Skip to content
Artwork for Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast
Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast · June 28 · 54 min

03 - Selbstständig, verschlossen und einsam - Leben nach der Wochenkrippe

In Folge 3 beschäftigen wir uns mit den Langzeitfolgen der Unterbringung in der Wochenkrippe im Erwachsenenleben. Eine Studie der Uni Rostock zeigt: 92% der befragten ehemaligen Wochenkinder haben mindestens eine psychische Diagnose, darunter soziale Phobie, depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung sind es 43%. Auch unsicheres Bindungsverhalten und erhöhter Alkoholkonsum sind deutlich häufiger vertreten. Wir besprechen, wie sich die Wochenkrippenerfahrung in unserem Leben zeigt – von Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen, über ausgeprägte Selbstständigkeit bis hin zum Gefühl, nie wirklich dazuzugehören. Außerdem thematisieren wir, warum die wissenschaftliche und mediale Aufarbeitung des Themas so lange auf sich warten ließ und welche Rolle die westdeutsch geprägte Medienlandschaft sowie gesellschaftliche Verdrängung dabei spielen. Abschließend geben wir einen Überblick über mögliche Wege der Unterstützung, von Selbsthilfegruppen bis hin zu verschiedenen Therapieformen. Support the show

0:00-54:00

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

In Folge 3 beschäftigen wir uns mit den Langzeitfolgen der Unterbringung in der Wochenkrippe im Erwachsenenleben.

Eine Studie der Uni Rostock zeigt: 92% der befragten ehemaligen Wochenkinder haben mindestens eine psychische Diagnose, darunter soziale Phobie, depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung sind es 43%. Auch unsicheres Bindungsverhalten und erhöhter Alkoholkonsum sind deutlich häufiger vertreten.

Wir besprechen, wie sich die Wochenkrippenerfahrung in unserem Leben zeigt – von Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen, über ausgeprägte Selbstständigkeit bis hin zum Gefühl, nie wirklich dazuzugehören. Außerdem thematisieren wir, warum die wissenschaftliche und mediale Aufarbeitung des Themas so lange auf sich warten ließ und welche Rolle die westdeutsch geprägte Medienlandschaft sowie gesellschaftliche Verdrängung dabei spielen. Abschließend geben wir einen Überblick über mögliche Wege der Unterstützung, von Selbsthilfegruppen bis hin zu verschiedenen Therapieformen. 

Support the show

links1