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Religion & Spirituality

Akazienzendo Podcast

Akazienzendo

Herzlich Willkommen beim Akazienzendo Podcast! Hier veröffentlichen wir Dharma-Vorträge von unserem Lehrer Bernd Bender und unseren Gäst:innen, sowie angeleitete Meditationen. Akazienzendo ist eine Berliner Sangha mit einer internationalen Community. Wir sind ein gemeinnütziger Verein und mit dem San Francisco Zen Center assoziiert. Akazienzendo versteht sich als ein Ort der Stille. Wo wir die Menschlichkeit, die wir alle teilen und die uns im Innersten verbindet, erfahren können. 

  • 20 episodes
  • Updated Sunday

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Episodes20

  • Sunday · 31 min

    Der Reichtum der Untätigkeit

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag, Sommer-Sesshin, 22. Juli 2026 in Wilhelmsaue Im Zuge unseres Sommer-Sesshins hielt Bernd einen Vortrag über die Kunst der Untätigkeit und ihre Verbindung zur Zen-Praxis. Da Untätigkeit in unserer Gesellschaft als Defizit abgewertet wird, das es schnellstmöglich zu beheben gilt, entgeht uns „das Reich und der Reichtum der Untätigkeit,“ wie der Philosoph Byung-Chul Han sich ausdrückt. Zen kann ein Zugang zu diesem Reich gewähren. Indem wir lernen, in den Dingen zu Ruhen, können wir erfahren, dass alles hier und jetzt da ist, dass nichts hinzugefügt werden muss, und dass wir, so wie wir sind, vollkommen sind. Support the show

  • July 12 · 1 hr 8 min

    Vasubandhu Teil 6: Die Praxis von Mitgefühl

    Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 6. Treffen am 6. Juli 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das sechste und damit letzte Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der fünften Folge geht es um die Frage, was Vasubandhus Verse mit Mitgefühl zu tun haben. Nach einer Phase des Körperspürens und Ruhens im Feld der Wahrnehmungen, führt uns Bernd durch eine experimentelle Metta-Praxis. Im anschließenden Vortrag betont Bernd, dass Mitgefühl das stille Zentrum von Vasubandhus 30 Versen ist. Anhand folgender Stufen können wir diesem Zentrum nachspüren: Einfach nur Wahrnehmung. Hier geht es um das Ruhen im Feld der Aufmerksamkeit. Wir können direkt – nicht konzeptuell – einsehen, dass wir aus unserem Bewusstsein nicht aussteigen können, und Selbst und Andere unmittelbar verbunden sind. Diese Verknüpfung führt auf der zweiten Stufe zu der Erkenntnis, dass Andere und wir mehr sind, als das Bild, das wir uns von uns selbst und ihnen machen. Dies führt zu weniger Selbstbild und mehr Selbstmitgefühl. Die Wogen des Ergreifens von Selbst und Anderen glätten sich zunehmend. Auf der nächsten Stufe können wir das Ich-Ergreifen erkennen, manas, also die Aktivität, die das unaufhörliche Strömen von alaya ergreift und es „Ich“ nennt. Aus dieser Erkenntnis heraus geschieht wiederum eine Öffnung hin zur Dynamik des nicht-dualen Feldes aus lebendigem Entfalten. Schließlich entsteht aus der innigen Verbundenheit mit der Welt die Verantwortung, mit unserem Tun nährende Samen in das Feld von Selbst und Anderen zu streuen. Mitgefühl ist nicht nur ein Gefühl, sondern Praxis des Aussäens heilsamer Samen. Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt. Support the show

  • July 5 · 1 hr 8 min

    Vasubandhu Teil 5: Ruhen in Nur-Vorstellung

    Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 5. Treffen am 29. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das fünfte von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der fünften Folge geht es um die Verse 26 und 27. Sie besagen, dass die Tendenz, Selbst und Anderes zu ergreifen, solange nicht abnimmt, bis das Bewusstsein in Nur-Vorstellung zur Ruhe gekommen ist. Wenn wir andererseits das, was wir vor uns stellen, wiederum als „Nur-Vorstellung“ ergreifen, so ruhen wir auch noch nicht in eben diesem. In der angeleiteten Meditation betrachten wir, wie das Gegenüber entsteht. Indem wir uns darin üben, in den Erscheinungen, so wie sie sich entfalten, zu ruhen, können wir erkennen, dass alles, Innen und Außen, Selbst und Anderes, gemeinsam erscheint, als ein lebendiges Feld. Was heißt es für unsere Praxis, in Nur-Vorstellung zu ruhen? Bernd entwickelt in seinem Vortrag einen Stufenplan für Zazen bzw. Shikantaza. Auf der ersten Stufe konzentrieren wir uns auf den gespürten, atmenden Körper und kommen in dem, was sich in diesem inneren Spüren zeigt, zur Ruhe. Auf der zweiten Stufe erweitern wir unsere Aufmerksamkeit um das, was im Außen erscheint. Indem wir sowohl innere, als auch äußere Erscheinungen zugleich bewusst wahrnehmen, öffnet sich die Grenze zwischen Innen und Außen, Selbst und Anderem, und wird durchlässig. Auf der dritten Stufe zeigt sich auch das Ich-Bewusstsein (manas) nicht mehr als das lebendige Feld selbst, sondern innerhalb dieses Feldes. Das Gefühl eines meditierenden Ichs, das betrachtet, denkt, wahrnimmt, ist nicht getrennt von allem anderen, das auf dieselbe Art und Weise erscheint. Bernds Praxisvorschlag für die dritte Stufe ist es, sozusagen mit dem Atem das Selbst-Gefühl in das Feld hinein zu entspannen, aus dem es sich erhebt. Dies ist die Transformation von alaya in leuchtende Spiegelweisheit, wenn uns unser Leben von Moment zu Moment geschenkt wird. Support the show

  • June 28 · 1 hr 5 min

    Vasubandhu Teil 4: Drei Aspekte aller Wesen und Dinge

    Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 4. Treffen am 22. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das vierte von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der vierten Folge spricht Bernd zu den Versen 20-28, die Vasubandhus Lehre der „drei Naturen“ (trisvabhava) zum Inhalt haben. Im experimentellen Teil der angeleiteten Meditation nähern wir uns schrittweise der Erfahrung, dass nicht unser Körper etwas spürt, sondern das Spüren im Feld des Bewusstseins geschieht. Nach und nach können wir direkt erfahren, dass es zwischen Spüren und Bewusstsein keine Distanz gibt. Im Vortrag stellt Bernd Vasubandhus „drei Naturen“ als drei Aspekte aller Wesen und Dinge vor: a) den vorgestellten (parikalpita), b) den abhängigen (paratantra), und c) den vollendeten (parinispanna) Aspekt. Demnach hat jeder Moment unserer alltäglichen Erfahrung – genau so, wie sie sich zeigt – einen imaginären Aspekt (a), welcher eine Aktivität des Bewusstseins bezeichnet, durch die Wesen und Dinge als außerhalb und unabhängig existierend erscheinen und durch die ein Selbst bzw. ein permanenter Wesenskern zugeschrieben wird; außerdem einen Aspekt wechselseitiger Abhängigkeit (b), da alles aus unzähligen Ursachen heraus entsteht; und schließlich eröffnet sich ein dritter Aspekt (c), die Einsicht, dass der abhängige Aspekt leer vom vorgestellten Aspekt ist. Im weiteren Verlauf erläutert Bernd, wie der vorgestellte Aspekt und manas, das Ich-Bewusstsein, auf gleiche Weise funktionieren. Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt. Support the show

  • June 21 · 1 hr 10 min

    Vasubandhu Teil 3: Manas, das Ich-Bewusstsein

    Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 3. Treffen am 15. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das dritte von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der dritten Folge spricht Bernd zu den Versen, die sich mit „Manas,“ dem Ich-Bewusstsein, und seiner Beziehung zum „Speicherbewusstsein“ auseinandersetzen. In der angeleiteten Meditation experimentieren wir in offenem Gewahrsein mit der gespürten Grenze zwischen Innen und Außen, Ich und Anderem. Im anschließenden Vortrag erklärt Bernd ausgehend von der „Landkarte,“ die uns in Vasubandhus Versen überliefert ist, wie das Gefühl eines abgetrennten, unabhängigen Ichs bzw. Selbsts entsteht, und wie durch Selbst-Identifizierung, Selbstverblendung, Selbststolz und Selbstliebe Leiden entsteht. Entgegen der oft wiederholten Behauptung der Nicht-Existenz des Selbst spricht Bernd von zwei Modalitäten des Selbst, einer engen, eingeschränkten und gehemmten, und einer fluiden, weiten und offenen. Zuletzt geht Bernd darauf ein, wie wir mit diesen beiden Modalitäten praktizieren können und schrittweise das Ich-Bewusstsein lockern und loslassen können. Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt. Support the show

  • June 14 · 1 hr 8 min

    Vasubandhu Teil 2: Das Speicherbewusstsein

    Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 2. Treffen am 08. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das zweite von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der zweiten Folge spricht Bernd zu den Versen 2 bis 4 und gibt dabei eine Einführung in den Begriff „ālaya,“ oder auch „Speicherbewusstsein.“ Wir beginnen wieder mit einer angeleiteten Meditation, in der wir über den Weg direkter Erfahrung den Versen Vasubandhus nachforschen. Was wir Körper und Welt nennen, was wir Ich und andere nennen, erscheint innerhalb unseres Bewusstseins. Nichts ist einfach „da draußen,“ sondern es erscheint je als gehörtes, gesehenes oder gespürtes Erscheinen. Dieses vielfältige, sich ständig verändernde Erscheinen können wir in der Meditation als ein Fließen erfahren, ein ununterbrochener Strom, lebendiges Dasein. Im anschließenden Vortrag wird genauer auf „ālaya“ eingegangen. Woher kommt dieses Gefühl von Kontinuität, wenn doch alles radikal unbeständig ist? Das Modell des Speicherbewusstseins bietet eine Erklärung. Alles, was wir jemals getan, gesagt, gedacht haben, hat dort Spuren hinterlassen; ebenso sind dort kollektive Spuren enthalten, also z.B. solche, die über Generationen hinweg innerhalb einer Familie weitergegeben wurden, oder Spuren, die mit einem Land, einer Kultur, und bestimmten vorherrschenden Wertevorstellungen zu tun haben. Diese Spuren sind wie Samen, die in unserem Speicherbewusstsein zu Reaktionsmustern und typischen Handlungsimpulsen reifen können, die womöglich unheilsam sein können. Wie können wir mit ālaya praktizieren? Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt. Support the show

  • June 7 · 56 min

    Vasubandhu Teil 1: Die Transformation des Bewusstseins

    Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 1. Treffen am 01. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das erste von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der ersten Folge führt Bernd eine angeleitete Meditation, in der wir dem Körper, dem Atmen, und unserer Umgebung nachspüren, so, wie sie in unserem Bewusstsein – oder vielleicht sogar als dieses Bewusstsein – erscheinen. Im anschließenden Vortrag führt Bernd in den ersten der 30 Verse ein. Für die tiefe Prägung des dualistischen, aufspaltenden Geists (zum Beispiel in Selbst und Anderes, Innen und Außen) kann dieser Vers ein heilsames Gegenmittel sein. Hier geht nämlich der dualistische Geist in einem ihn einbegreifenden, umfassenderen Bewusstseinsprozess auf, der unabhängig von begrenzten Konzepten und Narrativen abläuft. Indem wir zu der Begrenztheit unserer Wahrnehmung aufwachen, können wir auch das Unbegrenzte, das Mysterium unserer Lebendigkeit, erfahren. Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt. Support the show

  • May 31 · 27 min

    Gemeinsame Praxis

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 24. Mai 2026, Zen-Tag, Eröffnung der Sommer-Praxisperiode im Akazienzendo, Berlin Anlässlich der Eröffnung der Sommer-Praxisperiode spricht Bernd über das Praktizieren in Gemeinschaft. Jede und jeder von uns kann einerseits mit dem Küken verglichen werden, das allein in seinem Ei sitzt und von innen gegen die Schale pickt, und andererseits mit der Henne, die von außen gegen die Schalen all jener pickt, die ebenfalls von innen picken. So praktizieren wir gemeinsam, um noch einmal hineingeboren zu werden in die Unermesslichkeit des Lebendigen. Support the show

  • May 17 · 26 min

    Meditation: Vom Spiegelbild zum Spiegel

    Bernd Bender, angeleitete Meditation am 20. April 2026 im Akazienzendo, Berlin Nach einer Einstiegsphase, in der wir eine bequeme Sitzhaltung einnehmen und in dem unmittelbaren Spüren Körper und Atem zur Ruhe kommen, entwickelt Bernd aus dem Zen-Bild des Spiegels eine experimentelle Meditationsanleitung. Unsere Gedanken und Vorstellungen, unsere Pläne, Sorgen und Ängste, all das ist wie das Bild in einem Spiegel. Leicht verwechseln wir uns mit diesem Spiegelbild. In Zazen werden wir vertraut mit dem Feld des Bewusstseins, das kein neues Spiegelbild ist, sondern der Spiegel selbst, in dem alles auftauchen darf. Den Perspektivwechsel vom Spiegelbild zum Spiegel lernen wir, indem wir mehr und mehr vertraut werden mit unserem offenen Gewahrsein. Support the show

  • May 3 · 49 min

    Die Poesie der Praxis

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 26. April 2026, Zen-Tag im Akazienzendo, Berlin Bernd eröffnet seinen Vortrag mit der Poesie, die sich die Künste, die Wissenschaften und nicht zuletzt die Zen-Praxis teilen, und stellt sie den großen zeitgenössischen Katastrophen gegenüber, die einige wenige Menschen, dem dualistischen Geist verhaftet, ins Werk setzen. Der Weg der mittellosen Chiyono, einer Dienerin in einem Zen-Kloster des 13. Jahrhunderts, dient als lebendiges Beispiel für die Poesie der Praxis. Chiyono fragt eine Nonne, ob auch sie den Buddha-Weg gehen könne, obwohl sie tagein tagaus arbeiten müsse. Die Nonne erklärt ihr, wie sie auch ohne Sitzen Zazen praktizieren kann. Chiyono befolgt den Rat und erwacht eines nachts, als ihr beim Wasserholen der Boden aus dem Eimer fällt. Ihr Erleuchtungs-Gedicht legt Bernd aus und macht daran unter anderem deutlich, dass Praxis und Verwirklichung ein und dasselbe sind. Die Geschichte von Chiyono könnt ihr nachlesen in Florence Caplows und Susan Moons Buch "The Hidden Lamp, Stories from Twenty-Five Centuries of Awakened Women", oder auf Deutsch in "Das verborgene Licht, 100 Geschichten erwachter Frauen aus 2500 Jahren", betrachtet von (Zen-)Frauen heute. Support the show

  • April 26 · 26 min

    Meditation: Unbeständigkeit ist Buddha-Natur

    Bernd Bender, angeleitete Meditation am 13. April 2026 im Akazienzendo, Berlin Nach einer Phase des Ankommens in der Unmittelbarkeit unserer Erfahrung leitet uns Bernd an, der Unbeständigkeit in unserer Ankerpraxis nachzuspüren. Indem wir im Atmen, in körperlichen Empfindungen, und in der Umgebung das Auf und Ab, den steten Wechsel und Wandel bemerken, entdecken wir unsere tiefe Verbundenheit mit der Welt. Wenn wir lernen, in der Unbeständigkeit zu ruhen, spüren wir unsere absolute Lebendigkeit. Support the show

  • April 11 · 37 min

    Zen in English: The Big Bang of the Mahayana

    Bernd Bender, Dharma talk on March 6 2026 at Akazienzendo Berlin “Everything conceived as self or other occurs in the transformation of consciousness.” While hiking through the Sahara Desert, Bernd recalled this teaching by Vasubandhu. In the desert, there is a desert-being; back in Berlin, there is a Berlin-being. This, according to Bernd, is one way to understand Vasubandhu’s verse: we cannot step outside of consciousness. We do not experience the world as such—we experience consciousness. And precisely for that reason, we are not separate from what we call the world, things, or others. Consciousness is not something small, hidden inside our heads. It is unlimited—and yet we struggle to believe that. Bernd explores this teaching of “consciousness-only,“ which he also calls the “big bang of the Mahayana.” He explains the three aspects of consciousness: ālaya, or store consciousness; the consciousness of a self; and sensory consciousness. He also presents the teaching of the three natures—imagined nature, other-dependent nature, and realized nature—as three aspects present in every moment of experience, and connects all of this to the practice of resting in the field of mind. Support the show

  • March 29 · 45 min

    Nánquáns „Pfingstrose“ und Yogacara

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 22. März 2026, Zen-Tag im Akazienzendo, Berlin Bernd verbindet das Koan „Nánquáns Pfingstrose wie in einem Traum“ (z.B. Buch der Gelassenheit Fall 91, siehe unten) mit dem Praxisansatz der Yogacara-Schule („Einfach nur Geist“), wie sie u.a. von Vasubandhu im Indien des 4. Jahrhunderts entwickelt wurde. Diesem Ansatz zufolge spaltet das Bewusstsein Selbst und Welt auf. Das „Außen“ erscheint uns dann abgetrennt von uns selbst, während wir diesem Außen gegenüberstehen. In dem Koan taucht das Bild einer Gans auf, die gefangen in einer Flasche aufgewachsen ist. Die Außenwelt sieht sie nur durch milchiges Glas. Indem wir mit dem aufspaltenden Bewusstsein vertraut werden, können wir erleben, dass es sich bei der Abgetrenntheit von der Welt nicht um eine Wahrheit, sondern eine Konstruktion handelt. Zur Konstruktion aufzuwachen bedeutet, dass sie ihre Macht verliert. Anstatt einer Zweiteilung können wir dann sehen, dass Selbst und Welt nicht unabhängig voneinander existieren, sondern in einem Verhältnis, in dem sich beide gegenseitig unaufhörlich hervorbringen. Nánquáns „Pfingstrose“ Fall Der Beamte Lu Geng sagte zu Nánquán:„Der Lehrmeister Zhao war wahrhaft außergewöhnlich: Er vermochte zu sagen:‚Himmel und Erde haben dieselbe Wurzel, die zehntausend Dinge sind ein einziger Leib.‘“ Nánquán zeigte auf eine Pfingstrose im Garten und sagte:„Die Menschen von heute sehen diese Blume wie im Traum.“ Kommentar Lu Geng aus der Tang-Dynastie war Mitglied des obersten Gerichtshofes.Einst fragte er Nánquán: „Ich habe eine Gans in einer Flasche aufgezogen. Allmählich wurde sie zu groß, um wieder herauszukommen.Wie kann man sie nun herausbekommen, ohne die Flasche zu beschädigen oder die Gans zu verletzen?“ Nánquán rief: „Herr!“ Lu Geng antwortete: „Ja?“ Nánquán sagte: „Sie ist draußen.“ Bei diesen Worten erwachte Lu Geng. Support the show

  • March 15 · 26 min

    Meditation: Der Schoß des Lichts

    Bernd Bender, angeleitete Meditation am 18. August 2025 im Akazienzendo, Berlin Diese angeleitete Meditation folgt dem poetischen Ausdruck Keizan Zenjis, Zen-Meister des 13. Jahrhunderts: „Zazen sitzen bedeutet, im Schoß des Lichts zu ruhen.“ Bernd führt durch Aspekte dieses Bilds, die wir als Qualitäten unseres Sitzens wahrnehmen können: Getragen-, Gehalten- und Genährtsein durch unseren Atem, unseren Körper, durch das, was unseren Körper umhüllt, seien es Wärme, Geräusche oder andere sinnliche Eindrücke. In dieser Geborgenheit können wir erfahren, wie uns alles ständig gegeben wird. Vielleicht wächst darauf Dankbarkeit in uns – und womöglich auch der Wunsch, zurückzugeben, was wir von Moment zu Moment erhalten, kurz, Mitgefühl. Support the show

  • March 1 · 34 min

    Ruhen im Feld des Geistes | Teil 3/3

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 05. Dezember 2025, Rohatsu-Sesshin, Wilhelmsaue „Es ist sehr gut denkbar, dass die Herrlichkeit des Lebens um jeden und immer in ihrer ganzen Fülle bereitliegt, aber verhängt, in der Tiefe unsichtbar, sehr weit. Aber sie liegt dort, nicht feindselig, nicht widerwillig, nicht taub. Ruft man sie mit dem richtigen Wort, beim rechten Namen, dann kommt sie.“ Diese Zeilen Franz Kafkas stellt Bernd seinem Vortrag voran, und nähert sich so den Themen der vergangenen zwei Tage des Sesshins erneut. Sujata lehrte Siddharta im entscheidenden Moment liebevolle Zuwendung. Er widerrief die vergangenen sechs Jahre des Praktizierens, in denen er versuchte, die leidvolle Existenz zu überschreiten. In den sieben Tagen nach der Begegnung mit Sujata begann er eine neue Praxis zu erfinden, in der er nichts mehr zu ändern suchte, sondern sich in Offenheit übte für das, was ist. Nachdem Mara seine Macht verlor, zeigte sich die Welt von selbst in ihrer Herrlichkeit. Die Einsicht in wechselseitiges Entstehen stellte sich ein, und immer subtilere Schichten des Karma lösten sich. Bernd geht in diesem Vortrag besonders auf das Ruhen im Feld des Geistes als die Praxis ein, die der Buddha in sieben Tagen erfand. Support the show

  • February 22 · 35 min

    Erlauben, was ist | Teil 2/3

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 04. Dezember 2025, Rohatsu-Sesshin, Wilhelmsaue Sieben Tage lang soll Shakyamuni Buddha bis zu seiner Erleuchtung gesessen haben. Am zweiten Tag versuchte Mara ihn von dem abzuhalten, was er da tat: offen zu sein für das, was ist. Bernd geht in seinem Vortrag noch einmal genauer auf den Praxisansatz des Buddha ein, dessen Ausgang eine Kindheitserinnerung war, in der der junge Siddartha in tief empfundener Verbundenheit mit dem Leben ruhte. Dabei zieht Bernd Dōgen Zenjis Fukanzazengi heran und unterstreicht, dass es sich bei diesem Ansatz nicht um eine Meditationspraxis handelt, in der etwas verändert oder erreicht werden müsste. Vielmehr geht es um eine Offenheit für das, was sich von Moment zu Moment entfaltet. Als Siddartha aufhörte, etwas an seiner Erfahrung verändern zu wollen, verlor Mara seine Macht. Können wir uns und anderen erlauben, die Person zu sein, die wir sind? Support the show

  • February 15 · 32 min

    Die Nachahmung von Erwachen | Teil 1/3

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 03. Dezember 2025, Rohatsu-Sesshin, Wilhelmsaue Anlässlich des Rohatsu-Sesshins, in dem das Erwachen Shakyamuni Buddhas gefeiert wird, erzählt Bernd seine Variante der Geschichte dieses Erwachens. Siddartha Gautama ahmte im Sitzen eine kindliche Erfahrung nach, in der er in den Dingen ruhte, so wie sie sind. Nach sieben Tagen wurde aus Nachahmung Verwirklichung. Im Sesshin ahmen wiederum wir dieses Erwachen nach. Wir öffnen uns immer tiefer in das hinein, was wir in verschiedenen Praktiken nachahmen, bis wir in der Nachahmung unsere totale Lebendigkeit entdecken und ausdrücken. Support the show

  • February 1 · 41 min

    Der Ozean des Bewusstseins

    Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 25. Januar 2026, Zen-Tag im Akazienzendo, Berlin Wissen wir, dass wir im Ozean unseres Bewusstseins schwimmen? Die Yogacara-Schule, allen voran die Meditationsmeister Asanga und Vasubandhu, entwickelte eine komplexe Sichtweise des menschlichen Bewusstseins, die es uns erlaubt, die Tiefen des menschlichen Geistes in Praxis auszuloten. Als Auftakt einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Lehre Vasubandhus in den kommenden Wochen entfaltet Bernd die ersten beiden Verse aus dessen Schrift Dreißig Verse über das Bewusstsein. Dabei richtet Bernd den Blick vor allem auf manas, das reflektierende Ich-Bewusstsein. Die Funktionsweise von manas zu verstehen, kann uns zeigen, dass unser Ich innerhalb eines größeren Feldes von Gewahrsein auftaucht. Wir schwimmen nicht nur im Ozean – wir sind dieser Ozean selbst. Im Vortrag erwähnt werden: - "Aware – Reise ins Bewusstsein", 3sat-Dokumentation - "Helgoland. Wie die Quantentheorie unsere Welt verändert" von Carlo Rovelli Support the show

  • January 18 · 30 min

    Zen in English: Resting in Impermanence and Spaciousness

    Bernd Bender, Dharma talk on November 3rd at Kaisanji, Serifos Bernd opens his talk with a Zen dialogue between brothers Yunyan and Daowu. As Yunyan is sweeping the yard, Daowu passes by and remarks, “Too busy.” Yunyan replies, “You should know there is always one who is not busy.” Drawing out the implications of this exchange for practice, Bernd presents two fundamental aspects of resting completely. Firstly, we can give direction to our body-minds by learning to rest in the immediate presence of life, surrendering to the impermanence of each moment. Secondly, we can learn to rest in the spaciousness of mind, thereby realizing that each moment is inherently wide and open. The more this spaciousness is sensed, the more it becomes clear that what we are looking at is the other half of ourselves. Support the show

  • January 4 · 29 min

    Meditation: Den inneren und äußeren Raum zugleich erspüren

    Bernd Bender, angeleitete Meditation am 06. Oktober 2025 im Akazienzendo, Berlin In dieser Meditation leitet uns Bernd hinein in das Spüren unseres Körpers von innen heraus. Der Körper zeigt sich nicht als fest umrissenes, anatomisches Objekt, sondern er erscheint im Fließen unserer Aufmerksamkeit. Neben der Körpererfahrung tauchen darin auch Gefühle, Emotionen und Gedanken auf, die gemeinsam den dynamischen, inneren Raum unserer Aufmerksamkeit ausmachen. In Zazen lassen wir zugleich einen Teil unserer Aufmerksamkeit nach außen fließen. Ein räumliches Gefühl entsteht, das über die gespürten Grenzen unseres Körpers hinausgeht. So können wir ein subtiles Feld der Aufmerksamkeit erspüren, in dem innerer und äußerer Raum gleichzeitig auftauchen. Durch Übung können wir lernen, in diesem Feld zu ruhen. Support the show