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Wirtschaftliche Freiheit

Norbert Berthold, Jörn Quitzau

Der Ökonomen-Podcast für wirtschaftspolitische Themen. Zielgruppe: Interessierte Nicht-Ökonomen und professionelle Volkswirte.

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  • 21 episodes
  • fortnightly
  • Avg 36 min
  • German
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  • Tuesday · 14 min

    #105: Hitzewelle und Klimapolitik - Anpassung an den Klimawandel

    Was folgt aus der Hitzewelle und den klimawandelbedingten Kosten? Manche fordern, der Klimaschutz solle verschärft und die Treibhausgasneutralität früher angestrebt werden. Doch dies bringt hohe volkswirtschaftliche Kosten mit sich, die an anderer Stelle, nämlich für die Investitionen in die Anpassung an den Klimawandel, fehlen. Letztlich geht es um das richtige Verhältnis von Vorbeugung und Anpassung, sagt Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).

  • August 17 · 25 min

    #104: Hitzewelle und Klimaschutzziele - Kühlen Kopf bewahren

    Am Ende des Hitzesommers stellt sich die Frage: Ist Nicht-Handeln beim Klimaschutz teurer als der Preis, den wir für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen bezahlen müssen? Wie ist vor diesem Hintergrund das deutsche Ziel zur Treibhausgasneutralität 2045 zu bewerten? Was wären die ökonomischen und ökologischen Effekte, wenn das Ziel auf 20250 verschoben wird? Darüber spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Prof. Dr. Manuel Frondel, Leiter des Kompetenzbereiches "Umwelt und Ressourcen" am RWI und außerplanmäßiger Professor für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Link zum im Podcast erwähnten Diskussionspapier: https://www.rwi-essen.de/fileadmin/user_upload/RWI/Publikationen/RWI_Materialien/rwi-materialien_172.pdf

  • July 27 · 49 min

    #103: China-Schock 2.0 und Deindustrialisierung

    Die deutsche Industrie leidet. Auto, Maschinen, Chemie sind in Not. In den letzten 5 Jahren hat das Verarbeitende Gewerbe mehr als 520.000 Arbeitsplätze abgebaut. 10.000 industrielle Arbeitsplätze gehen pro Monat verloren. Die Ursachen sind vielfältig. Ein Grund ist der China-Schock 2.0. Er trifft Deutschland hart. Sein Export-Mix überschneidet sich stark mit einem China, das bei mittel- und hoch-technologischen industriellen Massenprodukten wettbewerbsfähig geworden ist. Die deutsche Industrie, das produktive Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist im Niedergang. Die Chinesen sind inzwischen oft besser und billiger. Und sie sind sehr innovativ entlang der (vertikal integrierten) Wertschöpfungskette. Was sind die Gründe für diese Erfolgsgeschichte? Der Hinweis auf Subventionen ist nicht falsch, er greift aber zu kurz. Damit stellt sich die spannende Frage: Wie sollten Deutschland und vor allem die EU auf die chinesische Herausforderung reagieren? Laufen lassen, handelspolitisch restriktiv reagieren, strategische Abhängigkeiten verringern, weltweit mit mehr Freihändlern kooperieren oder einfach nur die nationalen Hausaufgaben machen? Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig.

  • July 8 · length unknown

    #102: Vorschläge der Alterssicherungskommission - Befreiungsschlag, mutiger Entwurf oder Nullnummer?

    Die Alterssicherungskommission hat geliefert. 33 Vorschläge sollen die Gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig sanieren. Besteht begründete Hoffnung, dass ein glaubwürdiger Reformprozess in Gang kommt? Schwerpunkte der Vorschläge sind: Länger arbeiten, neue Beitragszahler erschließen, Kapitaldeckung stärken, Nettoersatzquote sichern, Transparenz erhöhen. Die Meinungen über das Rentenpaket der Kommission gehen auseinander. Unterstützer meinen: Die (grobe) Richtung stimmt, der Gesamtentwurf ist mutig, die Reform ist nachhaltig. Kritiker bemängeln: Die Vorschläge greifen (oft) zu kurz, sind inter-generativ „ungerecht“ und kommen (meist) zu spät. Der Bundeskanzler hat angekündigt, die Bundesregierung wolle die Vorschläge 1:1 übernehmen. „Rosinenpicken“ soll ausgeschlossen werden. Die Erfahrung lehrt: Bei der konkreten Ausgestaltung der Gesetze kann viel passieren. Schauen wir mal! Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. (em.) Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU) Teilnehmer: Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Bernd Raffelhüschen ist Professor (em.) für Finanzwissenschaft, war Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019).

  • June 23 · 23 min

    #101: US-Zentralbank - Eine neue geldpolitische Ära

    Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, hat einen bemerkenswerten Start hingelegt. In seiner ersten Pressekonferenz betonte er nicht nur, dass die US-Zentralbank unter seiner Führung Preisstabilität liefern wird, er kündigte auch Reformen für fünf Themenfelder an. Die Reformvorschläge sollen in den nächsten Monaten von fünf Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Beginnt damit eine neue geldpolitische Ära? Verteidigt Kevin Warsh die Zentralbankautonomie gegen die politische Einmischung von Donald Trump? Prof. Dr. Michael Heise (HQ Trust) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).

  • June 16 · 50 min

    #100: Hat die Marktwirtschaft eine Zukunft? Und wenn ja, wie viele?

    Das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft steht unter Druck. Der Glaube an die Gestaltungsfähigkeit des Staates erlebt ein Comeback. Die deutsche Staatsquote von über 50% ist ein klares Zeichen. Wohin führt der Weg? Gibt es Beispiele für marktwirtschaftliche Kehrtwenden? Welches Modell könnte sich durchsetzen? In der Jubiläumsfolge diskutieren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg; Stiftung Marktwirtschaft), Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) u.a. über die Rolle der Demographie, der Digitalisierung/Künstlichen Intelligenz und des Parteiensystems.

  • May 27 · 43 min

    #99: Haushaltsloch trifft Subventionsboom - Haushaltsdefizite, Subventionsabbau, Widerstände

    Der Bundeshaushalt ähnelt einem Schweizer Käse. Die prognostizierten finanziellen Löcher werden von Jahr zu Jahr größer. Ab 2028 sollen sich die Defizite von fast 30 Mrd. Euro auf über 60 Mrd. im Jahr 2030 erhöhen. Trotz der Zweckentfremdung von Mitteln aus dem Sondervermögen und der Bereichsausnahme Verteidigung werden die Finanzlöcher im regulären Haushalt immer größer. Gleichzeitig leisten wir uns ein System ergiebiger Subventionen. Sie belaufen sich, je nach Schätzung, auf 150 – 320 Mrd. Euro pro Jahr. Viele Subventionen stehen in der Kritik. Oft sind sie ineffizient, klimaschädlich und sozial ungerecht. Ein Abbau würde drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Fehlanreize würden beseitigt, Haushaltslücken würden kleiner, mehr Mittel für Investitionen wären verfügbar. An Subventionen herrscht kein Mangel. Nur wenig Branchen sind nicht subventionsinfiziert, einige mehr, andere weniger. Die Schwerpunkte haben sich verändert. In neuerer Zeit dominiert der Klimabezug. Nicht alle Subventionen sind Teufelszeug (Olaf Sievert). Es braucht deshalb Regeln, welche von ihnen Bestand haben und welche zurückgeführt werden sollen. Einfach ist das nicht. Noch schwieriger ist allerdings, wie der Widerstand gegen den Abbau von Subventionen verringert werden kann. Die Machtverteilung von Gewinnern und Verlierern ist asymmetrisch. Einige Branchen leisten besonderen Widerstand. Das mussten Roland Koch und Peer Steinbrück schon vor 20 Jahren leidvoll erfahren. Wie lassen sich die Widerstände überwinden? Guter Rat ist teuer. Teilnehmer: Oliver Holtemöller ist stellvertretender Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Abteilung Makroökonomik am IWH. Seit Jahren ist er einer der Hauptakteure bei der Erstellung der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos AG) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.

  • May 17 · length unknown

    #98: Reformpolitik - Was kann Deutschland von Argentinien lernen?

    Javier Milei ist seit Dezember 2023 Präsident Argentiniens. Milei hatte im Wahlkampf radikale Reformen angekündigt, um Argentinien wieder auf Kurs zu bringen. Die Kettensäge hatte er zum Symbol seiner Reformagenda gemacht. In den zweieinhalb Jahren seit Amtsantritt hat sich die makroökonomische Lage Argentiniens deutlich verbessert. Was kann Deutschland von Argentinien lernen, um die Reformgeschwindigkeit in Deutschland zu erhöhen und die Weichen für mehr Wachstum zu stellen? Darüber spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Dr. Hans-Dieter Holtzmann, Leiter Südamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Buenos Aires.

  • April 26 · length unknown

    #97: Die geplante Gesundheitsreform - Großer Wurf oder Klein-Klein?

    Der Gesundheitssektor ist ein Wachstumsmarkt, er ist gesund. Die Gesetzliche Krankenversicherung produziert seit langem fiskalische Defizite, sie ist krank. Lange hat die Politik die Augen verschlossen, lange hat sie die Probleme mit Geld zugeschüttet. Nun hat sich die Bundesregierung entschlossen, das Gesundheitswesen zu reformieren. Die „Finanzkommission Gesundheit“ hat mit 66 Vorschlägen den Weg bereitet. Das Gesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf vorgelegt. Darin wird kleinteilig vorgeschlagen, wie es die Finanzierungsprobleme in den Griff bekommen will. Leitgedanke ist eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik. Das Ministerium stellt fest, was schon lange unstrittig ist, wir haben kein Einnahmeproblem, wir haben ein Ausgabenproblem. Der Schwerpunkt der Vorschläge liegt deshalb auf der Ausgabenseite. Ob dies nach dem Beschluss des Bundestages dann auch noch so ist, wird sich zeigen. Was vielfach übersehen wird: Noch geht es aber gar nicht um echte Strukturreformen. Die soll in einem 2. Schritt erst noch kommen, wenn sich die „Finanzkommission Gesundheit“ bis zum Ende des Jahres noch einmal geäußert hat. Teilnehmer: Christian Hagist ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar und Akademischer Direktor des „Center für Intergenerative Finanzwissenschaft (CIF)“. Er ist Experte für die langfristige Finanzierbarkeit der Sozialsysteme. Seine Karriere ist eng mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem „Forschungszentrum Generationenverträge“ (FZG) von Bernd Raffelhüschen verbunden, das mit ihm an die WHU umgezogen ist. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.

  • April 9 · 30 min

    #96: Energiepreisschock dämpft Aufschwungshoffnung - Ergebnisse der neuen Gemeinschaftsdiagnose

    Die deutsche Wirtschaft sollte dank der gelockerten Finanzpolitik endlich wieder wachsen. Doch nun droht der Energiepreisschock den Aufschwung wieder auszubremsen. Was sind die Folgen des Iran-Krieges für die Konjunktur und für die Preisstabilität? Und wie sieht es langfristig für die deutsche Volkswirtschaft aus? Über diese Fragen spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit dem Konjunkturforscher Prof. Dr. Holtemöller (IWH Halle, Universität Halle-Wittenberg), der maßgeblich an der Frühjahrs-Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute mitgewirkt hat.

  • March 29 · 23 min

    #95: Die "Klima-Urteile" - Warum sie nicht zu Ende gedacht sind

    Das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht haben vielbeachtete Urteile zum Klimaschutz getroffen. Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) hat dem Umweltökonomen Prof. Dr. Joachim Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) drei Fragen gestellt: Was haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht entschieden? (ab Minute 01:30) Lassen sich die Urteile umsetzen? (13:03) Was sind die Alternativen? (18:20)

  • March 23 · 46 min

    #94: Wettrennen der Supermächte - Überholt China die USA oder hört es auf zu wachsen?

    China ist wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte. Es hat im letzten halben Jahrhundert einen fulminanten wirtschaftlichen Aufholprozess hingelegt. Das Wachstum des Westens hinkte weit hinterher. China entwickelte sich von der billigen Werkbank und einem riesigen Absatzmarkt zum ernsthaften Rivalen. Der chinesische Weg der „Planwirtschaft mit wettbewerblichen Elementen“ war erfolgreich. Die wirtschaftliche Entwicklung in China setzte den reichen Ländern zu. Ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen, Vorprodukten und Gütern nahm zu. Heute dominiert China weltweit wichtige Branchen der Industrie. Das verschärft die Probleme des Westens. Der China-Schock verstärkt den Prozess der De-Industrialisierung schmerzhaft. Warum ist China wirtschaftlich so erfolgreich? In Europa, den USA und Japan geht die Angst um, China hole wirtschaftlich nicht nur auf, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es den Westen überhole. Der könnte technologisch ins Hintertreffen geraten und seine Zukunftsfähigkeit verlieren. Allerdings: Auch in China wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Seit über 10 Jahren erlebt es eine strukturelle Abkühlung. Die Wachstumsraten haben sich fast halbiert, liegen aber noch deutlich über denen des Westens. Was sind die Gründe? Stößt die staatliche Lenkung über 5-Jahres-Pläne an Grenzen? Erleidet China das Schicksal kommunistischer Planwirtschaften? Wird China alt, bevor es reich wird? Droht China das Phänomen der „Japanifizierung“ mit hoher Verschuldung und latenter Immobilienkrise? Die Teilnehmer: Markus Taube ist einer der führenden deutschen Experten für die chinesische Wirtschaft, Ostasienwirtschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Europa. Er lehrt und forscht an der Universität Duisburg-Essen, wo er den Lehrstuhl für Ostasienwirtschaft, insbesondere China an der Mercator School auf Management (MSM) innehat. Zusätzlich ist er Direktor der IN-EAST School of Advanced Studies (Institut für Ostasienwissenschaften) und Co-Direktor des Konfuzius-Instituts an der Universität. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.

  • February 28 · length unknown

    #93: Der vernachlässigte Kontinent - Afrika auf dem Weg nach Europa?

    Europa ist wirtschaftlich in Schwierigkeiten. Die Welthandelsordnung, ein Pfeiler seines Geschäftsmodells, zerbröselt. Daran ist nicht nur Donald Trump Schuld. Und Europa ist auf kritische Mineralien angewiesen. China nutzt die Abhängigkeit. Europa reagiert auf diese Entwicklungen mit Freihandelsabkommen. Ein Kontinent wird aber vernachlässigt: Afrika. Warum spielt der Kontinent, der (geographisch) größer ist als die USA, China und Indien zusammen, kaum eine Rolle in der europäischen Strategie? Was könnte Afrika wirtschaftlich Europa bieten? Wo hapert es in Afrika noch? Warum baut Europa viele Hindernisse gegenüber Afrika auf? Wie könnte Afrika ein wichtiger Freihandelspartner für Europa werden? Ist der neue „African Capitalism“ eine Antwort? Die Teilnehmer: Andreas Freytag ist ein profunder Kenner des afrikanischen Kontinents. Er ist Professor für Wirtschaftspolitik an der FSU Jena und Honorarprofessor an der Universität in Stellenbosch (Südafrika). Er ist auch Direktor von Tutwa Europe, einer Consulting Group, die zwar global ausgereichtet ist, durch die Expertise und Netzwerke von Andreas Freytag aber einen deutlichen Afrika-Bezug hat. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.

  • February 8 · length unknown

    #92: Gerechtigkeit - Was ist das?

    Die Welt verändert sich. Ökonomisch ist ein Prozess der „schöpferischen Zerstörung“ in Gang. De-Industrialisierung, Demographie, Digitalisierung, Dekarbonisierung treiben den Prozess. Altes verschwindet, Neues kommt. Sektorstrukturen verändern sich. Einkommen und Vermögen werden ungleicher verteilt. Institutionen, wie die Systeme der Sozialen Sicherheit, geraten in Schwierigkeiten. Überall gibt es Gewinner und Verlierer. Es sei ungerecht, kritisieren die Verlierer, dass sie die Lasten der Veränderung tragen müssen, während sich andere eine goldene Nase verdienen. Nur, was ist gerecht, was ist ungerecht? Woran sollte sich eine Gesellschaft orientieren, an der Ergebnis- oder eher der Chancengleichheit? Ist es ungerecht, wenn Einkommen und Vermögen inter-personell (sehr) ungleich verteilt sind? Was ist sinnvoller, um Ungleichheit zu verringern, (noch) mehr staatliche Umverteilung oder eine höhere soziale Mobilität? Woran sollte sich eine Gesellschaft orientieren, die Lasten des demographischen Wandels inter-generativ gerecht anzulasten? Wie sollte sie die umlagefinanzierten Systeme der Sozialen Sicherung reformieren? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU, Würzburg) im Gespräch mit Dr. Rainer Hank (FAS, Frankfurt)

  • February 3 · length unknown

    #91: Geoökonomie - Ein neues Spiel hat begonnen

    Das Jahr 2026 hat mit geopolitischen und geoökonomischen Paukenschlägen begonnen. Die USA sind nicht weiter der Anker der Weltwirtschaftsordnung. Der liberale Kapitalismus hat ausgedient. In der neuen Machtpolitik gelten andere Spielregeln. Doch was sind die neuen Spielregeln? Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) im Gespräch mit dem Geoökonomie-Experten und China-Kenner Prof. Dr. Sebastian Heilmann (Universität Trier). Lebenslauf Prof. Heilmann: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/politikwissenschaft/team/regierungslehre-politik-und-wirtschaft-chinas/team/heilmann-sebastian Und hier geht es zum im Gespräch erwähnten Buch "Geoeconomics: How Geopolitical Rivalries Reshape Global Markets": https://www.amazon.de/Geoeconomics-Geopolitical-Rivalries-Reshape-Markets/dp/3982790514

  • January 24 · length unknown

    #90: Erbschaftsbesteuerung: Wie sollte es weitergehen?

    Die öffentlichen Kassen sind klamm. Die Staatsschulden steigen. Der Staat braucht neue Einnahmen. Da geraten die Erbschaften in den Blick. Wir haben den Finanzwissenschaftlern Prof. Dr. Dominika Langenmayr (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) und Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg) unabhängig voneinander fünf Fragen gestellt: 1. Ist eine Erbschaftsteuer sinnvoll? 2. Wo sollte eine Reform ansetzen? 3. Wie sollte man mit den Steuersätzen verfahren? 4. Warum divergieren die Meinungen über die Erbschaftsteuer? 5. Was können wir vom Ausland lernen? Website Prof. Dominika Langenmayr: https://www.ku.de/wfi/vwf/team/prof-dr-dominika-langenmayr Website Prof. Bernd Raffelhüschen: https://www.experten.uni-freiburg.de/pr/experts/bernd-raffelhueschen Moderation: Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG)

  • January 9 · 37 min

    Vermögensungleichheit: Ein non-issue? - Der Podcast zum Blog-Beitrag

    Ungleichheiten polarisieren, mal mehr, mal weniger. Gesellschaften sind systemimmanent ungleich. Das gilt für Einkommen und Vermögen. Für viele Menschen ist Ungleichheit aber ungerecht. Aktuell stehen hohe Vermögen im Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem die Erben großer Vermögen erleben einen Shitstorm. Diese Vermögen seien „leistungslos“ und „unverdient“. Kritisiert werden hohe Vermögen auch, weil befürchtet wird, dass sie Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt erodieren. Es gelte immer mehr „one euro, one vote“. Die Kritik an hohen Vermögen hat aber noch einen profaneren Grund. In Zeiten von Haushaltskrisen und Investitionsstaus wird die Suche nach neuen Einkommensquellen intensiviert. Vermögen- und Erbschaftsteuern erscheinen vielen als eine einfach zu erschließende, kräftig sprudelnde Quelle. Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG). Den Blog-Beitrag von Prof. Norbert Berthold finden Sie hier: https://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=42450

  • Dec 4, 2025 · length unknown

    #88: Kritische Rohstoffe, China und der Westen: Sind Seltene Erden das „neue“ Öl?

    "Der Mittlere Osten hat Öl, China hat seltene Erden." (Deng Xiaoping, 1992) Die Globalisierung ist in der Defensive. Weltweite kooperative Lösungen werden brüchig. Teile der Welt tendieren zur Autarkie. Wirtschaftliche Macht dominiert. Mächtige Länder nutzen sie gezielt. Jeder denkt nur an sich. Internationale wirtschaftliche Abhängigkeiten können für (kleinere) Länder zur Falle werden. Der Handelskonflikt, den Donald Trump angezettelt hat, zeigt, das gegenseitige Vertrauen in die Verlässlichkeit schwindet. Handelskriege legen aber auch die starke Abhängigkeit des Westens von China offen. Chinesische Exportkontrollen für Seltene Erden sind nur die Spitze des Eisberges. Für den Westen ist es ein dèja vu. In den 70er Jahren schränkten Ölförderländer die weltweite Ölförderung ein. Wie heute die Welt von seltenen Erden abhängig ist, hing sie damals am Tropf des Öls. Ökonomisch bekamen die Ölkrisen der 70er Jahre dem Westen nicht. Das Ergebnis war eine Stagflation. Wiederholt sich die Geschichte? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JUM) im Gespräch mit Prof. Dr. Rolf J. Langhammer (IfW) Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.

  • Nov 14, 2025 · 41 min

    #87: Marktwirtschaft - ohne Attribute!

    Eine Krise jagt die nächste. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stagniert seit Jahren und der Wirtschaft fehlt inzwischen jegliche Dynamik. Wie findet Deutschland zurück in die Erfolgsspur? Naheliegend wäre es, die Marktwirtschaft zu entfesseln. Doch marktwirtschaftliche Lösungen haben es in Deutschland schwer. Woran liegt das? Ein Gespräch zwischen Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG) und Prof. Dr. Stefan Kooths (Kiel Institut für Weltwirtschaft), Autor des Buches "Marktwirtschaft" (https://shop.kohlhammer.de/marktwirtschaft-33598.html#147=19)

  • Nov 5, 2025 · 35 min

    #86: Emissionshandel unter Druck - Steht die (marktwirtschaftliche) Klimapolitik auf der Kippe?

    Der weltweite Klimawandel hält an. Die Klimapolitik versucht, ihn zu verlangsamen. Sie setzt auf viele Mittel. Goldstandard ist der Emissionshandel. Allerdings verändert sich gerade die öffentliche Diskussion über das „Klima“. Die Mehrheit der Bürger merkt, Klimapolitik ist teuer, in Deutschland sündhaft teuer. Nur: Für das weltweite Klima bewirkt sie (fast) nichts. Die Klimapolitik wird verdächtigt, den Prozess der De-Industrialisierung weiter anzuschieben und den wirtschaftlichen Niedergang zu beschleunigen. Diese Kritik trifft auch den europäischen Emissionshandel. Mehr De-Industrialisierung ist ein (hoher) Preis für fast nichts. Das weckt Widerstände gegen die Klimapolitik. Nun machen Teile der (energieintensiven) Industrie gegen den Zertifikatehandel mobil. Unternehmen, wie Evonik, fordern öffentlichkeitswirksam, ihn abzuschaffen. Das hat Folgen. Was bedeutet der aufziehende klimapolitische „Wettersturz“ für die Klimapolitik, den Emissionshandel und den Klimawandel? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Achim Wambach, PhD (ZEW) Die Teilnehmer: Prof. Achim Wambach, PhD ist seit April 2016 Präsident des ZEW und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Im Oktober 2024 wurde er in den Deutschen Ethikrat berufen. Er war von 2014 bis Juni 2022 Mitglied der Monopolkommission, von 2016 bis September 2020 ihr Vorsitzender. 2018-2019 war er Ko-Vorsitzender der Kommission „Wettbewerbsrecht 4.0“ des Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums. Er gehört außerdem dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an, dessen Vorsitz er von 2012 bis 2015 innehatte. Von 2015 bis 2018 war Achim Wambach Mitglied des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) der Bundesregierung sowie 2017–2018 des Wissenschaftlichen Beirats zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs beim Bundesversicherungsamt. Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.

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