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Society & Culture

WDR 5 Dok 5 - das Feature

WDR 5

Hochwertige Dokumentationen, investigative Reportagen, Eindrücke aus aller Welt: Dok 5 recherchiert, analysiert, zeigt verborgene Zusammenhänge auf und beleuchtet Hintergründe.

  • 244 episodes
  • Updated Friday

Episodes244

  • Nov 7, 2025 · 52 min

    Von der Rolle - Mangelware Papier

    Papier ist ein Allerweltsstoff: tonnenweise gebraucht für Bücher, Zeitungen, Flyer, Verpackungen. Eigentlich nichts Aufregendes. Doch seit zwei Jahren wird Papier knapp und immer teurer. Droht eine echte "Papierkrise"? Die Digitalisierung der Medien macht seit Jahren rasante Fortschritte: Handy statt Zeitungen, Wikipedia statt Brockhaus. Das bedeutet: es wird deutlich weniger Papier verwendet. Die Corona-Krise brachte einen zusätzlichen Einschnitt: Die Zahl der Anzeigenblättchen und Reklamezettel nahm drastisch ab. Schlecht für Papierindustrie und Druckereien. Doch nach dem Ende der Beschränkungen für den Einzelhandel drehte sich das Blatt: Die Briefkästen wurden binnen kürzester Zeit wieder geflutet – mit so viel Printwerbung, dass die Papierbranche nicht hinterherkam. Der während der Pandemie eingesetzte und anhaltende Boom des Online-Handels tat sein Übriges, der Absatz von Verpackungspapier und Kartonagen boomte. Papier wurde plötzlich zur Mangelware. Und dann neues Ungemach: Explodierende Strom- und Gaspreise, die Herstellern und Druckereien massiv zu schaffen machen. Wird Papier über kurz oder lang von der Massenware zum Nischenprodukt? Ein Feature von Ulrich Land. Produktion: WDR 2023

  • Oct 31, 2025 · 53 min

    Putsch in Chile – Pinochets deutsche Paten

    Der Sturz Salvador Allendes durch das chilenische Militär bewegte im September 1973 die Welt. Wenig bekannt war bislang die Rolle deutscher Nazis beim Staatsstreich und Aufbau des Unterdrückungsapparates. Nicht nur das Weltbild von Hitler bewundernden Offizieren und zahlreichen Deutsch-Chilenen war Nährboden der Pinochetdiktatur. Anders als von Historikern jahrzehntelang vermutet, brachte der als Kriegsverbrecher gesuchte ehemalige SS Standartenführer Walther Rauff vor und nach dem Putsch an zentraler Stelle seine Erfahrungen bei der Vernichtung Oppositioneller ein. Rauff war 1958 vom Bundesnachrichtendienst rekrutiert worden, um "die Ausbreitung des Kommunismus auf dem amerikanischen Subkontinent möglichst zu verhindern". Erstmals bestätigen Zeugen aus dem chilenischen Geheimdienst seine führende Rolle bei der Organisation systematischer Folter und dem Verschwindenlassen. Andere "Alte Kameraden" halfen dem Regime bei der Beschaffung von Waffen und Giftgas. Erstmals zugängliche Dokumente zeigen, dass auch die deutsche Colonia Dignidad dabei eine weit wichtigere Rolle spielte, als bislang öffentlich wurde. Die Recherchen wurden von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert. Ein Feature von Wilfried Huismann. Produktion: WDR 2023

  • Oct 30, 2025 · 52 min

    Grüne Adern – Wie Ökokorridore Natur vernetzen

    Die Natur kehrt zurück! Dank dem Schutz von Biotopen und dem Jagdverbot für bedrohte Arten, können sich die Populationen von Wildkatze, Otter, Biber und viele andere bereits ausgestorbene Arten erholen. Doch solange die einzelnen Schutzgebiete nicht miteinander verbunden sind, hat die Natur keine Chance auf eine dauerhafte Rückkehr. Das hat auch die EU erkannt und will die verschiedenen Schutzgebiete durch Ökokorridore verbinden. Dieser Biotopverbund ist einer der Schlüsselfaktoren der EU-Biodiversitätsstrategie. Doch bei der Umsetzung sind einige Hindernisse zu überwinden. Nicht nur Autobahnen, Städte und Kohlegruben, sondern auch unterschiedliche Ansätze in den verschiedenen EU-Ländern sowie Vorbehalte in der Bevölkerung. Das Feature folgt Wildkatze und Co und zeigt, wie diese Hürden zwischen dem Naturpark Maas-Schwalm-Nette an der niederländischen Grenze und der Eifel bewältigt werden können. Ein Feature von Katharina Nickoleit. Produktion: WDR 2023

  • Oct 30, 2025 · 51 min

    100 Jahre Schweigen – Deutsches Giftgas in Marokko

    Es war weltweit der erste Giftgasangriff aus der Luft: 10 000 Behälter Giftgas "Made in Germany" wurden innerhalb von drei Jahren über dem Rif-Gebiet im Norden Marokkos abgeworfen. Spanien und Frankreich führten in den 1920er Jahren Krieg gegen die dortige Bevölkerung. Das Giftgas "Lost" wurde von einem deutschen Chemiker entwickelt, obwohl dies laut Versailler Vertrag verboten war. // Von Andrea Geißler, Christiane Kreiner, Dunja Sadaqi/ HR 2023/ www.radiofeature.wdr.de Anlässlich der neuen ARD-Hörspielserie Lamyas Buch der Scharlatane veröffentlichen wir das Feature „100 Jahre Schweigen – Deutsches Giftgas in Marokko“ erneut. Das Hörspiel greift die historischen Ereignisse im Rifgebirge der 1920er-Jahre auf: Als Lamya mit ihrer kranken Schwester in die marokkanische Heimat reist, entdeckt sie ein verborgenes Kapitel kolonialer Gewalt – und ein dunkles Familiengeheimnis. Unsere Podcast-Empfehlung: Lamyas Buch der Scharlatane https://1.ard.de/Lamya

  • Oct 24, 2025 · 48 min

    Atompoker mit Russland

    Die Firma ANF im niedersächsischen Lingen produziert Brennelemente für Atomkraftwerke in Westeuropa beliefert mit russischem Uran. Jetzt soll eine direkte Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom auf den Weg gebracht werden. Das russische Uran wird über den Rotterdamer Hafen bis zur Brennelemente-Fabrik ins Emsland transportiert - ganz legal, denn Sanktionen für Uran hat die EU bisher nicht beschlossen. Trotz des Krieges in der Ukraine steigen die Mengen. ANF ist eine Tochter des französischen Kernenergiekonzerns Framatome, weltweit einer der größten im Nukleargeschäft. Um zukünftig auch osteuropäische Reaktoren beliefern zu können, will Framatome mit Rosatom kooperieren. Ein stark umstrittenes Projekt. Denn bei der Produktion von Brennelementen könnten Spionage und Sabotage drohen, mit katastrophalen Auswirkungen. Über den Antrag von Framatome/ANF muss nun die Politik entscheiden. Dabei geht es um mehr als ein Geschäftsprojekt. Diese Entscheidung dreht sich um die Frage: Wird Deutschland seine innere und äußere Sicherheit aufs Spiel setzen? Ein Feature von Maike Hildebrand und Karl Amannsberger. Produktion DLF/WDR 2025

  • Oct 17, 2025 · 49 min

    Staatsschulden gegen Naturschutz – Wie sinnvoll sind Debt-for-nature Swaps?

    Die Galápagosinseln – ein einzigartiges Naturparadies mitten im Pazifik, das zum Inbegriff biologischer Vielfalt geworden ist: Riesenschildkröten, Darwinfinken, Seelöwen – sie alle leben hier, viele von ihnen nirgends sonst auf der Welt. Doch das Paradies ist bedroht: durch Klimawandel, Tourismus, Überfischung und organisierte Kriminalität. Und es fehlt an Geld, um das fragile Ökosystem wirksam zu schützen. Ein sogenannter Debt-for-nature Swap soll helfen. Ecuador, hochverschuldet und finanziell unter Druck, erhält durch einen innovativen Deal Schuldenerleichterung – im Gegenzug verpflichtet sich das Land, Millionen in den Schutz der Galápagosinseln zu investieren. Es ist das bislang größte Geschäft dieser Art weltweit. Doch was wie eine Win-Win-Situation klingt, wirft kritische Fragen auf: Wer profitiert tatsächlich von diesen Tauschgeschäften – die Natur, die lokale Bevölkerung oder doch internationale Banken und Stiftungen? Warum wurde die Öffentlichkeit auf den Inseln erst informiert, als der Vertrag bereits unterschrieben war? Und was bedeutet es, wenn internationale Organisationen und Investoren entscheiden, wie und wo Artenschutz stattfinden soll? Das Feature zeichnet ein vielschichtiges Bild eines Deals, der Hoffnung und Misstrauen gleichermaßen weckt – und stellt die Grundsatzfrage: Können Finanzinstrumente aus der Welt der Hochfinanz die Lösung für den globalen Arten- und Klimaschutz sein? Ein Feature von Sophia Boddenberg. Produktion WDR 2025 Unsere Podcast-Empfehlung: Weltspiegel Podcast https://1.ard.de/weltspiegel_podcast?cp=dok5

  • Oct 10, 2025 · 1 hr 1 min

    "Don`t Say Gay" und Ron DeSantis - Wie ein Gesetz Queers in Florida bedroht

    In Florida hat ein Gesetz von Ron DeSantis einen erbitterten Identitätskampf ausgelöst. Es gehe dabei lediglich um den Schutz von Kindern, sagen die Ultrakonservativen. Kritiker*innen sagen, dass damit in Wirklichkeit das Sprechen über sexuelle Identität und Vielfalt verhindert werden soll.// Von Mohamed Amjahid/ WDR 2023/ www.radiofeature.wdr.de

  • Oct 3, 2025 · 52 min

    Die Vertriebenen von Louisiana – Wie Landzerstörung Indigene zur Umsiedlung zwingt

    Der Anstieg des Meeresspiegels zwingt Menschen auf der ganzen Welt zur Flucht - von Bangladesch bis in den USA. An der Südküste Vereinigten Staaten, unweit von New Orleans, versinken ganze Landstriche im Golf von Mexico. Die Landmasse der vor allem von Indigenen bewohnte Isle de Jean Charles ist in rund sechzig Jahren um 98 Prozent geschrumpft. Aber weder Anstieg des Meeresspiegels noch die Wirbelstürme sind die Hauptursachen, sondern die von Öl- und Gasgesellschaften gebauten Kanäle. Durch sie dringt Meerwasser ein und erodiert das Land. Dennoch wurde die Insel vom Deichschutz ausgeschlossen. Begründung: Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht nicht auf. 2016 hat die Obama Regierung 48,2 Millionen Dollar für die Umsiedlung bereitgestellt und die Bewohner als Klimaflüchtlinge eingestuft. Der Staat Louisiana übernahm die Leitung des Umsiedlungsprojekts und ging kaum auf die Wünsche der Indigenen ein. Bis Ende 2022 sind knapp 100 Einwohner in die 40 Meilen nördlich neu erbaute Siedlung umgezogen. Sie sehen sich aber nicht als Flüchtlinge, sondern als abermals von ihrem Land Vertriebene. Ein Feature von Egon Koch. Produktion: WDR/DLF/HR/ORF 2023

  • Sep 26, 2025 · 53 min

    Merch, Marketing und Musik – Das Geschäft mit den Fans

    Wir leben in einer Zeit, in der Musikhören fast nichts kostet. Trotzdem geben Musik-Fans so viel Geld für ihre Stars aus wie nie zuvor. Das Geschäft mit Merchandise-Artikeln boomt – und viele wollen daran mitverdienen. Auf Konzerten stehen Fans Schlange, um ein Armband, T-Shirt oder Socken mit dem Namen ihres Idols zu ergattern. In sozialen Netzwerken präsentieren junge Pop-Fans ihre Merchandise-Sammlungen, für die sie manchmal mehrere tausend Euro ausgegeben haben. Gerade in einer Zeit, in der Fans ihre Lieblingsband nicht mehr unbedingt durch den Kauf einer CD mitfinanzieren, spielt das Geschäft mit Merchandise eine wichtige Rolle. Es ermöglicht so manch einer Band erst, überhaupt auf Tour zu gehen. Allerdings wollen immer mehr Beteiligte daran verdienen – vom Plattenlabel bis zum Hallenbetreiber. Dok 5 trifft Musikerinnen und Musiker, Merchandiser und Fans und spricht mit Plattenfirmen und Merch-Produzenten über das Geschäft mit Fan-Artikeln. Ein Feature von Annelen Bergenthum. Produktion: WDR 2025 Unsere Podcast-Empfehlung: Meilensteine – Alben, die Geschichte machten https://1.ard.de/SWR1_Meilensteine

  • Sep 19, 2025 · 47 min

    Gender und Race in der Medizin – Weiße Männer klar im Vorteil

    Eine junge Frau mit Thrombose, die trotz Schmerzen abgewiesen wird. Eine Betroffene mit Endometriose, deren Beschwerden jahrzehntelang nicht ernst genommen werden. Eine nichtbinäre Person, die unter Nebenwirkungen ihrer Hormontherapie leidet – was kaum erforscht ist. Das WDR-Feature „Gender und Race in der Medizin“ erzählt eindringlich von Patientinnen, die an den Grenzen eines Gesundheitssystems scheitern, das den „weißen Mann“ noch immer als medizinische Norm begreift. Die Folgen: Fehldiagnosen, unpassende Therapien – und im schlimmsten Fall Lebensgefahr. Autorin Sarah Mahlberg beleuchtet im Feature, wie strukturelle Ungleichheit in der medizinischen Forschung und Praxis wirkt – oft unbewusst, aber mit ernsthaften Konsequenzen. Sie spricht mit Expertinnen wie Prof. Vera Regitz-Zagrosek und Prof. Turu Stadler, die sich für eine geschlechtersensible und diversitätsgerechte Medizin einsetzen. Denn es macht einen Unterschied, welches Geschlecht, welche Hautfarbe oder welches soziale Umfeld ein Mensch hat – in der Diagnose, bei Medikamentendosierungen oder im Arztgespräch. Ein Feature von Sarah Mahlberg. Produktion: WDR 2025

  • Sep 15, 2025 · 8 min

    Podcast-Empfehlung: Deep State – vom Elite-Soldaten zum Reichsbürger

    Im neuen Podcast-Kanal "Hateland" der ARD begibt sich Gastgeber Louis Klamroth zusammen mit ARD-Reporterinnen und -Reportern an den extremen und radikalen Rand der Republik. Warum radikalisieren sich Menschen und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? In der ersten Staffel “Deep State – Vom Elite Soldaten zum Reichsbürger” geht es um eine mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung. Die sogenannte "Gruppe Reuß" soll einen bewaffneten Umsturz geplant haben. Sie soll Waffen besessen und vorgehabt haben, ein eigenes Militär aufzubauen. Im Zentrum mit dabei: Der ehemalige Fallschirmjägerkommandeur Rüdiger von Pescatore – mutmaßlicher Oberbefehlshaber einer "neuen deutschen Armee". Alle Folgen findet ihr in der ARD Audiothek: https://1.ard.de/dok5-feature-empfehlung-deep-state

  • Sep 12, 2025 · 53 min

    Die Mühen der Ebenen – Kann Pflanzenkohle Klima und Böden retten?

    Mit Pflanzenkohle lässt sich CO2 aus der Atmosphäre entfernen. Außerdem soll sie Böden fruchtbarer machen – ein Doppelnutzen also, wenn man den Versprechungen glaubt. Ist sie die Klimalösung, die wir so dringend brauchen? Davon ist der Schwammerlmichi überzeugt – ein sympathischer Campingplatzbewohner, Tüftler und Pilzexperte aus Südbayern. Mit ansteckender Begeisterung erklärt er unserem Autor die mehrfachen Vorteile der Pflanzenkohle und träumt davon, sie auf allen Äckern der Welt zu verbreiten. Eine Recherchereise beginnt. Das Vorbild stammt aus dem Amazonas-Regenwald: „Terra Preta“ ist eine seit Jahrtausenden ungewöhnlich fruchtbare Erde. Ihr Geheimnis: Verkohltes Pflanzenmaterial, das Menschen dort vor langer Zeit eingearbeitet haben. Diese indigene Technik inspiriert heute weltweit dazu, Böden mit Pflanzenkohle zu verbessern. Weil Pflanzenkohle außerdem CO2 dauerhaft bindet, also eine Kohlenstoff-Senke ist, erlebt die Idee in den letzten Jahren einen Boom in Forschung und Praxis. Das Klima retten, indem man die Böden rettet – ein bestechendes Konzept. Für den Schwammerlmichi ist die Sache jedenfalls klar: Er will dieser scheinbar ultimativen Lösung zum Durchbruch verhelfen. Doch warum ist das bloß so schwer? Ein Feature von David von Westphalen. Produktion: WDR 2025 Unsere Podcast-Empfehlung: Hateland, 1. Staffel Deep State – vom Elite-Soldaten zum Reichsbürger: https://1.ard.de/dok5-podcast-empfehlung-hateland

  • Aug 29, 2025 · 53 min

    Zu nass oder zu trocken? Wirtschaftsfaktor Regen

    Mal regnet es zu viel und mal zu wenig, das war schon immer so. Neu ist aber die Erkenntnis, dass Niederschläge vor allem in den Industrienationen enorme Einflüsse auf Wirtschaftswachstum und Wohlstand haben. Im Frühjahr 2023 verabschiedete die Bundesregierung bereits eine Nationale Wasserstrategie, auch um (land-)wirtschaftliche Betriebe mit ausreichend Wasser zu versorgen. In der Praxis stellen sich Bauern und Unternehmen schon länger auf unberechenbare Niederschläge ein. Landwirte versuchen mit speziellen Systemen, wertvolle Niederschläge nachhaltiger zu nutzen und langfristig Ernten zu sichern. Bauherren senken in modernen Siedlungen mit cleverem Regenmanagement ihre Betriebskosten und unterstützen Städte beim Schutz vor Starkregen. Und für Privatleuten gibt es eine Fülle Tipps, um Regen zu sammeln, mit smarter Technik tröpfchengenau zu bewässern und dabei Trinkwasser und Abwasserkosten zu sparen. Dok 5 berichtet über Akteure, die den Regen mitdenken. Ein Feature von Heike Sicconi. Produktion WDR 2023

  • Aug 28, 2025 · 1 min

    Trailer: "Losing my religion?" – neues ARD Radiofeature

    Wütende bärtige Männer und tief verschleierte Frauen - diese Bilder tauchen bei vielen im Kopf auf, wenn es um Musliminnen und Muslime geht. Die Annahme ist häufig: Muslime sind zum größten Teil fromm. Außerdem prägen wenige Radikale das Bild in der Öffentlichkeit. "Losing my religion? – Doku über Muslime, die mit dem Glauben ringen" in der ARD Audiothek hören: https://1.ard.de/losing-my-religion

  • Aug 22, 2025 · 53 min

    Strafkolonie der Frauen – Politische Gefangene in Belarus erzählen

    Kontakte zur Außenwelt sind kaum möglich. Briefe kommen nur selten. Geben Angehörige Informationen weiter, drohen ihnen und den Insassen Repressalien. Also schweigen die meisten. So lässt Lukaschenkas Regime politische Gefangene verschwinden. Frauen in weißen Kleidern mit Blumen in den Händen – sie waren 2020 Symbol der friedlichen Proteste gegen Machthaber Lukaschenka. Der Staatsapparat reagierte mit Gewalt - und schlug die Proteste nieder. Seitdem wird „aufgeräumt“. Verhaftungen gehören zur Tagesordnung. Gerichte tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Selbst die Anklagen bleiben geheim. Die Urteile: meist langjährige Haftstrafen. Einige der Frauen, die nach den Protesten 2020 verurteilt wurden, konnten nach ihrer Entlassung das Land verlassen. Sie brechen nun ihr Schweigen und berichten vom Leben in belarussischen Strafkolonien und Gefängnissen. Hier scheint die Stalinära wieder aufzuleben. Ein Feature von Inga Lizengeviс. Produktion: DLF 2024

  • Aug 15, 2025 · 56 min

    Warum mehr Platz nicht reicht – Nutztierhaltung auf neuen Irrwegen?

    Vegetarische und vegane Ernährung sind im Trend, aber der Verzehr tierischer Produkte bleibt hoch. Unsere Fleisch- und Milchprodukte stammen dabei oft von Tieren, die unter schmerzhaften Krankheiten leiden – selbst in den höheren Haltungsstufen. Um den Hunger nach Fleisch, Milch und Eiern zu decken, leben mehr als 33 Millionen Schweine, Rinder und Schafe, auf deutschen Höfen, dazu kommen fast 170 Millionen Nutzvögel, wie Hühner und Puten. Viele von ihnen leiden an sogenannten Produktionskrankheiten, die vor allem durch Fehler bei Ernährung und Pflege empfindlicher Hochleistungstiere verursacht werden. Euterentzündungen, Klauenentzündungen und Brustbeinbrüche bei Hühnern sind einige davon, die den Tieren erhebliche Schmerzen bereiten. Während Handel und Politik auf Haltungsstufen setzen, bleiben die Krankheiten weitestgehend außer Acht. Denn mehr Platz und Freiluft allein bieten keinen Schutz vor Produktionskrankheiten, die auch in der Biolandwirtschaft auftreten. Was unternehmen die Landwirte, um das Leiden der Tiere wirksam zu lindern? Ein Feature von Jantje Hannover. Produktion: WDR 2025 Unsere Podcast-Empfehlung: Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:46d18a91c497e143/

  • Aug 12, 2025 · 52 min

    Die Frau, die sich Steve nannte - Flüchtlingskind, Computerpionierin, Dame des britischen Empires

    Mit fünf Jahren sitzt Vera Buchthal in einem Zug nach England. Damit entkommt die Jüdin den Nazis. Später ändert sie ihren Namen und steigt zur Multimillionärin auf. Sie überlebt ihren eigenen Sohn und verschenkt den Großteil ihres Vermögens. Am 9. August 2025 ist sie im Alter von 91 Jahren gestorben. Sie musste ihr Leben lang kämpfen. Dass die Queen sie einst für ihre Verdienste um Wirtschaft und Gleichberechtigung adeln und zur „Dame Commander of the Order of the British Empire“ ernennen würde, war nicht absehbar als das in Dortmund geborene Flüchtlingskind Vera Buchthal nach zweitägiger Fahrt mit ein paar Brocken Englisch an der Londoner Liverpool Street Station stand. Um ihre mathematische Begabung nicht verkümmern zu lassen, musste sie Kurse an einer benachbarten Jungenschule nehmen. Als Programmiererin stieß sie bei der britischen Post schnell an eine „gläserne Decke“, die Frauen den Aufstieg verwehrte. Als Stephanie Shirley gründete sie eine der ersten Softwarefirmen der Insel, beschäftige ausschließlich Frauen in Heimarbeit, die so Familie und Beruf verbinden konnten, programmierte die Black Box der Concorde und musste Geschäftsbriefe doch lange mit dem geschlechtsneutralen „Steve“ unterschreiben um Aufträge zu bekommen. Durch einen Börsengang zur drittreichsten Frau Großbritanniens, steckte sie nach dem Tod ihres autistischen Sohnes mehr als 60 Millionen Pfund in die Erforschung der Krankheit. Ihr philanthropisches Engagement begründet die nun 90-jährige mit ihrer Geschichte: „Ich muss die Tatsache rechtfertigen, dass mein Leben gerettet wurde.“ Ein Feature von Maximilian Schönherr, WDR 2016

  • Aug 1, 2025 · 53 min

    Freiheit unter Dschihadisten? Reise in den syrischen Frühling

    Nach dem Sturz Assads besetzt eine kleine Gruppe Dschihadisten aus Idlib Syriens Ministerien, Verwaltungen und Sicherheitskräfte. Die Hoffnung des arabischen Frühlings auf einen alternativen Zugang zur Demokratie scheint sich abermals nicht zu erfüllen. Im Frühling 2025 fährt der Autor nach Damaskus, das er 2018 zuletzt besuchte; damals noch ständig überwacht von Begleitern und Geheimdienstlern des siegreichen Assad-Regimes. Die Dschihadisten, die vor sieben Jahren aus den zerstörten Vierteln der Hauptstadt ins nordsyrische Idlib abzogen, sind mittlerweile an der Macht – offensichtlich unterstützt und angeleitet durch die Türkei. Vertreter von Minderheiten und Zivilgesellschaft klagen über systematische Verfolgung und willkürliche Tötungen. Und auch der Autor gerät, je länger er in Damaskus recherchiert, mehr und mehr in den Fokus eines neuen Überwachungssystems, kenntnisreich organisiert von langjährigen Assad-Seilschaften, die sich dem neuen Regime nun unterstellen. Ein Feature von Beatrix Ackers. Produktion: Deutschlandfunk/WDR 2025

  • Jul 25, 2025 · 52 min

    Liebe, Likes und Luftschlösser – Das Geschäft mit dem Heiraten

    Die Traumhochzeit findet sich in den Sozialen Netzwerken: zig perfekt inszenierte Trauungen. Viele angehende Eheleute wünschen sich das so, leisten können sich viele das nur schwer, denn Heiraten ist teuer geworden – ein Millionengeschäft. Eine atemberaubende Location, ein perfekt abgestimmtes Deko-Konzept und ein aufwändiges Gala-Dinner soll es sein. Für jeden Punkt auf der langen Liste des Hochzeitsbedarfs gibt es online Inspiration. Das weckt in vielen Paaren den Wunsch nach einer ähnlichen "Traumhochzeit". Soziale Medien bieten dabei nicht nur etablierten Agenturen, sondern auch kleinen Dienstleistern die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Und das funktioniert: das Hochzeitsgeschäft boomt. Eine Hochzeit wird heute schnell teurer als ein Kleinwagen. Dok 5 traf Dienstleister, die online ihren Teil der „Traumhochzeit“ anbieten und Paare, die versuchen, ihre Wünsche ans eigene Budget anzupassen. Ein Feature von Annelen Bergenthum. Produktion: WDR 2023

  • Jul 18, 2025 · 43 min

    Wahlen in Deutschland – Genau hingeschaut

    Im September wählt NRW. Obwohl unsere Wahlen als korrekt gelten, tauchen im Vorfeld regelmäßig Vorwürfe des Wahlbetrugs auf. Autor Ulli Schauen hat mehrere Wahlen als Wahlbeobachter begleitet. Wie sicher sind Wahlen tatsächlich in Deutschland? Was ist, wenn Manipulationsversuche durch demokratiefeindliche Gruppen und aus dem Ausland zunehmen? Und was, wenn versucht wird, das Vertrauen in die Wahlen systematisch zu unterhöhlen? Im Feature ist der Autor selbst als Wahlbeobachter unterwegs, bei Kommunalwahlen und Landtagswahlen, bei der Europawahl und auch der vergangenen Bundestagswahl. Er ist im Wahllokal und bei der Auszählung dabei. Dabei blickt er auf den enormen logistischen Aufwand bei Wahlen in unserer Demokratie und fragt dabei auch, wo die Schwachstellen im Wahlprozess liegen. Wo könnte manipuliert werden? Wo sind Wahlen verletzlich, wo müsste nachgebessert werden? Und auch: Wie kann das Vertrauen in demokratische Wahlen gestärkt werden? Ein Feature von Ulli Schauen. Produktion: DLF 2025