
#58 Eine von drei Müttern kommt nicht zurück. Wie gutes Karenzmanagement gelingt - mit Tabea Reicher
Susanne ist zu einem Pitch gefahren und hat die Babysitterin mitgenommen. Sie hat drinnen präsentiert, das Baby war draußen im Auto, danach kurz am Parkplatz gestillt und heim. So sah ihr Wiedereinstieg aus. Ines hat zwischen zwei Kindern mehrfach bei Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer angerufen, weil sie wissen wollte, ab wann sie wieder arbeiten darf. Zwei Wege, die mit dem, was die meisten Mütter in Österreich erleben, wenig zu tun haben. Deshalb haben wir Tabea dazugeholt. Sie hat ihr Unternehmen aus der eigenen Elternkarenz heraus gegründet, nachdem sie über eine Zahl gestolpert ist: Eine von drei Müttern kommt nach der Karenz nicht zurück. Sie hat die persönlichen Geschichten dahinter beiseitegeschoben und sich das betriebswirtschaftlich angesehen. Fluktuation kostet bis zu 90 Prozent eines Bruttojahresgehalts. Wir reden über die drei Gründe, die Eltern immer wieder nennen, über das Dreiphasenmodell, über U-Boote im Team und darüber, warum eine Rückkehrquote von 90 Prozent am Papier gut aussieht und trotzdem nichts aussagt. Zahlen aus der Folge: Mütter sind in Österreich im Schnitt 416 Tage in Karenz, Väter 9 Tage Rund 70 Prozent der Mütter arbeiten Teilzeit, jede zweite Frau insgesamt Vor 50 Jahren waren 35 Prozent der Frauen erwerbstätig, heute rund 70 Prozent Laut StepStone arbeiten 50 Prozent der Frauen nach der Karenz nicht mehr auf ihrer ursprünglichen Position, jede fünfte unter ihrer Qualifikation Vor 10 bis 15 Jahren gaben 60 Prozent der Väter an, mehr Zeit mit den Kindern verbringen zu wollen. Ihre Arbeitszeit haben sie nicht reduziert tabea@allesbisschenviel.at www.linkedin.com/in/tabeareicher www.allesbisschenviel.at vereinbarkeitnext


















