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SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

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  • 106 episodes
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  • German
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  • Yesterday · 6 min

    Apothekertag: So soll die Patientenversorgung besser werden

    "Die Apotheke nimmt Präventionsmaßnahmen wahr und auch einen gewissen Teil der Primärversorgung. Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen den Menschen zuhause und dem Facharzt, der Klinik oder dem Pflegeheim. Die Apotheke ist eine niedrigschwellige Anlaufstelle bei leichten Erkrankungen", erklärt Engel-Djabarian. Die Primärversorgung ist für die Apotheken eine neue Rolle, die ihnen durch das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz zugedacht worden ist. Es bringt für sie neue Aufgaben, um das Gesundheitssystem zu entlasten. "Wir sind praktisch ein Add-on". Eine engere Zusammenarbeit bringt neue Möglichkeiten "Die Ersteinschätzungsverfahren haben wir jetzt schon bei der assistierten Telemedizin. Da führt der Patient oder die Patientin die Untersuchung selbst durch. Dabei leisten wir nur technische und organisatorische Unterstützung. Aber es wäre natürlich auch eine Möglichkeit, dass man Hand in Hand mit den Ärzten arbeitet." In der Telemedizin könnten die Apotheken einfache medizinische Routineaufgaben übernehmen. Wenn jemand zum Beispiel mit einer Infektion kommt, könnten die Apotheker schonmal Fieber messen und einen Abstrich machen. "Gerade da ist das Gespräch mit den Ärzten wichtig. Es muss klar sein, wer welche Aufgaben übernimmt." Ärzte warnen teilweise vor Risiken und zusätzlichen Kosten "Bisher war die Kontaktaufnahme zwischen Ärzten und Apotheken noch relativ begrenzt. Da ist natürlich eine tiefere Debatte zwischen den Heilberufen nötig. Es handelt sich hier um ein Zusatzangebot der Apotheken. Es ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Aber es findet eventuell schon eine Erleichterung an gewissen Stellen statt", sagt Engel-Djabarian. Auf dem Land habe nicht jeder die Möglichkeit, zum Arzt zu gehen. Aber möglicherweise ist eine Apotheke um die Ecke. Wenn dann die Apotheke feststellt, dass ein Arztbesuch notwendig ist, könnte sie Kontakt aufnehmen und Informationen weiterleiten.

  • Yesterday · 5 min

    Tag der Tafel: „Aktuell kommen viele Alleinerziehende“

    Der Aktionstag steht unter dem Motto "Teilen, um zusammenzuhalten". Bundesweit gibt es knapp 1.000 Tafeln, bei denen sich rund 77.000 Menschen engagieren. Jeder hat seine eigenen Gründe für dieses Engagement. "Wir haben vor einigen Jahren Kurzarbeit gehabt in meinem Betrieb und ich hab eine Alternative für die freien Tage gesucht. Und so bin ich dann hängen geblieben – 15 Jahre ehrenamtliche Tafelarbeit", erzählt Hüsges. Vor zehn Jahren hat sie den Vorsitz der Tafel übernommen. Eine bunte und vielfältige Arbeit, findet sie. Das hat nicht nur mit Lebensmittelverteilung zu tun, sondern es geht darum, Menschen zu helfen. In Bühl engagieren sich viele junge Leute "Wir haben knapp einhundert Ehrenamtliche, die für uns arbeiten. Darunter sind sehr viele junge Menschen. Das ist das Besondere an unserer Tafel. Wir sind zwar keine Studentenstadt, trotzdem sind knapp 30 Prozent unserer Helfer unter 35 Jahren. Zehn machen ihren Bundesfreiwilligendienst und wir haben auch drei Auszubildende." In Baden-Württemberg gibt es zwei sogenannte Jugendtafeln: eine in Tübingen und eine in Bühl. Viele Menschen schämen sich "Wir versuchen natürlich möglichst viele Leute zu erreichen, die bedürftig sind. Gerade Menschen, die sich nicht trauen. Vor allem ältere Menschen, die wenig Rente haben, leben lieber mit dem Wenigen, das sie haben, als Hilfe anzunehmen." Dabei gehe es nicht nur um Hilfe von der Tafel, sondern generell schämen sich viele Menschen, nach Hilfe zu fragen. Diese Leute zu erreichen sei schwierig. Deswegen geht Hüsges mit ihrem Team oft auf Wochenmärkte und veranstaltet Tage der offenen Tür. Es geht darum, die Menschen zu erreichen. "Wir haben auch niederschwellige Angebote bei uns. Man kann einen Probeeinkauf machen und muss nicht viele Dokumente mitbringen, um seine Bedürftigkeit nachzuweisen." Auch die Hintergründe der Bedürftigen sind vielfältig "Zu uns kommen sehr unterschiedliche Menschen. 2015/16 kamen sehr viele Flüchtlinge aus dem arabischen Raum. Nachdem Russland in der Ukraine eingefallen ist, kamen sehr viele Flüchtlinge aus der Ukraine. Das hat sich jetzt alles wieder gewandelt. Wir sind zwar auf gleichem Niveau – also wir haben 1.800 Kunden, die wir versorgen. Aber die meisten Ukrainer, die zu uns gekommen sind, haben inzwischen zwar eine Arbeit. Sie verdienen allerdings relativ wenig, so dass sie trotzdem noch Kunden bei uns sind, weil sie zum Beispiel Wohngeld bekommen." Aktuell kämen sehr viele Alleinerziehende in die Tafel oder auch junge Familien mit Kindern. In Bühl gibt es auch eine Non-Food-Tafel Hier werden vor allem Sachleistungen verteilt. Darunter Kleidung, Schulranzen, Hausrat und Geschirr. "Wir haben alles, was man so im täglichen Leben braucht. Das wird super angenommen. Es ist auch eine Begegnungsstätte. Die Leute treffen sich und unterhalten sich. Die Kleidung kostet bei uns sehr wenig. Das soll dazu beitragen, dass man sich auch mal ein Eis kaufen oder ins Kino gehen kann." Jede Spende hilft drei Mal "Zum einen hilft sie demjenigen, der Spendet. Er fühlt sich besser damit. Dann hilft sie dem Helfer, der bei uns ist und die Spende an die Bedürftigen weitergeben kann. Wenn man von den Menschen angestrahlt wird, ist das ein unglaublich gutes Gefühl. Und natürlich hilft die Spende demjenigen, der sie bekommt."

  • Yesterday · 5 min

    AI-Wettlauf: "Wir wollen und können den Rückstand nicht aufholen, aber…"

    Aktuell duellieren sich vor allem die USA und China darum, wer bei künstlicher Intelligenz die Nase vorn hat. Jetzt haben führende Köpfe aus der KI-Branche in den USA dazu aufgerufen, die Entwicklung Künstlicher Intelligenz global zu verlangsamen. Aus Sorge, dass die Entwickler sonst die Kontrolle über ihre Modelle verlieren. In Europa warnen Fachleute schon seit langem vor der Gefahr der Abhängigkeit. Jetzt hat sich eine Gruppe aus Ökonomen, Politikerinnen und Forschern zusammengetan und eine Strategie gegen diesen Rückstand gefordert. Mit dabei sind unter anderem die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer und die ehemalige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Von der Gefahr zum Potenzial Auch die Grünen-Politikerin Alexandra Geese beschäftigt sich mit der Frage, wie eine europäische KI-Entwicklung aussehen kann, und stellt im Gespräch mit SWR Aktuell zunächst fest: "Wenn wir riesige Rechenzentren, die auch aus klimatischer Hinsicht kritisch sind, einfach ausbauen und nicht schauen, wem sie eigentlich gehören und was darin eigentlich entwickelt wird, dann vertiefen wir die Abhängigkeit von den USA. Das ist die große Gefahr." Um dieser Gefahr zu begegnen, brauche es klare Leitlinien, so die Grünen-Politikerin. "Wir brauchen ein System, das die Hersteller von Rechenleistungen belohnt, die am effizientesten, am ökologischsten und am günstigsten die Rechenleistung bereitstellen. Das kann die Europäische Union jetzt leisten." Europas Chance Wichtig sei es, den USA nicht hinterherzulaufen. "Wir wollen und können den Rückstand nicht aufholen", sagt Geese. Aber, und das sei viel wichtiger, man könne sich darauf konzentrieren, was die eigene europäische Entwicklung sei. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer nennt Alexandra Geese Beispiele, welche Entwicklungen zum Erfolg führen könnten.

  • Yesterday · 5 min

    Rittersturz als Demokratieort: "Hier wurde zum ersten Mal über das Grundgesetz geredet"

    "Der Rittersturz ist etwas Besonderes, weil dort erstmalig über das Grundgesetz geredet wurde", sagt der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Matthias Lammert (CDU) im Gespräch mit SWR Aktuell. Außerdem sei die Gründung eines westdeutschen Staates und eines parlamentarischen Rates angeregt worden. Symbolisch für Parlamentarismus und Demokratie entsteht jetzt auf der Anhöhe Rittersturz eine Stehle in Form eines Rednerpults. Besucher sollen mit Hilfe von QR-Codes mehr über die Geschichte des Ortes erfahren können, so Lammert. Es gehe darum, Demokratiegeschichte greifbar zu machen. Gerade in der aktuellen Zeit ist es wieder wichtig, dass wir uns bewusst werden, was Demokratie für uns als Gesellschaft und als Staat bedeutet. Quelle: Matthias Lammert, CDU, rheinland-pfälzischer Landtagspräsident Lammert sagt, er habe das Gefühl, dass Demokratie als etwas zu Selbstverständliches gehandelt werde. Deshalb wolle man das den Menschen wieder bewusster machen, sagt Matthias Lammert im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

  • Monday · 6 min

    Zu wenig Spitzenköchinnen: „Man(n) kann Frauen mehr zutrauen“

    Heute Abend werden in Hamburg zum ersten Mal auch die Chef:in Awards vergeben. In mehreren Kategorien. Viktoria Fuchs ist dabei für den Preis als Köchin des Jahres nominiert. „Preisverleihungen bringen vor allem Sichtbarkeit. Das ist gut, um die Branche aufzurütteln und zu sagen: 4,4 Prozent weiblich geführte Sternerestaurants kann nicht alles sein. Das ist auch nicht alles, da gibt es deutlich mehr“, sagt Fuchs. Dafür sei heute ein wichtiger Abend. Es gibt viele Gründe, warum es so wenig weibliche Köche gibt „Es gibt zum Beispiel deutlich weniger Frauen, die den Beruf überhaupt erst anfangen, weil er meiner Meinung nach immer noch einen sehr männlichen, rauen und harten Ton hat. Zumindest von außen betrachtet. Das ist von innen gesehen gar nicht mehr so der Fall. Da hat sich viel geändert, es ist ein ganz toller, kreativer Beruf.“ Hinzu kommt noch, wie viele Restaurants von Familien geführt und wie viele von Investoren betrieben werden. Es sei einfach noch nicht gang und gäbe, einer Frau das Zepter zu übergeben und zu sagen, ich investiere in dich, findet Fuchs. Es passiere schon öfter als früher, aber es müsse noch viel öfter passieren. Wie passt Familienplanung zum Koch-Beruf? „Es gibt natürlich eine gewisse Prozentzahl an Frauen die sagt: Irgendwann möchte ich vielleicht Kinder bekommen. Das möchte aber auch nicht jede so machen. Ich hab mich für Kinder entschieden und kann das in meinem Konstrukt mit einer familiengeführten Gastronomie gut umsetzen.“ Fuchs sieht an dieser Stelle schon das Problem, dass Frauen dann möglicherweise ein bis zwei Jahre im Job kürzertreten müssen. Eine Frau deswegen gar nicht erst in Erwägung zu ziehen, findet sie aber einen schlechten Ansatz. „Da können gesellschaftliche Lösungen gefunden werden.“ Eine Küche ist nicht gleich arbeitsunfähig, wenn die Chefin nicht da ist „Egal, ob es eine weiblich oder männlich geführte Küche ist, man ist immer ein Team. Da ist man immer divers aufgestellt - fünf bis fünfzehn Leute arbeiten da meistens zusammen. Man verliert allerdings ein wenig die Präsenz, die eine Küchenchefin oder ein Küchenchef ausstrahlt.“ Fuchs sieht darin aber kein unlösbares Problem. Denn man kann sich einen Souschef (einen stellvertretenden Küchenchef) großziehen, der oder die dann übernimmt. „Man ist ja nicht weg. Man hat halt ein Kind bekommen. Ich bin selbst gerade im fünften Monat schwanger. Es ist ein Spagat, aber es geht und es ist wundervoll, dass es geht.“ Frauen haben heute bessere Chancen „Wir haben 22 Chefinnen auf der Watchlist der Vereinigung, mit der wir uns heute Abend treffen. Die sind deutlich breiter aufgestellt. Da sind auch Food-Influencerinnen, Selbstständige und Angestellte dabei. Ich glaube, es hat sich viel getan. Aber es muss sich auch weiter viel tun.“ 4,4 Prozent Frauenanteil findet Fuchs viel zu wenig. Man kann den Frauen mehr zutrauen. Sie ist stolz darauf, dass ihre Schwester (die als Unternehmerin des Jahres nominiert ist) und sie mit gutem Beispiel vorangehen. In dem Familienbetrieb kümmert sich Viktoria Fuchs ums Essen und ihre Schwester um die Verwaltung.

  • Monday · 4 min

    Russland trifft Zug nach Polen: "Wir wussten nichts von dem Angriff"

    Russland hat am Wochenende die ukrainische Grenzregion zu Polen angegriffen. Dabei haben Drohnen unter anderem eine Tankstelle und einen Passagierzug getroffen. Der Zug konnte rechtzeitig evakuiert werden, niemand wurde verletzt. Betroffen war die Verbindung zwischen Kiew und Warschau. Auf dieser Strecke musste sicherheitshalber auch ein Sonderzug mit westlichen Politikern anhalten. Er wurde teilweise geräumt, konnte seine Fahrt später aber fortsetzen. Lage lange unklar Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Robin Wagener saß in diesem Zug. Im Gespräch mit SWR-Aktuell Moderator Andreas Fischer berichtet er von seinen Erlebnissen. "Im Zug selbst haben wir den normalen Alarm mitgekriegt", erklärt er. Zu dem Zeitpunkt habe er nicht gewusst, dass es den Angriff auf der Strecke gegeben habe. Erst in Polen hätten er und seine Mitreisenden realisiert, was da passiert sei. Auf einem Video bei Telegram habe man gesehen, wie eine russische Drohne in den vorausfahrenden Zug einschlage. Wachsende Bedrohung aus Russland Dass Russland vermehrt in fremden Luftraum eindringe und Drohnenangriffe starte wertet Wagener als steigende Bedrohung: "Das ist eine deutliche Eskalation Russlands, die man wahrnehmen kann." "Das Einzige, was wir tun können, um Nato-Gebiet zu schützen ist sehr entschlossen auf diese russische Eskalation zu reagieren und Stopp-Schilder aufzuzeigen", so Wagner. Er fordert, alles Mögliche zu tun, um Russland die Kriegsfinanzierung zu erschweren. Andernfalls würde Russland immer weiter eskalieren, meint Außenpolitiker Robin Wagener.

  • Monday · 5 min

    Europäer an der Arktis: "Wir müssen uns militärisch schützen können"

    In Rovaniemi in Lappland beraten die Spitzen der EU darüber, welche strategische Rolle die Arktis für Europa spielt. Mit am Tisch sitzen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), EU-Ratspräsident António Costa, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und mehrere Regierungschefs aus Nord- und Osteuropa. Es geht um Wirtschaft, Umwelt und auch um Verteidigung. Die Arktis wird mit dem Klimawandel militärisch und wirtschaftlich immer interessanter. Auch für Konkurrenten wie Russland und China. Positionierung bei Sicherheit und Wirtschaft Europa muss "mehr Fähigkeiten zusammenbringen" in der Arktis, meint Ralph Thiele, Oberst a.D. der Bundeswehr und Vorsitzender der Politisch-Militärischen Gesellschaft. "Wir müssen uns militärisch schützen können und andere abhalten können, sich gegen uns zu positionieren", sagt Thiele. Außerdem müsse man wirtschaftlich denken. "Ohne Rohstoffe werden wir in der Welt keine wirtschaftlichen Fortschritte mehr machen können." Klimawandel erhöht Druck aus Russland Mit Blick auf Russland müsse man Entwicklungen erkennen. "Russlands großes Problem war immer der Zugang zu eisfreien Häfen und dann eben die Fahrt auf die Ozeane", so Thiele. Das ändere sich mit dem Klimawandel, wodurch der Druck größer werde, denn Russland werde sich den Zugang erschaffen wollen. Dementsprechend wichtig sei es für die Europäer, eigene Interessen zu schützen und auch einen Interessenausgleich mit Russland und China zu erreichen. Es gebe gute Gründe, sich auf ein "gemeinsames Benehmen" der Arktis-Anrainer zu einigen. Wie vielschichtig sie sind, beschreibt der Vorsitzende der Politisch-Militärischen Gesellschaft, Ralph Thiele im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

  • Sunday · 6 min

    Pferd, Ziege und Co.: So ähnlich sind sich Tiere und Menschen

    Wenn man als Mensch betonen will, wie zivilisiert man ist, sagt man gern mal: ich bin doch kein Tier. Und natürlich unterscheidet uns auf den ersten Blick ja auch einiges von Kühen, Hunden oder Mäusen, auch wenn es um Biologie und Medizin geht. Immer mal wieder gibt es zum Beispiel Kritik an Studien: Sie seien nicht aussagekräftig genug, weil sie nur an Tieren und eben nicht an Menschen durchgeführt wurden. Asthma durch Sahara-Staub: Pferde und Menschen können gleichermaßen betroffen sein Allerdings gibt es auch Bereiche, wo sich Mensch und Tier sehr ähnlich sind, zum Teil da, wo man es nicht unbedingt erwartet. Lothar Zimmermann, Arzt und Journalist, schildert im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer, welche Überraschungen er erlebte, als er für eine Doku-Serie über Tierärzte im Schwarzwald unterwegs war. Pferde etwa können Asthma durch Sahara-Staub entwickeln, ähnlich wie Menschen. Pollen-Allergie: Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Tier Oder das Beispiel Allergie: So wie wir allergisch auf Pollen reagieren, kann es Pferden ähnlich ergehen. Und es gibt noch mehr Ähnlichkeiten: Ziegen zum Beispiel können auch an Haarausfall leiden, wenngleich die Ursachen andere sind. Bei Ziegen liegt es in der Regel an einem Befall durch Parasiten, und da gibt es bei Menschen schon andere Gründe, etwa bei erblich bedingtem Haarausfall. Die gute Nachricht für Ziegen dabei: Ihnen können die Haare meist wieder nachwachsen. Eine weitere Erkenntnis der Recherche für die Serie, erzählt Lothar Zimmermann: Tierärztliche Arbeitszeiten können extrem lang sein, das könnte viele nachdenklich stimmen, denen als Traumberuf Tierarzt vorschwebt.

  • Saturday · 5 min

    Altersvorsorge-Reform: So funktionieren die staatlich geförderten Depots

    "Ich kann ein Altersvorsorge-Depot eröffnen und dort bis zu 1.800 Euro im Jahr einzahlen. Dafür bekomme ich für mich selbst erstmal 540 Euro pro Jahr Grundzulage", erklärt Saidi Sulilatu vom Geldratgeber Finanztip die Funktionsweise der Depots in SWR Aktuell. "Wer Nachwuchs hat, bekommt zudem pro kindergeldberechtigtem Kind bis zu 300 Euro, wenn er selbst mindestens 300 Euro einzahlt. Das ist auch steuerfrei und kann bei der Steuererklärung angegeben werden. Im Gegenzug sind alles Auszahlungen aus einem Altersvorsorge-Depot zu versteuern", so Sulilatu. "Zeit nehmen und nicht gleich auf Rabatte schielen" Der Finanzexperte rät, mit einem Vertragsabschluss noch etwas abzuwarten: "Der Markt entwickelt sich - jetzt buhlen verschiedene Anbieter um die ersten Kunden. Ich würde mir das zurücklegen und mir das mindestens mal bis Dezember anschauen. Wenn dann alle Angebote auf dem Tisch liegen, kann ich in aller Ruhe zum 1. Januar ein günstiges Depot abschließen." Dabei sollte man jetzt nicht gleich zu sehr auf den ein oder anderen Rabatt schielen, sondern darauf, ob das Angebot langfristig gut ist. Worauf es sich bei der Auswahl der Angebote zu achten lohnt Sulilatu hat sich die Angebote angeschaut. Die Erwartung kann sein, dass das Depot als solches kostenlos ist, meint er. Das werde nicht überall der Fall sein. Wichtig auch, "dass dann die entsprechende Geldanlage ziemlich kostengünstig ist." Letztendlich handle es sich um einen einfachen ETF-Sparplan. "Bei einem weltweiten Aktien-ETF reden wir von Kosten von 0,2 Prozent pro Jahr und weniger - das sollte absolut machbar sein." Außerdem sollte das entsprechende Angebot als Geldanlage ausreichend sein. Auf keinem Fall solle man einen teuren Vertrag mit Kosten von jenseits der 0,5 Prozent pro Jahr abschließen. "Insbesondere da erwarten wir, dass es auch teure Versicherungsverträge geben wird", so der Finanztip-Chefredakteur. Wann macht es Sinn, vom Riestervertrag zum Depot zu wechseln? Bisher gab es die staatlich geförderte Riesterrente. Wer bereits darüber für das Alter spart, soll in das neue Depot-Modell wechseln können. Ob das sinnvoll ist und wie es funktioniert, das wollte SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer von Saidi Sulilatu wissen.

  • Saturday · 4 min

    Wie viel Zucker für welche Frucht? - So gelingt die beste Marmelade

    Beispiel: Erdbeermarmelade. Die ist vermutlich in fast jedem Haushalt beliebt. Die wohl gängigste Art, Marmelade herzustellen, ist die mit Gelierzucker. Es gibt 1:1-, 2:1- und 3:1-Verhältnisse. Wie Erdbeermarmelade am besten gelingt, verrät Ernährungsberaterin Anna Dandekar im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck. 1:1-Frucht-Zucker-Verhältnis macht Erdbeermarmelade sehr süß Die klassische Erdbeermarmelade wird ursprünglich mit genauso viel Zucker wie Erdbeeren gemacht, also mit einem 1:1-Verhältnis, erklärt Dandekar. Für ihren Geschmack ist das aber viel zu süß. Sie empfiehlt deshalb, halb so viel Zucker wie Erdbeeren zunehmen: weil Erdbeeren von sich aus schon süß sind und der Geschmack sonst vom Zucker überdeckt werde. Mit der 2:1-Mischung ist die Marmelade immer noch sehr süß, aber der Erdbeergeschmack kommt viel besser durch. Quelle: Anna Dandekar, Ernährungsberaterin Wie wirkt sich die Zuckermenge auf die Haltbarkeit aus? Kurz gesagt: Je mehr Zucker man nimmt, umso länger ist die Haltbarkeit der Marmelade. "Der Zucker bindet das Wasser und die Mikroorganismen, die das Wasser zum Überleben und Vermehren brauchen, können sich in der Marmelade dann nicht mehr wirklich halten", erklärt die Ernährungsberaterin. Die Haltbarkeit hängt aber noch von vielen anderen Faktoren ab, weiß Dandekar: Es gehe neben dem Säuregehalt auch darum, wie sauber gearbeitet wurde und wo die Marmelade gelagert wird. "Es kann also auch eine Marmelade mit einem 3:1-Verhältnis, mit wenig Zucker, sehr lange haltbar sein, wenn auf alles geachtet wird." Für welches Obst eignet sich welches Zucker-Verhältnis? Das hängt stark vom Obst ab. Hier sollte man sich die Frage stellen: Wie süß ist die Frucht, wie viel Säure enthält sie, wieviel natürliches Pektin, also Bindemittel, enthält sie? Das könne teilweise bei der gleichen Obstsorte unterschiedlich sein, je nachdem, wo es wächst. "Bei sehr süßem, aromatischem Obst, wie Erdbeeren oder Aprikosen, kann man wirklich gut mit einem 3:1-Verhältnis arbeiten. Auch wenn Obst von sich aus sehr viel Pektin enthält, wie zum Beispiel Äpfel, Quitten und Johannisbeeren - da braucht man nicht so viel Gelierzucker." Zu genauso viel Zucker wie Frucht würde Anna Dandekar nur bei Zitrusfrüchten raten, "die wirklich viel Süße brauchen, um gegen die Säure anzukommen. Für alle anderen Obstsorten ist man mit einem Mischverhältnis 2:1 auf der sicheren Seite." Gesündere Alternativen zum Zucker Der Favorit von Anna Dandekar wird sogar ganz ohne zusätzlichen Zucker gemacht: "Als Geliermittel verwende ich Agar-Agar. Das ist eine pflanzliche Gelatine. Wichtig dabei ist, es einmal gut aufzukochen: 500 Gramm Früchte nach Wahl, etwas Zitronensaft und einen gestrichenen Teelöffel Agar-Agar miteinander aufkochen, eventuell pürieren und noch heiß in sterilisierte Gläser füllen." Die Streichfähigkeit sei nicht ganz so gut wie bei Marmelade und auch bei der Haltbarkeit müsse man gut aufpassen: "Ich würde es in den Kühlschrank stellen - aber man hat einen ganz reinen Fruchtaufstrich ohne Zuckerzusatz", so die Ernährungsexpertin.

  • Saturday · 6 min

    Frühstücks-Quarch: Nach der Sachsen-Anhalt-Wahl: Welche Rolle spielen Emotionen bei Wahlen?

    Was hat dazu geführt, dass in Sachsen-Anhalt die AfD mit 43 Prozent der Stimmen triumphiert - allen Warnungen von Wirtschafts- und Sozialverbänden zum Trotz - und obwohl sie als "in Teilen gesichert rechtsextremistisch" eingestuft wird? Fragen wie diese werden seit Tagen öffentlich und privat diskutiert. Die AfD, so heißt es oft, habe einen emotionalen Wahlkampf geführt. Ihr sei es gelungen, die Gefühle der Menschen anzusprechen. Die etablierten Parteien müssten sich deshalb fragen, ob sie nicht zu emotionslos auftreten. Haben wir die Bedeutung des Irrationalen in der Politik unterschätzt? Gefühle nicht verwechseln mit Affekten Der Philosoph und Bestseller-Autor Christoph Quarch findet: In Wahlentscheidungen mischt sich viel Irrationales ein, aber: "Ich glaube nicht, dass es sich dabei um Gefühle handelt. Da müssen wir genauer hinschauen. Und dabei kann uns die Philosophie helfen, die zwischen Gefühlen und Affekten unterscheidet. Gefühle - oder auch Emotionen - sind eine Weise, die Welt zu erschließen: Trauer ist ein Gefühl, Mitleid ist ein Gefühl, Liebe ist ein Gefühl. Gefühle kann man nicht machen. Man hat sie, oder man hat sie nicht. Bei Affekten ist das anders. Bei Affekten bleiben wir bei uns selbst. Sie richten sich gegen andere, aber stellen keine Beziehung her: Empörung, Wut, Neid sind Affekte, die man mit etwas psychologischer Kenntnis triggern kann - etwa durch gezielte Manipulation in Social Media. Das beherrscht die AfD virtuos. Ihre Marketing-Leute sind Meister der Affekte. Sie appellieren an den Bauch, aber nicht ans Herz, nicht an unsere Emotionalität." Sollten Parteien wirklich auf Affekt-Erzeugung setzen? Wie also könnten die demokratischen Parteien dem begegnen? Sollten sie sich die gleiche Strategie zu eigen machen? Sollten sie ebenfalls auf Affekte setzen? Der Philosoph findet, das wäre die falsche Strategie, denn: "Die Demokratie lebt vom sachlichen und rationalen Austausch der Argumente. Darauf können demokratische Parteien nicht verzichten. Sinnvoller wäre, genau hinzuschauen, was es für Affekte sind, die ihre Gegner so erfolgreich aktivieren. Dann müsste ihnen auffallen, dass man bei ihnen oft eine Art Zerstörungswut findet. Man ist gegen das System: gegen die Sozialpolitik, gegen die Außenpolitik, gegen die Energiepolitik, gegen die Bürokratie - gegen all das, was in der BRD seit 1949 aufgebaut wurde. All das soll weg. Gerade in Ostdeutschland stößt der Staat mit seinen Institutionen auf erbitterte Ablehnung. Man denkt dort laut über eine zweite "friedliche Revolution" nach. Das muss zu denken geben. Wir müssen den Boden verstehen, auf dem diese Affekte wachsen." Denn, so Quarch, es könnte sein, dass vieles daran auch wahr ist. Es könnte sein, dass unser Land tatsächlich eines grundlegenden Wandels bedarf: "Es könnte sein, dass die AfD richtige Fragen adressiert, auch wenn sie die grundfalschen Antworten gibt. " Gibt es eine Handlungsempfehlung an die Politik aus philosophischer Sicht? Und was würden solche Einsichten konkret für die demokratischen Kräfte im Land bedeuten? Da wirft der Philosoph Quarch einen Blick auf das größere Bild der momentanen Welt-Lage: "Vieles, was uns lieb und teuer ist, wird künftig verschwinden. Die technologische Entwicklung und die hinter ihr stehenden anti-demokratischen Mächte in den USA oder in China werden unseren demokratischen Institutionen immer mehr zusetzen." Dies müsse aber keine von Zerstörungswut getriebene Katastrophe sein, denn - so komisch dies auch klingen möge: "Es gibt auch eine schöne Katastrophe, in der das Herz und die Liebe und nicht die Wut die Regie führt. Allein mit Rationalität kommen wir dem Wandel nicht bei. Es braucht beherzte Menschen, die eine begeisterungsfähige Vision von einer neuen, zeitgemäßen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entwickeln. Die AfD bietet nur die Revision hin zu überholten Ideologien der Vergangenheit." Quarchs Fazit: Es sei der "Mut zu einer visionären Disruption, zu einer schöpferischen Zerstörung: das ist es, was wir Demokraten im Herzen kultivieren sollten."

  • Friday · 7 min

    Hitze, Feuer, Fluten: Sven Plöger über den Klima-Hotspot Mittelmeer

    Dort wurden diesen Sommer 2026 Temperaturen erreicht, die unerträglich waren. Viele Bewohner entlang des Mittelmeers haben Plöger erzählt, dass es bei den Hitzewellen bisher noch nie so schwül gewesen sei wie in diesem Sommer. Gemeinsam mit Wissenschaftlern hat sich Sven Plöger im Umfeld von Valencia angesehen, was bei dem Unwetter im Oktober 2024 passiert war. Dort hatte es fast 800 Liter Regenwasser pro Quadratmeter in 24 Stunden gegeben, 200 Menschen starben. "Es ist im Grunde das passiert, was uns die Wissenschaft vor Jahrzehnten schon gesagt hat: Die physikalischen Prozesse finden statt. Denen ist egal, was wir davon halten." Uns war wichtig, zu zeigen, wie schön die Mittelmeerregion ist, um deutlich zu machen, wie erhaltenswert all das ist. Um von den Wissenschaftlern die Analyse zu bekommen. Dann aber darauf hinzuschauen, was man vor Ort tun kann, um sich teilweise anzupassen. Und gleichzeitig Haltung bei den Zuschauern zu erzeugen, um aus dem Sehnsuchtsort Mittelmeer nicht einen Schicksalsort werden zu lassen. Quelle: Sven Plöger, ARD-Meteorologe Plöger war mit seinem Team auf Mallorca. Dort sei die Trockenheit im Jahr 2025 und im Jahr 2026 extrem gewesen. Über das Jahr habe sich die Niederschlagsmenge gar nicht so verändert. "Aber wir haben jetzt den Wechsel zwischen ewiger Trockenheit und sintflutartigen Regenfällen viel stärker." Für die Landwirtschaft ist das ein Riesenproblem. Auf Mallorca hat der ARD-Meteorologe einen Landwirt getroffen, der auf seiner Plantage wegen der Trockenheit vom Anbau von Mandelbäumen teilweise auf Johannesbrotbäume umgestiegen ist. Wie der Landwirt gemeinsam mit einer Genossenschaft versucht, mit einfachen Mitteln und nachhaltig die Lage vor Ort etwas zu verändern - und welche Rolle Schafe dabei spielen, das beschreibt Sven Plöger im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex. Und in der neuen Folge von "Wie extrem wird das Wetter, Sven Plöger?".

  • Friday · 5 min

    Snacks und Cocktails: So wird der öde Elternabend zum Event

    Martin Schopps ist Comedian, Kölner Karnevalist - und von Haus aus Lehrer und Vater. Sein aktuelles Bühnenprogramm heißt passenderweise "Elternabend". Seinen nicht ganz ernst gemeinten Tipp für einen gelungenen Elternabend hat er SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex verraten. Den organisatorischen Teil könnte man wunderbar schriftlich erledigen, findet der Comedian. "Den Elternabend könnte man dann so gestalten, dass er den Leuten ein bisschen Spaß macht - dass man sich auch ein bisschen kennenlernt. Es würde vielleicht tatsächlich helfen, wenn man Musik, Snacks und Getränke in die Klasse stellen würde - und im allerbesten Fall den Lehrer durch einen Cocktail-Mixer ersetzt. Dann können alle zusammen einen schönen fröhlichen Abend verbringen." "Es gibt immer den einen, der zum Schluss noch die eine Frage stellt" Elternabende sind keine homogene Gruppe, meint Martin Schopps. "Da gehen eigentlich alle mit demselben Ziel an den Start: nämlich möglichst schnell wieder nach Hause zu kommen." Das Problem beim Elternabend: Man findet immer einen, der ganz zum Schluss noch die eine Frage stellt, die die anderen Eltern zur Verzweiflung bringt. Wenn der anfängt, mit: Ich bin ein sehr reflektierter Vater und ich habe hier nur diese Frage - dann weißt du, dass du den nächsten Urlaub absagen kannst. Quelle: Martin Schopps, Comedian, Kölner Karnevalist, Lehrer und Vater Manche Eltern erkennt man an den Gewohnheiten ihres Kindes wieder Martin Schopps kennt Elternabende aus beiden Perspektiven: als Vater und als Lehrer. Wenn der Vater oder die Mutter eines Kindes zur Tür reinkommen, könne man sich hin und wieder ausmalen, welche Eltern zu welchem Kind gehörten, ohne dass man sie vorher kennengelernt hat. "Wenn man eher ein sehr aufgeräumtes Kind in der Klasse hat, kann man sich vorstellen, dass die Eltern auch eher zu den Engagierteren gehören. Bei einem Schulschwänzer kann es auch mal sein, dass der Vater dann in einem sehr legeren Look und Kaugummi kauend etwas zu spät in den Klassenraum hereinkommt." Ich sag immer: Wenn man die eine Seite erlebt hat, ist man empathisch für die andere Seite und umgekehrt. Quelle: Martin Schopps, Comedian, Kölner Karnevalist, Lehrer und Vater Geht es nach Martin Schopps, dann müsste der Elternabend sowieso eigentlich "Mütterabend" heißen - "weil es eigentlich die Frauen sind, die den Laden schmeißen und sich engagieren."

  • Friday · 7 min

    25 Jahre nach 9/11: Begann alles ein Jahr davor in Baden-Baden?

    "Es war ein Schock - und ehrlicherweise hat dieser Schock schon ein paar Monate vorher im Kleinen begonnen, unbemerkt von der Öffentlichkeit", erinnert sich ARD- Sicherheitsexperte Holger Schmidt in SWR Aktuell. Es begann im Jahr 2000 - in Baden-Baden Der islamistische Terror habe sich bereits ein Jahr vorher, im Jahr 2000 in Baden-Baden etabliert: Ein Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt hätte passieren sollen, so Schmidt. "Die Ermittler konnten das in letzter Sekunde verhindern." Die Attentäter haben in Baden-Baden in Gästewohnungen gelebt und religiöse Inhalte konsumiert und sich richtig aufgeputscht, viele Ungläubige zu töten. Da zeigte sich schon, man hat ein Problem. Quelle: Holger Schmidt, ARD-Sicherheitsexperte Spur führte nach Hamburg Dann kam der 11. September 2001. "Am Tag danach kam die Erkenntnis: Das hat alles in Hamburg gespielt. Ermittler der Bundesanwaltschaft und des Bundeskriminalamts sind hektisch nach Hamburg gedüst und standen - man muss es so sagen - ein bisschen hilflos vor dem Haus und überlegten sich: hier hat das alles gespielt und wir haben eigentlich keine Ahnung." BKA und Verfassungsschutz rekrutierten Studenten der Islamwissenschaften Von da an ging alles rasend schnell, blickt der ARD-Terrorismusexperte auf die Zeit zurück: Wer damals Islamwissenschaften an einer der damals gar nicht so zahlreichen Fakultäten in Deutschland studiert hat, habe erleben können, wie Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz in die Vorlesungen gekommen seien. Sie versuchten, die jungen Studierenden, die die Sprache und die Kultur kannten, abzuwerben. Einige der führenden Personen heute, in deutschen Sicherheitsbehörden im Bereich islamistischer Terrorismus, können wirklich erzählen: Wir sind von der Uni wegrekrutiert worden und sind heute dabei, diese Form von Terrorismus zu bekämpfen. Quelle: Holger Schmidt, ARD-Sicherheitsexperte Al-Qaida-Mitglied arbeitete im Kernforschungszentrum Karlsruhe Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hatten noch ein ganz besonderes Problem, weiß Holger Schmidt. "Es gab auf einmal den Hinweis, dass im Kernforschungszentrum Karlsruhe ein Mitarbeiter mit einem muslimischen Hintergrund in der Kantine auf einen Tisch geklettert war und geschrien hat: Da seht ihr es, so soll es den Ungläubigen gehen. Toll ist das gewesen." Der Mann wurde später vom Oberlandesgericht Koblenz zu einer langen Freiheitsstrafe wegen Mitgliedschaft im Terrornetzwerk al-Qaida Kaida verurteilt. "Der Mann hatte in einem Sicherheitsbereich für das Kernforschungszentrum gearbeitet. Man wusste überhaupt nicht mehr, was man für sicher halten konnte." Heute habe man dagegen große Abteilungen in der Polizei und im Verfassungsschutz, die sich genau mit diesen Bereichen beschäftigen. Man müsse aber auch sagen, dass das Problem heute viel größer sei: "Damals ging es um einige wenige Personen, die dieses Unheil angerichtet haben. Heute ist das leider ein weltweit verbreitetes Phänomen", so Holger Schmidt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies.

  • Friday · 6 min

    Zwischen den Landtagswahlen in Ostdeutschland: Wie wirken die Ergebnisse von Sachsen-Anhalt nach?

    Knapp eine Woche ist es her, dass die AfD in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl dort gewonnen hat. Und es steht die nächste Wahl an. Am Sonntag dem 20.9. dürfen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Landesabgeordneten wählen und das gilt ebenso für das Bundesland Berlin. Und auch wenn dort die politischen Kräfteverhältnisse ein bisschen anders aussehen, ist auch hier für die AfD mit einem starken Ergebnis zu rechnen. Cornelius Pollmer ist Redaktionsleiter von "Zeit im Osten", das ist ein Ressort und Berichterstattungsformat der Wochenzeitung "Die Zeit", er ist selbst ein paar Jahre vor der Wende in Dresden geboren, kennt also die Region sehr gut. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck schildert er, wie stark das Ergebnis der Wahl in Sachsen-Anhalt nachwirkt. Menschen sind im Widerstand gegen die AfD aktiv aber auch erschöpft Pollmer erlebt die Menschen, die sich zu tausenden in Ostdeutschland in der Zivilgesellschaft für Demokratie und Vielfalt einsetzen und auch gegen die AfD demonstrieren als nach wie vor sehr aktiv, aber auch erschöpft nach den Wahl-Ergebnissen: "Die sind in einer Doppel-Situation, einerseits angeknipst und haben das starke Bedürfnis, auch über den Wahltag hinaus aktiv zu bleiben, sich zu vernetzen und das Gespräch zu suchen. Andererseits ist da auch eine gewisse Erschöpfung, für die ich auch Verständnis habe, denn je kleiner der Ort ist, desto weniger Leute sind es dann und die sind teilweise seit vielen Jahren auf den Beinen." Wie sollen sich die Parteien der politischen Mitte aufstellen? Über den Wahltag in Mecklenburg-Vorpommern hinaus wünscht Pollmer sich, dass in den politischen Parteien "sehr ernst genommen wird, was wir gerade beobachten." Den Bundeskanzler etwa nimmt er einerseits nachdenklich, dann wieder kämpferisch wahr mit Bezug auf das Wahl-Ergebnis von Sachsen-Anhalt, und meint: "Ich glaube, dass die Leute sich nicht mit Rhetorik und auch nicht unbedingt nur mit Emotionen, wie es der Kanzler in Aussicht gestellt hat, wieder werden einfangen lassen." Ein mögliches AfD-Verbotsverfahren sieht er skeptisch und findet jedenfalls "…ich glaube nicht, dass dies das Allheilmittel ist, um diese Unzufriedenheit, die wir im Land erleben, endgültig zu beenden."

  • Friday · 5 min

    25. Jahrestag 9/11: Erinnerungen eines Stuttgarter Zeitzeugen

    Wer den 11. September 2001 erlebt hat, weiß wohl noch ziemlich genau, was er vor 25 Jahren gemacht hat. Es ist einer jener Jahrestage, die die Welt in ein "davor und danach" eingeteilt haben. Es war der Tag der Terroranschläge in den USA - auf das Pentagon in Washington und auf das Word Trade Center in New York, das die Skyline der Stadt bis dahin geprägt hatte - bis die Zwillingstürme an jenem 11. September in sich zusammenstürzten. Der Stuttgarter Fotograf Jürgen Pollak war damals Zeitzeuge in New York. Er war am 6. September dort angekommen - mit einer Green Card in die USA eingereist, die er per Los gewonnen hatte. 9/11 - der elfte September: Ein Tag, der die Welt veränderte Pollak erzählt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch von seinen Eindrücken an diesem Tag: "Ich wollte eigentlich nur morgens auf die Straße, um frühstücken zu gehen, hörte die Explosion und dachte sofort: Das muss ein Terror-Anschlag gewesen sein." Er nahm seine Kamera und fotografierte Menschen und Situationen in seinem Viertel in Manhattan, anderthalb Kilometer von der Stelle der Katastrophe entfernt. Instinktiv sei er damals nicht näher heran in Richtung Süden gegangen, "das hätte ich fast schon blasphemisch gefunden." Im Rückblick sei das wohl klug gewesen. Die Menschen um ihn herum hätten erst gedacht, dass die Feuerwehr die Sache schon in den Griff bekommen würde. Erst beim Einsturz des ersten Turms sei allen klar geworden, dass hier etwas viel Größeres passiert war. Manhattan heute: "Die Katastrophe ist zum Museum geworden." Wenn Pollak heute, auch mit seinem Sohn im Teenager-Alter, in Manhattan noch einmal an den Ort des Geschehens geht, findet er eins spannend: Nämlich, "dass ich meine persönliche Erinnerung an diesen Tag quasi im Museum betrachten kann." An der Gedenkstätte im Süden Manhattans kommen ihm die Erlebnisse des 11. Septembers 2001 wieder in den Sinn. Das seien jedes Mal auch sehr emotionale Momente.

  • Thursday · 6 min

    Noch weniger Zeit für Patienten, noch längere Wartezeiten: Hausärzte schlagen Alarm

    "Wir arbeiten unter hohen Belastungen und wären auch bereit, durch neue Konzepte mehr Patienten zu versorgen", sagt Nicola Buhlinger-Göpfahrt, Hausärztin in Pforzheim und Bundes- und Landesverbandsvorsitzende Baden-Württemberg in SWR Aktuell. Die Politik wolle den Hausärzten beispielsweise mit der Notfallversorgung immer mehr Aufgaben übertragen. Die Hausärzte seien bereit, diese Steuerung zu übernehmen und auch den Patienten gemeinsam mit der Politik zu erklären, dass diese Steuerung auch etwas Gutes sei. "Da wird niemandem etwas weggenommen, das ist die Begleitung durch ein System, in dem sich die Patienten allein vielfach nicht mehr zurechtfinden. Aber dafür brauchen wir auch die entsprechenden Mittel, die bereit gestellt werden müssen", so Buhlinger-Göpfahrt. Abschlag für die Aufnahme von neuen Patienten ist paradox Stattdessen verlange die Politik, dass gespart werden solle. "Wir haben mit einer Auflage im Beitragsstabilisierungsgesetz eine Vorgabe bekommen, die uns einen Abschlag für die Aufnahme neuer Patienten gibt." Für die Hausärztin ist das paradox: "Einerseits sollen wir immer mehr Menschen versorgen, andererseits werden wir dafür bestraft." Wenn Sie als Patient jetzt schon Probleme haben, eine Hausarztpraxis zu finden und künftig die Hausarztpraxen für die Neuaufnahme von Patienten einen Abschlag bekommen - das können Sie doch draußen niemandem mehr erklären. Quelle: Nicola Buhlinger-Göpfahrt, Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes und Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg "Hausärzte leisten Sparbeitrag durch Honorar-Deckelung" Der Hausärzteverband habe sich gut den Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit vorstellen können, einen Sparbeitrag zu leisten, indem man die Honorare durch die "Grundlohnsummenentwicklung minus ein Prozent" deckelt. Dann habe jedoch das Bundesgesundheitsministerium anders als die Finanzkommission vorgeschlagen, dass Hausärzte einen Abschlag für die Aufnahme neuer Patienten bekommen. "Da muss die Politik nachjustieren. Das hat mit einem Aufschnüren eines Reformpaketes nichts zu tun", sagt die Bundes- und baden-württembergische Landesvorsitzende des Hausärzteverbands.

  • Thursday · 6 min

    Neues Schuljahr in BW: Wo hakt’s und was muss sich ändern?

    Angesichts des schlechten Abschneidens Deutschlands bei der PISA-Studie sagt die Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Martina Scherer, in SWR Aktuell: "Wir brauchen die am besten ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen, wir dürfen niemanden in andere Bundesländer ziehen lassen." Dies betreffe alle Schularten gleichermaßen, nicht nur die Gymnasien. Was ein mündigkeitsorientierter Bildungsbegriff bedeutet Schülerinnen und Schüler würden bedingt durch die Digitalisierung nur noch flüchtig lesen. Der schnelle Konsum von Texten führe dazu, dass gar nicht mehr richtig "hingeschaut" werde. Im Zeitalter von Fakenews sei es wichtig, Mündigkeit in die Bildung aufzunehmen. Die Unterschiede zwischen wahr und fake müssten erkannt werden. Grundsätzlich werde deshalb das Verständnis der Sprache immer wichtiger. Es erschreckt uns, dass bei PISA die Sprachmängel so sehr zum Vorschein kamen. Quelle: Martina Scherer, Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg Künstliche Intelligenz könne man an manchen Stellen sehr gut einsetzen und nutzen. Einfache Zusammenfassungen der KI führten allerdings nicht dazu, dass Schülerinnen und Schüler sich das Wissen zu eigen machen könnten. "Ich [als Schüler] muss lernen, das Wissen zu vereinnahmen, damit ich es auch wieder weiß." 115-prozentige Lehrerversorgung gegen Ausfälle Der Philologenverband Baden-Württemberg fordert seit langem eine 115-prozentige Lehrerversorgung. "Das bedeutet, dass es zum Schuljahresbeginn noch eine Reserve geben sollte, falls unerwartete Dinge am Anfang vom Schuljahr passieren", so die Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Martina Scherer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex. Wenn die Schule so abgedeckt werde, dass der Unterricht gerade funktionieren kann, dann dürfe niemand krank werden, anderenfalls habe man niemanden in der Hinterhand - dann seien Ausfälle vorprogrammiert, so Scherer.

  • Thursday · 7 min

    Neue Staffel "Babylon Berlin": So viel historische Forschung steckt drin

    Sie wird von den Fans sehnsüchtig erwartet - und das Warten hat ein Ende: Die fünfte und letzte Staffel der Serie "Babylon Berlin" ist von heute an online verfügbar in der ARD-Mediathek. So geht’s weiter: Die 1920er Jahre sind vorbei und die Handlung dieser letzten Staffel spielt im Februar und März 1933, nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. Historisch gesehen ist das also eine Zeit, in der die Gesellschaft aus den Fugen gerät. Darum geht es auch in der TV-Doku "Wie die Demokratie unterging", in der es um die Entstehung der Serie geht. Historische Umbrüche und eine große Liebesgeschichte Claudia Christiane Gatzka, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas an der Uni Freiburg, ist ebenfalls gespannt wie es weiter geht. Wie wird die Serie die Geschehnisse und die große Liebesgeschichte zwischen Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) und Gereon Rath (Volker Bruch) darstellen? Zur historischen Einordnung meint sie: Wegmarken wie der Reichstagsbrand und das Geschehen rund um das Ermächtigungsgesetz oder der Fackel-Lauf der Nationalsozialisten seien bestimmt auch im Bild sehr eindrückliche Momente. In der vierten Staffel habe man viel Gewalt gesehen, nämlich "Gewalt gegen Unterschichten. Die Weimarer Republik war eine eminente Klassengesellschaft, das können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. Und im Januar 1933 kippt das auf den Straßen nochmal in ein sehr brutales Gewalt-Geschehen." Ein TV-Drama ist nicht 1:1 historische Realität, macht aber neugierig Prof. Gatzka findet es beeindruckend, wie die Vielfältigkeit dieser Zeit im TV-Drama eingefangen wird. Rauschhafte und prunkvolle Momente im Berlin der 1920er, auch "Goldene 20er" genannt, die aber gleichzeitig geprägt waren von Armut und Arbeitslosigkeit. Solche sozialen Spannungen von Wohnungsnotstand bis zu Kinderarbeit kämen in historischen Sachbüchern oft zu kurz. Niemand erwarte, dass historische Realität in einer TV-Produktion 1:1 abgebildet werde, aber: "Die dramatische Aneignung des Stoffes kann das Interesse an dieser Epoche neu wecken." Sollte Babylon Berlin auch im Geschichtsunterricht in Schulen gezeigt werden? Da gibt Prof. Gatzka zwar keine Handlungsempfehlung, doch sie findet: "Das, was auf dem Spiel steht in dieser Zeit, kann durch fiktionale Erzählung im Film sehr gut vermittelt werden." Nicht als Ersatz des Sach-Unterrichts, aber "als Appetizer gewissermaßen für die Demokratie-Geschichte Deutschlands".

  • Thursday · 6 min

    Merz will mehr erklären: So könnte der Kanzler seinen Stil ändern

    Die Generaldebatte gestern im Bundestag wirkt bis heute nach. Sie stand ganz im Zeichen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel nutzte die bundespolitische Bühne für eine Erzählung darüber, was in Deutschland ihrer Ansicht nach alles schiefläuft. Bundeskanzler Friedrich Merz konnte in seiner anschließenden Rede kaum eine positive Erzählung dagegensetzen. Dabei hatte er doch erst am Montag gesagt, die Bundesregierung müsse ihre Politik besser erklären und die Menschen emotional stärker erreichen. Die Kommunikationsberaterin Stefanie Voss meint: Merz sollte daran arbeiten, variabler zu kommunizieren: "Zum Beispiel auch in seiner Körperhaltung. Er hat immer diese klassische Angriffshaltung. Aber insgesamt braucht er einfach ein größeres Spektrum von Kommunikationsstrategien für verschiedene Situationen." Der Kanzler kann Stärke ausstrahlen, könnte aber mehr Varianz vertragen Im Bundestag könne Merz durchaus stark wirken, wenn er etwa Zwischenrufe "abkanzelt" und das komme dort auch gut rüber, meint Stefanie Voss. Doch insgesamt könnte Merz an seiner Varianz arbeiten - je nach Situation. Etwa wenn er in einer Wahlkampf-Arena die Meinung anderer hört und dann so reagiert, dass es hart wirkt. Das sei eine Frage von Macht-Gefälle: "Es ist immer meine Aufgabe, wenn ich in der höheren Position bin, Druck aus der Situation zu nehmen." Das gelinge Merz oft nicht. Einen Grund dafür sieht die Kommunikationsberaterin darin, dass ihm seine bisherigen Verhaltensmuster schließlich eine Menge Erfolg gebracht haben. Mehr Emotion? Dann aber auch Wertschätzung für andere zeigen Wie könnte Friedrich Merz also seinen Stil ändern, um die Bürger in diesen schwierigen Zeiten mitzunehmen? Stefanie Voss meint, indem er Wertschätzung für andere Meinungen und Standpunkte ausstrahlt. Beispiel Wahl-Arena: "Hier hätte Merz etwas sagen können, wie: ‚Ich höre Ihre Meinung. Die betrifft mich sehr. Es wird Sie wenig überraschen, dass ich sie nicht teile. Aber ich möchte Ihnen erklären, warum das so ist.‘ Damit nehme ich Druck heraus." Allerdings räumt die Kommunikationsberaterin auch ein: "Der Mann steht massiv unter Druck. Wer von uns wird denn geschmeidiger und lockerer und veränderungsbereiter, wenn wir unter sehr starkem Druck stehen?" Somit dürfe man auch nicht allzu viel Veränderung erwarten.

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