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Artwork for Zeitreise. Der Podcast
HistorySociety & Culture

Zeitreise. Der Podcast

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Geschichte, die vermeintlich jenseits des Spektakulären liegt. Drei Historikerinnen reisen durchs 20. Jahrhundert und blicken insbesondere auf Unerzähltes und  Stimmen, die sonst oft überhört werden. Gerade in diesen Geschichten steckt das Potenzial, unser Verständnis der Gegenwart zu verändern und neue Sichtweisen zu eröffnen. 

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  • 22 episodes
  • weekly
  • Avg 53 min
  • German
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  • Wednesday · 1 hr 9 min

    d'Mission & Dekolonisation: Glauben, Entwicklung, Widersprüche

    Was geschieht, wenn eine Schweizer Missionsgesellschaft, die Glauben und Entwicklung verbreiten will, mitten in das gewaltsame Ende einer Kolonialherrschaft gerät? In dieser Folge rückt eine vertraute Stimme unseres Podcasts in den Mittelpunkt: Wir sprechen mit Barbara Miller über ihr neu erschienenes Buch «Entwicklung glauben. Katholische Mission in der Schweiz und Simbabwes Dekolonisation». Im Zentrum steht die katholische Missionsgesellschaft Bethlehem Immensee. Seit 1938 waren ihre Missionare im damaligen Südrhodesien tätig. Sie bauten Kirchen, Schulen und Spitäler auf, leiteten Missionsstationen und prägten über ihre Kampagnen zugleich das Bild Afrikas in der katholischen Schweiz. In den 1960er-Jahren veränderte sich dieses Umfeld grundlegend. «Entwicklung» wurde zum neuen Leitbegriff. Doch welche Vorstellungen von Hilfe, Fortschritt und «Unterentwicklung» standen dahinter? Gleichzeitig kämpfte Simbabwe um seine Unabhängigkeit. Die Schweizer Mission geriet zunehmend zwischen die Fronten: auf der einen Seite die weisse Minderheitsregierung unter Ian Smith, auf der anderen die afrikanischen Befreiungsbewegungen. Je näher das Ende der Kolonialherrschaft rückte, desto dringlicher wurde die Frage nach der eigenen Position. War die Missionskirche eine Verbündete der Dekolonisation? Oder blieb sie Teil jener kolonialen Ordnung, die nun überwunden werden sollte? Und praktizierten die Missionare im Alltag tatsächlich, was sie in der Kirche predigten? Eine Folge über Schweizer Spendengelder und afrikanische Unabhängigkeit, über Entwicklungsutopien, politische Konflikte und die Widersprüche einer Mission im Umbruch. Barbaras Buch «Entwicklung glauben. Katholische Mission in der Schweiz und Simbabwes Dekolonisation» ist im Campus Verlag erschienen und hier frei zugänglich. Wenn euch «Zeitreise» gefällt, abonniert den Kanal! 🎧⏳ Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen! 🚀

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  • August 26 · 1 hr 2 min

    d'Verhüetig: Freiheit mit Nebenwirkungen

    Verhütung bedeutet Freiheit und Selbstbestimmung– doch ihre Geschichte erzählt auch von Kontrolle, riskanten Experimenten und politischen Interessen. In dieser Folge von «Zeitreise» begegnen wir Krokodilskot, wiederverwendbaren Kondomen aus Schafdärmen und geheim weitergegebenen Rezepten. Wir verfolgen den Weg zur Pille, sprechen über unethische Versuche an Frauen in Puerto Rico und über eine Spirale mit verheerenden Folgen. Auch die Schweiz kommt nicht gut davon: Beratungsstellen wurden bekämpft, Vorträge verboten und verlässliches Wissen durch eine strenge Sexualmoral eingeschränkt. Was als medizinischer Fortschritt gefeiert wurde, war eng mit wirtschaftlichen Interessen, kolonialen Machtverhältnissen und staatlicher Bevölkerungspolitik verbunden. Die Geschichte der Verhütung ist deshalb zugleich eine Geschichte der Emanzipation und der Bevormundung. Und sie führt zu einer Frage, die bis heute aktuell ist: Wer verhütet, wer trägt die Risiken – und warum liegt diese Verantwortung noch immer überwiegend bei Frauen? Wenn euch «Zeitreise» gefällt, abonniert den Kanal! 🎧⏳ Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen! 🚀

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  • August 19 · 53 min

    d'Stolpersteine: Erinnern an NS-Opfer und Schweizer Verantwortung

    Was darf nicht vergessen gehen? Stolpersteine bringen die Erinnerung an Menschen, die vom NS-Regime verfolgt und ermordet wurden, mitten in den Alltag zurück – an jene Orte, an denen sie einst lebten. Seit einigen Jahren werden solche Steine auch in der Schweiz verlegt. In dieser Folge erzählen wir die Geschichten von Menschen aus der Schweiz und von Menschen, deren Schicksal eng mit ihr verbunden war. Dabei geht es auch um die Verantwortung Schweizer Behörden: Schutzsuchende wurden an der Grenze abgewiesen, Menschen ausgeschafft oder ihnen wurde die Rückkehr verweigert. Eine Heirat, Armut, eine Behinderung, Homosexualität oder der falsche Pass konnten dazu führen, dass sie ihren Schutz verloren und dem NS-Regime ausgeliefert wurden. Wir ordnen diese Schicksale in die Schweizer Erinnerungskultur ein, blicken auf die Debatten um den Bergier-Bericht und zeigen, was Stolpersteine leisten können: Sie geben den Opfern ihre Namen zurück und machen historische Verantwortung im öffentlichen Raum sichtbar. Hinweis: Diese Folge thematisiert nationalsozialistische Verfolgung und Ermordung, Antisemitismus, Diskriminierung, Suizidversuche, Zwangssterilisation und staatliche Gewalt. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • August 12 · 54 min

    d'Mieti: Grundbedürfnis und Geschäft

    Über 60 Prozent der Menschen in der Schweiz wohnen zur Miete. Monat für Monat fliesst ein beträchtlicher Teil unseres Einkommens in die Wohnung – doch wie wurde das Wohnen überhaupt zur Ware? Unsere Zeitreise beginnt mit der Industrialisierung, als Tausende Menschen in die Städte zogen und bezahlbarer Wohnraum fehlte. Familien lebten in dunklen, überfüllten Wohnungen, private Betten wurden stundenweise an sogenannte Schlafgänger vermietet und selbst dieser prekäre Wohnraum war teilweise erstaunlich teuer. Wir fragen, wie die prekäre Wohnsituation zum politischen Konflikt wurde und welche Antworten darauf entstanden: staatliche Mietpreiskontrollen, kommunaler Wohnungsbau, Arbeitersiedlungen und Genossenschaften. Dabei besuchen wir auch eine Schweizer Siedlung mit eigener Währung und verfolgen die Entwicklung weiter bis zu Hausbesetzungen, Wohngemeinschaften und dem heutigen Mietrecht. Warum waren ausgerechnet die schlechtesten Wohnungen teilweise am teuersten? Weshalb müssen Mietende eine Senkung bis heute selbst einfordern? Und was verrät die Geschichte der Miete über Macht, Abhängigkeit und unser Verständnis von Wohnen? Eine Folge über Wohnungsnot und soziale Utopien, über Mietkämpfe, Marktlogik und die Geschichte unseres grössten monatlichen Fixpostens. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • August 5 · 51 min

    dr Rave: Wie aus Beats eine Bewegung wurde

    In dieser Folge von „Zeitreise“ schauen wir auf die Geschichte des Rave – und darauf, warum sie von weit mehr handelt als von Bass, Tanz und langen Nächten. Es geht um leer stehende Industriegebäude, neue Freiräume, gesellschaftliche Ausgrenzung, politische Konflikte und die Frage, wem die Stadt eigentlich gehört. Unsere Reise beginnt bei Schwarzen und queeren Clubkulturen in Detroit, Chicago und New York. Von dort folgen wir den Spuren des Rave nach Großbritannien und weiter nach Berlin und Zürich. Wie wurde aus einer Subkultur ein weltweites Phänomen? Welche Freiheiten entstanden auf den Dancefloors – und warum rief die neue Bewegung auch Ängste, Widerstand und strengere Regeln hervor? Eine Folge über Musik, Städte, Gemeinschaft und Gegenkultur. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • July 29 · 56 min

    ds Aromat: Mehr als nur ein Gewürz

    Aromat gilt als fast schon selbstverständlicher Teil der Schweizer Alltagsküche. Was heute nach Kindheit, Kantine oder Frühstücksei schmeckt, begann als Antwort der Lebensmittelindustrie auf eine Gesellschaft im Umbau: Kochen sollte schneller, Vorratshaltung einfacher und Hausarbeit effizienter werden. Die Streuwürze führt uns mitten in eine Lebensmittelrevolution. Vorangetrieben wurde sie nicht nur in Fabriken und Küchen, sondern auch durch Inserate, Rezeptbroschüren und Kochvorführungen – dort, wo neue Bedürfnisse, Kochgewohnheiten und Vorstellungen vom modernen Leben geschaffen wurden. Wir verfolgen die Geschichte des Produkts bis zur Entdeckung von Umami in Japan und fragen, weshalb Glutamat wissenschaftlich als unbedenklich gilt, aber weiterhin misstrauisch betrachtet wird. Eine andere Spur führt zu schwacher Forschung, Medienhypes und antichinesischen Vorurteilen in den USA. Und schliesslich gehen wir auch der Karriere von Aromat in Südafrika nach, wo das gelbe Gewürz ebenfalls zum kulinarischen Alltag gehört – allerdings mit einer eigenen Geschichte und Bedeutung, die viele so wahrscheinlich nicht erwarten würden. So wird aus einer Streudose eine Folge über Lebensmittelindustrie, Geschmacksforschung und globale Warenwege – und darüber, wie Marketing aus einem Fabrikprodukt ein Stück Heimat machen kann. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • July 1 · 1 hr 4 min

    d'Summerferie: Erfindung der Erholung

    Sommerferien: Sonne, Baden, Reisen, Erholung. Klingt selbstverständlich – ist es aber nicht. In dieser Folge zeigen wir, wie Erholung erst erfunden, wissenschaftlich begründet und politisch legitimiert werden musste. Wir sprechen über Arbeitskämpfe und Menschenrechte, über Kurorte und Massentourismus, über Hotelplan, Nationalsozialismus und die DDR – und darüber, weshalb Staaten und Unternehmen ein grosses Interesse daran entwickelten, wie Menschen ihre freie Zeit verbringen. Eine Folge über die politische Geschichte der Sommerferien – und darüber, warum hinter den schönsten Wochen des Jahres weit mehr steckt als Sonne, Strand und Dolce Vita. Die erwähnte Quelle "Ferien auf Balkonien" des Schweizer Fernsehens aus dem Jahr 1967 könnt ihr hier nachschauen. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – folgt uns. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen.

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  • June 24 · 1 hr 6 min

    Reitsport: Einst Männersache, heute Mädchentraum

    Heute gilt Reiten oft als typischer Frauensport. Doch der Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich. Denn lange war Reiten ein Männerprivileg. Und Frauen mussten auf dem Rücken der Pferdes viele Hürden überwinden, um an Turnieren mitstreiten zu können. Gemeinsam mit der Historikerin Noemi Steuerwald sprechen wir über die Geschichte des Reitsports und darüber, wie eng Pferde, Geschlechterrollen, körperliche Betätigung und gesellschaftliche Machtvorstellungen miteinander verbunden waren. Warum ritten Frauen jahrhundertelang im Damensattel? Weshalb wurde über Reithosen so heftig gestritten? Und was haben medizinische Debatten, Vorstellungen von Weiblichkeit und sportliche Regeln miteinander zu tun? Eine Folge über Pferde und Sport – aber auch über die Geschichte von Teilhabe, Chancengleichheit und den Grenzen, die Gesellschaften zwischen den Geschlechtern gezogen haben. Mehr dazu auch im Blogbeitrag von Noemi Steuerwald für das Nationalmuseum. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – folgt uns. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • June 17 · 43 min

    Haiti: Folgenschwere Revolution

    In dieser ersten Fernzeitreise reisen wir in die Karibik und beschäftigen uns mit einem Ereignis, das die moderne Welt nachhaltig verändert hat: der Haitianischen Revolution von 1791 bis 1804. Dabei geht es nicht nur um Haiti. Die Geschichte der Revolution zeigt, wie eng Europa mit anderen Weltteilen verflochten war – und bis heute ist. Sie wirft Fragen auf, die weit über die Karibik hinausreichen: Woher stammen unsere Vorstellungen von Freiheit, Gleichheit und Menschenrechten? Wer wird in unseren Geschichtserzählungen sichtbar – und wer nicht? Gemeinsam verfolgen wir die Entstehung der französischen Kolonie Saint-Domingue, den Aufstand der versklavten Menschen, die Rolle von Figuren wie Toussaint Louverture und Jean-Jacques Dessalines sowie die Gründung des unabhängigen Haiti. Gleichzeitig diskutieren wir, weshalb die Haitianische Revolution lange Zeit weit weniger Aufmerksamkeit erhielt als andere Revolutionen des späten 18. Jahrhunderts. Eine Folge über Kolonialismus, Sklaverei, Revolution – und darüber, weshalb manche Geschichten erst dann verständlich werden, wenn wir den Blick über Europa hinaus richten. Wir freuen uns über Rückmeldungen – insbesondere auch zu unserem neuen Format der Fernzeitreisen, mit dem wir künftig verstärkt Geschichten aus anderen Weltregionen in den Blick nehmen möchten. Ihr könnt uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch oder ihr findet uns auf den Sozialen Medien: Instagram LinkedIn Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • June 10 · 1 hr 4 min

    d'Brust: Geschichte einer Doppelmoral

    Die Brust ist überall: in Museen, auf Werbeplakaten, in Gerichtssälen und in politischen Debatten. Und doch ist sie bis heute Gegenstand von Tabus, Skandalen und hitzigen Diskussionen. Warum eigentlich? Warum wurde die Brust einmal als heilig verehrt, dann als Zeichen von Anstand kontrolliert und später als Symbol sexueller Freiheit vermarktet? Weshalb konnten Männer ihre nackten Oberkörper erst in den 1930er Jahren durchsetzen, während die weibliche Brust bis heute Gegenstand von Verboten, Protesten und Gerichtsverfahren sind? In dieser Folge reisen wir von mittelalterlichen Madonnenbildern zu Hollywood-Stars, von kolonialen Machtverhältnissen zu Schweizer Schwimmbädern und weltweiten Oben-ohne-Protesten, von Stilldebatten zu Instagram-Richtlinien. Dabei wird deutlich: Die Geschichte der Brust erzählt nicht nur von Körpern, sondern von den Vorstellungen, Ängsten und Idealen einer Gesellschaft. Eine überraschende Reise durch die Geschichte eines Körperteils, das selten einfach nur ein Körperteil war. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – folgt uns. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • June 3 · 59 min

    d'Bevölkerig: Zu viele, zu wenige, die falschen?

    Ausgehend von der aktuellen Schweizer Debatte um eine Bevölkerungsbegrenzung fragen wir in dieser Folge, wie Menschen historisch zu einer zählbaren, vergleichbaren und politisch steuerbaren Grösse wurden. Denn Bevölkerung war und ist immer mehr als eine Zahl. Sie beinhaltet auch Vorstellungen davon, wer dazugehört, wer als nützlich gilt und wer als Problem markiert wird. Unsere «Zeitreise» führt zu ersten Kirchenbuch-Auswertungen und zu Malthus mit seiner Angst vor Überbevölkerung. Wir sprechen über Auswanderungen in vermeintlich «leere» Kolonien und von Abwehrbewegungen gegen Migration nach Europa, über Sozialdarwinismus und Eugenik und welche Rolle ökologische Überlegungen dabei seit einigen Jahrzehnten spielen. Es ist eine Reise in unschöne Kapitel unserer Geschichte, die aber auch zeigt, dass immer wieder komplexe Probleme auf scheinbar einfache Bevölkerungsfragen reduziert wurden – und dass gerade deshalb auch bei aktuellen Debatten aufmerksam hingeschaut werden muss. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • May 27 · 1 hr 5 min

    Sci-Fi Hörspiele: Zukunft aus dem Radio

    Roboterstimmen, Raketenlärm und Zukunft aus dem Lautsprecher: In dieser Folge tauchen wir in die Science-Fiction-Hörspiele des Deutschschweizer Radios der 1950er bis 1980er Jahre ein. Lange bevor Videocalls, künstliche Intelligenz oder Space Travel Realität wurden, entstanden futuristische Klangwelten – nur mit Stimmen, Geräuschen und Fantasie. Gemeinsam mit dem Historiker Felix Wirth sprechen wir darüber, wie Zukunft während des Kalten Krieges akustisch erfunden wurde – und warum diese Hörspiele oft mehr über die Ängste, Hoffnungen und Fantasien ihrer Gegenwart erzählen als über das Morgen selbst. Zum Buch von Felix Wirth: https://www.transcript-verlag.de/author/wirth-felix-143899/ Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • May 20 · 46 min

    d'Helvetia: Die Frau, die eine Nation sein soll

    Die Frauenfigur auf den Schweizer Münzen – wer oder was ist sie eigentlich? In der neuen Folge von «Zeitreise» fragen wir nach: Wann und warum entstand die Helvetia, wie fand sie ihren Weg auf Münzen, Marken und in die Köpfe der Schweizer:innen? Was hat sie mit ihren «Schwestern» in anderen Ländern gemeinsam, zum Beispiel mit der deutschen Germania und der französischen Marianne? Und warum sind das immer Frauenfiguren, welche die Nation symbolisieren sollen? Eine «Zeitreise», in der wir zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich hin und her pendeln – von Münzen zu Monumenten, von Statuen zu Bildern und von nationalen Selbstbildern zu geschlechterpolitischen Ordnungen. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • May 13 · 54 min

    ds Zmorge: Vom Geschmack der Globalisierung

    Eine Zeitreise vom Mittelalter zum Müesli Wir reisen entlang den Spuren einer Mahlzeit und zeigen auf, warum sich ein genauerer Blick auf das Frühstück lohnt. Denn Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Cornflakes oder Ovomaltine erzählen nicht nur Konsumgeschichte – sie verweisen auf Plantagenwirtschaft, koloniale Gewalt, Industrialisierung, Ernährungspolitik, Körperbilder und die Macht der Werbung. Warum galt Frühstück der Kirche zeitweise als moralisch fragwürdig? Wie wurde Kaffee vom kolonialen Genuss- und Heilmittel zum Treibstoff der Arbeitsgesellschaft? Welche Rolle spielten Werbung und Wissenschaft bei der Erfindung des „gesunden Starts in den Tag“? Und weshalb führt die Geschichte der Ovomaltine nicht nur in die Schweiz, sondern auch ins British Empire? Link zum Artikel von Thomas Fenner: Ovomaltine – Nationalsymbol und Weltprodukt. https://www.bezg.ch/img/publikation/21_2/fenner.pdf Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • May 6 · 51 min

    d'Mission & Hygiene: Sauberkeit, Seelenheil, Macht

    Was wir heute als „Hygiene“ verstehen, hat eine Geschichte – und die führt mitten hinein in Mission, Moral und Kolonialismus. In dieser Folge schauen wir genauer hin: Wie wurde Sauberkeit zum Massstab für „Zivilisation“? Wer hat entschieden, was als rein gilt – und warum? Im Zentrum steht die Forschung von Linda Ratschiller. Gemeinsam verfolgen wir die Spuren der Basler Missionsärzte in Westafrika und tauchen ein in eine Welt zwischen Medizin, Religion und Macht. Es geht um mehr als nur Waschen: um Sauberkeit als Herrschaftsinstrument, um Tropenpyjamas und Kolonialkochbücher, um Missionare in lokalen Kleidern – und um Wissen, das zwischen Kontinenten wandert und sich dabei verändert. Zum Buch von Linda Ratschiller "Medical Missionaries and Colonial Knowledge in West Africa and Europe, 1885-1914" Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • April 29 · 45 min

    dr 1. Mai: Viel Arbeit für einen freien Tag

    Der 1. Mai – «Tag der Arbeit» In dieser Folge reisen wir zurück zu den Ursprüngen dieses Feiertags und folgen seiner Entwicklung bis heute. Wir machen Station in Chicago, Paris, in Bremen und in der Schweiz und zeigen auf, dass dieses Datum von unterschiedlichster Seite verwendet, instrumentalisiert und entsprechend den eigenen Zielsetzungen gedeutet wurde. Es ist eine Geschichte von Kämpfen und Konflikten, aber auch von Frühlingsblumen und Spaziergängen im Park. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • April 22 · 52 min

    ds Velo: Krieg, Strassenkampf und Klima

    Vom Militär über Alpenpässe bis in die Mitte von Protest und Stadtpolitik: Am Velo wurden Kontrolle, Macht und urbane Ordnung verhandelt. In diesem zweiten Teil der Doppelfolge zum Fahrrad sprechen wir über seine Rolle in der Schweizer Armee, blicken auf seine Bedeutung in der Dekolonisation – und wir verfolgen seine Geschichte in Verkehrsplanung, sozialen Bewegungen und aktuellen Klimadebatten. Es wird deutlich: Wer über das Velo spricht, spricht immer auch über Macht. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • April 15 · 40 min

    ds Velo: Ungebremste Emanzipation

    Das Velo brachte mehr in Bewegung als nur Menschen. Von Anfang an war es ein politisch und kulturell aufgeladenes Objekt: Symbol für Fortschritt, Mobilität und Beschleunigung – und ein Auslöser dafür, wie über Körper, Geschlecht, Klasse und öffentliche Räume neu nachgedacht wurde. In dieser ersten Folge erzählen wir die Entwicklungsgeschichte des Velos – und zeigen, warum gerade an ihm Fragen von Freiheit, Frauenrollen und gesellschaftlichem Wandel verhandelt wurden. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen!

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  • April 8 · 1 hr 15 min

    Sexarbeit: Zwischen Legalität und Stigma

    Sexarbeit als Arbeit polarisiert, in Vergangenheit und Gegenwart. Aber warum eigentlich? Gemeinsam mit der Historikerin Sarah Baumann sprechen wir über ihre Geschichte in der Schweiz: über Registrierung, Sittenpolizei, Internierung und Stigmatisierung, aber auch über Handlungsmacht, Aushandlungsprozesse und feministische Perspektiven. Ein Gespräch darüber, weshalb Sexarbeit bis heute so kontrovers verhandelt wird. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert den Kanal. Für Fragen und Feedback könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, findet uns auch auf Steady – wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, weiterhin unabhängig durch die Zeit zu reisen! Zum Buch «Prekäre Liberalisierung. Sexuelle Arbeit von Frauen in der Schweiz (1950-1990)» von Sarah Baumann

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  • April 1 · 41 min

    Dr Härdöpfel: Eine Knolle schreibt leise Weltgeschichte

    Die Kartoffel ist weit mehr als nur Beilage. In dieser ersten Folge unseres Podcasts reisen wir mit ihr durch die Zeit und von den Anden nach Europa. Wir sprechen darüber, weshalb der Knolle zunächst mit grossem Misstrauen begegnet wurde, wie sie sich dennoch zum Massenprodukt entwickelte – und wie die Abhängigkeit von ihr in Irland während der grossen Hungersnot ein dramatisches Kapitel von Armut, Krankheit, Migration und Tod schrieb. Wir blicken aber auch auf die Rösti, darauf, wie der Härdöpfel die Schweiz im Zweiten Weltkrieg zusammenhalten sollte, wie er zur Fastfood-Ikone wurde und was die Kartoffel heute mit Hightech und Raumfahrt zu tun hat. Eine Knolle, erstaunlich viel Weltgeschichte. Wenn euch «Zeitreise» gefällt – abonniert uns und empfehlt uns weiter. Für Fragen, Feedback und Anmerkungen könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken an info@context-lab.ch. Hier zum Wochenschau-Beitrag: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013783/2021-01-07/

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