

05 - Allein gelassen: Alexanders Kindheit in der Wochenkrippe
In dieser sehr persönlichen Folge von „Ungehalten" öffnet sich Podcast-Host Alexander und erzählt erstmals ausführlich von seiner eigenen Kindheit als Wochenkind in der DDR der 1970er Jahre. Schon mit neun Monaten wurde er unter der Woche in eine Wochenkrippe in Leipzig gegeben, weil seine alleinerziehende Mutter keine andere Betreuung fand und schon nach sechs Wochen wieder arbeiten musste. Zwischen alten Fotos, Entwicklungsbögen und den liebevoll zusammengestellten Erinnerungsbüchern seiner Mutter sucht Alexander nach Spuren einer Zeit, an die er sich selbst kaum erinnern kann – und stößt dabei auf schmerzhafte Details, etwa die Vermutung, seine Geburtstage ganz allein in der Krippe verbracht zu haben. Offen und mit spürbarer Zurückhaltung spricht er über das Gefühl des Verlassenseins, über nächtliche Einsamkeit als Schlüsselkind und darüber, wie schwer es ihm bis heute fällt, große Nähe und Liebe wirklich anzunehmen. Zwischen Dankbarkeit für seine Mutter und leiser Wut über ein System, das Mütter zur schnellen Trennung von ihren Babys zwang, entsteht ein bewegendes Porträt kindlicher Prägung – und die Ankündigung, dass seine Mutter in der nächsten Folge selbst zu Wort kommen wird. Support the show




