn, mit der Frankfurter Autorin Mirrianne Mahn über Afrikabilder und Alltagserfahrungen und mit dem Politologen Joshua Kwesi Aikins über Kolonialgeschichte und ihre Folgen. Außerdem reisen wir mit der Bike-Packerin Wiebke Lühmann 20.000 Kilometer per Rad quer durch die reale Vielfalt von 18 der 54 afrikanischen Staaten. Podcast-Tipp: Weltspiegel Podcast Afrikas Vielfalt statt Klischees: Georg Restle im Gespräch Von Kenia aus berichtet Georg Restle als ARD-Korrespondent aus mehr als 30 afrikanischen Ländern südlich der Sahara - von Nigeria bis Tansania, von Äthiopien bis zur Demokratischen Republik Kongo. In einige Länder seines neuen Berichtsgebiets kann er als ausländischer Journalist zurzeit gar nicht oder nur unter sehr widrigen Bedingungen einreisen. Wir erfahren aber auch, welche positiven Impulse von den Ländern des afrikanischen Kontinents ausgehen und worauf sich Restle persönlich bei seiner neuen Aufgabe freut. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d4a0541bed76d313/

  • June 23 · 52 min

    Palmen statt Fichten? Die Zukunft unserer Wälder

    Die Welt besteht noch zu einem Drittel aus Wald. In den letzten einhundert Jahren haben wir eine Fläche Wald, die zwei Mal so groß wie Australien ist, verloren. Dabei ist der Wald der Ort, wo wir Schatten und Erholung finden und gleichzeitig ist er die Klimaanlage der Erde. Jeder verlorene Baum bedeutet, dass sich der Klimawandel beschleunigt. In Europa wird deshalb längst aufgeforstet. In Deutschland diskutiert man, wie der Wald von morgen aussehen sollte. Das Bundeslandwirtschaftsministerium empfiehlt die so genannte “assistierte Migration”. Sie wirft aber die Frage auf, welche neuen Baumarten unsere Wälder retten können oder ob sie auch neue Risiken mit sich bringen. Darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Biologen Pierre L. Ibisch, Christoph von Eisenhart Rothe von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Hessen und dem Philosophen und Waldkauz Ulrich Holbein. Außerdem stellen uns der Geoinformatiker Fabian Faßnacht und die Ökologin Deike Lüdtke zwei Forschungsprojekte vor, die den Wald retten könnten. Podcast-Tipp: Peter Wohlleben - Der mit dem Wald spricht Förster und Autor Peter Wohlleben ist der Mann, der mit dem Wald spricht. Er kennt die Geheimnisse dieses faszinierenden Orts - und in diesem Podcast verrät er Woche für Woche ein neues. https://www.ardsounds.de/sendung/peter-wohlleben-der-mit-dem-wald-spricht/urn:ard:show:69e41855f55650ed/

  • June 22 · 53 min

    Ist das jetzt Frieden? Trump, die Mullahs und der Deal

    Schneller als erwartet hat US-Präsident Trump das Rahmenabkommen mit dem Iran unterzeichnet. Und seitdem muss sich zeigen, was dieses Papier am Ende wert ist. Werden irgendwann die Waffen dauerhaft schweigen, zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite? Wird Ruhe einkehren im Iran, in Israel, im Libanon und in den Golfstaaten? Und wird die „Straße von Hormus“ wieder gefahrlos passierbar sein? Das sind die drängendsten Fragen. Aber es sind bei weitem nicht die einzigen, und es sind längst nicht alle wichtigen Fragen. Ob von Frieden die Rede sein kann im Nahen und Mittleren Osten, das entscheidet sich daran, wer in diesem Krieg was gewonnen und was verloren hat. Wie stehen nun die Kriegsparteien da, das Mullah-Regime in Teheran und die Regierungen in Washington und Jerusalem? Unter welchen Umständen sind sie bereit, die Füße still zu halten, und was könnte sie zu einer Fortsetzung des Krieges provozieren? Welche roten Linien könnten bei weiteren Verhandlungen gezogen werden? Und welche Zukunft haben die Menschen im Iran und im libanesisch-israelischen Grenzgebiet, über deren Köpfe hinweg dieser Krieg angezettelt worden ist und die bis heute darunter leiden? Moderatorin Hadija Haruna-Oelker spricht darüber mit der deutsch-iranischen Journalistin und Menschenrechtlerin Daniela Sepehri, mit dem deutsch-iranischen Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad, mit Georg Löfflmann, Dozent für US-Außenpolitik an der Queen Mary Universität London und mit Peter Lintl, Israelexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Podcast-Tipp: Amerika verstehen Von George Washington bis Trump: Der deutsch-amerikanische Historiker Volker Depkat erklärt, wie die USA ticken und räumt mit transatlantischen Irrtümern auf. Er blickt mit uns in die Geschichte, damit wir die turbulente US-Politik verstehen. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-verstehen-mit-volker-depkat/urn:ard:show:a237d7fcfddcad5f/

  • June 17 · 53 min

    Wenn das Schule macht! Sparen statt Fördern

    Immer mehr Kinder können nicht ausreichend rechnen. Mittlerweile verlässt jeder zwölfte Schüler die Schule ohne Abschluss. Der Nationale Bildungsbericht zeigt schlechte Leistungen bei Kindern aus Familien, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Schwierigkeiten haben auch Kinder, deren Eltern alleinerziehend sind, selbst einen geringen Bildungsabschluss oder einen Migrationshintergrund haben. In Deutschland gibt es 350 verschiedene Maßnahmen gegen Bildungsungleichheit. Nur erfolgreich scheinen diese vielen Maßnahmen nicht zu sein. Die Bundesregierung will Eltern und Kitas stärker in die Pflicht nehmen. In Hessen wird zwar so viel Geld wie noch nie für die Bildung ausgegeben, aber bei den Gesamtschulen werden 70 Millionen Euro eingespart. Dagegen wird demonstriert. Die Politik argumentiert, dass weniger Geflüchtete gekommen seien und der Förderbedarf sinke und die meisten Kinder ohnehin mittlerweile zusammen in einer Klasse unterrichtet würden. Ist es also kein Problem, an Gesamtschulen und Förderschulen zu sparen? Was wäre nötig, um unser Bildungssystem gerechter zu machen und allen Kindern eine gute Chance zu geben? Darüber diskutiert Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Schülersprecher Luca Albert Dobrita und dem Schulleiter Thorsten Giese, den Bildungsforschern Prof. Dr. Kai Maaz und Dr. Cornelia Gresch. Podcast-Tipp: Die Schule brennt - der Bildungspodcast mit Bob Blume Im Bildungssystem herrscht Reformstau. Die schulischen Leistungen gehen messbar zurück, es fehlen tausende Lehrkräfte bei gleichzeitig wachsender Bildungsungerechtigkeit. Und dann noch KI! Es gibt in Schulen aber auch tolle Entwicklungen, von denen andere lernen könnten. Bob Blume ist Lehrer und Bildungsinfluencer. Im Podcast sucht er mit Fachleuten nach Lösungen für die unterschiedlichen Herausforderungen. Jede Woche Montag gibt es eine neue Folge. https://www.ardsounds.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/urn:ard:show:0798e0e66b576457/

  • June 16 · 52 min

    Gebrochenes Herz – Wie gefährlich ist Liebeskummer?

    Ein gebrochenes Herz ist nicht nur ein metaphorischer Begriff für die Trauer um eine gescheiterte Liebesbeziehung. Dahinter verbirgt sich tatsächlich eine messbare und potenziell lebensbedrohliche Realität. Der tragische Tod von Marjane Satrapi, Autorin des weltberühmten Comix “Persepolis” mit nur 56 Jahren führt vor Augen: Tiefe Trauer und sozialer Entzug können uns zerstören. Es heißt, sie sei an der Trauer über den Verlust ihres geliebten Mannes, Matthias Ripa, gestorben. Tatsächlich unterscheidet sich die klinische Trauer nach einem Todesfall von der traumatischen Ungewissheit und dem klassischen Liebeskummer bei einer Trennung. Was genau ist das Broken-Heart-Syndrom und wie lässt sich ein tiefer Liebeskummer überstehen? Der Tag fragt, was passiert, wenn das Herz bricht? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Dr. Stephanie Grabhorn, Chefärztin der Blomenburg Privatklinik sowie dem Kardiologen Prof. Norbert Frey von der Uni Heidelberg, mit Elena Sohn, Trauerbegleiterin, Autorin und Gründerin der Beratungsplattform “Die Liebeskümmerer” und mit der Schriftstellerin Amelie Fried. Podcast-Tipp: SWR - Herz ohne Filter/ Toxische Beziehungen - Wenn Liebe weh tut Am Anfang ist es die ganz große Liebe und dann geht der Horror los: Manipulation, Demütigung, Machtspiele, Gewalt. Menschen, die in einer toxischen Beziehung sind, fällt es sehr schwer, sich daraus zu lösen. Warum ist das so? Was ist eigentlich eine toxische Beziehung, wie entsteht sie und wie kommt man da wieder raus? Darüber spricht Sabine mit der Psychotherapeutin Anne Johne. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6ce964f22bac2cf9/

  • June 15 · 54 min

    Geht’s noch um Menschen? Das neue Asylrecht

    Seit der vergangenen Woche greift sie nun: die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. GEAS gilt seit dem 12. Juni EU-weit und damit auch in Deutschland. Die neuen Rechtsakte verändern die Asylverfahren grundlegend und fordern von den EU-Staaten Härte und Solidarität. Die Reform sollte Migration europäisch ordnen, doch die Praxis zeigt unterschiedliche Wirkungen: Grenzkontrollen, nationale Alleingänge, Abschreckung. Die Einigkeit über die Praxis ist instabil in Europa. So riskieren Staaten den Bruch mit Brüssel, um innenpolitisch Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Dazu kommen neben GEAS neue EU-Beschlüsse wie die Rückkehrverordnung und geplante Return-Hubs, die die öffentliche Debatte über Asyl weiter befeuern. Die Politik verspricht der Bevölkerung durch die Reform und Verordnungen bessere und schnellere Kontrolle, bewegt sich dabei juristisch aber auf dünnem Eis. Diskutiert wird außerdem, was moralisch und humanitär vertretbar ist. Denn was bedeutet all das für die geflüchteten Menschen? Und löst dieser politische Kurs die logistischen Probleme in den Kommunen? Wie kann der europäische Traum vom gemeinsamen Grenzmanagement umgesetzt werden? Und welche gesellschaftlichen und ethischen Werte stehen dabei auf dem Spiel? Darüber sprechen wir mit Svenja Niederfranke vom Zentrum für Migration der DGAP, mit dem Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrates, Hamado Dipama, und dem Asylexperten Daniel Thym. Außerdem zu Gast: Karl Kopp, Geschäftsführer von Pro Asyl, und Kerstin Schlögl-Flierl vom Deutschen Ethikrat. Podcast-Tipp: Kaffee, extra schwarz. Der Podcast mit Mansour und Mayer-Rüth: GEAS - kommt jetzt die Asylwende? Gespräch mit Prof. Ruud Koopmans Professor Ruud Koopmans ist Migrationsforscher an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im neuen BR-Podcast "Kaffee, extra schwarz" sprechen der Autor Ahmad Mansour und der Journalist Oliver Mayer-Rüth mit ihm über GEAS. In knapp 30 Minuten beleuchten die beiden unterhaltsam, fundiert, provokant regelmäßig ein wichtiges Thema. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1a8fec8fe02a6688/

  • June 11 · 53 min

    WM, EM, Olympia – Macht das noch Spaß?

    WM 2026: Der Fußball könnte wieder einmal die Welt vereinen - so der Traum. Stattdessen hagelt es schon jetzt Kritik von sehr vielen Seiten. Dieses Ereignis werde den „größten CO2-Fußabdruck“ in der Geschichte des internationalen Sports hinterlassen, glaubt die Universität Lausanne, wenn rund sechs Millionen Fans zwischen 16 Spielorten mit großen Distanzen unterwegs sind. Die FIFA hat die WM von 64 auf 104 Spiele vergrößert und wird vor allem mit Erlösen in Milliardenhöhe selbst davon profitieren, so weitere Befürchtungen. Und was bleibt für die Menschen in den Austragungsländern beim Ansturm von Fans, drastischen Sicherheitsmaßnahmen und zu teuren Tickets? Diese Frage stellt sich auch bei anderen Sport-Großveranstaltungen wie Europameisterschaften oder Olympischen Spielen. Wie können solche Großereignisse so ausgerichtet werden, dass sie nicht zum Albtraum für die Bevölkerung werden? Und wo bleibt eigentlich der Spaß am Spiel? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit Helena Raspe von Misereor, mit Eckart Maudrich von Nolympia Hamburg, dem Sportwissenschaftler Jörg Königstorfer und dem ARD-Sportreporter Philipp Hofmeister, der auch von dieser WM berichtet. Podcast-Tipp: Behind The Games - Wer den Sport kontrolliert? Seit zehn Jahren ist Gianni Infantino FIFA-Präsident und dabei so mächtig wie kein Fußballfunktionär vor ihm. "Behind The Games” blickt tief in das raffinierte System Infantino und erzählt bisher unbekannte Hintergründe zur Fußball-WM 2026. https://www.ardsounds.de/sendung/behind-the-games-wer-den-sport-kontrolliert/urn:ard:show:35e9fc449f24e316/

  • June 10 · 54 min

    Mao und Moneten - Chinas Aufstieg, unser Abstieg?

    Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass eine Vielzahl der Dinge, die wir täglich benutzen, den Stempel „Made in China“ trägt. Früher waren diese Haushaltsgegenstände günstig und meist von minderer Qualität. Das hat sich geändert: Inzwischen kommen hochwertige Elektroartikel bis hin zu E-Autos aus China und drängen auf den europäischen Markt, sodass die einheimische Industrie unter Druck gerät. Denn was dem chinesischen Binnenmarkt an Kaufkraft fehlt, versucht er durch Exporte auszugleichen - und die Abschottung der USA tut ihr Übriges. Worauf müssen wir uns in Deutschland einstellen, wenn zunehmend günstige Waren aus China zu uns kommen, aber dringend benötigte Rohstoffe wie Seltene Erden ausbleiben? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft, mit Prof. Aoife Hanley von der Kiel Institute China Initiative, mit unserem Brüssel-Korrespondenten Andreas Meyer-Feist und der Korrespondentin in Shanghai Eva Lamby-Schmitt. Podcast-Tipp: Welt.Macht.China Was macht China zur Weltmacht und was macht China mit der Welt? Wie funktionieren Politik, Wirtschaft, Kultur und Technik in der Volksrepublik? Und wie sieht der Alltag dort aus? Joyce Lee und Axel Dorloff sprechen darüber im ARD-Podcast „Welt.Macht.China“ mit aktuellen sowie ehemaligen China-Korrespondenten und -Expertinnen. Sie liefern tiefere Einblicke in das Land, Hintergründe, Analysen und Beobachtungen - und räumen nebenbei mit so manchem Vorurteil und Klischee auf. https://www.ardsounds.de/sendung/welt-macht-china/urn:ard:show:b5d8f07b1baa22d0/

  • June 9 · 54 min

    Scheiß drauf - Lasst uns über den Darm sprechen!

    Haben Sie auch schon Ihr Mikrobiom analysieren lassen, wiegen Sie täglich die Ballaststoffe in Ihrem Essen oder sind Sie Team „Pflanzen-Challenge“? Dann liegen Sie voll im Trend. Was wir essen und was unser Körper daraus macht, beschäftigt viele Menschen, denn wir wissen mittlerweile mehr über den Darm, in dem Immunsystem, Psyche und Hormone mit der Ernährung zusammenspielen. Und andere machen Geld daraus, dass sich Menschen für ihren Darm mehr denn je interessieren, bieten Tests sowie Beratung mit zweifelhaften Versprechen an. Warum ist der Darm für unsere Gesundheit so bedeutend? Wie eng arbeitet er mit unserem Hirn zusammen? Und was können wir wissenschaftlich erwiesenermaßen dem Verdauungsorgan und damit dem ganzen Körper Gutes tun? Darüber sprechen wir mit der Ernährungsmedizinerin Luisa Werner, dem Gastroenterologen Ulrich Pape und dem Künstler Mike Bouchet. Podcast-Tipp: Die blaue Couch Dr. Ulrich Selz, Darm Doc Als Kind hatten er und sein Bruder selbst massive Darmprobleme, heute beschäftigt er sich intensiv mit unserem "Bauch-Gehirn". Warum wir einen Regenbogen essen sollten, wie der Magen knurrt, was Fasten bewirkt und warum es bei ihm daheim keine Süßigkeiten-Schublade gibt, darüber spricht Ulrich Selz mit Dominique Knoll. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e00791e0b4a3f378/