
CDU-Mann widersetzt sich eigener Fraktion: „Ich werde den Saal nicht verlassen“
Bei der bevorstehenden Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt will die CDU-Fraktion geschlossen den Plenarsaal verlassen. Doch der frühere Fraktionschef Guido Heuer macht nicht mit. Im Interview mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler erklärt er: „Ich werde den Saal nicht verlassen“ und beruft sich auf das freie Mandat sowie das Prinzip der geheimen Wahl. Wer den Saal verlasse, lege sich aus seiner Sicht bereits öffentlich auf eine Enthaltung fest.Heuer kritisiert auch die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Wahl des Landtagspräsidenten Tobias Rausch aufzuarbeiten. Stattdessen müsse sich die Union mit ihrer eigenen Glaubwürdigkeitskrise beschäftigen.Der CDU-Politiker fordert einen Kurswechsel im Umgang mit der AfD. Eine Koalition oder Tolerierung schließt er aus, hält aber wechselnde Mehrheiten bei Sachfragen für legitim. Die bisherige Brandmauer-Politik habe der Union nicht geholfen. Auch eine einseitige Bindung an die SPD hält er für falsch.Bei „Schuler! Fragen, was ist“ spricht Guido Heuer außerdem über das schlechte Abschneiden der CDU in Sachsen-Anhalt, die Rolle von Friedrich Merz, einen notwendigen personellen und thematischen Neuanfang seiner Partei sowie die politische Entwicklung in Berlin.
















