
Weiße Witwe – ein kritischer Blick aus drei Perspektiven
Inhalt: Was passiert, wenn ein zeitgenössisches Theaterstück den Mythos von Tausendundeine Nacht überschreibt und dabei Fragen nach Islam, Orientalismus und westlichen Projektionen aufwirft? In dieser Folge von Theater Echo: Wir sehen Schwarz diskutieren Sarah Seini, Lara Duymuş und Berfin Orman über Kurdwin Ayubs „Weiße Witwe“ an der Volksbühne Berlin. Aus ihren Perspektiven als Künstlerinnen sprechen sie über Stereotype, Kostüm und Bühnenbilder, über Dekolonisierung und die Frage, wie muslimisch positionierte Künstlerinnen mit Bildern und Zuschreibungen umgehen. Dabei wird die Kritik auch persönlich: Welche Erfahrungen bringen sie selbst mit – und wie prägen ihre eigenen künstlerischen Arbeiten den Blick auf das Stück? Mit: Lara Duymuş ist eine türkische queere Bühnen- und Kostümbildnerin sowie Künstlerin. Nach ihrem Masterabschluss an der Universität der Künste Berlin arbeitet sie heute weiterhin sowohl in Istanbul als auch in Berlin und ist an Staatstheatern ebenso wie in der freien Szene tätig. Berfin Orman ist Regisseurin, Autorin und transnationale Künstlerin. Dabei verwebt sie ihre politische und künstlerische Praxis mit kollektiven und individuellen biografischen Reflexionen. Sie ist Mitglied des Internationalen Theaterinstituts und Alumni der ITI Academy. Im Rahmen der ITI Academy entwickelte sie fürs Theater der Welt 2023 die Performance „Me & White Supremacy“ und co-kuratierte die Konferenz „Conflict & Care - dispute as a part of transformation within the performing arts and its institutions“. Sarah Seini (1998 in Bochum geboren) ist eine queere Künstlerin nigrischer und polnischer Abstammung, die in Berlin lebt und arbeitet; ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Kostümbild, Bühnenbild, Performance und skulpturalem Textildesign. Sie absolvierte ihren Bachelor im Kostümbild an der Universität der Künste Berlin (UdK), führt dort derzeit ihr Masterstudium fort und beschäftigt sich in ihrer interdisziplinären Arbeit mit Mehrfachzugehörigkeiten, postkolonialen Identitäten, Fragmentierung und Queerness, wobei sie Kostüm als Raum von Erinnerung, Transformation und gesellschaftlicher Zuschreibung untersucht. Seit 2019 arbeitet sie freiberuflich für Theater, Film und Performance als Kostüm- und Bühnenbilderin. Grafikdesign: @wingtschong Präsentiert von: @salonebony_blacktheaternetwork @formationnow Kuration: M&M (Miriam Ibrahim & Mable Preach) Dieser Podcast wird gefördert von der Behörde für Kultur Hansestadt Hamburg Dieses Projekt ist gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hansestadt Hamburg Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.











