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Artwork for Der Märchendoktor
Kids & FamilyStories for Kids

Der Märchendoktor

Joachim Huber

Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?

Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte.

Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen.

Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!

Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert.

Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln.

Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben.

Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen.

Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.

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  • 24 episodes
  • weekly
  • Avg 16 min
  • German
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  • #71
    April 19 · 18 min

    Fischlein kleb an

    Das ist ein Märchen aus dem tirolischen Unterinntal, es gehört zur regionalen Erzähltradition. handelt sich um eine Geschichte, in der oft drei Knaben von ihrer herben Stiefmutter schlecht behandelt werden. Der Titel ähnelt bekannten Motiven wie "Die goldene Gans", wird aber spezifisch als Tiroler Variante aufgeführt Quelle: Zingerle, Ignaz Vinc. und Josef: Kinder- und Hausmärchen aus Tirol. Innsbruck: Verlag Heinrich Schwick, 1911

  • #70
    April 12 · 6 min

    Der arme Spielmann und die goldenen Schuhe

    Dieses Märchen aus Salzburg handelt von einem wandernden Musiker, der trotz großer Armut seine Geige liebt und sich damit mühsam seinen Lebensunterhalt verdient. Er erhält von einem Wunderwesen Hilfe und wird für seine reine Herzenshaltung belohnt. Es ist ein typisches Volksmärchen, das von Belohnung für Tugenden wie Bescheidenheit und Güte erzählt. Die Geschichte betont, dass innere Güte und Liebe zur Musik mehr wert sind als Reichtum. Quelle: österreichische Volksmärchen, gesammelt von Josef Pöttinger, Wien 1957. Wichtiger Unterschied: 1848 erschien eine Rahmennovelle von Franz Grillparzer mit dem Titel. „Der arme Spielmann“. Darin mischt sich der Erzähler bei einer Kirchweih in der Wiener Brigittenau unter das Volk. Er begegnet einem alten Spielmann, der auf seiner Geige eine Art stümperhafte Katzenmusik spielt. Als er ihm eine Münze gibt, kommen sie kurz miteinander ins Gespräch. Dadurch wird der Erzähler neugierig auf dessen Schicksal und besucht ihn eines Morgens in seiner ärmlichen Behausung. Dort erzählt ihm der alte Musikant seine Lebensgeschichte.

  • #68
    March 29 · 12 min

    Die Sage vom „lieben Augustin“

    Die Sage vom „lieben Augustin“ ist eine berühmte Wiener Volkssage aus der Zeit der Pest (1679). Während der Pest-Epidemie 1679 in Wien zog, der 1643 in Wien geborene Sänger Marx Augustin, Dudelsack spielend durch die Wirtshäuser. Er war bekannt für seinen Humor und seinen Alkoholkonsum im Gasthaus zum roten Dachl. Augustin schlief dann oft betrunken auf der Straße, dabei wurde er einmal für tot gehalten, in eine Pestgrube geworfen, überlebte jedoch gesund. Er blieb unbeschadet, da er laut Sage „keine Angst“ hatte und die Pest nichts gegen seinen Humor ausrichten konnte. Die Geschichte, die bereits vom Prediger Abraham a Sancta Clara (1644–1709) erzählt wurde, lebt in dem Lied fort, das in Österreich noch immer beliebt ist, es gilt als Symbol für den Wiener Optimismus. Das "Griechenbeisl", das älteste Wirtshaus in Wien, am Fleischmarkt hieß ehemals "Zum roten Dachl". Es stammt aus dem Jahr 1447, gerne gesehene Gäste waren auch Beethoven, Mozart, Franz Schubert, Johann Strauss, Richard Wagner, Egon Schiele, Graf von Zeppelin, und Mark Twain, Künstler, Gelehrte und Politiker, speisten und tranken, diskutierten und sinnierten – oft bis in die frühen Morgenstunden. Am Augustinplatz im 7. Bezirk steht der von Johann Scherpe geschaffene Augustinbrunnen (1908).

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