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Akazienzendo Podcast · June 14 · 1 hr 8 min

Vasubandhu Teil 2: Das Speicherbewusstsein

Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 2. Treffen am 08. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin Wir veröffentlichen hier das zweite von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit. In der zweiten Folge spricht Bernd zu den Versen 2 bis 4 und gibt dabei eine Einführung in den Begriff „ālaya,“ oder auch „Speicherbewusstsein.“ Wir beginnen wieder mit einer angeleiteten Meditation, in der wir über den Weg direkter Erfahrung den Versen Vasubandhus nachforschen. Was wir Körper und Welt nennen, was wir Ich und andere nennen, erscheint innerhalb unseres Bewusstseins. Nichts ist einfach „da draußen,“ sondern es erscheint je als gehörtes, gesehenes oder gespürtes Erscheinen. Dieses vielfältige, sich ständig verändernde Erscheinen können wir in der Meditation als ein Fließen erfahren, ein ununterbrochener Strom, lebendiges Dasein. Im anschließenden Vortrag wird genauer auf „ālaya“ eingegangen. Woher kommt dieses Gefühl von Kontinuität, wenn doch alles radikal unbeständig ist? Das Modell des Speicherbewusstseins bietet eine Erklärung. Alles, was wir jemals getan, gesagt, gedacht haben, hat dort Spuren hinterlassen; ebenso sind dort kollektive Spuren enthalten, also z.B. solche, die über Generationen hinweg innerhalb einer Familie weitergegeben wurden, oder Spuren, die mit einem Land, einer Kultur, und bestimmten vorherrschenden Wertevorstellungen zu tun haben. Diese Spuren sind wie Samen, die in unserem Speicherbewusstsein zu Reaktionsmustern und typischen Handlungsimpulsen reifen können, die womöglich unheilsam sein können. Wie können wir mit ālaya praktizieren? Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt. Support the show

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Bernd Bender, Kurs zu Vasubandhus 30 Versen, 2. Treffen am 08. Juni 2026 im Akazienzendo, Berlin

Wir veröffentlichen hier das zweite von sechs Treffen des Workshops „Wahrnehmung als Tor der Befreiung – Ein Zen-Kurs zu Vasubandhus 30 Versen über den Geist.“ Anhand dieses kurzen, dichten Yogācāra-Texts erforschen wir unsere Wahrnehmung als Transformation in wechselseitiger Abhängigkeit.

In der zweiten Folge spricht Bernd zu den Versen 2 bis 4 und gibt dabei eine Einführung in den Begriff „ālaya,“ oder auch „Speicherbewusstsein.“

Wir beginnen wieder mit einer angeleiteten Meditation, in der wir über den Weg direkter Erfahrung den Versen Vasubandhus nachforschen. Was wir Körper und Welt nennen, was wir Ich und andere nennen, erscheint innerhalb unseres Bewusstseins. Nichts ist einfach „da draußen,“ sondern es erscheint je als gehörtes, gesehenes oder gespürtes Erscheinen. Dieses vielfältige, sich ständig verändernde Erscheinen können wir in der Meditation als ein Fließen erfahren, ein ununterbrochener Strom, lebendiges Dasein. 

Im anschließenden Vortrag wird genauer auf „ālaya“ eingegangen. Woher kommt dieses Gefühl von Kontinuität, wenn doch alles radikal unbeständig ist? Das Modell des Speicherbewusstseins bietet eine Erklärung. Alles, was wir jemals getan, gesagt, gedacht haben, hat dort Spuren hinterlassen; ebenso sind dort kollektive Spuren enthalten, also z.B. solche, die über Generationen hinweg innerhalb einer Familie weitergegeben wurden, oder Spuren, die mit einem Land, einer Kultur, und bestimmten vorherrschenden Wertevorstellungen zu tun haben. Diese Spuren sind wie Samen, die in unserem Speicherbewusstsein zu Reaktionsmustern und typischen Handlungsimpulsen reifen können, die womöglich unheilsam sein können. Wie können wir mit ālaya praktizieren?

Noch ein Hinweis: Wir haben Kapitelmarker eingefügt, mit denen ihr bequem in der Aufnahme springen könnt.

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