Artwork for Das Thema
News

Das Thema

Süddeutsche Zeitung

Welches Thema bewegt diese Woche besonders? Welchen Schwerpunkt behandelt die Süddeutsche Zeitung ausführlich? Lars Langenau und Timo Nicolas diskutieren mit den Autorinnen und Autoren der SZ das Thema der Woche und die Hintergründe der Recherchen. Das Beste aus den Geschichten der SZ – zum Hören.

  • 321 episodes
  • Updated Wednesday

Episodes321

  • February 11 · 43 min

    Asylzentren in Albanien: Wie human ist die EU?

    Mit welcher Härte die Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten vorgeht, entsetzt derzeit viele. Doch machen wir es in der Europäischen Union besser? Gehen wir wirklich humanitärer und emphatischer mit Asylbewerbern und Migranten um? Daran sind massive Zweifel angebracht, wie Lina Verschwele, Redakteurin im SZ-Ressort Investigative Recherche nach einem Besuch in Albanien berichtet. Denn dort, außerhalb der EU, hat Italiens Regierung Migrationszentren errichten lassen, in denen geplant war, bis zu 3000 Asylanträge pro Monat in Schnellverfahren abzuhandeln. Auch wenn das zunächst juristisch gestoppt wurde, dienen diese Lager nun als Abschiebegefängnisse. Eindrücklich schildert Verschwele die ganze Härte eines Systems, das zum Modell für die gesamte EU werden könnte. Obwohl sich Berichte über Suizidversuche und Selbstverletzungen der Insassen in diesen Lagern häufen, hat das EU-Parlament mit den Stimmen von konservativen bis rechtsextremen Abgeordneten für eine Verschärfung des Asylrechts gestimmt. Und demnach sollen EU-Staaten Asylverfahren künftig komplett in sichere Drittstaaten verlagern dürfen. Verschweles Recherche aber legt nahe, dass zumindest die zwei Abschiebezentren in Albanien ein fragwürdiges Modell sind, da es Menschenrechte missachtet und keine sinnvolle Lösung für die Migrationsfrage darstellt. **Zum Weiterlesen: ** Den Text von Lina Verschwele über ihre Recherche in Albanien lesen Sie hier. Die Studie zum ökonomischen Wert von Zuwanderung können Sie hier nachlesen. Den Report der Ärzte ohne Grenzen zur Lage auf Nauru und dem Resignation Syndrome finden Sie hier und hier die Nauru Files im Guardian. Antworten auf Fragen über die sogenannte Drittstaatenregelung finden Sie hier. Über die Abstimmung im EU-Parlament zur Verschärfung der Asylregeln hat unser Brüssel-Korrespondent Josef Kelnberger geschrieben und ganz aktuell hier. Unseren Podcast über Giorgia Melonie können Sie hier hören. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Timo Nicolas Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • January 28 · 46 min

    Giorgia Meloni: Europas erfolgreichste Rechtspopulistin

    Als die Postfaschistin Giorgia Meloni 2022 die Wahlen in Italien gewann, befürchteten viele einen Rechtsruck ohnegleichen. Doch die Realität ist komplexer: Meloni erweist sich als geschickte Außenpolitikerin, die sowohl mit der EU als auch mit Donald Trump auf Augenhöhe agiert - und Italien damit internationale Anerkennung verschafft. Unser scheidender Italien-Korrespondent Marc Beise zeichnet das Porträt einer Regierungschefin mit Widersprüchen: Einerseits sorgt sie bislang für ungewöhnliche Stabilität in einem Land chronischer Regierungskrisen, andererseits scheut sie große strukturelle Reformen, die Italien dringend bräuchte. Und während sie außenpolitisch moderate Töne anschlägt, verfolgt sie innenpolitisch eine knallharte rechte Agenda. Ist das politische klug oder eine gefährliche Camouflage? Zum Weiterlesen: Lina Verschweles Recherche zu Albaniens Abschiebezentren. Marc Beises Porträt von Giorgia Meloni Wie steht Meloni wirklich zur Ukraine? Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Timo Nicolas Produktion: Carolin Lenk Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • January 20 · 38 min

    Ein Jahr Trump: So gefährlich ist die Welt geworden

    Am Dienstag ist es ein Jahr her, dass Donald Trump zum zweiten Mal als Präsidenten der USA vereidigt wurde. Außenpolitisch so richtig Fahrt aufgenommen haben er und seine Administration in den vergangenen Wochen und Monaten. Es wird viel gedroht, viel geschossen und sogar ein Staatschef entführt. Das alles erinnert an imperialistische Zeiten, also an die Welt vor 100, 150 Jahren, in der wenige Großmächte tun und lassen konnten, was sie wollten, solange sie den anderen Großmächten nicht auf die Füße treten. Ist das die neue Realität? Leben wir wieder in einer Zeit, in der das Völkerrecht egal ist und es nur darauf ankommt, wer das größte Kanonenboot, den dicksten Flugzeugträger und die mächtigste Rakete hat? Darüber spricht Timo Nicolas im Podcast “Das Thema” mit dem USA-Korrespondenten der SZ, Peter Burghardt in Washington. Zum Weiterhören und -lesen: Den Text “Wie eine Demokratie erlischt” über das erste Jahr von Trumps zweiter Amtszeit lesen Sie hier. Ein Porträt über den US-Außenminister Marco Rubio lesen Sie hier. Und die Reportage aus Grönlands Hauptstadt Nuuk zusammen mit Michael Neudecker hier. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Lars Langenau, Ann-Marlen Hoolt Produktion: Aylin Sancak. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • January 14 · 42 min

    Was Missbrauch im Sport begünstigt

    Inzwischen brechen immer mehr Opfer von Machtmissbrauch ihr Schweigen im Profi- und Breitensport. Doch es gibt Handlungsbedarf, um Athleten bereits im Vorfeld des Missbrauchs besser zu schützen. Besondere Strukturen im Sport begünstigen Übergriffe. Scheinbar kleinere Fälle werden von Tätern genutzt, um Grenzen auszutesten, bevor es dann wirklich zum schweren Missbrauch kommt, sagt Johannes Knuth. Es herrsche ein starkes Machtgefälle zwischen Tätern und Opfern. Der Redakteur des SZ-Sportressorts befürwortet die Einrichtung einer unabhängigen Anlaufstelle für Betroffene sowie ein Trainerregister, um Täter nicht unerkannt von Verein zu Verein wechseln zu lassen. Zum Weiterlesen: Einen Text von Johannes Knuth über die ungenügende Opferhilfe im deutschen Sport lesen Sie hier. Hier lesen Sie Knuths Text über das Ringen um ein unabhängiges Zentrum für “Safe Sport”. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Timo Nicolas, Laura Terberl Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF, NDR, SWR, ARD-Sportschau. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Dec 31, 2025 · 52 min

    Zweckbündnisse unter Druck – Was prägt die neuen Koalitionen in Österreich und Deutschland? (Live-Aufzeichnung)

    Österreich und Deutschland werden seit diesem Frühjahr von Koalitionen regiert, die so eigentlich nicht zusammenarbeiten wollten. In beiden Ländern haben sich Zweckbündnisse gebildet. Auf der einen Seite aus Union und SPD. Und auf der anderen aus konservativer ÖVP, sozialdemokratischer SPÖ und liberalen NEOS. Diese Zweckbündnisse regieren vor allem deshalb zusammen, weil die rechten Konkurrenten AfD und FPÖ viele Stimmen gewinnen konnten. Wie diese Regierungen unter einem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Klima zusammenarbeiten und wie sie mit der momentanen sicherheitspolitischen Lage umgehen, damit beschäftigt sich diese Folge von Das Thema, diesmal mit einer Live-Aufzeichnung von der Wiener Buchmesse. Das Gespräch wurde am 16. November geführt. Mit dabei waren Verena Mayer, SZ-Österreich Korrespondentin, Velina Tchakarova, Geopolitikexpertin und Vinzent-Vitus Leitgeb, der im Politik-Ressort der SZ über Bildungsthemen berichtet. Den Österreich-Newsletter der Süddeutschen Zeitung können Sie unter sz.de/oesterreich kostenlos abonnieren. Die nächste reguläre Folge von "Das Thema" erscheint am 14.01.2026. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Dec 4, 2025 · 37 min

    "Das Krankenhaus des Todes": Folter in Syrien unter Assad

    Unter der Herrschaft von Baschar al-Assad verschwanden in Syrien seit dem Arabischen Frühling 2011 mehr als 160 000 Menschen. Den Großteil dieser Menschen dürften die Schergen des gestürzten Diktators ermordet haben. Das Regime hat einen Teil seiner Taten akribisch dokumentiert. Ein Datensatz mit entsprechenden Fotos und Unterlagen war dem NDR übergeben worden, der ihn gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung, dem WDR und dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) ausgewertet hat. Die Ergebnisse wurden nun von mehreren Medien weltweit unter dem Titel "Damascus Dossier" veröffentlicht. Woher die Daten stammen und was die abertausenden Fotos von Leichen belegen, darüber spricht Lena Kampf, stellvertretende Leiterin des SZ-Ressorts Investigative Recherche und eine der vielen Beteiligten an diesem internationalen Projekt, im SZ-Recherchepodcast “Das Thema”. Das Militärkrankenhaus Harasta in Damaskus spielt eine zentrale Rolle in Assads Unterdrückungsmaschinerie: Häftlinge wurden dort schwer misshandelt und gefoltert. Und dort wurden auch die Leichen aus Gefängnissen der Geheimdienste fotografisch dokumentiert, bevor sie in Massengräbern verscharrt wurden. Das Regime hat laut Kampf versucht, den Schein der Legalität aufrechtzuerhalten, indem massenweise Todesscheine mit falschen Angaben ausgestellt wurden. Die detaillierten Dokumentationen dienten der internen Kontrolle und gleichzeitig zur Verschleierung dieser Verbrechen. Zum Weiterlesen: Die Texte zum “Damascus Dossier” lesen Sie hier. In Koblenz sind fünf Männer angeklagt, weil sie in Damaskus gefoltert und getötet haben sollen. Hier lesen Sie einen Bericht unserer Korrespondentin über diesen Prozess. Hier finden Sie den Text unseres Krisenreporters Tomas Avenarius, der in Damaskus vor einem Jahr den Trauerzug für einen vom Regime ermordeten Aktivisten begleitet hat, dessen Foto auch in dem Datensatz gefunden wurde. Wenn Sie Anregungen, Ideen oder Kritik für uns haben, dann schreiben Sie uns unter podcast@sz.de. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Nov 26, 2025 · 21 min

    Wenn der Mann an Verschwörungsmythen glaubt

    Social Media ist ein idealer Verstärker für Verschwörungserzählungen, in denen die Welt nur noch als bipolar wahrgenommen wird. Was tun, wenn jemand aus der eigenen Familie abdriftet? Darüber spricht Christina Lopinski in der aktuellen Ausgabe des SZ-Recherchepodcasts “Das Thema”. Sie hat einer Frau getroffen, deren Mann solchen Erzählungen vertraut. “Wenn Menschen an Verschwörungserzählungen glauben, dann haben sie ganz automatisch das Gefühl, über eine Art Geheimwissen zu verfügen“, sagt zudem Roland Imhoff, Professor für Sozial- und Rechtspsychologie an der Gutenberg-Universität in Mainz. „Sie fühlen sich erleuchtet.“ Oft, so Imhoff, hänge der Glaube an Verschwörungsmythen eng mit biografischen Episoden des Scheiterns zusammen. Zum Weiterhören und -lesen: Den Text zu Lopinskis Recherche “Mein Mann, der Schwurbler” lesen Sie hier. Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Movieclips. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Katharina Erschov, Annkathrin Stich, Laura Terberl Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Nov 12, 2025 · 1 hr 14 min

    Frankreichs Horrorjahr 2015: Charlie Hebdo, Germanwings, Bataclan

    Christian Wernicke war 23 Jahre Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung: in Brüssel, Washington, D.C., Paris und zuletzt in Düsseldorf für die Berichterstattung aus Nordrhein-Westfalen. In seiner Zeit in Frankreich erlebte er den rasanten Aufstieg von Emmanuel Macron, aber auch „elendig viel Terror“, wie er sagt. Im Recherchepodcast „Das Thema“ berichtet Wernicke über seine Erfahrungen in Frankreichs „Horrorjahr 2015“: zunächst die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo am 7. Januar in Paris und dann am 24. März den vom Co-Piloten geplanten Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen. Im November dann die Massaker von Islamisten in den Straßen von Paris und bei einem Konzert im Bataclan, deren Brutalität und Grausamkeit nicht nur Wernicke tief erschüttert hat. Eindrücklich schildert Wernicke, wie er diese Zeit erlebt hat und welche Herausforderungen diese Ausnahmesituationen auch an einen gestandenen Journalisten stellen – und er spricht offen über die psychische Belastung für ihn persönlich. Zudem reflektiert er die gesellschaftlichen Auswirkungen der Terroranschläge, die bis heute nicht nur in Frankreich wirkmächtig sind. Zum Weiterlesen: Alle Texte von Christian Wernicke finden Sie hier. Den Podcast zum Abschied unserer Österreich- und Osteuropa-Korrespondentin Cathrin Kahlweit hören Sie hier. Die Ausgabe von “Das Thema” mit unserem ehemaligen Israel-Korrespondenten Peter Münch hören Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Timo Nicolas, Laura Terberl Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Nov 5, 2025 · 42 min

    Seltene Erden: China erpresst die Welt

    China hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zum wichtigsten Lieferanten für Seltene Erden entwickelt. In vielen Fällen ist das Land die einzige echte Option auf dem Markt dieser gar nicht so seltenen, aber äußerst schwer abzubauenden Metalle. Diese Macht wird zur Gefahr, die China nutzt: Peking beschränkt oder stoppt Ausfuhren, kontrolliert den Zugang zu Know-How, schützt sein Wissen über die Verfeinerung der Metalle und macht dem Rest der Welt damit schlicht klar, wer am längeren Hebel sitzt. Das ist besonders heikel, da Europa gerade massiv aufrüstet. Denn in modernem Kriegsgerät, in Radaranlagen und Mikrochips, sowie in Panzern und Nachtsichtgeräten sind Seltene Erden oder vergleichbare Metalle verbaut. Eine moderne Armee ohne sie ist undenkbar. Wie China zum Weltmarktführer bei Seltenen Erden wurde und über die Aufholjagd von Europa und den USA sprechen wir in der neusten Folge unseres Podcasts “Das Thema”. Die Aufnahme für diese Thema-Folge war noch vor dem Treffen von Donald Trump und Xi Jinping Ende Oktober in Südkorea, bei dem die beiden eine einjährige Handelsruhe vereinbart hatten. Nach dem Treffen wurde verkündet, dass die Exportbeschränkungen gelockert werden sollen. Wie genau diese Lockerungen aussehen sollen, weiß man aber bisher nicht. Am 5. November veröffentlichte das chinesische Finanzministerium eine Ankündigung, laut der einige Zölle auf US-amerikanische Agrarprodukte zurückgenommen werden sollen. Zum Weiterhören und -lesen: Den Text zur Recherche von Gregor Scheu und Lea Sahay finden Sie hier. Die “Das Thema”-Folge über Germanium und den Drohnenabwehrschirm finden Sie auf Spotify oder sz.de. Wenn Sie mehr über Chinas Geschichte erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen die Podcast-Serie “Die Kiste” auf Spotify oder sz.de. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Oct 29, 2025 · 53 min

    Greta - Die Geschichte einer Eskalation

    “Greta“ - Die Geschichte einer Eskalation“ ist ein neuer Podcast aus der SZ-Redaktion. Folge 1 können Sie jetzt hier in voller Länge hören, alle weiteren erscheinen auf www.sz.de/greta oder auf Spotify. Sie benötigen für alle weiteren Folgen ein SZ-Digitalabo oder ein Probeabo. Mit 15 Jahren wird Greta Thunberg zur Ikone. Ihre Schulstreiks lösen die Fridays-for-Future-Bewegung aus – und bringen das Thema Klimaschutz weltweit auf die Agenda. Sieben Jahre später ist das Mädchen von damals eine Frau – und macht mit ihrem Engagement für Gaza Schlagzeilen. Vor allem in Deutschland wird Greta Thunberg Antisemitismus vorgeworfen. Die SZ-Journalistin Vera Schroeder möchte verstehen, wie aus der Heldin eine Figur wurde, die immer stärker polarisiert. In einer Zeit, in der die Klimaziele in weite Ferne rücken, macht sie sich auf eine sehr persönliche Spurensuche. Und erzählt die Geschichte von Thunbergs einzigartigem Aufstieg noch mal neu. Hat sich Greta Thunberg wirklich so verändert? Oder die Welt, in der wir leben? Eine Podcast-Serie über die größte Klimaaktivistin aller Zeiten. Und über uns alle. Hören Sie hier die erste Folge kostenlos – alle weiteren fünf Folgen wöchentlich ab dem 23. Oktober mit SZ Plus. Die nächste reguläre Folge von "Das Thema" erscheint am 05.10.2025. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Oct 23, 2025 · 42 min

    Was drei Grad Erderwärmung ausmachen

    Überschwemmungen, Erdrutsche, Starkregen, Korallensterben, Gletscherschmelze, Anstieg des Meeresspiegels und so weiter und so fort. Das Klima der Erde heizt sich weiter auf. Und die Auswirkungen sind längst zu spüren. Die Emissionen seien in den vergangenen 25 Jahren noch einmal deutlich gestiegen, vor allem durch den Aufholprozess von Schwellenländern wie China und Indien, sagt Michael Bauchmüller aus dem Berliner SZ-Büro. Deshalb sei das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens auch nur noch sehr schwer zu erreichen. Der Redakteur berichtet für die SZ seit mehr als zwei Jahrzehnten über Energie-, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik. Neben vielen negativen Entwicklungen beobachtet Bauchmüller aber auch Fortschritte, etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien. Es gebe noch Grund zur Hoffnung, wenn auf die Analyse des Problems endlich entschlossenes Handeln folge. _Korrektur: In der Moderation und im Gespräch wird mehrfach das Bild eines Frosches im Kochtopf verwendet, der nicht merkt, wenn sich die Temperatur langsam erhöht, bis er schließlich verbrüht. Das ist ein urbaner Mythos. Auch Amphibien haben einen Überlebensinstinkt und würden deshalb aus dem Kochtopf hüpfen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. _ Zum Weiterhören und -lesen: Das Gespräch mit Friederike Otto, Londoner Professorin für Klimawissenschaft, und dem Physiker und Ozeanographen Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung finden Sie hier. Die neue SZ-Podcast -Serie “Greta – Die Geschichte einer Eskalation” finden Sie hier. Unseren Podcast “Auf den Punkt” über die Kipppunkte mit dem Klimaforscher Jonathan Donges hören Sie hier. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Justin Patchett Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau und electron media group. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Oct 8, 2025 · 36 min

    Wie man eine Drohne abfängt (oder viele)

    Deutschland hatte früher mal einen Flakpanzer namens Gepard. Damit hätte man gut auf kleine, unbemannte Flugobjekte schießen können. Nur gab es die früher noch nicht. Der Gepard wurde ausgemustert. Blöd, denn jetzt wäre er wohl wertvoll: Deutschland, eigentlich ganz Europa, ist nahezu blank, was die Abwehr des eigenen Luftraums gegen Drohnen betrifft. Das haben die jüngsten Wochen gezeigt. Entweder man lässt die Drohnen gewähren - oder man schießt auf sie mit sehr teuren Raketen, die mehr als das Zehnfache kosten können. Dabei gibt es effiziente Drohnenabwehrsysteme, Made in Europe. Nur hatte die Bundeswehr bisher kaum Interesse an ihnen. Das sollte sich schnell ändern, sagt Verteidigungsexperte Georg Ismar aus dem Parlamentsbüro der Süddeutschen Zeitung in Berlin. Er erklärt in dieser Folge, wie eine effiziente Drohnenabwehr aussehen könnte und müsste, was vom angekündigten Drohnenwall zu halten ist und warum das ferne China bei all dem ein Wort mitzureden hat. Zum Weiterhören und -lesen: Hier und hier finden Sie Kommentare von Georg Ismar zur Situation der Drohnenabwehr in Deutschland. Und hier unsere Recherche zur Macht Chinas über Seltene Erden. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial via ARD/Das Erste.

  • Sep 24, 2025 · 26 min

    Generation Klarna: Jung und verschuldet

    Fast ein Fünftel der Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sind in Deutschland verschuldet. Das ist ein Rekordhoch. Viele von ihnen haben Konsumschulden: Sie haben sich Geld geliehen für Make-Up, Schuhe oder Jacken. Eine gewichtige Rolle dabei spielen Zahlungsanbieter wie Paypal oder Klarna. Sie machen es jungen Menschen einfach, Geld zu borgen, und sei es nur für ein paar Tage: Das “Buy Now, Pay Later”-Modell ist beliebt und sorgt dafür, dass man heute schon etwas haben kann, ohne direkt dafür bezahlen zu müssen. Die Rechnung kommt später.. Und wenn dann noch immer nicht genügend Geld zur Deckung da ist, kann der Betrag oft auch in Raten abbezahlt werden. Spätestens dann aber wird es teuer mit den Zinsen. Und die Gefahr besteht, dass man schnell den Überblick verliert: Viele Käufe, viele Raten, und seien sie noch so klein, können sich zu großen monatlichen Summen addieren. In dieser Podcast-Folge reden wir mit SZ-Volontär Sebastian Strauß darüber, hören eine Betroffene und ihren Weg in die Schulden - und wieder raus. Den Text zur Recherche von Sebastian Strauß lesen Sie hier. Seinen Text zum Revival des Teleshoppings auf TikTok hier. Betroffene von Kaufsucht können in München hier Hilfe finden und in Berlin hier. In zahlreichen Städten gibt es Schuldner-Beratungen, zum Beispiel in München bei der AWO. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Lars Lagenau Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Sep 10, 2025 · 40 min

    Labubu-Hype: Made in China ist jetzt cool

    Gar nicht so teuer, aber schwer zu bekommen: Labubus sind aktuell der wohl größte Spielzeugtrend der Welt. Die kleinen Plüschmonster sind als Accessoire hoch im Kurs - vor allem bei Erwachsenen - und ein Phänomen auch in den USA und Europa. Die Figuren aus China zeigen der Welt das erste Mal: Hey, auch die Volksrepublik kann cool sein. Und das ist genau, wonach die Kommunistische Partei Chinas wohl gesucht hat. Denn im Streben nach Macht und Größe fehlte ihr bisher ein Produkt, dass es mit Coca-Cola und dem iPhone aufnehmen kann: ein Sehnsuchtsobjekt, das die Menschen unbedingt wollen und das eben nicht aus den USA stammt. Im Podcast erzählen wir die Geschichte der Labubus und wie mit einem kleinen Plüschmonster große Politik gemacht wird. Zum Weiterhören und -lesen: Die Texte zu den Labubu-Recherchen von Gregor Scheu lesen Sie hier und hier. Unsere Podcastserie zur “Great Firewall” können sie hier hören. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Lars Langenau Produktion: Aylin Sancak Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Aug 22, 2025 · 36 min

    Zehn Jahre “Wir schaffen das”: Neue Heimat

    „Wir schaffen das.“ Vor zehn Jahren hat die damalige Kanzlerin Angela Merkel diesen Satz gesagt. Damals sind Hunderttausende nach Deutschland geflohen, aus Syrien, Albanien, Kosovo, Afghanistan, Irak. Wie geht es ihnen heute, zehn Jahre später in Deutschland? Sind sie wirklich angekommen? Wir haben für den SZ-Recherechepodcast „Das Thema“ zwei von ihnen getroffen, die 2015 geflüchtet sind und heute in Deutschland zu Hause sind: Makele Tesfay aus Eritea in München und Mohamad Akkour aus Syrien in Gelsenkirchen. Akkour ist inzwischen eingebürgert, studiert in Gelsenkirchen Wirtschaftsjura und möchte dem Land, das ihn aufgenommen hat, etwas zurückgeben. Mareen Linnartz, Redakteurin bei der SZ-Wochenendredaktion, spricht darüber, wie sie den Weg von Tesfay begleitet und ihre Familie ihm bei der Integration geholfen hat. Er hat eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, er arbeitet, schätzt die Freiheit und Sicherheit in seiner neuen Heimat. Linnartz berichtet aber auch über Schwierigkeiten und wie sich die Stimmung nach 2015 verändert hat. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts [Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER] (https://cmk.sueddeutsche.de/cms/articles/15600/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen))

  • Aug 20, 2025 · 32 min

    Wie die Bahn wieder pünktlich wird

    Acht Jahre lang war Richard Lutz Vorstandsvorsitzender des Deutsche-Bahn-Konzerns. Jetzt muss er bald gehen. Verkehrsminister Schnieder (CDU) hat vor einigen Tagen seine Entlassung angekündigt. Damit macht Schnieder klar: So geht es nicht weiter. Mit der Art, wie der Konzern geführt wird und mit der Bahn ganz allgemein. Zu miserabel steht das Unternehmen national und international da, zu wenig wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten in die Schiene investiert. Die Infrastruktur der Bahn ist ruiniert, ihr Ruf ist es längst auch. Kaum ein Thema ist bei den Deutschen so beliebt, wie das Lästern über den Staatskonzern. Dabei wünschen sich viele nichts mehr als eine halbwegs funktionierende Bahn. Wie könnte die aussehen? Was muss getan werden, damit die Züge wieder pünktlicher sind? Und wie lange würde das dauern? Darüber spricht Timo Nicolas im Podcast mit Vivien Timmler, der Bahn-Expertin der Süddeutschen Zeitung. Sie arbeitet im SZ-Parlamentsbüro in Berlin. Zum Weiterhören und -lesen: Was die größten Baustellen der Bahn sind lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Produktion: Julia Ongyerth Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Aug 13, 2025 · 34 min

    Bundeswehr: Werben für den Ernstfall

    Die Bundeswehr fehlt Nachwuchs. Zusätzlich zu den 182 000 Soldaten und Soldatinnen fordert Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bis zu 60 000 weitere Armeeangehörige. Dafür wirbt die Bundeswehr bei Heranwachsenden auch mit Kletterkursen, Hindernisrennen und Gebirgsmärschen, den so genannten "Discovery Days". "Nervenkitzel, “Outdoor-Abenteuer” und “Adrenalin pur” nennt die Bundeswehr das auf ihrer Karriere-Website. Viele der Teilnehmer wollen Disziplin und Struktur erlernen, sagt Kerstin Bund, Redakteurin im SZ-Wirtschaftsressort. Die Jugendlichen seien sich der Risiken und Herausforderungen des Soldatenberufs dabei durchaus bewusst. **Zum Weiterhören und -lesen: ** Den Text zu der Recherche von Kerstin Bund lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Selma Oestringer Produktion: Aylin Sancak Zusätzliches Audiomaterial: Bundeswehr, Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Jul 30, 2025 · 38 min

    Wo bitte steht der nächste Bunker?

    In Deutschland gibt es noch rund 580 sogenannte Schutzräume - von einst etwa 2000 Bunkern, die während des Kalten Krieges der Bevölkerung zur Verfügung standen. Doch selbst diese Bunker existieren nur auf Papier. Die meisten von ihnen sind anders genutzt oder in einem so schlechten Zustand, dass sie grundlegend saniert werden müssten: zu feucht, zu alt, zu schlecht in Schuss. Seit 2007 hat sich niemand mehr so richtig um die deutschen Bunkeranlagen gekümmert. Mit Absicht, denn damals schien jegliche Kriegsgefahr gebannt und der Erhalt teurer Schutzbunker sowohl unnötig – als auch unnötig teuer. Deutschland ist also schlecht ausgestattet in die Zeitenwende geschlittert. Im Kriegsfall wäre die Bevölkerung zwar nicht völlig schutzlos - es gibt Keller, U-Bahnhöfe, Parkhäuser unter der Stadt. Aber so richtige Bunker, im Sinne des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sind das nicht. Wie praktisch, wenn man also Besitzer eines Eigenheimes ist und die Finanzen dafür hat, sich so einen Schutzraum einfach selbst bauen zu lassen. In den eigenen Keller oder - noch besser - in eine tiefe, geräumige Grube, die man extra im Garten hat ausheben lassen. Das Geschäft mit privaten Bunkern läuft in Deutschland gerade ziemlich gut. Aber wer baut sich so private Bunker? Und wovor sollen die alles schützen im Katastrophenfall: nur vor Bomben oder auch vor den eigenen Nachbarn? Darüber spricht Timo Nicolas im Podcast mit Constanze von Bullion aus dem Berliner Parlamentsbüro der SZ. Sie hat in der Szene recherchiert und sich auch in so einen Privatbunker einschließen lassen. Nur für eine Minute, wie sie sagt, aber: Es habe sich angefühlt wie eine stille und stockdunkle Ewigkeit. **Zum Weiterhören und -lesen: ** Den Text zu ihrer Recherche lesen Sie hier. Die erste Folge des Podcasts “German Angst” können Sie hier kostenlos hören. Moderation: Timo Nicolas Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Jul 23, 2025 · 35 min

    Die Jägerin

    "Die Jägerin" ist ein neuer Podcast von der SZ und Auf Ex Productions. Folge 1 können Sie jetzt hier in voller Länge hören, alle weiteren finden jetzt schon auf www.sz.de/jaegerin oder auf Spotify. Sie benötigen für alle weiteren Folgen ein SZ-Digitalabo oder ein Probeabo. Im Sommer 2023 kommt bei den Journalistinnen Leonie Bartsch und Linn Schütze eine Nachricht an. Darin steht: "Ich kenne eine Frau, die seit über einem Jahr verurteilt hinter Gittern sitzt wegen Nachstellung. Obwohl sie inhaftiert ist, geht das Stalking weiter. Offensichtlich ist sie nicht die Täterin." Sitzt hier jemand zu Unrecht im Gefängnis? Und wenn diese Frau nicht die Täterin ist, wer war es dann? Oder: Wer ist es dann? Damit beginnt eine lange Spurensuche, bei der die zwei Reporterinnen bald nicht mehr wissen, ob sie die Jägerinnen sind – oder die Gejagten. "Die Jägerin” ist eine Podcastserie der Süddeutschen Zeitung und Auf Ex Productions. Hören Sie die erste Folge kostenlos – die weiteren Folgen der ersten Staffel ab jetzt mit SZ Plus. Die nächste reguläre Folge von "Das Thema" erscheint am 30.07.2025. Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  • Jul 16, 2025 · 42 min

    Haben wirklich so viele ADHS?

    ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung hat gerade Hochkonjunktur. Doch ist das eine Modediagnose für die Krankheit unserer unruhigen Zeit? Oder gibt es wirklich bis zu vier Millionen Menschen in Deutschland, die darunter leiden? Die Störung wurde erst 1987 in den ärztlichen Diagnosekatalog aufgenommen. Zunächst ging man davon aus, dass es nur Kinder betreffen kann, vor allem Jungen. Doch bei Mädchen ist ADHS oft einfach viel weniger auffällig. Sie haben öfter den verträumten ADHS Typ, sind leicht abgelenkt, passen nicht auf, nerven aber auch kaum. Erst spät kam die Idee auf, dass es auch Erwachsene haben können. Bei ADHS geht es zum einen um eine echte, psychiatrische Diagnose – und zum anderen als gesellschaftliches Debattenphänomen, sagt Barbara Vorsamer aus dem Gesellschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. ADHS sei eine ernsthafte psychiatrische Erkrankung, die viele Menschen stark beeinträchtigt und professionelle Hilfe erfordert. Gleichzeitig sei ADHS jüngst zu einem sehr präsenten Thema geworden, bei dem sich viele, auch ohne Diagnose, wiederfinden. Zudem würden sich viele in bestimmten Berufsfeldern sammeln. „Eines davon sind die Medien. Und das kann natürlich dazu führen, dass wir dann in einer öffentlichen Debatte ein bestimmtes Übergewicht haben.“ In Medienberufen aber gelten sie als kreativ, abenteuerlustig, eigensinnig, zupackend und originell. Zwar lasse sich ADHS mit Medikamenten wie Ritalin leicht behandeln. Und manche würden gern auf die Störung verzichten, andere aber können damit produktiv umgehen. Grundsätzlich sei die Bandbreite des Normalen „viel größer, als wir gemeinhin denken“. Die SZ-Redakteurin plädiert dafür, dies anzuerkennen und mit Verständnis und Wohlwollen der Störung heranzugehen, anstatt nur Defizite in den Vordergrund zu stellen. Zum Weiterlesen: Barbara Vorsamers Porträt der ADHS-Spezialistin Astrid Neuy-Lobkowicz lesen Sie hier. Ihr Interview mit einer Identitätsforscherin hier. ADHS und Hochbegabung, Dyskalkulie und Depression: Welche Diagnosen sind seriös? Darüber lesen Sie hier einen Beitrag. Protokolle von Eltern mit betroffenen Kinder finden Sie Sie hier. Und hier lesen Sie Vorsamers Interview mit Gemma Styles, der Schwester von Popstar Harry. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Timo Nicolas, Clara Dzemla Sprecher: Patrick Bauer, Clara Dzemla, Antonia Franz, Johannes Korsche, Timo Nicolas, Leopold Zaak Produktion: Aylin Sancak Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER