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Unter Büchern mit Katrin Schumacher

Mitteldeutscher Rundfunk

Aktuelle Buchbesprechungen, Interviews mit Autoren, Neues vom deutschen und internationalen Buchmarkt und von Büchermenschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen … In „Unter Büchern“ taucht Literaturkritikerin Katrin Schumacher für MDR KULTUR jede Woche in die Welt der Bücher ein.

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  • Today · 57 min

    Neue Romane von Annika Büsing und Hendrik Bolz

    Die Bücher der Sendung: Annika Büsing: "Magisch": Mehrfach ausgezeichnet für den Roman "Nordstadt" ist das bereits ihr vierter Roman. Vorgestellt von Rainer Moritz Hendrik Bolz: "Aus Ruinen": Das neue Buch von dem Rapper, Podcaster und Bestseller-Autor ist eine Fortsetzung von "Nullerjahre". Vorgestellt von Kais Harrabi Lauren Groff: "Raufbold": Die Schriftstellerin wurde in Cooperstown, New York, geboren – jenem Ort, den man am ehesten mit dem amerikanischen Nationalschriftsteller James Fenimor Cooper in Verbindung bringt. In ihrem ersten Roman "Die Monster von Templeton" nimmt sie darauf Bezug. Ihr neues Buch vereint Kurzgeschichten, von Stefanie Jacobs ins Deutsche übersetzt. Vorgestellt von Ulrich Rüdenauer Franziska Haug (Hg.): "bin weiblich, bin männlich, doppelt": Das Queere ist vor allem in der Popkultur zu einer Chiffre für das Andere, Neue und auch Widerständige schlechthin geworden. Aber war es das womöglich auch schon in der DDR? Vorgestellt von Jörg Schieke Irvine Welsh: "Men in Love": An Trainspotting erinnert sich bestimmt jeder, zumindest an die völlig durchgeknallte Verfilmung von Danny Boyle. Der Autor hat die Helden des Romans in drei weiteren Büchern gefeiert und jetzt kommt in deutscher Übersetzung das vierte, übersetzt von Stephan Glietsch. Vorgestellt von Stefan Maelck Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart. "Kritik der Pinie" – so wird er heißen, der in diesem Herbst erscheinende neue Gedichtband von Durs Grünbein. Er liest das Gedicht "Kaleidoskop" aus dem Buch: "Die Jahre im Zoo".

  • September 23 · 1 hr 24 min

    Heike Geißler und ihr Roman "Michaela Kohlhaas"

    Heike Geißlers Roman "Michaela Kohlhaas" ist eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt. Heike Geißler, die im Herbst den Sächsischen Literaturpreis bekommen wird, denkt gemeinsam mit Moderatorin und Unter-Büchern-Host Katrin Schumacher darüber nach und vertont einen Teil ihres Textes. Eine Aufzeichnung aus dem Societätstheater vom 16. September 2026 – und eine Kooperation mit dem Dresdner Festival "Literatur JETZT!"

  • September 16 · 57 min

    Lyrik, Prosa und Poem: experimentelle Texte im Bücherherbst

    Die Bücher der Sendung: Kerstin Preiwuß: Rodeo Der neue Gedichtband der Leipziger Dichterin und Professorin am Deutschen Literaturinstitut führt in die Biografie von Kay. Daraus entsteht ein irrer Ritt mit Vokabeln aus Politik, Geschichte, heutigem Medienbetrieb und sehr vielen Pop-Zitaten. Jörg Schieke stellt den Gedichtentwurf vor, der sehr wagemutig aufs Große und Ganze geht – auf das, was in deutscher Lyrik heute an Brüchigkeit, an Assoziationskraft, auch an Rücksichtslosigkeit möglich ist. Siri Ranva Hjelm Jacobsen: Meeresbriefe In ihrem ökozentrischen Prosapoem zieht uns die dänische Autorin in eine Korrespondenz zwischen den beiden Schwestermeeren Atlantik und Mittelmeer. In den Briefen erfahren wir vom Plan: endlich wieder zu einer einzigen Wassermasse zusammenzuwachsen, die dann die Erde bedeckt. Zart und klar kommt diese maritime Poesie daher – Katrin Schumacher stellt sie vor. Wagnis Verlagsgündung: Wasser publishing Einen Verlag zu gründen, ist ein mutiges Unterfangen, das Stefanie Jaksch vor anderthalb Jahren gewagt hat. Nun legt sie das dritte Programm vor. Darüber und über das Verlegen überhaupt ist sie im Gespräch bei "Unter Büchern". Björn Hayer (Hg.): Aus einer geschützten Ecke heraus lässt du den Raum entstehen In diesem Band versammelt sich utopische Dichtung der Gegenwart: Zeitgenössische Lyriker*innen suchen nach Hoffnungspoetiken. Sie hinterfragen die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt, kreieren neue Welten und scheuen nicht vor Kritik am Utopischen zurück. Jörg Schieke stellt die Anthologie vor.

  • September 9 · 54 min

    Shida Bazyar, Monika Maron und eine neue Biografie über Thomas Mann

    Bücher der Sendung: Shida Bazyar: "Die Lücken" Gerade wurde bekannt, dass dieser Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht: als Anwärter für einen der fünf besten Romane des Jahres. Er spielt in dem fiktiven Dorf Heimesbach im Hunsrück. Es ist kein Geheimnis, dass Hermeskeil, Shida Bayzars Heimatstadt, dafür Pate gestanden hat. Es geht um das Schweigen nach den Verbrechen im Nationalsozialismus, die im Titel erwähnten "Lücken", die dieses Schweigen produziert und die Verantwortung, die es bedeutet, an einem solchen Ort zu leben. Leonie Berger hat das Buch gelesen und die Autorin getroffen. Hans Woller: "Thomas Mann. Ein politisches Leben." Der Film "Vaterland" sorgt derzeit für volle Kinosäle. Das Interesse an deutscher Geschichte, an Identität und an der Frage, wie Intellektuelle auf politische Krisen reagieren, scheint ungebrochen. Passend dazu ist eine neue Thomas-Mann-Biografie erschienen: "Thomas Mann. Ein politisches Leben" von dem Historiker Hans Woller. Jan Schönfelder hat das Buch gelesen und auch auf die Frage geantwortet: Brauchen wir wirklich noch eine weitere Thomas-Mann-Biografie? Monika Maron: "Vier Minuten" Die Autorin wurde in den 90er-Jahren durch ihren Roman "Flugasche" bekannt – das Buch über Umweltzerstörungen durfte in der DDR nicht erscheinen. Seitdem war sie Autorin des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main. Der beendete vor einigen Jahren die Zusammenarbeit mit ihr wegen vermeintlich politisch unkorrekter Aussagen zu Migration und Islam – was zu einer heftigen Feuilleton-Debatte führte. Die Autorin wurde im Juni dieses Jahres 85 Jahre alt. Vor Kurzem sind ihre Tagebücher erschienen. Und nun ein neuer Roman. Dirk Fuhrig stellt ihn vor. Marcus Andreas Mohr: "#verhaftet. Eine Ortsbegehung" Marcus Andreas Mohr ist Fotograf und Medienkünstler, Autor, Lyriker und arbeitet der Schnittstelle zwischen Bild, Text und Erinnerung: "Vielleicht ist Kunst nichts anderes als die Verwandlung von Verhaftung in Freiheit – und das Erzählen nichts anderes als der Versuch, diese Freiheit zu teilen." Dieser Erkenntnis liegt seine eigene Geschichte zugrunde, die ihn 1987 mit 15 Jahren für acht Wochen in eine Untersuchungshaftanstalt in Halle (Saale) brachte. Nun hat er diesen Ort noch einmal in Fotografien festgehalten und mit Texten kompiliert zu einem beeindruckenden Band. Im Gespräch erzählt er von dem künstlerischen Gang in die Vergangenheit. Books by People – Ein Siegel für menschengemachte Literatur Wie sollen wir in Zukunft wissen, ob wir ein menschengemachtes oder ein mit KI generiertes Buch lesen? Ein Siegel, das in Großbritannien entwickelt wird, soll Abhilfe schaffen. Lisa-Maria Röhling berichtet aus London.

  • September 2 · 55 min

    Romane, die den Sommer ausklingen lassen

    Bücher der Sendung: Eva Menasse: "Alleinruhelage" Ein Wochenendhaus am Waldsee – die aus Österreich stammende, meistens in Berlin lebende Schriftstellerin Eva Menasse war viele Jahre lang Mit- und später Alleinbesitzerin so einer Zuflucht und ihr neuer Roman knüpft daran an. Gelesen von Judith Heitkamp. Ingo Schulze: "Das Wasser im August" In Ingo Schulzes neuem Roman steht ein Schriftsteller im Mittelpunkt. Bettina Baltschev hat das Buch, das auf der Longlist den Deutschen Buchpreis steht, gelesen. Jaroslav Rudiš: "Wo die Toten sprechen" Der neue Roman von Jaroslav Rudiš erscheint pünktlich zum Gastlandauftritt Tschechiens auf der Buchmesse in Frankfurt. Tino Dallmann stellt die famose Roadnovel vor und hat dazu den Autor auf einem Friedhof getroffen. Michael Pedersen: "Der letzte Leuchtturm" Der Sommer geht zu Ende, und wer dieser Zeit und diesem Gefühl noch ein wenig nachhängen möchte, dem sei dieser Roman empfohlen. Es ist das Debüt des schottischen Autors, Sabine Frank hat es gelesen. Paula Fürstenberg: "Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit" Die Autorin erzählt in ihrem Buch, weshalb sich das Versprechen der Vereinigung von Ost und West für sie nicht eingelöst hat: Weil es seit 89/90 eine kontinuierliche Geschichte rechter Gewalt in Ostdeutschland gibt. Ludwig Lohmann stellt das Buch und seine Thesen im Gespräch vor.

  • August 26 · 56 min

    AfD, Ostdeutschland, Demokratie: Vier Bücher zur Zukunft des Landes

    Die Bücher der Sendung: Andreas Möller: Die Unterschätzten. Warum sich unsere Zukunft auf dem Land entscheidet Das Buch versteht sich als Plädoyer dafür, den ländlichen Raum nicht als Randthema, sondern als Zukunftsraum für Wirtschaft, Demokratie, Energieversorgung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu betrachten. Katrin Schumacher spricht mit dem Autor über seine persönliche Herangehensweise an das Thema und darüber, weshalb das Land eine Stimme braucht. Michael Kraske und Dirk Laabs: Widersetzt euch! Wie wir gemeinsam den neuen Faschismus besiegen Die Autoren verstehen das Buch als Aufruf zur demokratischen Gegenmobilisierung. Sie wollen die AfD nicht primär analysieren, sondern ihren politischen und gesellschaftlichen Aufstieg stoppen. Michael Kraske erläutert im Gespräch den Ansatz der Handreichung und die Wichtigkeit des optimistischen Narrativs. Olaf Sundermeyer: Blaues Land. Über Leben mit der AfD Der rbb-Journalist recherchiert seit fast zwei Jahrzehnten zum Erstarken des Rechtsextremismus. In seinem Buch bietet er eine Analyse des Ist-Zustands und eine Perspektive in die Zukunft – Bastian Wierzioch stellt das Buch vor. Marieke Reimann: Zweite Wende. Wieso Ostdeutschland uns alle angeht Ein Buch, das sich damit beschäftigt, dass der Blick auf den Osten viel zu undifferenziert ist, und das für ein nüchternes und facettenreiches Bild auf diesen Landstrich plädiert. Die Journalistin und Autorin berichtet im Gespräch mit Carsten Tesch von ihren Beobachtungen und Thesen.

  • August 19 · 54 min

    Spannende Neuerscheinungen im Bücherherbst

    Die Bücher der Sendung: Miriam Carbe: "Unerwünschte Töchter" Die Autorin, die mit ihrem Debüt für den Deutschen Buchpreis nominiert ist, wurde 1967 als Kind einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters geboren. Wolfgang Schilling stellt das Buch vor. Emma Cline: "In die Schweiz" "The Girls" hieß das Debüt der Amerikanerin, ihr zweiter Roman "Die Einladung" über eine Hochstaplerin war ein Bestseller und bekam glänzende Kritiken. Holger Heimann hat ihren neuen Roman gelesen. Veronika Peters: "Mehr Leben als geplant" Die Schriftstellerin schrieb u. a. einen Roman über ihre Jahre als Nonne in einer Abtei der Benediktinerinnen. Mit Anfang 30 trat sie aus dem Orden aus und heiratete den Schriftsteller Christoph Peters. Claudia Ingenhoven stellt ihr neues Buch vor. Andrew O'Hagan: "Maifliegen" Die 80er-Jahre in Schottland – den Sound zu einer Freundschaft zweier Jungs bieten New Order, The Smiths und Joy Division. Ein Roman über die Euphorie der Jugend und die Kraft der Musik. Eine absolute Empfehlung von MDR-Musikredakteur Hendryk Proske. Alex Capus: "Querfeldein" Den größten Erfolg hatte Alex Capus mit dem Buch "Leon und Louise", 2011 war er damit für den Deutschen Buchpreis nominiert. Jetzt hat der Schweizer einen neuen Roman vorgelegt. Ulf Heise hat ihn gelesen.

  • August 14 · 34 min

    Unter Büchern unterwegs auf dem Cosy Festival: Behind the Scenes

    Unter Büchern war mit dem Live-Podcast unterwegs beim "Contrasts in Symbiosis", kurz CoSy-Festival in Gommern. Im schönen Schloss Dornburg findet seit drei Jahren ein ambitioniertes Festival statt, das Techno, Kunst, Performance und Miteinander bietet und Kultur in den ländlichen Raum bringt. Behind the scenes sprechen die Festivalmacherinnen und -macher Robert Westphal, Laura Alex und Robert Butz im Podcast mit Katrin Schumacher über den Kraftakt und den Spaß dabei, vier Tage lang diesen Raum zu bespielen, sprich: Schloss, Garten und Umgebung.

  • August 12 · 1 hr 2 min

    Unterwegs in Sachsen-Anhalt

    In "Unter Büchern" ist Katrin Schumacher diesmal in Sachsen-Anhalt unterwegs: auf dem Cosyfestival in Gommern, mit den Stadtschreibern von Magdeburg und Halle und der Autorin Christine Koschmieder aus Aken an der Elbe.

  • August 5 · 54 min

    Bücher übers Abtauchen, den Ozean und das richtige Leben

    * Sächsische Antiquariate sind vom mutmaßlichen Bücherankauf durch KI-Firmen betroffen – eine Recherche von Carolin Büscher. * Wenn der Bücherbus kommt... Wer liest was und wie ist die Stimmung vor der Wahl? Eine Reportage von Anne Sailer über die Fahrbibliothek Magdeburg. * Malachy Tallack: Der Ozean so wild und weit. Der neue Roman des Schotten ist laut dem Guardian eine "berührende Feier der Kunst und der Musik". Der Leipziger Autor Matthias Jügler stellt das Buch vor. * Bernd Brunner: Abtauchen und treiben lassen. Eine Kulturgeschichte des Schwimmens, die es in sich hat. Über die Leichtigkeit im kühlen Nass erzählt der Autor im Gespräch. * Clemens Böckmann: Das richtige Leben des Alvaro Maderholz. Ein dichtender Skispringer, eine waghalsige Recherche. Kais Harrabi stellt das neue Buch des Leipziger Autors vor. * Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart. Es liest Lutz Rathenow aus dem Band "Früher ist morgen"

  • July 29 · 55 min

    Unter Frauen

    Friederike Schilbach: Die Damentoilette 22 Liebeserklärungen. Die Damentoilette hat vor einiger Zeit unverhofft sehr prominente Aufmerksamkeit bekommen. Der Literaturkritiker Denis Scheck bewertete in seiner Sendung „Druckfrisch“ ein Buch der Autorin Ildiko von Kürthy mit den Worten, es seien „Nachrichten aus der Schnatterzone einer Damentoilette“. Es folgten empörte Reaktionen bei Leserinnen und Autorinnen sowie die berechtigte Frage, welchen kulturellen Stellenwert eigentlich so eine Damentoilette hat. Nun ist ein Buch erschienen, das sich wie eine Antwort auf diese Debatte liest. Bettina Baltschev hat es gelesen. Şeyda Kurt: Zeit der Monster Immer wieder erscheinen literarische Dystopien, die sich mit dem Untergang der Welt, wie wir sie kennen, auseinandersetzen. Die Autorin Şeyda Kurt hat in der Vergangenheit vor allem Sachbücher veröffentlicht: 2021 „Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist“ und 2023 „Hass. Von der Macht eines widerständigen Gefühls“. Nun erscheint der erste Roman von Şeyda Kurt, „Zeit der Monster“, der auch dystopische Züge trägt. Sally-Charell Delin hat das Buch gelesen und mit der Autorin gesprochen. Eva Kranenburg: Falls jemand fragt, wer wir waren Der 17. Juni 1953 ist in Ost und West im Geschichtsunterricht ganz unterschiedlich behandelt worden. Im Westen eher als Volksaufstand und Tag der deutschen Einheit gesehen, im Osten als faschistischer Putschversuch. Um die Ereignisse in der noch jungen DDR kreist der neue Roman der Dresdner Autorin Eva Kranenburg. Claudia Leonard stellt ihn vor. Ulrike Draesner: penelopes sch(l)iff – Lyrik – Lesung Odyssee allüberall… mit dem nun angelaufenen Monumentalfilm wird die antike Sage wieder in unser Gedächtnis gespült. Eine Verfilmung, in der es vor allem um die Männer des Geschehens geht. In Ulrike Draesners Lyrikband geht es um die Sicht von Odysseus Frau Penelope. Eine perfekte Ergänzung. Ulf Heise stellt das Buch vor, das die Autorin selbst eingelesen hat. Susan Tomes: Frauen am Klavier - 50 Pianistinnen und ihre Geschichte Die Welt der klassischen Musik war lange von Männern dominiert. Komponisten. Dirigenten und Musiker sind lange viel sichtbarer gewesen als Komponistinnen, Dirigentinnen und Musikerinnen. Doch das ändert sich langsam. Und wer mehr wissen möchte, wie gerade Pianistinnen sich in einer Männerwelt behauptet haben, der kann das nun nachlesen in einem schönen Sachbuch. Silvia Schreiber stellt es vor. Charlotte von Feyerabend: Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer Alltag im 19. Jahrhundert… ein Roman, der uns etwas zur Gleichberechtigung und über den Kampf dafür erzählt heißt „Die Liga der sagenhaften Frauenzimmer“ und er stammt von Charlotte von Feyerabend. Zugegeben, ein etwas populärer Titel, der erstmal an eine Netflix-Serie denken lässt – aber der Roman taucht tiefer. Und ist eine Leseempfehlung von Marieke Wuske.

  • July 21 · 56 min

    Neue Romane von Heinz Strunk, Comic aus den Knast und Graphic Novel aus Leipzig

    Heinz Strunk: "Memories of Heidelberg" Auf die Produktivität von Heinz Strunk ist Verlass: Er gehört inzwischen zu den Autoren, von denen in kurzen Abständen immer wieder etwas Neues erscheint. Jedes Jahr bringt er ein weiteres Buch heraus. Mit "Der goldene Handschuh" und "Zauberberg 2" gab er selbst der wahren Geschichte um den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka oder Thomas Manns großem Literaturklassiker die unverkennbare Strunk-Note. In seinem neuen Roman kehrt er zurück in die Trostlosigkeit des banalen Alltags. Juliane Bergmann hat "Memories of Heidelberg" gelesen. Jörg Schieke: "Chin-chin, der Weg führt ins Mondgestein" Zwischen Phantastik und Alltag, Trinkspruch und Mondgestein oszilliert der neue Band des Lyrikers und Journalisten Jörg Schieke. Im Gespräch erzählt er, wie Themen auf ihn zukommen, wie er die Diskrepanz zwischen Dichter und Literaturkritiker aushält und er liest eines seiner neuen Gedichte. "Die Summe seiner Teile" Die Graphic Novel von Julia Zejn und Matthias Lehmann kommt aus Leipzig, einer Stadt mit großer grafischer Tradition. Und hier arbeitet inzwischen auch eine junge Generation von Comic-Künstlern. Mitunter sogar zusammen. Wolfgang Schilling stellt die neue Graphic Novel vor. Patricia Thoma: Comic im Gefängnis Zwei Jahre lang ist Comic-Illustratorin Patricia Thoma durch verschiedene Gefängnisse in ganz Deutschland gefahren und hat Comic-Workshops für Inhaftierte gegeben. Daraus sind zwei Comic-Bände entstanden: Erst "Im Jugendarrest" und vor kurzem "Im Gefängnis". Die Zeichnungen der Inhaftierten sind in die Bücher eingeflossen. Besucht hat Thoma auch das Gefängnis "Roter Ochse" in Halle an der Saale. Tini von Poser hat Illustratorin Patricia Thoma getroffen sowie mit einem Inhaftierten in Halle gesprochen, der am Comic-Workshop teilgenommen hat. Douglas Stuart: "John of John" Cal ist zurück und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Das größte Problem ist allerdings sein Vater. Rainer Moritz stellt den Roman vor. Hörspieltipp: "Unser Haus mit Rutsche" So heißt der aktuelle Roman von Safia al Bagdadi, der jetzt auch als Hörbuch in ARD Sounds verfügbar ist. Aufgenommen wurde das Hörbuch, gesprochen von der Autorin selbst, als Koproduktion von HR, MDR, NDR und SR zusammen mit dem Hörbuchverlag speak low beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken. Dort ist Safia Al Bagdadi geboren und aufgewachsen und die Stadt ist auch Schauplatz des Romans. Sally-Charell Delin war bei der Aufnahme dabei und hat mit der Autorin gesprochen

  • July 15 · 52 min

    Helga Schubert erzählt vom "Einverstandensein mit dem Leben"

    Die Schriftstellerin hat mit über 80 Jahren eine rasante zweite Karriere erlebt und das, nachdem es Jahrzehntelang still um sie war. Aber Helga Schubert hat immer weiter geschrieben. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie von geglückten Sätzen, vom Grübeln und Aufschreiben, von ihrem Schreibhabitat auf dem Land und von ihrem aktuellen Buch "Luft zum Leben". Die Folge ist die gekürzte Aufzeichung eines Live-Podcasts am 19. Juni 2026 im Gütchenpark Halle, in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Halle.

  • July 8 · 57 min

    250 Jahre USA: Literarische Blick über den großen Teich

    Horst Lauinger und Stefan Wagner: I Have a Dream. 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika – Ein Roadtrip in Storys, Gedichten, Songs, Essays, Reden, Briefen und Reportagen. Dieses große und großartige Werk versammelt Texte aus einem Vierteljahrhundert, perfekt, um sich nochmal in die Geschichte eines Landes einzulesen, dessen Leuchten sukzessive zu verblassen scheint. Ein Buch für alle, die gerade an Amerika zweifeln oder verzweifeln. Über die Genese dieses Mammutwerks erzählt der Herausgeber Horst Lauinger im Gespräch. Es war im vergangenen Jahr eine Sensation, als das Buch eines deutschsprachigen Autors in Amerika unter die Top 10 der New York Times, unter die Books oft the Year gewählt wurde. Immerhin auf Platz zwei! Das gelingt in der Regel nur englischsprachiger Literatur. Das Buch heißt in der englischen Übersetzung von Ross Benjamin „The director“. Die deutsche Original-Ausgabe heißt „Lichtspiel“, geschrieben hat den Roman Daniel Kehlmann. Katrin Wenzel konnte den Schriftsteller in Leipzig treffen und mit ihm über das alte und neue Amerika sprechen. Rachel Khong ist neue Picador-Professorin in Leipzig. Seit 20 Jahren gibt es die Picador-Gastprofessur für Literatur an der Universität Leipzig. Inzwischen haben zahlreiche britische und US-amerikanische Autoren in der Stadt gelehrt und jeweils einen Kurs in Literatur und einen in kreativem Schreiben gegeben. Gerade unterrichtet eine Bestseller-Autorin aus den USA in Leipzig: Rachel Khong. Tino Dallmann hat sie getroffen – und mit ihr über ihren Roman "Real Americans" und den 250. Geburtstag der USA gesprochen. Caro Claire Burke: Yesteryear. Es ist das Easy-Read des Sommers, das derzeit in jede Insta- und TikTok-Kamera gehalten wird. Die Geschichte von einer Frau, die ihr Leben auf der Farm als Tradwife im Netz inszeniert und in der selbstgebauten Hölle landet. Das Debüt erzählt viel über die amerikanische Gesellschaft – und auch über die Mechanismen, wie ein Buch zum Erfolg werden kann. Ist es wirklich so gut? Elisabeth Bold hat den Test gemacht. *Christina Morina: Das amerikanische Beben. Erfahrungen und Konsequenzen für die deutsche Demokratie. Die Historikerin lebte mit ihrer Familie 2024/25 für ein Jahr in New York - als Gastprofessorin an der weltbekannten New School For Social Research. Aus nächster Nähe erlebte sie das fatale Comeback von Donald Trump und die verheerenden Folgen für die amerikanische Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen spiegeln. Sie war nach Amerika gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des großangelegten Versuchs, sie zu zerstören. In ihrem Buch beschreibt sie auf sehr persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern erschüttert hat. Für Unter Büchern ist sie im Gespräch mit Karoline Knappe. Hör-Tipp: Wie eine junge Demokratie zerfällt, das zeigt Schriftsteller Lion Feuchtwanger in seinem Schlüsselroman „Erfolg“: eine Satire auf seine reaktionäre Heimat Bayern Anfang der 1920er Jahre. Korrupte Beamte, Opportunismus und Justizwillkür begünstigen den Aufstieg der Partei der „Wahrhaft Deutschen“, die einen Putsch plant gegen die Berliner Regierung. Lion Feuchtwangers hellsichtiger Klassiker "Erfolg“ erschien schon 1930 - kurz bevor die Nazis drei Jahre später Feuchtwangers Werke verbrannten. „Erfolg“ gibts in ARD Sounds als Hörbuch, gelesen von Percy Adlon.

  • July 1 · 58 min

    Ab in den Wald: Goethe, Kästner und die Palmen

    Unter Büchern geht in den Wald! Der Ort der heißen Stunde: schattig, grün, schön. Der Wald ist Sehnsuchtsort und Natur – genau wie Kultur. Wir schauen in die Geschichte der engen Verbindung von Literatur und Wald, haben Lesetipps parat, die tief in die Atmosphäre und Biologie des Waldes führen. *Jutta Person: "Palmen. Ein Portrait" In dem schößlingsgrünen Buch lernen wir, dass Palmen keine Bäume sind oder weshalb Goethe ein Palmenfetischist war. Klug und witzig, voller Anekdoten und Wissen führt Jutta Person in die Palmenwälder und ihre Geschichte. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie unter anderem von der Palmenhauptstadt Berlin und dem Problem Palmöl. *Der Wald in der Literatur: Zwischen düsterem Märchenort und Sehnsuchtsort – der Wald hat in der Literatur schon immer eine Rolle gespielt. Ob in den alten Sagen, in denen die Recken natürlich erstmal in den Wald zogen, um etwas zu erleben oder in den Krimis der Gegenwartsliteratur: Wald ist immer mehr als einfach ein Wald. Rainer Moritz führt in die Literaturgeschichte der Wälder. *Mehr Wald? Geht auch im Buch. Fünf ganz besondere Lesetipps hat Bettina Baltschev parat. Warum uns der Wald fasziniert: Fünf Bücher über Natur, Sehnsucht und Zukunft | mdr.de *Und dazu gibt es Gedichte von Waldfans: Erich Kästner und Achim von Arnim

  • June 27 · 55 min

    Live von den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

    Unter Büchern ist unterwegs in Klagenfurt am Wörthersee, der Geburtsstadt Ingeborg Bachmanns und dem Austragungsort der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur, des Wettlesens um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nach drei Tagen Lesungen und Diskussionen nimmt sich Katrin Schumacher Zeit für einen Rückblick auf drei Tage Literaturwahnsinn, auf ernsthaftes Aufnehmen neuer Texte und drei Tage voller Begegnungen. Zu Gast hat sie die Gewinnerin des Bachmann-Preises, die Erfurter Stadtschreiberin Lena Schätte, mit der sie über die leicht voyeuristische Lust am autofiktionalen Schreiben und Lesen spricht, über die Faszination Bachmann-Lesung und natürlich über Aufgeregtheit. Mit Holger Heimann hält sie Rückschau auf die Lesungen und Jurydiskussionen. Und zu Wort kommen noch einmal die Dichterin Helga Schubert und Ingeborg Bachmann selbst. Der Lesetipp: Das neue Buch der zweitplatzierten Wettbewerbs-Autorin Kinga Tóth: "MariaMachina".

  • June 24 · 55 min

    Ingeborg-Bachmann-Spezial

    "Zwei Menschen sind in mir": Biografische Bücher über Ingeborg Bachmann vorgestellt im Gespräch mit Bettina Baltschev "Ingeborg Bachmann: Jemand, der einmal ich war": Die neue Doku mit Sandra Hüller, ein Beitrag von Niels Beintker Warum noch Bachmann lesen? Fragen an die Autorin Linn Penelope Rieger Gedichte und ihre Geschichte: Ingeborg Bachmanns "Erklär mir, Liebe" – vorgestellt von Kerstin Bachtler 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Jubiläumsbeitrag von Norbert Kuntze

  • June 20 · 2 hr 58 min

    Unter Büchern An Musik

    Die Bücherliste: Tomer Gardi: Liefern. Mit Anne Birkenhauer. Klett-Cotta. Christoph Peters: Entzug. Luchterhand. Michal Hvorecky: Dissident. Klett-Cotta. Dana von Suffrin: Toxibaby. Kiepenheuer&Witsch. Lola Randl: Der lebende Beweis. Matthes&Seitz. Lena Gorelik: Alle meine Mütter. Rowohlt. Katerina Poladjan: Goldstrand. S. Fischer. Alena Schröder: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel. Dtv. Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben. Claassen Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten. Edition Nautilus. Axel Petermann: Die Psyche des Bösen. Heyne. Stephan Ludwig: Zorn - Die Akte Heinlein. S. Fischer. Die Trackliste: Maximo Park – Books from boxes Crucchi Gang – Ti sta bene Kettcar – Doug & Florence Scarlet Pleasure – What a life Tristan Brusch – Grundsolider Schläger Adela Meda – Spolu Alt J – Happier when you’re gone Mine – Klebstoff The Smiths – Panic (LIVE) Belle & Sebastian – Wrapped up in books Blur – Country House Catatonia – Dead from the waist down Emiliana Torrini – Miss Flower Woomb – Last Rays Moddi – One minute more Nichtseattle – Frau sein Dota – Ein gutes Buch Contriva – Hellblau Rundfunkkinderchor – Wer möchte nicht im Leben bleiben Nikolaj Medtner – Elfenmärchen Keimzeit – Rosi Benny Grenz – Quiet mind Fenne Lily – Three Oh Nine Pet Shop Boys – Being boring Manfred Krug – Danke für den Abend

  • June 17 · 54 min

    "Entzug": Unterwegs mit Christoph Peters

    Pegeltrinken bedeutet lügen, verstecken, verschleiern. Die Frau darf es nicht wissen, die Nachbarn sowieso nicht. Nur wenige Freunde wissen, dass der Ich-Erzähler ein massives Alkoholproblem hat. In seinem Roman "Entzug" schreibt der Schriftsteller Christoph Peters eng an der eigenen Biografie entlangt, wie der Entzug vor zwanzig Jahren aussah. Der Erzähler hat seit dem 16. Lebensjahr durchgetrunken, nun begibt er sich in eine Klinik, wohl wissend, dass es hart wird, körperlich und seelisch. Für den Protagonisten und auch für Peters selbst hingen Alkohol und Kreativität als Autor und Maler fast 25 Jahre lang untrennbar zusammen. Erst die enttäuschte mail seines Verlegers, der sein neustes Manuskript nicht abnehmen will, weckt ihn auf. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt Christoph Peters vom Beginn der Alkoholsucht und von ihrem Ende. Wir folgen ihm in die unwirtliche Klinik und in die Möglichkeit, der Erinnerung an die Sucht literarisch zu begegnen. Diese Folge "Unter Büchern" ist ein Live-Podcast, aufgenommen bei den Thüringer Literaturtagen auf Burg Ranis am 13. Juni 2026.

  • June 10 · 59 min

    Thüringer Literaturtage und Bücher über die Ostsee und Fußball

    Die Thüringer Literaturtage rund um die Burg Ranis finden zum 29. Mal statt. Im Gespräch ist der Organisator Ralf Schönfelder über die Gäste und die Zukunft des Festivals. Sigfried Lenz: "Am Widerhaken hängt das Glück". Eine Wiederentdeckung, die Geschichten für Lenz-Fans und für Angel-Fans bereithält. Der Schriftsteller Matthias Jügler stellt das Buch vor. Hanno Hochmuth: "Mein Warnemünde" - In der Reihe "Meine Insel" vom mare-verlag geht es auch mal an Küstenorte – wie das legendäre Warnemünde, das bei dem Autor Hanno Hochmuth Erinnerungen an Broiler und das Hotel Neptun weckt. Jean-Christophe Deveney, Mickaël Correia & Lelio Bonaccorso: "Eine kurze Geschichte des Fußballs". Pünktlich zur WM der Comic zum Event – vorgestellt von Wolfgang Schilling. Thị Thanh Thảo Trần: "Menschen wie wir" - Sie sind arm, aber glücklich miteinander. Als ein Angebot aus der DDR kommt, entschließt sich der Vater, nur für ein paar Jahre dort zu arbeiten. Welche Folgen diese Entscheidung für seine Familie haben wird, kann er da noch nicht abschätzen. Seine Frau und seine Tochter – die Erzählerin des Romans – folgen ihm erst Jahre später nach Deutschland. Maja Fiedler stellt das Buch vor. Marek Torčík: "Was die Zeit nicht nimmt" - Tschechien ist im Herbst das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Doch bereits jetzt erscheinen einige der interessantesten Bücher aus unserem Nachbarland in deutschsprachiger Übersetzung. Inspiriert wurde dieser Roman Marek Torčíks eigener Geschichte, vom Heranwachsen in der Provinz. Holger Heimann hat das Buch gelesen und den Autor in Prag getroffen.

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